Überlichtgeschwindigkeit doch möglich?

AW: Überlichtgeschwindigkeit doch möglich?

hmm, also wenn ich mich mit lichtgeschwindigkeit bewege.
und eine andere information mit lichtgeschwindigkeit auf mich zu kommt.
haben wir nicht schon gelernt, das c einfach c is?

also wenn ich mit 0,99c die taschenlampe anwerf, fliegt das photon au ned mit 1,99c von dannen, sondern au wieder nur mit c. 2 photonen die irgendwo rumkreuzen (vllt auf sich zu fliegen) und nach normalen masstäben also bis zu 2c relativ zueinander haben müssten, haben aber auch relativ wieder nur 1c. auch wenn das immernoch ned so in meinen kopf will. demnach würde mich ja nichma irgendeine info erreichen können. mich holt ja mal blöde formuliert nix ein. nichma wenns auf mich zu kommt, holts mich ein. was für ne abstruse aussage :ugly:
 
AW: Überlichtgeschwindigkeit doch möglich?

hier geht es um eine Frequenzänderung, die die Lichtwelle erfährt, wenn sie von einem bewegten Empfänger empfangen wird, das hat nichts mit ihrer Ausbreitungsgeschwindigkeit zu tun, die bleibt immer konstant.

Kurzum: Wenn du mit c reist, und eine Taschenlampe anmachst, so ändert sich nicht die Geschwindigkeit der Taschenlampe, sehr wohl aber ihre Frequenz, das heisst Farbe!
 
AW: Überlichtgeschwindigkeit doch möglich?

Hmmm - die Formel argumentiert aber wieder mit der Zeitveränderung. D.h. für den Lichtschnellen Beobachter vergeht keine Zeit und die Frequenz steigert sich demnach ins unendliche.
Das kann aber schlecht als Grund für
"Die Zeit bleibt für dich nicht wirklich stehen, nur bekommst du keine Informationen mehr von aussen,"
genommen werden.

Wenn wir die Relativitätstheorie nämlich mal kurz ignorieren und die Zeit konstant seien lassen, dann würden der Lichtschnelle Beobachter ein Annäherungsgeschwindigkeit zum Signal von 2c haben. D.h. die Wellenlänge würde sich halbieren.
Erst die Veränderung der Zeit sorgt dafür, dass die Strecke dieser Wellenlängen in einer -für den sich bewegenden Beobachter- unendlich kurzen Zeit zurückgelegt wird, so dass aus dem wellenförmigen Signal für ein einzelner Puls wird. (also das gleiche, dass ein ruhender Beobachter von einer lichtschnellen Quelle erwarten würde, die die Wellen zwar aus ihrer Position heraus in einem gewissen zeitlichen und damit räumlichen Abstand aussendet, aus Sicht des Beobachters aber in der Zeit zwischen Wellen eine komplette Wellenlänge zurücklegt und dadurch alle Wellen des Signals auf die gleiche Raum/Zeit-Korrdinate packt)

So versteh ichs jedenfalls.

Was ich mir gerade nicht vorstellen kann:
Wenn ein Signal von einer ruhenden Quelle ausgeht, auf ein c-schnelles Objekt trifft und von diesem im 90°-Winkel reflektiert wird, was misst dann ein ruhender Beobachter für ein Signal in der Reflektion?
- das ursprüngliche Signal?
- einen einzelnen Puls?
- die ursprüngliche Struktur, aber jetzt nicht räumlich hintereinander und damit zeitlich nacheinander beim ihn eintreffent, sondern räumlich nebeneinander und zeitgleich?
- einen Puls, der entsprechend in die Breite gezogen ist?

Anm.: für die Messung räumliche Struktur brauchen wir natürlich eine Batterie von Beobachtern nebeneinander, aber die können sich absprechen :P und allgemein muss natürlich der Abstand ders Beobachters von der Reflektion so groß sein, dass die wärend des Reflektionszeitraumes (?) zurückgelegte Strecke dagegen klein ist, so dass das Signal immer aus der gleichen Richtung auf den Beobachter trifft. (Wem letzteres zu sehr aproximierend ist, der Stelle sich den reflektierenden Körper bitte auf einer Umlaufbahn um eine Masse vor, die der Bahn entspricht, die das Licht von der Quelle um die Masse nimmt. Der Beobachter befindet sich an der gleichen Stelle, wie die Masse)


P.S.:
Da fällt mir eine weitere Merkwürdigkeit auf. Es heißt immer, Licht würde nicht von einem schwarzen Loch entkommen können, weil dessen Masse zu groß ist. Aber würde dass nicht implizieren, dass Licht sich von großen Massen langsamer entfernt? D.h. wenn dem möchte-gern-Schwarz Loch noch genau 1g fehlt, um Licht endgültig einzufangen - mit welcher Geschwindigkeit entfernt sich dann das Licht, dass entkommt? (Falls mit c: Wie kann eine kontinuirliche Massenzunahme einen derartigen Ja/Nein Sprung auslösen? Was passiert mit einem Photon, dass bereits unterwegs ist, wenn in dem Moment das letzte Stück Materie von der anderen Seite "ins "Loch"" fällt?)


edit:
Noch ne Frage bezüglich der Navigation. Ich spreche oben von einem Puls, auf den das Signal bei Lichtgeschwindigkeit gestaucht wird. Aber selbst den könnte ich ja wahrnehmen, ich hätte die Information "aus der Richtung kommt Licht". Erst wenn ich die Länge des Pulses auf exakt -statt "fast"- 0 reduziere, krieg ich gar nichts mehr mit.
Aber wo bleibt die Energie der Photonen, die definitiv absorbiert wurden, von denen ich aber nichts mitbekommen soll?
(und damit gute Nacht ;) )
 
AW: Überlichtgeschwindigkeit doch möglich?

hm ja, einer tiefergehenden Betrachtung hält mein Modell wohl nicht stand, es ändert sich natürlich im Endeffekt nichts, aber belassen wir es dabei. Eines noch dazu: Man selbst verspürt keine Zeitverzögerung, das hat aber mit unserem Bewusstsein zu tun, und ist streng genommen nicht physikalisch begründet. Darum will ich nicht weiter darauf eingehen.

Wir haben jetzt folgendes Problem:
Wenn ihr von mir halbwegs sichere Fakten hören wollt, dann müssen wir ab sofort aufhören von "lichtschnellen Objekten" und anderen "was wäre wenn"-Theorien zu reden. Denn wie schon gesagt sind das Dinge, die erstens für uns nicht überprüfbar sind, und für die es auch keine sinnvolle theoretische Grundlage gibt. Wenn wir hier philosophieren wollen, dann kann jeder seine theorie vortragen wie die Physik mit lichtschneller Materie funktionieren soll, jeder kann dann im Kreis sagen was ihm an dieser Theorie gefällt und das war es dann auch. Finde ich etwas langweilig, und auch verwirrend, da wir eigentlich gleichermaßen unrecht haben werden mit unseren Vermutungen. Ich bin gerne bereit mit euch die Relativitätstheorie zu diskutieren, aber bitte auch nur innerhalb ihres Anwendungsgebietes.
Von jetzt an reden wir also nur noch über "Materie mit sehr hoher unterlichtgeschwindigkeit wenn wir solche Dinge diskutieren" Ich weiss, dass es frontal an dem ursprünglichen Thread vorbeigeht, ich versuche nur noch die noch offenen Fragen zu beantworten und dann könnt ihr wegen mir weiterphantasieren =P

Also nehmen wir den Aufbau von Ruyven: Ein lichtstrahl irgendeiner Frequenz f trifft einen sehr schnellen spiegel und wird von ihm im rechten Winkel abgelenkt und trifft danach auf einen ruhenden Beobachter. Welche Frequenz hat er nun?

Wenn der Lichtstrahl den Spiegel trifft, so ist er erstmal blauverschoben wir transformieren in ein ruhendes system, wo es einen bewegten Sender gibt, der unseren nun ruhenden Spiegel beleuchtet und nehmen die bekannte Formel für die Dopplerverschiebung her. In diesem System entfernt sich unser Endbeobachter, so dass die Lichtwelle, die ihn am Ende erreicht hat, doch wieder eine längere Strecke zurücklegen musste, und dadurch eine Rotverschiebung erhält. Ich nehme stark an, dass man am Ende also doch wieder die Ursprüngliche Frequenz bekommt, aber es kann auch sein, dass es vom Winkel abhängt.. müsste man nachrechnen, aber ich mach das nicht um halb vier morgens^^

Zu der anderen Frage:

Licht wird nicht wirklich von Materie angezogen, und daher auch nicht abgebremst oder so. Nach dem Modell der allgemeinen Relativität verformen Massen den Raum um sie herum, salopp gesagt machen sie alles "länger", sowohl die Zeit, als auch den Raum. Bildlich kann man sich das sehr schön als einen Trichter vorstellen, den eine Masse in der Raumzeit erzeugt. Der Punkt ist der, dass ein Schwarzes Loch ab einer bestimmten Entfernung (dem Schwarzschildradius) die Raumzeit so sehr krümmt (also den Trichter so steil macht), dass der Weg für ein Photon unendlich lang wird da wieder herauszukommen mit seiner unveränderlichen Geschwindigkeit c. Dafür braucht es offensichtlich unendlich viel Zeit, was der Grund ist, dass Licht niemals aus einem Schwarzen Loch herauskommen kann wenn es erst innerhalb des Schwarzschildradius' ist.

Und zuletzt zu der Frage mit der unendlichen Frequenz:
Es ist einfach so, dass man prinzipiell keine Messung durchführen kann, die einem sagt "ja, da war ein photon, es hatte eine unendliche Energie, aber hey" Allerdings ist mir grad selbst nicht ganz klar warum blauverschobenes Licht nicht gegen die Energieerhaltung verstößt, könnte aber auch an der Uhrzeit liegen, ich lass mir das mal durch den Kopf gehen, gute Nacht^^
 
AW: Überlichtgeschwindigkeit doch möglich?

*zu späterer Zeit*
Gegen die Energieerhaltung würde es dann nicht verstoßen, wenn man die Eigenbewegung des Beobachters mit reinbringt: Nur weil der sich bewegt, ist es überhaupt blau verschoben, seine Bewegungsenergie gehört also zum System. (aber es bleibt das Grundproblem, dass das Licht Zeit/die Möglichkeit braucht, mit diesem Beobachter zu interagieren. Zugegebenermaßen gibt es nach den Gesetzen der Relativitätstheorie mit der in diesem Universum vorhandenen Energie tatsächlich kein lichtschnelles Objekt, mit dem Licht interagieren könnte. Stellt sich die Frage, ob "gibts praktisch eh nicht" eine für theoretische Physik akzeptabel Antwort ist :ugly: )



P.S. bezüglich Beobachter&Bewußtsein: Ich denke, für die hiesige Fragestellung ist es unerheblich, ob ein menschlicher Geist versucht, ein Abbild seiner Umgebung zu rekonstruieren, oder ob es nur darum geht, wann ein Photon auf ein Stück Materie trifft ;)
 
AW: Überlichtgeschwindigkeit doch möglich?

Da fällt mir eine weitere Merkwürdigkeit auf. Es heißt immer, Licht würde nicht von einem schwarzen Loch entkommen können, weil dessen Masse zu groß ist. Aber würde dass nicht implizieren, dass Licht sich von großen Massen langsamer entfernt? D.h. wenn dem möchte-gern-Schwarz Loch noch genau 1g fehlt, um Licht endgültig einzufangen - mit welcher Geschwindigkeit entfernt sich dann das Licht, dass entkommt? (Falls mit c: Wie kann eine kontinuirliche Massenzunahme einen derartigen Ja/Nein Sprung auslösen? Was passiert mit einem Photon, dass bereits unterwegs ist, wenn in dem Moment das letzte Stück Materie von der anderen Seite "ins "Loch"" fällt?)

Licht, bzw. ein elektromagnetisches Partikel wie ein Photon "fliegt" immer mit c.
Dass ein Photon den Ereignishorizont nicht verlassen kann, liegt daran, dass er "unedlich" gekrümt wird.
Da ein Photon immer mit c fliegt und bei einer größeren Masse nicht langsamer wird, verlängert sich die Zeit (bei der Erde beträgt die Zeitdifferenz zwischen Orbit und Erdboden rund 1,9 Nanosekunden.
Die Frequenz des Photons nimmt ab.
Das heißt, es wird in den roten Bereich verschoben.
Je mehr Masse, desto mehr in den roten Bereich.

Allerdings verändert sich die Frequenz auch, wenn sich der Raum ausdehnt, während das Licht durch ihn hindurchreist.
Das beste Beispiel ist hier die kosmische Hintergrundstrahlung. Sie hat heute nur noch eine Temperatur von 3 Kelvin.
Diese Strahlung war die erste, die nach dem Urknall entstanden ist und trug damals mehr Energie mit sich als es heute Jets in schwarzen Löchern vermögen können.
Durch die Ausdehnung des Universums sank ihre Frequenz.

Licht wird nicht wirklich von Materie angezogen, und daher auch nicht abgebremst oder so. Nach dem Modell der allgemeinen Relativität verformen Massen den Raum um sie herum, salopp gesagt machen sie alles "länger", sowohl die Zeit, als auch den Raum. Bildlich kann man sich das sehr schön als einen Trichter vorstellen, den eine Masse in der Raumzeit erzeugt. Der Punkt ist der, dass ein Schwarzes Loch ab einer bestimmten Entfernung (dem Schwarzschildradius) die Raumzeit so sehr krümmt (also den Trichter so steil macht), dass der Weg für ein Photon unendlich lang wird da wieder herauszukommen mit seiner unveränderlichen Geschwindigkeit c. Dafür braucht es offensichtlich unendlich viel Zeit, was der Grund ist, dass Licht niemals aus einem Schwarzen Loch herauskommen kann wenn es erst innerhalb des Schwarzschildradius' ist.

Du gibts hier ein Beispiel, was gerne bei Fernsehsendungen genommen wird. Die Darstellung der vier Dimensionen an Hand eines Gummituchs. ;)
Funktioniert natürlich nicht wirklich. :schief:
Raumzeitkrümmung kann man sich nicht vorstellen. :D

Laut Einsteins Theorie krümmen Objekte die Raumzeit, je mehr Masse sie haben, desto stärker ist diese Krümmung. Die Planeten in unserem System bewegen sich auf einer Geraden durch die Raumzeit, ebenso wie die Sonne und die Galaxie. Da die Krümmung der Sonne stärker ist als die der Planeten, werden sie durch die Raumzeitkrümmung in der Nähe der Sonne gehalten. In unserer dreidimensionalen Welt sieht es daher scheinbar so aus, als wenn die Planeten um die Sonne kreisen, was aber laut Theorie nicht richtig ist, wird können es nur nicht anders sehen.
Laut der Quantentheorie entsteht Gravitation durch den Austausch eines Teilchens, das man den Namen Graviton gegeben hat. Leider liegt der Beweis dieses Teilchen noch in weiter Ferne, da uns die technischen Möglichkeiten fehlt es nachweisen zu können.

Da ich am Montag im California Institute of Technology ein paar Vorträge halten werde und danach auch an der University of California in Berkeley, werde ich mich dort mal informieren, wie der aktuelle Stand der Forschung ist. :daumen:
 
AW: Überlichtgeschwindigkeit doch möglich?

Licht, bzw. ein elektromagnetisches Partikel wie ein Photon "fliegt" immer mit c.
Dass ein Photon den Ereignishorizont nicht verlassen kann, liegt daran, dass er "unedlich" gekrümt wird.


Wenn das Problem also nicht die Geschwindigkeit bzw. eine Anziehungskraft ist, sondern die Verzerrung der Raumzeit und daraus resultierend zu wenig Zeit, um irgendwohin zu kommen: Müsste das nicht auch in Gegenrichtung gelten?
D.h. es kann nichts in das schwarze Loch fallen, sondern nur bis zum Ereignisshorizont?

(falls ja: Was passiert, wenn sich Masse am Ereignisshorizont immer weiter konzentriert und dadurch den Raum weiter verzerrt?)
 
AW: Überlichtgeschwindigkeit doch möglich?

Ist bei Überlichtgeschwindigkeit nicht die Masse das Problem!? (Hat Einstein glaub ich gesagt, bin mir aber nicht sicher.)
 
AW: Überlichtgeschwindigkeit doch möglich?

Raumzeitkrümmung kann man sich nicht vorstellen.

Da die Schwarzschildmetrik eine kugelsymmetrische Lösung der Feldgleichungen ist kann ich das Ganze auf drei Dimensionen runterkochen ohne viel Information zu verlieren indem ich einfach einen ebenen Schnitt betrachte. Und da sieht man den Gravitationstrichter sehr schön :>

@ruyven:

Leider hat die Schwarzschildmetrik in den üblichen Kugelkoordinaten das Problem, dass sie uns am Ereignishorizont eine Singularität vorgaukelt wo physikalisch keine ist. Ein ruhender Beobachter in sicherer Entfernung vom Schwarzen Loch sieht ein einfallendes Objekt in unendlicher Zeit (also nie) auf den Ereignishorizont eintreffen, während das Objekt selbt in seinem Bezugssystem in endlicher Zeit sowohl den Ereignishorizont als auch das Zentrum des Schwarzen Lochs erreicht.
Wählt man andere Koordinaten (üblicherweise die sogenannten Kruskalkoordinaten) so lässt sich der scheinbare Widerspruch auflösen.

Zusammengefasst wird ein Objekt in endlicher Zeit das Zentrum des Schwarzen Lochs erreichen, aber ab dem Schwarzschildradius würde es selbst dann nicht das Schwarze Loch verlassen können, wenn es mit c unterwegs wäre, was erklärt warum auch Licht nicht herauskommt.

gruß bishop
 
AW: Überlichtgeschwindigkeit doch möglich?

Das kapier ich jetzt nicht ganz:
Man kann die Distanz zwischen Ereignisshorizont und Schwarzem Loch zurücklegen, sogar in akzeptablen Zeit, selbst dann, wenn man mit weniger als c unterwegs ist.
Aber Licht, dass schneller ist, braucht für die Gegenrichtung unendlich lang und kommt nicht raus?
:huh:
(ich weiß schon, warum ich nicht Physik studiert habe :ugly: )
 
AW: Überlichtgeschwindigkeit doch möglich?

um doch noch mal die Krücke mit dem Gravitationstrichter zu bemühen:

es ist eben einfacher in eine Senke reinzurollen als aus einer rauszurollen^^

All dieses Raumzeitkrümmungsgewusel sollte einen nicht davon abhalten, dass eine inwärtsgerichtete Kraft herrscht mit der man wunderbar mitgehen aber schlecht gegen ankämpfen kann
 
AW: Überlichtgeschwindigkeit doch möglich?

wie ist es den eigentlich mit der masse von schwarzen löchern bestimmt?

sie haben bekanntermassen eine sehr hohe masse auf "kleinem raum".
kann die masse ins unendliche wachsen ohne das der gravitationstrichter wächst? oder wächst er mit?
desweitern würde mich sehr interessieren ob es bei solchen objekten eine "kritische masse" gibt, wo dan alles in sich zusammen fällt wenn man eine gewisse dichte erreicht hat.
 
AW: Überlichtgeschwindigkeit doch möglich?

Das ist alles über den Schwarzschildradius bestimmt.

Ist die Ausdehnung einer Masse kleiner als sein Schwarzschildradius, so gilt dieses als schwarzes Loch. (Die Erde müsste auf eine Größe von 9mm schrumpfen, dann wäre sie auch ein Schwarzes Loch) Mit zunehmender Masse wächst der Schwarzschildradius so dass sich Schwarze Löcher von aussen gesehen immer weiter aufblähen je mehr Masse sie verschlingen.
 
AW: Überlichtgeschwindigkeit doch möglich?

um doch noch mal die Krücke mit dem Gravitationstrichter zu bemühen:

es ist eben einfacher in eine Senke reinzurollen als aus einer rauszurollen^^

Ja - wenn man Masse/Gewicht hat und dadurch bergab schneller und bergauf langsamer wird. ;)
Kann mans mit etwas weniger Krücke erklären, z.B. für ein Teilchen ohne Gewicht, dass seine Geschwindigkeit nie ändert?
 
AW: Überlichtgeschwindigkeit doch möglich?

hmm sehr viel anschaulicher wird es eigentlich nicht mehr.

Was da formal passiert ist, dass ab dem Schwarzschildradius eine andere formel für die radialkomponente gültig ist (dadurch, dass die schwarzschildmetrik wie gesagt kugelsymmetrisch ist, ist für uns nur die radialkomponente von bedeutung). Der Schwarzschildradius ist die Naht an der zwei verschiedene Raumzeiten zusammenkommen, die innere und die äußere Schwarzschildmetrik. Die innere ist so beschaffen, dass die einzigen erreichbaren Wege letztlich im Zentrum des Schwarzen Lochs enden, während die äußere zu dem Ereignishorizont führt.

Du musst dich halt entscheiden ob du eine anschauliche aber unvollständige oder eine unanschauliche aber formal richtige Antwort hören willst :>
 
AW: Überlichtgeschwindigkeit doch möglich?

Hmm - eine kontinuirliche, die von mir bis ins Zentrum des schwarzen Loches gilt und immer die gleichen Mechanismen anwendet, wäre nicht schlecht :ugly:
Wobei ich selbst bei der Annahme, dass jenseits der Ereignisshorizontes auf einmal andere Regeln gelten, nicht verstehe, wieso an irgend einer Stelle auch richtungsabhängige gelten. (rein geht, aber an der gleichen Stelle geht raus nicht. Was aber nichts mit Anziehung zu tun hat :huh: )
 
AW: Überlichtgeschwindigkeit doch möglich?

an dieser Stelle muss ich dann wohl euch daran erinnern, dass Schwarze Löcher ein höchst theoretisches Konstrukt sind. Es wurden natürlich genug indirekte Beweise gefunden um die Existenz von supermassereichen Körpern zu belegen dennoch ist das, worüber ich hier rede im Wesentlichen nur die Lösung einer Feldgleichung, und selbst diese ist keineswegs eine, die exakt die Umgebung eines Schwarzen Lochs widerspiegelt.
Ein kleines Beispiel: Die Schwarzschildmetrik, von der ich hier gerade rede ist eine sogenannte Vakuumlösung, das bedeutet sie gilt für eine Raumzeit in der es keine Massen oder Energien gibt ausser eventuell im Ursprung. Das ist ansich schon unanschaulich genug, denn das bedeutet, dass die Vakuumraumzeit nicht euklidisch flach wie intuitiv angenommen sondern intrinsisch gekrümmt ist. Denn wir haben ja alle gelernt, dass Masse die Raumzeit krümmt. Ohne Masse ist die Raumzeit aber auch schon krumm!

Anywho, worauf ich hinauswill ist, ich kann dir sagen warum man sagt nichts kommt aus einem Schwarzen Loch hinaus, aber ich kann es dir nicht zeigen, sondern muss dir die Kurvendiskussion einer Bewegungsgleichung vorrechnen, die ich aus der Schwarzschildmetrik habe.
Tatsächlich ist es sogar so, dass auf Bildern (zum Beispiel vom Zentrum der Milchstraße wo ein superschweres Schwarzes Loch vermutet wird) Schwarze Löcher keineswegs dunkle gebiete im Sternenhimmel sind sondern im Gegenteil sehr hell leuchtende Punkte. Das liegt aber unter anderem daran, dass Masse, die auf das Schwarze Loch zubeschleunigt wird sich enorm aufheizt und dadurch leuchtet.
Und es hat auch noch niemand direkt beobachtet wie ein Körper in ein Schwarzes Loch reinfällt und was dabei passiert.

Das ist auch der Grund warum man populärwissenschaftlich nie so richtig auf die Themen eingeht, denn damit lässt sich ein Laie einfach nicht zufriedenstellen, da ich irgendwann jede Bilder und anschauliche Modelle aufgeben muss und stur Mathematik betreiben muss um logische und in sich stimmige Aussagen machen zu können.

All diese Sachen wie die Relativitätstheorie und Quantenmechanik sind zunächst einmal sehr spannend wenn man "das Universum in der Nussschale" und den anderen Schmarrn liest, dann lernt man das Ganze aus formal korrekter Sicht und es wird schnell fad und langweilig und dann braucht es wieder eine ganze Weile bis es wieder spannend wird.
 
AW: Überlichtgeschwindigkeit doch möglich?

Sowas kenn ich...
Fasse zusammen: z.B. schwarze Löcher sind nach aktuellem Stand der Technik Extremfälle einiger Funktionen und es ist demnach nicht unbedingt überraschend, wenn es noch keine logische Erklärung für den Übergang zu von anderen Formeln beschriebenen Bereichen gibt, richtig?
 
AW: Überlichtgeschwindigkeit doch möglich?

quasi ja...

wobei ich immer noch nicht ganz nachvollziehen kann wieso dich dieses Verhalten so stört^^
 
AW: Überlichtgeschwindigkeit doch möglich?

Das ist alles über den Schwarzschildradius bestimmt.

Ist die Ausdehnung einer Masse kleiner als sein Schwarzschildradius, so gilt dieses als schwarzes Loch. (Die Erde müsste auf eine Größe von 9mm schrumpfen, dann wäre sie auch ein Schwarzes Loch) Mit zunehmender Masse wächst der Schwarzschildradius so dass sich Schwarze Löcher von aussen gesehen immer weiter aufblähen je mehr Masse sie verschlingen.


ich verstehe nicht ganz wie man materie so komprimieren kann:wow: um mal das beispiel mit der erde auf zu greifen. 9mm... wie kann man sich das vostellen?
 
Zurück