Mercedes Vision EQXX schafft rund 1.200 Kilometer mit einer Akkuladung

Die Leute die da Angst haben glauben sicher auch dass ihr Audi RS3 mit Tempo 200 auch die 1000km knackt... weiss grad nicht, wie viele km kommt man denn mit den Autos mit einer Tankfüllung? Viel mehr als 4 - 500 oder auch nicht?

Dann wäre man ja bei gleich vielen Tankstopps... nur der Preis ist 3 oder 4x so hoch :D :D
 
Wie beim E-Auto kommt es auf die Fahrweise und viele andere Faktoren an. Mit meinem alten Focus 1,6er 100PS kam ich immer so 550 bis 650km.
Mein jetziger Diesel mit 59L Tank kommt 950 bis 1100km. Da ist allerdings immer ein Rest für ca. 50 bis 100km drin. Ich fahre allgemein aber auch sehr zurückhaltend. Würde ich mit Bleifuss fahren und 200km auf der BAB würde sich die Strecke sicher um ein Drittel verkürzen.

Letztens erst hatte ich ein Gespräch bezüglich E-Autos. Man wolle wohl Fremdzugriff für die Wallboxen um diese in der Nacht bei Bedarf zu limitieren. Das geht natürlich gar nicht. Es könnte ja Mal sein, dass man abends 11Uhr spontan irgendwo hin will und dann ist der Akku nicht geladen ?

ich habe das Gefühl, dass viele denken, dass ein E-Auto nur 100km weit kommt und man permanent damit beschäftigt ist, das Auto zu laden. Und wehe der ist früh nicht voll, dann ist der Weg zur Arbeit und zurück nicht mehr möglich. Und scheinbar planen die Leute auch jetzt ihre Tankvorgänge nie. Getankt wird nur noch spontan. Denn genau das erwarten sie ja auch vom E-Auto.
 
Zu den Maßnahmen gehört auch, dass der Akku bei gleicher Kapazität nur noch 50% der Baugröße und beinah so viel Gewichtersparnis hat.

Die Gewichtsersparnis ist afaik weitaus geringer und weniger Volumen für sich genommen kein Reichweitenvorteil. Klar ist das hilfreich, um die Aerodynamik zu ermöglichen - aber ein Verbrennerantrieb wäre von vorneherein viel kompakter. Der entscheidende Schritt ist es, die Aerodynamik umzusetzen. Und das macht man nicht einmal bei Serienbatterieautos geschweige denn bei Verbrennern, sondern nur bei einem einzigen Fahrzeug, dass mit einer durchschnittlichen Reichweite angeben soll.

(Im übrigen hat Mercedes immer noch nicht verraten, welche Ladeleistungen und welche Winterreichweite das Ding hat, nachdem man die aufwendige Temperierung aus dem Akku ausgebaut hat.)

Außerdem bekommt man bei nem BEV viel eichter einen "cleanen" Unterboden, der wenig bis keine Verwirbelungen erzeugt. Bei einem Verbrenner verhindert das schon der Auspuff - und je nachdem noch Getriebe und Antriebswelle für den Heckantrieb und die Benzinleitungen.

Antriebswelle verläuft normalerweise sowieso nicht frei, Getriebe kann man auch leicht abdecken und zumindest bei Quermotoren ist das sogar häufiger gegeben. Auspuff kann ohne querverlaufende Strukturen auskommen und eine Längssicke im Unterboden, damit er kühl hängt, aht keinen hohen Luftwiderstand. Bei Rennwagen verbaut man sowas als Difusor aus ganz anderen Gründen. Ansonsten ist aber auch mit beschaubarem Aufwand ein teilverkleideter oder aerodynamisch eingepasster Auspuff denkbar - wenn die Hersteller denn wollten.


Ich versteh die Reichweitenangst bis heute nicht.
Mein i4 M50 kommt 400km weit (real, nicht WLTP) - das reicht für 99% der Tage mit der Wallbox zu hause. Über 22 kwh/100km komm ich quasi nie (im Sommer).

Wenn man nicht weiter weg fahren will, dann kann es einem halt egal sein. Aber nicht jeder will mit dem Flugzeug in den Urlaub und mit Klimaschutz hat dass dann sowieso nichts mehr zu tun.


Die Leute die da Angst haben glauben sicher auch dass ihr Audi RS3 mit Tempo 200 auch die 1000km knackt... weiss grad nicht, wie viele km kommt man denn mit den Autos mit einer Tankfüllung? Viel mehr als 4 - 500 oder auch nicht?

Dann wäre man ja bei gleich vielen Tankstopps... nur der Preis ist 3 oder 4x so hoch :D :D

Keine Ahnung, wie weit ein RS3 mit Tempo 200 kommt. Aber mit Zielgeschwindigkeit 130 / Schnitt 100-120 (je nach Verkehr) komme ich 650-700 km weit, bevor die Reserve beginnt und dann wären noch einmal 100 km möglich. Bei einem Schnitt von 80, wie hier von Mercedes gezeigt, wären schätzungsweise 800 + 100 km möglich. (Ausprobiert habe ich systematisches "Schnitt 80" fahren nie über längere Strecken. Bei Zielgeschwindigkeit 80 / Schnitt 60, also Landstraßenbedingungen, sind 5 l / 100 km drin, was rund 900 km bis zur Warnung und >1000 km bis Stillstand bedeuten würde.)

Das Wichtigere als "ich brauch nur einen Stop wenn ich 1200 km in Urlaub fahre" ist aber, dass dieser Stop nur 5 bis maximal 10 Minuten dauert und in der Zeit kann die Beifahrerin dann gleich noch auf Toilette, weil der Zeitpunkt des Stops nicht vom Auto definiert wird. Trotz Alpentransit, typischen Staus, Tempolimits und ähnlichem schaffe ich typischerweise, mit 100 km/h INKLUSIVE Pausen ans Mittelmeer zu kommen. Wenn es gut läuft und im Zielgebiet nicht zu viele Ortsdurchfahrten den Schnitt ruinieren auch mal bis zu 110 km/h (1100 km in 10 h) und am Ende habe ich immer noch genug Sprit im Tank, um mich am nächsten Tag nicht um Nachschub sorgen zu müssen. Mit einem Auto, dass alle 300 km für 20 Minuten an die Steckdose muss, geht all das nicht.

Das wäre nur als Zweitwagen für regionale Ausfüge brauchbar - aber es gibt wohl kaum eine größere Geld und Ressourcenverschwendung, als dafür ein komplettes zweites, relativ energieintensiv hergestelltes Auto in der Landschaft rumstehen zu lassen.
 
Wenn man nicht weiter weg fahren will, dann kann es einem halt egal sein. Aber nicht jeder will mit dem Flugzeug in den Urlaub und mit Klimaschutz hat dass dann sowieso nichts mehr zu tun.

Und Du schaffst es mit 400km Reichweite nicht in den Urlaub?!
Das Wichtigere als "ich brauch nur einen Stop wenn ich 1200 km in Urlaub fahre" ist aber, dass dieser Stop nur 5 bis maximal 10 Minuten dauert und in der Zeit kann die Beifahrerin dann gleich noch auf Toilette, weil der Zeitpunkt des Stops nicht vom Auto definiert wird.

Na wenn Du wirklich so in Urlaub fährst - dann gut Nacht ;)

Der typisch deutsche Anwendungsfall. 600km fahren, 5 min tanken, nochmal 600km fahren. Ja, da kommt Urlaubsfeeling auf.
Keine Ahnung, wie weit ein RS3 mit Tempo 200 kommt.

ich hatte davor nen M2, da sind bei richtig flotter Gangart keine 300km drin. Eher 250. Auf der Rennstrecke ist nach 120 km Ebbe im Tank. (50 Liter Tank)
 
@MySound Also ich habs nur einmal versucht... Bei Koblenz am SuC Mogendorf geladen auf 90% und dann bis nach Achern die A6/5 runter geballert was ging. Teilweise 230 und mehr am Tacho gehabt... Das sind gut 250 km. Am Ende bin ich mit 28% Akku dort gestanden. Aber so fertig war ich selten.. und so gelitten hat das Material ebenfalls selten. Macht einfach 0 Bock ständig so zu fahren... da hau ich lieber bei 120 den AP rein und lass fahren.. denke ich wäre maximal 10 Minuten langsamer, wenn überhaupt. Und nervlich vieeeeel entsapnnter.
 
Ich sag dir in paar Monaten bescheid, wie viel km so ein RS3 schafft.
Aber selbst bei 200 kommt es drauf an, in welchem Modus du fährst.
 
Und Du schaffst es mit 400km Reichweite nicht in den Urlaub?!


Na wenn Du wirklich so in Urlaub fährst - dann gut Nacht ;)

Der typisch deutsche Anwendungsfall. 600km fahren, 5 min tanken, nochmal 600km fahren. Ja, da kommt Urlaubsfeeling auf.

Ich kann nichts dafür, dass man arschweit fahren muss, bis man nicht mehr ausschließlich von Deutschen umringt ist. Aber auf irgend einer Holzbank zwischen rüpelnden Biersäufern im Schwarzwald kommt bei mir garantiert kein Urlaubsfeeling auf, nein. Und n Meer mit schöner Küste muss auch sein.
 
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