AW: [Umfrage] Homo-Ehe - Dafür oder dagegen?
Wieso schreibt man eigentlich so einen Blödsinn?
Weil es einem Aufmerksamkeit bringt und einige Leute es köstlich amüsant finden, wenn ein Hingerotzter Einzeiler andere stundenlang beschäftigt.
Das ist die einzig sinnvolle Lösung und heute sogar beim Kommentator des ZDF angekommen.
Vielleicht werden wir das in der nächsten Legislaturperiode ja sogar sehen. Schließlich hat die CDU jetzt prima Sündenböcke warum Steuervorteile für alle Verheirateten nicht mehr zu halten seien. Und für mehr Geld war Schäuble eh schon immer zu haben.
Die CDU gesteht eher auch anderen etwas zu, als dass sie der eigenen Klientel etwas wegnimmt. Die würden sogar eher einen Muezzin akzeptieren, ehe sie Kirchengebimmel verbieten, wenn sich partout kein Weg mehr finden lassen sollte, nur eine Gruppe zu priveligieren. Davon abgesehen haben nicht einmal mehr die Grünen die Abschaffung dieses Steuerwahnsinns auf der Agenda, die SPD sowieso nicht und die FDP schweigt sich darüber afaik auch vornehm aus, weil das ganze der Wirtschaft nicht schadet, aber die gut verdiendende Klientel von diesem Anti-Liberalismus profitiert. Also selbst wenn ausgerechnet die CDU auf einmal moderne Ideen entwickeln sollte (

), würde ihr ein passender Koalitionspartner fehlen.
Die steuerlichen Vorteile einer Ehe kommen daher, dass die Partner sich gegenseitig sozial absichern und damit den Staat entlasten.
Ach ja? Wenn das der Grund wäre, dann müssten die Vorteile bei einer Scheidung aber bitte zurückgezahlt werden. Mittelerweile hält nur noch knapp über die Hälfte der Ehen dauerhaft. Und komischerweise wird am natürlichen Ende einer Ehe dann auch noch Witwenrente vom Staat gezahlt, als das genaue Gegenteil einer Entlastung.
Wenn man die steuerlichen Vorteile einer Ehe streicht, dann darf es auch nicht mehr verpflichtend sein, dass man für seinen Partner bezahlen muss im Fall des Falles. D.h. wenn einer kein Einkommen hat, müsste er dann auch Anspruch auf Hartz IV haben, egal wie viel der andere Partner verdient. Wollt ihr das wirklich?
? Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie die aktuellen Hartzregelungen für Verheiratete aussehen, aber sollte es einen derartigen Paragraphen geben, würde er null Unterschied machen. HartzIV wird immer für die Lebensgemeinschaft berechnet. Solange man also zusammenlebt zahlt der noch verdiendende Partner sowieso, egal ob verheiratet oder nicht.
Wäre ja noch schöner, wenn Ehe-Sonderregelungen etwas für nicht-besser-verdienende bringen würden...
Wenn ich mit einem Gehalt zwei Personen finanzieren soll (lassen wir mal Kinder außen vor, denn die werden anderweitig vom Staat finanziell gefördert), dann muss ich auch den Steuervorteil von zwei Personen haben.
Sagt der Staat, dass du das sollst? Nö.
Wenn das konsequent der Fall wäre, dann müsste dein Partner auch über eine Hälfte des Einkommens verfügen dürfen. Und die Hälfte deiner Rentenpunkte müsste ihm zugesprochen werden. Stattdessen während derzeit gerade große Pläne geschmiedet, wieviel der Staat gegen Altersarmut bei vielen Leuten zuschießen soll, die das arbeiten ihrem zwischenzeitlich verstorbenen Partner überlassen haben, ohne von dessen Einkommen vorzusorgen.
Wenn man überhaupt etwas ändern sollte, dann die Einschränkung auf die Ehe. D.h. in meinen Augen müsste sich jede Art von Gruppe zu einer Sozialgruppe zusammentun können, die finanziell und vertantwortungsgemäß füreinander einsteht und dafür im Gegenzug steuerlich gemeinschaftlich veranlagt wird (also die Einkommen so versteuert werden, als würde sich das Gesamteinkommen zu gleichen Teilen auf alle Teilnehmer verteilen).
Und so ein Zusammenschluss müsste DAUERHAFT sein und nicht nach Lust und Laune wieder geschieden werden können, so dass am Ende ein Partner dem Staat auf der Tasche sitzt. Ehrlich gesagt sehe ich dafür aber in der schnellebigen modernen Gesellschaft immer weniger Potential/Bedarf. Das wäre nur viel Bürokratie, an deren Ende zwei Leute traurig über ihre Entscheidungen sind. Dieses Konzept der selbst erklärten und dann praktizierten Unmündigkeit gehört einfach abgeschafft.