Telekom-Chef zu DSL-Vectoring: Vergiftete Debatte über eines der besten Netze Europas

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Ich sehe da überhaupt nichts Groteskes dran.
Aber ich merke auch, dass du scheinbar überhaupt kein Verständnis für die Leute hast, die jahrelang mit unterirdisch langsamen Internetleitungen zurecht kommen mussten, ohne diesbezüglich irgendeine Wahl gehabt zu habe. Von daher spare ich es mir nun, weiter darauf einzugehen.
 
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AW: Telekom-Chef zu DSL-Vectoring: Vergiftete Debatte über eines der besten Netze Europas

Ich sehe da überhaupt nichts Groteskes dran.
Aber ich merke auch, dass du scheinbar überhaupt kein Verständnis für die Leute hast, die jahrelang mit unterirdisch langsamen Internetleitungen zurecht kommen mussten, ohne diesbezüglich irgendeine Wahl gehabt zu habe. Von daher spare ich es mir nun, weiter darauf einzugehen.

Wenn ich mich beruflich mit dem Internet beschaeftige, dann geht der Haupteil der Zeit drauf um Mittel und Wege zu finden, die oft kuenstlichen Restriktionen irgendwie halbwegs zu umschiffen. Am Ende ist es illusorisch, davon auszugehen, dass 2018 tatsaechlich ganz Deutschland von der Telekom mit >16Mbps versorgt werden kann. Die schaffen es ja schon in 2016 nicht ohne staatliche Hilfe auch nur eine Kleinstadt halbwegs flaechendeckend zu versorgen.

Vermutlich wird das Mobilfunknetz diese Funktion uebernehmen und die bestehenden LWLs werden genutzt um die Basisstationen zu verbinden. Denn einen derartigen Investitionsstau noch aufzuholen ist eher unwahrscheinlich. Aber das Gute ist, das neue Netz wird schon abbezahlt sein, von wem wohl ;) ?

Nachtrag: So sieht wohl eine Investition in eine nie kommende Zukunft aus. Denn erstmal muessen ja die wichtigen Sachen gemacht werden, oder? Und anscheinend hat es oberste Prioritaet, den Umbau vor sich her zu schieben, koste es was es wolle.

Am Ende hat man es ja schon durch die Blume gesagt, eigentlich lohnt es sich ja gar nicht, bestehende Anschluesse umzuruesten, ausser der Teilnehmer kommt fuer alle Kosten selbst auf.

Ich habe mal kurz ueberschlagen, wenn man die 4000 FTTH Anschluesse der Telekom mal hochrechnet auf die ca 36 Mio. Haushalte, dann waere die Telekom eventuell noch vor dem Jahr 3000 fertig. Aber vielleicht kommt ja die Telekom demnaechst mit einer FTTH-Lotterie?

Wie haben das nur damals die beiden Postunternehmen in <50 Jahren geschafft? Mit der Technik von damals und den Preisen von damals! Ausserirdische Hilfe?
 
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aha, ein staatliches Unternehmen mit (damals) Grundversorgungsauftrag, das zu 99% vom Volk über Steuern finanziert wurde weil die gebühren vorn und hinten nie gereicht haben, mit einer in den Nachkriegsjahren in den Boden gestanzten Infrastruktur (vom Steuerzahler) die dann weitere 60 Jahren Investitionsmäßig nicht mal mit dem Arsch angeschaut wurde muss jetzt als Paradebeispiel für Entwicklung und Wirtschaftlichkeit für herhalten .... wer findet den Fehler :schief:
 
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Man darf auch den Aufbau Ost nicht vergessen. Damals wurden die neuen Bundesländer mit einem - für damalige Verhältnisse - top modernen Telefonnetz versorgt. Das hat 50 Mrd. DM gekostet und hat nur funktioniert, weil dort Steuergelder ohne Ende verpulvert wurden und sich die Telekom, nach der Privatisierung, hochgradig verschuldet hat. Und wie gesagt: Das war nur für den Aufbau Ost, also für Gebiete mit deutlich weniger Einwohnern als West-Deutschland.
So eine Aktion ist heute vollkommen undenkbar, weswegen ein deutschlandweiter, schneller FTTH Ausbau insgesamt reine Träumerei ist.
 
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aha, ein staatliches Unternehmen mit (damals) Grundversorgungsauftrag, das zu 99% vom Volk über Steuern finanziert wurde weil die gebühren vorn und hinten nie gereicht haben, mit einer in den Nachkriegsjahren in den Boden gestanzten Infrastruktur (vom Steuerzahler) die dann weitere 60 Jahren Investitionsmäßig nicht mal mit dem Arsch angeschaut wurde muss jetzt als Paradebeispiel für Entwicklung und Wirtschaftlichkeit für herhalten .... wer findet den Fehler :schief:

Ich denke, der Fehler ist der, dass die Telekom nach wie vor von Steuern finanziert werden will, zusaetzlich Einnahmen in etwa der 3fachen Hoehe hat, im Promillebereich gegenueber der Post in das Netz investiert, fuer die liegenden Leitungen aus ehemaligem Staatsbesitz ordentlich Gebuehren kassiert und sich dann windet, dem Einbringer der Infrastruktur (Staat) den vereinbarten Dienst zu erweisen und im gleichen Atemzug den Staat noch um Geld anhaut, natuerlich nicht nur zinsfrei, nein gleich geschenkt!

Wenn es aber um Fehler im Text geht, dann wuerde ich mal ganz kurz die Zeitangaben bemaengeln, fuer 60 Jahre nicht angeguckt haette das heutige Telefonnetz vor 1935 errichtet worden sein muessen, denn 1995 hat der rosa Riese uebernommen. Selbst bei 50 Jahren haette das Netz an einem Tag gebaut worden sein muessen, das gleitet schon in eine freie Auslegung im Stile "und am 8. Tag schuf der Herr das Telekomnetz".

@Cook2211, Der Aufbau Ost hat sicherlich Vielen neue Telefonanschluesse gebracht, aber vor 15 Jahren war es immer noch haeufiger das gute alte dunkelgraue Kabel aus DDR-Zeiten vorzufinden als das schicke hellgraue der Telekom. Wie es heute aussieht, kann ich nicht sagen, ich komme da nicht mehr viel herum.
Saemtliche Immobilien der Post und noch etliche mehr sind fuer einen feuchten Haendedruck der Telekom uebereignet worden. Ich habe nie einen der T-Immobilien-Verwalter klagen hoeren, ausser dass die Mieter kamen und gingen und vielleicht dass die Objekte nach und nach verscherbelt wurden.

Genaugenommen ist ohne massiven Druck von denen, die das Geld in die Telekom pumpen (Staat + Kunden) ein FTTH Ausbau insgesamt Traeumerei und rueckt mit jedem Tag in weitere Ferne. Vielleicht ist der CDU/SPD/sonstwas Kandidat in der selben Situation und ist sich gar nicht klar darueber, in welchem Ausmasz die Telekom alle moeglichen Quellen melkt und nur Versprechen und homoeopathische Pflaesterchen liefert. Wer seinen Abgeordeten kennt, sollte ihn mal darauf ansprechen.

Nachtrag: Wo wir gerade Zahlen waelzen, zwischen 2010 und 2012 sind satte 29% Kapital der Telekom im Nirvana verschwunden. Die DTAG machte zuletzt pro Jahr durchschnittlich 1-1.5 Mrd.€ Gewinn und verlor in den letzten 6 Jahren durchschnittlich 1,5 Mrd. Eigenkapital pro Jahr. Mit anderen Worten: Finanzen sind nicht in Kapital reinvestiert worden sondern ausgeschuettet. Mit diesen Gewinnen, wenn sie reinvestiert wuerden, liesse sich ganz ohne Staatsgelder und ohne einen Cent Investitionskapital in weniger als 28 Jahren ganz Deutschland auf FTTH umruesten. Und nicht knapp 1000 Jahre wie beim bisherigen Investitionsfluss. So ganz nebenbei wuerde sich das Eigenkapital merklich erhoehen statt wie Schnee in der Sonne zu schmelzen. Wenn die das Tempo beibehalten, muessen die Mitarbeiter bald sammeln fuer die Firmenwagen der oberen Etage weil alles von Wert schon versemmelt wurde und der Rest verfaellt.
Hat noch jemand Illusionen von einem spaeteren Umbau auf FTTH von Seiten der Telekom?
 
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Beste Netz und dann nur auf Kupfer schwören? Wäre für mich der Vergleich das man E Autos betreibt aber nur mit Atom Strom
 
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So ganz nebenbei wuerde sich das Eigenkapital merklich erhoehen

Nein. Wie soll sich denn das Eigenkapital erhöhen, wenn der gesamte Gewinn in ein neues Glasfasernetz investiert wird?
Wenn, dann erhöht sich das Betriebsvermögen.

Mit diesen Gewinnen, wenn sie reinvestiert wuerden, liesse sich ganz ohne Staatsgelder und ohne einen Cent Investitionskapital in weniger als 28 Jahren ganz Deutschland auf FTTH umruesten. Und nicht knapp 1000 Jahre wie beim bisherigen Investitionsfluss.

Das sind wieder so tolle Stammtisch-Milchmädchen Rechnungen. Es wäre wirtschaftlicher Schwachsinn denn gesamten Gewinn über Jahrzehnte hinweg ausschließlich in den Netzausbau zu pulvern. Zumal die Telekom ja nicht nur ein Festnetz betreibt.
Von daher erübrigt sich diese Überlegung.
Und bei allen Kosten/Zeit Rechnungen sollte man darüber hinaus den immensen bürokratischen Aufwand nicht unterschätzen. Millionen von Hausbesitzern müssen für FTTH erstmal gefragt werden, ob man denn ihr jeweiliges Haus mit FTTH versorgen darf, bevor überhaupt mal die Baugenehmigungen erteilt werden können. Auch das kostet, neben dem eigentlichen Bauen, viel Zeit und viel Geld.

Man hört immer nur: Die Telekom soll dies, die Telekom müsste das.
Es ist und bleibt aber so: Beim FTTH Ausbau in Deutschland sind ALLE gefordert. Alle Telekommunikationsunternehmen müssen ihn mittragen, nicht ein Konzern alleine. Der Staat muss diesen Ausbau mit Subventionen massiv fördern. Und Hausbesitzer müssen ggf. gewillt sein, den Bau der Hausanschlüsse zu bezahlen.
Nur so wird das was!
 
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[SNIP]Man hört immer nur: Die Telekom soll dies, die Telekom müsste das.
Es ist und bleibt aber so: Beim FTTH Ausbau in Deutschland sind ALLE gefordert. Alle Telekommunikationsunternehmen müssen ihn mittragen, nicht ein Konzern alleine. Der Staat muss diesen Ausbau mit Subventionen massiv fördern. Und Hausbesitzer müssen ggf. gewillt sein, den Bau der Hausanschlüsse zu bezahlen.
Nur so wird das was!

Ach das ist der Grund, warum die Telekom per Gesetz die Mitbewerber auszuschliessen versucht?
Eingefuegt: Und droht mit Ausbaustopp (Vectoring), wenn das Gesetz nicht durchkommt.

Auf den Unterschied zwischen Finanzen und Kapital will ich hier nicht eingehen, ganz besonders nicht, wenn schon themenbezogenes wie LWL auf taube Ohren stoesst. Ich bin mir sicher, es gibt genug Literatur dazu. Aber wenn Du Dir ein Haus kaufst, dann erhoeht sich das Eigenkapital und deine frei verfuegbaren Finanzen nehmen ab. Hast Du aber das Haus geschenkt bekommen, und laesst es verlottern, dann sinkt das Eigenkapital und wenn dann schlussendlich ein Abriss faellig ist steht ein Nullwert Kosten gegenueber.
 
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Weil du so clever bist , kennst das Kürzel LWL. Unser Möchtegern Lehrer
Denkst auch hier sind alle doof.


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Auf den Unterschied zwischen Finanzen und Kapital will ich hier nicht eingehen, ganz besonders nicht, wenn schon themenbezogenes wie LWL auf taube Ohren stoesst. Ich bin mir sicher, es gibt genug Literatur dazu.

Ja, weil du ganz offensichtlich keine Ahnung davon hast.

Deine Begründung zum Thema Eigenkapitalverlust der Telekom:

"Die DTAG machte zuletzt pro Jahr durchschnittlich 1-1.5 Mrd.€ Gewinn und verlor in den letzten 6 Jahren durchschnittlich 1,5 Mrd. Eigenkapital pro Jahr. Mit anderen Worten: Finanzen sind nicht in Kapital reinvestiert worden sondern ausgeschüttet."

(Anmerkung meinerseits: In den letzten drei Jahren verlor die Telekom kein Eigenkapital)

Der wahre Grund für sinkendes Eigenkapital:

Negative Eigenkapitalrentabilitat entsteht durch Verluste › GeVestor


Die Telekom hat bis einschl. 2012 eine negative Entwicklung beim Eigenkapital wegen Verlusten bzw. hohen Investitionen bei der US Tochter gehabt. Seit 2013 liegt die Entwicklung wieder im positiven Bereiche, sprich das Eigenkapital steigt wieder, getragen u.a. dadurch, dass T-Mobile USA mittlerweile rentabel ist und das Konzernergebnis verbessert.

Btw. gehört ein Glasfasernetz bei der Telekom natürlich nicht zum Eigenkapital sondern zum Betriebsvermögen auch das sollte wohl vollkommen klar sein. Hohe Investitionen in ein solches Netz führen zwangsläufig zu sinkendem Eigenkapital, aber eben zu einem steigenden Betriebsyermögen.

Und was du mit dem Unterschied zwischen Finanzen und Kapital meinst, ist mir nicht ganz klar :ka:
Das Wort "Finanzen" taucht in der Bilanz nicht auf. Kapital natürlich schon. Finanzen sind nur ein allgemeiner Oberbegriff, der in der Buchführung und Bilanzierung nicht vorkommt.
 
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Die Telekom hat bis 2013 eine negative Entwicklung beim Eigenkapital wegen Verlusten bzw. hohen Investitionen bei der US Tochter gehabt. Seit 2014 liegt die Entwicklung wieder im positiven Bereiche, getragen u.a. dadurch, dass T-Mobile USA mittlerweile rentabel ist und das Konzernergebnis verbessert.

T-Mobile ist nicht rentabel sondern waechst, also kommt die Kostenschleppe noch und ausserdem teilt sich die Telekom mittlerweile in die Kosten mit MetroPCS. Man hat wachsenden Umsatz und Kundenzahlen, Ach nein, hat man ja gar nicht wirklich sondern man muss sich auch da eigentlich reinteilen und schon sieht es weniger schoen aus. Wenn Du und ich eine Firma oeffneten und wir wuerden 2€ Gewinn machen, dann kann jeder von uns sagen: Ich habe 2€ Gewinn gemacht.
Aber haben wir wirklich 4€ Gewinn gemacht?
 
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T-Mobile ist nicht rentabel sondern waechst, also kommt die Kostenschleppe noch

Ja, genau. Deswegen stieg die EBITDA auch mal eben um 55%:

US-Geschaft starkt weiterhin die Deutsche Telekom | heise online

Zitat:

"Das boomende Mobilfunkgeschäft von T-Mobile US soll auch dem Gesamtkonzern in diesem Jahr zu Wachstum bei Umsatz und Gewinn verhelfen."

Q1 2016:

Telekom übertrifft Erwartungen dank US-Geschäft – ist die US-Tochter noch immer "ungeliebt"



Und die Verluste von T-Mobile USA von vor einigen Jahren sind längst abgeschrieben.
 
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[SNIP]
Zitat:
"Das boomende Mobilfunkgeschäft von T-Mobile US soll auch dem Gesamtkonzern in diesem Jahr zu Wachstum bei Umsatz und Gewinn verhelfen."

Genau, dabei ist es eigentlich das Geschaeft von T-Mobile US und MetroPCS Communications.

Uebrigens ist 2012 das Jahr des Zusammenschlusses. Und Auch Zufaellig das Jahr, in dem 10Mrd.€ Kapital aus den Telekom Bilanzen verschwanden. Ob das Zufall ist oder etwas damit zu tun hat, dass T-Mobile US eigentlich ein Pool ist, in dem jetzt die 10Mrd.€ drin stecken? Und kein Bestandteil der Telekom mehr. Aber wenn man das so sieht, war dann EE quasi auch eine Tochterfirma der DTAG? Da hat man ja einen einen aehnlichen Pool errichtet gehabt. Das ist total bequem, man ist mehr oder minder nur Aktionaer und hat keine direkten Verbindlichkeiten. Und Gewinn kann man dann als den Eigenen ausgeben.

Und die Kostenschleppe bei Wachstum ist ja wohl nichts ganz Neues oder etwa doch? "Wachstumseffekte" sind nur eine Phrase?

Anhang: EBITDA - Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization

Da gehen vom Umsatz quasi nur die Material- und Personalkosten ab ,alle anderen Kosten sind nicht beruecksichtigt. Da zaehlen nicht einmal die Energiekosten mit hinein.
 
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Uebrigens ist 2012 das Jahr des Zusammenschlusses. Und Auch Zufaellig das Jahr, in dem 10Mrd.€ Kapital aus den Telekom Bilanzen verschwanden.

Ähm, ich habe das Gefühl, dass du noch nie eine Bilanz gelesen oder interpretiert hast, geschweige denn eine GuV selber gemacht hast. Kapital verschwindet nicht einfach aus der Bilanz...

Anhang: EBITDA - Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and AmortizationDa gehen quasi nur die Material- und Personalkosten ab alle anderen Kosten sind nicht beruecksichtigt. Da zaehlen nicht einmal die Energiekosten mit hinein.

Echt jetzt? Du hast T-Mobile USA die Rentabilität abgesprochen. Deswegen habe ich die EBITDA genannt.

Das EBITDA ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die eine Angabe zur Rentabilität eines Unternehmens macht.

Und nein, Material- und Lohnkosten gehen von der EBITDA nicht mehr ab. Die sind schon abgezogen. Genauso wie Energiekosten...

Zitat aus dem Link: "Das bedeutet „Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände“."

Also warum lässt du es nicht einfach gut sein? Zumal das nichts mehr mit dem Thema zu hat!?
 
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Okay, ich hatte EDITBA mit gross income gleichgesetzt. Aber es ist klar gesagt: EBITDA is essentially net income with interest, taxes, depreciation, and amortization added back to it. Also mein Fehler, Energiekosten sind enthalten.

Aber eben eine Abwertung aufgrund des Alters und fehlender Wartung (depreciation - tangible), zu zahlende Steuern (taxes), zu zahlende Zinsen (interest) und andere Wertverluste (Amortisation -intangible) sind nicht enthalten.

Also die fehlende Angabe von net income deutet ganz klar auch da auf eine fehlende Rentabilitaet, sonst wuerde damit ganz gross herumgewunken werden.

Und ja, Bilanzen sind nicht so mein Ding aber ich halte immerhin einige Zertifikate fuer Buchhaltung im angelsaechsischen Raum. Demzufolge habe ich zumindest ein Basisverstaendnis und muss mich nicht auf Uebersetzungen verlassen.

Anhang: vermutlich wird auch dieser Pool ausgequetscht werden wie es schon bei den eigenen Finanzen recht erfolgreich praktiziert wird. Damit kann man kurzzeitig Ausschuettungen generieren, welche dann der Telekom zufliessen. Und dann wird mit einem Knall abgeschrieben.

Kapital verschwindet nicht einfach aus der Bilanz...
Ganz genau und doch fehlen 2012 9.398 Mrd.€, wenn die nicht verschwunden sind, wo sind sie hinverschoben worden? Waeren sie in den Leitungsausbau gesteckt worden, haette sich das Kapital erhoeht, da ein Produkt hoeher bewertet ist als die reinen Erstellungskosten. Waere etwas verkauft worden, dann waere lediglich die Differenz des Buchwertes zum Verkaufswert in den Bilanzen aufgetaucht. Aber ein Viertel des Gesamtkapitals?

Im Prinzip bedeuten grosse Spruenge in den Bilanzen fast immer, dass da jemand "kreative" Buchhaltung betreibt.
 
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Also die fehlende Angabe von net income deutet ganz klar auch da auf eine fehlende Rentabilitaet, sonst wuerde damit ganz gross herumgewunken werden.

Nein. Die EDITBA, oder anders gesagt der Gewinn vor Steuern, IST die Kennzahl für die Rentabilität. Wenn T-Mobile USA also ein positives Ergebnis vor Steuern aufweisen kann, dann gilt T-Mobile USA als rentabel. Und da T-Mobile USA darüber hinaus auch einen positiven Einfluss auf den Gewinn des Gesamtkonzerns nach Steuern hat, ist diese Konzerntochter natürlich erst recht rentabel.

Und ja, Bilanzen sind nicht so mein Ding aber ich halte immerhin einige Zertifikate fuer Buchhaltung im angelsaechsischen Raum. Demzufolge habe ich zumindest ein Basisverstaendnis und muss mich nicht auf Uebersetzungen verlassen.

Ganz ehrlich: Bisher habe ich in deinen Ausführungen zu den Finanzen der Telekom nicht so viel Basisverständnis gesehen....
Und bevor du dich um Kopf und Kragen redest, solltest du dieses Thema wirklich besser auf sich beruhen lassen.

Ganz genau und doch fehlen 2012 9.398 Mrd.€, wenn die nicht verschwunden sind, wo sind sie hinverschoben worden?

Verschwunden sind sie ganz sicher nicht. Das wäre Betrug. Und kein Aktionär würde sich diesen Betrug gefallen lassen.
 
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Nein. Die EDITBA, oder anders gesagt der Gewinn vor Steuern, IST die Kennzahl für die Rentabilität.
EDITBA ist eben nicht der Gewinn vor Steuern. Selbst in der deutschen Uebersetzung ist das ersichtlich.
Einwurf: Gewinn vor Steuern nennt sich "Net Profit".
Verschwunden sind sie ganz sicher nicht. Das wäre Betrug. Und kein Aktionär würde sich diesen Betrug gefallen lassen.
Also ich habe in den letzten Jahren staendig Meldungen gelesen, dass die Telekom ihre Ausschuettungen erhoeht. Du sagst mir, dass sich das kein Aktionaer gefallen laesst? Oha

Anhang: Man koennte EDITBA als "zu versteuerndes Einkommen" bezeichnen aber die Steuersysteme sind doch recht unterschiedlich.
 
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EDITBA ist eben nicht der Gewinn vor Steuern. Selbst in der deutschen Uebersetzung ist das ersichtlich.

Dann präziser für dich: Der Gewinn vor Steuern und Abschreibungen.

Also ich habe in den letzten Jahren staendig Meldungen gelesen, dass die Telekom ihre Ausschuettungen erhoeht. Du sagst mir, dass sich das kein Aktionaer gefallen laesst? Oha

Das verstehst du aus meiner Aussage? Seehr witzig....
Der Dreh- und Angelpunkt meiner Argumentation ist, dass Geld nicht einfach verschwindet. Denn eine Aktiengesellschaft muss penibel genau belegen, wo welche Gelder hingeflossen sind. Deswegen ist es nicht möglich, dass Geld einfach mal so aus der Bilanz verschwindet.
Und da die Telekom 2012 einen massiven Verlust wegen T-Mobile USA hinnehmen musste, ist wohl vollkommen klar, warum das Eigenkapital gerade in diesem Jahr so massiv gesunken ist. Denn Eigenkapital sinkt durch Verluste. Die Telekom hat dieses Geld also nicht ausgeschüttet oder sonst was. Sie haben es in einem schwachen Geschäftsjahr schlichtweg verloren.


Und jetzt mal ganz ehrlich:
Du scheinst zu den Usern zu gehören, die nicht mal einfach sagen können: "Ja, okay, hast recht. Lass uns das Thema einfach beenden."
Nein, du musst hier weiter so tun, als wärest du der große Finanz-Zampano, der anderen die Finanzen der Telekom erklären kann. Dass du das jedoch eben nicht kannst, hast du hier unter Beweis gestellt.

Also werde ich an dieser Stelle diese Diskussion beenden. Wir haben jetzt mehr als genug über die Finanzen der Telekom geredet, und damit muss es dann auch mal gut sein.
Von meiner Seite aus: Over and out!
 
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Ich muss Dir auch dieses Mal recht geben, ich kann es nicht auf sich beruhen lassen. Aus einen GAAP-Net Income in Q1/2015 von -65Mio.$ wurden immerhin recht kreative 1,388 Mrd.$ EDITBA! Weisst Du, wie man das Net Income berechnet? Sehr simple Rechnung: Einnahmen - Ausgaben.

Eine Moeglichkeit diese Differenz zu erreichen sind sehr hohe Ausschuettungen, denn diese fliessen in EDITBA mit ein aber dazu muss Kapital erst fluessig gemacht werden, denn wenn ich 65 Mio weniger eingenommen habe als ich ausgegeben habe, faellt es schwer auf Cash zurueckzugreifen.

Aber vielleicht hat die T-Mobile R&D Abteilung Patente fuer ueber 1Mrd.$ entwickelt? Und wie wurde deren virtueller Wert dann ermittelt? Denn genutzte Patente wuerden sich im Net Income widerspiegeln.

Kreativ? Gesund? oder gesunde Kreativitaet?

1,388 Mrd.$ EDITBA heisst in den USA 35% Income Tax, also wurden zu den 65Mio. Verlust nochmal 486 Mio. Einkommenssteuer faellig. Die restlichen Steuern/Gebuehren noch nicht inkludiert. Aber die zaehlen gluecklicherweise im naechsten Quartal steuersenkend.

Ich muss mich korrigieren, der folgende Text ist falsch:
Und es gibt da noch ein kleines Problem, als Assets werden von der T-Mobile USA nach dem Zusammenschluss etwas ueber 1Mrd. Dollar angegeben. Wenn aber die Telekom Finanzen ausgegliedert hat dann muessten das umgerechnet 12,2 Mrd.$ sein. in der 1 Mrd. sind aber die Anteile von MetroPCS Communications enthalten.

Ich muss zugeben es wuerde mich sehr reizen, bei jemandem in die Lehre zu gehen, der es schafft 10 Mrd.€ legal auf eine Firma abzuschreiben, die nominell deutlich unter 1Mrd.€ liegt.

Richtig ist: dass der Assetwert (current assets) zur Zusammenschlusszeit tatsaechlich bei 12,228 Mrd.$ lag , plus die 3,1Mrd.$ von MetroPCS ist dort exzessiv aber im ueblichen Rahmen abgeschrieben worden.

Offensichtlich werden die Tabellen von Hand erstellt, Q4 2013 gibt verwechselte Werte im Asset Sheet. (Ausser alle anderen Jahre sind falsch?)

Allerdings wuerde sich im angelsaechsischen Raum der Kapitalwert einer Firma nicht veraendern, denn sowohl Eigentum als auch Aktien zaehlen als Assets. Sprich, wenn ich eine Tochterfirma gruende und ihr Teile meiner Firma ueberantworte, dann reduziert sich mein Kapitalwert erst einmal gar nicht, denn es aendert sich nur das Konto auf dem der Wert liegt. Selbst ein Verkauf aendert erstmal nichts, weil auch dort wieder nur das Konto gewechselt wird. Wie das in der deutschen Buchhaltung gehandhabt wird, lasse ich mir gerne erklaeren. Ich kann mir nicht erklaeren, wie das Geld von der Telekom verschwinden konnte.

Auffaellig ist, dass ich nirgendwo ein 12/11 GAAP Statement finden kann und das bei ansonsten recht konstanten Geschaeftswerten ein Posten von 12 Mrd.$ Goodwill zwischen 2010 und 2012 auf 0$ umgewertet wurde.
Und die Buchfuehrungsmethode wurde etwas umgestellt.
Irgendwie ironisch, seit quasi die Marke T-Mobile einen schlechten Ruf hat (0$ Goodwill) , rennen ihr offensichtlich die Kunden die Bude ein und das Geschaeft waechst.
 
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