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Wakü einmaleins, Tipps und Tricks! [Guide]

IICARUS

Kokü-Junkie (m/w)
Hallo,

bis vor kurzem hatte ich in eigenem Projekt einige Anleitungen geschrieben und da mein Projekt leider geschlossen wird, wäre es schade, wenn meine Anleitungen und Tipps nicht im Internet zu finden wären. Aus diesem Grund werde ich hier meine Anleitungen als Thema auf PCGH zur Verfügung stellen.

Bitte beachtet, dass ich bezüglich meiner Kenntnisse mich beziehe und falls doch mal was anzumerken ist, diese gerne als Beiträge von jedem User noch ergänzt werden können. Bilderquellen sind eigene Systeme, die ich bereits aufgebaut habe oder eigene Teile und Zubehör. Auch manche Skizzen, die mit eingestellt sind, habe ich selbst erstellt.

Meine Anleitungen sind daher auch nicht jetzt entstanden, sondern im Laufe eines Jahres.

Inhaltsverzeichnis​

  1. Streifzug durch die faszinierende Welt der PC-Wasserkühlung
  2. Überwachung von PC-Wakü nötig?
  3. Wasserkühlung: Durchflusssensor JA oder NEIN?
  4. Wasserkühlung: Viel Fläche der Radiatoren ist Pflicht!
  5. Luft oder Wasser: Welche Kühlung ist besser und leiser?
  6. Wasserkühlung: Grafikkarte Fehlersuche nach dem Umbau
  7. Wasserkühlung: Monoblock als CPU-Kühler
  8. Wasserkühlung: Wie wichtig ist eine Steuerung?
  9. Ist Wasserkühlung nicht Gefährlich?!
  10. Wasserkühlung: Gefahren und Fehlerquellen.
  11. Wasserkühlung: Filter ja oder nein?
  12. Welches Gehäuse für Luft- oder Wasserkühlung
  13. Wann lohnt sich eine Wasserkühlung wirklich?
  14. Checkliste - Wasserkühlung
  15. Wie FUNKTIONIERT EINE WASSERKÜHLUNG?
  16. Dick, Klein, Groß - Was für ein Radiator soll verbaut Werden?!
  17. Die richtigen Lüfter für Radiatoren - Airflow vs. Static Druck
  18. Welches Kühlmittel für eine Wasserkühlung?
  19. Oft gestellte Frage: AiO Kompakt- oder Custom-Wasserkühlung?
  20. Macht eine Wasserkühlung Sinn?
  21. Grafikkarte auf Wasser umbauen | Anleitung & Tipps
  22. Push & Pull? Wohin mit dem Radiator? Lüfter & Radiator richtig verbauen!
  23. MYTHEN einer PC-WASSERKÜHLUNG - Pro + Contra
  24. [Guide] Wasserkühlung reinigen
  25. AquaComputer Aquasuite - Steuerung | Review + Tipps
  26. Hardtube PETG oder Acryl Rohre? Welche soll ich verbauen?
  27. Hard Tubing biegen und Werkzeuge, Umbau auf Hardtube!
  28. Loop und Komponente mit einem Lecktester auf Dichtigkeit testen.

Weitere nützliche Anleitungen oder Themen von mir:​

Und, wenn es doch mal nicht so ganz klappt... [Sammelthread] WaKü Pleiten Pech und Pannen... :ugly:
 
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Kokü-Junkie (m/w)

Streifzug durch die faszinierende Welt der PC-Wasserkühlung​

Ein eigener Computer ist oft ein tolles Hobby. Es ist auch faszinierend was für tolle Systeme mit einer Wasserkühlung hierbei entstehen können und was für eine Energie in Planung und Umsetzung steckt. Denn hier zeigt sich auch eindeutig was für eine Leidenschaft und Liebe in solch ein Hobby mit eingebracht wird.

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Es gibt im Grunde auch keine Grenzen und so werden neben einem Kühlsystem auch sehr oft komplette Gehäuse umgebaut. Solche Rechner bekommen dann noch eine besondere Note mit besonders ideenreichen Umsetzungen was nicht nur die Wasserkühlung selbst mit einbezieht. Die Details gehen hier von besonders schönen verlegte und gebogene Röhren bis hin zu aufwendig verlegte Kabel, RGBs und gefärbter Kühlflüssigkeit oder Effekte. Aber auch Schlauch sieht Stylisch schön und auch sehr gut aus und muss sich nicht hinter Systeme mit Hardtubes verstecken.

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Auch die Planung und Umsetzen sind oft sehr intensiv mit einbezogen und so sehen Systeme auch oft gigantisch gut aus was auch ein Herz viel höher Schlägen lässt. Viele Systeme sind einfach Traumhaft schön und das Besondere daran ist auch, dass es sich oft um Leute handelt, dessen Leidenschaft so groß ist das sie vieles sehr sorgfältig und mit sehr viel Geduld und Liebe aufbauen. Auch wir unterstützen bei uns im Forum jeden User der hierzu Hilfe sucht und stehen mit Rat & Tat beiseite. Bei uns können sich auch Gleichgesinnte Treffen um über Erfahrung und Kenntnisse sich austauschen zu können und auch ihre faszinierende Systeme in unserer Galerie vorzeigen zu können.

Solch ein System wird am Ende immer zu einem Kunstwerk wo jeder Stolz darüber sein kann sich was besonders und einzigartiges aufgebaut zu haben. Freunde und Bekannte sind oft sprachlos vom zauberhaften Anblick solch eines Systems. In uns im Forum ist ein Mitglied mit dabei der sich sogar 4 Monster Radiatoren (Mo-Ra) installiert hat. Die Größe solch einer Wasserkühlung ist unglaublich gigantisch groß und man kommt aus dem Staunen nicht raus.

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Kokü-Junkie (m/w)

Überwachung von PC-Wakü nötig?​

Ist es nötig die Temperatur und den Durchfluss des Kühlmittels in einer Wasserkühlung zu überwachen? Immerhin gibt es auch High End Gaming Systeme die haben nicht mal eine Lüftersteuerung (außer am MB).

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Vorwort​

Diese Frage stellt sich oft mit einer neuen Wasserkühlung, weil auch hierzu bestimmte Komponente gekauft und auch mit im Kreislauf eingebunden werden müssen. Manchmal möchte jemand nicht so viel mit einbinden oder möchte Finanziell nicht noch mehr ausgeben.

Ein Computersystem kann auch gut mit Luftgekühlt laufen und würde dennoch nicht überhitzen, weil hierzu bestimmte Temperaturen erreicht werden müssen. Selbst dann würde z.B. ein Prozessor oder Grafikkarte zunächst herunter Takten und sobald eine gewisse Temperatur überschritten wird sogar Not abschalten.

Steuerung​

Aber Lüfter oder auch eine Pumpe können direkt übers Mainboard angeschlossen und auch geregelt werden. Bei den Anschlüssen dazu müssen nur die max. Leistungsaufnahme in Amper mit beachtet werden, da solch ein Ausgang auch heiß werden kann und Schaden nimmt. Ansonsten spricht hier nichts gegen der Board eigenen Mitteln zu nutzen. Nur wird ein Prozessor ständig im Hintergrund Prozesse verrichten und so werden dann auch die Lüfter dazu immer wieder kurz aufdrehen.

Eine gute Lösung ist hier eine bestimmte Drehzahl bis zu einer bestimmten Temperatur zu setzen. Zum Beispiel 40 % bis 60 oder 70 °C und dann von dort aus bei 90 °C auf 100 % zu gehen. Die Kurve würde so auch linear ansteigen.

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Lüfter können auch nach Wassertemperatur geregelt werden, denn Wasser reagiert träge und so wird es kein ständiges auf und abdrehen der Lüfter geben. Natürlich setzt diese Temperatursensoren voraus, die im Kreislauf mit eingebunden sind und eine Steuerung. Mittels Steuerung werden die Werte der Wassertemperaturen eingelesen und die Lüfter können dann nach bestimmten Kriterien geregelt werden.

Zum Beispiel mit der Aquasuite von Aqua Computer:
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Manche Mainboards wie zum Beispiel mein Asus ROG Maximus XI Hero stellt Anschlüsse für Temperatursensoren und Durchflusssensor bereit. Dadurch können auch bis zu drei Temperatursensoren mit angeschlossen werden und ohne zusätzliche Software können dann auch hiermit die Lüfter übers BIOS oder mit der Ai Suite 3 geregelt werden. Hierzu muss dann nur die Quelle der Sensoren voreingestellt sein.

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Natürlich müssen auch in diesem Fall Temperatursensoren mit im Kreislauf verbaut sein.

Durchfluss​

Ein Durchflusssensor ist natürlich nicht zwingend notwendig, kann aber ungemein bei einem Fehler helfen oder auch darauf hinweisen, sobald der Durchfluss aufgrund einer Verstopfung sich verschlechtern würde. Zudem kann solch ein Durchflusssensor nach einem Umbau helfen um zu sehen, ob der Kreislauf ausreichend Durchfluss erreicht. Eine Pumpe kann auch mit Berücksichtigung des Durchflusses eingestellt werden. Denn Pumpen müssen nicht mit der vollen Drehzahl laufen und so ist es auch gut sich zu vergewissern das ca. 60 l/h anliegen. Natürlich reichen auch bereits 40-45 l/h, aber selbst dieses lässt sich ohne solch ein Durchflusssensor nicht heraussehen.

Durchfluss Anzeigen haben nur den Sinn optisch ein Durchfluss ohne Software dazustellen. Finde ich im allgemeinem auch gut, da hiermit direkt nach dem Einschalten am Rädchen bereits ersichtlich ist, das die Pumpe läuft.
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Eine Überwachung der Temperatur ist auch sehr nützlich.​

Besonders, wenn nach einem Umbau bestimmte Temperaturen des Prozessors oder der Grafikkarte ungewöhnlich hoch ausfallen ist es auch gut zu wissen was für eine Wassertemperatur hierbei anliegt. Denn Komponente erreichen immer ein bestimmtes Delta und sofern dieses Delta zu weit weg auseinander stimmt irgendwas mit der Komponente nicht. Zudem ist es auch gut zu wissen was für Temperaturen unter Last erreicht werden. Da Temperaturen ab oder über 50 °C mit der Wassertemperaturen meist gemieden werden. So kann ich auch erkennen, ob meine Lüfter schnell genug laufen oder ob ich sie sogar etwas langsamer laufen lassen kann.

Denn die Drehzahlen der Lüfter bilden immer mit der Drehzahl ein Kompromiss zu der daraus resultierenden Wassertemperatur und des Prozessors und der Grafikkarte werden auch hierzu mit beeinflusst.

Alarm​

Die Sicherheit wird auch mit solch einer Überwachung verbessert, weil auch ein Alarm je nach Temperaturen oder Durchfluss mit eingerichtet werden kann. Je nach Steuerung kann solch ein Alarm sogar ein Rechner Notabschalten lassen.

Fazit: Unbedingt nötig sind spezielle Steuerungen und eine Überwachung nicht, aber solch eine Steuerung und Überwachung kann sich ganz schön nützlich erweisen. Meine Meinung nach gehört solch eine Überwachung und Steuerung immer zu einer Wasserkühlung dazu, weil wir auch meist hochwertige Komponente mit verbaut haben, die sich nicht gut mit Wasser verträgt.
 
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Kokü-Junkie (m/w)

Wasserkühlung: Durchflusssensor JA oder NEIN?​

Wie sieht es mit einem Durchflusssensor aus? Muss solch ein Sensor mit verbaut werden oder ist es eher Luxus solch ein Messgerät mit verbaut zu haben? Denn eine Wasserkühlung wird auch ohne solch einen Durchflusssensor laufen und kühlen.

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Als ich mal ein Gespräch mit meinem Sohn ein Gespräch hatte, da wir zurzeit seine neue Wasserkühlung in seinem System zusammenstellen und dann auf Wasserkühlung umbauen werden, meinte er das er gerne durchsichtige Schläuche verbauen würde. Denn hier könnte er das Wasser hindurchfließen können.

Das ist aber eine Aussage, was ich auch schon oft Foren zu lesen bekommen habe. Es handelt sich hierbei aber immer um Leute die keine Erfahrung mit einer Wasserkühlung haben, denn Wasser kann in einem Schlauch oder einer Röhre, nachdem ein Kreislauf komplett befüllt und entlüftet ist nicht mehr fließen sehen. Nur anfangs beim befüllen solange sich noch Luft im System befindet, sind Luftblasen in Richtung Ausgleichsbehälter fließend zu sehen.

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Selbst in einem Ausgleichsbehälter ist oft eine Wasserbewegung ersichtlich und damit dort was zu sehen ist, muss entweder ein Ausgleichsbehälter sehr klein sein und die Pumpe sehr stark oder es muss irgendein Wasserspiel mit beinhalten. Oft wird dann an solch einem Steigrohr ein Brunneneffekt mit verbaut und dann kann das Wasser sprudelnd gesehen werden. Natürlich kann Wasser in der Bewegung auch sichtbar sein, wenn bestimmte Pastellfarben mit ins Spiel kommen, aber von solcher Kühlflüssigkeit kann ich nur von abraten, da diese kleinen Partikel die enthalten sind sich überall absetzen und den Kreislauf verstopfen. Solche Pastellfarben sind daher eher nur für Shop Effekte gedacht die nicht lange laufen müssen.


Ansonsten gibt es noch solche Rädchen, die auch oft als Durchflusssensor bezeichnet werden. Dabei handelt es sich im Grunde nur um eine Durchflussanzeige, das Wasser treibt das Rädchen an und das Rädchen dreht sich damit. Hiermit kann aber kein Durchfluss gemessen werden, da es sich nur um eine optische Anzeige handelt. In meinem System habe ich auch solch ein Teil verbaut und bevor mein Rechner hochgeladen ist, kann ich schon daran sehen das meine Pumpe läuft. Finde ich daher als kleine Spielerei sogar noch nützlich.

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Um den Durchfluss mittels Aquasuite von AquaComputer messen zu können gibt es aber unterschiedliche Durchflusssensoren.
Es gibt natürlich noch mehr Durchflusssensoren, aber in der Liste sind, welche die ich persönlich hierzu empfehle.

Hier noch weitere: Aqua Computer Durchflusssensor Geizhals Deutschland

Für einige dazu muss aber eine elektronische Steuerung wie z.B. den Quadro, Octo oder ein Aquaero 5/6 mit verbaut sein. Es sei den solch ein Teil hat noch ein USB-Anschluss, dann kann solch ein Durchflusssensor auch direkt per USB ans Mainboard angeschlossen werden. Manche Mainboards besitzen auch für einen Durchflusssensor extra ein Anschluss, aber hier muss meist solch eine Ausgabe noch in Liter umgerechnet werden. Daher ist solch ein Durchflusssensor, der direkt die Liter pro Stunde anzeigt die beste Lösung dazu.

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Brauche ich solch ein Durchflusssensor?

Diese Frage ist berechtigt, denn für den reinen Betrieb einer Wasserkühlung ist solch ein Durchflusssensor nicht notwendig, erleichtert aber die Fehlersuche, falls es zu Problemen kommt. Ganz davon abgesehen lasst sich eine Pumpe besser einstellen, wenn der Durchfluss mit einer bestimmten Drehzahl bekannt ist. Verstopft langsam ein Bauteil oder Filter ist durch den Durchfluss auch ersichtlich, dass da was nicht stimmt. Fällt die Pumpe aus, kann auch hiermit je nach Steuerung ein Alarm bestimmt werden. Die Frage würde ich daher so beantworten... haben müssen NEIN, haben wollen JA.

Letztens wollte ich einer neuen Wasserkühlung was ich zurzeit am Aufbauen bin einen anderen Durchflusssensor verbauen, da laut der Produktbeschreibung auch ein Display mit dabei gewesen wäre, aber zum Glück habe ich mich doch zu dem guten AquaComputer Durchflusssensor entschieden, was mir aus meinem eigenen System bereits gut bekannt ist. Denn laut dem Video sind die Messdaten gar nicht so gut ausgefallen.

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Kokü-Junkie (m/w)

Wasserkühlung: Viel Fläche der Radiatoren ist Pflicht!​

Stimmt der Spruch: Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Hubraum? Im Grunde ist es mit einer Wasserkühlung und dessen Fläche der verbauten Radiatoren nicht anders.

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Ein oft gemachter Fehler ist zu wenig Radiatoren mit einzuplanen, denn zwar wird die Kühlleistung hierzu auch ausreichen, aber wenn eine Wasserkühlung wirklich leise ausfallen soll dann geht nichts über mehr Fläche der Radiatoren. Das Sprichwort "viel hilft viel" Trift jedenfalls voll zu. Aus diesem Grund kann das Gehäuse der limitierende Faktor werden, wenn Radiatoren in der Größe und Anzahl nicht ausreichend verbaut werden können. Aber selbst dann kann auf eine externe Lösung zurückgegriffen werden wie Beispielsweise ein Mo-Ra (Monster Radiator).

Wasser alleine reicht nicht dazu, aus das eine Wasserkühlung besser kühlt als eine Wasserkühlung, daher ist der Unterschied zwischen einem gutem Luftkühler und einer AIO Wasserkühlung nicht groß. Denn auch das Wasser wird sich langsam aufwärmen und bestimmte Temperaturen erreichen. Ein Radiator hat dann die Aufgabe als Wärmetauscher das Wasser wieder abkühlen zu lassen. Hierbei ist die Luft die hindurchströmt ausschlaggebend. Zunächst ist anzumerken, dass ein Luftkühler wozu auch ein Radiator dazu gehört nur bis zur Umgebungstemperatur theoretisch herunterkühlen kann. Zum Beispiel, wenn die warme Luft oben durch den Radiator nach draußen gelangt ist die Temperatur im Gehäuse ausschlaggebend wie weit heruntergekühlt werden kann.

Beispiele:
  • Gehäusetemperatur 45°C => ein Radiator kann das Wasser nicht unter 45°C herunterkühlen.
  • Raumtemperatur 24°C => ein Radiator kann in diesem Fall bis zu 24°C herunterkühlen.
Natürlich muss kommt noch ein Delta dazu und so wird die Temperatur noch ein paar Grad höher ausfallen. Im Hochsommer mit einer Raumtemperatur von 30 °C kann auch nicht unterschritten werden. Die Wassertemperatur ist aber ausschlaggebend wie heiß Hardware wird, denn hier kommt nochmals ein Delta zur CPU- und GPU Temperatur dazu. Daher geht kühl nur, wenn das Wasser gut heruntergekühlt werden kann.

Aber ausschlaggebend ist immer die Luft wie gut das Wasser heruntergekühlt werden kann und da gibt es halt zwei Möglichkeiten.
  1. Eine höhere Drehzahl der Lüfter damit mehr Luft durch die Lamellen des Radiators hindurch strömen kann.
  2. Mehr Fläche damit auf einer größeren Fläche noch viel mehr Wasser zugleich herunterkühlen zu können.
Zu 1. wird natürlich eine bestimmte Lautstärke der Lüfter erreichen, denn schnell drehende Lüfter werden halt laut. Zudem kommt noch hinzu, dass sich das Wasser je nach Fläche immer noch an eine bestimmte Wassertemperatur einpendeln wird und diese ggf. auch hoch ausfallen kann. Wenn dann Beispielsweise eine Temperatur von 42°C erreicht wird, dann wird halt darauf bezogen alles andere anhängig sein und dementsprechend auch hoch ausfallen.

Zu 2. Dadurch das mehr Fläche vorhanden ist, könnten jetzt natürlich die Lüfter mit voller Drehzahl laufen damit das Wasser so nah wie möglich an die Umgebungstemperatur dran kommt. Aber die Drehzahlen der Lüfter bilden immer ein Kompromiss zwischen Lautstärke bezüglich der Drehzahlen und der daraus resultierenden Wassertemperatur und dadurch, dass nun die Wassertemperatur niedriger ausfällt wird auch die Temperatur der Hardware niedriger ausfallen. Aus diesem Grund können dann Lüfter auch langsamer laufen, weil nun ein Punkt bestimmt werden kann, wo die Wassertemperatur und die Lautstärke der Lüfter als Kompromiss besser harmonieren können.

Mehr Fläche ist auch dickerer Radiator vorzuziehen, denn zwar wird die Kühlleistung mit dickeren Radiatoren etwas erhöht, aber die Fläche macht hier mehr aus. Je nach Dichte der Lamellen könnten dickere Radiatoren mit einem höheren Widerstand wieder dazu führen, dass Lüfter schneller drehen müssen. Dadurch würde sich dann wieder die Geräuschkulisse durch schneller laufende Lüfter erneut erhöhen. Das lässt sich jetzt aber nicht auf jeden Radiator schließen, denn zum Beispiel stellt ein Mo-Ra hier mit seinen weiten Lamellen ein geringerer Widerstand dar, so das auch in diesem Fall Lüfter langsamer laufen können.
 
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Luft oder Wasser: Welche Kühlung ist besser und leiser?​

Es gibt Wasser oder Luft gekühlte System, aber wie steht ihr dazu oder habt ihr sogar besondere Ängste? Welche Vor- und Nachteile ergeben sich hiermit oder sind die meisten Vorurteile unberechtigt? Wasserkühlung ist zwar nichts Neues, aber in den letzten Jahren hat sich da schon einiges getan. Auch werden vermehrt kompakte Wasserkühlungen (AIOs) verkauft.

Was ich dazu berichten kann oder sogar dadurch gar Lehrgeld bezahlt?

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Pleiten Pech und Pannen haben wir sicherlich auch schon alle gehabt. Dieses Thema hatte ich bereits mehrmals in einem Forum, daher werde ich hier einfach mal ein Frage und Antwort daraus machen. Vielleicht kann ich sogar den einen oder den anderen doch zu Wasser bekennen... https://pc-aquacooling.de/core/images/smilies/emojione/1f606.png

1. Ist eine Wasserkühlung nur was für Übertaktungsfreaks?​

Mit Übertakten hat das ganze heute gar nicht mehr so viel zu tun, da sich Hardware gar nicht mehr so stark übertakten lässt.

Klar bezüglich der Temperaturen hat man noch etwas mehr Spielraum.

2. Nur was, wenn man keine vernünftige Luftzirkulation hinbekommt?​

Muss man für Wasserkühlung auch haben, es seiden man baut nur auf externe Radiatoren.

Denn auch das Wasser muss über Radiatoren die Wärme an die Luft abgeben können und da kenne ich User, die sich hier wundern keine guten Temperaturen zu bekommen, weil sie eines dieser schönen Gehäuse besitzen, wo die Front komplett verschlossen ist und die Luft nur durch kleine Luftschlitze eindringen kann.

3. Welche Gefahr soll eine ordentliche Wasserkühlung haben?​

Zwischenfälle hatte ich bisher nur mit Umbauen, wo ich ggf. zu selbstsicher war oder was übersehen habe. Es können manchmal auch unvorhergesehene Zwischenfälle passieren. Während des Betriebs hatte ich aber bisher noch keine Undichtigkeiten. Schlauch bekommt man ehe nicht abgezogen. Da muss man schon wie bekloppt daran herumreißen um es ausreißen zu können. Mit Hardtube kann es schon anders aussehen, da der Überwurfring nur das Rohr mit der Dichtung verpresst.

Mit meinem letztem Umbau hatte ich eines der Röhren doch nicht richtig drin und nachdem ich mich umgedreht hatte, um das destilliertes Wasser wegzupacken, da bereits alles befüllt war, merkte ich noch wie eines der Röhren vor meiner Grafikkarte abging. Meine Pumpe lief noch mit zum Entlüften mit voller Drehzahl und bis ich den Stecker meines Netzteiles abzog war mein Ausgleichsbehälter nur noch 1/3 voll und mein Loop im Rechner zum Teil wieder leer.

Passiert ist nichts und mein Rechner läuft heute nach 8 Monate mit derselben Hardware problemlos.
Aber mehr dazu noch gleich. https://pc-aquacooling.de/core/images/smilies/emojione/263a.png

4. Es kommt kein Leitungswasser im Einsatz und destilliertes Wasser ist ja nicht leitend, oder?​

Genau, es handelt sich um destilliertes Wasser.

Bestimmte Fertiggemische bestehen auch aus destilliertes Wasser, nur ist hier noch Korrosionsschutz mit dabei. Ich verwende hier eine Mischung zwischen einem Fertiggemisch und destilliertes Wasser. Demineralisiertes Wasser ist im Grunde dasselbe, nur etwas sauberer.

Die Eigenschaft ist das in destilliertes Wasser keine Mineralien und vor allem keine Ionen vorhanden sind. Letztes ist auch ausschlaggebend wie leidend das Wasser ist. Destilliertes Wasser wird daher auch gerne als "nicht leidend" bezeichnet. Was im Grunde auch so stimmt. Aber geringfügig ist es dennoch leitend, so das es doch ausreichen kann, die Elektronik gestört wird.

In einem Loop bestehen aber Metalle und nachdem das Wasser eine Zeit lang darin verweilt wird es doch etwas leitender als es anfangs der Fall ist. Daher kann auslaufendes Wasser, wenn jemand Pech hat auch zu einem Schaden führen. Habe auch selbst oft was umgebaut und dasselbe Wasser was ich zuvor abgelassen hatte wieder befüllt. Denn da es noch nicht lange drin war sah ich es nicht, als notwendig das Wasser auszutauschen.

In meinem obigem genannten Fall ist nichts defekt gegangen, weil zu dem Zeitpunkt keine Spannung auf dem System anlag. Denn beim befüllen einer custom Wakü sollte immer ein externes Netzteil verwendet werden was nur die Pumpe zum befüllen und Entlüften mit Spannung versorgt. Natürlich war es mühsam alles wieder trocken zu bekommen und in meinem Fall hatte ich aber Glück, dass das meiste Wasser gegen den Kühler der Grafikkarte (Vertikal verbaut) abprallte und das meiste Wasser direkt aus dem Gehäuse nach vorne durch das offen Seitenteil auslief. Unterhalb meiner Netzteilabdeckung befand sich das Netzteil zu diesem Zeitpunkt auch nicht verbaut.

Es gibt dazu auch Überbrückungsadapter, um das eigene Netzteil hierzu zu überbrücken und so auch das System stromlos befüllen zu können.

5. WaKü ist leiser als Luftkühlung?​

Aber nur mit ausreichender Fläche der Radiatoren.

Denn nimmt man als Beispiel einen 140er Radiator wird man kaum Vorzüge gegenüber einer Luftkühlung haben. Der einzige Vorteil wird dann sein keinen großen Kühlkörper verbaut zu haben und so ggf. auch hohe Arbeitsspeicher mit schönen RGBs zu nutzen.

In einem Fall war ich auch am Kotzen als ich am Rechner meiner Tochter den vorderen Lüfter austauschen musste, da ich zwischen dem Kühler EKL K2 und den Laufwerksschacht mit der Hand nicht durch kam, um das Lüfterkabel aufs Mainboard aufzustecken. Am ende musste ich die Grafikkarte kurz ausbauen, um mir Platz dazu zu machen.

Sieht halt dann alles aufgeräumter aus.
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Übrigens handelt es sich um dasselbe Gehäuse, links noch mit Luftkühlung von mir. :)

6. Kosten: Was ist besser wenig ausgeben oder doch mehr auszugeben?​


Leider setzen auch Wakü Neulinge auf zu wenig Fläche und verbauen dann einen CPU + GPU Block mit nur einem 360er Radiator und denken dann damit kühl und leise zu werden. Die Wassertemperatur ist immer ausschlaggebend und diese wiederum von den Radiatoren. Mehr Lüfter können dann auch langsamer laufen und so wird erst ein System leiser.

Im Grunde mit Luftkühlung nicht anders hier hatte ich auch mehrere Gehäuselüfter verbaut und durch die Anzahl der Lüfter konnten alle etwas langsamer laufen. Lüfter werden erst mit hoher Drehzahl lauft und der Clou an der ganzen Sache ist genug Lüfter verbaut zu haben.

Habe selbst einen 420 + 240er Radiator intern verbaut und einen Mora 360 extern.
Das Ganze wird mit 14 Lüfter gekühlt. Also 9x auf dem Mora, 3x auf dem 420er, 2x auf dem 240er.

Natürlich müssen dann mit Idle nicht alle Lüfter laufen, so das dann nur die drei Lüfter in der Front am 420er Radiator laufen. Die anderen werden erst mit einer Wassertemperatur von 30°C zugeschaltet. Wobei mein System bereits mit den zwei intern verbauten Radiatoren recht leise wäre. Mit dem Mora wird er aber komplett lautlos, auch innerhalb meiner Spiele oder Anwendungen.

Das ganze kostet wie du richtig sagst auch Geld und wenn dann nicht richtig kalkuliert wurde, dann wird man auch etwas enttäuscht sein.

7. Wie gut lässt sich ein Prozessor kühlen?

Mein Sohn hat einen 3900X verbaut und zunächst hatte er nur eine AIO von Alphacool Eisbaer mit nur einem 240er Radiator verbaut. Die CPU Temperatur war im Grunde mit 65-79°C ganz gut. Über 80°C ist er normal nicht gekommen und lag sogar im Schnitt bei 75°C.

Das einzige wo wir ein Bedenken hatten war die Wassertemperatur, denn wir hatten noch kein Hochsommer und diese Temperatur lag bereits bei 42°C. Klar diese Temperatur ist dann noch nicht kritisch aber sobald dann noch 5-7°C im Hochsommer dazu kommen sehe ich 50°C Wassertemperatur schon etwas kritisch an. Nicht wegen der Bauteile, denn die können dies immer noch gut ab, aber im Loop entsteht dabei ein gewisser Druck wo ich von manchen User in Foren schon von geplatzten Dichtungen was lesen konnte. Solche Vorfälle kenne ich auch nur im Hochsommer, wenn die Temperaturen dazu sehr stark ansteigen.

Aus diesem Grund haben wir dann noch ein 360er Radiator mit verbaut und so kommt er mit dem Wasser nun auf etwa 35-37°C (Last). Die Drehzahlen der Lüfter haben sich durch mehr Fläche auch verbessert, denn nun müssen die Lüfter für diese Wassertemperaturen keine volle Drehzahl mehr erreichen.

Muss noch anmerken das normalerweise die Wassertemperatur mit einer Alphacool Eisbaer nicht ausgelesen werden kann und wir hierzu auch noch ein Temperatursensor mit verbaut haben.

Siehe: Alphacool Eisbaer erweitern / umbauen

8. Lieber ein Prozessor mit Wasser kühlen und die Grafikkarte mit Luftkühlung belassen, da eine Grafikkarte eher ausgetauscht wird?​

Das stimmt, mit den Kühlblöcke ist so eine Sache.

Mit der CPU geht es normalerweise auf derselben Plattform denselben Kühler zu verwenden. Nur in meinem Fall nicht, weil ich ein Monoblock darauf habe was speziell auf mein Mainboard zugeschnitten ist. Bei der Grafikkarte ist es dasselbe, aber meine Grafikkarte hatte bereits einen sehr schönen Luftkühler drauf und im Testbetrieb vor dem Umbau waren die Temperaturen für Luft auch sehr gut. In meinem Fall musste ich aber umbauen, da ich keine Lüfter auf Komponente mit darauf haben möchte und meine Wasserkühlung auch bereits bestand. Dennoch lässt sich eine Grafikkarte besser mit Wasser kühlen als ein Prozessor.

9. Kann auch eine Luftkühlung leise sein?​

Lüfter werden auch erst ab einer bestimmten Drehzahl laut.
Es seiden sie haben irgendwelche Lagergeräusche, was ich mit niedriger Drehzahl auch schon hatte.

Daher habe ich bei mir voll auf Noctua Lüfter gesetzt, da sie mit niedriger Drehzahl sehr leise sind und auch ein guten statischen Druck aufbauen können.
 
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Kokü-Junkie (m/w)

Wasserkühlung: Grafikkarte Fehlersuche nach dem Umbau​

Nachdem eine Grafikkarte auf Wasser umgebaut wird, kann es zu Probleme kommen. In diesem Artikel möchten wir auf die Fehlersuche gehen und Tipps hierzu weitergeben.

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Ein Kühler muss zu 100 % auf einer Grafikkarte passen, daher muss ein Kühler bezüglich der Grafikkarte richtig ausgewählt werden. In solch einem Umbausatz eines Kühlers liegen Pads mit bei und auch eine Tube Wärmeleitpaste. Pads dürfen auch nur an Positionen hinkommen was auch die Einbauanleitung eines Kühlers verweist. Denn die Kühler werden speziell für eine Grafikkarte hergestellt und da ist alles, was noch selbst mit verbaut wird, genau berechnet. Beim Zerlegen einer Grafikkarte kann es daher auch vorkommen, dass der Hersteller der Grafikkarte Pads angebracht hat, was der Kühler nicht vorgesehen hat. Beim Umbau muss aber genau die Einbauanleitung des Kühler-Herstellers beachtet werden!

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Denn sitzen Pads an Positionen wo keine mit eingeplant wurden kann es dazu kommen, das der Kühler später nicht ganz aufliegen wird und ein Abstand bewirken wird. Sobald solch ein kleiner Abstand entsteht werden die Temperaturen nicht gut ausfallen. Sollte die Temperatur nicht gut ausfallen dann muss die Grafikkarte erneut zerlegt werden und die Pads sind auf die richtige Position zu prüfen und ob ggf. welche beim Auflegen des Kühlers verrückt sind.

Das Bild der GPU lässt auch abschätzen wie gut der Kühler aufliegt, da normalerweise sehr viel WLP weggedrückt wird und durch die WLP der Chips selbst leicht zu sehen sein muss. Oft wird sogar viel von der GPU zum Teil zu sehen sein, wenn der Kühler richtig aufliegt. Ist das nicht der Fall und die GPU ist stark mit WLP verdeckt dann ist es ein Zeichen, das der Kühler nicht richtig mit der GPU abschließt. Es kann sogar so weit gehen, dass die Spannungswandler so heiß werden das die Grafikkarte not abschaltet oder stark an Takt herunterstellt.

Da sich die Wärmeleitpads in neuen und kaltem Zustand sich nicht gut eindrücken lassen und es auch dazu kommen kann das dadurch ein Abstand entsteht, reicht es oft auch aus die Schrauben, nachdem die Grafikkarte etwas warm gelaufen ist nachzuziehen. Denn oft fügen sich dann erst die Bauteile in die Pads ein, sodass sich die Schrauben noch ein kleines Stück nachziehen lassen. Meist sind dann die Temperaturen wieder gut.

Was ich damit genau meine ist das die Pads ein gewissen Widerstand bilden, wenn sie noch neu und kalt sind und sobald die Grafikkarte warm wird, werden sie weicher und dann lassen sich die Bauteile mit dem Druck der Schrauben besser reindrücken. Dadurch kann es dazu kommen das zuvor ein kleiner Abstand vorhanden war und dieses die schlechten Temperaturen bewirkt. In einem Fall von mir musste ich die Pads vor dem Zusammensetzen der Grafikkarte mit dem Kühler etwas mit einem Haarföhn warm machen damit sich die Spannungswandler besser in die Pads eingedrückt haben.

Zumindest reichte es in einem Fall von mir und auch in zwei Fälle wo ich diese Mitglieder angeraten hatte bereits aus die Schrauben etwas nachzuziehen. Mein Monoblock der auch auf Pads liegt erreichte durch das Nachziehen der Schrauben etwa 5°C bessere CPU-Temperatur, weil dann der Kühler noch dichter auf die CPU gedrückt wurde.

Hinweis: Das Wasser muss auch durch den Kühlkörper von einer Seite zur anderen zirkulieren können. Ein oft falsch gemachter Fehler ist einfach die Anschlüsse gegenüber zu verwenden, sodass das Wasser gar nicht die Grafikkarte hindurchfließen kann. Im Bereich des Kühlkörpers der GPU ist auch oft eine Jetplate verbaut und hier sollte das Wasser zunächst durch die feinen Lamellen fließen können und dann erst durch die Jetplate diesen Bereich verlassen können. Manchmal wird es auch andersherum angeschlossen, was zwar die Kühlleistung nicht stark verschlechtert, aber auch nicht Sinn des Konzeptes ist und es sich immer mit auf die Temperaturen oder Durchfluss auswirken wird. Daher sollte der Kreislauf immer so angeschlossen sein, dass das Wasser von links nach rechts hindurchfließen kann. Ob hierbei die oberen oder unteren Anschlüsse dazu verwendet werden ist nicht so relevant.

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Kokü-Junkie (m/w)

Wasserkühlung: Monoblock als CPU-Kühler​

Als CPU-Kühler kann auch ein Monoblock verbaut werden und genau solch einen möchten wir uns heute etwas näher anschauen. Verbaut hatte ich mir 2019 den "EK-Momentum ROG Maximus XI Hero D-RGB" als Monoblock.

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Mai 2019 hatte ich mein CPU-Kühler von Aquacomputer "Cuplex Kryos HT" gegen ein Monoblock von EK ausgetauscht.

Hier mal zwei Bilder mit dem normalen Kühler und dem Monoblock.
Ashampoo_Snap_Donnerstag, 13. Mai 2021_12h43m46s_007_.png Ashampoo_Snap_Donnerstag, 13. Mai 2021_12h43m30s_006_.png

Bei einem Monoblock muss mit beachtet werde das dieser immer aufs Mainboard passend hergestellt wird und so mit einem neuen Mainboard nicht mit verbaut werden kann. Bei einem normalem CPU-Kühler ist jedoch nur der Sockel wichtig und es gibt auch Bausätze zum Umbauen zu kaufen. So kann ein normaler CPU-Kühler auch mit neuen Plattformen mit verbaut werden. Beim Monoblock ist es so ähnlich wie mit einem Fullcover Kühler einer Grafikkarte.

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Bei diesem Umbau handelt es sich damals nicht um Verbesserungen der Temperaturen, sondern der Reiz lag hauptsächlich im Bereich der Optik. Denn sowohl CPU und als auch die Temperaturen der Spannungswandler sind vollkommen in Ordnung gewesen. Denn seitdem ich das neue Hero von Asus habe kann ich nun auch RGB und aRGB mit anschließen und so kann ich meinen Rechner bezogen auf die Optik noch zusätzlich mit toller aRGB Beleuchtung ergänzen. Irgendwie stehe ich zurzeit voll auf dieses RGB-Zeug... https://pc-aquacooling.de/core/images/smilies/emojione/1f606.png

Natürlich interessierte mich dennoch wie sich die Temperaturen nach dem Umbau so verhalten würden.

Meine Spannungswandler wurden im Schnitt normalerweise etwa 42-49°C heiß und mit der CPU-Temperatur lag ich mit 5 GHz auf alle Kerne im Schnitt bei 55°C und max. bei 62°C. Spiele, die den Prozessor nicht so stark ausreizen, erreichten die, 60°C noch nicht mal. Mit Stresstests können die Spannungswandler aber schon richtig heiß werden. Hatte ich einige Tests unternommen.

Zuvor gab es ein paar Tests mit meinem Cuplex Kryos HT Kühler.

Die Temperaturen der Spannungswandler liegt mit BF5 zwar bei 49°C, aber noch im sehr gutem Bereich.
Mit Overwatch wird der Prozessor weniger belastet und so erreiche ich etwa nur 42-44°C.

Ergebnis aus den Spielen:
  • Spannungswandler bis 79°C.
  • Prozessor höchste Temperatur auf ein Kern 79°C.
  • Wassertemperatur höchste Temperatur 27,8°C.
  • Raumtemperatur lag bei 23,8°C

Hier noch ein Extremtest nach 15 Minuten mit 5 GHz, AVX-Offset 1 mit Prime95 inkl. AVX und 8K:
  • Wassertemperatur bis 28,7 °C
  • Spannungswandler 113°C
  • Heißester Kern bis 92°C
  • Raumtemperatur lag bei 23,8°C
Diesen Test musste ich auch abbrechen und zunächst merke ich nicht das meine Spannungswandler so heiß wurden und wunderte mich, wieso mein Prozessor bereits mit 90°C anfingt sich herunter zu takten.

Nachdem mein neuer Monoblock verbaut war, führte ich denselben Test erneut durch. Diese mal verwendete ich aber Flüssigmetall zwischen IHS und Kühler. Die Raumtemperatur hatte sich nicht geändert und so waren die gleichen Ausgangspunkte noch gegeben.

Extremtest nach 15 Minuten mit 5 GHz, AVX-Offset 0 mit Prime95 inkl. AVX und 8K
  • Wassertemperatur bis 28,5 °C
  • Spannungswandler 63°C
  • Heißester Kern bis 95°C
  • Raumtemperatur lag bei 23,9°C
Ohne ein AVX-offest hatte ich nun sogar 100 MHz mehr anliegen und die CPU-Temperatur kam auf etwa mit dem heißesten Kern auf denselben Wert. Die Durchschnittstemperatur lag aber nicht so hoch und bewegte sich eher im 85°C Bereich. Aber wohlgemerkt! Ohne AVX-Offset war es mit dem alten Kühler nicht möglich, da hätte ich diese 100°C sehr schnell ohne ein AVX-Offset erreicht und der Prozessor hätte herunter getaktet. Mit mein alten Kühler bestand aus Vollkupfer und LM war deshalb nicht so eine gute Idee. Der Monoblock ist aber hingegen vernickelt und viel besser für Flüssigmetall als Wärmeleitmittel geeignet.

Aber wie bereits geschrieben waren zuvor die Temperaturen meines Spannungswandlers ohne dem Monoblock sehr gut, denn innerhalb der Spiele erreichte ich etwa 49-54°C. Natürlich sind nun diese Temperaturen mit Wasser gekühlt um ein vielfaches besser und mein LM macht auch regulär etwa 3-5°C real aus. Flüssigmetall wirkt sich aber nur in einem Extremfall sehr gut aus und kann nur dann wirklich viel bewirken. Da mein System nicht ständig mit solchen extrem Tests belastet wird, wäre normalerweise kein LM notwendig. Denn am Ende kommt es auf 5°C mehr oder weniger auch nicht mit an und Flüssigmetall ist auch nicht ganz ungefährlich. Denn läuft davon was ins Sockel könnte es ein Kurzschluss verursachen und so Prozessor und Mainboard beschädigen. In meinem Fall hat es sich um ein Testversuch gehandelt, wo ich auch die Auswirkung mit LM austesten wollte.

Es hat sich daher gezeigt das LM die Wärmeleitfähigkeit so weit verbessert das in diesem extrem Test mehr Wärme abgeführt werden konnte und so mein AVX-Offset auf NULL gestellt werden konnte. Im übrigen lässt sich der Monoblock auch zum Reinigen gut zerlegen und mein RGB Strip musste ich auch einmal austauschen da es beschädigt war. EK verkauft aber diesen RGB Strip als Ersatzteil, da andere ggf. nicht passen werden.

Beim Anschließen der Anschlüsse muss mit darauf geachtet werden, das rechts der Einlass ist und Links der Auslass. Das ist wichtig, weil auch eine Jetplate verbaut ist und das Wasser in richtiger Richtung fließen sollte.

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Für die Jetplate befindet sich im oberen Teil aus Acrylglas eine Ausbuchtung, so das hier die Jetplate genau reinpasst. Die Bodenplatte muss aber so verbaut werden das die Jetplate darüber Überkreuz liegt. In einem Fall hatte ich die Bodenplatte so verbaut, dass die Jetplate mit den Rillen in Längsrichtung lag und sich die Temperaturen und auch der Durchfluss verschlechtert hatten. Denn dann kann das Wasser nicht mehr so gut hindurchfließen. Im Übrigen ist dies bei allen Kühler mit einer Jetplate der Fall.

Anmerkung: Für Direct Die sind Monoblöcke nicht geeignet!
 
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Kokü-Junkie (m/w)

Wasserkühlung: Wie wichtig ist eine Steuerung?​

Auch eine Wasserkühlung mit elektronisch gesteuert werden und hier stellt sich oft die Frage wie wichtig solch eine Steuerung ist.

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Wie wichtig ist eine Steuerung mit einer Wasserkühlung?​

Vorwort​

Neue Wasserkühlung... aber wie sieht es dann mit einer Steuerung aus? Ist solch eine Steuerung, die auch etwas kostspielig sein wird auch wirtlich so wichtig oder kann auch darauf verzichtet werden? Diese Frage stellen sich oft auch Neulinge einer Wasserkühlung und so möchten wir in diesem Artikel hierzu etwas näher eingehen. Eine Wasserkühlung kann auch mit Board mitteln gesteuert werden, aber dann lange nicht so gut und effektiv wie mit besonderer Steuerelektronik, die mit verbaut werden kann.

Faktoren​

Zunächst muss uns im Klarem sein welche Faktoren auf solch einer Kühlung sich mit einwirken. Denn zunächst haben wir hier die Drehzahl der Lüfter und diese sind wiederum ausschlaggebend wie hoch die Wassertemperatur ansteigen wird. Denn die Drehzahlen eines Lüfters bestimmen wie gut das Wasser im Radiator abgekühlt wird. Um so mehr Wärme abgeführt werden kann um so niedriger wird die Wassertemperatur ausfallen.

Steuerung mit Boardmitteln​

Die Steuerung ist auch mit Bordmitteln möglich und kostet so kein extra Geld, Lüfter werden nach einem bestimmten Messwert gesteuert und ohne besondere Steuerungselektronik wird hierzu die Temperatur des Prozessors übernommen. Prozesse eines Rechners können selbst im IDLE Betrieb für Bruchteile kurz ansteigen und dann wieder abfalle und dann hierzu im BIOS nichts Spezielles bestimmt wird, gibt es einen unschönes Effekt wo Lüfter immer wieder etwas störend auf und abregeln. Ganz davon abgesehen das Wasser, wenn die Drehzahl der Lüfter zu stark abfällt nicht mehr gut oder ausreichend gekühlt wird oder viel länger benötigt bis eine gewisse Temperatur erreicht wird.

Ein guter Ansatz ist hier eine bestimmte Drehzahl bis zu einem bestimmten Punkt zu bestimmen und erst danach linear ansteigen zu lassen.

Zum Beispiel:
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Es gibt aber auch die Möglichkeit sich Temperatursensoren mit im Kreislauf einzubauen und separat noch eine Steuerung wie z.B. einem Aquaero 6, Quadro... denn dann kann auch eine bestimmte Steuerung nach Wassertemperatur bestimmt werden. Das macht auch mit einer Wasserkühlung mehr Sinn, weil Wasser träge reagiert und so Lüfter langsam mit der Wassertemperatur mit an- oder absteigen.

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Eine Steuerung z.B. ein Aquaero oder Quadro bietet auch mehr Einstellungen hierzu.

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Eine Lüftersteuerung macht Lüfter aber nicht leiser, denn dieses hängt am Ende immer noch von der Drehzahl der Lüfter ab und diese wiederum wie viele Lüfter auf Radiatoren verbaut sind.

Durchflusssensor​

Ein Durchflusssensor kann im ersten Erscheinen etwas Sinnlos erscheinen, jedoch kann sich die Information hierzu sehr hilfreich erweisen, wenn bestimmte Probleme anliegen. Denn mit dem Durchfluss wird besser ersichtlich, ob sich z.B. eines der Kühler oder der Filter mit Verunreinigung zugesetzt hat und den Durchfluss dadurch behindert. Ein Durchfluss kann auch nicht optisch ersichtlich sein, auch wenn ggf, je nach Effekt in einem Kreislauf Wasser was sich etwas bewegt zu sehen ist.

Optische Durchflusssensor​

Im Gegensatz zu einem Durchflusssensor gibt es auch eine optische Anzeige in Form eines Rädchens, dieses zeigt nur optisch, ob ein Durchfluss vorhanden ist. Macht sehr nützlich, wenn ein System eingeschaltet ist und ohne einblick auf bestimmte Programme hier direkt ersichtlich ist, ob die Pumpe läuft und ein Durchfluss zumindest optisch ersichtlich ist. Denn nicht jede Wasserkühlung hat z.B. im Ausgleichsbehälter ein Wassereffekt integriert woraus sich ein Durchfluss auch mit anzeigen würde.
 
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Kokü-Junkie (m/w)

Ist Wasserkühlung nicht Gefährlich?!​

Häufig gestellte Frage: Ist Wasserkühlung nicht gefährlich ??
Wird sehr oft in Foren gefragt, da viele Leute, die noch nie was mit einer Wasserkühlung was zu tun hatten Angst vor Wasser im System haben.

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Die Frage ist nicht ganz unbegründet, denn Wasser und Elektronik verträgt sich nicht so gut. Natürlich besteht immer ein gewisses Risiko das Wasser auslaufen kann und auch destilliertes Wasser was gerne als nicht leitend bezeichnet, wird kann Schäden verursachen. Der Grund dazu sind Ionen die sich mit im Wasser befinden und das Wasser überhaupt leitfähig machen. Destilliertes Wasser nimmt sehr schnell aus Materialien aus einer Wasserkühlung Stoffe auf womit das Wasser wieder leitfähiger wird.

Im allgemeinen handelt es sich immer um ein geschlossenes System, wo kein Wasser austreten kann. Auch in professionellen Umgebungen werden mittlerweile WaKü´s eingesetzt (Rechenzentren).

Die Gefahr hierzu wird aber minimiert, wenn bestimmte Eigenschaften beachtet werden.
  1. Saubere und zuverlässig Arbeiten
  2. Alle Verbindungen auf Dichtigkeit und festen Sitz prüfen
  3. Regelmäßige Prüfung und Wartung
  4. Wassertemperatur nicht über 50°C ansteigen lassen, für mich wären 47°C schon sehr Grenzwertig
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In manchen Foren lese ich auch immer wieder eine falsche Aussage wo eine AIO (Kompakt Wasserkühlung) als geschlossenes System bezeichnet wird und eine modulare Wasserkühlung als nicht geschlossenes System. Das ist natürlich Unfug, denn in beiden Fällen ist eine Wasserkühlung immer geschlossen, denn bei einer modularen Wasserkühlung wird auch kein Wasser auslaufen und das ganz egal wie das Gehäuse hingelegt wird. Es ist immer ein geschlossenes System und in beiden Fälle darf kein Wasser auslaufen, denn ansonsten würde was nicht Stimmen.

Schlauchanschlüsse sind in der Regel so fest auf dem Schlauch dran das kein Abziehen möglich ist. Mit einer AIO sieht es nicht anders aus und der einzige Unterschied liegt darin das mit einer modularen Wasserkühlung meist ein Ausgleichsbehälter zum besserem befüllen mit verbaut wird und das eine AIO schon fertig zusammengebaut geliefert wird. Aber im Prinzip kann eine AIO auch selbst zusammengebaut werden was dann absolut zu einer fertigen gekauften AIO kein Unterschied machen würde.

Die meisten Zwischenfälle passieren auch während des befüllen, wenn beim Aufbau doch ein Anschluss oder Adapter noch nicht ganz so festgeschraubt ist oder was übersehen oder vergessen wurde. Selbst Hardtubes rutschen nicht so einfach aus einem Anschluss, auch wenn diese nicht ganz so fest in einem Anschluss sitzen wie Schlauch beispielsweise. Ganz so nebenbei sind mir auch Fälle bekannt, wo eine AIO ausgelaufen ist und da sehe ich die Gefahr dazu sogar noch höher, da solch ein kleiner Kreislauf meist keine Temperatursensoren mit verbaut hat und im Hochsommer wo es ehe schon so heiß ist die Wassertemperatur nicht mit eingesehen werden kann. So können dann unbemerkt bestimmt hohe Wassertemperaturen unbemerkt entstehen, so das solch eine Dichtung dann doch nachgeben kann und es zum Auslaufen kommt.

Mit einer modularen Wasserkühlung werden oft Temperatursensoren mit verbaut, womit bestimmte Temperaturen des Wassers stets eingesehen werden können. Je nach Steuerungssoftware können hierzu sogar noch Alarmfunktionen bestimmt werden.

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Kokü-Junkie (m/w)

Wasserkühlung: Gefahren und Fehlerquellen.​

Wer sich eine Wasserkühlung verbaut sollte, mögliche Fehler ausschießen um bestimmte Gefahren ausschließen zu können.

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Eine Wasserkühlung bildet auch bestimmte Gefahren, da sich Elektrik auch nicht mit Wasser verträgt. Zwar sagt man destilliertes Wasser, nach das es nicht leidend ist, jedoch leicht leitend wird es dennoch sein. Es kommt noch dazu das mit dem Betrieb einer Wasserkühlung das Wasser sehr schnell Inhaltsstoffe aus den Materialien mit aufnimmt und dadurch wieder stärker leitend wird. Daher ist oft Vorsicht die halbe Miete und darauf möchten wir in diesem Artikel etwas näher eingehen.

Anschlüsse​

Die Anschlüsse sind eines der häufigen Ursache, wenn eine Wasserkühlung undicht wird. Zum einen können sich Anschlüsse und deren Dichtungen etwas setzten und sollten daher gelegentlich nachgezogen werden. Beim Aufschrauben von Anschlüsse sind auch die Dichtungen auf richtigem Sitz zu prüfen oder falls schon länger in Verwendung sind ggf. auch mal die Dichtungen dazu austauschen. Ein Anschluss muss auch nach längerem Gebrauch nicht komplett ausgetauscht werden, sodass hier auch einfach der Dichtungsring ausgetauscht werden kann. Zudem sollten Anschlüsse nur Handfest und nicht mit Werkzeug angezogen werden. Denn durch die Hebelkraft eines Werkzeuges kann die Dichtung oder auch das Gewinde beschädigt werden. Zudem verkratz man sich auch schöne Anschlüsse was dann auch nicht mehr so schön aussieht.

Adapter​

Es kann immer mal ein Herstellungsfehler vorkommen und daher sollten alle verbauten Adapter auf Dichtigkeit geprüft werden. Hierbei auch mal ein Adapter leicht bewegen, da manchmal eine Undichtigkeit mit drehbaren Adapter erst, wenn es bewegt wird ersichtlich wird. Drehbare Adapter werden auch mit der Zeit manchmal undicht, wenn innen liegende Dichtungen nicht mehr ganz so neu sind. Wer sich eine aufwendige Wasserkühlung mit vielen Adapter zusammenstellt, wird es auch schwieriger haben alles stets zu kontrollieren.

Blöcke​

Auch wenn Kühlerblöcke die oft auf Grafikkarten und sonstige Komponente mit verbaut werden sind heute schon sehr hochwertig sind kann es immer sein das eine Dichtung nicht richtig drin liegt, daher Blöcke am besten vor dem Umbau auf Dichtigkeit Prüfen. Zum Prüfen eignet sich sehr gut bestimmte Hilfsmitteln wie z.B. ein EK-Leak Tester.
Link: EK Water Blocks EK-Leak Tester ab € 33,99 (2020) | Preisvergleich Geizhals Deutschland

Hier ein paar Bilder was ich mir hierzu gekauft habe.
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Es geht aber auch etwas simpler, wer kein Geld für solch ein Tester ausgeben möchte. Einfach an einem Anschluss ein Luftballon dran machen und am anderem Anschluss Luft rein blasen und unter Wasser halten. Im Prinzip genau wo wie ein Fahrradschlauch der auf Undichtigkeit geprüft wird. Besonders mit einem Kühlblöck wäre es ärgerlich, wenn es nach einem Umbau undicht ist.

Temperaturen & Durchfluss​

Die Temperaturen und der Durchfluss kann ein Indiz dazu sein, wenn was im Wasserkreislauf nicht stimmt und daher ist die Wartung einer Wasserkühlung auch sehr wichtig. Denn Blöcke können mit der Zeit zusetzen und dadurch kann der Durchfluss abnehmen und Temperaturen werden damit auch ansteigen. Eine Wassertemperatur die an die 50°C ran kommt oder noch höher ansteigt, sehe ich selbst als Gefährdung an, denn dadurch ändert sich die Dichte im Wasser und ein höherer Druck wird sich dadurch entwickeln. Ein Ausgleichsbehälter sollte daher nicht komplett randvoll befüllt sein damit das Wasser noch etwas Platz sich ausbreiten zu können hat. Mit geringen Temperaturen bis 30°C macht es in meinem Fall nicht viel aus, aber wenn meine Wassertemperatur an die 47°C ran kommt kann ich in meinem Ausgleichsbehälter ein Wasser anstieg von etwa 5mm ersehen.

Befüllen und Entlüften​

Das befüllen und entlüften eines Systems was neu- oder umgebaut wurde sollte stets so befüllt werden das NUR die Pumpe Spannung bekommt. Das restliche System sollte hierbei nicht unter Spannung liegen. Denn sollte hierbei was nicht richtig angeschlossen sein oder eines der Anschlüsse oder Adapter doch noch nicht ganz so festgezogen sein und was undicht sein wird die Hardware kein Schaden nehmen, solange keine Spannung anliegen wird. Denn nasse Hardware kann problemlos gut getrocknet werden ohne das es ein Schaden nimmt.

Hierzu eignen sich Überbrückungsstecker (24 Pin) um das eigene Netzteil zum Einschalten überbrücken zu können oder ein altes Netzteile was auch von extern genutzt werden kann.
Phobya ATX-Überbrückungsstecker (24 Pin) - Schwarz Wasserkühlung Pumpen | Preisvergleich Geizhals Deutschland

Ein Netzteil kann auch einfach mit einem Kabel oder Büroklammer überbrückt werden.
PC Netzteil durch Überbrücken auf Defekte prüfen - Anleitung.

Zusätzlich gibt es noch externe Netzteile wie z.B. von Phobya zu kaufen.
Phobya 34W Netzteil auf 4-Pin Molex ab € 16,80 (2020) | Preisvergleich Geizhals Deutschland

Hier ist aber Vorsicht geboten, da hier bereits Pumpen damit defekt gegangen sind. Mit meiner Aquastream Ultimate läuft es gut, eine DC-LT 2600 hat jedoch nur kurz ein Laut gegeben und war dann tot. Kenne auch einige Berichte von Usern mit einer D5 Pumpe dessen Pumpe mit solch einem Netzteil auch defekt gegangen sind.

Mein Tipp​

Lieber ein altes Netzteil nutzen. Wer ein altes Netzteil oder das Netzteil dazu überbrückt sollte aber mindestens ein Lüfter als Verbraucher mit anschließen, da Netzteile ansonsten auch Schaden nehmen können. Im Allgemeinen kann ich nur davor warnen ein laufendes System zu befüllen, denn so schnell wie was ausläuft kann ein System nicht abgeschaltet werden. Wer es dennoch macht der riskiert im Falle einer Undichtigkeit seine teurere Hardware zu beschädigen.
 
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Wasserkühlung: Filter ja oder nein?​

Manchmal stellt sich die Frage ob ein Filter mit einer Wasserkühlung mit verbaut werden soll und ob es wirklich was ausmacht. Kostet es Durchfluss und macht es überhaupt ein Sinn ein Filter zu verbauen?

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Vorwort​

Im Allgemeinen ist es so das in einem Wasserkreislauf immer Verunreinigungen herausgelöst werden und dann kann so ein Filter schon Sinnvoll sein. Sonst setzen sich Schmutzpartikel in den Lamellen des Kühlers ab und verstopfen ein Kühler. Dadurch wird der Durchfluss gehemmt und auch eine aufwendige Reinigung wird notwendig werden, da dann solch ein Kühler zum Reinigen zerlegt werden muss. Weichmacher kann aber ein Filter nicht gut aufhalten und so kann sich Weichmacher immer in einem Kühler absetzten.

Bisher hatte ich immer ein Filter von Alphacool verbaut und der ist vom Durchfluss ganz gut und hält durch das Metallsieb schon was auf. Sogar Weichmacher konnte ich leicht darin immer früher mit Schlauch feststellen. Aber viel Weichmacher hatte ich nicht, da meine Wasserkühlung mit nur 30°C unter Last das Rauslösen nicht verstärkt. Hatte auch so kein Weichmacher was sich in Kühlern abgesetzt hat, was wohl der niedrigen Wassertemperatur zu verdanken ist. Denn höhere Wassertemperaturen begünstigen das Auswaschen von Weichmacher.

Es gibt aber eine Vielzahl von Filter, ich kann aber nur auf drei näher eingehen, was ich selbst da hatte oder habe.

Alphacool Filter​

Der Filter ist gut und lässt sich zum Reinigen auseinander schrauben. Der setzt sich auch nicht so schnell zu und laut Alphacool soll selbst, wenn der Filter zu 50% sich zu gesetzt haben soll noch ausreichend Durchfluss anliegen haben. Schlechte Erfahrungen habe ich hiermit keine gemacht und da dieser Filter nicht so groß ist lässt, der sich einfach überall verbauen.
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Aquacomputer Filter​

Zu diesem Filter kann ich keine eigenen Erfahrungen berichten, da ich ihn heute selbst erst geliefert bekommen habe und ich ihn noch nie verbaut hatte. Daher kann ich nur von dem ausgehen, was so auch in einer Produktbeschreibung dazu steht. Gut an diesem Filter ist, das durch die zwei Absperrhähne der Kreislauf zum Reinigen geschlossen werden kann. Danach kann das Filtermaterial zum Reinigen ausgebaut werden. Der Durchfluss sollte gut sein, da der Filter im Vergleich zu anderen sehr groß ist. Dieser Filter wird aber im Gegensatz zu dem ALC Filter fest verbaut und auf Aquacomputer gibt es dazu auch noch andere Blenden in 80, 120 usw. zu kaufen, dann kann der Filter auch an einer für Lüfter vorgesehene Position im Gehäuse verbaut werden.

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XSPC G1/4 Inline Filter​

Diesen Filter hatte ich die letzten 8 Monate verbaut und auch wenn er optisch sehr schön ist, kann ich leider nicht ganz so positives von berichten.

Selbst als der Filter neu verbaute war ist der Durchfluss nicht so gut gewesen. Nur ist mir dieses nicht aufgefallen da ich zu dem Zeitpunkt einiges mit umgebaut hatte und ich daher nicht ersehen konnte das es am Filter lag. Denn zu dem Zeitpunkt kam ich nur auf etwa 62 l/h, was ja im Grunde noch vollkommen ausreichend ist.

Vor einigen Wochen jedoch wurde mein Durchfluss immer schlechter und als ich diesen Filter ausbaute, war er zum Teil mit Schmutz voll. Es war noch nicht mal so viel, reichte aber aus das ich mit 3000 U/min der Pumpe auf unter 50 l/h lag. Habe dann nur das Filtermaterial entnommen und das Teil, weil es Optisch sehr schön ist wieder wie zuvor eingebaut. Zudem musste ich so auch kein Hardtube neu machen. Aber mit dem Alphacool Filter habe ich wieder 72 l/h mit derselben Drehzahl und an meinem Loop hat sich bis auf das Metallsieb, was ich entnommen habe, nichts geändert.

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Fazit​

Wer Platz zum Verbauen hat der wird mit dem Filter von Aquacomputer besser dran sein, denn die Absperrhähne können zum Reinigen des Filters geschlossen werden, ohne das hierzu was groß ausgebaut werden muss. Der Alphacool Filter ist auch sehr gut und erreicht auch einen guten Durchfluss. Lässt sich bezüglich der Größe überall im Kreislauf mit integrieren.
 
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Welches Gehäuse für Luft- oder Wasserkühlung​

Die Auswahl eines Gehäuses ist oft nicht so einfach und so steht man oft vor der Frage, welche es sein soll. Hierbei sind aber auch ein paar wichtige Punkte, die mit beachtet werden sollten. Denn solch ein Computergehäuse soll nicht nur gut aussehen, es sind noch ein paar wichtige Punkte mitzubeachten.

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Wie soll ein Gehäuse ausfallen? Solch eine Frage steht oft im Raum, wenn ein neues Computersystem zusammengebaut werden soll. Manchmal geht es auch nur um ein Tapetenwechsel wo einfach die bestehende Hardware darin umgebaut wird. Gehäuse gibt es unzählige... mit Netzteil, groß, klein und noch kleiner. Aber alle haben eines gemeinsam, darin wird Hardware verbaut was am Ende auch ausreichend gekühlt werden soll.

Vorwort​

In diesem Thema geht es auch eher um die Kühlung selbst, denn die Ausführung und auch optisch sind Gehäuse sehr umfangreich. Bei einem Gehäuse muss aber mit beachtet werden wie tief und breit solch ein Gehäuse ist. Denn auch Grafikkarten haben eine bestimmte Länge und sollten noch da reinpassen. Aber auch Luftgekühlte CPU-Kühler fallen oft nicht klein aus und so muss auch die tiefe dazu mit beachtet werden. Es kommt noch dazu das Format eines Mainboards, also ATX, E-ATX, Mini-ATX, Micro-ATX und noch mehr. Gehäuse gibt es als Big, als Midi, Mini und sind daher auch unterschiedlich groß.

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Netzteil​

Es gibt Gehäuse, die mit einem Netzteil direkt mit verkauft werden, wovon ich im Grunde abrate. Denn ein Netzteil muss auch besonders gut ausgewählt werden da es das Herzstück solch eines Rechners bildet. Meist werden keine hochwertigen Netzteile mit verbaut so, das es besser ist sich ein Gehäuse, ohne Netzteil zu kaufen und dann separat ein Netzteil noch dazu zu kaufen.

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Ausstattung​

Die Ausstattung spielt oft eine große Rolle, denn was soll das Gehäuse alles mit dabei haben? Was für Laufwerke sollen verbaut werden? Was für Lüfter können verbaut werden? Was für Radiatoren können verbaut werden? Und noch vieles mehr.... Also die Ausstattung und wie alles umgesetzt wird, spielt auch eine große Rolle.

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Dämmung​

Es gibt auch Gehäuse mit Dämmung, um das Geräusch zu reduzieren. Dämmung kann aber auch selbst nachträglich verbaut werden. Die Kunst hierbei ist aber Lüfter so zu verbauen, dass sie in der Anzahl alle langsamer drehen können und dann wird im Grunde keine Dämmung mehr benötigt. Denn langsam drehende Lüfter werden auch leiser sein als schnell drehende Lüfter.

Lüfter​

In Gehäuse können Lüfter an unterschiedliche Positionen mit verbaut werden und darauf sollte schon etwas geachtet werden. Denn mehr Lüfter können gemeinsam auch langsamer drehen und ein Luftzug in einem Gehäuse ist auch sehr wichtig damit die Luft an die zu kühlende Komponente gelangen kann. Zudem muss auch warme Luft schnell aus dem Gehäuse geführt werden damit sich keine warme Luft im Gehäuse anstauen kann. Denn staut sich Wärme werden auch die Temperaturen der Komponente mit ansteigen. Komponente können nur dann ausreichend gekühlt werden, wenn auch genug Luft ins Gehäuse zirkulieren kann.

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Radiatoren​

Bezüglich einer Wasserkühlung ganz gleich ob custom oder kompakt Wasserkühlung benötigen Radiatoren. Denn mittels Radiatoren kann das Wasser was darin zirkuliert wieder abgekühlt werden. Das Wasser selbst bewirkt keine Wunder und wird es nicht ausreichend gekühlt gibt es auch keine niedrige Temperaturen. Auch solch ein Radiator muss ausreichend Luft bekommen, denn ist solch ein Gehäuse in der Front z.B. verschlossen gelangt nicht ausreichend Luft an die Radiatoren. Zudem muss auch mit beachtet werden, wo und was für Radiatoren mit verbaut werden können. Angaben hierzu sind oft beim Hersteller eines Gehäuses zu finden. Beachtet auch das Radiatoren größer als die reinen Lüfter ausfallen und als Bezeichnung nicht die echte Größe des Radiators mit angegeben wird, sondern die Anzahl der Lüfter die auf einem Radiator darauf passen.

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Optik​

Die Optik wird für mache Leute auch eine wichtige Rolle spielen und so gibt es Gehäuse mit RGBs, mit schönem Seitenteil aus echtem Glas und noch vieles mehr. Manchmal sind Gehäuse in der Front oder im Top komplett verschlossen und beinhalten nur kleine Luftschlitze. Zwar sehen solche Gehäuse gut aus und werden daher auch gerne gekauft, aber es sind genau diese Gehäuse wo Mitglieder eines Forums um Hilfe bitten, weil sie keine guten Temperaturen erreichen. Denn durch solche Luftschlitze kann nicht so gut Luft gezogen werden als, wenn z.B. eine Front aus einem Mesh bestehen würde. Es kann daher nicht so gut Luft bezogen werden und dann bekommen Radiatoren oder Kühler nicht ausreichend Luft zum kühlen. Das Ergebnis ist dann das solche Gehäuse oft schlechte Temperaturen erreichen und auch Lüfter dazu zum Ausgleichen schneller drehen müssen. Besonders schlaue Hersteller versehen dann solche Gehäuse mit Dämmplatten damit die schneller laufende Lüfter leiser werden. Ein System kann aber mit der richtigen Luftzufuhr leise und kühl sein, aber dazu muss man auch gestatten, dass Luft bezogen werden kann.

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Luftzirkulation​

Ein Luftzug ist ein wichtiger Aspekt einer Kühlung und auch eine Wasserkühlung muss mit Luft gekühlt werden. Denn das Wasser transportiert nur die Wärme und muss selbst durch Luft im Radiator auch heruntergekühlt werden. Daher denken sich manche mit einem großem Radiator das ganze entgegenzuwirken. Aber das funktioniert nur dann, wenn auch ausreichend Luft in Gehäuse kommt und auch wieder abgeführt werden kann. Bei einem reinem luftgekühltem System sieht es nicht anders aus, nur muss hier sogar die Luft bis zu den Kühler ran kommen, denn Radiatoren können von der Position selbst ausgewählt werden, aber ein CPU-Lüftkühler als Beispiel kann nur auf einem Prozessor verbaut werden.

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Daher gibt es dazu auch unterschiedliche Methoden Luft ins Gehäuse zu bekommen und auch wieder abzuführen. Wichtig ist hier sich ein Gehäuse auszusuchen was Front, TOP usw. aus Mesh besteht und nicht nur irgendwelche Luftschlitze beinhaltet. Denn wie auch wir, muss solch ein Gehäuse atmen können, sonst ist es so als würde man sich den Mund zu halten und schlecht Luft bekommen.

Mit einer Luftgekühlten Grafikkarte ist es auch nicht zu vernachlässigen, da solch eine Grafikkarte einiges an Hitze erzeugt und so auch einiges an Wärme ins Gehäuse abführt. Ein CPU-Kühler müsste dann mit dieser im Gehäuse bestehenden Temperatur den Prozessor herunterkühlen oder wenn ein Radiator oben so verbaut wird das dieser raus fördert, kühlt er auch mit dessen Temperatur aus dem Gehäuse. In so einem Fall ist daher die Umgebungstemperatur oder wie in diesem Fall die Temperatur aus dem Gehäuse ausschlaggebend was für Temperaturen solch ein Luftkühler oder Radiator am Ende erreicht. Aus diesem Grund ist das wichtigste bei einem System was kühl und leise ausfallen soll das auch der Luftzug im System optimiert und best möglichst ausfällt.

Ganz davon abgesehen das in solche einem System noch mehr Komponente wie Chipsatz, Spannungswandler, Laufwerke usw. mit verbaut sind, die mit dieser Luft im Gehäuse mit gekühlt werden müssen und dessen Temperaturen daher auch von der Temperatur der Luft im Gehäuse mit abhängig sind.

Es gibt hierzu sicherlich noch mehr Aspekte, die man nennen könnte, daher nutzt dazu dieses Sammelthema dazu um weitere Beispiele oder wichtige Hinweise mit einzustellen.
 
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Kokü-Junkie (m/w)

Wann lohnt sich eine Wasserkühlung wirklich?​

Mit einem Computersystem sieht man oft andere Systeme die mit Wasser gekühlt werden und so stellt sich manchmal die Frage, ob es sich lohnt auf Wasserkühlung umzusteigen. Denn solch eine Wasserkühlung kann Temperaturen sehr gut regeln und alles wird auch leiser und sieht dazu auch optisch sehr gut aus. Nur kostet alles Einiges an Geld und daher sollte solch ein Vorhaben gut geplant und bedacht werden.

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Vorwort​

Jemand der bereits ein Gaming-Rechner vor sich stehen hat, denkt ggf. auch dran mehr Leistung raus zu holen und ist sicherlich auch schon der Gedanke zu einer Wasserkühlung aufgekommen. Denn immer wieder hört man so das dieses die ultimative Lösung sei, um Grafikkarte und Prozessor vor dem Überhitzen zu schützen. Doch was ist an dieser Aussage wirklich dran? So müssen wir ein Vergleich mit Vor- und Nachteile aufstellen, um so zu erkennen, ob es das richtige für jemanden ist.

Grundfunktion (Basis)​

Eine Wasserkühlung soll für einen effizienteren Wärmeaustausch zwischen der CPU bzw. der GPU und der Umgebung sorgen. Besonders in Hochleistungsrechner werden oft hochwertige und leistungsstarke Prozessoren und Grafikkarte verbaut, sodass unter Belastung hier eine hohe Hitze erzeugt wird. Ein Teil der Energie wird hier in Wärme freigesetzt und diese muss auch schnell genug abgeführt und so gekühlt werden. Denn mit einer Hardware sollen bestimmte Temperaturen nicht erreicht werden, da sonst Hardware entweder an Leistung heruntersetzen muss, um sich zu schützen oder gar Schaden nehmen kann.

Eigenschaften einer Luftkühlung​

In vielen PCs wird normalerweise immer auf Luftkühlung gesetzt und auch heute hat sich daran im Grunde nichts geändert. Doch einige Probleme kommen dadurch dennoch zustande. Im Allgemeinen wird hier die Wärme über Lamellen an die Luft abgeführt. Durch diese Lamellen wird mittels Lüfter Luft hindurch geführt, sodass die Wärme auf die Luft übergehen kann und sich die Lamellen so abgekühlt werden. So wird die Wärme auf die Umgebungstemperatur verteilt. Das Problem hierbei ist das Gehäuse, denn der ganze Wärmeaustausch erfolgt im Gehäuse und so verweilt die Wärme auch im Gehäuse und führt dazu das andere Komponente darin mit erwärmt werden. Aus diesem Grund müssen noch weitere Lüfter am Gehäuse verbaut werden damit die Wärme zum einen schnell aus dem Gehäuse raus geführt wird und zu gleich auch wieder frische Luft zuströmen kann. Aber Lüfter haben in ihrer Größe auch ihre Einschränkungen und könne daher nur bedingt was bewirken. Zudem werden Lüfter auch vom Geräusch lauter, sobald sie eine gewisse Drehzahl dazu aufbringen müssen.

Unterschied zu einer Wasserkühlung​

Der große Unterschied zwischen Luft und Wasserkühlung liegt darin das angefangen von der Aufnahme der Wärme bis zum Abführen der Wärme an beliebige Position abtransportiert werden kann. Denn bei der Wasserkühlung ist an jede Komponente was hiermit gekühlt werden soll ein Kühlkörper angebracht worüber ein Wasserkreislauf mit angeschlossen ist. Diese Flüssigkeit nimmt die Wärme auf und transportiert diese an die Position wo die Radiatoren verbaut sind. Ein Radiator kann aber je nach Gehäuse beliebig hin z.B. in der Front, im Deckenbereich usw. verbaut werden und kann sogar auch extern außerhalb eines Gehäuse stehen. So können Radiatoren so verbaut werden das sie effizienter von der Umgebungstemperatur profitieren können.

Innerhalb eines Radiator befinden sich auch Lamellen, die durch das Wasser erwärmt werden und auch hier strömt Luft hindurch damit die Wärme über die Lamellen auf die Luft abgeführt werden kann. Dadurch kühlt sich das Wasser ab und strömt wieder zu den Komponenten die gekühlt werden zurück. Die Fläche solch eines Radiators wird auch im Vergleich zur Luftkühlung größer ausfallen und dadurch kann auch mehr Wärme abgeführt werden. Trotzdem ist der Name einer Wasserkühlung etwas irreführend, denn im Grunde ist es nicht direkt das Wasser, was hier kühlt. Das Wasser transportiert vielmehr nur die Wärme und Wasser hat auch die Eigenschaft Wärme besser aufnehmen zu können. Denn auch das Wasser muss hierzu am Ende über ein Radiator und dessen Lüfter heruntergekühlt werden. Jedoch ist das ganze System meist so effizienter, da Radiatoren in der Regel so verbaut sind das sie die Wärme gut an die Umgebungstemperatur abführen können.

K1600_IMG_20200706_094841 (1).JPG Ashampoo_Snap_Montag, 12. Oktober 2020_07h42m00s_007_ (1).png

Wann macht eine Wasserkühlung Sinn?​

Zuvor sollte sich jeder der solch eine Wasserkühlung plant sich in klarem sein das hier einiges an Geld dazu benötigt wird und ob es ggf. ein bessere Luftkühler oder AIOs es genauso guttut. Denn heute gibt es auch sehr gute und große Luftkühler die auch sehr gut mithalten und gut kühlen können. Das ganze wird dann nicht ganz so viel wie eine custom Wasserkühlung kosten. Eine Wasserkühlung bietet den Vorteil das sie eine hohe Kühlleistung bieten und so auch leistungsstarke Systeme gut kühlen können. Besonders, wenn es sich um den Übertakten geht können solche Rechner im Bereich Temperaturen noch einiges herausholen bis die Temperaturen tatsächlich Grenze wertig werden. Zudem könnte noch der Aspekt der Optik mit dazu kommen, denn oft hat eine Wasserkühlung auf mit Modding eines Computers was zu tun. Es kommt noch dazu das mit ausreichend Fläche der Radiatoren Lüfter langsamer drehen können und so solch ein System viel leiser als mit Luftkühlung werden kann. Im Office Bereich wird der Unterschied zwar nicht groß ausfallen, da hier ein Rechner keine hohen Leistung erbringen muss, aber sobald hohe Leistung anliegt wird der Unterschied sich gut bemerkbar machen. Temperaturen eines Prozessors und einer Grafikkarte werden so besser ausfallen.

Wartung Luft und Wasserkühlung​

Natürlich muss auch ein Computer von Zeit zu Zeit gewartet und gereinigt werden. Was bei einem Luft gekühltem System einfacher ist, kann bei einer Wasserkühlung schon etwas aufwendiger sein. Denn bei Luftkühlung muss nur der Kühlkörper etwas vom Staub befreit werden und so läuft solch ein System fast Wartungsfrei mehrere Jahre. AIOs gehören aber nicht dazu, da auch AIOs kleine Wasser gekühlte Systeme sind und sich noch schlechter als eine custom Wasserkühlung sind warten lassen. In der Regel muss man die ersten 2-3 Jahre bei einer Wasserkühlung nur etwas destilliertes Wasser nachfüllen, da mit der Zeit immer etwas Wasser verdunstet. Es kann aber sein, dass Weichmacher oder sonstige Verunreinigungen Kühler und Radiatoren zusetzen und dann muss doch das Wasser abgelassen werden um Radiatoren und Kühler mit reinigen zu können. Daher ist eine Wasserkühlung was die Wartung angeht schon etwas arbeitsintensiver, hält aber auch sehr lange, wenn sie regelmäßig gereinigt wird.
 
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Checkliste - Wasserkühlung​

Um eine Wasserkühlung zusammenstellen zu können eignet sich eine Checkliste zu erstellen. In diesem Artikel listen wir mal alles, was für eine Wasserkühlung benötigt wird und stellen eine Checkliste zusammen.

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Also fügen wir kurz zusammen - solch ein System besteht aus Kühler, Ausgleichsbehälter, Pumpe und Radiator.

Radiator​

Radiatoren gibt es in verschiedene Größen und Dicke. Im allgemeinen reichen bereits 30mm dicke Radiatoren, denn dickere bringen keine wesentlich bessere Kühlleistung, daher sollte hier eher auf die Fläche gesetzt werden. Dickere Radiatoren benötigen meist eine höhere Drehzahl der Lüfter und dann eignet sich auch Push/Pull dazu an. Pro zu kühlende Komponente sollte mindesten ein 240er Radiator gerechnet werden. Mehr Fläche ist aber immer besser, da es bei der Mindestangabe nicht um ein System handelt was besonders leise oder kühl wäre.

Ausgleichsbehälter​

Der Ausgleichsbehälter trägt nichts zu Kühlung bei. Zwar braucht mehr Flüssigkeit bis es eine einheitliche Temperatur erreicht, aber Hauptaufgabe eines Ausgleichsbehälters ist nur der Ausgleich zwischen Luft und Wasser. Hierbei erleichtert ein Ausgleichsbehälter das erste befüllen, wenn es eine gewisse Größe hat. Ein sehr großer AGB hat aber überwiegend eher optische Gründe und muss innerhalb eines Zeitraums auch nicht oft nachgefüllt werden. Ein Ausgleichsbehälter gibt es zum Einzel Aufbau oder als Kombi mit einer Pumpe vereint. Zudem gibt es auch hochwertige Ausgleichsbehälter aus echtem Glas statt Acryl oder Plexiglas.

AGB ohne Pumpe​

IMG_20200326_115947.jpg AGB ohne Pumpe 1.jpg IMG_20200221_124913.jpg AGB ohne Pumpe 2 (1).jpg

AGB mit Pumpe als Kombi​

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Pumpe​

Eine Pumpe hat die Aufgabe das Wasser zu transportieren und überhaupt so ein Kreislauf aufrecht zu halten. Eine Pumpe kann einzeln verbaut werden oder als Kombi mit einem Ausgleichsbehälter. Bevorzugte Pumpen sind die D5 oder DCC Pumpen. Es gibt aber auch die Aquastream Pumpe, die aus dem Aquarium Bereich ursprünglich kommt und auch gerne verbaut wird. Nur ist diese Pumpe etwas groß und wird aus optische Gründe nicht immer gerne genommen.

Beispiel D5 Next und Aquastream Ultimate:

IMG_20201017_155714 (1).jpg IMG_20201015_151153.jpg Ashampoo_Snap_Donnerstag, 13. Mai 2021_13h44m51s_018_.png

TOP (Pumpe)​

Ein Top wird nur dann benötigt, wenn eine Pumpe wie Beispielsweise eine D5 oder DCC nicht zusammen mit einem Ausgleichsbehälter verbaut werden soll. Denn dieses Teil bildet sozusagen das obere zweite Teil einer Pumpe woran dann die Anschlüsse angeschlossen werden.

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Kühler​

Kühler gibt es unterschiedliche Ausführungen und so gibt es die für Prozessoren, Arbeitsspeicher, Grafikkarte und auch für die Spannungswandler bzw. Chipsatz. Gibt natürlich noch einige mehr, da es fast keine Grenzen gibt was so alles gekühlt werden kann.

Beispiel einzelner Kühler und ein Monoblock, wo auch die Spannungswandler mit gekühlt werden.

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Schlauch​

Schläuche gibt es in unterschiedliche Ausführungen und auch mit oder ohne Weichmacher. Letztes kann mit der Zeit auch ein Kühler zusetzen und so gibt es auch Schläuche mit wenig Weichmacher oder ganz ohne Weichmacher. Folgende Schläuche sind hier zu empfehlen.
Beim Schlauch ist auch der Außen- und der Innendurchmesser wichtig, da hierzu auch die Anschlüsse dazu ausgewählt werden müssen.

Mit 13mm Schlauch im Außendurchmesser und 10mm im Innendurchmesser, also solch ein 13/10er Schlauch empfiehlt es sich Knickschutzfedern mitzuverwenden. Bei einem 16/10er Schlauch sind solche Federn nicht notwendig, da solch ein Schlauch nicht abknicken kann.

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Hardtube​

Hardtube muss extra sehr aufwendig angepasst werden und lässt sich nicht so einfach wie Schlauch verlegen, sieht aber sehr gut aus so das es von der Optik am meisten hermacht. Zudem beinhaltet es keine Weichmacher und hält normalerweise auch länger als Schlauch.

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Anschlüsse​

Mit dem Anschluss muss zwischen Anschlüsse für Schlauch und Anschlüsse für Hardtube unterschieden werden, da das eine nicht auf das andere passen wird. Die Größen sind je nach Schlauch oder Hardtube auszuwählen. Zudem muss pro Komponente immer mit zwei Anschlüsse gerechnet werden.

Für Schlauch:
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Für Hardtube:
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Adapter​

Adapter gibt es als Anschlüsse, als Hülsen, gewinkelt und noch vieles mehr. Solche Adapter können sehr hilfreich sein, wenn bestimmte Positionen mit einem Schlauch oder Hardtube nicht gut erreicht werden. So kann man sich die Ausgangslage mit solch einem Adapter besser ausrichten.

Beispiel: wasserkühlung adapter Geizhals Deutschland

Zum Ablassen​

Besonders mit Hardtube eignet sich ein Ablasssystem zum Ablassen der Kühlflüssigkeit. Solch ein Kugelhahn sollte an der tiefsten Stelle verbaut werden und die Methoden fallen dazu auch unterschiedlich aus. Zum einen kann solch ein Kugelhahn an einem freien Anschluss am Top einer Pumpe verbaut werden oder an einem T-Stück separat.

Beispiel Methode mit T-Stück:
  1. Kugelhahn
  2. T-Stück
  3. Doppelnippel Adapter
  4. Doppelnippel Adapter drehbar
  5. Verschlussschraube

(Externer Radiator)​

Solch ein Radiator ist aber nur optional.
 
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Wie FUNKTIONIERT EINE WASSERKÜHLUNG?​

Wie funktioniert eine Wasserkühlung? Dieselbe Frage stellen sich oft Neulinge, die noch nie was damit zu tun hatten und hier wollen wird etwas bezüglich der Funktion näher eingehen. Denn wenn die Funktion dazu bekannt ist, dann wird auch der Aufbau mit den Zu- und Abläufe und auch alles andere viel einfacher.

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Zunächst macht es kein Unterschied zwischen einer AIO und einer modularen Wasserkühlung, denn die Grundfunktion ist immer dieselbe. Die Unterschiede liegen eher darin, dass eine AIO fertig bereits zusammengebaut ist und eine modulare Wasserkühlung selbst zusammengestellt und aufgebaut wird. Zudem kann eine modulare Wasserkühlung jederzeit weiter erweitert werden.

Auf dem nächsten Bild habe ich den Kreislauf mal eingezeichnet.
Ausgleichsbehälter => Pumpe => Kühler => Radiator => Ausgleichsbehälter.

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Das Wasser kreist immer innerhalb eines Kreislaufes, angefangen vom AGB, weiter zu Pumpe über dem Kühler und dann über den Radiator bis zurück ins Ausgleichsbehälter. Die Wärme wird daher am Kühler aufs Wasser aufgenommen, da Wasser Wärme gut aufnehmen kann und weiter transportiert zum Radiator. Ein Radiator ist ein Kühlkörper oder auch Wärmetauscher genannt was die Wärme auf die vielen feinen Lamellen überträgt. Durch diese feinen Lamellen zieht kalte Luft hindurch was die Lamellen abkühlt und so auch das Wasser. Über dem Radiator wird daher so die Wärme auf die Luft abgeführt bzw. übertragen und das Wasser kann wieder abkühlen.

Hier noch zwei Beispiel Skizzen... 1x normal mit zwei interne Radiatoren und 1x dasselbe nochmal, aber diesmal mit Ausgang zu einem externen Radiator.

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Solche feine Lamellen besitzt auch ein Kühlkörper, damit auch hier besser die Wärme aufs Wasser abgeführt werden kann und diese Lamellen verstopfen sich auch gerne, wenn Schlauch mit Weichmacher oder Farbe mit feinen Partikeln im Wasser verwendet wird. Dann kommt es dazu das die Wärme nicht mehr gut aufs Wasser abgeführt werden kann und auch der Durchfluss darunter leidet.

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Der richtige Anschluss der Grafikkarte ist auch wichtig, sonst durchläuft das Kühlwasser die Düsenplatte (Jetplate) nicht in richtiger Richtung, was sich ggf. auch etwas auf die Kühleigenschaft sich mit niederschlagen kann. Denn Sinn ist ja, dass das Wasser sich unterhalb dieser Düsenplatte durch die Finnen sich hindurch drücken muss um die Wärme besser auf dem Kühler abführen zu können. Diese Jetplates gibt es sogar manchmal, als extra Zubehör in unterschiedliche Größen zu kaufen.

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Das ganze bezieht sich auch auf dem CPU-Kühler und dort sind auch diese feinen Finnen vorhanden und manchmal je nach Kühler auch eine Jetplate (Düsenplatte). Bei einem CPU-Kühler befindet sich meist der Auslass näher am Rand, damit sich weniger Luft im Kühler ansammeln kann. Daher erkennt man normalerweise den Ein- und Auslass bereits durch die Positionen der Anschlüsse.

In diesem Beispiel ist keine Jetplate verbaut, aber durch dieses Dichtungsringes wird derselbe Effekt erzeugt. Mein verbauter Monoblock von EK besitzt jedoch wieder eine Jetplat am CPU-Kühler. Bild 3 zeigt ein CPU-Kühler und wie bereits geschrieben ist oben der Auslass gut zu erkennen und in der Mitte ist der Einlass. Falls diese Anschlüsse nicht klar zu erkennen sind bitte immer die Einbauanleitungen der Hersteller mit beachten.

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Natürlich muss das Wasser auch transportiert werden und dazu wird eine Pumpe verbaut. Bei einer Pumpe handelt es sich normalerweise um eine Kreiselpumpe, diese kann kein Wasser ansaugen, das Wasser kreiselt wie der Name schon sagt in er Pumpenkammer und wird am Ausgang wieder rausgedrückt.

Hier mal ein Beispiel von einer Aquastream Pumpe, aber die Funktion ist in etwa immer dieselbe.

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Aus diesem Grund muss eine Pumpe immer so verbaut sein das Wasser vom AGB durch die Schwerkraft von alleine zur Pumpe gelangen kann, sonst wird es schwierig (nicht unmöglich) solch ein Kreislauf komplett zu befüllen. Nachdem der gesamte Loop befüllt ist, wäre es im Grunde egal wo die Pumpe sitzt, denn wo es rauf geht muss es auch wieder abgehen. Denn so zusagen könnte die Pumpe auch ganz woanders stehen, aber dann muss man mit Tricks arbeiten bis der komplette Loop befüllt ist. Ist zumindest nichts für einen Neuling, der solch eine Wasserkühlung zum ersten Mal zusammen baut. Daher, immer die Pumpe so verbauen das durch den AGB von alleine Wasser zur Pumpe läuft.

Bei dem Lüfter ist im Allgemeinen anzumerken, das sie bündig abschließen sollten und es sich auch um Lüfter handelt die für Radiatoren eignen sind.

Nun geht es zu der Anschlüsse:
Im Allgemeinen ist es einfach...

1. Du hast ein 1/4 Zollgewinde was zum Beispiel in Kühler, Pumpe und Radiatoren eingeschraubt wird.

Diese sind IN und auch OUT, also mit Gewinde nach innen und Gewinde nach außen. Bei den Anschlüssen hast du das Gewinde immer außen und bei Adapter hast du meist beides, einmal außen und einmal innen.

Beispiel bei dieser Schnellkupplung, da habe ich an einer Seite Innengewinde und an der anderen Seite recht Außengewinde. Da ich aber rechts auch ein Außengewinde brauche und ich diese Kupplung nicht damit bestellen konnte (nicht lieferbar) habe ich mir eine Muffe darauf geschraubt und habe so aus Außengewinde ein Innengewinde draus gemacht.

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Anschlüsse musst du zwischen Schlauch und Hardtube unterscheiden.

Das wäre eines für Hardtube und da siehst du keine Tülle mit dabei, es ist praktisch nur das Teil, was als Schluss eingeschraubt wird und darin wird einfach die Röhre eingesteckt mit einer Überwurfmutter und der Dichtung wird alles nur verpresst. Hier ist das Außenmaß eines Rohres wichtig und das auch der Anschluss mit diesem Maß ausgewählt wird. Zum Beispiel in meinem Fall 13mm Röhren und 13mm Anschlüsse. Das die Röhre innen 10mm Durchmesser hat, spielt hier keine Rolle.

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Hier handelt es sich um ein für Schlauch. Hier ist sozusagen auch eine Tülle mit vorhanden und was auch zugleich der Anschluss zum Verschrauben ist. Darauf wird der Schlauch gesteckt und darüber dann die Überwurfmutter die den Schlauch auf die Tülle beim Festschrauben verpresst. In diesem Fall ist der Schlauch im Außendurchmesser und auch im Innendurchmesser wichtig. Als Beispiel handelt es sich bei diesem Bild um 16/10er Anschlüsse, also Außen 16mm und innen 10mm. Der Schlauch muss auch diese Abmessungen haben sonst würde er nicht auf die Tülle passen und die Überwurfmutter würde auch nicht mehr darauf passen.

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Es gibt aber reine Tüllen die dann mit Schlauchschellen oder Kabelbinder fest gemacht werden und da hier nur aufgesteckt wird, ist nur der Innendurchmesser wichtig.

Das wäre eine Tülle: 10mm (3/8") Schlauchanschluss G1/4 mit O-Ring (High-Flow)
Muss ein Link setzen da ich gerade kein Bild davon da habe.

Hier noch ein Video wo es nochmals gut erklärt wird:

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Dick, Klein, Groß - Was für ein Radiator soll verbaut Werden?!​

Oft stellt sich die Frage wie viele und wie groß Radiatoren verbaut werden solle und so ist mancher Neuling damit zunächst etwas überfragt. Daher gehen wir heute mal auf dieses Thema näher ein, denn ein Radiator ist am Ende ausschlaggebend wie gut eine Wasserkühlung wird.

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Manche Neulinge möchten viele Komponenten einbauen und gehen dann von der Annahme da z.B. ein 360 Radiator für alles ausreichen würde und mancher hat sich solch ein Radiator bereits verbaut und wundert sich, wieso er nicht besser als mit Luftkühlung kommt. Am ist derjenige etwas enttäuscht soviel Geld ausgegeben zu haben und nicht viel besser abschneiden zu können. Dabei hat er wie oft so besagt auf cutom Wakü gesetzt und dieses soll ja das Non plus Utra sein und immer besser als eine AIO Wakü kühlen.

Zunächst musst man ein Custom Loop mit einer AIO mit gleicher Fläche des Radiators unterscheiden und das Grundprinzip ist absolut gleich! Wasser wird durch den Kühler erwärmt und kühlt sich dann im Radiator ab. Es ist das exakt gleiche System vorhanden, nur mit dem Unterschied das eine AIO bereits fertig zusammengebaut geliefert wird und kein Ausgleichsbehälter mit verbaut ist.

Mit einer Wasserkühlung ist die Fläche entscheidend, denn diese ist entscheidend welche Temperaturen am ende anliegen werden und wie leise das Ganze wird.

Hierbei unterscheiden wir unter...
  1. Mindeste Fläche was vorhanden sein muss.
  2. Overkill
Zu 1, zur mindeste Fläche sagt man im Kreise der Wakü'ler ein 240er Radiator pro CPU und GPU zu verwenden.

Aber hier sind wir bei der Fläche um ein Rechner Funktionell zu betreiben. Bedeutet... Prozessor kann gut bis 95°C ansteigen bis es anfangen wird sich herunter zu takten und die meisten Grafikkarten können bis zu 85°C erreichen. Das bedeutet also, wir sind in einem Bereich was nicht kühl und leise wird, weil die Lüfter hierzu schon bestimmte hohe Drehzahlen erreichen müssen.

Zu 2, Overkill: Zu Overkill kann eine Wasserkühlung nicht ausfallen, denn wird das Wasser bestmöglich heruntergekühlt dann werden die Temperaturen der CPU und auch der GPU niedriger ausfallen, da die Wassertemperatur immer ausschlaggebend ist. Das Wasser alleine reicht aber nicht, um ein kühles System zu erhalten, denn Wasser nimmt zwar Wärme gut auf, wird sich aber ständig weiter erwärmen und muss schließlich von einem Radiator heruntergekühlt werden.

Hierbei ist die dicke des Radiators noch nicht mal so ausschlaggebend, denn die Fläche mach hier viel mehr aus. In meinem Fall als Beispiel habe ich intern nur zwei 30mm dicke Radiatoren verbaut und extern ein Mo-Ra. Dadurch erreiche ich selbst unter Last nur eine Wassertemperatur von etwas 30°C und damit laufen meine Lüfter max, nur mit 500 U/min und mein System ist so selbst unter Last komplett lautlos! Es kommt noch dazu das mit Schlauch Weichmacher mit höheren Temperaturen stärker ausgewaschen wird, was sich auch überall absetzen wird. Meine Wasserkühlung habe ich 3 Jahre mit Schlauch betrieben und bei 30°C Wassertemperatur habe ich nirgendwo Ablagerungen von Weichmachern gehabt.

Mit dicke Radiatoren kann man zwar schon noch was rausholen, aber die Fläche macht hier viel mehr aus. Zudem müssen mit dickeren Radiatoren meist Lüfter schneller drehen oder gar Push/Pull verbaut werden, da die Dichte der Lamellen dichter wird und der Widerstand was solch ein Luftstrom überwinden muss höher ausfällt.

Weitere gute Tipps sind in diesem Video zu finden.

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Die richtigen Lüfter für Radiatoren - Airflow vs. Static Druck​

Es gibt schöne Wasser gekühlte Systeme und was manchmal auffällt sind die Lüfter, die nicht gut für eine Wasserkühlung geeignet sind. In diesem Thema möchten wir näher auf die Lüfter und deren Eigenschaften eingehen. Denn Lüfter sind auch ein wichtiger Bestandteil einer Wasserkühlung.

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Manchmal werden Lüfter verbaut die extrem für Airflow ausgelegt sind oder es sind schlechte Lüfter für Radiatoren verbaut, die nicht so geeignet sind. Hintergrund ist der Temperaturen des Wassers auch über ein Radiator abgeführt werden müssen und daher spielen die Lüfter auch eine große Rolle. Zwar wird eine Wasserkühlung mit schlechten Lüfter nicht überhitzen, aber wer sich eine Wasserkühlung verbaut strebt ein leises und kühles System an. Hierbei geht es momentan noch nicht mal um die Optik, da wir uns nur auf die Funktionalität stützen möchten.

Airflow vs. Static​

Lüfter unterscheiden sind, ob sie auf Airflow oder auf Luftdruck ausgelegt sind.

Denn für Gehäuselüfter als Beispiel ist der Airflow sehr wichtig und soll möglichst viel Lüft bewegt werden. Solche Lüfter eignen sich aber nicht um ein Luftdruck aufbauen zu können. Mit einem Luftgekühltem System wären Lüfter um ein gutes Airflow im Gehäuse zu erzeugen richtig, da hier möglichst viel Luft rein und wieder abgeführt werden soll. Denn in einem Luft gekühltem System muss die Luft zu den Kühler und nicht wie bei einer Wasserkühlung wo die Postion der Radiatoren selbst frei bestimmt werden kann.

Ein Radiator bildet aber durch die feine Struktur der Lamellen ein gewissen widerstand und so muss ein bestimmter Druck zwischen Radiator und Lüfter aufgebaut werden. Denn die Luft muss durch den Druck der sich aufbauen muss durch den Radiator gedrückt werden. Solch ein Druck kann sich aber nicht mit Gehäuselüfter aufbauen, da die Lüfterblätter feiner ausfallen und so der Druck durch den Lüfter selbst wieder zurück entweicht. Manche Lüfter sind auch vom Rahmen her nicht gut geeignet, so das hier dann auch Druck entweicht und ohne Druck, der sich gut aufbauen kann, gelangt auch weniger Luft durch den Radiator. Dieses wird sich dann auch auf die Wassertemperatur mit auswirken, denn das Wasser muss abgekühlt werden, das Wasser alleine macht eine Wasserkühlung ohne ausreichende Kühlung durch Luft nicht besser!

Lüfter sind daher gut an ihre Lüfterblätter zu erkennen welche sich besser für eine Wasserkühlung eignen.
  • Schmale Blätter => Airflow
  • Dicke Blätter => statischer Druck
Hier in diesem Video wird das ganze sehr gut demontiert und noch viel besser beschrieben.

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Welches Kühlmittel für eine Wasserkühlung?​

Das Kühlmittel ist auch Teil der Wasserkühlung und hier kenne ich aus manchen Forenbeiträge das manche Einsteiger schöne Pastellfarben nutzen möchten.

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Solch eine Kühlflüssigkeit ist zwar schön anzusehen und sieht optisch auch Geil aus, aber manch einer hat sich damit schon seine Wasserkühlung zu gesetzt. Denn in solch einer Kühlflüssigkeit sind kleine Partikel enthalten die sich z.B. in den Finnen der Kühler fest setzen. Dadurch wird der Durchfluss gehemmt und die Kühlung verschlechtert sich dadurch auch.

Normalerweise sind solche Kühlflüssigkeiten nur für kurze Zeit zu Show zwecke gedacht.
Hier mal zwei Videos. Hier ein Video von der8auer wie er seinen Rechner mit dem "EK Cryofuel" in Weiß befüllt...

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Und hier das folge Video nach ~6. Monaten mit der Flüssigkeit...

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Lasst euch nicht von manchen Bewertungen auf mache Verkaufsportale beeinflussen.

Manche sind korrekt und ehrlich, manche sind auch einfach nur gekauft. Auf Bewertungen kann man sich heute nicht mehr so richtig verlassen.

Ich selbst habe 3 Jahre lang DP-Ultra in gelb befüllt gehabt, womit ich keinerlei Probleme hatte und sich meine Komponente auch immer leicht reinigen ließen und zur Zeit nutze ich erneut das DP-Ultra von Aquacomputer aber diesem Mal in klar und mit etwas destilliertes Wasser ergänzt. Damit fahre ich ganz gut und habe keinerlei Probleme mit meiner Wasserkühlung. Farbe muss auch nicht immer in der Kühlflüssigkeit enthalten sein, da dieses auch mit gefärbten Röhren/Schläuchen oder wie in meinem Fall sogar mit RGB LEDs möglich ist.

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Oft gestellte Frage: AiO Kompakt- oder Custom-Wasserkühlung?​

Eine kompakten All-In-One Wasserkühlungen (AIO) bringen seine Vor- und auch Nachteile gegenüber einer modulare Wasserkühlung.

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Die wichtigsten Vorteile sind die Anschaffungskosten, denn bereits ab 70 Euro aufwärts gibt es bereits welche zu kaufen. Ein weiterer Punkt ist die einfache Montage da es sich um eine kompakte Wasserkühlung handelt die bereits vom Hersteller vormontiert ist und einfach nur eingebaut werden muss. Muss daher nicht mehr befüllt werden, da sie bereits fertig zum Einbauen geliefert wird. Wird sogar gerne auch als Wartungsfrei bezeichnet. Naja, aber das ist auch wieder so ein Thema für sich, darauf werde ich mich ggf. noch in nachfolgende Beiträge etwas näher dazu beziehen.

Nachteile einer AIO sind aber zum einen, wenn die Radiatoren zu knapp ausgewählt werden, eine Pumpe sich mit auf dem Kühler nicht entkoppelt mit befindet und so ggf. auch Geräusche entwickeln kann und meist auch nur für Prozessoren vorgesehen sind. Zudem lassen sich AIOs nicht gut, erschwert oder gar nicht erweitern. Eine Ausnahme bietet Alphacool mit der Eisbaer Serie von Alphacool.

Eine Custom-Wasserkühlung ist hingegen die Oberklasse einer PC-Wasserkühlung und aufgrund zahlreicher Einzelkomponenten vorab gut konzipiert und kann auch gut geplant werden. Die

individuellen der einzelne Komponente lässt so individuell zusammenstellen, so das jeder genau das verbauen kann was bevorzugt wird. Die Auswahlmöglichkeiten sind hierzu nahezu grenzenlos und ermöglichen den Zusammenbau eines einzigartigen High-End-PCs. Zu den Vorteilen gehören die freie Auswahl aller verbauten Komponenten und die individuelle Optik des gesamten Systems. Gerade deshalb sind Custom-Wasserkühlungen in der Modding Szene so beliebt.

Als Nachteilig gilt im Grunde nur der vergleichsweise hohen Kosten, die hierbei entstehen und der höhere Arbeitsaufwand alles selbst Planen und zusammenbauen zu müssen. In manchem Fällen muss auch das Gehäuse selbst bearbeitet werden, weil es mit einer Wasserkühlung und deren Komponente kein Standard gibt. Wobei mache neue moderne Gehäuse auch hier schon einiges mit einbezogen haben und so auch mehrere Montage Möglichkeiten mit dazu bieten.
 
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Macht eine Wasserkühlung Sinn?​

Es gibt immer wieder Kommentare in manchen Foren, ob solch eine Wasserkühlung überhaupt ein Sinn ergibt.
Daher möchte ich hierzu ein paar Punkte dazu erläutern.

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Manche Leute sind in Foren der Meinung das eine Wasserkühlung absolut kein Sinn macht und ein Computer auch mit Luftkühlung betrieben werden kann. Daher stellt sich in diesem Thema die Frage, ob solch eine Wasserkühlung überhaupt Sinn ergibt und das ist eine Frage, mit der man sich auch etwas beschäftigen kann.

Im Allgemeinen muss man sich selbst die Frage stellen, was macht überhaupt Sinn? Denn ergibt es Sinn morgens zur Arbeit zu gehen oder vielleicht manche Hobbys nachzugehen oder macht es mehr Sinn gar nichts zu machen. Denn manchmal kommt manches auch aus Liebe wozu bestimmtes, also einem Hobby oder einer Leidenschaft die man teilt. Genau so kann es auch Vorteile oder Vorzüge geben eine Wasserkühlung zu verbauen. Aus diesem Grund muss man sich auch die Frage stellen können, ob solch ein Mehrpreis was mit solch einer Wasserkühlung dazu kommt gegenüber der Leistung was ggf. damit am Ende mit erzielt wird überhaupt sich lohnt.

1. Prozessor​

Bekommt man mit einem Prozessor der mit Wasser gekühlt wird mit OC mehr Leistung? Im Grunde nicht wirklich, weil ein Prozessor schwer zu kühlen ist und eine Wasserkühlung hier eher nur eine Alternative zu anderen Kühllösungen ist. Klar ergibt es Sinn die CPU zu kühlen, wenn hierzu bereits alles andere mit Wasser gekühlt wird, da hier dann ein eigener Kühler auf dem Prozessor mit Luftkühlung entfällt. Andere Gründe können auch sein alles aufgeräumter zu haben und überall jederzeit dran kommen zu können. Zudem werden dann auch keine Arbeitsspeicher verdeckt und es können auch hohe Arbeitsspeicher mit verbaut werden. Aber ein Prozessor kann genauso gut mit Luft gut gekühlt werden und am Ende ist es dem Prozessor egal ob der 10°C höhere oder niedrigere Temperaturen anliegen hat. In der Regel macht es aber mit OC nicht viel aus, weil hiermit nicht weniger Spannung angelegt werden kann und dadurch immer noch OC bis zu einem bestimmten Punkt wie unter Luft möglich ist. Das mit einer Wasserkühlung besser übertaktet werden kann ist daher nicht ganz richtig.

Mit einer Wasserkühlung kommt man etwas bessere Temperaturen mit dem Prozessor hin, so um die 50-60°C und mit einem Luftkühler um die 60-70°C. Wobei anzumerken ist das es heute auch richtig gute Luftkühler gibt, die eine Wasserkühlung den Platz streitig machen können. :D

Das liegt aber daran das wie bereits geschrieben ein Prozessor schwer zu kühlen ist, aber das ist am Ende kein Problem, da Prozessoren auch an die 80°C heiß werden können und erst um die 95-100°C ein Prozessor anfangen wird sich herunter zu takten. Darüber kann sogar der Rechner in einem Notaus gehen.

2. Arbeitsspeicher, Spannungswandler und Chipsatz
Wer Arbeitsspeicher oder Spannungswandler mit Wasser kühlt, macht es eher wegen der Optik, denn heute werden diese Bauteile auch mit dem Luftzug im Gehäuse ausreichend gekühlt. Ausnahmen könnte hier ggf. OC oder manche hohe Stresstests machen, denn in so einem Fall können diese Komponente doch etwas heißer als normal werden und ins besonders Arbeitsspeicher werden ab bestimmte hohen Temperaturen instabil. Jedoch stellt sich hier wiederum die Frage, ob es SINN ergibt den Arbeitsspeicher weiter zu übertakten. Denn wer mit Games zu tun hat der wird eher ein GPU-Limit anpeilen und mit solch einem GPU-Limit wird der Prozessor und der Arbeitsspeicher nicht mehr die volle Leistung aufnehmen. Ganz davon abgesehen das die Mehrleistung mit OC eher meist nur Messbar ist.

3. Grafikkarte​

Bei der Grafikkarte wird dieses Thema wirklich interessant, denn man kann mit einer Grafikkarte deutlich niedrigere Temperaturen als mit Luftkühlung erreichen. Luftkühler untereinander zu tauschen wird hier fast unmöglich weshalb meist auch nur eine Wasserkühlung hier Sinnvoll ist. Da sich jeder Grafikkarte unterscheidet, kann jede Grafikkarte mit eigenem OC sich noch anders verhalten und mit niedrigeren Temperaturen erhöht man sich hier auch den Spielraum. Auch bei den neuen Grafikkarten, die im Grunde heute nicht mehr so gut übertaktet werden, können zeigt sich das diese zumal nicht so stark bezüglich der Temperatur herunter skalieren und an Takt abnehmen, ein hoch gesetzter Powerlimt wird auch besser gehalten. Da bei einem Chip die Spannung auch von der Temperatur abhängig ist kann so auch meist auch mit weniger Spannung ein OC mit betrieben werden. Jeder Hersteller packt auch sein eigenen OC drauf und so kann solch eine Grafikkarte auch selbst weiter übertaktet werden und durch die Wasserkühlung fallen die Temperaturen dann auch nicht so hoch aus. Besonders auch dann, wenn Modifikationen am Bios oder an der Platine unternommen werden und die Grafikkarte eine höhere Leistung als vom Hersteller vorgesehen erreichen kann.

Aus diesem Grund kann man mit einer Grafikkarte die mit Wasser gekühlt wird viel mehr weiter gehen als mit Luftkühlung.

4. Temperaturen im Hochsommer​

Temperaturen im Hochsommer bekommt damit nicht unbedingt besser geregelt, aber dadurch das manche Komponente kühler werden gibt es auch hier ein gewisses Spielraum was noch mit dazu kommt. Denn die Wärme muss immer egal, ob mit Luft oder Wasser gekühlt über die Raumtemperatur abgeführt werden. Aber wenn ich mit dem Prozessor 10-15°C niedriger komme und mit der Grafikkarte bis zu 30°C, dann brauche ich mir im Hochsommer wenn noch 5-10°C dazukommen keine Gedanken zu machen.

Fazit​

Eine Wasserkühlung ist nicht billig und im Vergleich zu einer Luftkühlung stellt sich halt doch die Frage inwiefern sie dann gerechtfertigt ist oder überhaupt ein Sinn ergibt. Denn die Kosten hierzu sind schon sehr erheblich und können nicht klein geredet werden. Aus diesem Grund stehen wir hier wieder wie vor Beginn mit der Frage wo der Sinn darin besteht.

Ich für mein Teil kann dieses damit beantworten, dass ich eine schöne Geile Wasserkühlung habe was nicht jeder hat, es mir sehr viel Spaß macht mich damit zu beschäftigen und alles hierzu planen und verbauen zu können und zudem habe ich es lieber kühler und leise. Denn zwar war mein Luftgekühltes System nicht sonderlich laut, aber komplett lautlos wie mein Wassergekühltes System war es dennoch nicht. Die Optik solch einer Wasserkühlung kann auch für manche Leute ein Sinn ergeben, zumindest hat es in meinem letztem Umbau Sinn ergeben das komplette System neu aufzubauen, obwohl sich der Umbau nur auf die Optik bezog und sonst sich weder was an der Kühlleistung, noch am System selbst was geändert hat.

Ich zumindest möchte meine Wasserkühlung nicht mehr missen und werden mir bestimmt immer eine verbauen.
 
TE
IICARUS

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Kokü-Junkie (m/w)

Grafikkarte auf Wasser umbauen | Anleitung & Tipps​

In diesem Artikel wird beschrieben wie eine Grafikkarte mit einem Wasserkühler umgebaut wird und was die Vorteile davon sind.

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Eine Grafikkarte auf Wasser umzubauen kann mehrere Gründe haben.
  • Optik
  • Bessere Temperaturen
  • Höhere Leistungsaufnahme
  • besseres Übertakten
  • Leisere Grafikkarte da Lüfter darauf entfallen
Welche Gründe waren in meinem Fall als Beispiel relevant? Zum einen habe ich keine Lüfter mehr darauf verbaut haben damit ich hierzu nur die Lüfter auf meinen Radiatoren bestimmen muss. Zudem kann ich die Temperatur gut durch die Fläche der Radiatoren mit bestimmen. Die Grafikkarte erzeugt so keine Luftgeräusche mehr. Sieht natürlich optisch viel schöner aus und in Sache OC muss ich mir wegen der Temperaturen weniger Sorgen oder Gedanken machen. Zwar lassen sich heutige Grafikkarten nicht mehr so gut übertakten aber mit hoch setzen des Power Limit ist da noch einiges mit drin. Zudem gibt es vereinzeln mache Mod-Bios wo doch noch einiges an Leitung bezogen werden kann. Ich denke da sogar noch an solchen Mods die zum Teil mit Grafikkarten gemacht werden.

1. Zunächst muss jeder sich Gedanken zur Herstellergarantie machen, denn nicht jeder Hersteller erlaubt ein Kühler wechsel ohne Garantie Verlust.

Hierzu am besten mal diese Seite mit einsehen: Grafikkarten: Garantiebedingungen von Abwicklung bis Kühlerwechsel - ComputerBase

2. Dann kommt die Kompatibilität eines Kühlers, denn es werden nicht für alle Grafikkarten Kühler zum Umbauen hergestellt. Daher muss am besten bereits mit Kauf der Grafikkarte hier mit gedacht werden. Es gibt auch von Hersteller der Kühler nicht für alle Grafikkarten Kühler zu kaufen und so ist es auch meiner Meinung nach Sinnvoll sich zunächst ein Kühler zu suchen, der gerne verbaut werden soll, denn bezüglich der Kompatibilität kann danach die Grafikkarte ausgewählt werden. Zwar wird jeder Hersteller einer Grafikkarte unterschiedliche Leistungen einer Grafikkarte vergeben und so kann sich auch der Kaufpreis unterscheiden, aber Werks OC was ein Hersteller von sich aus noch dazu packt kann meist auch selbst nach dem Umbau mit eigenem OC erreicht werden. Daher nicht davon blenden lassen, wenn eine Grafikkarte 50 MHz mehr als andere Grafikkarten erreicht, da diese 50 MHz und noch mehr selbst darauf gepackt werden können.

Vor einiger Zeit habe ich hierzu auch mal diese Liste erstellt, aber mittlerweile könnte da noch einiges mehr dazu gekommen sein.

Daher am besten die Hersteller nochmals aufsuchen und schauen was heute aktuell dazu angeboten wird.

Am besten immer vor dem Umbau und auch während dem Umbau Bilder machen, so könnt ihr später, falls alles zurückgebaut werden soll schauen wie es ursprünglich verbaut war. Beim Zerlegen einer Grafikkarte kann es unterschiedlich ausfallen und besonders die neue Founders Edition Nvidia Grafikkarten ist hier etwas anders aufgebaut.

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Bei custom Karten müssen normalerweise vier Schrauben um den GPU-Chip abgeschraubt werden und noch ein paar kleine anderen Schrauben um die Backplate abnehmen zu können. Am besten Mal in dieses Video reinschauen, da wird es auch sehr gut gezeigt.

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Meine Grafikkarte sah nach dem abnehmen des Kühlers so aus.

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Auf dem Bild sind VRam und die Spannungswandler zu sehen und genau dort kommen neue Pads drauf. Hier ist zu beachten das genau nur dort Pads angebracht werden was ein Hersteller DES KÜHLERS hierzu bestimmt hat. Denn original können noch weitere Pads z.B. auch auf den Spulen mit verlegt sein, was aber mit einem Umbau fatal wäre. Denn Pads bilden ein gewissen Abstand zwischen PCB, Chips und Kühler und sind welche an falscher Position werden diese wie ein Abstandshalter fungieren und bereits wenige Millimeter Abstand kann eine Verschlechterung der Temperaturen zufolge haben. Hierzu bitte auch die Montageanleitung eines Kühlers genau beachten, da dort mit aufgezeichnet wird wo Pads hin kommen sollen. Zudem können auch unterschiedlich dicke Pads dabei sein, die natürlich auch an richtige Stelle hin gehören!

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4. Alle Chips wo Pads darauf kommen gut reinigen, ich verwende hier auch alkoholische Reinigungsmitteln, um alte Rückstände besser wegzubekommen. Natürlich muss auch der GPU-CHIP selbst mit gereinigt werden.

5. WLP oder LM?

Normale Wärmeleitpaste ist vollkommen ausreichend und wird immer besser als mit Luftgekühlten Grafikkarte nach solch einem Umbau ausfallen. Wer aber die Temperatur zwischen Chip und Kühler noch besser abführen lassen möchte der kann natürlich auch Flüssigmetall als Wärmeleitmittel verwenden. Hier ist aber mitzubeobachten die Bauteile um den Chip gut abzuisolieren, damit LM sollte es auslaufen oder dran kommen kein Kurzschluss verursachen kann. Denn LM ist elektrisch leitend und wird auch elektronische Komponente kurzschließen! LM lässt sich schlecht bis kaum entfernen, sodass hier sehr sorgsam damit umgegangen werden muss.

Meine Grafikkarte wurde zuvor mit WLP und im Nachhinein doch noch mit LM versehen.
  • WLP = zwischen 43 und 46 °C
  • LM = 37-39 °C
In meinem Fall habe ich mich auch für LM entschieden da der CHIP der 2080 (Super) nicht ganz eben ist und es sich immer mit normaler WLP nach Wochen gezeigt hat das sich die Temperaturen um 5-7 °C verschlechtert haben. Nach dem Zerlegen zeigte sich immer, das die WLP in der Mitte stark zu den Räder verdrängt wurde und anscheint dann mit der Zeit die WLP austrocknet und es dann so zu dieser Temperatur Verschlechterung kommt. Was jetzt natürlich nicht bedeutet das wegen 5-7 °C mehr die Temperaturen als schlecht bezeichnet werden können. Aber es gibt halt Leute wie wo ich mich dazu bezeichne die jeden einzelnen °C rauskitzeln müssen. https://pc-aquacooling.de/core/images/smilies/emojione/1f606.png

6. Temperatur ist nach dem Umbau nicht zufriedenstellend und mit Wasser gekühlt doch etwas ungewöhnlich hoch?!

a) Zunächst muss hier die Fläche der Radiatoren mit beachtet werden, denn manchmal sehe ich umbauten, wo mit nur einem 360er Radiator Grafikkarte und auch Prozessor gekühlt werden. Das ist zwar grundsätzlich nicht verkehrt und ein Rechner wird damit nicht überhitzen, aber eine bestimmte Fläche kann auch nur eine bestimmte Wärme abführen. Daher kann es auch einfach sein das die Fläche hierzu zu knapp berechnet wurde.

b) Die Pads wurden falsch angebracht und sitzen an Stellen wo sie nun ein Spalt verursachen und so nun Chip und Kühler nicht ganz aufliegen. Es kann auch sein das beim Zusammensetzen solch ein Pad verrutscht ist und nun irgendwo zwischen steckt. In so einem Fall lässt dich das ganze leider nicht ohne erneutes zerlegen nachgehen.


c) Neue Pads können unterschiedlich weich ausfallen und so kann es sein das sie sich nach dem Zusammenbauen noch nicht gesetzt haben und sich so die Bauteile nicht in die Pads gut reingedrückt haben. In einem Fall musste ich dazu sogar vor dem Zusammensetzen der Grafikkarte und dem Kühler die Pads etwas mit einem Haarföhn warm machen. Aber auch so kann der Kühler zusammengesetzt werden und nachdem der Rechner etwas warm gelaufen ist nochmals prüfen ob sich die Schrauben vorsichtig ein klein wenig nachziehen lassen. Denn sobald sich die Pads setzen lassen sich meist die Schrauben ein klein wenig nachziehen. War damals als ich mein Monoblock auf dem Prozessor und Spannungswandler nicht anders, da bekam ich etwa 5-7 °C bessere Temperaturen als ich die Schrauben auf der Rückseite des Mainboards etwas nachgezogen hatte.
 
TE
IICARUS

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Kokü-Junkie (m/w)

Push & Pull? Wohin mit dem Radiator? Lüfter & Radiator richtig verbauen!​

Push & Pull oder doch nur Push? Wie sollen Lüfter an einem Radiator verbaut werden?! Oft stellt sich die Frage wie ein Lüfter an einem Radiator richtig verbaut wird und da gibt es unterschiedliche Methoden. Genauso stellt sich auch immer die Frage wie ein Radiator überhaupt verbaut werden soll.

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Zunächst ist die Grundlage immer die Umgebungstemperatur. Denn diese ist immer ausschlaggebend wie weit heruntergekühlt werden kann. Unter Umgebungstemperatur kann keine Temperaturen ohne einen Kompressor erreicht werden. Mit extremer Kühlmethode kommt da sogar Trockeneis oder Stickstoff dazu. Aber das gehört jetzt nicht zum Thema da es uns nur um eine reale normale Nutzung eines Rechners geht.

Zu bedenke ist das innerhalb eines Rechners die Temperatur höher ausfallen wird als aus dem Raum. Vor allem auch dann, wenn eine Grafikkarte nicht mit Wasser gekühlt wird und ihre Hitze noch ins Gehäuse abführt. Daher müssen wir zwischen Luft gekühlter und mit Wasser gekühlte Grafikkarte unterscheiden. Grund dazu ist das mit Luftgekühlter Grafikkarte die höhere Abwärme aus dem Gehäuse verstärkt abgeführt werden muss, denn staut sich die Wärme wird die Grafikkarte höhere Temperaturen erreichen.

Im Allgemeinen ist immer die Wassertemperatur ausschlaggebend welche Temperaturen die Komponente, die damit gekühlt werden erreichen und mit der kühleren Luft z.B. aus dem Raum kann eine niedrigere Wassertemperatur erreicht werden. Denn, wenn als Beispiel im Gehäuse 35-38°C anliegen und im Raum nur 22°C dann könnte das Wasser keine Temperaturen unterhalb diesen 35-38°C theoretisch erreichen. Aus diesem Grund erreiche ich selbst im Hochsommer mit einer Raumtemperatur von 29-30°C nur eine Wassertemperatur von max. 34-35°C. Wobei in meinem Fall auch mein Mo-Ra was auch von der Raumtemperatur profitiert sehr viel ausmacht.

Es gibt hier aber auch unterschiedliche Methoden, die sich auch schon gut bewertet haben.
  1. Hinten und oben rein und vorne raus
  2. vorne rein und oben und hinten raus
  3. oben und vorne rein und hinten raus
Im Einzelnen muss es auch selbst ausgetestet werden, da jeder Rechner hier sich anders verhalten kann.

Beispiel komplett Wasser gekühlt:
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Mein Rechner als Beispiel wird komplett Wasser gekühlt und so sind in meinem Fall meine verbauten Radiatoren als Wärmetauscher für die Abwärme verantwortlich. Hier ist es daher Sinnvoller die Luft aus dem Raum zu beziehen. Daher sind die Radiatoren 240 und 420 intern so verbaut, dass die Luft aus dem Raum bezogen wird. In diesem Fall ist also der 240 Radiator oben auch so mit den Lüfter bestückt das von außen nach innen gefördert wird. Normalerweise in einem Luftgekühlten System werden die Lüfter genau andersherum verbaut damit so viel wie möglich an Abwärme abgeführt werden kann. Was dann auch wiederum mit Luft gekühltem System so vollkommen korrekt wäre.

Im Übrigen ist die Aussage eines Kamineffektes Unsinn, denn zwar steigt warme Luft immer nach oben, aber wir haben Lüfter verbaut die durch Motorkraft den Luftstrom selbst bestimmen.

Beispiel AIO und Grafikkarte Luft gekühlt:
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Da die Grafikkarte hier Frischluft braucht sollte möglichst ein Radiator oben verbaut sein, denn so bekommt die Grafikkarte weiterhin gut Frischluft durch die Fronlüfter und oben und hinten wird die Luft abgeführt. In diesem Fall würde zwar ein Radiator oben, der reinführt bessere Temperaturen des Wassers und so auch des Prozessors erreichen, da es dem Prozessor egal ist ob der 5-10°C mehr oder weniger erreicht ist es besser zugunsten der Grafikkarte zu entscheiden. Daher sollten dann in diesem Fall die Lüfter doch raus fördernd verbaut werden. Da sich sonst zu stark die Wärme im Gehäuse anstauen würde.

Das Ganze habe ich zusammen mit meinem Sohn sogar ausgetestet.

Zunächst waren seine Lüfte rein fördernd verbaut und die Grafikkarte erreichte hohe Temperaturen da der eine Lüfter der hinten raus förderte es nicht schaffte die Wärme abzuführen. Dadurch staute sich die Lüft im Gehäuse und die Grafikkarte erreichte höhere Temperaturen.

Mit Radiatoren die nicht breiter als 30mm sind, lohnt sich kein Push/Pull und muss auch nicht verbaut werden. Wenn doch Push/Pull verbaut wird dann bitte immer, sodass die Lüfter so verbaut werden das ein Luftzug immer in eine Richtung verlaufen kann.

Es gab, schon fälle, wo von außen die Lüfter nach innen rein in den Radiator blasen und die inneren so verbaut, waren das sie auch in den Radiator rein geblasen haben. Diese ist natürlich verkehrt, denn beides rein kann nichts ergeben. Entweder beide Lüfter so verbauen, dass der äußere in den Radiator rein bläst und der andere dran saugt und weiter in das Gehäuse fördert oder beide halt nach außen raus.

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Laut Skizze sitzt der Radiator in der Mitte und rechts und links befinden sich die Lüfter.
Der blaue Pfeil ist dann der Luftzug, der damit erzeugt wird.

Kleiner Tipp noch am Rande..., wenn ein Radiator mit einer AIO vorne verbaut wird sollten die Anschlüsse am Radiator nach unten verbaut werden. Grund dazu da mit einer AIO kein AGB mit verbaut ist und der Radiator sozusagen auch Teil eines Ausgleichsbehälter wird. Denn es wird sich immer Luft im System befinden was ansonsten im ausgeschalteten Zustand des Rechners zurück zur Pumpe gelangen könnte. Dadurch kann es dann dazu kommen das die Pumpe beim Einschalten des Rechners Geräusche verursacht.

Mit einem verbautem Ausgleichsbehälter sollte hingegen ein Radiator mit den Anschlüsse nach oben verbaut werden, da Luft nicht gerne nach unten absteigt und sich sonst mit der Zeit Luft im oberen Bereich des Radiators ansammeln würde.
 
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Kokü-Junkie (m/w)

MYTHEN einer PC-WASSERKÜHLUNG - Pro + Contra​

Wie der eine oder andere sicher bemerkt hat, beschäftige ich mich auch gerne etwas mit Modding, in der ich meinen Basteltrieb auslebe. Gebe daher auch gerne Tipps und Erfahrungen an alle die sich ebenfalls wagemutig sind und sich mit „Wasser im PC“ ran trauen wollen. Daher möchte ich hier einmal ein paar Mythen ansprechen und einige Tipps an Einsteiger weiter geben.

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Einleitend möchte ich kurz auf mein letztes Projekt hinweisen was sehr viel Planung und auch Vorbereitung voraussetzte. Die Umsetzung selbst hat auch sehr viel Spaß gemacht, wo ich ganze drei Tage fast rund um die Uhr dran gearbeitet habe. Hierbei wurde nicht nur meine Wasserkühlung von Grund aus neu aufgebaut, sondern mein Gehäuse sollte auch etwas aufgewertet werden. Daher sind Bereiche aus meinem Gehäuse mit Acrylglasplatten ausgebaut worden. Am Ende spiegelt sich auch meine ganze Wasserkühlung darin, was natürlich das ganze Optisch noch besser wiedergibt.

Zuvor war meine Wasserkühlung mit Schlauch aufgebaut, was so schon sehr gut aussah und Funktionierte. Aber nachdem meine Schläuche etwas trüb waren musste, das ganze neu aufgebaut werden und dann habe ich mich einfach zu Hardtube entschieden. Zunächst hatte ich aber Schlauch durch Hardtube ersetzt, was so schon sehr gut aussah.

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Aber dann bekam ich die Idee noch mein AGB gegen Echtglas auszutauschen, die Grafikkarte Vertikal zu verbauen und sämtliche Anschlüsse erneut gegen Silberne auszutauschen. Zudem sollte die gelbe Kühlflüssigkeit gegen klare Flüssigkeit ausgetauscht werden daher musste auch mein komplettes System nach dem Zerlegen gereinigt werden.

Da ich auch im PCGH Forum recht aktiv bin, sind mir in der Vergangenheit auch Einsteiger begegnet, die zum Teil ein halb Wissen irgendwo aufgeschnappt haben und zum Teil nicht alles stimmt oder erwarteten von ihrer Investition unmögliches. Eine Wasserkühlung bereitet sehr viel Spaß, aber es ist keine Wunderwerk. Aus diesem Grund werde ich ein paar Mythen zusammengetragen die meiner Meinung nach zutreffend sind.

MYTHOS 1: Eine WASSERKÜHLUNG IST LEISER ALS EINE LUFTKÜHLUNG​

Dieser Mythos hängt mit der Erwartung zusammen, die einige von euch vielleicht überhaupt erst für das Thema interessiert hat. Wasser kühlt besser und daher wird eine Wasserkühlung leiser als Luftkühlung sein. Das ist so nicht richtig, denn auch Wasser muss mittels Radiatoren die Wärme an die Umgebungstemperatur abführen können und hier sind ein paar Faktoren ausschlaggebend.

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  1. Die Umgebungstemperatur: Egal ob Luft oder mit Wasser gekühlt, es kann nie unter Umgebungstemperatur heruntergekühlt werden.
  2. Die Fläche der Radiatoren ist ausschlaggebend wie gut das Wasser die Wärme abführen kann.
  3. Die Drehzahl der Lüfter sind ein Kompromiss zwischen Wassertemperatur und Geräuschentwicklung der Lüfter. Um so langsamer die Lüfter drehen können um so leise wird ein System. Jedoch würde mit wenig Fläche der Radiatoren die Wassertemperatur ansteigen und damit auch die Temperatur, die ebenfalls von der Wassertemperatur abhängig sind mit ansteigen. Das kann aber entgegengewirkt werden und dazu muss einfach mehr Fläche her. Denn mit mehr Fläche kann immer noch ausreichend Wärme abgeführt werden, obwohl die Lüfter nicht schnell drehen. In meinem Fall macht es ein Unterschied von 7-8°C und etwa 500 U/min mit und ohne meinem externen Radiator (Mora 360 LT). So kann ich mit dem Mora eine Wassertemperatur von 30°C und Drehzahlen aller 14 Lüfter von 500 U/min halten. Hierbei ist mein Rechner selbst mit Last komplett lautlos, da meine Lüfter mit dieser geringen Drehzahl noch nicht aus dem Gehäuse zu hören sind. Natürlich könnte ich noch mit der Drehzahl weiter runtergehen, aber da meine Lüfter damit bereits nicht raus zu hören sind bevorzuge ich lieber die bessere Wassertemperatur.
  4. Die Pumpe kommt dazu und eine Pumpe die schnell dreht, ist auch aus dem Gehäuse raus zu hören. Zudem kann eine Pumpe auch Vibration auf Gehäuse und Röhren übertragen, was dann ein gewisses dumpfes Dröhnen erzeugt. Je nachdem wie sensibel jemand ist, kann es auf Zeit schon störend sein. In meinem Fall mit meiner Aquastream Ultimate Pumpe kann ich auf 3000 U/min runtergehen und mit dieser Drehzahl ist sie nicht aus dem Gehäuse raus zu hören. Zudem ist meine Pumpe auf einem Soggy Sandwich von AquaComputer gut entkoppelt. Bei dieser Drehzahl und meinem großen Loop erreiche ich noch an die 60-65 Liter/h an Durchfluss, was so vollkommen ausreichend ist und ohne dem Mora würde ich auf etwa 75 l/h kommen.
  5. Es kommt noch dazu das zum Beispiel ein Prozessor nicht ins Unendliche heruntergekühlt werden kann, da der Kern ab einem gewissen Punkt mehr Wärme erzeugt als überhaupt abgeführt werden kann. Als ich von Luft auf Wasser umgestiegen bin, hatte ich eine Temperatur Vorteil mit demselben System von etwa 10°C,
  6. Mit der Grafikkarte kann aber ein besserer Temperatur Vorteil erreicht werden, da sich hier der Chip besser abkühlen lässt. Jedoch ist auch hier die Wassertemperatur ausschlaggebend wie kühl es am Ende werden kann, denn berechnet man die Fläche der Radiatoren zu knapp, dann wird zwar ein Rechner nicht gleich überhitzen, aber leise und Kühl ist dann doch was anderen. Am Ende kann es sogar sein viel Geld ausgegeben zu haben und sich im Vergleich zu Luft nicht viel besser verbessert zu haben. Manch einer kann dann schon enttäuscht sein soviel Zeit und Geld reingesteckt zu haben und nicht ganz das Ergebnis zu erhalten, was man sich erhofft hat.
Ashampoo_Snap_Montag, 12. Oktober 2020_07h29m59s_005_.png Ashampoo_Snap_Montag, 12. Oktober 2020_07h29m43s_004_.png

Aber wieso kann ein Prozessor als Beispiel nicht ins unendliche herunter gekühlt werden? Bedenken muss man das zwischen dem Kern, dem Silizium, dem Lot oder WLP zwischen dem Silizium und dem Headspeaker und dann noch zwischen dem Headspeaker und der Kühlplatte des Kühlers immer ein gewisser Widerstand entsteht. Das ganze muss man sich so vorstellen wie eine Wasserleitung was nur ein bestimmten Querschnitt hat und daher nur eine gewisse Menge an Wasser immer durch hindurch fließen kann. Daher wird es ein Punkt geben wo die Hitze nicht mehr ausreichend und schnell genug auf dem Kühler abgeführt werden kann. Natürlich ist es immer ein gewisser Punkt, denn steigt die Wassertemperatur wegen zu geringer Fläche an wird diese wieder zum ausschlagendem Faktor.

MYTHOS 2: Eine WASSERKÜHLUNG IST SEHR RISKANT​

Natürlich ist verständlich das manche Leute angst haben sollte mal doch eine Wasserkühlung auf die teure Hardware auslaufen. Oft bestehen die Ängste darin ob ein Schlauch halten wird und ob Wasser elektrisch leitend ist. Natürlich ist in Foren gelegentlich was davon zu lesen, wo jemanden so etwas widerfahren ist. Die meisten Zwischenfälle passieren immer durch Unachtsamkeit entweder beim Umbau oder wenn nicht gut und sorgfältig alles verbaut wurde.

In meinem Fall war es meist Unachtsamkeit weil ich mir zu selbst sicher war. Denn mit ansteigender Erfahrung wird man schneller und genau hier passieren dann Fehler oder man wird etwas nachlässig weil man die ganze Prozedur schon X mal gemacht hat. Grundregel ist daher immer...

  1. alles schön mit Küchenrollenpapier auslegen und auch immer eine Küchenrolle griffbereit haben.
  2. nie das System mit laufendem Rechner befüllen und entlüften. Hierzu immer ein ein Netzteil verwenden mit dem NUR die Pumpe betrieben wird. Denn sollte doch was auslaufen wird keine Hardware zu schaden kommen solange sich keine Spannung drauf befindet. Nasse Hardware kann auch getrocknet werden und erst nachdem sichergestellt ist das alles schön trocken ist kann der Rechner vorsichtig mal zum Test gestartet werden. Sollten irgendwelche Probleme oder Fehler auftreten den Rechner sofort ausmachen, denn dann kann sich doch noch in einer Ritze oder Spalte restliches Wasser befinden. Wasser kann sich auch Tage lang verborgen irgendwo befinden.
  3. Ganz so nebenbei bekommt man ein Schlauch selbst mit Rütteln und dran herum ziehe normalerweise nicht ab. Hierzu zuvor auch Anschlüsse und Schlauch austesten, da es von Hersteller zu Hersteller immer kleine Abweichungen geben kann. Hardtube hingegen wird nur sozusagen eingeklemmt. Aber auch hier wird etwas Kraft nötig sein um eine Röhre aus dem Anschluss ziehen zu können. Hardtube lässt sich aber mit etwas Gewalt raus ziehen, was bei Schlauch kaum möglich ist. Zudem kann sich auch Hardtube locker ruckeln, weshalb ein Rechner besser un befüllt transportiert werden sollte. Ganz davon abgesehen das ein befülltes System ein gewissen Eigengewicht erreicht und Schäden während eines Transportes nicht ausgeschlossen wären.
Destiliertes Wasser wird oft als nichtleitend bezeichnet und so soll nichts passieren sollte doch mal Wasser auslaufen. Stimmt aber nicht ganz, zwar sind in destiliertes Wasser keine oder nur wenig Ionen vorhanden, was die Leitfähigkeit ausmacht, aber destiliertes Wasser ist doch geringfügig leitend. Es kommt noch dazu das Materialien aus dem Kreislauf und auch Verunreinigung dazu führen das diese Ionen sehr schnell sogar zunehmen und sich die Leitfähigkeit erhöht. Besonder wenn nach einem Umbau die selbe Kühlflüssigkeit befüllt wird und hierzu zum befüllen das System mit unter Spannung steht ist das Risiko um so höher.

Da ich aber kein Chemiker bin, habe ich hierzu bezüglich der Leitfähigkeit auch was zum lesen: Elektrische Leitfähigkeit des Wassers

Natürlich ist das Risiko existent, aber es ist absolut beherrschbar und bei halbwegs durchdachter Vorgehensweise sollte es niemanden abschrecken.

MYTHOS 3: Eine WASSERKÜHLUNG MACHT ÜBERTAKTEN LEICHTER​

Ein Prozessor oder Grafikkarte muss mit steigender Temperatur auch mehr Spannung anliegen haben und die Spannung ist am ende auch ausschlaggebend wie heiß ein Chip wird. Daher kühlen auch extrem Übertakter mit Flüssigstickstoffkühlung und der Gleichen um die Temperatur sehr niedrig zu halten. Natürlich wird eine Wasserkühlung nicht solche große Ergebnisse erreichen, da wie bereits geschrieben immer ein gewisser Punkt erreicht wird wo nicht mehr Hitze abgeführt werden kann. Als ich von Luft auf Wasser umgestiegen bin konnte ich etwa 10-15mv für den selben OC anliegen haben. Sollte die Wassertemperatur mit ausreichender Fläche niedrig sein, wird es zwar im Vergleich zur Luftkühlung mehr Spielraum geben, aber auf Wunder sollte man hier nicht hoffen. Ganz davon abgesehen das Hersteller zur Zeit fast das max. bereits raus hauen und oft nur noch z.B. ein Turbo Boost als Takt auf alle Kerne erreicht werden kann.

In einem Thema meinte sogar jemand zu mir das ich meinen 9900K Prozessor nur deshalb auf 5 GHz mit nur 1,200v bekomme, weil ich ein Wasserkühlung habe. Zwar macht sicherlich meine Wasserkühlung was aus, aber es ist auch dem restlichem System wie Mainboard geschuldet und letztendlich auch von der Güte des Prozessors selbst. Denn besonders was die Güte angehen hatte ich bei meinem Kauf sehr viel Glück. Einen schlechten übertaktbaren Prozessor oder Grafikkarte würde ich auch selbst mit Wasserkühlung nicht viel besser übertakten können.
 
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[Guide] Wasserkühlung reinigen​

In dieser Anleitung wird beschrieben wie eine Wasserkühlung richtig gereinigt werden kann. Denn eine Wasserkühlung ist nicht wartungsfrei und so sollte sie von Zeit zu Zeit auch etwas gereinigt werden.

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Einleitung​

Eine Wasserkühlung braucht gelegentlich eine Wartung, am besten alles 2 Jahre.

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Wieso muss ich meine Wasserkühlung reinigen?​

Natürlich ist eine Reinigung nicht zwingend notwendig, verhindert aber das sich mit der Zeit Blöcke und Radiatoren sich zusetzen. Zudem kann sich auch mit nicht Weichmacher freien Schlauch Weichmacher zusetzen, was die Finnen in einem Kühler verstopfen kann. Mit der Zeit setzen sich aber auch Verunreinigungen in den Blöcken ab was noch zusätzlich ggf. Optisch unschön wird. Es gab auch Fälle wo sich im extremen Fall auch Algen bilden können. Aber diese gehört auch zum Thema... Kühlflüssigkeit und Korrosionsschutz. Zudem sollte eine Wasserkühlung mit neuen Umbauen immer etwas gereinigt werden. Ganz davon abgesehen das neue Radiatoren als Beispiel auch Fertigungsrückstände wie Öle oder Lötrückstände enthalten können.

Das ganze auch mal als Video, da die Reinigung der Radiatoren in diesem Video super erklärt wird. :daumen:

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Was brauche ich hierzu?​

  • Einweghandschuhe
  • einen guten Fettlöser (hier Cillit Bang grün)
  • einen Kalk- und Schmutzlöser (hier Cillit Bang orange)
  • einen Trichter zum leichteren Einfüllen
  • Destilliertes Wasser
  • und eine alte Handzahnbürste
  • eine Dusche mit abschraubbarem Duschkopf
  • die zu reinigende Hardware
  • und noch was zum trocken machen
Reinigungsmittel sind oft nicht so Hautverträglich, daher für solche Arbeiten immer Handschuhe tragen!

Reinigung eines Radiators​

An neue Radiatoren müssen die Plastikschrauben herausgedreht werden, gebrauchte Radiatoren sollten aus dem Gehäuse ausgebaut werden. Mit einer Durchbrause können wir jetzt zunächst etwas vorspülen. Hierzu einfach den Duschkopf abschrauben und nur den Schlauch dazu verwenden. Bitte den Druck nicht zu hoch aufdrehen, es reicht aus wenn leicht das Wasser aus dem anderem Ende rauskommt. Im Anschluss das Wasser aus dem Radiator auslaufen lassen und füllen dann was von dem Fettlöser ein. Mit einem kleinem Trichter lässt sich der Fettlöser besser einfüllen.

Dann einfach den Radiator voll machen, zwischendurch den Radiator mal drehen und wenden damit sich das Cillit Bang in allen Ecken und Winkeln verteilt. Nicht schütteln sonst bildet sich zu viel Schaum was wir nicht brauchen.

Die Zeit stellen wir zum Einwirken auf 5-10 Minuten ein.
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Nun zunächst alles auslaufen lassen und dann mit dem Duschschlauch gut durchspülen.
Mit dem orangen Cillit Bang wiederholen wir den ganzen Vorgang, nur das wir jetzt nur maximal 5min einwirken lassen.

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Danach wird wie zuvor erneut alles mit dem Duschschlauch ausgespült, damit keine Reinigungsmitteln zurückbleiben. Wenn alle Reste raus sind und ihr euch sicher seid, dass keine Reinigungsmitteln mehr im Radiator befindet wird mit destillierte Wasser nochmals gründlich nachgespült. Hierzu hatte ich ein 5 Liter Kanister destilliertes Wasser da. Ein Schlauch an einem Anschluss angebracht und ein kleiner Trichter im Schlauch eingesteckt kann das durchspülen erleichtern.

Den nassen Radiator gut trocknen lassen und nicht direkt im Rechner verbauen damit keine Wasserreste auf die Hardware tropfen kann.

Reinigung von CPU- und sonstigen Kühlern​

In Kühler sind feine Finnen als sehr feine Struktur enthalten und hier können sich über die Zeit Partikel ansammeln. Das beeinträchtigt zum einen den Durchfluss und zum anderen die Kühlleistung. Kühler ganz gleich, ob von der CPU oder GPU haben ein ähnlichen Aufbau und so kann diese Anleitung sich auf beides beziehen. Am Kühler befinden sich an der Unterseite Schrauben die gelöst werden müssen. Dann lässt sich der Kühler auseinander nehmen. Hier bitte keine harte Reinigungsmitteln nutzen und vor allem mit Acryl und der Gleichen keine Reinigungsmitteln verwenden was Alkohol beinhalten. Denn das würde zu Spannungsrisse im Plexiglas führen.

Mit einer Zahnbürste kann die feine Struktur im Kühler gereinigt werden. Falls sich dort harte Rückstände gebildet haben kann auch Essig oder Zitronensäure zum Einweichen verwendet werden.

Zum Schluss alles noch einmal mit destilliertes. Wasser durchspülen und dann wieder zu schrauben. Fertig.

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Achtung: Bei einigen Herstellern geht die Garantie bzw. die Dichtigkeitsgarantie verloren, wenn die Kühler geöffnet werden.

Hierzu sind manchmal sogar Garantiesiegel vorhanden.

Reinigung eines Ausgleichsbehälter (AGB)​

Die Reinigung eines Ausgleichsbehälter hat eher was mit der Optik was zu tun, da Verunreinigung darin halt unschön aussieht. Aber auf die Kühlleistung selbst wirkt sich Schmutz im Ausgleichsbehälter nicht aus. Im Grunde reicht ein einfaches Durchspülen zunächst mit Leitungswasser und dann mit destilliertes Wasser aus. Das ganze kann mit Spülmittel etwas besser gereinigt werden. Allerdings dann gut durchspülen damit keine Reste zurück verbleiben und es zu Schaum bilden kann. Harte Rückstände bekommt man mit einweichen in Spülmittel auch gut weg. Da auch farbige Kühlflüssigkeit sich absetzen kann und das Glas trüb machen kann.

Achtung: Mit z.B. Plexiglas, Acrylglas kein Alkohol, Spiritus und der Gleichen verwenden!!
Das ist sehr wichtig, denn Alkohol kann zu Spannungsrisse führen!

Auch Fensterreinigung kann Alkohol mit beinhalten!

Mit Echtglas ist Alkohol kein Problem, würde ich aber dennoch nicht verwenden und möglichst immer auf Reinigung mit Alkohol verzichten.

Erleichterung der Reinigung​

Filter im Kreislauf mit einzubauen kann mögliche Reinigungen vorbeugen oder rausziehen. Verunreinigung kann sich dann im Filter ansammeln und nicht in der feinen Struktur der Finnen in einem Kühler. Filter gibt es auch für wenig Geld bereits zu kaufen und sind meiner Ansicht nach zu empfehlen. In meinem Kreislauf habe ich auch ein Filter verbaut der mich kein merklichen Durchfluss kostet.

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Hinweis​

Zum Schluss noch, sobald Reinigungsmitteln verwendet wird muss alles mit Wasser gut durch gespült werden! Hierbei ist es nicht von Bedeutung, wenn zunächst Leitungswasser dazu verwendet wird. Wichtig ist nur das zum Schluss das Ganze nochmals mit destilliertes Wasser nachgespült wird.

Hier noch ein kleiner Hinweis​

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IICARUS

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Kokü-Junkie (m/w)

AquaComputer Aquasuite - Steuerung | Review + Tipps​

Die Steuerungssoftware Aquasuite von Aquacomputer ist schon was Tolles. Denn nicht nur das die Steuerung der Lüfter damit super klapp, auch die Übersichtsseite lässt sich individuell einrichten.

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In meinem Fall wird meine Aquastream Ultimate Pumpe über die Aquasuite steuern und über mein Quadro was ich auch verbaut haben lasse ich meine Lüfter nach Wassertemperatur regeln. Hierzu habe ich 3 Temperatursensoren innerhalb meines Loops als Durchfluss verbaut. Verbaut habe ich noch ein Temperatursensor im Innenraum meines Gehäuses um immer die Temperatur daraus auslesen zu können und auch noch eines außerhalb meines Gehäuses um die Raumtemperatur sehen zu können.

Das ganze klappt so weit auch sehr gut.

Habe auch eine Übersicht mit auf meinem Desktop integriert, da mein Monitor mit 3440 Pixel in der Breite breit genug ist.
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Und eine detaillierte Übersicht habe ich im Programm selbst eingerichtet.

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Je nach Gerät kann auch ein Alarm eingestellt werden.

Das finde ich besonders gut, wenn mal die Pumpe oder Lüfter ausfallen sollte und entweder kein Durchfluss mehr besteht oder die Temperatur aus irgendein Grund eine bestimmte Temperatur übersteigt. Meine Aquastream Ultimate Pumpe bringt solch eine Funktion mit. Ein Aquaero 6 LT was ich mal verbaut hatte auch, aber leider bringt der gern gekaufte günstigere Quardo keine Alarmfunktion mit.

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Hier noch ein paar mögliche Einstellungen als Beispiel.
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Per BBCode oder HTML kann dann auch ein Banner z.B. in Foren eingeblendet werden.
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Ein Klick auf dem Banner zeigt dann eine detaillierte Seite an.
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IICARUS

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Kokü-Junkie (m/w)

Hardtube PETG oder Acryl Rohre? Welche soll ich verbauen?​

In diesem Artikel möchte ich aus meiner Sicht mal das ganze etwas näher bringen, denn wer sich eine Wasserkühlung mit Hardtube verbauen möchte stellt sich oft diese Frage. Möchte aber dazu anmerken das ich erst seit kurzem mit beiden Materialien zu tun habe und daher alles aus meine Sicht versuche weiter zu geben.

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Das erste mal habe ich im Oktober 2019 mein System von Schlauch auf Hardtube umgebaut.
Dann ging es aber noch weiter: [Tagebuch] IICARUS - Ultimate Water-Cooling Gaming PC | Hardtube Modding

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Erstmal was ist der Unterschied zwischen PETG und Acry.

Material:
  • Acrylglas = PolymethylmethacrylatAcryl (PMMA) = Plexiglas (Wiki-Link)
  • PET-G = mit Glykol modifiziertes Polyethylenterephthalat (PET) (Wiki-Link)

Vor- und Nachteile beider Materialien.

Vorteile Acryl:
  • Sehr gute Steifigkeit
  • Sehr hohe Härt
  • Hohe mechanische Festigkei
  • Beste Oberflächenoptik und Transparen
  • Hohe Wärmeformbeständigkeit
Nachteile Acryl:
  • Geringe Zähigkeit (spröde), lässt weniger Spielraum und ist daher nicht ganz so dehnbar wie PETG.

Vorteile PETG:
  • Außerordentliches Niedrigtemperaturverhalten
  • Sehr hohe Schlagfestigkeit
  • Sehr gut Dehnbar und lässt so mehr Spielraum wenn Anschlüsse nicht ganz so gut getroffen werden.

Nachteile PETG:
  • Geringe Wärmeformbeständigkeit

Dass Biege verfahren ist identisch, daher spielt es auch dabei keine Rolle. Es spielt auch keine Rolle, ob die Rohre mit 70°C oder 160°C erwärmt werden müssen. Beide Materialien haben Vor- und Nachteile, nur für Hardtubing hat Acryl die besseren Eigenschaften. Denn Acryl hat eine bessere Standfestigkeit, muss aber dafür sehr genau auf Maß angepasst werden, da es nicht viel Spielraum zulässt. Wobei dieses auch stark von der Länge des Rohres abhängig ist. Denn die Spannung auf dem Rohr erhöht sich umso kürzer das Rohr ist. Längere Rohre lassen daher auch mit Acryl mehr Spielraum, wenn auch nicht gleich so viel wie PETG.

PETG soll auch mit der Zeit trüb werden, was bei Acryl nicht der Fall ist. Zudem sollte eine Wasserkühlung mit PETG bestimmte Temperaturen nicht erreichen. Zwar wird dies normalerweise auch nie der Fall sein, aber ein Ausfall der Pumpe oder der Lüfter könnte schon solche Temperaturen erzeugen.

Es wird auch berichtet das Acryl klarer als PETG sein soll.
Ich sehe da, aber wenn ich beide Röhren vor mir liegen habe kein Unterschied, sehen beide gleich aus.

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Das obere Rohr ist auf dem Bild Acryl und das untere PETG.
In einem anderen Thema hatte ich darauf raten lassen und da hatte jemand gemeint, dass das obere PETG sei.

Im verbautem Zustand sieht man auch kein Unterschied.
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Zwei Rohre auf dem Bild sind aus PETG, die restlichen alle aus Acryl. Weitere Röhren sind noch hinten und im unteren Bereich verbaut, sind daher nicht alle Röhren aus Acryl auf dem Bild zu sehen.

Hab das ganze selbst mal austesten wollen und daher zwei Rohre aus PETG verlegt. Möchte damit auch ein Langzeittest machen, wie sich das Ganze auf Zeit ändern wird.

PETG ließ sich in der Tat besser verarbeiten und lässt auch beim Einbau etwas mehr Spielraum zu. Acryl muss mit einer Säge zugeschnitten werden und PETG konnte ich einfach mit einem Rohrschneider durchtrennen. Mit dem Rohrschneider war es daher schon etwas angenehmer.

Eines der PETG Rohre stand nach dem Einbau nicht ganz gerade, sodass ich dieses Rohr mit dem Finger in Position drückte und mit dem Föhn etwas warm machte. Natürlich nicht so stark, dass es richtig weich wurde, aber es reichte aus das, nachdem es abkühlte die Röhre in der Position blieb, wohin ich sie gedrückt gehalten hatte. Das wäre mit Acryl nicht möglich gewesen, da ich die Röhre dazu stärker erhitzen hätte müssen und ich dann schon bedenken wegen der Dichtungen hätte.



Fazit: PETG ließ sich in der Tat schneller und besser verarbeiten, aber vom Material her gefällt mir Acryl doch besser, sodass ich zukünftig eher auf Acryl bauen werde. In meinem Fall habe ich das ganze nochmals mit PETG versuchen wollen um selbst mal sehen zu können wie sich beide Materialien verarbeiten lassen und wie sie am Ende aussehen werden.

PS: Aus dem Langzeittest ist ja am Ende nichts geworden... :D
Hatte ja dann im Februar die Idee doch nochmal alles neu aufzubauen.

Verwendet habe ich dann nur noch Röhren aus Acryl.
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IICARUS

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Kokü-Junkie (m/w)

Hard Tubing biegen und Werkzeuge, Umbau auf Hardtube!​

Das biegen und anpassen von Röhren ist etwas arbeitsaufwendiger als Schlauch.

Aber Acryl oder PETG Röhren enthalten kein Weichmacher, daher stand ich letztens nach 3 Jahren mit der Frage... Schlauch neu machen oder bei dieser Gelegenheit auf Hardtube umsteigen. Wobei mir nicht der Weichmacher da Problem war, sondern das die Schläuche schon nicht mehr schön und trüb waren. Aber es hat sich am Ende sehr gelohnt und alleine schon optisch ist es eine Augenweide.

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Das ganze beschreibe ich hier mit meiner Methode, denn sicherlich gibt es noch andere zahlreiche Arten und Tricks. Zunächst mal musste alles aus meinem System zerlegt und gereinigt werden. Habe daher alles bis auf meine Radiatoren ausgebaut. In meinem Fall musste ich aber keine Kühler zerlegen, da ich kein Weichmacher hatte, was sich abgesetzt hatte. Musste nur das gelbe DP-Ultra rausbekommen, da ich auf klare Kühlflüssigkeit (DP-Ultra) setzen wollte.

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Mein Monoblock ist verbaut geblieben, da er sauber war und auch LM hierzu verwendet wurde. Daher wurde er zum Umbauen nicht ausgebaut und im eingebautem Zustand ausgespült. Aber es ist nicht verkehrt das dieser zum Zerlegen und reinigen ausgebaut wird.

Alles was ausgebaut war wurde mit destilliertes Wasser gut durch gespült. An meine Kühlblöcke und Radiatoren habe ich jeweils zwei kurze Schlauchstücke angeschlossen. An einem Schlauch war ein Trichter eingesteckt und der andere Schlauch endete in einem Gefäß oder leere Flasche. Dadurch konnte ich auch hier alles mit destilliertes Wasser durch Spülen.

Sofern sich doch Weichmacher oder Verunreinigung sich in Radiatoren abgesetzt hat, der sollte diese Methode zum Reinigen wie aus dem Video anwenden. Musste ich letztens mit einem neuen Radiator, um sicherzugehen das keine Produktionsreste und Öle vorhanden sind auch machen.

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An bestellte Teile ist auch einiges zusammen gekommen.
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Mit bestellt hatte ich auch 3 Acrylglas Platten, da mein Gehäuse damit etwas überarbeitet werden sollte. Meine Netzteilabdeckung sollte eine Glasplatte bekommen, damit die Aussparungen damit verschlossen werden. Eine Acrylglas Platte sollte dann auch als Rückwand verbaut werden damit ich mein neuen Ausgleichsbehälter besser montieren konnte. Zusätzlich sollte dann noch eine an der Seite dran um die alten Löcher wodurch zuvor meine Schott Verschraubungen zum Mora hin rausgingen.

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Schöner Nebeneffekt ist noch das diese Acrylglas Platten hochglänzend sich und sich alles schön darin widerspiegelt. :)

Zudem habe ich noch insgesamt 7 Schott Verschraubungen verbaut, da mein Loop mehrfach ins Rechner und wieder raus führen sollte. Natürlich hatte das ganze nur optischer Natur. :D

Hierzu habe ich mir noch eine Werkbank gekauft, denn damit konnte ich alles einspannen und besser zusägen. Denn verbaut habe ich alles aus Acrylglas und das musste ich mit einer Stichsäge zusägen. Zwar hatte ich die Acrylglas Platten bereits auf Maß bestellt, aber bestimmte Aussparungen und Löcher mussten immer noch im Nachhinein bearbeitet werden. Alleine diese Aufgabe hat mich fast ein Tag gekostet da alles immer wieder genau ausgemessen, dran gehalten und dann bearbeitet werden musste. Hatte mir auch kein zusätzliches Material gekauft und so habe ich es auch direkt beim ersten Mal perfekt hinbekommen.

Hier noch ein Video was das Verarbeiten von Hardtube gut beschreibt.

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Werkzeug
  • Stichsäge mit feinem Sägeblatt oder Acrylglas Sägeblatt
  • Biegetools
  • Gummiwurst
  • Heißluftföhn
  • Schale mit Seifenwasser
  • Schleifpapier
Hier nochmals ein Video was das biegen sehr gut gezeigt und beschreibt.

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Zum biegen muss ein Heißluftföhn vorhanden sein und hier am besten einigemal testen. Denn schwer ist es nicht aber man muss schon ein Gefühl dazu entwickeln wann eine Röhre weich genug ist. Zu kalt wird Nasen bilden und zu heiß könnte Blasen bilden. Acryl muss auch etwas länger aufgewärmt werden als PETG. Aber es geht dennoch recht flott und ist problemlos auch mit Acryl möglich.

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Das Bild oben ist nur zur Veranschaulichung, aber genau so wäre es falsch. :D

Denn auf dem Bild fehlt in der Röhre, dass Silikonschlauch, damit beim Aufwärmen und biegen die Röhre nicht abnickt und in sich zusammen fällt. Zum Biegen selbst muss natürlich dieser Silikonschlauch weiterhin eingesetzt sein.

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Zum Biegen habe ich mir mit diesen Tools ausgeholfen
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Die drei einzelne Teile können auch auf einer Holzplatte fest geschraubt werden, was ich mir auch für mehrfach Biegungen zur nutze gemacht habe. Denn eine U-Förmige Röhre musste ich genau auf Maß zweimal biegen und so habe ich mir einfach den Abstand am oberen Anschluss an der oberen Kannte bis zum Boden des Gehäuse ausgemessen und dann die untere Kante des unteren Anschluss ebenfalls zum Boden, denn so konnte ich genau den Abstand zwischen der oberen Kante des oberen Anschlusses und der unteren Kante des unteren Anschluss ausmessen.

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Die Röhren müssen dann noch entgratet werden.

Mit diesem Tool geht es gut, dennoch musste ich die Außenkanten noch etwas abschleifen. Ist eine Röhre nicht ganz gerade gesägt worden konnte ich das Schleifpapier auch auf dem Tisch legen und mit kreisenden Bewegungen das Ende der Röhre etwas besser grade schleifen.

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Das Ganze ist wichtig, damit die Dichtungen der Anschlüsse nicht beschädigt werden und ggf. auch die Röhre besser eingesetzt werden kann.

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In meinem Fall wurde der Loop mehrfach hinaus und wieder eingeführt und dazu mussten auch Schottverschraubungen in meine Acrylplatten und am Gehäuse gesetzt werden. Die Löcher dazu lassen sich sehr gut mit einem Stufenbohrer bohren.

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Das ganze muss natürlich gut durchdacht sein und ich habe ein ganzen Monat in der Zeit wo ich alles bestellte hatte Zeit dazu das ganze zig mal zu Planen und mir auch Skizzen dazu zu erstellen. Natürlich hatte ich am Ende als ich alles tatsächlich umbaute noch etwas anders gemacht, da manches nicht im Voraus ersichtlich ist oder man sich ein besseres Bild machen kann, wenn man am Umbauen ist.

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Da ich komplett auch Weichmacher verzichten wollte bekam mein Mora auch neue Schlauche ohne Weichmacher.

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Zum befüllen und entlüften wurde ein externes Netzteil verwendet, damit das System beim Befüllen sich nicht unter Spannung befindet. Denn es kann immer sein das was passiert oder was übersehen wird und Kühlflüssigkeit aufs System läuft. Solange keine Spannung anliegt, muss nur alles sorgfältig trocken gemacht werden und so wird das Risiko eines Schadens minimiert.
 

ursmii

PC-Selbstbauer(in)
einfach nur lesens und empfehlenswert. gebookmarked und als lektüre für unterwegs ein 75seitiges pdf.
chapeau! :hail:
 
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IICARUS

IICARUS

Kokü-Junkie (m/w)
Habe noch ein paar mehr, glaube habe an die 30 Anleitungen zusammen gestellt... :D
In diesem Thema habe ich erstmal alle eingestellt, die sich mit custom Wakü beziehen.

Die restlichen kommen auch noch, wenn ich dazu Zeit habe... :fresse:
 
TE
IICARUS

IICARUS

Kokü-Junkie (m/w)
Die Seite wird eingestellt, dann wäre es schaden, wenn die tollen Anleitungen verloren gehen, hier kann man sie weiterhin aufrufen. Aus diesem Grund wurde auch großzügig der 31.07.2021 vorbestimmt, damit jeder der dort noch was stehen hat genug Zeit hat noch darauf zugreifen zu können. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
TE
IICARUS

IICARUS

Kokü-Junkie (m/w)
Ich werde in diesem Bereich in Zukunft nichts mehr machen und mich nur noch auf Themen und deren Hilfe beziehen. Aber alles, was ich bisher dazu erarbeitet habe, stelle ich hier gerne zur Verfügung.
 

lefskij

Freizeitschrauber(in)
@IICARUS ...

Das ist ja mal ein wirklich sehr gut gestaltetes und ausführliches Projekt. Ich finde es toll, dass Du Dein umfangreiches Wissen hier für uns alle zur Verfügung stellst und auch immer ein offenes Ohr für Fragen der User hast.

Hut ab, Bruder :daumen:

WaKü-Installationen brauchen Liebe und auch ein bißchen Perfektion, daher sind fachliche Fragen hier in diesem Thread sehr gut aufgehoben.

Mach weiter so und gerne werde ich hier auch ein paar Tipps geben - leider ist meine Zeit momentan knapp und ich muss/darf viel arbeiten und meine Hardware ist nicht mehr so ganz up-to-date (zwei Jahre sind heute ja schon eine Ewigkeit) aber wie ich die PCGHX-Community kenne, stellt das kein Hindernis dar. Hier sind ja viele alte Hasen am Start.

:bier:
 

Krolgosh

Software-Overclocker(in)
Gut gemacht IICARUS, ich kenn die Anleitungen ja schon von der Seite und es wäre wirklich verdammt schade wenn die im Datennirvana verschwinden würden. So ist das ne super Lösung. :daumen:

Achja, wenn du mal irgendwann viel Zeit und Lust hast, könntest du vlt im ersten Post ein kleines Inhaltsverzeichnis mit links zu den Posts machen. Das macht die Sache nochmal übersichtlicher wenn man was bestimmtes sucht. :)

@Mods Vote for sticky! ;)
 
TE
IICARUS

IICARUS

Kokü-Junkie (m/w)
Achja, wenn du mal irgendwann viel Zeit und Lust hast, könntest du vlt im ersten Post ein kleines Inhaltsverzeichnis mit links zu den Posts machen. Das macht die Sache nochmal übersichtlicher wenn man was bestimmtes sucht. :)
Das ist eine sehr gute Idee und werde ich jedenfalls noch mit einrichten. :daumen:

EDIT: Erledigt. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
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