Ja, ich besitze scharfe Schwerter. Genau eines. Allerdings nicht zum Üben. Das hab ich zur Deko, das gab's damals nicht anders. Sprich ich hätte nichts dagegen wenn der Gesetzgeber scharfe Schwerter verbieten würde. Ich schleif die Klinge spätestens wenn ich Kinder hab eh stumpf.
Ist mir in der Form sympathisch, ich habe meine Schusswaffen auch abgegeben, als der Junior unterwegs war - zumal ich schon vorher nicht mehr sonderlich aktiv als Sportschütze war. Es ergab einfach keinen Sinn mehr, sie im Haus zu haben, aber es gab eien Grund, sie nicht mehr im Haus zu haben.
ABER: Das ist *meine* Abwägung für *meinen* konkreten Fall und nicht zwingend auf Andee anwendbar. Ich sehe keinen Sinn darin, verantwortungsbewussten Personen etwas zu verbieten, was per se nicht schädlich ist, nur weil ein paar verantwortungslose Personen es schädlich machen.
Bis jetzt war ich einfach nur zu faul. Das Ding hängt bei mir ja nur an der Wand. Würde ich das mit rausnehmen zum trainieren würde ich das Stumpf machen. Ich seh wenig Sinn in Schnitttests.
Und das ist der Punkt: *Du* siehst keinen Sinn darin. Das macht es nicht unbedingt für die Allgemeinheit übertragbar.
Ein scharfes Schwert ist auch ein Mordinstrument. Dazu ist es gemacht. Um zu töten.
Schwerter gingen aus landwirtschaftlichen Werkzeugen hervor. Sicherlich muss es irgendwann mal jemanden gegeben haben, der es erstmalig als Tötungswerkzeug einsetzte. Ob das Mord war, wissen wir nicht - es kann auch Totschlag oder Selbstverteidigung gewesen sein. Aber selbst wenn es Mord gewesen sein sollte, wurden auch danach sicherlich viele Schwerter von friedliebenden Menschen geführt, um sich gegen weniger friedliche Zeitgenossen zu verteidigen. Das beste Mittel gegen ein Schwert ist ein Schwert.
Als Sportler, der sich mit den Techniken auseinandersetzt, "erbt" man nicht nur eine Sichtweise, sondern den ganzen Hintergrund der damit verbundenen Werkzeuge. Dies gilt auch für Schusswaffen: Wer den Schießsport ausübt, steht ebenso in der Tradition von Beschützern und Ernährern wie in der von Angreifern.
Das Problem ist, dass das - im Guten wie im Schlechten - leider nicht allen Menschen bewusst ist, die ein Schießeisen in die Hand nehmen.
Menschenleben sollten halt wichtiger als ein verdammtes Hobby sein.
[...] schnelle Autos ziehen Vollidioten an wie man an diversen Straßenrennen mit toten Passanten sieht. Aber zumindest erfüllen sie neben gefährlich sein noch einen anderen Zweck. Waffen missbrauchst du nicht als Waffen. Du benutzt sie genau für ihren Sinn und Zweck.
Nein, da vermischt du die Kategorien. Eine Sport- oder Jagdwaffe ist eine Sport- oder Jagdgerät, so lange sie als solche verwendet wird. Ein Fahrzeug ist ein Fahrzeug, so lange es zur Fortbewegung und zum Transport verwendet wird. Die Einhaltung des Zwecks bestimmt die Kategorie.
Bei der quantitativen Betrachtung müssen wir in diesem Fall nicht diskutieren: Fahrzeuge werden weltweit tendenziell häufiger für friedliche Zwecke eingesetzt als Schusswaffen.
Es geht aber auch anders: Derzeit sind beispielsweise weltweit ca. 24.000 Flugzeuge als Passagier- und Frachtmaschinen im Einsatz. Dem gegenüber sind weltweit ca. 40 bis 50 Prozent mehr Kampfflugzeuge in Betrieb. Folglich sind Flugzeuge eher Waffen, die *auch* zivil genutzt werden. Müssten wir das mit der Sportfliegerei noch einmal überdenken, weil ja auch dann und wann mal jemand fahrlässig oder vorsätzlich ein zivil genutztes Flugzeug als die Waffe benutzt, die es quantitativ gesehen ohnehin ist? Ich meine, so eine Zivilmaschine ist ja auch nur ein paar Umbauten davon entfernt, eine Kriegswaffe zu sein, nicht wahr? </sarkasmus>
Nur weil jemand Schießen als Sport sieht ist eine Waffe nicht in erster Linie ein Sportgerät. Ein Sportgerät ist ein Luftgewehr mit geringer Durchschlagskraft damit man damit niemanden erschießen kann.
Nur weil jemand Degenfechten als Sport sieht, ist ein Degen nicht in erster Linie ein Sportgerät. Ein Sportgerät ist ein Degen aus Gummi.
Nur weil jemand Speerwerfen als Sport sieht, ist ein Speer nicht in erster Linie ein Sportgerät. Ein Sportgerät ist ein Speer aus Schaumstoff.
Nur weil jemand Motorsport als Sport sieht, ist ein Kraftfahrzeug nicht in erster Linie ein Sportgerät. Ein Sportgerät ist ein Kraftfahrzeug auf langsame Schrittgeschwindigkeit gedrosselt, damit man niemanden damit umfahren kann.
etc. p.p. ...
Und das Argument, dass man das eine Problem nicht lösen kann oder sollte nur weil die Lösung für ein anderes Problem ja auch nicht funktioniert ist halt auch schwachsinnig, sorry.
Ich weiß nicht, wer dieses Argument gebracht hat, aber ich war es nicht. Mein Argument ist: Wenn wir damit anfangen wollen, *potenziell* gefährliche Dinge aus unserem Umfeld zu verbannen bzw. auf das zwingend Nötige zu beschränken, sollten wir sehr, sehr genau überlegen, wo wir damit aufhören. Denn entweder zieht man willkürliche Grenzen nach Gefühl, oder man wägt nach Fakten ab.
Und wenn man sich für letztere Variante entscheidet, wäre die Feststellung wichtig, das die Zahl der Unfälle und Straftaten mit Schusswaffen nicht mit der Zahl der Sportschützen korreliert, sondern mit der Zahl der Schusswaffen in Privatbesitz *ohne* dedizierte sportliche oder jagdliche Nutzung. Grob verkürzt: Das Elend skaliert (in Staaten mit grundsätzlich vorhandener ziviler Ordnung) mit der Zahl der Waffen in Händen, die nicht damit umgehen können, sondern sie einfach nur *haben*.
Und daraus wiederum folgt, dass man niemanden Waffen erlauben sollte, die keine regelmäßige zivile Nutzung und damit einher gehende, stets wach gehaltene Sachkenntnis nachweisen können. Für jemanden, der sein Hobby ernsthaft betreibt, ist das keine Hürde; für alle anderen kein Verlust.
Und das würde ich übrigens gerne analog für Kraftfahrzeugnutzung etc. sehen, auch wenn das kein Hobby ist.