um die 9 Liter Diesel und ich habe einen 75liter Tank...den der Diesel läuft bei 240 quasi im Standgas
326PS und 650NM machen den Rest (Vmax 278km/h)
Deine Aussage war, dass ein E-Auto keine 120 km bei einer Geschwindigkeit von 240 km/h schafft. Der habe ich widersprochen. Mehr nicht. Das du jetzt die Prämissen änderst ist verwirrend, aber okay von mir aus.
Was deinen angeblichen Verbrauch von 9 Liter Diesel pro 100 km bei 240 km/h angeht, glaube ich nicht, sorry. Keine Ahnung welches Auto du fährst, habe mal fix gegoogelt und einen Audi A6 gefunden mit gleicher PS-Zahl, Diesel, allerdings Vmax= 250 km/h, der braucht laut Test 12 Liter / 100 km. Da erscheinen mir die 9 Liter doch etwas unrealistisch. Mehr als 10, 11 Liter werden es wohl sein. Da du von Standgas redest, gehe ich davon aus, dass du den Verbrauch abliest, wenn du die Geschwindigkeit schon erreicht hast. Da entfällt also der Beschleunigungsvorgang, welcher am meisten Sprit verbraucht.
Was du übrigens außer Acht lässt. Bei solchen Geschwindigkeiten und einem Diesel-Motor fällt auch ne Menge Öl und AdBlue an. Macht den Kohl vielleicht nicht fett, sollte man aber der Fairness halber schon erwähnen. Gibt es beim E-Auto ja beides nicht.
Wenn ihr eurer EAuto an der Autobahn mit teuren Strom aufladen müsst teilweise mit Standgebühren und Monats Gundgebühren ist der Verbrauchvorteil dahin weil ich fahre einfach weiter schneller
Ionity-Schnellladesäule 73,11 Cent
Durchschnittlich Gleichstrom 46,79 Cent
Bei 60kW /100km - Muss ich jetzt nicht erklären oder.........
Ich habe kein E-Auto, aber da in meinem Beispiel ein Tesla verwendet wurde, würde ich den sicher nicht bei Ionity laden. Ladepreis: 40 Cent / kWh im Supercharger-Netzwerk. Sicher einer der besseren Gründe für einen Tesla.
Was den Rest angeht, vermischst du hier extrem viele Themen:
- Die 70 Cent Ionity kriegst du ohne Grundgebühr hin
- Eine Grundgebühr rechnet sich eben dann, wenn man viel Autobahn fährt und dementsprechend viel auf Schnelllader angewiesen ist. Dann liegt aber auch der Preis pro kWh deutlich niedriger.
- Eine Stand- oder Blockiergebühr fällt normalerweise nur bei einem längeren Stand am Schnelllader an. Das wird aber auf der Autobahn nicht der Fall sein, weil du sonst wohl kaum einen Schnelllader brauchst bei 4 Stunden Rast

- 60 kW / 100 km fallen bei
konstanten 240 km /h an. Bei normaler Reisegeschwindigkeit (siehe unten) von z.B. 130 km/h brauchst du je nach Automodell zwischen 17 und 25 kWh. Manche Modelle sind sehr effizient, andere eher weniger. Wie bei Verbrennern halt auch.
Du rechnest wahrscheinlich auch mit normalen Tankstellenpreisen und nicht mit den Preisen von einer Autobahntankstelle. Da ist der Sprit ebenfalls deutlich teurer.
Ein EAuto macht auf Deutschen Autobahnen keinen Sinn wenn man weit und schnell fahren möchte und schnell ist nicht 160 oder 180 km/h
Klaro, es ist absolut normal, dass man mit mehr als 160 oder 180 km/h
Durchschnittsgeschwindigkeit unterwegs ist... nicht:
Nur jede:r dritte Verkehrsteilnehmer:in fährt auf Autobahnabschnitten ohne Geschwindigkeitsbegrenzungen schneller als 130 km/h. Schneller als 150 km/h ist wiederum nur jeder Zehnte unterwegs.
Bei erlaubten 80 km/h betrug die durchschnittlich gefahrene Geschwindigkeit 87,4 km/h. Bei Tempo 100 waren es 103,3 km/h im Durchschnitt. Auf Autobahnabschnitten mit erlaubten 120 km/h wurden durchschnittlich lediglich 115,6 km/h gemessen. Bei erlaubten 130 km/h wurden im Durchschnitt sogar nur 118,3 km/h gefahren. Auf Strecken ohne Tempolimit betrug die Durchschnittsgeschwindigkeit 124,7 km/h.
Quelle
Das du dir hier ein Extrembeispiel raussuchst ist klar, oder? 240 km/h
Durchschnittsgeschwindigkeit, d.h. ohne Baustellen, ohne langsamen Linksfahrer, ohne Konzentrationsverlust und das für mehr als eine Stunde Fahrt. Wo soll das sein? Auf einer Ostdeutschen Autobahn an Heiligabend?
Nur 10 % aller Fahrer fahren auf einer unbegrenzten Autobahn mehr als 150 km/h. Wie viele denkst du fahren dauerhaft 240 km/h? Vielleicht 1%? Eher 0,1%? Oder sogar noch weniger?
Für Kurzstrecken - einwandfrei aber eben auch nur dafür
Wenn das deine Meinung ist.
Ist halt die Frage was man als Kurzstrecken ansieht. Ich käme mit Autos wie z.B. dem Model 3, dem Model Y, dem Hyundai Ioniq 5 oder dem Kia EV 6 mit einem Ladestopp oder im schlimmsten Fall zwei Ladestopps bequem meine 600 km zu meinem Urlaubsziel. Die beiden letztgenannten laden in 18 min 80% der Reichweite nach. Spätestens nach 2-3h brauch ich eine Pause von sicher 10-20 Minuten. Selbst, wenn ich nach 2-3h Fahrt mit meiner Frau den Fahrersitz tausche, müsste einer von uns garantiert auf Toilette und vielleicht will auch jemand etwas essen oder sich die Beine vertreten. Et voila, mehr als 18 Minuten Rast. Von daher sind Mittelstrecke und Langstrecke unproblematisch.
Das einzige Hindernis für solche Autos ist m.E. derzeit noch der Preis. Das akzeptiere ich.
Wenn wir jetzt noch mit Wohnwagen oder Pferdeanhänger anfangen ist es einfach Quasch EIN EAuto zu kaufen.
Ein E-Auto kann bei mir höchsten ein Zweitwagen sein , was ich aber nicht brauche weil der Diesel alles kann.
Na endlich mal ein sachlicher Punkt. Ja, die Anhängelast ist tatsächlich ein Problem. Wenn du einen Wohnwagen oder Pferdeanhänger hast, wirst du ein anderes Zugfahrzeug brauchen. Zumal E-Autos durch den Akku relativ schwer sind.
Zwingt dich aber auch niemand jetzt ein zusätzliches E-Auto zu kaufen. Oder wurde das am selben Tag, wie die Impfpflicht verabschiedet (wobei die evtl. noch kommen wird)
Wenn Elektroautos nicht zu deinem Fahrprofil passen (viele, lange Fahrten bei hoher Geschwindigkeit), dir das Laden zu lange dauert im Vergleich zum Tanken (18 min im Vergleich zu vielleicht 3-5 min), die Anhängelast fehlt, dir kein E-Auto optisch zusagt, dir die Ladeinfrastruktur zu schlecht ist, du keine Lademöglichkeit zu Hause hast oder du einen anderen
sachlichen Grund hast, den ich hier vergessen habe, dann ist es doch absolut kein Problem zu sagen, ich fahre weiter Diesel, Benziner, Bahn oder Fahrrad (oder was auch sonst)
Nur diese absoluten Extremfälle, die in der Realität quasi nie geschehen, aber seltsamerweise bei jedem der Fall sind, der solche Diskussionen führt oder von E-Autos nichts hält. Die nerven halt echt extrem. Und zwar auch mich, als derzeit noch Verbrenner Fahrer.
Vor allem, wenn anhand dieser Extrembeispiele dann eine ganze Technologie schlecht geredet wird.
Abgesehen davon, selbst wenn in Deutschland Verbrenner ab 2030 / 2035 noch zur Neuzulassung erlaubt bleiben, kann ich dir garantieren, dass wohl kaum noch welche hergestellt werden. Das E-Auto wird der neue Standard im Ausland. Die deutsche Autoindustrie ist Exportgetrieben. Also werden sie umsteigen müssen. Man kann sich damit abfinden und den besten Zeitpunkt finden umzusteigen (nämlich, wenn sie alle / die meisten Anforderungen von dir erfüllen) oder man lässt es halt. Wird dann nur irgendwann schwer ein Auto zu kriegen, je nachdem wie alt man ist.
PS: Sorry für die Wall of Text
