Wovon leisten?
Welche Garage?
Ich muss aufhören zu schreiben, wenn ich nur zwischendrin Zeit habe. Dann könnte ich auch mal meine Gedanken ausformulieren und nciht in der Mitte abbrechen und die andere Person raten lassen was ich meine

Also der EQS ist derzeit so ziemlich das Auto mit der größten Reichweite. Ich meine natürlich nicht, dass dieses 150.000€ Schlachtschiff ein normales Auto ist.
Und ich würde einfach davon ausgehen, dass diese Reichweiten in Zukunft (15 Jahren?) in die Massen kommen.
Meine gesamte Herangehensweise an E-Autos ist, dass diese noch etwas in den Kinderschuhen stecken (ist natürlich nicht ganz korrekt) und, dass sich da noch einiges Entwickelt was die Infrastruktur und die Ladegeschwindigkeiten wie Reichweiten betrifft.
Das macht dann auf 1200 km halt 60 Minuten zusätzlich und kostet somit einen Großteil der Reserve zwischen der Tagesfahrtdauer, die ich mir maximal zumuten möchte und derjenige, die ich brauche, um weiter als bis zur Riviera oder Venedig zu kommen. (Und ich fahr nicht ans Mittelmeer, um mich wie im heimischen Schwimmbad oder an einem See in Bayern zu fühlen

.)
Schon klar. Tu ich auch nicht. Also ich kann da nur von mir berichten: ich fahr auch mit 1 Tank durch derzeit, aber seit ich Kinder habe, sind viele, teils längere Pausen teil des Abenteuers. Das hätte ich mir vorher NIEMALS vorgestellt. Ich will ins Auto und rasch ans Ziel. Heute habe ich (dank meiner Frau) umgewöhnt und wir fahren deutlich länger, aber haben keinen Stress sondern Spaß bei der Fahrt, es ist quasi ab dem Moment schon sowas wie Urlaub wo ich ins Auto einsteige und nicht erst nach den Grenzen/Fähren etc.
Aber ja: Mit einem EQS ist es prinzipiell machbar, genauso mit einem S100 und, sobald die Schnellstlader europaweit gut ausgebaut sind, käme auch ein Taycan S in Frage. Aber was haben die alle gemeinsam? Ein klar sechsstelliges Preisschild.
Siehe oben: ich erwarte, dass diese Dinge runterkommen vom Preis (nicht der EQS, sondern die Reichweiten).
Auch diverse heutige Autos schaffen diese Distanzen nicht. Ich bin mal mit dem Ford meiner Frau gefahren, der säuft auf der Autobahn und ich bin nach 500km auch im roten Bereich. Gibt halt Autos die sind nicht für Langstrecken ausgelegt. Zumal mir dann der Arsch wehtut. Das kann aber an der Nacht davor auch gelegen haben...
Seitdem der große S vor bald 10 Jahren zum ersten Mal solche Tagesfahrstrecken theoretisch in Reichweite gebracht hat (85er war praktisch noch etwas zu knapp) ist der größte Fortschritt bei Batterieautos mit hoher Reichweite, dass es vergleichbares (also "etwas zu knapp") jetzt auch im 3LR für 60000 statt 100000 € gibt.
ja. Aber du kennst das ja von der Hardware: früher gabs auch weniger CPUs zu wesentlich höheren Preislagen.
Jetzt gibts gefühlt 100 Varianten von Intel und AMD CPUs zu allem was das Herz begehrt.
Es wird dauern, deshalb spreche ich nicht nötigerweise den Jetztzustand, sondern die Zukunft an.
Falscher Argumentationspartner:
Ich nutze bis heute kein Smartphone mobil

(wobei die Akkulaufzeit da nur ein Teilproblem ist - bei dem bislang einzigen Gerät unter 1000 €, dass die anderen vermutlich gelöst hätte, lag sie dann aber bei unter 0,5 Tagen, was nun wirklich ZU wenig ist.)
Ich bentutze für das meiste fast immer ncoh PC/Notebook, mit dem Smartphone (Samsung A40) komme ich inzwischen 3-5 (1-2 wenn ich Surfe damit)Tage aus, wenn ich weiter wegfahre hilft der Stromsparmodus, dass es über eine Woche wird.
Bitte mal die Blickweite vom Standpunkt zu einem geistigen Horizont erweitern:
Wohnung kaufen??? In München??????
Ich habe München als Beispiel wegen der enorm hohen Preise gewählt, als Gegenargument zu einem Haus.
Aber es ist ja nicht nur in München so. Wohnungen in guter Lage sind oft teurer als Häuser in weniger guter Lage aber mit Raum.
Die Mehrheit der Deutschen wäre froh, wenn sie es sich leisten könnte, da eine zu mieten. Das ist genau das, was ich mit Anfangskapital meinte: Wenn man schon genug Kohle hat, kann man einige Vorteile in Anspruch nehmen, die unterm Strich dazu führen, dass man angenehmer lebt und sich u.a. viel herumfahren mit einem Batterieauto genehmigen kann, ohne dass besagte Kohle merklich weniger wird. Aber wenn man sie erst gar nicht hat, kann man dabei nur zusehen und Steuern zahlen.
Natürlich.
Das ist ja eh klar, so unfair das auch sein mag. Wenn es aber das langfristige Ziel ist, muss man halt anfangs sparsam leben. Angefangen hab' ich ohne Geld in einem Studentenheim um 200€ pro Monat (Internet,Strom, Wasser, waren inklusive). Ich habe als ich dann "flügge" wurde weiterhin günstig gewohnt, etwas außerhalb der Stadt und dafür auch deutlich weniger gezahlt. Hab halt länger in die Arbeit und ins Pub gebraucht als die Kollegen. Aber die haben halt mehr Geld gehabt oder es war ihnen egal, dass am Ende des Monats nichts übrig blieb, während ich das ganze immer steigern wollte um irgendwann etwas kaufen zu können.
Die waren halt eher "ich lebe im Hier und Jetzt, nicht in 10 Jahren" und haben teurer gewohnt, sind in teurere Bars gegangen, oft Essen gegangen etc. Ich ging in Studentenbars, hab selbst gekocht, nicht geraucht, günstig gelebt halt usw. Irgendwann blieb halt auch mal was übrig, die Bank hat das als Kreditkondition angenommen und so konnte ich mir eine Wohnung kaufen (aber natürlich nicht in München

. Dort wär ich ja auch nicht hingezogen, wenn ichs mir nicht leisten kann. Überhaupt ist die Diskussion mühsam: wenn ich ein Ziel habe, es mir aber nicht leisten kann muss ich entweder das Ziel oder meine Lebensumstände ändern).
Die Autos selbst nicht. Aber die Art und Weise, wie sie in Deutschland gefördert werden, sorgt sowohl für soziale Spaltung als auch dafür, dass Batterieautos überhaupt brauch- und für Besserverdienden bezahlbar sind. Hätten wir eine auf soziale Zusammenführung ausgelegte Verkehrspolitik, dann würden die Milliarden nicht Batterieautos, -hersteller und -infrastruktur gepumpt werden, sondern z.B. in Radwege und ÖPV.
Stimme zu. Das Problem ist übrigens auch in anderen Ländern traurigerweise so
Die Allgemeinheit geht hier massiv in Vorkasse und profitieren tun seit 5-10 Jahren und sicherlich auch noch die nächsten 5-10 Jahre überwiegend Personen mit überdurchschnittlichem Einkommen/Vermögen. Umgekehrt bleiben viel dringendere Dinge, die überwiegend oder in gleichen Teilen auch Ärmeren zugute gekommen wären, auf der Strecke, weil "kein Geld da ist".
traurig, aber wahr, ja. Leider ist unser System überhaupt nicht gerecht.
Und erwartest, dass jemand anders dir die Infrastruktur, den Verkehr, etc. bezuschusst?
Bevor ich einen Blödsinn antworte: kannst du mir das erklären, ich verstehe nicht, was du damit meinst?
Um mal wieder eine meiner Aufklärungsrunden aus der Rubrik "so reich bist du wirklich!":
Das mittlere Vermögen in Deutschland wird mit
65000 € pro erwachsener Nase angegeben, also 110000 für Häuslehabenwoller Paar. Das ist aber kein Barvermögen, sondern wenigstens 20000 Restwert werden in einem Auto stecken, 10000 in Elektro- und Elektronikgeräten, 20000 in Einrichtung, Schmuck, Klamotten, Hobbykram, etc.. Altersvorsorge und sonstige Reserven (einschließlich einer gewissen Barreserve, die man auch mit Haus noch brauchen wird) sind schwerer abzuschätzen, aber passend zu den bisherigen Minimum-es-könnte-leicht-das-doppelte-sein würde ich mal 20000 ansetzen. Die Sparquote in Deutschland lag vor Corona im Schnitt bei
2500 € jährlich. Davon wird gut die Hälfte auch nach dem Hauskauf benötigt, um Auto/Haushaltsgeräte/... in regelmäßigen Abständen zu erneuern.
Wo bitte schön kann man nun in Deutschland mit maximal 40000 € Eigenkapital und maximal 1000 € jährlicher Tilungsfähigkeit ein Haus bauen? Falls du das ernsthaft als Konzept anbringen möchtest, würde ich wirklich gerne harte Zahlen sehen, wo und wie das gehen soll. (Mit Anleitung zum nachahmen

)
Zuerst einmal: ich habe nicht behauptet, jeder könne es sich leisten. Aber es ist wohl mit Willen für die meisten Möglich: Durchschnitt ist genauso falsch als Beispiel, wie einzelmeldungen. Dennoch versuche ichs.
Ich bin mit 0 ins Berufsleben gestartet und habe es wie oben beschrieben geschafft mir was zur Seite zu legen. Ich habe auf so manche Sachen verzichtet, mache ich immer noch (kaufe keine Spiele bei Release, habe keine Streaming-Services, kaum Abos, kaufe nicht ständig die neueste Technikprodukte...).
Ich verdiene natürlich inzwischen mehr als der Durchschnitt.
Wenn du wissen willst wie ich zum ersten Haus gekommen bin: ich habs gebaut. Baumaterial war vor ein paar Jahren noch deutlich günstiger also es heute dank Corona und Co ist. Also Grundstück am Land gekauft (15€ m²) und gebaut.
Es ist aber was anderes wie es sich bauen lassen. Wir haben sehr viel selbst gemacht und hatten oft nur die Materialkosten. Überhaupt kann man viel im Haus selbst machen, aber man kann eben auch mehr arbeiten und es andere machen lassen. Das ist natürlich um ein vielfaches teurer. Wir reden da von 100.000en Euro wenn es drauf ankommt.
Also zum Nachmachen: Frauchen suchen mit dem man Kosten teilt, Kosten neidrig halten, somit hat man einen größeren Überschuss (manche leben alleine und brauchen fast das gesamte Geld für das Wohnen allein auf, da müsste man schauen ob es nicht günstiger ginge), einen Baugrund kaufen, der benachbarte kann auch keine Baugenehmigung haben, auch kein Problem. Dann sich mit dem Dorf gutstellen und gemeinsam ein Haus bauen beginnen. Ein Gefallen hier, einer dort. Und schon kennt man einen günstigen Baggerfahrer usw usf. So wurde ich erzogen, denn meine Eltern hatten ja auch nichts und haben sich nach und nach ziemlich was aufgebaut - sogar mit Haus am Meer. Beide gehörten der Arbeiterklasse an, meine Mutter war nur teilzeit angestellt.
Das ging bei mir und meiner Frau irgendwann einfacher, beide Gehälter zusammen ergeben dann doch irgendwann mal einen Batzen überschuss WENN man es schafft die Lebenskosten niedrig zu halten und auf Dinge die man nicht braucht verzichtet.
Aber das ist sehr unterschiedlich: mir erklären manche Leute in der Stadt brauchen sie gewisse Dinge gar nicht (Auto) und sparen sich viel Geld. Wenn ich mir aber anschaue, dass die ein vielfaches dessen Monatlich für die Wohnung ausgeben, was mich Haus und Auto gemeinsam kostet frag' ich mich immer wo diesse Rechnung aufgeht. Noch dazu bin ich vom Land/Wald trotzdem schneller in der Arbeit (mit dem Auto oder Fahrrad halt) als die mit ihren (gut ausgebauten) Öffis
Und selbst dann wäre es noch ein schwaches Argument, denn wir reden eben vom mittleren Vermögen und der durchschnittlichen Sparquote.
Der Durchschnittswert den ich oben bemängelt habe ist eben das: ein Durchschnitt. Manche schaffen es besser auf ihr Vermögen zu achten, manche eben überhaupt nicht und die ziehen den Schnitt runter.
Manche KÖNNEN auch wirklich nicht mehr zur Seite schaffen. die haben auch oft GAR KEIN Auto.
Deshalb: natürlich kann sich das nicht jeder leisten. Aber wir leben in der "ersten Welt", sind eigentlich in einer vergleichsweise reichen Gegend. Das heißt natürlich nicht, dass wir reich sind als individuum, aber es geht uns gut im Vergleich und es gibt möglichkeiten.
Die Hälfte hat erste Möglichkeiten gar nicht und deutlich mehr als die Hälfte letztere nicht. Ein auch nur halbwegs gesamtgesellschaftlich tragbarer Vorschlag sollte aber wenigstens 80-90% der Bevölkerung mitnehmen. Und da ist man dann eben wieder bei der Frage nach Verkehrskonzepten, die auch für Mieter mit Parkplatz am Gehweg passen müssen.
80-90% wird schwierig. Zum einen sind sowohl Haus als auch Auto absolute Luxusgegenstände, zum anderen ist Zersiedelung ja auch nicht sinnvoll.
Was Mieter/Parkplatz betrifft: im Idealfall wird in Zukunft eine Stadt eh nicht mehr um Autos sondern Öffis, Räder oder sonstwas herum geplant. Autos sind dann entweder nicht mehr nötig oder verschwinden in Garagen und untergrundstraßen. Das ist natürlich derzeit utopisch, aber wäre möglich.
Ich wäre schon lang dafür, dass in manchen Städten die Straßen unterirdisch geführt werden. Oben alles begrünt bzw. Geh/Radwege. Es wäre leiser, sauberer, schöner, kühler in den Städten. Und vielleicht die Leute dadurch auch freundlicher/besser drauf. Die Autowege/Öffi-Busse wären auch schneller, weil es weniger andere Verkehrsteilnehmer gäbe.
Aber wie gesagt, das ist eine theoretische Möglichkeit, eine Fantasie.
Im Nachhinein werden wohl kaum alle Städte untertunnelt werden, das geht höchstens bei manchen Straßen oder wenn eine Stadt von Anfang an darauf basierend gebaut wird.
Es gibt in Deutschland mehr Leute, die in <15 km zu ihrem Arbeitsplatz wohnen und somit mit dem Fahrrad fahren könnten, als es Leute gibt, die ein Batterieauto und zusätzlich Lademöglichkeit samt dafür nötigem Häuschen ohne Zuschüsse bezahlen könnten.
Ich fahr auch mit dem Rad und könnte mir derzeit auch nicht einfach ein Elektroauto von halbwegs guter Qualität leisten.
Ich könnte draufhinsparen oder ich könnte was verkaufen... oder ich kaufe es halt nicht neu, sondern gebraucht. Ich hab für meine Autos noch nie mehr als 5000€ ausgegeben. Ein gut gepflegter Gebrauchter ist mir lieber als Geld aus dem Fenster zu werfen.
Das ist bei Elektroautos natürlich derzeit noch schwierig, weil teuer und selten. Das könnte sich in 15 Jahren auch ändern.
Du hast den falschen Job, ruyven (*SCNR*)

Scherz beiseite, natürlich sind solche 100K-e-Autos weit davon entfernt für einen Normalsterblichen erschwinglich zu sein. Auch mit ziemlich gut bezahlten Jobs ist das eng und garantiert nicht besonders sinnvoll.
So war das ja auch nicht gemeint, sorry.
Die Überlegung hatte ich tatsächlich auch bei der Entscheidung welcher Wagen meinen alten ersetzen soll: "Wenn der nächste Benziner nochmal so lange hält wie der jetzige sind wir grob so 2035 rum bis dahin sind dann Elektroautos in meiner Klasse vielleicht sehr brauchbar...".
Der meiner Frau muss auch noch durchhalten. Im Idealfall so lange, dass die Kinder noch Führerschein machen können damit, sodass sie noch Handschaltung lernen
DAS überrascht mich jetzt wirklich - ich fühle mich grade trotz ziemlich überschaubarem Kontostand (den Kaufpreis des Autos gedanklich bereits abgezogen) spontan ziemlich reich als Besitzer von ein paar Hundert Quadratmetern Land mit nem Häuschen drauf. Bei der aktuellen Immobilienblase dürfte das den Mittelwert wahrscheinlich um das 3 oder 4-fache übersteigen.
Jap, da ist natürlich eine enorme Inflation dabei. Aber letztlich wars wohl ursprünglich leistbar.
Bzw. habe ich durchaus auch damit spekuliert, dass Immobilien auch Wertanlagen sind und mir gedacht: gut ich zahl den Kredit, aber vielleicht krieg ich mindestens das wieder raus, sollte ich verkaufen müssen.
Das ist wohl auch ein "anerzogener" Bias der ländlicheren Bevölkerung wo (größtenteils vererbte) Immobilien im Familienbesitz die Regel sind und wenig gemietet wird.
Das ist eine ländliche Tradition ja. Man baut ordentlich, damit man es auch an die (Enkel)Kinder weitergeben kann. Und das ist auch sinnvoll zu einem gewissen Grad, weil eine Immobilie auch viele Krisen übersteht und Sicherheit gibt
Das klingt zwar finanziell angenehmer als es ist da Häuser die über viele Jahrzehnte bewohnt und vererbt werden selbst wenn die Finanzierung irgendwann abbezahlt ist auch öfter teuer saniert/umgebaut/erweitert/etc. werden müssen aber (sehr) langfristig gesehen ists natürlich günstiger als mieten. Zum Verhängnis werden kann einem nur wenn man gezwungen ist umzuziehen, Immobilien sind so schrecklich im-mobil.
Das stimmt natürlich auch wieder, da hat man aber dann immer noch Optionen wie Verkauf oder vermieten (oder es stehen lassen und die Grundstückssteuer zahlen)
Das denke ich auch jeden Tag zu Feierabend. Also so irgendwann nach acht

.
Wie... du hast sowas wie feierabend?
Und das Problem ist halt: Im Gegensatz zu Verbrennern, bei denen die 6-stelligen Autos sich im Prinzip nur durch Comfort von den beinahe-4-stelligen und nur durch Prestige von den 5-steliigen Unterscheiden, bieten bei den Batterieautos wirklich nur die teuren Kisten die Mobilität, die sich die letzten Jahrzehnte als "genehm" herauskristalisiert hat. Vielleicht werden sich Gewohnheiten nochmal ändern, aber z.B. die Reichweite ist bei den Verbrennern auch recht zügig auf 500-800 km gewachsen und nie über 700-1000 km angestiegen. Das scheint also kein "mehr ist immer gut"-Parameter zu sein, sondern einer mit einem klar definierten Bereich, der als sinnvoll erachtet wird. (Zahlenwerte für normale Fahrt. Mein Vater hat neulich mal versucht, eine 250-km-Strecke ohne Nachtanken zu fahren und war sich vorher nicht sicher, ob er es schaffen würde. Der käme aber auch mit einer Akkuladung nicht weiter als 100 km

.)
Noch ist das so, ja. Vielleicht in 15 Jahren nicht mehr. Ich hoffe, dass es sich entwickelt wie bei vielen anderen technischen Gerätschaften, wo ein 200€ Smartphone auch schon ordentlich was leistet für 95% der User.
Wir hatten auch mal eine Zeit, in der die meisten Verbrenner nicht für Touren von mehr 100-300 km brauchbar waren, sich nur die Reichsten "Grand Tourer" leisten konnten, mit denen eine Alpenquerung eine Tour statt einer Tortur war und wo für die Ärmsten überhaupt kein Auto erschwinglich war. Auf diesem Stand stehen im Prinzip heute die Batterieautos.
Eben. Und in dieser Zeit hat man halt auch überlebt und daraus hat sich die heutige entwickelt.
Bei den Verbrennern vergingen nach dieser Zeit noch die 30er, 40er, 50er und Teile der 60er (im Osten noch die 70er, 80er und das beste von heute), ehe die "Massenmotorisierung" erreicht war. Hoffen wir, dass es diesmal etwas schneller geht ODER dass sich eine bessere Lösung findet...
Das ist ja worauf ich baue: technische Entwicklung oder andere (infrastrukturelle Lösungen).
In manchen Asiatischen Ländern lädt man sein E-Moped gar nicht, man nimmt den Akku raus, tauscht ihn gegen einen anderen, fährt weiter (gut, das wird beim 600kg Akku vom EQS schwer, aber ähnliche Konzepte gibts ja schon)
Könnte aufgehen. Wobei man eine Nutzungsdauer von mehr als 15-20 Jahren zwar erreichen, aber nicht durch Kaufentscheidungen fördern kann. Bei mir stand zum letzten Kauf aber auch fest, dass ich Abstriche an falscher Stelle vermeiden sollte, weil ich den Wagen definitiv mehr als 10 Jahre, ggf. 20 Jahre behalten werde - nicht zwingend um auf das erste "brauchbare" Batterieauto zu warten, sondern einfach weil mich aktuell jeder einzelne Trend in der Branche ankotzt und es bei den meisten Entwicklungen wohl mindestens 10 Jahre dauert, bis die Richtung kippt und dann noch ein paar Jahre, bis vielleicht mal wieder was zu mir passendes vorbeikommt. Bis dahin hat der aktuelle durchzuhalten oder ich muss ein Schwesterexemplar gebraucht kaufen.
Ich kaufe meist gebraucht, günstig, aber Autos die im Durchschnitt hohe Kilometerleistugnen erreichen (gibt ja genug Langstreckenerfahrungen nach einigen Jahren). Es ist natürlich dennoch ein gewisses Glücksspiel, man kann auch ein Montagsprodukt kaufen. Bislang hatte ich Glück *auf Holz klopf* und jedes meiner autos hat über 400.000km erreicht (ok der Ford soll ja noch fahren, der ist bei 260)
Wie soll das Vermögen sich auch bilden, wenn man jedes Jahr 7000-8000 € für die nicht-eigene Immobilie verliert Und unsere Miete (kalt, exkl. Nebenkosten für diese Betrachtung, denn heizen und pflegen muss man ja auch Eigentum) ist nicht durchaus nicht die höchste.
Das war für mic hder Grund zu kaufen: als ich gesehen habe ich kriege mit einem Kredit über 20-30 Jahre eine Kondition wo ich weniger für den Kredit monatlich ausgebe, als ich etwa für Miete zahlen würde (und Mietpreise steigen ja auch noch, während ein Kredit gleich bleibt) war klar ich will mir was kaufen.
Am Ende HAT man auch was und kann es notfalls auch wieder verkaufen.
Wenn ich mal im Umkreis von 2 km nach 65-85 m² suche, liegt der Median im Moment bei 750 € im Monat (vor Corona dürfte er noch deutlich höher gewesen sein). Wenn jemand 30 Jahre an einem Ort lebt, sind das 27000 €, die nicht mehr er hat, sondern jemand anders dafür, dass er Steine hat aufeinander stehen lassen.
Da fehlt eine Null glaube ich
Aber ja, um 270.000 würde man eben schon diverse Immobilien kaufen können und hat dann am Ende ja auch was zum Gegenwert. Es ist halt ein Investment. Und du hast natürlich recht, nicht jeder kann/will sich das leisten. Aber irgendwie wurden wir beide vielleicht anders erzogen. Bei mir ging es immer in diese Richtung, schon als Kind war mir das klar, während du ja selbst sagst du kommst aus einer Mieterfamilie, vielleicht ist ese einfach eine andere Herangehensweise.