Ob ein Subwoofer bis 25Hz, 20Hz oder sogar tiefer geht merkt man sehr wohl und Material dafür gibt es auch genug, ist aber dafür gar nicht zwingend erforderlich.
So viel Material gibt es da nicht. Natürliche Instrumente spielen von sehr wenigen Ausnahmen mal abgesehen bei weitem nicht so tief und auch bei elektronisch erzeugter Musik gehts meist nicht so tief, weil es wenig Sinn macht Musik zu produzieren, die von 99,99% aller Konsumenten nicht richtig abgespielt werden kann.
Bei Filmen gibt es Beispiele mit derart tiefen Effekten, aber auch da ist beileibe nicht jeder Film betroffen. Ich glaube Fluch der Karibik 3(?) hat ne Szene drin bei der es deutlich unter 20Hz runtergeht. Der Film wirkt aber auch bei nem 25Hz Sub schon sehr bedrohlich.
Die meisten Subwoofer im Budget Bereich spielen zwar 28-25 Hz bei -3 bis -6 dB und erreichen auch 20 Hz nur verlieren sie hier so massiv an Pegel das man davon kaum oder nichts mitbekommt.
alle Subwoofer (und alle anderen Boxen auch) erreichen 20Hz oder auch 10Hz, die Frage ist bei welchem Pegel. Bei nem -3dB Punkt von 25Hz ist aber ber Pegel bei 20Hz noch nicht so sehr abgesunken, dass man davon nichts mitbekommt. Hier muss man die Bauart dann auch mal mit in die Betrachtung mit einbeziehen. Ein geschlossener 25Hz Subwoofer ist bei 20Hz noch ein gutes Stück lauter als einer mit Bassreflex. Deswegen kann man die einfache Angabe der unteren Grenzfrequenz nicht für so nen Vergleich heranziehen. Die Bauart bzw. der Frequenzverlauf ist da fürs Empfinden mindestens ebenso wichtig!
Nehme ich mit jetzt mal einen Subwoofer der linear abgestimmt ist bis 20Hz, solche Geräte gibt so ab ca. 500€ und hat einen direkten verglich bei gleichem Quellmaterial kommt der Aha Effekt und das grinsen im Gesicht.
Hast du schonmal einen Subwoofer selbst abgestimmt? Dabei lernt man viel über solche Dinge. Vor allem lernt man, dass in der Region ein paar Hertz hin oder her völlig irrelevant sind. Da sind andere Parameter viel wichtiger.
Ein geschlossener Subwoofer macht auch 25Hz nur mit weniger Pegel im Vergleich zum Bassreflex bei gleichem Aktivmodul, und ab da hat er bis 20Hz einen massiven Pegelabfall und benötigt das 2-3 fache an Verstärker Leistung um dies auszugleichen was aber wieder eine Entzerrung erfordert in form eines Elkro rauh oder Digital im Aktivmodul welche aber eben wie gesagt erheblich Leistung benötigt.
Das ist so überhaupt nicht richtig, sondern hängt immer vom Chassis, der Abstimmung und was weiß ich ab. Natürlich hat ein und dasselbe Chassis in nem Bassreflexgehäuse einen höheren Wirkungsgrad im Tiefbass und kann auch lauter spielen. Aber die Frage ist ob dieses mehr an Lautstärke überhaupt erforderlich ist. Kleines Beispiel: Meine LS spielen locker bis ca. 112db pro Seite bevor sie wirklich unangenehm klingen. Das ist zwar schön und gut, bloß ist es auch völlig unwichtig, weil ich sie nie in diesem Bereich bewege.
Wichtig ist eher, ob ein Subwoofer genug Pegel machen kann für die Anforderung des Besitzers, nicht zwingend wieviel Headroom er noch hat!
Ferner ist es schlichtweg falsch, dass der Pegelabfall bei nem geschlossenen Gehäuse nach unten stärker ist als bei nem Bassreflexgehäuse. Der Bassreflexwoofer fällt doppelt so steil ab wie ein geschlossenes Gehäuse! Bei gleichem oder sehr ähnlichen -3dB Punkt klingt deswegen ein geschlossener Sub subjektiv "tiefer" als ein ventilierter.
Das mit dem rauhen Elko hast du offenbar nicht verstanden und solltest es nochmals bei Timmi nachlesen. Da gehts darum das Gehäuse kleiner zu machen und dabei die Grenzfrequenz zu halten. Nachteil ist, dass etwas Präzision flöten geht. Ist zwar meist immer noch besser als bei ner Bassreflexabstimmung, aber wenns nicht sein muss würde ich da immer drauf verzichten.
Und die Entzerrung im Aktivmodul (oder eben in der Weiche wenn mans hochwertig machen will) kann im übrigen natürlich auch analog erfolgen. Abgesehen davon ist es mMn völlig legitim. Verstärkerleistung ist nicht sehr teuer und wir reden ja bei normalen Lautstärken immernoch von sehr moderaten benötigten Leistungen. Mit nem 100W Verstärker kommt man im Wohnbereich allermeistens auch bei sehr großzügigem Boost noch ziemlich weit.
Das ein geschlossener Subwoofer präziser ist als ein Bassreflex ist auch nicht richtig, sowie die aussage je größer das Chassis und so träger werden sie, wird ja gerne verallgemeinert, und mag auf die günstigen Chassis zutreffen nur ist es eben falsch.
Oh es mag geschlossene Subwoofer geben die nicht so präzise sind wie ein gut gemachtes Bassreflexteil - geschenkt. Aber ein gut gemachter geschlossener Subwoofer spielt erheblich knackiger und präziser als eine noch so gute Bassreflexkiste. Das ist ja auch von der Physik gedeckt und selbst leicht nachzuhören indem man mal direkt vergleicht.
Was mich aber interessiert. Wo habe ich die schwachsinnige Aussage getroffen, dass ein großes Chassis träger ist als ein kleines? Das ist hanebüchen und auch hier wiederspricht die Physik...
Es kommt immer darauf an was man damit erreichen will, soll das Teil klein sein und sich dezent im Wohnraum integrieren, mag ein geschlossener ein guter Kompromiss sein. Will ich aber im Heimkino so richtig druck haben (druck und keine Gedröhne von Raummoden) dazu noch ordentlich Tiefgang, kommt man einem Reflex eher ans Ziel.
Mit nem gut gemachten geschlossenen Sub muss man keinerlei Kompromiss eingehen. Druck ohne Ende plus Präzision und ordentlich Pegel. Damit kann man alles erreichen wie bei nem Bassreflexsub nur eben mit mehr Präzision.
Noch besser wirds dann erst, wenn man einen guten Di(Ri)pol oder ein Basshorn realisieren kann. Erstere sind bei den meisten leider nicht zu stellen und benötigen wenngleich kaum Platz so doch einen Haufen Membranfläche und eine wirklich freie Aufstellung m Raum. Und Hörner sind, wenn sie Bass machen sollen nicht wirklich klein, sogar ein gut gemachtes Eckhorn ist riesig...
Alternativ wäre speziell fürs Heimkino noch eine TML interessant. Präziser als Bassreflex, dazu wirklich schweinetief abstimmbar - aber auch eher nicht klein...