Die Wahrheit ist doch, Bund, Länder, Gemeinden und die Telekom machen zu wenig, um das VDSL-Netz Deutschlandweit zu verbreiten. VDSL ist bisher nur in Ballungszentren verfügbar. In ländlichen Gegenden hat man Glück, wenn man DSL 16.000 bekommt, in der Regel sind aber schon 6 Mbit viel. Die Länder, Kreise und Gemeinden waren bisher ja nicht sehr bereit, viel in VDSL zu investieren. Dort denkt man sich, es ist zu teuer, neue Kabel zu legen und für die nötige Infrastrucktur zu sorgen, nur damit ein paar Tausend Menschen einen VDSL-Anschluss bekommen. Die Bundesregierung kommt mit Ihrem Programm, dass bis 2018 vorsieht, in ganz Deutschland VDSL verfügbar zu machen, auch reichlich spät. Man hätte einfach früher dafür sorgen müssen, dass ganz Deutschland mit VDSL fähigen Leitungen versehen wird. Da wirkt die Definition, die die Bundesregierung für einen Breitbandanschluss erst kürzlich erhöht hat garade zu lächerlich. Wie hoch war sie noch? 1 Mbit, 2 Mbit? Das ist heut zu Tage doch kein Breitband-Internet mehr. 16Mbit wären dafür eher angemessen. Für mich ist die hohe diskrepanz der Bandbreiten, zwischen Stadt und Land ungerecht.
Sowohl auf dem Land als auch in der Stadt gibt es zahlende Kunden, sie zahlen die gleichen Beiträge und bekommen doch eine unterschiedliche Versorgung. Nur weil in den Städten mehr Menschen auf engem Raum wohnen, bekommen sie eine bessere Versorgung, denn es ist günstig für die Telekom & Co. Einmal investieren, schon hat man zehntausende Kunden. Auf dem Land ist genau das Ggegenteil der Fall. Hohe investitionen für wenig Kunden, das Lohnt sich doch nicht für Telekom & Co. Und wie erwähnt, sowohl in der Stadt als auch auf dem Land zahlen Kunden das gleiche.
Wenn man dann auf dem Land lebt heißt es oft, dass man draufzahlen muss, wenn man einen schnellen Anschluss möchte. Da fallen dann Kosten für Straßenbauarbeiten an, weil neue Kabel verlegt werden müssen. In der Stadt sind diese oft schon vorhanden.
In der Werbung wird einem DSL 16.000 verpsrochen und oftmals bestellen dies Kunden, die in Gegenden leben, wo DSL 16.000 nicht einmal verfügbar ist, aber die Telekom & Co. sagen davon natürlich nichts. Denn ein DSL 6.000 - Anschluss wäre ja billiger für den Kunden. So werden Kunden verarscht. Und nicht mal dann, wenn man DSL 6.000 hat, bedeutet es, dass man auch bekommt wofür man bezahlt. Ich habe selbst DSL 6.000 und bekomme meistens nur 2.500 bis 4.000 Kbit. Natürlich steht in der Werbung und den Verträgen ja nur "bis zu" 6Mbit, 16Mbit, usw. So halten sich die Provider Kunden vom Leib, die weniger bezahlen wollen, weil sie nicht die Bandbreite bekommen, für die sie eigentlich bezahlen.
Dieses "bis zu" kann ja alles von 0-6.000 usw. bedeuten. Also sehr untransparent für den Kunden. Es wird auch Zeit, dass die Regierung oder die EU hier eine Regel einführt, die dem Kunden die Möglichkeit gibt, zu erfahren, welche Bandbreite Ihm zur verfügung steht und die Provider verpflichtet, Ihm auch nur diese in Rechnung zu stellen. So wäre sicher gestellt, dass man nicht für bis zu 6.000 bezahlt, aber nur 3.000 bekommt.
Was Ich nicht verstehen kann. Die Telekom war einst ein Staatliches Unternehmen, bis es privatisiert wurde. Die ganzen Leitungen hat die Telekom dabei mitgenommen, so dass sie für diese Nutzungsgebühren verlangen kann. So liegt auch der Ausbau dieser Leitungen in der Hand der Telekom. Sicher sind auch Bund und Länder daran beteiligt. Trotzdem hat man dein Eindruck, dass die Telekom nicht gerade wild darauf ist, den Ausbau voranzutreiben. Ich finde, das ganze Leitungsnetz sollte wieder in den Besitz des Staats kommen. So kann die Telekom keine Nutzungsgebühren mehr verlangen.
Sicher mag nicht alles zu 100% stimmen was ich sage, aber ich fände es unsinnig sich hinter die Telekom zu stellen und sie in Schutz zu nehmen. Die Telekom macht Gewinne und sitzt auf dem Netz. Das Netz ist aber nicht über all gleich stark ausgebaut, weshalb es einfach ungerecht ist. Es ist in der Vergangenheit einfach zu wenig passiert, weil die Telekom nur dort investiert hat, wo es rentabel war. Dort wo investitionen nötig wären, auf dem Land, stellte sich die Telekom quer und bat den Kunden zur Kasse, wenn er mehr wollte, als das lahme Internet, dass für Ihn verfügbar war.
Den Überschuss, den man in den Städten durch viele Kunden und geringe Baukosten hat, sollte man normal auf dem Land investieren, wo die Baukosten hoch sind.