Alles hat seine Zeit, Media Markt war für uns früher immer die erste Anlaufstelle. Samstag Vormittag die ganzen Nerds in den Golf 2 eingeladen und ab nach Braunschweig. Und wenn nicht bei Media Markt, dann gab es das gewünschte Produkt bei Kosatec oder dem großen PC Laden dessen Name mir entfallen ist. Bei Media Markt gab es meistens die Spiele in ausreichender Anzahl dass jeder sein Exemplar mitnehmen konnte

In den 2000ern ist man dann noch durch die Regale geschlendert und hat geschaut, aber gekauft haben wir da schon nicht mehr viel.
Heute geh ich da nicht mal mehr rein. Manchmal spuckt Geizhals gute Treffer aus wenn man ein spezielles Produkt sucht, Galaxy Tabs o.ä. dann kaufen wir das dort im Onlineshop.
Die Zeiten von "in die Stadt fahren zum Einkaufen" sind vorbei, das Angebot ist schlecht, die Auswahl miserabel und die Preise nicht interessant. Und ich habe keine Lust mehr eine Stunde (+1h zurück) im Auto zu sitzen um dann durch die Stadt zu laufen.
Aber das alles ist verständlich, wie soll man Gebäude und Personal vom Einzelhandel gegen einen zentralen Onlinehändler aufstellen um wirtschaftlich arbeiten zu können? Gäbe es da einen Weg wäre die Situation nicht so wie sie ist. Als Konsequenz wird eben das Angebot schlechter, die Gebäudekosten sind fix und beim Personal gibt es auch Grenzen beim Sparen.
Vielleicht wäre eine hybride Lösung möglich, primär Onlinehandel aber mit kleinen Außenposten wo man sich spezielle Produkte liefern lassen und vor dem Kauf noch einmal persönlich anschauen kann, betreut durch kundiges Fachpersonal. Aber ich bin kein Kaufmann - als Ingenieur stehe ich eher auf der Seite der Produktentwickler.
Dass nun der Chinese Interesse anmeldet gefällt mir gar nicht. Wir sollten endlich die Augen aufmachen und dem stetig wachsenden Einfluss Einhalt gebieten. Wie viel Kontrolle will man denn noch aus der Hand geben? Am Ende muss auch der Chinese mit den gleichen Bedingungen arbeiten wie der aktuelle Besitzer, Wunder vollbringen können die auch nicht. Aber gut ist diese Entwicklung nicht.
Ist mir egal - am Ende kommt eh alles aus China und China ist in der gesamten wertschöpfungskette als erstes Glied immer der maximalgewinner.
Wir habens jetzt 20 Jahre lang total verkackt und sind so abhängig von China, wie der dosenfutterfressende reinrassendackel von seinem Herrchen.
Egal ist dann natürlich die richtige Einstellung.... Ja, wir haben es voll verkackt und tun es immer noch, aber egal kann nicht die richtige Einstellung sein.
Wenn wir Europäer nicht endlich lernen an uns selbst zu denken ist es bald zu spät.
Wie viel Potenzial wollen wir noch aus der Hand geben und wie viele Abhängigkeiten sollen wir uns noch auferlegen?
"Trump makes Europe great again", die Chance dafür ist da, man darf nun aber nicht mehr brav über jedes Stöckchen springen was uns von Uncle Sam vor die Nase gehalten wird. Trump treibt jeden Tag einen andere Sau durchs Dorf und wir rennen panisch und hilflos im Kreis während der Chinese still und heimlich überall seine Fäden spinnt.
Statt einem geeinten Europa kontrollieren wir nun wieder die Binnengrenzen - ich fasse es nicht. Als nächstes gibt es dann Zölle gegen Frankreich oder was?
Da bin ich ein wenig abgeschweift - sorry.
Das ist keine gute Entwicklung, das wollte ich damit sagen
