Wärmeleitpad oder doch lieber Paste?

AW: Wärmeleitpad oder doch lieber Paste?

Da hab ich in Bezug auf das Pad anderes gehört. Wenn man es überhaupt mal geschmolzen bekommt (mit Mehrkomponentenwakü imho äußerst riskantes Vorhaben, da man längere Zeit die Pumpe anhalten und damit weitere Komponenten auf bedenkliche Temperaturen bringen müsste), dann i.d.R. nur für kurze Zeit.
Hab ich was anderes gesagt :P? Die Erfahrungen damit sind wie gesagt durchwachsen und der sog. Burnin klappt nicht immer. So ins Detail wollte ich da eigentlich gar nicht gehen ;).

Und in ungeschmolzenem Zustand kann es nicht legieren.

P.S.: "Lot" würde ich übrigens nur für Substanzen verwenden, die zum löten dienen ;)
Es ist auch im erstarrten Zustand ein Lot! Lote zeichnen sich, wie empty bereits ansatzweise erläuterte, dadurch aus, dass es sich um niedrig schmelzende Legierungen handelt, deren Schmelzpunkt in der Regel niedriger ist als, der jeder Einzelkomponente. In der Regel sind es Eutektika aus zwei oder mehr Phasen die so legiert werden, dass sie in einem sog. eutektischen Punkt erstarren - das heißt alle Phasen erstarren zum selben Zeitpunkt und bei einer niedrigeren Temperatur als der Schmelztemperatur der Einzelkomponenten.
Des Weiteren zeichnen sich Lote dadurch aus, dass sie sich mit anderen Metallen mittels einer Diffusionsschicht verbinden können. Es hängt dabei aber vom Werkstoff, ab mit dem der Kontakt entsteht, ob und wie stark sich das Lot an die Oberfläche bindet.
Auch da könnte man jetzt ins Detail gehen, aber ich denke es reicht zu wissen, dass Liquid-Metal Pads und "Paste" jeweils Lote auf Gallaiumbasis darstellen. Man könnte sie auch durchaus zum Löten verwenden ;) (auch liquid-pro im Tieftemperaturbereich). Die niedrig schmelzenden Lote die zur Anbindung des IHS ans DIE von den CPU-Herstellern verwendet werden unterscheiden sich btw auch nur wenig davon ;).


Der Wiederverkaufswert meines ca. 3 Jahre mit Liquid Pro betriebenen 3,4EE lag Anfang letzten Jahres bei 200€. Auch die Erfahrungen bezüglich Entfernbarkeit sowie die Bedenken gegenüber leitfähigen Substanzen zwischen zwei Metallplatten gehen weit auseinander, ich verweise mal auf den passenden Sammelthread.

Leute bei eBay, scheinbar bevorzugt Aufrüster. Die High-End-CPUs eines Sockels oder auch nur eines Chipsatzes erzielen regelmäßig Preise. Siehe XP3200+, siehe 3,4EE So478, siehe (in verbindertem Maße, da Chipsatz) die So775 P4EE, siehe die Top-So939er und ganz aktuell: QX9650 und QX9700 ( :motz: )
Frag mich nicht wieso. Mir war der geringe Aufwand von Aufrüsten gegenüber komplett austauschen zwar auch schon einige Nachteile wert (HD3850AGP@Wakü hatte kein berauschenden P/L-Verhältniss), aber die Preise, die einige CPUs erzielen, sind wirklich absurd.

Das ist sicher alles richtig - dennoch gilt das eigentlich nur bei ebay, wo sich oft ein Haufen Ahnungsloser herumtreibt. Mir ist es ebenfalls schleierhaft warum manche Leute für CPUs die eigentlich nur noch nostalgischen Wert haben (selbst wenn es mal Spitzenmodelle waren) bereit sind so viel Geld auszugeben. Für einen mit LiquidPro eingesauten P4 (egal welchen Modells) müsste man mir z.B. schon was zahlen, damit ich den der fachgerechten Entsorgung anheim führe :D.
In den einschlägigen Foren wird man so was jedenfalls kaum los und bei den meisten Leuten (insbesondere denen die bereits selbst schlechte Erfahrungen gemacht haben) schrillen bei liquid metall pads oder liquid pro normalerweise alle Alarmglocken. Wenn der Käufer die Wahl hat werden meiner Erfahrung nach gegenüber einer CPU die mit normaler WLP betrieben wurde regelmäßig deutlich niedrigere Preise erzielt ;) - das geht bis zur Unverkäuflichkeit.

Wenn ich mich an die Erfahrungen mit deren ersten "super-silent-0db-Passiv...."- Netzteilen erinnere, stimmten die Superlative aber nach ein paar Monaten Einlaufzeit auch. Denn ein Netzteil, dass nicht mehr läuft, kann auch nicht mehr brummen :ugly:
Komisch, dass diese Art von Silentnetzteilen so unbeliebt ist :lol:- dabei ist es so einfach :D.
Über das Silentmaxx erlaube ich mir diesbezüglich aber kein Urteil. Da es auf Basis des Fortron Zen aufgebaut ist, würde es mich wundern, wenn es diesem in Punkto Haltbarkeit deutlich nachstehen würde - und das schneidet da eigentlich ganz gut ab.

"89+" würde ich übringes nicht mit 80+ Bronze gleichsetzen. Alte Netzteilserien haben Effizienzen von deutlich über 80%, auch über 85% bei maximaler Auslastung erreicht. Ein derartiges fast-90er würde aber bei 20% Last vermutlich kaum mehr 60% schaffen, nicht die 82%, die für Bronze benötigt werden und auch nicht die 80%, um überhaupt eine Zertifizierung zu erhalten.

Es stimmt zwar, dass manche ältere Netzteile mit Spitzenwirkungsgraden um 85% bereits bei höheren Lasten als 20% der Nennlast massiv einbrechen, aber bei dem Silentmaxx-Gerät kann man von einer ähnlich flachen Kennlinie wie bei seinem passiv gekühlten Basismodell ausgehen ;). Davon auf 89% max. hoch gerechnet würde vermutlich locker die Bronze-Hürde und evtl. auch knapp die Silber-Hürde genommen.
Btw: Der maximale Wirkungsgrad wird in aller Regel nicht bei 100% Nennlast erreicht sondern bei ca. 50% bis 80% der Nennlast ;).

Ein gutes non-Wakü-NT ist eindeutig die bessere Wahl. (auch wenn Silent höchste Priorität hat. -> Nightjar)

Dem ist nichts hinzuzufügen :daumen:.
 
AW: Wärmeleitpad oder doch lieber Paste?

Jedes Mal wieder eine Freude an deinem Wissen teihaben zu können ... und wieder was gelernt :D
 
AW: Wärmeleitpad oder doch lieber Paste?

Hab ich was anderes gesagt :P? Die Erfahrungen damit sind wie gesagt durchwachsen und der sog. Burnin klappt nicht immer. So ins Detail wollte ich da eigentlich gar nicht gehen ;).

Du sagtest, dass es sich nur durch schleifen wieder entfernen lässt. Da habe ich beim Pad -wie gesagt- noch nie was von gehört, im Gegenteil. (Aber das wird hier Offtopic, Erfahrungsberichte bitte in den Sammelthread)

Btw: Der maximale Wirkungsgrad wird in aller Regel nicht bei 100% Nennlast erreicht sondern bei ca. 50% bis 80% der Nennlast ;).

Das ist der Fall, seitdem Effizienz als Werbekriterium entdeckt und die Netzteile entsprechend optimiert wurden. Früher waren es eher 80% denn 20% und z.T. auch mal 90%. Kombiniert man das mit einem schummelnden Billig-Hersteller, der statt haltbarer Komponenten, Schutzschaltungen, zuverlässiger Regelsysteme etc. das Ding einfach für 100W mehr auslegt, als die Nennleistung angibt (oder es auch sein lässt und auf den letzten 100W zur Nennleistung unbrauchbare Spannungen liefert), ist man ganz schnell im fraglichen Bereich.
Zugegebenermaßen habe ich keine Ahnung, wie das beim Fortron aussah - da quasi alle Tester von Geräuschentwicklung berichteten, war das Ding für mich schneller gestorben, als verfügbar.
 
AW: Wärmeleitpad oder doch lieber Paste?

Das ist der Fall, seitdem Effizienz als Werbekriterium entdeckt und die Netzteile entsprechend optimiert wurden. Früher waren es eher 80% denn 20% und z.T. auch mal 90%.
Es war bei einigermaßen brauchbaren Netzteilen eigentlich noch nie so, das die Kennlinie erst bei 100% den maximalen Wirkungsrad her gab - auch nicht vor vielen Jahren ;). Das Wirkungsgrad-Maximum liegt bei ATX-Netzteilen eigentlich seit je her im Bereich von 50 bis 80% der Nennleistung. Der Unterschied zu früher, ist vielmehr, dass die Kennleinen wesentlich flacher geworden sind und so eben heute auch bei Auslastungen von 20% und weniger bereits relativ hohe Wirkungsgrade erzielt werden.

Zugegebenermaßen habe ich keine Ahnung, wie das beim Fortron aussah - da quasi alle Tester von Geräuschentwicklung berichteten, war das Ding für mich schneller gestorben, als verfügbar.
Das kann durchaus sein - dieses Pfeiffen verschiedener sog. Silent-Geräte geht mir auch immer auf die Nerven. Je leiser ein PC wird desto mehr nervt auch das minimalste Geräusch.
Die Kennlinie des Fortron Zen sowie die fast jedem zertifizierten Netzteils kannst du dir bei 80+.org ansehen: Klick ;).

Aber ich glaub auch - das ist jetzt alles ein wenig zu arg OT. Von daher werd ich dazu hier in diesem Therad auch nichts mehr weiter schreiben ...
 
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