Vom 9600k zum 9900k für 4K Video

Schauderwelz

Software-Overclocker(in)
Ich würde gern mein Rechner für 4K Videobearbeitung fit machen und wollte fragen ob es Sinn macht von 9600k auf einen 9900k zu Upgraden.

das Board ist ein Asus Strix-F Z390

die GTX 1080 soll dann so gegen Ende 2021 dann gegen eine 3070 getauscht werden wenn sofern Die Preise normalisiert sind.

M2 SSDs sind auch im Plan.

Macht das Sinn um „Geld und Zeit“ zu sparen oder macht es Deutlich mehr Sinn gleich eine. 3900x Plus Board zu Kaufen? Immerhin hätte ich mit AMD die Doppelten Anschaffungskosten (aktuell)

Danke Euch schon mal :)
 
Wenn Du jetzt auf Deine CPU wartest, dann wartest Du mit einer schnelleren CPU weniger Zeit.
Die Frage ist doch einfach: Was ist Dir Deine Zeit wert?
Dann fertig wirst Du auch mit Deiner 9600 irgendwann.

Wenn Dein Magic-Delux-Codec allerdings nur 4 Kerne zum Rendern oder für die Bearbeitung nutzt, dann bringt natürlich der Umstieg auf mehr Kerne nix.

Videobearbeitung kann ja erst mal alles sein. Am Ende isses nur Hartschnitt, der nicht mit der Kern-Anzahl skaliert.
 
Bringt dir schon was aber nicht viel
Erstmal welches Programm zum rendern

Laie
nero video (Älteste software mit der schlechtesten Bearbeitung.)
adobe elements stark limitiert
video delux ok fürs grobe
movavi kein Kommentar keyframe schnitt
pinnacle studio keine Erfahrung
fastcut (kostenlos variante reicht fürs grobe)
davinci resolve kostenlos geht so ist primär lossy mit mp4 h264
cyberlink powerdirector gut für dvd bluray Erstellung feste bitrate Ausgabe nvenc support

semi Profi

davinci studio
vegas movie studio
avid kostenlos
adobe premiere
tmpgenc mastering works nvenc support

Profi

avid (kauf ab 3000€ Einzellizenz)
vegas pro (kauf oder abo, kauf ab 799€)
grassvalley (kauf ab 999€)
adobe premiere pro (abo)


Wenn das geklärt ist dann nur noch, soll genau gearbeitet werden also das Bild verbessert werden würde ich eher semi prof0/profii und mit lossless codec exportieren und danach per ffmpeg gui Datei komprimieren. (Archivierung)
Gute ffmpeg gui Programme
ifme letzte beta
xmedia recode64
handbrake
avidemux unterstützt nicht alle lossless codecs.

Mein rat wie bei allen Komprimierungen
avc crf 18-23
cqp min 20

hevc crf 20-26
cqp min 22

zero latency ist zu empfehlen das setzt die gop auf framerate mit je einen keyframe.
Das erleichtert das abspielen auf medienplayern
keine Änderungen an b-frame oder open gop das führt zu Bildhängern wenn der medienplayer die daten nicht schnell genug lesen kann.
Üblich sind 3 b-frames
Man kann das auch auf 1 setzen Vergrößert am ende nur die Datei. Steigert aber die Bildqualität enorm.
ich verlasse mich da auf crf scala oder cqp

Die codec Effizienz ultra fast vs placebo erhöht lediglich die Komprimierung Qualität kann aber auch größere Dateien verursachen
Das Verhältnis Datei Größe vs Qualität hängt dynamisch vom Bildmaterial ab
hz Farbraum und Bewegung.

Oder eben soll es direkt zu cbr Profilen für download oder stream seiten bereitgestellt werden.

Der TV Farbraum ist stark beschränkt und oft interleaved
man sollte immer in progressiv arbeiten sofern möglich
Wichtig ist auch das ein resampling immer die letzte Möglichkeit ist um zu schärfen.
bsp von 25hz auf 50hz, 30hz auf 25hz oder 25 auf 29,97hz oder 60hz auf 59,94hz
pal vs pc vs ntsc

Das muss der software encoder des Programms gut beherrschen es droht Asynchronität. und es kann zu Zeitlupen sowie beschleunigten Bewegungen kommen.

am besten nicht daran spielen und die vorgegebenen export profile nutzen
nvenc hat sich da als sehr effektiv erwiesen.
powerdirector und vegas pro magix nvenc profil
Nachteil dies ist immer cbr

tmpgenc sollte man immer die vorgegebene profile nutzen
ideal bei authoring works blu ray dvd Erstellung


Zu erwartende Leistung bei Umwandlung
ci5 9600 vs ci9 9900k
+~33%
im idealfall
Es lohnt aber eher auf so1200 und nen ci9 10850k zu setzen 10 kerne +~40%
oder direkt zu amd r7 5800x
+~50%
das liegt an amd bessere ipc von bis zu 20% vs intel
 
das weiss ich selber noch gar nicht da ich mich noch nicht ganz reingelesen habe. Bisher habe ich mich nur mit Fotos befasst.

Fakt ist nur das ich mit meiner Kamera 4k Aufnehmen will und sie dann später am Rechner zusammensetzen, schneiden und editieren will (Farbsetting, Musikuntermahlung etc).

Die Kamera ist eine Sony A7III/A7RII


HisN: Mit Zeitersparnis meinte ich den Umbau des Systems da ich beim Ryzen ja ein neues MoBo benötige und ich ein Perfektionist bin brauche ich locker einen Ganzen Tag :lol:

Also beim 9900K wäre ich bei zirka 330€ und beim 3900x Plus Board 419€ + ca.200-250€ :daumen:

Wenn die unterschiede Marginal ausfallen wären mit 5 Minuten Ersparnis beim Rendern bzw bearbeiten relativ egal.
Es Soll nur Flüssig, Lagfrei und sehr zuverlässig laufen.
 
Dann würde ich doch erst mal mit Deinem System anfangen, schauen wie es läuft, und bis dahin weiter sparen anstatt jetzt blind aufzurüsten. Eventuell kristialisiert sich "bis dahin" raus, welche Software Du nutzt.

Hat für mich was von "vorauseilendem Gehorsam".
Ist genau das gleiche wie: Ich möchte zum Release Star Citizen zocken. Was kaufe ich mir da heute für, damit es zum Release dann toll läuft.

Lass es auf Dich zukommen. Experimentiere. Entscheide Dich für eine Software, schau wo es hängt, rüste gezielt auf.
Nicht: Ich rüste mal auf, und schau später ob das Punkte bringt.
 
Die Reaktion des explorers hängt primär vom Datenträger ab also wäre hier eine pcie m2 ssm das beste
Dann sollte im system keine mechanisch HDD angeschlossen sein das macht die explorer Reaktion noch schneller.
Dazu hoher ramtakt und cpu takt.
Nachteil so nee 4tb SSD kostet.
USb Geräte können auch den explorer verlangsamen.
Die mehr kerne der neuen cpu erspart dir nur renderzeit.
Flüssiges arbeiten ist primär eine datenträgerfrage .
Ein guter direct2d treiber hilft auch. Bestandteil von directx ab version 10.
Das aber ist gpu Modell und consumer vs workstation gpu abhängig..
Da geben sich amd und nvidia nix.

Eventuell brauchst nur eine SSM einbauen wie die Patriot viper 100 oder Samsung 970 evo und dazu eine sata SSD statt HDD im System da auch eher samsung nehmen.
Extern dann die Ablage als usb 3 HDD bei bedarf anklemmen.
Und sparst dir den umbau auf eine neue cpu da zeit kein Thema ist.

Ob man schneller arbeiten kann mit einer größeren cpu hängt von der hintergrundlast ab sowie den verbauten Datenträgern.
mehr kerne bringt dir nur Zeitersparnis beim endgültigen final Komprimierung
Schneller reagieren tut der pc nicht.
 
@HisN: Ja sowas hab ich mir auch schon gedacht :D Dachte nur wegen des aktuellen Preises (etwa 300€ mit Gutscheinen abzüglich der 100€ vom 9600k Gebrauchtverkauf) des 9900k den Gleich mitzunehmen da man ja an jeder ecke irgendwie hört das nen 8 Core CPU ja irgendwie das mindeste zum Arbeiten ist ;)
Die Spiele Profitieren ja so gut wie gar nicht bei dem Wechsel (WQHD Auflösung)


@Prozessorarchitektur: Dein Beitrag gefällt mir sehr, viel infos die ich gebrauchen kann :) Danke
@Prozessorarchitektur: wie sieht es Primär mit einer Hardwarebeschleunigung über die GPU aus? Habe da gelesen das man dort eher eine RTX wegen der Tensor Kerne nehmen sollte. Und Radeon Karten gerne Artefakte produzieren aufgrund der "instabilen" Treiber.

Macht das mein Strix-F Z390 denn vernünftig mit wenn ich z.B. eine oder mehrere M2. PCie SSDs verbaue?
Und warum genau Samsung? Sind die zuverlässiger als Crucial?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ob Deine Software durch die GPU Hardware beschleunigt ist, hängt von Deiner Software ab, die Du noch nicht kennst.

Ja manche sind das und andere sind es nicht.
 
Wen es um nvenc geht also dem komprimieren ist es brauchbar aber qualitativ schlechter als über cpu
Wenn es um gpu beschleunigte Effekte und FX geht hängt es von der software ab die man nutzt.
Bisher habe ich von gpu beschleunigte vs cpu beschleunigten Effekten keine unterschied bemerkt aber das ist plug in abhängig.
Nvenc ist richtig gut bei live streaming auch die rtx voice und filter Techniken (kein greenscreen mehr ) auch gut, für bearbeiten von videos aber unbrauchbar.
 
Zu erwartende Leistung bei Umwandlung
ci5 9600 vs ci9 9900k
+~33%
im idealfall
Es lohnt aber eher auf so1200 und nen ci9 10850k zu setzen 10 kerne +~40%
oder direkt zu amd r7 5800x
+~50%
das liegt an amd bessere ipc von bis zu 20% vs intel


Da kommt schon ein wenig mehr bei rum. Du tauschst ja immerhin 6 gegen 16 Threads und auch wenn es keine ganze Verdoppelung mit SMT gibt sind Deine genannten 33% in etwa das, was SMT da bringt, dazu kommen aber nochmal 33% mehr Kerne vom 9600k ausgehend. Sprich so im Schnitt um die 50-60% Mehrleistung bekommt man locker. Beim 10850k nochmals rund 40% mehr, sprich locker eine Verdoppelung der Renderleistung und mit dem 5800X geht es wahrscheinlich wieder einen Schritt zurück und man gliedert sich zwischen den beiden i9ern ein.
 
Die „neue“ PCIe 4.0 Platform von AMD bringt ja auch nicht all so viele Vorteile beim bearbeiten großer Video Datein über eine PCIe M2 SSD von der CPU Auswahl mal abgesehen.

Zumindest wenn man den Test von Igorslab glauben schenken darf.

ich denke ich werde mir als ersten Step erstmal ein paar Programme anschauen und erstmal mit Tests herum Spielen.
 
Wieviel RAM ist eigentlich aktuell verbaut? Unter 64 GB wird es je nach Workflow schon zäh, unterhalb von 32GB fast schon zur Quälerei.
 
Is wie mit der CPU.
Jeder Euro den Du investierst kommt als Zeitersparnis wieder raus.
"Reicht" ... was bedeutet das? Es schmiert nicht ab? Deine Software nutzt es sowieso nicht?
Reicht bedeutet Du kanst 10 Sekunden RAM-Preview rendern? 20 Sekunden? 2 Sekunden? Deine Software kann gar keinen RAM-Preview?

Fragen über Fragen :-)
 
Ich sag es mal so, ausreichend ist Schulnote 4, wer will das schon haben? Für 4K-Videoschnitt brauchst Du viel RAM, viele schnelle Festplatten (besser SSDs, eine zum Lesen/eine zum Schreiben) und natürlich eine flotte CPU bzw. GPU (je nach genutzten Codec). Mit Wissen über Encoding machst Du das Finetuning um bessere Qualität zu erzeugen, aber ohne guten Unterbau bremst Du Dich künstlich bei der Performance aus.
 
Jeder Euro den Du investierst kommt als Zeitersparnis wieder raus.
Aber nur wenn man weiss, dass die Software und der eigene Workflow dies auch ausnutzt. Wenn die Sachen in 16 GB Ram passen, alle Effekte während der Bearbeitung über GPU laufen, dan bringt eine schnellere CPU oder auch mehr Ram nichts.

Die Sony a7R II kann schonmal nur UHD@30Hz mit max. 100 MBit/s, die Sony a7 III ist auch nicht "besser". So riesig sind die Datenmengen also nicht (die Pana GH5 nimmt UHD mit der vierfachen Datenrate auf). Falls da nur wenige Spuren über einander gelegt werden sollen, würden sogar gute SATA-SSDs aus Quell- und Ziellaufwerk genügen.

Ich finde es schon eher lustig, dass hier ein recht guter PC vorhanden ist aber erst mal Geld in die HW gesteckt werden soll anstatt mit der Bearbeitung zu beginnen, dann zu sehen, wo es hakt (oder u.U. auch garnicht läuft) und dann gezielt aufzurüsten. Und das bei den Aussagen, dass schon 300€ Aufpreis zu viel sind wenn nicht sicher ist, dass es etwas bringt (was hier niemand beantworten kann).

Wenn die unterschiede Marginal ausfallen wären mit 5 Minuten Ersparnis beim Rendern bzw bearbeiten relativ egal.
Bei meinen Bilder ist es mir nahezu egal, ob die RAW-Umwandlung am Ende länger dauer oder nicht. Aber jede Zehntelsekunde pro Klick, die mir meine CPU einspart, war mir beim Neukauf den Aufpreis damals wert. Die warte ich nämlich aktiv vor dem PC. Aber auch sowas ist nicht nur von der HW, sonden noch viel extremer von der genutzte Software und den konkreten Daten abhängig.

Genauso bei der Videobearbeitung. Der Ressourcenverbrauch lässt sich nicht theoretisch "erlesen", das muss man ausprobieren.

Es Soll nur Flüssig, Lagfrei und sehr zuverlässig laufen.
Tja, werden da 1-2 Spuren mit ein paar kurzen Überblendeffekten bearbeitet oder 20-200 Spuren, die immer alle in einander geblendet werden und dazu u.U. noch ein dutzend Tonspuren.

Das ist wie mit den Kameras selber. Der eine schraubt ein günstiges Objektiv an die DSLM und filmt mit IBIS und AF freihändig. Beim nächsten sind die Kameras das billigste Element der Videoproduktion und die Nachbearbeitung ist später mind. so aufwändig wie die Planung und die Regiearbeiten vor/während der Aufnahme.
 
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