So: Hier ist der Test in der Ur-Version.

Vielleicht feile ich den Post noch weiter aus, jedoch kann ich ihn erst einmal so stehen lassen.
Die Infos über Steelseries, die Xai, ihre Funktionen etc. könnt ihr wunderbar im Starpost nachlesen. Darum konzentriere ich mich auf die Maus selber.
Einleitung
Steel verspricht ja quasi, dass die Xai das Gaming revolutionieren wird. In wirklichkeit ist es einerseits eine Technikbombe und andererseits gleichzeitig pures Retro. Wenn man die hochwertige, aber nicht übertriebene Verpackung geöffnet hat lächelt den Käufer ein wertiges Eingabegerät an, das jedoch nichts mit Designobjekten á la Roccat oder Razer zu tun hat. Viel mehr erinnert die Xai an Zeiten, in denen Mäuse noch weiß-grau waren. Um genau zu sagen ist das Äußere eine Intellimouse 2.1 in einem sehr wertigen Gewand.
Äußeres, Ergonomie und ein Vergleich zur 1.1
Beim 1. Griff und Vergleich mit dem betagten, aber dennoch von Pro-Gamern geliebten Intellimouse 1.1, lässt fällt diese Maus sehr wertig aus. Sie ist etwas schlanker als der Microsoft Nager und besitzt 3 Tasten mehr: Links und rechts eine 2. Daumentaste sowie der DPI-Switch.
Insgesamt wirkt die Intellimouse 1.1 von der Verarbeitung regelrecht minderwertig. Die Oberfläche der Xai ist zudem sehr angenehm gummiert und bietet so optimalen Komfort. Das Mausrad ist zudem super gerastert und genau. Jedoch lässt es sich bei meiner Maus mit der rechten Hand einfacher betätigen als mit der linken. Das kann jedoch auch Gewohnheit sein.
Hier ein Bild, das einen groben Vergleich der 1.1 zur Xai bietet:
Hier täuscht jedoch, dass die Xai etwas größer wirkt. Laut meiner Hand müsste es anders herum sein.
Angenehm fallen zudem Details wie das Ummantelte Kabel sowie das optisch dezent herausstechende Mausrad auf.
Insgesamt kann man sagen, dass das Feeling der Maus sehr intuitiv ist und dann sehr bequem daher kommt. Ein Verkrampfen der Hand kenne ich an der Maus nicht.
Auch die Gleitfüße sind optimal: Sie sind zwar lange nicht so schnell wie die kleinen Teflonfüße einer Razer Salmosa, jedoch bieten sie in jeder Lage gleichmäßige Gleiteigenschaften, was die Konstanz steigert.
Die Funktion
Jetzt wisst ihr, aus was für einem "Holz" die Maus geschnitzt ist. Doch wie funktioniert sie?
Ich muss direkt sagen: Sie funktioniert reibungslos, stellt meine alte MX518 weit in den Schatten und hat bis auf kleine Schwächen einfach die Nase vorn.
Die Maus kann auch mit einer enormen Beschleunigung leben: Eine anfänglich festgestellte negative Beschleunigung ist nur in einem Spiel aufgetreten. In Windows entspricht die negative Bescheunigung vielleicht 2 - 3 % der Strecke, wenn sie überhaupt auftritt.
Das merkt man idr. nicht.
Die Maus lässt sich von 100 - 5001 cpi (ähnlich DPI) stufenlos (!) einstellen. Dadurch lässt sich die Sensitivität auch mit einer In-Game Sensitivity von 1 und der Windows-Einstellung 6/11 sehr genau einstellen. Laut Steel profitiert die Genauigkeit enorm. Zudem kann die Maus mit 125 bis 1000 Hz abtasten. Diese Einstellung schluckt mein Windows 7 ohne jegliche Treiber problemlos.
Wenn einem diese Maus gut liegt, ist sie ein wirkliches Werkzeug, das den Gegnern in den richtigen Händen unheil bringt. Ich habe direkt meine Form mit der MX518 wieder gefunden und mittlerweile überschritten. Jedoch macht einen eine neue Maus nicht gleich zum Profi.

Ich weiss nur jetzt, dass die MX518 nicht meine Maus war.
Die Software / Einstellung
Vorweg: Steel bietet für die Xai keine Treiber an. Die Maus selber fungiert als Treiber und hat alle Einstellungen jederzeit an Bord. Man kann die Maus an jeden PC anschließen, die Windows Sensitivität einstellen und den Rest durch die Xai erledigen lassen.
Und ist keine Software installiert, kann man die Einstellungen jederzeit, auch in-game am Display auf der Unterseite einstellen:
Die Maus hat insgesamt 5 Profie, die jeweils eigene Einstellungen für alle Lebenslagen sowie jeweils 2 cpi-Einstellungen bieten, die man über den cpi-Umschalter hinter dem Mausrad switchen kann.
Alle Features, von Polling-Rate, über cpi-Einstellungen, ExactAim, FreeMove bis ExactAcceleration lassen sich so einstellen. Jederzeit.
ExactAim ist dafür da, den Spieler bei seinen Bewegungen zu unterstützen, falls er auf einem nicht-highend Mauspad spielen sollte.
FreeMove bietet eine Pfadkorrektur an.
Somit kann man entscheiden, ob die Maus "mithelfen" soll, Bewegungen stetig auszuführen.
Die Software an sich ist sehr einfach konfigurierbar und intuitiv. Das Einstellen geht hier viel einfacher, schneller und benutzerfreundlicher von Statten als die Einstellung an der Maus selber.
Man kann direkt sein Profil wählen, das man bearbeiten möchte. Im 1. Menü kann man die Tastenbelegungen der Maus komplett unfunktionieren und an seine Bedürfnisse anpassen. Sauber gelöst.
Alle diese Einstellungen lassen sich fest auf der Maus speichern. Hier sieht man außerdem, welchen Effekt die Einstellung hat. Hier sieht man meine aktuellen Einstellungen, mit denen ich enorm gut fahre.
Der Rest dürfte selbererklärend sein.
Ferner kann man alle relevanten Windows-Settings ändern. Das führt dazu, alles unter einer Oberfläche zu haben.
Dieses Bild zeigt eine große Neuerung, zumindest für mich, denn die Xai ist in der Lage, die Firmware zu updaten. Sollten also Bugs auftreten, kann Steelseries hier direkt einen Fix nachreichen. Leider muss man sich die neue Version komplett herunterladen. Ein Update gibt es scheinbar nicht.
Größenvergleich
Bilder sagen mehr als Worte, darum zeige ich euch hiermit einen Vergleich der Xai zur MX518 von Logitech, einer Intelli 1.1 von MS sowie einer Samlosa von Razer. Obwohl es anders wirkt: Die Salmosa ist sehr viel kleiner als die Xai.
Passt mir diese Maus?
Das musst du leider selbst in Erfahrung bringen und die Maus testen. Denn eine Maus steht und fällt mit dem Griffgefühl, das man an ihr hat. Mit einer Maus, die nicht dem Spieler nicht liegt, sind niemals gute Ergebnisse zu realisieren.
Vielen Dank fürs Lesen. Fragen und Anregungen könnt ihr gerne per PN schicken.
