Telekom fordert Regulierung für Kabelnetze

AW: Telekom fordert Regulierung für Kabelnetze

Habt ihr vergessen, dass die Privatisierung von Telefon-Leitungen, Post, Bahn etc. eine Sparmaßnahme unseres Staates nach der Wiedervereinigung war?
Dieser Pleite-Staat, der auch an der Privatisierung des Straßennetzes bastelt, soll jetzt die Leitungen wieder zurückkaufen und aufrüsten?
Von welchem Geld denn? :lol:Und wovon träumt ihr nachts?

Die Telekom hat einfach kalte Füße, weil ihr Kunden abhanden kommen, die zu günstigeren Anbietern wechseln.
Sehr gefährlich für die Telekom ist das Kabelnetz, denn da kann sie nicht mit ihren ollen Kupferleitungen paroli bieten. Kein Wunder also, dass die da auch rein wollen. Auch ich überlege mir den Wechsel ins Kabelnetz, aber Fernsehen bräuchte ich nicht über Kabel, hab schon ne Schüssel. Internet alleine gibts aber nicht... :(
 
AW: Telekom fordert Regulierung für Kabelnetze

Ich nicht, ich bleib der der Telekom!
ich hab Vdsl 50 Mbit, und noch nie Bandbreitenschwankungen gehabt!

[...]

1. kostenlose Hotline
2. guter Service, bei Fehlern, Defekten hat man spätestens nach 24 Std nen Techniker im Haus.
3. Die Telekom sagt 50Mbit, dann bekommst auch 50 Mbit
[...]
Gibt sicher auch ganz viele Fälle wo es andersrum sein mag, aber von denen hab ich Persönlich leider noch nix mitbekommen, daher bin ich für die Telekom und gegen den Kabel Dsl mist da...

Meine ANtwort zu deinem Post steckt im Spoiler, weils doch länger geworden ist. Sind aber meine Erfahrungen mit dem Sauladen, den du lobst.

1. Das mit der Hotline ist richtig.
2. Bei dir vllt. ... Beziehungsweise was ich jetzt privat und wo anders mit der Telekom erlebt hab (+ von ner Freundin), lässt mich doch stark an jedweder Kompetenz in dem Laden zweifeln. Die einen schalten zwei Leitungen, weil deren Techniker sich nicht an zugesagte Termine halten können, sichern [in der Hotline] min. DSL 1000 zu, ein Techniker sagt, es geht überhaupt nichts her.
Dazu wird - auch wenn die zweite Fehlschaltung theoretisch hätte längst gelöscht sein sollen - dann nach Kündigung noch ein nicht beauftragter Vertrag gebucht....

Und nach nem Jahr melden die sich mit ner Mahnung, obwohl sie vorher meinten, aus Kulanz würden die auf weitere Forderungen (nur einmalige Schaltgebühr usw.) verzichten.
Naja, die zwei, drei Splitter hab ich denen dann wieder zurückgesendet.

Ach, zum Techniker noch aus einem anderen Erlebnis: Es gibt ein Problem mim Internet, weil es seit kurzem - laut Hotline - geschaltet wurde und funktionieren SOLLTE (aber natürlich nicht tut, auch wenn die Hotline es fest zusichert).... Also, alle Telefone, Splitter und Anschlüsse daheim selbst überprüft und am Ende frustriert den Stecker in die Telefondose geknallt (die war falschrum montiert => Telefon tot...

Techniker war komischerweise pünktlich da, "repariert" den Anschluss und was is mim eigentlichen Problem: Internet geht natürlich nicht. Aber dafür hatte er keinen Auftrag, sondern nur fürs Telefon...

Quasi 70€ verblasen dafür, dass das Problem weiterhin besteht. Achja, Leitung "zurücksetzen lassen" von der Hotline hat später das Problem gelöst.

Nochwas wegen der Hotline: Jaja, man soll - laut einer schwäbischen Hotline-Dame - nicht darauf hören, was die Techniker vor Ort sagen, da diese ja extern angeheuerte Techniker seien, welche dir nur nen anderen Anbieter aufschwatzen würden. Was sie sagt, sei das einzig Wahre (was sich natürlich mit der Aussage des Technikers mehr als nur beißt) ...

Da weiß die rechte Hand nicht, was die Linke macht und raus kommt mit Glück ein funktionierender Anschluss... Naja, ein UMTS-Stick (nicht von der Telekom) hat nun Internet "in meine Wohnung gebracht" und das am gleichen Tag, wo ich deswegen in der Stadt war. Dafür gbts beim Stick andere Problemchen, aber die sind mir um Welten lieber, als nochmal mit der Telekom zu tun zu haben. Der Laden ist für mich gestorben, weder Handy, noch Festnetz, noch DSL werd ich bei denen später mal buchen...

Ach, die Telekom fordert Regulierungen? Ein Konzern, der selbst ein Opfer der Regulierungen geworden ist?
Tja. Meine Idee: Netze verstaatlichen, den Ausbau vorantreiben und gleich mal Glasfaser verlegen bis ins letzte Kaff (und wenns mal wieder länger dauert, kein Snickers, aber: Unsere profillose, Machterhalterin könnte mal damit ihr Versprechen einlösen von wegen "irgendwas" mit 2018 ...

Und wegen Kabel: Das gehört nicht reguliert, solange keine Marktbeherrschende Stellung existiert und die sollten weiter ausbauen. Da hat das große T einfach nur Angst.
 
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Die Telekom will doch nur verhindern das mehr Leute das Telenetz verlassen und somit das Kapital sich zum Kabelmarkt verlagert. Auch wenn die Telekom Netzinhaber ist und sich mit vielen "kleinen" Providern rumschlagen muss, verdient das T genug mit jedem Vertrag. Die Mietpreise sind angemessen, das die netzinterne Konkurrenz preiswerter ist liegt daran, das die Konkurrenten einfach kleiner sind und weniger Personal bezahlen müssen.

Der Vorteil beim Kabelnetz ist das es noch nicht so viele Nutzen und viele Kapazitäten frei sind. Kann man mit UMTS vergleichen. Je weniger es nutzen desto mehr Bandbreite hat man selbst. Kumpel von mir hat Kabeldeutschland mit 32mbit die er Vormittags bis zu frühen Nachmittag auch voll hat. Spätestens am Abend bricht bei ihm im Haus aber die Leitung zusammen weil fast jeder nen Kabelanschluss hat.

Ich hingegen bin bei seit knapp 1,5 Jahren bei T-Online und hab mit ner 6k Leitung angefangen und vor 4 Monaten auf 16k raufschalten lassen. Ein Anruf - Kundenummer und 24 Stunden später war die Leitung frei. Mein Vertrag wurde sogar noch mal geprüft und nun zahl ich auch noch 5,- weniger. Klar sind 45,- "teuer" aber dafür bekomm ich sogar 17,5k statt 16k.

Das die Telekom einfach nicht in "Provinzen" investiert ist doch klar. Wenn das Kabel drin ist und nach 24 Monaten die Verträge auslaufen wird doch jeder mal schauen ob es nicht auch "preiswerter" geht. - Dann kommen die ganzen kleinen Konkurrenten ins Spiel und schnappen der Telekom die Kunden vor der Nase weg. Obwohl erst investiert wurde.

Bekannter von mir wohnt in nem 250 Seelen Örtchen in MV. Die Telekom hat sich erst bereit erklärt da nen Kabel zu verlegen, als schriftlich zugesichert war dass mehr als 30 Anschlüsse zunächst auch bei der Telekom landen.

Nutzerfreundlich ist das nicht, aber wirtschaftlich betrachtet leider notwendig. Da ist der Staat gefordert - aber der hat von Wirtschaft leider keine Ahnung.
 
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... Nutzerfreundlich ist das nicht, aber wirtschaftlich betrachtet leider notwendig. Da ist der Staat gefordert - aber der hat von Wirtschaft leider keine Ahnung...
Wie kommste denn auf das schiefe Brett?
Schau dir mal an, in welche Aufsichtsräten unsere Bundestagsabgeordneten als oberste "Volks"-Vertreter sitzen und für wirtschaftliche Entscheidungen hoheitlich entlohnt werden.

Nur das im Bundestag fast jeder jeden kennt, da hackt sich doch keiner gegenseitig die Augen aus.
So sieht es aus im Kapitalismus - das Geld ist alles, der Mensch nur "human resources".

Die Bedürfnisse des Menschen kommen an letzter Stelle; wer mal eine Firmenpleite mitgemacht hat, weiß das.

Und weshalb sollte dann die Telekom ihre Macht nicht nutzen?
Schau mal in den Aufsichtsrat:
Deutsche Telekom: Mitglieder des Aufsichtsrats

Schon der zweite sitzt im Bundestag - alles klar?
Und die Gewerkschaften als "Arbeitskraftgeber-Vertreter" (die Arbeit "nimmt" der Unternehmer) gleich mit:
"Sommer, Michael,Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Berlin" - wie praktisch!

So wird Politik gemacht - Unabhängigkeit kann ich da von keiner Seite feststellen.

Sehr gefährlich für die Telekom ist das Kabelnetz, denn da kann sie nicht mit ihren ollen Kupferleitungen paroli bieten.
Das ist einfach falsch.
Alle Großverbindungen sind längst Glasfasern.
Meistens sogar bis zum Verteilerkasten.
Die Telekom hat es einfach nicht auf die Reihe gekriegt, Glasfasersplitter für Einzelanschlüsse rechtzeitig fertigzustellen.
Der Koloss war zu langsam.

So werden die meisten Leitungen von Glasfasern auf Kupfer umgesplittet, damit das alte "Kabel"-Modem auch angeschlossen werden kann.

Aber da könnte sich was ändern.
Wenn die Schmarotzer Alice, Arcor, freenet und wie sie alle heißen endlich mal ihren Hintern hoch bekämen, SELBER Anschlüsse MIT Glasfaser-Enddosen verlegten und nicht immer nur Gebühren abgreifen würden.

Warten wir es ab - MINOL.
 
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Das ist einfach falsch.
Alle Großverbindungen sind längst Glasfasern.
Meistens sogar bis zum Verteilerkasten.
Die Telekom hat es einfach nicht auf die Reihe gekriegt, Glasfasersplitter für Einzelanschlüsse rechtzeitig fertigzustellen.
Der Koloss war zu langsam.
So falsch ist das nicht. Das Problem ist ja seit jeher die sogenannte "letzte Meile" also der Hausanschluss und das sind ja gerade die lausigen Klingeldrähte der Tcom. Solange die nicht gegen etwas besseres getauscht werden (wie Koaxkabel oder Glasfaser) wird das immer lausig bleiben.

Die Weitverkehrsnetze sind natürlich schon lange umgerüstet. Nur reichen die eben maximal bis zum Verteilerkasten.

Aber da könnte sich was ändern.
Wenn die Schmarotzer Alice, Arcor, freenet und wie sie alle heißen endlich mal ihren Hintern hoch bekämen, SELBER Anschlüsse MIT Glasfaser-Enddosen verlegten und nicht immer nur Gebühren abgreifen würden.
Ich glaube nicht das sich da groß was ändert. Vielleicht in einigen Ballungsräumen, aber mehr sicher nicht. Wer investiert schon massiv Geld um die Netzte zu modernisieren, wenn man auch einfach Mieten kann. Da jammert man lieber an der Tcom herum.
 
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ist doch vollkommen richtig von der Telekom

die sind ja auch schon seid jahren verpflichtet die selbst ausgebauten netze an andere anbieter weiter zu vermieten

warum sollte es jetzt nicht mal umgekehrt laufen `?

Weil das der Telekom nix nützt^^ Niemand würde bei der Telekom DSL 3000 über Kabel für 60€ im Monat mieten, wenn man mit dem selben Anschluss bei nem Kabelanbieter für die Hälfte DSL 10000 bekommt :ugly:

Die Telekom hat einfach nur Angst dass ihre Monopolstellung (die sie ja garnicht hat Oo ) bröckelt, weil von ihr unabhängige Unternehmen deutlich höhere Bandbreiten zum halben Preis anbieten. Das bedeutet dass die Telekom ihre unverschämten Preise senken muss um wettbewerbsfähig zu bleiben und was viel schlimmer für den pinken Verein ist: Sie müssten ihr eigenes Netz ausbauen um mithalzen zu können.

Bei mir im Dorf liegen zwar an allen Anschlüssen mindestens 16MBit an, allerdings werden von der Telekom Fremdanbieter offensichtlich gedrosselt. Ich habe als immer noch T-Com-Kunde(eben wegen der Drosselung) über 16 MBit zur Verfügung(ca 18.000). 2 Etagen unter mir im selben! Haus bekommt man bei 1&1 nur 12MBit. Aussage T-Com gegenüber den 1&1-Kunden: Mehr geht halt nicht :what: Das Problem besteht im ganzen Ort, alle Telekomkunden bekommen 16k+(wer will sogar VDSL25), alle Fremdkunden maximal 12k. Wenns hier Kabel geben würde, hätte die Telekom überhaupt keine Kunden mehr...

Und Glasfaser: Während Weltweit, bei den KNB und bei der T-Com intern auf Glasfaser gesetzt wird, bekommt ein Großteil der potentiellen Kunden in den neuen Bundesländern bis heute kein (schnelles)DSL, da man den dummen Ossis immer noch versucht weis zu machen, dass über Glasfaser kein DSL möglich wäre. Hier kurz über Grenze liegt überall Kupfer, viele Dörfer haben nichtmal DSL2000. Denen wird beim großen T erklärt, dass sie Glasfaser für mehr Speed bräuchten :devil: Irgendwas is da doch faul...

Meiner Meinung nach sollte sich die Telekom lieber mal Gedanken machen, wie sie ihre Preise an den mehr als ein drittel geringeren Marktpreis anpassen und mehr Bandbreite zur Verfügung stellen kann, anstatt rumzujammern, dass andere investieren und dank eigener Leitungen mehr Leistung für weniger Geld anbieten können.

mfg
 
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da man den dummen Ossis immer noch versucht weis zu machen, dass über Glasfaser kein DSL möglich wäre.
Ist es auch nicht.

Meiner Meinung nach sollte sich die Telekom lieber mal Gedanken machen, wie sie ihre Preise an den mehr als ein drittel geringeren Marktpreis anpassen
Das geht ganz einfach:
Radikal ~1/4 aller Angestellten kündigen die man noch als Altlast aus Staatskonzernzeiten beschäftigen muss.
Naja gut, da gibts ja so ärgerliche Einschränkungen wie Kündigungsschutz und sowas. Sollte man dann wohl besser abschaffen, hm?
Stammtischparolen ftw!!!
 
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ich kann nur den artikel in der aktuellen c`t empfehlen. da steht drin, warum deutschland so hinterherhinkt mit dem ausbau der netze. was einerseits mit der privatisierung der telekom, der regulierungsbehörde und dem daraus geschichtlichem verlauf zu tun hat.

das ding ist einfach, dass man infrastruktur vom serviceprovider einfach trennen sollte.
klar die frage nach dem geld, wo soll das herkommen?
aber wer will würde da schon was finden, weil für die banken war ja auch zufällig geld da ;)
 
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Das von einem Unternehmen, dass sich auch mal ziemlich schwer damit tat, im Kommunikationsbereich ihr Netz für Drittanbieter bzw Mitbewerber zu öffnen.
 
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Das von einem Unternehmen, dass sich auch mal ziemlich schwer damit tat, im Kommunikationsbereich ihr Netz für Drittanbieter bzw Mitbewerber zu öffnen.
Vermutlich gerade deswegen ;)
Die wissenganz genau wie ungern ein Unternehmen sowas macht. Also wird das von alleine eh nie passieren.
 
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