Die Zeiten, die für die Berechnung eines Bildes gebraucht werden, können stark variieren. Das führt bei eingeschaltetem V-Sync dazu, dass der Bildfluss ruckelt, wenn nicht ständig mehr als die meist üblichen 60 Bilder pro Sekunde von der Grafikkarte geliefert werden.
Auch können Bilder verloren gehen, wenn sie besonders schnell berechnet wurden, das Display aber noch wartet, bis die nächste 60tel Sekunde vergangen ist. Das führt, beispielsweise bei Rennspielen trotz konstant angezeigter 60 fps manchmal zu einer nicht ganz flüssigen Darstellung. Es lässt sich mit mehrfachen Puffern lindern, erhöht aber die Eingabelatenz (Inputlag). Außer mit 120- oder 144-Hertz-Monitoren lässt sich eine höhere Bildrate nur erreichen, wenn V-Sync abgeschaltet wird.
Das kann aber zu einem Zerreißen des Bildes führen, auch Tearing genannt, wenn während der Darstellung eines Bildes schon das folgende aufgebaut wird. Je nach Vorlieben musste man sich bisher für den einen oder den anderen Nachteil entscheiden, auch Nvidias Technik des adaptiven V-Sync, die beim Unterschreiten einer bestimmten Bildrate die Synchronisation abschaltete, kann das nur bedingt mildern. Sowohl G-Sync als auch das neue Adaptive Sync gehen ganz anders vor: Es gibt keine feste Frequenz mehr, in der die GPU ein neues Bild liefern muss. Vielmehr bleibt der Bildinhalt stehen, bis der nächste Frame fertig ist. Die Grafikkarte selbst fordert dann eine Aktualisierung auf dem Display an. Dadurch gehen keine Bilder mehr verloren, und auch nur fertige ganze Bilder werden ohne Tearing dargestellt.