Dieser Beitrag wird jetzt hoffentlich nicht etwas lieblos, weil er zum zweiten Mal geschrieben wird. Irgendwie habe ich nach der Vorschau das Speichern vergessen....
Luft und Wasser und die Ästethik des Unvollkommenen
Weiter geht's. Die PCIe-Stecker und Leitungen hatte ich vorher schon verlegt (d.h. frei auf hinter dem Mainboardtray herumbaummeln lassen^^).
Die Stecker flutschen perfekt in die Grafikkarten (viel besser als bei meinen BeQuiet im alten Rechner, aber das Netzteil ist auch ein Vorserienmodell...).
Die SLi-Bridge ist noch im Mainboardkarton, wo ich sie vermutet hatte.
Ist es eigentlich egal, welcher der beiden Kontakte genutzt wird und gibt es eine bestimmte Ausrichtung bei der Bridge?
In der Anleitung des Asus-Boards ist die linke gewählt. Also einfach mal da aufgesteckt. Wird den Rechner schon nicht grilllen:
Wo bleibt die Panne?
Also zur Verschlauchung. Die Perfect Seal - Tüllen hatte ich schon alle eingeschraubt, bis auf die Stellen, wo eventuell ein Winkel notwendig ist.
Sehr heisses Wasser steht bereit. Die Schläuche werden einige Sekunden eingetaucht und dann ohne Mühe aufgesteckt. Nach wenigen Sekunden halten sie bombenfest.
Nur die Winkel sind mühsamer. Da verwende ich auch Federsicherungen, die ziemlich zäh beim Draufschieben sind.
Auch der Temperatursensor findet einen Platz:
Für die Pumpe hatte ich schon alle Leitungen (USB, RPM zu CPU-FAN-Anschluss des Mainboards, Stromadapter, damit ich problemlos zwischen externen und internen Netzteil wechseln kann) passend bereit gelegt, also ist es auch hier kein Akt sie zu verschlauchen und anzuschließen:
Schön ich musste ein paar Schläuche noch etwas kürzen, weil sie nach dem ersten Test zu lang waren, doch weiterhin gilt:
Immer noch keine Panne!
Und das optische Ergebnis nach der Verschlauchung? Die perfekte Ästetik. Hier lacht das Modderherz.
Um Euch schon mal einen Eindruck zu geben, wie es mit individuellen Fensterausschnitt aussehen könnte hier ein "gemalter" Ausschnitt:
Ein nahezu perfektes Ergebnis oder? Jetzt muss sich Rosstaeuscher doch warm anziehen!
Obwohl...
Einige Detailbereiche verraten, dass das Optimum der Kabelführung noch nicht erreicht ist. Hier der Wohnort der Pumpe vor Einbau:
Und auch das Gesamtbild mit kompletter Verschlauchung lässt noch geringfügig Luft für eine Verbesserung des Kabelmanagements:
Es wird nicht besser, wenn man den Ausschnitt größer wählt:
Ähm, ein Ort bei meinem vorläufigen Konstrukt erinnert mich an meine Schublade unterm Bett vor vielen Jahren, als ich noch bei meinen Eltern wohnte...
Mit Seitenschneider oder Heckenschere könnte man hier wohl schnell für Ordnung sorgen.^^
Ich werde wohl alles noch neu verlegen müssen, damit der Seitendeckel zugeht. Aber damit warte ich noch etwas, ich will ja noch weiter in Richtung Wasserkühlung arbeiten.
Panne?
Soo, alle Leitungen und Schläuche liegen, es gab keine komischen Geräusche beim Einbauen (knack, knack^^) und ein seltames Gefühl der Leere stellt sich ein.
Ahh, warum sind den noch so viele Teile übrig?
Ich habe vergessen, dass T-Stück zum Ablassen einzubauen!
Das ist beruhigend, das kann man schon fast
Eine Panne nennen!
Für eine richtige Panne fehlt leider das vorherige Befüllen des Systems mit Wasser, daher ist der Fehler schnell repariert:
Doch die Schlauchführung ist mit T-Stück so daneben, dass ich wieder auf eine Konstruktion ohne eingebaute Ablass-Öffnung zurückrüste. Da werde ich in Ruhe nach einer etwas anderen Lösung suchen müssen.
Ich werde diese Wasserkühlung ja mindestens eine Woche ohne Änderung betreiben, warum dann heute schon an die Leerung denken?
Jetzt kommt der spannendste Moment, das erste Einschalten der Pumpe über mein bewährtes LC-Power-Netzteil:
Uuaarrg, das rote Warnlichte an der Pumpe leuchtet!
Ähh, will die Zicke von Pumpe viellleicht erst Wasser sehen?
Ich modifiziere meine Vorgehensweise und mische Wasser und Innovatek Protect an.
Wieder ein Gefäss, dass ich nicht einfach zurück in den Küchenschrank stellen sollte...
Dank ein paar Kabelbindern ist auch meine geniale Einfüllkonstruktion tatsächlich brauchbar:
Das Wasser lässt sich problemlos einfüllen!
Und es sprudelt auch problemlos wieder zurück!
Gut, dass das Einfüllen außerhalb des Gehäuses stattfindet und ein Handtuch bereitliegt.
Also gaaanz langsam einfüllen und immer wieder Luft hoch blubbern lassen. Dann spritzt es nur noch jedes zweite Mal. Ein gutes Zeichen, dass die Luft nirgendwo sonst in der Wasserkühlung verschwinden kann.
Das erste Starten der Pumpe!
Schwupps, ist der Einfüllbehälter leer!
Also, wieeder laaangsam einfüllen.
Und das noch ein paar Mal.
Passt ganz schön viel Flüssigkeit in so eine CPU-only-Wasserkühlung..
Und es blubbert und rauscht und läuft und ich lege das Gehäuse hin und her:
Schon nach einer Stunde sind die Luftblasen fast verschwunden.
Was fehlt?
Ein Geräusch, mit dem ich fest gerechnet hatte.
Rhythmisch und unheilverkündend.
Tropf, Tropf.
Kein Radiator beim Festschrauben der Lüfter angebohrt?
Kein Winkel leck?
Es scheint als würde sich der Unterhaltungswert meiner Wasserkühlung sich auf schnödes Funktionieren beschränken.
Ein ungewohntes, aber kein schlechtes Gefühl.
Und es wird noch besser!
Mein Neffe Eule meldet sich. Er bietet mir ohne äußeren Zwang an, mir bei der Bearbeitung der GPU-Kühler weitherhin zu helfen (Helfen heisst, er arbeitet und ich sorge für die weisen Kommentare).
Angesichts meines Vorsatzes, ab jetzt selbst die Probleme zu lösen, sage ich natürlich sofort mit Freude zu!
Der Moment der Wahrheit
Jetzt hat die Wasserkühlung schon einige Stunden ohne Probleme gearbeitet.
Ich schlucke mühsam.
Schalte das externe Netzteil ab.
Entferne den Entlüftungsjumper.
Schließe die Pumpe an das Enermax Revolution an.
Drücke auf den Anschalt-Sensor.
Mehrfach.
Nichts passiert
Dann mit Stift auf den Power-Schalter beim Mainboard.
Nichts passiert
Ich habe mich schon mal besser gefühlt...
Nochmal den Power-Schalter am Mainboard drücken!
Tüüt, RAAAH, jaaa, Surrr, Blink, die Lordkiste läääufft!
La, la, la, eine Festplatte wird noch nicht gefunden, der Stecker vom i.o Panel scheint flöten gegangen zu sein, aber sie läuft!