Über 1.200 Kilometer: Tesla soll mit "Gemini-Batterie" besonders lang durchhalten

Irgendwie hat man beim Lesen so das Gefühl das hier einige noch schwarz/weiß denken.
Natürlich ist der aktuelle Stand E-Autos noch nicht für alle ein vollwertiger Ersatz zum Verbrenner.

Die meisten Autofahrer aber nutzen ihren PKW für Kurzstrecken, Einkaufen, Kinder wegbringen, Oma besuchen... die täglichen Fahrten um die 5 - 20km eben. Wer eine eigene Wallbox hat (meist Eigenheimbesitzer) und in diese Nutzergruppe fällt kann problemlos ein E-Auto nutzen. Selbst 100km am Tag ist kein Problem, das wird über Nacht nachgeladen. Da muss der Anwender halt mal ein wenig umdenken und seine Verhaltensweisen anpassen.
Und wenn man dann einmal im Jahr 500km in den Urlaub fahren will kann man sich für die 3 Wochen auch einen Mietwagen (Verbrenner) buchen. Ist ja vielleicht auch ganz nett im Urlaub nenn coolen Schlitten zu fahren. Natürlich hat nicht jeder die Möglichkeiten zum eigenen Laden und es gibt auch immer den Einen auf den passt das Konzept nicht. Deshalb ist das E-Auto (technologisch) aber nicht grundsätzlich verkehrt und für viele würde das E-Auto funktionieren wäre da nicht diese Abneigung.
Einziger Kritikpunkt in meinen Augen ist die Herstellung der Akkus, der Abbau von Lithium und anderen seltenen Elementen ist noch immer eine riesige Umweltbelastung.

Bräuchten wir privat ein Auto für tägliche Fahrten würde rein technisch auch ein E-Auto in Frage kommen. Da wir aber im Jahr zusammen vielleicht gerade so 3000km fahren lohnt sich nicht mal der Gedanke die 11 Jahre alte Karre auszutauschen. Sollte ich noch mal meinen Job wechseln und wieder mehr fahren wäre es aber eine Überlegung wert noch einmal in ein neues Auto zu investieren.

Das Größte Problem bleibt die flächendeckende Energieversorgung. Die Energie muss erst einmal zur Verfügung stehen und dann auch noch überall ankommen. Aber auch Benzin und Diesel kommen nicht von alleine aus der Erde und landen auch nicht von alleine fertig aufbereitet in der Tankstelle. Ein Liter Benzin hat bis zur Bereitstellung an der Zapfsäule auch schon ca. 1,5kWh Strom verbraucht. Bei 5l/100km sind das schon 7,5kWh Strom auf 100km die jeder Verbrenner "heimlich" verbraucht hat. Wenn ein E-Auto also so um die 15kWh/100km benötigt hätte man schon 50km mit dem Strom zur Bereitstellung von Benzin fahren können. Das wird von den E-Gegnern leider oft unterschlagen. Mein 11 Jahre alter Schlurren braucht 10l, damit hätte ich schon alleine 15kWh Strom pro 100km "frei" zur Verfügung. Für einen E-Golf reicht das schon.
Aber Fakt bleibt die zur Verfügung stehende Energie reicht trotzdem nicht wenn nun alle elektrisch fahren.

Das Pferd wurde auch nicht von einem Tag auf den anderen ersetzt, solche Dinge brauchen Zeit.
 
Werden wir in paar Jahren sehen! Wenn man Musk jedes Mal, wenn er etwas verspricht und nicht hällt, einen Zahn rausschlagen würde - würde der Typ schon nuscheln!
Der hat uns vor paar Jahren versprochen, dass die ersten Menschen im Jahre 2024 zum Mars aufbrechen werden, mit seinen Raketen!
Meine Erfahrung mit Tesla sind zwiegespalten, aber eines muss man Tesla/Musk zugestehen, mag sein das er nicht alles einhält was er verspricht und gerne etwas unterm Teppich kehrt..... fakt ist aber das er in den letzten Jahren mehr bewegt hat als so manche andere Firmen zusammen in der doppelten zeit.
Sein Model S war 2012 weiter als die meisten Hersteller aktuell noch.
Die Powerwall2 ist immer noch konkurrenzlos günstig zur angebotenen Leistung.
Die Falcon 9 ist absolut Konkurrenzlos was kosten, wieder Verwertbarkeit und Leistung bringt.
Starlink bringt schnelles Internet in die entlegensten Orten wo es sonst unmöglich wäre.
Über Design oder zu viele Satelliten kann man sich streiten, aber über das was er geschafft hat sicher nicht!
Du kannst uns aber gerne darüber aufklären was du alles in den letzten Jahren versprochen und geschafft hast!
 
Aber geht ja weniger um den Verbrauch als um den Feinstaubausstoß.
Das konnte mein A4 gar nicht.
Der hatte nur ein paar hundert at Einspritzdruck.
Da kamen stecknadelkopfgroße Rußflocken hinten raus.+

Und Aktivkohle reinigt die Umwelt, die war sogar in meinem Gasmaskenfilter drin - gegen Giftgas.

Dachte du willst den Indivdiualverkehr nicht haben.
Doch, schon.
Nur geht das Einkaufen mit den Öffentlichen zur Zeit so gar nicht auf dem Land.

Die Städter, die jeden Meter mit U- und S-Bahn fahren können plärren da meist an lautesten.
 
Also bei uns haben wirs so, dass bei den meistne Supermärkten Ladestationen vorhanden sind.
Kaufe ich 20 Mintuen ein, habe ich wieder einige Hundert KM im "Tank".
Zu Hause und in der Arbet könnte ich ein E-Auto auch anhängen. Wie gesagt da wird halt die Gewohnheit sich leicht ändern müssen.
Bei der FAhrt in den Urlaub mache ich halt nach 500km mal 20 Minuten Pause.
Kaffee+Kacken und frische Luft schnappen.
... das funktioniert aber nur solange andere nicht auf die gleiche Idee kommen:
statt 20 Minuten einkaufen wirst du wohl erstmal warten das eine Ladesäule frei wird.
Und wenn du in den Urlaub fährst vorher eine Woche nicht Kacka machen weil du dann auch erstmal ne Säule finden musst die deine Karte akzeptiert bzw. eine die dich nicht arm macht.
Im Moment ist alles noch gut ....
 
Welches Batterieauto bietet denn sichere 500 km "manchmal"?

Ottonormalverbraucher braucht auch auf 90% der Fahrten nicht mehr als einen Sitzplatz und keine Geschwindigkeiten über 60 km/h, kauft aber trotzdem kein Twike. Sondern ein Fahrzeug, dass 100% seiner Mobilität abdecken kann.
Also ein Bus-SUV-Pickup mit 8 Sitzen?
Kein Auto deckt alle Bedürfnisse ab.
Viele Leute fahren ein Auto weil sie ein Auto brauchen, nicht wegen der hohen Reichweite.
Ihr habt Supermärkte mit 100 kW Schnellladern?? :wow:
im ganzen "Dorf" stehen diverse Lade und Schnelladestationen, ich weiß nicht wieviel KW, ich kann dir aber mal nachschauen
Doch, schon.
Nur geht das Einkaufen mit den Öffentlichen zur Zeit so gar nicht auf dem Land.

Die Städter, die jeden Meter mit U- und S-Bahn fahren können plärren da meist an lautesten.
achso. ja das nervt mich auch ziemlich, weil die irgendwie nicht aus ihrem Weltbild rauskönnen und glauben jeder lebt so wie sie oder müsse so leben. Ich könnte das nicht.
... das funktioniert aber nur solange andere nicht auf die gleiche Idee kommen:
statt 20 Minuten einkaufen wirst du wohl erstmal warten das eine Ladesäule frei wird.
so ein Nonsense.
Und wenn du in den Urlaub fährst vorher eine Woche nicht Kacka machen weil du dann auch erstmal ne Säule finden musst die deine Karte akzeptiert bzw. eine die dich nicht arm macht.
Im Moment ist alles noch gut ....
Angebot und Nachfrage
 
Also ein Bus-SUV-Pickup mit 8 Sitzen?

Wenn man eine große Familie hat: Ja. Bei mehr als zwei Kindern aufwärst kenne ich eigentlich nur VW-Busse, seltener Vans oder SUVs in gleicher Größe, sofern man es sich leisten kann (meist mehr oder minder gut gebraucht, was vielleicht das Van:SUV-Verhältnis erklärt). Die meisten Haushalte sind aber nicht so groß und kaufen Fünfsitzer - die aber eben auf 80% der Fahrten mit nicht mehr als einer und auf weiteren 15% nur mit zwei Personen unterwegs sind. Und tatsächlich mit fünf Personen seltener als einmal im Jahr.

Natürlich ist das Angebot an Autos mit mehr als zwei aber weniger als vier vollwertigen Sitzplätzen auch praktisch gleich null, genauso wie das von Fahrzeugen mit exakt zwei Sitzplätzen und nenneswert Kofferraum, weswegen jeder, der mal eine dritte Person transportieren oder zusätzlich zu zwei Personen noch was einladen will, bei einem Fünfsitzer landet. Aber genau diese 2+x-Anforderung besteht eben auf 90-95% der Fahrten überhaupt nicht. Würde man die von Batterieauto-Fans immer ins Feld geschobenen "90% sind eh nicht weiter als 50 km"-Gedanken auf Sitzplätze und Stauraum übertragen, dann wäre seit Erscheinen des Smarts praktisch kein anderes Auto mehr verkauft worden, weil dessen Platzangebot eben für >90% aller Fahrten ausreicht.

Die Realität auf unseren Straßen sieht aber aus gutem Grund anders aus. Mit Ausnahme von dem, was im englischensprachraum Cyclecar heißt und in Deutschland nicht wirklich einen Namen hat, aber nach der Zwischenkriegszeit nur noch in der britischen Dreirad-Sonderregelung weiterlebte, wurden Autos noch nie gekauft, um ein Teil der Mobilität gerade eben so abzudecken. "Auto", das ist auch und gerade die Freiheit, jederzeit an jeden Ort fahren zu können und dabei all das mitzuführen, was man für so einen Trip braucht - auch wenn man das am Ende nur zweimal im Jahr macht. Wer immer lange planen, sich arrangieren und ggf. Alternativen organisieren möchte, der braucht gar kein Auto, sondern nimmt die Bahn. (und ja, so einer lebt genau deswegen auch nicht an einem Arsch der Welt und arbeitet am anderen, weil er seine Bedürfnisse eben geplant und/oder sich arrangiert hat.)

im ganzen "Dorf" stehen diverse Lade und Schnelladestationen, ich weiß nicht wieviel KW, ich kann dir aber mal nachschauen

Das es überhaupt Schnelllader sind, wenn vielleicht auch nur die normalen 50er und nicht die von dir in den Raum geschmissenen High-End-Teile, ist schon sehr erstaunlich. Was ich bislang so gesehen habe und was hier am Straßenrand gebaut wird, ist fast durch die Bank die 11-kW-Klasse. (Was ja im Rahmen des Ziels, dass es an praktisch jedem Parkplatz steht, auch reichen würde, aber in der Realität, die diesem Ziel nicht einmal nahe kommen kann, keine "Tankstelle" für diejenigen ersetzt, die an heimischen Parkplätzen nicht laden können.)
 
Wenn man eine große Familie hat: Ja. Bei mehr als zwei Kindern aufwärst kenne ich eigentlich nur VW-Busse, seltener Vans oder SUVs in gleicher Größe, sofern man es sich leisten kann (meist mehr oder minder gut gebraucht, was vielleicht das Van:SUV-Verhältnis erklärt). Die meisten Haushalte sind aber nicht so groß und kaufen Fünfsitzer - die aber eben auf 80% der Fahrten mit nicht mehr als einer und auf weiteren 15% nur mit zwei Personen unterwegs sind. Und tatsächlich mit fünf Personen seltener als einmal im Jahr.

Natürlich ist das Angebot an Autos mit mehr als zwei aber weniger als vier vollwertigen Sitzplätzen auch praktisch gleich null, genauso wie das von Fahrzeugen mit exakt zwei Sitzplätzen und nenneswert Kofferraum, weswegen jeder, der mal eine dritte Person transportieren oder zusätzlich zu zwei Personen noch was einladen will, bei einem Fünfsitzer landet. Aber genau diese 2+x-Anforderung besteht eben auf 90-95% der Fahrten überhaupt nicht. Würde man die von Batterieauto-Fans immer ins Feld geschobenen "90% sind eh nicht weiter als 50 km"-Gedanken auf Sitzplätze und Stauraum übertragen, dann wäre seit Erscheinen des Smarts praktisch kein anderes Auto mehr verkauft worden, weil dessen Platzangebot eben für >90% aller Fahrten ausreicht.

Die Realität auf unseren Straßen sieht aber aus gutem Grund anders aus. Mit Ausnahme von dem, was im englischensprachraum Cyclecar heißt und in Deutschland nicht wirklich einen Namen hat, aber nach der Zwischenkriegszeit nur noch in der britischen Dreirad-Sonderregelung weiterlebte, wurden Autos noch nie gekauft, um ein Teil der Mobilität gerade eben so abzudecken. "Auto", das ist auch und gerade die Freiheit, jederzeit an jeden Ort fahren zu können und dabei all das mitzuführen, was man für so einen Trip braucht - auch wenn man das am Ende nur zweimal im Jahr macht. Wer immer lange planen, sich arrangieren und ggf. Alternativen organisieren möchte, der braucht gar kein Auto, sondern nimmt die Bahn. (und ja, so einer lebt genau deswegen auch nicht an einem Arsch der Welt und arbeitet am anderen, weil er seine Bedürfnisse eben geplant und/oder sich arrangiert hat.)
Das war nicht ganz ernst gemeint. Ich meinte damit, dass es die "Eierlegende Wollmilchsau" auch nicht unter den Verbrennern gibt.

Im Amerikanischen Raum sind die Autos ja oft keine Autos mehr, sondern Trucks. Nicht weil mans täglich benötigt, nein, ist halt Lifestyle. Genauso wie allradgetreibene SUVs kaum jemand braucht.
Und ja ich hab mir kürzlich eine elektrische V-Klasse angesehen, tolles Auto. Kommt auch halbwegs weit.
Das es überhaupt Schnelllader sind, wenn vielleicht auch nur die normalen 50er und nicht die von dir in den Raum geschmissenen High-End-Teile, ist schon sehr erstaunlich. Was ich bislang so gesehen habe und was hier am Straßenrand gebaut wird, ist fast durch die Bank die 11-kW-Klasse. (Was ja im Rahmen des Ziels, dass es an praktisch jedem Parkplatz steht, auch reichen würde, aber in der Realität, die diesem Ziel nicht einmal nahe kommen kann, keine "Tankstelle" für diejenigen ersetzt, die an heimischen Parkplätzen nicht laden können.)
Ist allgemein schräg, weil hier eh die meisten mit solchen Autos die Solarzellen am Dach haben. Naja mal schauen wohin das führt...
 
Ich meinte damit, dass es die "Eierlegende Wollmilchsau" auch nicht unter den Verbrennern gibt.
Das sicherlich nicht, aber mit einem "Standardverbrenner"-Auto ohne besonderen Schnickschnack muss ich mir einfach um Dinge keine Gedanken machen die bei einem Elektroauto Planung erfordern, auch wenn diese Dinge nur ein paar Mal im Jahr vorkommen.

Klar nahezu alles was ich mit meiner Golfklasse anstelle könnte ein e-Auto der gleichen Größe auch. UNd ich könnte sogar zu Hause locker schnell genug laden. Aber (mal den viel höheren Preis der das Hauptargument war warum ich kein e-Auto gekauft habe außen vor) ich verstehe das Argument von ruyven schon denn übertrieben gesagt könnte ich mich die Nacht spontan entscheiden nach Fürth in die Redaktion zu fahren (~400km für mich), morgens mit Thilo nen Kaffee zu trinken und wieder heimzufahren. Tanken - hin - tanken - zurück. Mit nem e-Auto müsste ich schon kucken ob der Akku voll ist, wo ich wann zwischendurch laden kann, wie lange ich für den Kaffee brauchen muss bis die Ladesäule (die sogar direkt vor der Redaktion steht) die Kiste vollgeladen hat sofern sie funktioniert, wie ich mit welchem System was zahle und so weiter.
Selbst wenn man sich bewusst macht dass diese erfundene Nummer so sicher nie eintreten wird schreckt alleine schon der Gedanke daran wie das ablaufen würde viele davon ab, auf Elektro umzusteigen. Es geht gar nicht mal darum wie oft oder ob überhaupt so ein Szenario eintritt (bei mir ists sehr selten dass ich mal mehr als 200km am Stück fahre, zumindest mit meinem eigenen Auto), selbst wenn ein Autofahrer niemals solche Probleme hätte weil er nie solche Strecken fährt würde er nicht umsteigen wollen weil er dadurch eine Option verliert, selbst wenn er sie niemals gezogen hätte. Das ist rational gesehen natürlich unsinnig aber Menschen sind nicht unbedingt dafür bekannt bei Kaufentscheidungen besonders rational zu sein.
 
Die mir persönlich bekannte Krönung war ein spontaner 3000 km Dreieckstripp von Samstag auf Sonntag, um eine wegen Fluglotsenstreik festsitzende Person von Italien nach Spanien zu fahren.

Sollte man ein Verkehrsmittel nur kaufen, wenn es sowas <60 Minuten nach der Entschlussfassung ohne zu Murren mitmacht? Nein. Aber man kann sich vorstellen, das ein Verkehrsmittel, dass so selbst so etwas wegsteckt, einem auch in anderen, sinnvolleren Situationen Möglichkeiten eröffnet, die man ohne nicht hätte.

Das war nicht ganz ernst gemeint. Ich meinte damit, dass es die "Eierlegende Wollmilchsau" auch nicht unter den Verbrennern gibt.

Es ist ein Argument, dass oft genug ernsthaft angeführt wird und deswegen im Rahmen so einer Dikussion auch ruhig argumentativ wiederlegt werden kann ;) .

Ein Kompromiss aus Wünschenswertem und Machbarem sind auch Verbrenner immer. Aber sehr oft betrifft das nur den Komfort: Mit 7,5 Tonner zieht es sich sicherlich entspannter um, als mit einem Golf. Aber im Zweifelsfall geht selbst letzteres, denn von Ab- bis Aufbau braucht ein Umzug eh mehr als einen Tag und bis zu einer gewissen Entfernung schafft der Golf auch eine ganze Reihe Touren am Tag. Aber bei der Reichweite kommt man halt schnell in Bereiche, wo etwas gar nicht mehr praktikabel ist, z.B. ohne Planung von Schlafmöglichkeiten und Aushandlung zusätzlicher Urlaubstage ans Mittelmeer fahren und dort eine vergleichbar lange Zeit verbringen. Oder zu einem Bekannten aufs Land und am gleichen Tag zurückfahren. Oder ...
Vor längerer Zeit gab es ähnliches bei der Geschwindigkeit: Wenn eine Karre nur 90 schafft, schafft man damit viele Touren einfach nicht, die mit einem 130-tauglichen Auto problemlos möglich sind. Entsprechend hat sich das Angebot gewandelt. Abszusprechen, dass Batterieautos einen massiven Nachteil haben, wenn ihnen eine bislang als vollkommen normal erachtete Fähigkeiten fehlt, nur weil diese nicht täglich genutzt wurde, ist einfach falsch.

Ist allgemein schräg, weil hier eh die meisten mit solchen Autos die Solarzellen am Dach haben. Naja mal schauen wohin das führt...

Immer tiefer in die soziale Spaltung. Im Moment kann jemand, der ausreichend Eigenkapital für den Einstieg hat
- sich ein Haus wos schön ist mit einem geförderten Immobilienkredit kaufen
- es mit Fördergeldern sanieren
- eine subventionierte Solaranlage draufbauen
- eine staatliche finanzierte Wallbox installieren lassen
- einen dicken Zuschuss zu einem Batterieauto kassieren
- und Pendlerpauschale dafür einstreichen, dass er es fährt.

Jemand, der kein Eigenkapital für den Start hat, der kann Abgaben zahlen, in der überteurten Dreckbude an der Einfallsstraße am Lärm zugrunde gehen und wenn er viel Glück hat, eine klapprige Gebrauchtkarre 1 km weiter an den Straßenrand stellen, mit der am Wochenende vielleicht mal ins Grüne fahren darf. Aber zumindest das mit dem Hinstellen wird ihm auch zunehmend verboten - schließlich muss der Batterieautofahrer ja irgendwo parken und laden können, wenn er einen Shopping-Ausflug macht oder ins Kabarett will.
 
Zuletzt bearbeitet:
... das funktioniert aber nur solange andere nicht auf die gleiche Idee kommen:
statt 20 Minuten einkaufen wirst du wohl erstmal warten das eine Ladesäule frei wird.
so ein Nonsense.

@Rollora:

Man kann sich auch die Realitäten zurechtbasteln und in seiner eigenen Welt leben -
was für dich Nonsens ist ist für die anderen dann aber Realität.
Und wenn bei dir im Dorf die Ladesäulen an jeder Ecke stehen dann heißt das noch lange nicht das auch im restlichen Deutschland so ist.
Komm mal raus in die richtige Welt ...
 
... ich verstehe das Argument von ruyven schon denn übertrieben gesagt könnte ich mich die Nacht spontan entscheiden nach Fürth in die Redaktion zu fahren (~400km für mich), morgens mit Thilo nen Kaffee zu trinken und wieder heimzufahren. Tanken - hin - tanken - zurück. Mit nem e-Auto müsste ich schon kucken ob der Akku voll ist, wo ich wann zwischendurch laden kann, wie lange ich für den Kaffee brauchen muss bis die Ladesäule (die sogar direkt vor der Redaktion steht) die Kiste vollgeladen hat sofern sie funktioniert, wie ich mit welchem System was zahle und so weiter.
Ich verstehe ihn auch. In einer Diskussion gibts halt unterschiedliche Betrachtungswinkel. Jeder hat aus seinem Winkel recht.
Ich fahre während der Woche kurzstrecken (25km pro Weg in die Arbeit) und am Wochenende längere (250 zu den Schwiegereltern, 600+ manchmal in den Süden zum Ferienhaus).
Und auch ich hätte das vor wenigen Jahren noch sehr kritisch gesehen.
Ich war auch derjenige der 2007 gesagt hat: ein Smartphone? 1x am Tag laden? Niemals, ich komme mit meinem HAndy locker eine Woche aus und kann es ohne Aufladen überall mitnehmen.
Über die Zeit haben sich manche Gewohnheiten halt geändert. Ich bin oft skeptisch/kritisch neuem gegenüber. Auch bei E-Autos warte ich noch auf eine gewisse "Reife"
Selbst wenn man sich bewusst macht dass diese erfundene Nummer so sicher nie eintreten wird schreckt alleine schon der Gedanke daran wie das ablaufen würde viele davon ab, auf Elektro umzusteigen.
Ja, aber da ist man sich ehrlicherweise selbst im Weg wenn man sich ein Szenario ausdenken muss, das so vielleicht nie kommt. Es gibt auch Szenarien wo es andersrum geht. Eben wenn ich länger ohne Strom auskommen soll, aber mein Nokia nicht mehr läuft dafür mein 1-Tages-Smartphone. Oder man fährt durch die Wüste, kein Sprit, aber hätte ein hypothetisches Solarpanel fürs langsame Laden mit... oder es kommt die Apokalypse und und und. In manchen Ländern gibts überhaupt kein solches Tankstellennetz wie wir es haben, die müssen sich das mit dem Verbrenner ähnlich einteilen wie du jetzt mit dem Elektroauto

In meinem Fall habe ich die von dir und Ruyvens Bedenken auch, aber das meiste geht mit etwas Umgewöhnen.
Ich habe nach einem Unfall mit mehreren Behinderungen leben gelernt, da werde ich auch damit umgehen lernen das Auto ab und an anzustecken und längere Pausen einzulegen.
Im Moment stört mich eher, dass ich mit meinem Verbrenner gar nicht in manche Städte rein darf. Ist ein sehr ähnliches Problem. Muss ich drumrum planen oder das Auto wegwerfen
Es geht gar nicht mal darum wie oft oder ob überhaupt so ein Szenario eintritt (bei mir ists sehr selten dass ich mal mehr als 200km am Stück fahre, zumindest mit meinem eigenen Auto), selbst wenn ein Autofahrer niemals solche Probleme hätte weil er nie solche Strecken fährt würde er nicht umsteigen wollen weil er dadurch eine Option verliert, selbst wenn er sie niemals gezogen hätte. Das ist rational gesehen natürlich unsinnig aber Menschen sind nicht unbedingt dafür bekannt bei Kaufentscheidungen besonders rational zu sein.
Ja. Und fürs Emotionale diskutieren wir ja hier. Apropo Emotion: mir würde zum Teil auch das Motorengeräusch und Schalten abgehen.
Aber bei der Reichweite kommt man halt schnell in Bereiche, wo etwas gar nicht mehr praktikabel ist, z.B. ohne Planung von Schlafmöglichkeiten und Aushandlung zusätzlicher Urlaubstage ans Mittelmeer fahren und dort eine vergleichbar lange Zeit verbringen. Oder zu einem Bekannten aufs Land und am gleichen Tag zurückfahren. Oder ...
Das sind alles Dinge die du darstellst als wären es tatsächliche Gamechanger.
Tatsächlich gabs diese Themen aber schon immer. Und ich bin schon öfter mitm E-Auto ans Mittelmeer gefahren, das geht schon, erst recht geht das in einigen Jahren dann (und wir reden ja nicht nur vom Istzustand denke ich, sondern auch was sich noch entwickeln kann/wird und ob das E-Auto eine Zukunft hat als Alternative zum Verbrenner). Angenommen du leistest dir einen EQS fährst du ab der Garage knappe 500km und dann mit ein paar Pausen jeweils noch 200 km. Das wird in Zukunft ja mehr.
Für mich geht sich das dann schön aus, wenn du weiter nördlich wohnst sind halt weitere 2-3 Pausen a 20 Minuten notwendig, ja. Soll man ja sowieso machen.
Extra Planen/Schlafmöglichkeiten etc. Man kann das jetzt als großen Weltuntergang bezeichnen, aber die Leute sind früher auch nicht gestorben daran und ich auch nicht wenn ich mit den Kindern nicht 10h durchfahren wollte. Wenn es nur "Urlaub" ist, wenn man angekommen ist, macht man eh schon was falsch, wir haben es mit der Familie so gehalten, dass auch die Reise ein Abenteuer sein darf, dann macht man halt interessante Zwischenstops und -Ziele

Vor längerer Zeit gab es ähnliches bei der Geschwindigkeit: Wenn eine Karre nur 90 schafft, schafft man damit viele Touren einfach nicht, die mit einem 130-tauglichen Auto problemlos möglich sind. Entsprechend hat sich das Angebot gewandelt. Abszusprechen, dass Batterieautos einen massiven Nachteil haben, wenn ihnen eine bislang als vollkommen normal erachtete Fähigkeiten fehlt, nur weil diese nicht täglich genutzt wurde, ist einfach falsch.
wo spreche ich das ab. Ich spreche von Gewohnheitsadaption. Siehe mein Handybeispiel oben. Das haben wir auch überlebt.
Wir sind als Menschen dann ja dem absoluten Untergang geweiht, wenn wir es immer nur schaffen und in die eine Richtung (bequemer) zu entwickeln und um einen Umstand herum nicht planen zu können.
Meine Eltern hassten E Autos aus genau den Argumenten, jetzt sind sie ein paar Mal damit herumgekurvt schon wollen sie eines haben. Wenn man sich mit über 70 noch so umgewöhnen kann wird uns das auch gelingen ;)
Immer tiefer in die soziale Spaltung. Im Moment kann jemand, der ausreichend Eigenkapital für den Einstieg hat
- sich ein Haus wos schön ist mit einem geförderten Immobilienkredit kaufen
Nicht selten ist ein Haus im Grünen günstiger als eine Wohnung.
Will ich in München eine Wohnung kaufen kann ich mir am Land draußen davon mehrere Häuser + Garagen + Autos kaufen.

- es mit Fördergeldern sanieren
- eine subventionierte Solaranlage draufbauen
- eine staatliche finanzierte Wallbox installieren lassen
- einen dicken Zuschuss zu einem Batterieauto kassieren
- und Pendlerpauschale dafür einstreichen, dass er es fährt.
Das Argument mit der sozialen Spaltung stimmt zwar, aber gehört hier ja nicht her. Daran sind ja keine E-Autos schuld.
Jemand, der kein Eigenkapital für den Start hat, der kann Abgaben zahlen, in der überteurten Dreckbude an der Einfallsstraße am Lärm zugrunde gehen und wenn er viel Glück hat, eine klapprige Gebrauchtkarre 1 km weiter an den Straßenrand stellen, mit der am Wochenende vielleicht mal ins Grüne fahren darf. Aber zumindest das mit dem Hinstellen wird ihm auch zunehmend verboten - schließlich muss der Batterieautofahrer ja irgendwo parken und laden können, wenn er einen Shopping-Ausflug macht oder ins Kabarett will.
Also Übertreibungen helfen der Argumentation nicht.
Klar, heute ist man kein Boomer mehr, aber selbst heute sind gewisse Dinge durchaus leistbar wenn man will. Nicht jeder ist gleich im Extrem, selbst die Billa-Kassiererin im Dorf hat Haus gebaut, Kredit ist ja günstig. Land am Land auch.
Ich kann mir in der Stadt (s. oben) auch nichts sofort leisten, aber ich gebe mich dann halt mit einem Haus am Land zufrieden.
Da gibts durchaus günstiges und sonst baut man halt selbst.
so ein Nonsense.

@Rollora:

Man kann sich auch die Realitäten zurechtbasteln und in seiner eigenen Welt leben -
was für dich Nonsens ist ist für die anderen dann aber Realität.
Und wenn bei dir im Dorf die Ladesäulen an jeder Ecke stehen dann heißt das noch lange nicht das auch im restlichen Deutschland so ist.
Komm mal raus in die richtige Welt ...
Wow, was für eine tolle Argumentation... einfach alle Meinungen die nicht der eigenen entsprechen (oder wenn sie nicht verstanden werden) als "nonsense" bezeichnen!

Ich bastle mir keine eigene Welt, diese hier ist vielfältig genug.
Erklärst du mir es gäbe nur reiche, zeige ich dir arme Leute auf. Und die dazwischen. Erklärst du mir alle benötigen dringend einen Verbrenner, zeige ich dir Beispiele wo und wie das völlig ohne geht. Oder wie man vielleicht beides sinnvoll einsetzen kann.
Die Welt ist nicht nur Schwarz und Weiß.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Rollora:
Hat keinen Sinn hier mit dir - du scheinst gerne und viel zu schreiben: aus DEINER Sicht und grenzt die anderen aus.
Und das Beste kommt (für mich) zum Schluss - das hier sagt ja alles:
"Wow, was für eine tolle Argumentation... einfach alle Meinungen die nicht der eigenen entsprechen (oder wenn sie nicht verstanden werden) als "nonsense" bezeichnen!"
Ich habe DICH damit zitiert, DU hast meinen Beitrag als "nonsense" bezeichnet - wer also ???

Grundsätzlich sollte man die Meinung des Anderen respektieren und nicht seine "eigene Welt" als Maßstab nehmen,
auch wenn du schon ewig elektrisch mobil unterwegs bist und Erfahrungen gesammelt hast ist das schön das dir diese Möglichkeiten offenstanden.
Diese Möglichkeiten (egal welcher Art) hat nun mal nicht jeder, um objektiv darüber urteilen zu können müsste dann jeder auch alles persönliche offenlegen was Alter, Beruf, finanzieller Background, familiäre Verhältnisse oder Wohnstatus betrifft nur um mal einige zu nennen.
Dann kann man sich auch gegenseitig besser verstehen und brauch sich nicht "angehen" wie das leider so oft passiert.
 
@Rollora:
Hat keinen Sinn hier mit dir - du scheinst gerne und viel zu schreiben: aus DEINER Sicht und grenzt die anderen aus.
Und das Beste kommt (für mich) zum Schluss - das hier sagt ja alles:
"Wow, was für eine tolle Argumentation... einfach alle Meinungen die nicht der eigenen entsprechen (oder wenn sie nicht verstanden werden) als "nonsense" bezeichnen!"
Ich habe DICH damit zitiert, DU hast meinen Beitrag als "nonsense" bezeichnet - wer also ???

Grundsätzlich sollte man die Meinung des Anderen respektieren und nicht seine "eigene Welt" als Maßstab nehmen,
auch wenn du schon ewig elektrisch mobil unterwegs bist und Erfahrungen gesammelt hast ist das schön das dir diese Möglichkeiten offenstanden.
Diese Möglichkeiten (egal welcher Art) hat nun mal nicht jeder, um objektiv darüber urteilen zu können müsste dann jeder auch alles persönliche offenlegen was Alter, Beruf, finanzieller Background, familiäre Verhältnisse oder Wohnstatus betrifft nur um mal einige zu nennen.
Dann kann man sich auch gegenseitig besser verstehen und brauch sich nicht "angehen" wie das leider so oft passiert.
der einzige der angegangen ist, bist du. Lies dir deinen provokant einseitigen Schreibsel nochmal durch, den ich als Nonsense einfach abgetan habe weil er selbst schon nicht diskutabel war.
Ich ksnns dir auch gerne aufzeichnen, dass das alles Herausforderungen sind, die es eben noch zu bewältigen gilt, sber durchaus keine Weltuntergänge oder sonstwas. Noch dazu WEIL diese Probleme schon gelöst wurden
Ich habe mit den anderen beiden nur argumentiert.
Wenn dir nicht klar ist, dass ich hier nur Argumente ausgetauscht wurden lern bitte zuerst sinnerfassend lesen bevor du beleidigst
Dann würdest du lesen können, dass ich eben mehrere Perspektiven darstelle.

Ja E-Autos haben Probleme, niemand bestreitet das. Die Überdramatisierung löst halt Extrempositionen aus.
Die Frage ist eher; wie löst man sie in Zukunft.
Antwort ist wohl: durch bessere Technik und Umgewöhnung von manchem Verhalten.
Es gibt für alles Lösungen, man muss also nicht so patzig antworzen wie du immer, sondern man könnte Argumente austauschen
... das funktioniert aber nur solange andere nicht auf die gleiche Idee kommen:
statt 20 Minuten einkaufen wirst du wohl erstmal warten das eine Ladesäule frei wird.
Und wenn du in den Urlaub fährst vorher eine Woche nicht Kacka machen weil du dann auch erstmal ne Säule finden musst die deine Karte akzeptiert bzw. eine die dich nicht arm macht.
Im Moment ist alles noch gut ....
Der Beitrag tut einfach so als wären die gerade frisch hinzu gekommenen Säulen genau nur in der Anzahl verbaubar.
Wenn mehr Autos kommen, kommen mehr Säulen, weil die Tankenbetreiber wohl gewinnorientiert arbeiten.
War letzte Woche in Kroatien, neue Autobahntanstellen auf dem Weg mit einer vielfachen Anzahl sn E-Steckern wie Zapfsäulen.

Startschwierigkeiten gabs auch bei anderen Technologien (Smartphones oder eben Autos). Wetten, dass die gelöst werden?
Und doweit ich weiß ksnn jeder sich einen Tesla o. Ä. ausborgen, das ist kein royales Recht

Wir sind hier in einem Forum von Tech-enthusiasten und wenns um das Thema E-Autos geht wird seit 15 Jahren diskutiert als würden sich Technologien und Infrastrukturen nicht verändern.
Und solange wir nur auf heute blicken, brauchen wir nicht lsnge weiterdiskutieren. Schauen wir mal 10 Jahre zurück: hier gabs noch keine e-Tankstellen oder Ladesäulen. Und jetzt? Noch sehr lokal, aber schon gute Infrastruktur an Hauptverkehrsadern, Geschäften etc.

Die Welt wird durch Angebot und Nachfrage regiert
 
Zuletzt bearbeitet:
Angenommen du leistest dir einen EQS fährst du ab der Garage

Wovon leisten?
Welche Garage?
:ugly:

knappe 500km und dann mit ein paar Pausen jeweils noch 200 km. Das wird in Zukunft ja mehr.
Für mich geht sich das dann schön aus, wenn du weiter nördlich wohnst sind halt weitere 2-3 Pausen a 20 Minuten notwendig, ja. Soll man ja sowieso machen.

Das macht dann auf 1200 km halt 60 Minuten zusätzlich und kostet somit einen Großteil der Reserve zwischen der Tagesfahrtdauer, die ich mir maximal zumuten möchte und derjenige, die ich brauche, um weiter als bis zur Riviera oder Venedig zu kommen. (Und ich fahr nicht ans Mittelmeer, um mich wie im heimischen Schwimmbad oder an einem See in Bayern zu fühlen :ugly: .)
Aber ja: Mit einem EQS ist es prinzipiell machbar, genauso mit einem S100 und, sobald die Schnellstlader europaweit gut ausgebaut sind, käme auch ein Taycan S in Frage. Aber was haben die alle gemeinsam? Ein klar sechsstelliges Preisschild. Seitdem der große S vor bald 10 Jahren zum ersten Mal solche Tagesfahrstrecken theoretisch in Reichweite gebracht hat (85er war praktisch noch etwas zu knapp) ist der größte Fortschritt bei Batterieautos mit hoher Reichweite, dass es vergleichbares (also "etwas zu knapp") jetzt auch im 3LR für 60000 statt 100000 € gibt. Bei der Entwicklung dürfte dann 2035 das erste Batterieauto mit den gewünschten Reichweiten-Eigenschaften auf den Markt kommen, das ich mir auch leisten kann und 2040 gibt es vielleicht die erste Auswahl, bei der mit etwas Glück noch 1-2 weitere Anforderungen erfüllt werden, die man an einen Wagen haben könnte. (Von den bislang genannten würden z.B. alle bis auf den S rausfallen, weil sie keinen vernünftigen Zugang zum Kofferraum haben. Alle bis auf den Taycan -der in der Hinsicht auch nur mangelhaft ist- wegen Bedienkonzept und Armaturendesign. Alle außer mutmaßlich dem EQS wegen dem Rundumblick und alle bis auf dem -in der Hinsicht auch nur mangelhaften- 3LR wegen der Parkplatzlänge. Verdammt kleine Schnittmenge :ugly:)

Ich spreche von Gewohnheitsadaption. Siehe mein Handybeispiel oben. Das haben wir auch überlebt.

Falscher Argumentationspartner:
Ich nutze bis heute kein Smartphone mobil :ugly:
(wobei die Akkulaufzeit da nur ein Teilproblem ist - bei dem bislang einzigen Gerät unter 1000 €, dass die anderen vermutlich gelöst hätte, lag sie dann aber bei unter 0,5 Tagen, was nun wirklich ZU wenig ist.)

Nicht selten ist ein Haus im Grünen günstiger als eine Wohnung.
Will ich in München eine Wohnung kaufen kann ich mir am Land draußen davon mehrere Häuser + Garagen + Autos kaufen.

Bitte mal die Blickweite vom Standpunkt zu einem geistigen Horizont erweitern:
Wohnung kaufen??? In München??????
Die Mehrheit der Deutschen wäre froh, wenn sie es sich leisten könnte, da eine zu mieten. Das ist genau das, was ich mit Anfangskapital meinte: Wenn man schon genug Kohle hat, kann man einige Vorteile in Anspruch nehmen, die unterm Strich dazu führen, dass man angenehmer lebt und sich u.a. viel herumfahren mit einem Batterieauto genehmigen kann, ohne dass besagte Kohle merklich weniger wird. Aber wenn man sie erst gar nicht hat, kann man dabei nur zusehen und Steuern zahlen.

Das Argument mit der sozialen Spaltung stimmt zwar, aber gehört hier ja nicht her. Daran sind ja keine E-Autos schuld.

Die Autos selbst nicht. Aber die Art und Weise, wie sie in Deutschland gefördert werden, sorgt sowohl für soziale Spaltung als auch dafür, dass Batterieautos überhaupt brauch- und für Besserverdienden bezahlbar sind. Hätten wir eine auf soziale Zusammenführung ausgelegte Verkehrspolitik, dann würden die Milliarden nicht Batterieautos, -hersteller und -infrastruktur gepumpt werden, sondern z.B. in Radwege und ÖPV. Dementsprechend wären die Autos 10-20% teurer und ein Schnellladernetz gäbe es entweder gar nicht oder der Strom dort müsste doppelt so teuer sein, um die Aufstellungskosten wieder reinzubringen.

Die Allgemeinheit geht hier massiv in Vorkasse und profitieren tun seit 5-10 Jahren und sicherlich auch noch die nächsten 5-10 Jahre überwiegend Personen mit überdurchschnittlichem Einkommen/Vermögen. Umgekehrt bleiben viel dringendere Dinge, die überwiegend oder in gleichen Teilen auch Ärmeren zugute gekommen wären, auf der Strecke, weil "kein Geld da ist".

aber ich gebe mich dann halt mit einem Haus am Land zufrieden.

Und erwartest, dass jemand anders dir die Infrastruktur, den Verkehr, etc. bezuschusst?


Um mal wieder eine meiner Aufklärungsrunden aus der Rubrik "so reich bist du wirklich!":

Das mittlere Vermögen in Deutschland wird mit 65000 € pro erwachsener Nase angegeben, also 110000 für Häuslehabenwoller Paar. Das ist aber kein Barvermögen, sondern wenigstens 20000 Restwert werden in einem Auto stecken, 10000 in Elektro- und Elektronikgeräten, 20000 in Einrichtung, Schmuck, Klamotten, Hobbykram, etc.. Altersvorsorge und sonstige Reserven (einschließlich einer gewissen Barreserve, die man auch mit Haus noch brauchen wird) sind schwerer abzuschätzen, aber passend zu den bisherigen Minimum-es-könnte-leicht-das-doppelte-sein würde ich mal 20000 ansetzen. Die Sparquote in Deutschland lag vor Corona im Schnitt bei 2500 € jährlich. Davon wird gut die Hälfte auch nach dem Hauskauf benötigt, um Auto/Haushaltsgeräte/... in regelmäßigen Abständen zu erneuern.

Wo bitte schön kann man nun in Deutschland mit maximal 40000 € Eigenkapital und maximal 1000 € jährlicher Tilungsfähigkeit ein Haus bauen? Falls du das ernsthaft als Konzept anbringen möchtest, würde ich wirklich gerne harte Zahlen sehen, wo und wie das gehen soll. (Mit Anleitung zum nachahmen :) )
Und selbst dann wäre es noch ein schwaches Argument, denn wir reden eben vom mittleren Vermögen und der durchschnittlichen Sparquote. Die Hälfte hat erste Möglichkeiten gar nicht und deutlich mehr als die Hälfte letztere nicht. Ein auch nur halbwegs gesamtgesellschaftlich tragbarer Vorschlag sollte aber wenigstens 80-90% der Bevölkerung mitnehmen. Und da ist man dann eben wieder bei der Frage nach Verkehrskonzepten, die auch für Mieter mit Parkplatz am Gehweg passen müssen.

Zieh ich mal den Abgleich mit anderen Zahlen, die ich hier häufiger zur Größe der "Landbevölkerung" rauskramen muss, würde ich Daumen*Pi sagen:
Es gibt in Deutschland mehr Leute, die in <15 km zu ihrem Arbeitsplatz wohnen und somit mit dem Fahrrad fahren könnten, als es Leute gibt, die ein Batterieauto und zusätzlich Lademöglichkeit samt dafür nötigem Häuschen ohne Zuschüsse bezahlen könnten.
 
Wovon leisten?
Welche Garage?
Du hast den falschen Job, ruyven (*SCNR*) :fresse:
Scherz beiseite, natürlich sind solche 100K-e-Autos weit davon entfernt für einen Normalsterblichen erschwinglich zu sein. Auch mit ziemlich gut bezahlten Jobs ist das eng und garantiert nicht besonders sinnvoll.
Bei der Entwicklung dürfte dann 2035 das erste Batterieauto mit den gewünschten Reichweiten-Eigenschaften auf den Markt kommen, das ich mir auch leisten kann und 2040 gibt es vielleicht die erste Auswahl, bei der mit etwas Glück noch 1-2 weitere Anforderungen erfüllt werden, die man an einen Wagen haben könnte.
Die Überlegung hatte ich tatsächlich auch bei der Entscheidung welcher Wagen meinen alten ersetzen soll: "Wenn der nächste Benziner nochmal so lange hält wie der jetzige sind wir grob so 2035 rum bis dahin sind dann Elektroautos in meiner Klasse vielleicht sehr brauchbar...".
Das mittlere Vermögen in Deutschland wird mit 65000 € pro erwachsener Nase angegeben
DAS überrascht mich jetzt wirklich - ich fühle mich grade trotz ziemlich überschaubarem Kontostand (den Kaufpreis des Autos gedanklich bereits abgezogen) spontan ziemlich reich als Besitzer von ein paar Hundert Quadratmetern Land mit nem Häuschen drauf. Bei der aktuellen Immobilienblase dürfte das den Mittelwert wahrscheinlich um das 3 oder 4-fache übersteigen.
Das ist wohl auch ein "anerzogener" Bias der ländlicheren Bevölkerung wo (größtenteils vererbte) Immobilien im Familienbesitz die Regel sind und wenig gemietet wird. Das klingt zwar finanziell angenehmer als es ist da Häuser die über viele Jahrzehnte bewohnt und vererbt werden selbst wenn die Finanzierung irgendwann abbezahlt ist auch öfter teuer saniert/umgebaut/erweitert/etc. werden müssen aber (sehr) langfristig gesehen ists natürlich günstiger als mieten. Zum Verhängnis werden kann einem nur wenn man gezwungen ist umzuziehen, Immobilien sind so schrecklich im-mobil.
 
Du hast den falschen Job, ruyven (*SCNR*) :fresse:

Das denke ich auch jeden Tag zu Feierabend. Also so irgendwann nach acht :ugly: .

Scherz beiseite, natürlich sind solche 100K-e-Autos weit davon entfernt für einen Normalsterblichen erschwinglich zu sein. Auch mit ziemlich gut bezahlten Jobs ist das eng und garantiert nicht besonders sinnvoll.

Und das Problem ist halt: Im Gegensatz zu Verbrennern, bei denen die 6-stelligen Autos sich im Prinzip nur durch Comfort von den beinahe-4-stelligen und nur durch Prestige von den 5-steliigen Unterscheiden, bieten bei den Batterieautos wirklich nur die teuren Kisten die Mobilität, die sich die letzten Jahrzehnte als "genehm" herauskristalisiert hat. Vielleicht werden sich Gewohnheiten nochmal ändern, aber z.B. die Reichweite ist bei den Verbrennern auch recht zügig auf 500-800 km gewachsen und nie über 700-1000 km angestiegen. Das scheint also kein "mehr ist immer gut"-Parameter zu sein, sondern einer mit einem klar definierten Bereich, der als sinnvoll erachtet wird. (Zahlenwerte für normale Fahrt. Mein Vater hat neulich mal versucht, eine 250-km-Strecke ohne Nachtanken zu fahren und war sich vorher nicht sicher, ob er es schaffen würde. Der käme aber auch mit einer Akkuladung nicht weiter als 100 km :ugly: .)

Wir hatten auch mal eine Zeit, in der die meisten Verbrenner nicht für Touren von mehr 100-300 km brauchbar waren, sich nur die Reichsten "Grand Tourer" leisten konnten, mit denen eine Alpenquerung eine Tour statt einer Tortur war und wo für die Ärmsten überhaupt kein Auto erschwinglich war. Auf diesem Stand stehen im Prinzip heute die Batterieautos. Bei den Verbrennern vergingen nach dieser Zeit noch die 30er, 40er, 50er und Teile der 60er (im Osten noch die 70er, 80er und das beste von heute), ehe die "Massenmotorisierung" erreicht war. Hoffen wir, dass es diesmal etwas schneller geht ODER dass sich eine bessere Lösung findet...

Die Überlegung hatte ich tatsächlich auch bei der Entscheidung welcher Wagen meinen alten ersetzen soll: "Wenn der nächste Benziner nochmal so lange hält wie der jetzige sind wir grob so 2035 rum bis dahin sind dann Elektroautos in meiner Klasse vielleicht sehr brauchbar...".

Könnte aufgehen. Wobei man eine Nutzungsdauer von mehr als 15-20 Jahren zwar erreichen, aber nicht durch Kaufentscheidungen fördern kann. Bei mir stand zum letzten Kauf aber auch fest, dass ich Abstriche an falscher Stelle vermeiden sollte, weil ich den Wagen definitiv mehr als 10 Jahre, ggf. 20 Jahre behalten werde - nicht zwingend um auf das erste "brauchbare" Batterieauto zu warten, sondern einfach weil mich aktuell jeder einzelne Trend in der Branche ankotzt und es bei den meisten Entwicklungen wohl mindestens 10 Jahre dauert, bis die Richtung kippt und dann noch ein paar Jahre, bis vielleicht mal wieder was zu mir passendes vorbeikommt. Bis dahin hat der aktuelle durchzuhalten oder ich muss ein Schwesterexemplar gebraucht kaufen.

DAS überrascht mich jetzt wirklich - ich fühle mich grade trotz ziemlich überschaubarem Kontostand (den Kaufpreis des Autos gedanklich bereits abgezogen) spontan ziemlich reich als Besitzer von ein paar Hundert Quadratmetern Land mit nem Häuschen drauf.

Tjo, so unterschiedlich können Welten sein. Ich war auch sehr überrascht - als Kind eines Mieterhaushalts aber, dass der Wert so hoch liegt. Weiß nicht genau, wie der Wert von Wohnungseinrichtungen genau berechnet wird (für meinen Überschlag habe ich mal den Mittelwert der denkbaren Extreme angenommen), aber ich glaube nicht, dass meine Familie in meiner Jugend mehr als (inflationskorrigierte) 30-40000 € "Vermögen" zzgl. Auto (gebraucht gekauft) bessessen hat. (Natürlich weiß ich nicht, was meine Eltern zusätzlich noch aufm Konto hatten). Mein jetziger Haushalt ist auf alle Fälle trotz DINK ein gutes Stück ärmer.

Wie soll das Vermögen sich auch bilden, wenn man jedes Jahr 7000-8000 € für die nicht-eigene Immobilie verliert Und unsere Miete (kalt, exkl. Nebenkosten für diese Betrachtung, denn heizen und pflegen muss man ja auch Eigentum) ist nicht durchaus nicht die höchste. Wenn ich mal im Umkreis von 2 km nach 65-85 m² suche, liegt der Median im Moment bei 750 € im Monat (vor Corona dürfte er noch deutlich höher gewesen sein). Wenn jemand 30 Jahre an einem Ort lebt, sind das 27000 €, die nicht mehr er hat, sondern jemand anders dafür, dass er Steine hat aufeinander stehen lassen.

Das klingt zwar finanziell angenehmer als es ist da Häuser die über viele Jahrzehnte bewohnt und vererbt werden selbst wenn die Finanzierung irgendwann abbezahlt ist auch öfter teuer saniert/umgebaut/erweitert/etc. werden müssen aber (sehr) langfristig gesehen ists natürlich günstiger als mieten. Zum Verhängnis werden kann einem nur wenn man gezwungen ist umzuziehen, Immobilien sind so schrecklich im-mobil.

Das stimmt wohl. Deswegen ist es für viele Landbewohner ja auch unvorstellbar, z.B. in die Nähe eines Jobs zu ziehen. Weil sie dann auf einen Schlag nicht nur ihre Privilegien bezüglich des Lebensumfelds, sondern auch einen erheblichen Teil ihres Vermögens verlieren würden. Daher kann ich das ja auch menschlich nachvollziehen, wenn jemand das nicht will - ich bin nur dagegen, dass Millionen von Leuten, die von vorneherein ärmer sind, sich an der Finanzierung des resulierenden Mobilitätsbedarf beteiligen und dessen Konsequenzen tragen sollen.
 
Wovon leisten?
Welche Garage?
:ugly:
Ich muss aufhören zu schreiben, wenn ich nur zwischendrin Zeit habe. Dann könnte ich auch mal meine Gedanken ausformulieren und nciht in der Mitte abbrechen und die andere Person raten lassen was ich meine ;-)
Also der EQS ist derzeit so ziemlich das Auto mit der größten Reichweite. Ich meine natürlich nicht, dass dieses 150.000€ Schlachtschiff ein normales Auto ist.
Und ich würde einfach davon ausgehen, dass diese Reichweiten in Zukunft (15 Jahren?) in die Massen kommen.
Meine gesamte Herangehensweise an E-Autos ist, dass diese noch etwas in den Kinderschuhen stecken (ist natürlich nicht ganz korrekt) und, dass sich da noch einiges Entwickelt was die Infrastruktur und die Ladegeschwindigkeiten wie Reichweiten betrifft.

Das macht dann auf 1200 km halt 60 Minuten zusätzlich und kostet somit einen Großteil der Reserve zwischen der Tagesfahrtdauer, die ich mir maximal zumuten möchte und derjenige, die ich brauche, um weiter als bis zur Riviera oder Venedig zu kommen. (Und ich fahr nicht ans Mittelmeer, um mich wie im heimischen Schwimmbad oder an einem See in Bayern zu fühlen :ugly: .)
Schon klar. Tu ich auch nicht. Also ich kann da nur von mir berichten: ich fahr auch mit 1 Tank durch derzeit, aber seit ich Kinder habe, sind viele, teils längere Pausen teil des Abenteuers. Das hätte ich mir vorher NIEMALS vorgestellt. Ich will ins Auto und rasch ans Ziel. Heute habe ich (dank meiner Frau) umgewöhnt und wir fahren deutlich länger, aber haben keinen Stress sondern Spaß bei der Fahrt, es ist quasi ab dem Moment schon sowas wie Urlaub wo ich ins Auto einsteige und nicht erst nach den Grenzen/Fähren etc.
Aber ja: Mit einem EQS ist es prinzipiell machbar, genauso mit einem S100 und, sobald die Schnellstlader europaweit gut ausgebaut sind, käme auch ein Taycan S in Frage. Aber was haben die alle gemeinsam? Ein klar sechsstelliges Preisschild.
Siehe oben: ich erwarte, dass diese Dinge runterkommen vom Preis (nicht der EQS, sondern die Reichweiten).
Auch diverse heutige Autos schaffen diese Distanzen nicht. Ich bin mal mit dem Ford meiner Frau gefahren, der säuft auf der Autobahn und ich bin nach 500km auch im roten Bereich. Gibt halt Autos die sind nicht für Langstrecken ausgelegt. Zumal mir dann der Arsch wehtut. Das kann aber an der Nacht davor auch gelegen haben...
Seitdem der große S vor bald 10 Jahren zum ersten Mal solche Tagesfahrstrecken theoretisch in Reichweite gebracht hat (85er war praktisch noch etwas zu knapp) ist der größte Fortschritt bei Batterieautos mit hoher Reichweite, dass es vergleichbares (also "etwas zu knapp") jetzt auch im 3LR für 60000 statt 100000 € gibt.
ja. Aber du kennst das ja von der Hardware: früher gabs auch weniger CPUs zu wesentlich höheren Preislagen.
Jetzt gibts gefühlt 100 Varianten von Intel und AMD CPUs zu allem was das Herz begehrt.
Es wird dauern, deshalb spreche ich nicht nötigerweise den Jetztzustand, sondern die Zukunft an.
Falscher Argumentationspartner:
Ich nutze bis heute kein Smartphone mobil :ugly:
(wobei die Akkulaufzeit da nur ein Teilproblem ist - bei dem bislang einzigen Gerät unter 1000 €, dass die anderen vermutlich gelöst hätte, lag sie dann aber bei unter 0,5 Tagen, was nun wirklich ZU wenig ist.)
Ich bentutze für das meiste fast immer ncoh PC/Notebook, mit dem Smartphone (Samsung A40) komme ich inzwischen 3-5 (1-2 wenn ich Surfe damit)Tage aus, wenn ich weiter wegfahre hilft der Stromsparmodus, dass es über eine Woche wird.
Bitte mal die Blickweite vom Standpunkt zu einem geistigen Horizont erweitern:
Wohnung kaufen??? In München??????
Ich habe München als Beispiel wegen der enorm hohen Preise gewählt, als Gegenargument zu einem Haus.
Aber es ist ja nicht nur in München so. Wohnungen in guter Lage sind oft teurer als Häuser in weniger guter Lage aber mit Raum.
Die Mehrheit der Deutschen wäre froh, wenn sie es sich leisten könnte, da eine zu mieten. Das ist genau das, was ich mit Anfangskapital meinte: Wenn man schon genug Kohle hat, kann man einige Vorteile in Anspruch nehmen, die unterm Strich dazu führen, dass man angenehmer lebt und sich u.a. viel herumfahren mit einem Batterieauto genehmigen kann, ohne dass besagte Kohle merklich weniger wird. Aber wenn man sie erst gar nicht hat, kann man dabei nur zusehen und Steuern zahlen.
Natürlich.
Das ist ja eh klar, so unfair das auch sein mag. Wenn es aber das langfristige Ziel ist, muss man halt anfangs sparsam leben. Angefangen hab' ich ohne Geld in einem Studentenheim um 200€ pro Monat (Internet,Strom, Wasser, waren inklusive). Ich habe als ich dann "flügge" wurde weiterhin günstig gewohnt, etwas außerhalb der Stadt und dafür auch deutlich weniger gezahlt. Hab halt länger in die Arbeit und ins Pub gebraucht als die Kollegen. Aber die haben halt mehr Geld gehabt oder es war ihnen egal, dass am Ende des Monats nichts übrig blieb, während ich das ganze immer steigern wollte um irgendwann etwas kaufen zu können.
Die waren halt eher "ich lebe im Hier und Jetzt, nicht in 10 Jahren" und haben teurer gewohnt, sind in teurere Bars gegangen, oft Essen gegangen etc. Ich ging in Studentenbars, hab selbst gekocht, nicht geraucht, günstig gelebt halt usw. Irgendwann blieb halt auch mal was übrig, die Bank hat das als Kreditkondition angenommen und so konnte ich mir eine Wohnung kaufen (aber natürlich nicht in München ;) . Dort wär ich ja auch nicht hingezogen, wenn ichs mir nicht leisten kann. Überhaupt ist die Diskussion mühsam: wenn ich ein Ziel habe, es mir aber nicht leisten kann muss ich entweder das Ziel oder meine Lebensumstände ändern).
Die Autos selbst nicht. Aber die Art und Weise, wie sie in Deutschland gefördert werden, sorgt sowohl für soziale Spaltung als auch dafür, dass Batterieautos überhaupt brauch- und für Besserverdienden bezahlbar sind. Hätten wir eine auf soziale Zusammenführung ausgelegte Verkehrspolitik, dann würden die Milliarden nicht Batterieautos, -hersteller und -infrastruktur gepumpt werden, sondern z.B. in Radwege und ÖPV.
Stimme zu. Das Problem ist übrigens auch in anderen Ländern traurigerweise so
Die Allgemeinheit geht hier massiv in Vorkasse und profitieren tun seit 5-10 Jahren und sicherlich auch noch die nächsten 5-10 Jahre überwiegend Personen mit überdurchschnittlichem Einkommen/Vermögen. Umgekehrt bleiben viel dringendere Dinge, die überwiegend oder in gleichen Teilen auch Ärmeren zugute gekommen wären, auf der Strecke, weil "kein Geld da ist".
traurig, aber wahr, ja. Leider ist unser System überhaupt nicht gerecht.
Und erwartest, dass jemand anders dir die Infrastruktur, den Verkehr, etc. bezuschusst?
Bevor ich einen Blödsinn antworte: kannst du mir das erklären, ich verstehe nicht, was du damit meinst?
Um mal wieder eine meiner Aufklärungsrunden aus der Rubrik "so reich bist du wirklich!":

Das mittlere Vermögen in Deutschland wird mit 65000 € pro erwachsener Nase angegeben, also 110000 für Häuslehabenwoller Paar. Das ist aber kein Barvermögen, sondern wenigstens 20000 Restwert werden in einem Auto stecken, 10000 in Elektro- und Elektronikgeräten, 20000 in Einrichtung, Schmuck, Klamotten, Hobbykram, etc.. Altersvorsorge und sonstige Reserven (einschließlich einer gewissen Barreserve, die man auch mit Haus noch brauchen wird) sind schwerer abzuschätzen, aber passend zu den bisherigen Minimum-es-könnte-leicht-das-doppelte-sein würde ich mal 20000 ansetzen. Die Sparquote in Deutschland lag vor Corona im Schnitt bei 2500 € jährlich. Davon wird gut die Hälfte auch nach dem Hauskauf benötigt, um Auto/Haushaltsgeräte/... in regelmäßigen Abständen zu erneuern.

Wo bitte schön kann man nun in Deutschland mit maximal 40000 € Eigenkapital und maximal 1000 € jährlicher Tilungsfähigkeit ein Haus bauen? Falls du das ernsthaft als Konzept anbringen möchtest, würde ich wirklich gerne harte Zahlen sehen, wo und wie das gehen soll. (Mit Anleitung zum nachahmen :) )
Zuerst einmal: ich habe nicht behauptet, jeder könne es sich leisten. Aber es ist wohl mit Willen für die meisten Möglich: Durchschnitt ist genauso falsch als Beispiel, wie einzelmeldungen. Dennoch versuche ichs.
Ich bin mit 0 ins Berufsleben gestartet und habe es wie oben beschrieben geschafft mir was zur Seite zu legen. Ich habe auf so manche Sachen verzichtet, mache ich immer noch (kaufe keine Spiele bei Release, habe keine Streaming-Services, kaum Abos, kaufe nicht ständig die neueste Technikprodukte...).
Ich verdiene natürlich inzwischen mehr als der Durchschnitt.
Wenn du wissen willst wie ich zum ersten Haus gekommen bin: ich habs gebaut. Baumaterial war vor ein paar Jahren noch deutlich günstiger also es heute dank Corona und Co ist. Also Grundstück am Land gekauft (15€ m²) und gebaut.
Es ist aber was anderes wie es sich bauen lassen. Wir haben sehr viel selbst gemacht und hatten oft nur die Materialkosten. Überhaupt kann man viel im Haus selbst machen, aber man kann eben auch mehr arbeiten und es andere machen lassen. Das ist natürlich um ein vielfaches teurer. Wir reden da von 100.000en Euro wenn es drauf ankommt.
Also zum Nachmachen: Frauchen suchen mit dem man Kosten teilt, Kosten neidrig halten, somit hat man einen größeren Überschuss (manche leben alleine und brauchen fast das gesamte Geld für das Wohnen allein auf, da müsste man schauen ob es nicht günstiger ginge), einen Baugrund kaufen, der benachbarte kann auch keine Baugenehmigung haben, auch kein Problem. Dann sich mit dem Dorf gutstellen und gemeinsam ein Haus bauen beginnen. Ein Gefallen hier, einer dort. Und schon kennt man einen günstigen Baggerfahrer usw usf. So wurde ich erzogen, denn meine Eltern hatten ja auch nichts und haben sich nach und nach ziemlich was aufgebaut - sogar mit Haus am Meer. Beide gehörten der Arbeiterklasse an, meine Mutter war nur teilzeit angestellt.
Das ging bei mir und meiner Frau irgendwann einfacher, beide Gehälter zusammen ergeben dann doch irgendwann mal einen Batzen überschuss WENN man es schafft die Lebenskosten niedrig zu halten und auf Dinge die man nicht braucht verzichtet.
Aber das ist sehr unterschiedlich: mir erklären manche Leute in der Stadt brauchen sie gewisse Dinge gar nicht (Auto) und sparen sich viel Geld. Wenn ich mir aber anschaue, dass die ein vielfaches dessen Monatlich für die Wohnung ausgeben, was mich Haus und Auto gemeinsam kostet frag' ich mich immer wo diesse Rechnung aufgeht. Noch dazu bin ich vom Land/Wald trotzdem schneller in der Arbeit (mit dem Auto oder Fahrrad halt) als die mit ihren (gut ausgebauten) Öffis

Und selbst dann wäre es noch ein schwaches Argument, denn wir reden eben vom mittleren Vermögen und der durchschnittlichen Sparquote.
Der Durchschnittswert den ich oben bemängelt habe ist eben das: ein Durchschnitt. Manche schaffen es besser auf ihr Vermögen zu achten, manche eben überhaupt nicht und die ziehen den Schnitt runter.
Manche KÖNNEN auch wirklich nicht mehr zur Seite schaffen. die haben auch oft GAR KEIN Auto.
Deshalb: natürlich kann sich das nicht jeder leisten. Aber wir leben in der "ersten Welt", sind eigentlich in einer vergleichsweise reichen Gegend. Das heißt natürlich nicht, dass wir reich sind als individuum, aber es geht uns gut im Vergleich und es gibt möglichkeiten.
Die Hälfte hat erste Möglichkeiten gar nicht und deutlich mehr als die Hälfte letztere nicht. Ein auch nur halbwegs gesamtgesellschaftlich tragbarer Vorschlag sollte aber wenigstens 80-90% der Bevölkerung mitnehmen. Und da ist man dann eben wieder bei der Frage nach Verkehrskonzepten, die auch für Mieter mit Parkplatz am Gehweg passen müssen.
80-90% wird schwierig. Zum einen sind sowohl Haus als auch Auto absolute Luxusgegenstände, zum anderen ist Zersiedelung ja auch nicht sinnvoll.
Was Mieter/Parkplatz betrifft: im Idealfall wird in Zukunft eine Stadt eh nicht mehr um Autos sondern Öffis, Räder oder sonstwas herum geplant. Autos sind dann entweder nicht mehr nötig oder verschwinden in Garagen und untergrundstraßen. Das ist natürlich derzeit utopisch, aber wäre möglich.
Ich wäre schon lang dafür, dass in manchen Städten die Straßen unterirdisch geführt werden. Oben alles begrünt bzw. Geh/Radwege. Es wäre leiser, sauberer, schöner, kühler in den Städten. Und vielleicht die Leute dadurch auch freundlicher/besser drauf. Die Autowege/Öffi-Busse wären auch schneller, weil es weniger andere Verkehrsteilnehmer gäbe.
Aber wie gesagt, das ist eine theoretische Möglichkeit, eine Fantasie.
Im Nachhinein werden wohl kaum alle Städte untertunnelt werden, das geht höchstens bei manchen Straßen oder wenn eine Stadt von Anfang an darauf basierend gebaut wird.
Es gibt in Deutschland mehr Leute, die in <15 km zu ihrem Arbeitsplatz wohnen und somit mit dem Fahrrad fahren könnten, als es Leute gibt, die ein Batterieauto und zusätzlich Lademöglichkeit samt dafür nötigem Häuschen ohne Zuschüsse bezahlen könnten.
Ich fahr auch mit dem Rad und könnte mir derzeit auch nicht einfach ein Elektroauto von halbwegs guter Qualität leisten.
Ich könnte draufhinsparen oder ich könnte was verkaufen... oder ich kaufe es halt nicht neu, sondern gebraucht. Ich hab für meine Autos noch nie mehr als 5000€ ausgegeben. Ein gut gepflegter Gebrauchter ist mir lieber als Geld aus dem Fenster zu werfen.
Das ist bei Elektroautos natürlich derzeit noch schwierig, weil teuer und selten. Das könnte sich in 15 Jahren auch ändern.
Du hast den falschen Job, ruyven (*SCNR*) :fresse:
Scherz beiseite, natürlich sind solche 100K-e-Autos weit davon entfernt für einen Normalsterblichen erschwinglich zu sein. Auch mit ziemlich gut bezahlten Jobs ist das eng und garantiert nicht besonders sinnvoll.
So war das ja auch nicht gemeint, sorry.
Die Überlegung hatte ich tatsächlich auch bei der Entscheidung welcher Wagen meinen alten ersetzen soll: "Wenn der nächste Benziner nochmal so lange hält wie der jetzige sind wir grob so 2035 rum bis dahin sind dann Elektroautos in meiner Klasse vielleicht sehr brauchbar...".
Der meiner Frau muss auch noch durchhalten. Im Idealfall so lange, dass die Kinder noch Führerschein machen können damit, sodass sie noch Handschaltung lernen ;)
DAS überrascht mich jetzt wirklich - ich fühle mich grade trotz ziemlich überschaubarem Kontostand (den Kaufpreis des Autos gedanklich bereits abgezogen) spontan ziemlich reich als Besitzer von ein paar Hundert Quadratmetern Land mit nem Häuschen drauf. Bei der aktuellen Immobilienblase dürfte das den Mittelwert wahrscheinlich um das 3 oder 4-fache übersteigen.
Jap, da ist natürlich eine enorme Inflation dabei. Aber letztlich wars wohl ursprünglich leistbar.
Bzw. habe ich durchaus auch damit spekuliert, dass Immobilien auch Wertanlagen sind und mir gedacht: gut ich zahl den Kredit, aber vielleicht krieg ich mindestens das wieder raus, sollte ich verkaufen müssen.
Das ist wohl auch ein "anerzogener" Bias der ländlicheren Bevölkerung wo (größtenteils vererbte) Immobilien im Familienbesitz die Regel sind und wenig gemietet wird.
Das ist eine ländliche Tradition ja. Man baut ordentlich, damit man es auch an die (Enkel)Kinder weitergeben kann. Und das ist auch sinnvoll zu einem gewissen Grad, weil eine Immobilie auch viele Krisen übersteht und Sicherheit gibt

Das klingt zwar finanziell angenehmer als es ist da Häuser die über viele Jahrzehnte bewohnt und vererbt werden selbst wenn die Finanzierung irgendwann abbezahlt ist auch öfter teuer saniert/umgebaut/erweitert/etc. werden müssen aber (sehr) langfristig gesehen ists natürlich günstiger als mieten. Zum Verhängnis werden kann einem nur wenn man gezwungen ist umzuziehen, Immobilien sind so schrecklich im-mobil.
Das stimmt natürlich auch wieder, da hat man aber dann immer noch Optionen wie Verkauf oder vermieten (oder es stehen lassen und die Grundstückssteuer zahlen)
Das denke ich auch jeden Tag zu Feierabend. Also so irgendwann nach acht :ugly: .
Wie... du hast sowas wie feierabend?
Und das Problem ist halt: Im Gegensatz zu Verbrennern, bei denen die 6-stelligen Autos sich im Prinzip nur durch Comfort von den beinahe-4-stelligen und nur durch Prestige von den 5-steliigen Unterscheiden, bieten bei den Batterieautos wirklich nur die teuren Kisten die Mobilität, die sich die letzten Jahrzehnte als "genehm" herauskristalisiert hat. Vielleicht werden sich Gewohnheiten nochmal ändern, aber z.B. die Reichweite ist bei den Verbrennern auch recht zügig auf 500-800 km gewachsen und nie über 700-1000 km angestiegen. Das scheint also kein "mehr ist immer gut"-Parameter zu sein, sondern einer mit einem klar definierten Bereich, der als sinnvoll erachtet wird. (Zahlenwerte für normale Fahrt. Mein Vater hat neulich mal versucht, eine 250-km-Strecke ohne Nachtanken zu fahren und war sich vorher nicht sicher, ob er es schaffen würde. Der käme aber auch mit einer Akkuladung nicht weiter als 100 km :ugly: .)
Noch ist das so, ja. Vielleicht in 15 Jahren nicht mehr. Ich hoffe, dass es sich entwickelt wie bei vielen anderen technischen Gerätschaften, wo ein 200€ Smartphone auch schon ordentlich was leistet für 95% der User.
Wir hatten auch mal eine Zeit, in der die meisten Verbrenner nicht für Touren von mehr 100-300 km brauchbar waren, sich nur die Reichsten "Grand Tourer" leisten konnten, mit denen eine Alpenquerung eine Tour statt einer Tortur war und wo für die Ärmsten überhaupt kein Auto erschwinglich war. Auf diesem Stand stehen im Prinzip heute die Batterieautos.
Eben. Und in dieser Zeit hat man halt auch überlebt und daraus hat sich die heutige entwickelt.
Bei den Verbrennern vergingen nach dieser Zeit noch die 30er, 40er, 50er und Teile der 60er (im Osten noch die 70er, 80er und das beste von heute), ehe die "Massenmotorisierung" erreicht war. Hoffen wir, dass es diesmal etwas schneller geht ODER dass sich eine bessere Lösung findet...
Das ist ja worauf ich baue: technische Entwicklung oder andere (infrastrukturelle Lösungen).
In manchen Asiatischen Ländern lädt man sein E-Moped gar nicht, man nimmt den Akku raus, tauscht ihn gegen einen anderen, fährt weiter (gut, das wird beim 600kg Akku vom EQS schwer, aber ähnliche Konzepte gibts ja schon)
Könnte aufgehen. Wobei man eine Nutzungsdauer von mehr als 15-20 Jahren zwar erreichen, aber nicht durch Kaufentscheidungen fördern kann. Bei mir stand zum letzten Kauf aber auch fest, dass ich Abstriche an falscher Stelle vermeiden sollte, weil ich den Wagen definitiv mehr als 10 Jahre, ggf. 20 Jahre behalten werde - nicht zwingend um auf das erste "brauchbare" Batterieauto zu warten, sondern einfach weil mich aktuell jeder einzelne Trend in der Branche ankotzt und es bei den meisten Entwicklungen wohl mindestens 10 Jahre dauert, bis die Richtung kippt und dann noch ein paar Jahre, bis vielleicht mal wieder was zu mir passendes vorbeikommt. Bis dahin hat der aktuelle durchzuhalten oder ich muss ein Schwesterexemplar gebraucht kaufen.
Ich kaufe meist gebraucht, günstig, aber Autos die im Durchschnitt hohe Kilometerleistugnen erreichen (gibt ja genug Langstreckenerfahrungen nach einigen Jahren). Es ist natürlich dennoch ein gewisses Glücksspiel, man kann auch ein Montagsprodukt kaufen. Bislang hatte ich Glück *auf Holz klopf* und jedes meiner autos hat über 400.000km erreicht (ok der Ford soll ja noch fahren, der ist bei 260)
Wie soll das Vermögen sich auch bilden, wenn man jedes Jahr 7000-8000 € für die nicht-eigene Immobilie verliert Und unsere Miete (kalt, exkl. Nebenkosten für diese Betrachtung, denn heizen und pflegen muss man ja auch Eigentum) ist nicht durchaus nicht die höchste.
Das war für mic hder Grund zu kaufen: als ich gesehen habe ich kriege mit einem Kredit über 20-30 Jahre eine Kondition wo ich weniger für den Kredit monatlich ausgebe, als ich etwa für Miete zahlen würde (und Mietpreise steigen ja auch noch, während ein Kredit gleich bleibt) war klar ich will mir was kaufen.
Am Ende HAT man auch was und kann es notfalls auch wieder verkaufen.
Wenn ich mal im Umkreis von 2 km nach 65-85 m² suche, liegt der Median im Moment bei 750 € im Monat (vor Corona dürfte er noch deutlich höher gewesen sein). Wenn jemand 30 Jahre an einem Ort lebt, sind das 27000 €, die nicht mehr er hat, sondern jemand anders dafür, dass er Steine hat aufeinander stehen lassen.
Da fehlt eine Null glaube ich ;)
Aber ja, um 270.000 würde man eben schon diverse Immobilien kaufen können und hat dann am Ende ja auch was zum Gegenwert. Es ist halt ein Investment. Und du hast natürlich recht, nicht jeder kann/will sich das leisten. Aber irgendwie wurden wir beide vielleicht anders erzogen. Bei mir ging es immer in diese Richtung, schon als Kind war mir das klar, während du ja selbst sagst du kommst aus einer Mieterfamilie, vielleicht ist ese einfach eine andere Herangehensweise.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist eine ländliche Tradition ja. Man baut ordentlich, damit man es auch an die (Enkel)Kinder weitergeben kann. Und das ist auch sinnvoll zu einem gewissen Grad, weil eine Immobilie auch viele Krisen übersteht und Sicherheit gibt
Das ist aber mittlerweile auch fast unmöglich geworden.
Meine beiden Großväter haben jeweils ein Grundstück gekauft und ein Haus drauf gebaut in den 60er Jahren - und die hatten normale Berufe gelernt (nichts hochtrabendes, kein Studium oder so, nix - die waren technischer Zeichner und Grubenarbeiter) und waren Alleinverdiener mit Hausfrau und Kindern. Das ging damals alles ohne noch besonders enthaltsam dabei zu leben (die haben immer gut gegessen und keinen danebengeschüttet).

Heute habe ich beispielsweise nen Kollegen der in in meinem Heimatdorf 2019 gebaut hat: Grundstück plus Haus (was beides deutlich kleiner ist als das meines Opas) kostet in halbländlicher Region tutti kompletti fast ne halbe Million. Er konnte das machen weil er und seine Frau jeweils einen 5000€-Brutto-Job haben (und damit ca. 6500€ netto monatliches Haushaltseinkommen) und man das so mit 2000€-Raten in ~20 Jahren abbezahlen kann. Als Normalverdienende(r) ist das heutzutage völlig illusorisch. Ich hätte mir auch trotz leicht überdurchschnittlichen Einkommens niemals ein Eigenheim leisten können wenn es die Familienzusammenhalte bzw. Grundstückbesitze nicht gegeben hätte (es hat mich zwar dennoch nen sechsstelligen Betrag gekostet aber immerhin mit ner Eins vorne was noch machbar war/ist).

Aber wir schweifen vom eigentlichen Thema ab - auch wenn die Trendrichtung hier wohl die gleiche ist: Auch Autos und Energie werden in einem Maße teurer die weit über den Einkommenszuwächsen liegt. Dass sich der Großteil der Bevölkerung mal eben E-Autos im 40.000+€ Bereich kaufen kann und die für jetzt schon 35 cent/kWh (oder weitaus mehr an Schnelladern) Tendenz stark steigend laden soll ist einfach völlig weltfremd.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist aber mittlerweile auch fast unmöglich geworden.
Meine beiden Großväter haben jeweils ein Grundstück gekauft und ein Haus drauf gebaut in den 60er Jahren - und die hatten normale Berufe gelernt (nichts hochtrabendes, kein Studium oder so, nix - die waren technischer Zeichner und Grubenarbeiter) und waren Alleinverdiener mit Hausfrau und Kindern. Das ging damals alles ohne noch besonders enthaltsam dabei zu leben (die haben immer gut gegessen und keinen danebengeschüttet).
Ich habe vor ein paar Beiträgen mal erwähnt, dass es für die "Boomer" Generation sicher einfacher war, ja.
Aber ich bin kein besonderer großverdiener, nur gemeinsam mit meiner Frau haben wir dann tatsächlich ein nettes Sümmchen.
Vom Gehalt her lachen mich aber so manche aus die weniger Ausbildung haben, also etwa nur eine Lehre. Ein guter Tischler, Mechaniker etc verdient auch ähnliche Summen wie ich, wenngleich er sich evtl etwas "schwarz" dazu verdienen kann.
Wir müssten hier mal festlegen von welchen Summen wir sprechen.
Aber ein Haus kann sich hier in meiner Umgebung fast jeder leisten. Der Grund ist billig und man hat halt seine "Kumpels" die einem helfen beim Bau. So war das hier am Land immer. Ich habe bei mindestens 4 weiteren Häusern mitgeholfen, wie bei mri auch alle zusammengeholfen haben. Das ist halt eine alte Tradition. Nur weil diese die jüngere Generation nicht mehr versteht, ist es nicht unmöglich.
Heute habe ich beispielsweise nen Kollegen der in in meinem Heimatdorf 2019 gebaut hat: Grundstück plus Haus (was beides deutlich kleiner ist als das meines Opas) kostet in halbländlicher Region tutti kompletti fast ne halbe Million. Er konnte das machen weil er und seine Frau jeweils einen 5000€-Brutto-Job haben (und damit ca. 6500€ netto monatliches Haushaltseinkommen) und man das so mit 2000€-Raten in ~20 Jahren abbezahlen kann.
Ich weiß nicht was der Kollege für den Grund gezahlt hat, aber wenn das nicht eine VIlla ist, ist der Preis mit etwas Nachbarschaftshilfe um die Hälfte zu machen. Wann auch immer ich mit jüngeren Kollegen rede, verstehen wir uns in manchen Punkten gegenseitig nicht:
"warum soll ich was gebraucht kaufen?"
Das gilt für Auto, Handy, BAbysachen, Einrichtungsgegensände... egal was
Ich begreif das immer nicht. DIe haben noch kein Geld, aber kaufen alles neu und um Geld, dass ich nicht zahlen würde, jammern dann aber, dass andere Dinge unleistbar wären.
Ich mag echt altmodisch sein, aber damals haben sich arme Leute mit etwas Hirn halt auch etwas aufbauen können. Gute Holzmöbel gebraucht gekauft, es musste nicht State-of-the art sein. Es ist ein Kasten/Tisch/Stuhl. Fertig. Fürn Anfang reichts. Man arbeitet sich halt hoch und kauft nicht gleich neu und das beste.
Beim Auto dasselbe. Man kann sich ein neues kaufen um 40.000+ ja, aber wenn man dasselbe 3 Jahre später gebraucht kauft ist es nicht schlechter und man zahlt einen Teil davon. Oder 5-10 Jahre und man zahlt einen Bruchteil.
Ich hab mein Leben Lang viele Dinge gebraucht gekauft. Es ging ja auch nicht anders. Wenn ich jetzt immer den Neupreis angeben würde, wie das hier in der Diskussion nunmal passiert, würde ich schon Millionen rausgeballert haben, aber es waren dann doch nur tausenderbeträge.
Aber das kann man anderen wohl nicht einfach so erklären, das liegt wohl an meiner Erziehung und an der Erziehung durch die Umwelt, dass man Dinge eher gebraucht kauft.
Auch die Kinder. "Kinder sind teuer" hieß es immer. Ich weiß nicht, sind sie das? Ich habe auf diversen Tauschplattformen um wenige Euro Kleidung für Jahre gekauft. Andere kaufen einen Kinderwagen um 2000€. Was kann der, Kochen? Das ist so unverhältnismäßig. Ich hab meinen um 100€ gekauft. Der kostete neu auch über 1000. Es ist für mich halt schwer zu begreifen.
Und deshalb: ja, wenn man die absolut- neubeträge nennt, dann ist vieles unleistbar.
Wenn man will, kann aber auch eine "einfache" Familie sich ein Familienhaus leisten. Es ist wirklich keine so große Hexerei. Man zieht in eine billigere Gegend, beginnt zu sparen, kauft sich Grund, beginnt zu bauen.

Der Vater meiner Ex ist LEhrer. Alleinverdiener. 4 Kinder. Hat ein riesiges Haus gebaut. Grund erworben und 2 Jahre lang selbst mit seinen Brüdern immer nach der Arbeit an den Bau gegangen. Quasi jeden Ziegel selbst gesetzt. So kann ein Alleinverdiener mit 4 Kinder eine Existenz aufbauen. Und das ist nicht in den 60ern gewesen.

Ich denke grad aber, wenn ich in der Stadt aufgewachsen wäre, würde ich mir das auch nicht vorstellen können wie das gehen soll: wie die ganze Nachbarschaft hilft mit? Wie man macht am Ende ein großes Fest und bezahlt dazwischen in Bier weil es sonst nicht anders leistbar ist? Wie, dann hat mein ein riesiges Haus stehen um 100.000€ ?
Meine Eltern haben mir erzählt, als sie Haus gebaut haben bekamen sie den Kredit um 30%. Nicht 3 oder gar 1 wie heute. 30%!
Es ist da schon einiges möglich, wenn man wirklich will.

Als Normalverdienende(r) ist das heutzutage völlig illusorisch. Ich hätte mir auch trotz leicht überdurchschnittlichen Einkommens niemals ein Eigenheim leisten können wenn es die Familienzusammenhalte bzw. Grundstückbesitze nicht gegeben hätte (es hat mich zwar dennoch nen sechsstelligen Betrag gekostet aber immerhin mit ner Eins vorne was noch machbar war/ist).
Ich schätze mal, da macht man sich selbst was vor: ich habe eine Wohnung gekauft (und vermiete diese inzwischen) 70m² um lächerliche 37.000€. Weils am Land ist. Dasselbe Ding kostet in der Stadt etwas weiter ein vielfaches. Aber dann fährt man halt ein paar Minuten länger in die Arbeit. Und da fängts halt an, man kann sichs erstmal irgendwie nicht vorstellen aus seiner Comfortzone rauskommen. Das war 2005 und hat natürlich jetzt andere Preise. Aber auch heute noch findet man extrem günstige Wohnungen, wenn man gewillt ist in der "Pampa" (also am Land) zu legen. Ein Eigenheim ist immer möglich - aber man muss zuerst(!) Mal mit Abstrichen leben.
2 Kollegen haben zeitgleich (2017) was gekauft um 270.000. Er eine Wohnung(90m²) am Stadtrand, sie etwas weiter weg: Ein Haus mit Garage, Garten und Mercedes dazu.
Ich kenne die Diskussionen mit meiner Frau: warum etwas eben irgendwie NICHT geht. Da findet man immer 1000 Gründe. Aber letztlich gings dann doch. Und ich bin noch nichtmal alt, wenn ich nicht krank wäre, könnte ich noch Kredite die nächsten 30 Jahre abzahlen.
Aber wir schweifen vom eigentlichen Thema ab - auch wenn die Trendrichtung hier wohl die gleiche ist: Auch Autos und Energie werden in einem Maße teurer die weit über den Einkommenszuwächsen liegt. Dass sich der Großteil der Bevölkerung mal eben E-Autos im 40.000+€ Bereich kaufen kann und die für jetzt schon 35 cent/kWh (oder weitaus mehr an Schnelladern) Tendenz stark steigend laden soll ist einfach völlig weltfremd.
Ja die Preise sind derzeit noch Wahnsinn, vor allem wird der Erhalt nicht billig. Selbst wenn die Services weniger werden, die Strompreise werden anziehen: mehr Bedarf aber nicht mehr Verfügbarkeit.
Die Autopreise selbst werden günstiger, die waren beim Verbrenner ja in den letzten Jahren so günstig wie nie zuvor. Meine Exfreundin hat sich einen Kleinwagen um 5000€ gekauft (gut 2000€ Abwrackpremie waren da inkludiert, also eigentlich 7000) aber NEU. Ein voll ausgestattetes neues Erstauto, das gabs davor wohl noch nie. Klar wird immer alles teurer, aber die Billigprodukte gibts dennoch für den "kleinen Mann".
 
Vom Gehalt her lachen mich aber so manche aus die weniger Ausbildung haben, also etwa nur eine Lehre. Ein guter Tischler, Mechaniker etc verdient auch ähnliche Summen wie ich, wenngleich er sich evtl etwas "schwarz" dazu verdienen kann.
Wir müssten hier mal festlegen von welchen Summen wir sprechen.
Im Handwerk ist viel zu holen wenn man viel arbeitet und man kann auch viel dadurch sparen dass man Arbeiten selbst erledigt die sonst einen teuren Dienstleister erfordern. Einige Bekannte verdienen deutlich mehr als ich im Handwerk aber das auch mit bedeutend mehr Einsatz,ich würde da nicht gerne tauschen. 60+ Stunden die Woche am Bau ist auch nicht geil.
Die konkreten Summen sind bei mir öffentlich einsehbar - Tarifvergütung der Eisenschaffenden Industrie Saar, Ingenieure werden je nach Leitungsfunktion und Betriebsjahren in den oberen drei Gruppen eingestuft (das sind dann rund 4000-4700€ brutto). Meine Frau ist Steuerfachangestellte... die sind lächerlich bezahlt, die kriegen ne Gehaltserhöhung wenn die 12€ Mindestlohn kommen.
Wir beide kommen dann rund im Schnitt raus, ich verdiene mehr, sie weniger als das Durchschnittseinkommen.
_20220115_093339.JPG


Meine Exfreundin hat sich einen Kleinwagen um 5000€ gekauft (gut 2000€ Abwrackpremie waren da inkludiert, also eigentlich 7000) aber NEU. Ein voll ausgestattetes neues Erstauto, das gabs davor wohl noch nie. Klar wird immer alles teurer, aber die Billigprodukte gibts dennoch für den "kleinen Mann".
Man muss da auch ab und an Glück haben... Meine aktuelle kiste kostete vor über 10 Jahren 22.000€ neu (Leon Cupra R), war damals über 30% reduziert. Aktuell sind Gebrauchte so gefragt dass selbst Händler wie wirkaufendeinauto die sonst wirklich schlechte Preise machen mir über 10.000 bieten. So gerechnet bin ich füt die Anschaffungskosten von 1000€/Jahr ein 270PS Auto gefahren. So billig wirds wohl nie wieder :ugly:
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück