Stuttgart21

Oh ja, okay. Ich gebe zu, es steht doch im Artikel. 1000 Leute wurden befragt. Aber wieso sprichst Du von 2200? Jetzt lüfte das Rätsel doch bitte endlich mal.
 
Auf der Website kann doch jeder abstimmen, was er will. Das ist ja nicht aussagekräftig. Bei der taz oder der Necker-Prawda wirst Du - falls die auch so eine Umfrage haben - sicher ein völlig anderes Ergebnis zu sehen kriegen.
 
Auf der Website kann doch jeder abstimmen, was er will. Das ist ja nicht aussagekräftig.

Aha..... ;)
Und das ist also nicht aussagekräftig, wenn ich aber 1000 Leute frage, ist das aussagekräftig? :schief:
Vor allem, wenn ich dazu noch welche frage, die das in der Regel nicht mal betrifft?
Fragt mich einer, was ich vom Ausbau des Münchener Flughafen halte, habe ich sicher eine ganz andere Meinung als einer, der da lebt, obwohl wir sonst möglicherweise die gleiche Meinung haben.
 
:rolleyes: Es ist nicht aussagekräftig, weil da auch einer 500 Stimmen abgegeben haben kann.
Aller Wahrscheinlichkeit nach wird die Abstimmung auf der Seite mit den knapp 2200 Stimmen schon die Realität widerspiegeln, aber man kann es halt nicht genau sagen. Bei einer richtig durchgeführten Befragung hingegen kann man das.
 
:rolleyes: Es ist nicht aussagekräftig, weil da auch einer 500 Stimmen abgegeben haben kann.

Hmm.. ich habs mal ausprobiert und mitgemacht, dann meine IP gewechselt, aber immer stand da, dass ich schon abgestimmt habe.
Ich denke mal, dass die Webseite ein Cookie oder so schickt, damit sie weiß, dass mein Rechner schon abgestimmt hat.
Ich könnte jetzt mit einem anderen Rechner weiter machen, aber eben nur einmal.
Ich könnte jetzt Windows immer neu installieren, bzw. den Cookie suchen, doch wer macht das, nur wegen einer, unwichtigen Abstimmung?
 
Wenn Du über 1000 hinausgehst, hast Du keinen wirklich Nutzen mehr im Vergleich zu den Kosten. Über 1.000 Befragte kannst Du 10.000 Menschen so gut abbilden wie 10.000.000 oder 100.000.000 oder noch mehr. Es ändert sich mit jedem zusätzlichen Befragten so gut wie nichts mehr. Das kann man auch wunderbar berechnen. Wir sind nämlich alle nicht so verschieden, wie es uns das gesamte Individualitätsgefasel der letzten 10 oder 15 Jahre so glauben machen möchte. Ich weiß ja nicht, ob Du schonmal ansatzweise in der empirischen Sozialforschung gearbeitet hast, aber überspitzt gesagt gibt's nach etwa 15 Fragebögen in der Regel keine großen Überraschungen mehr.
Schon komisch warum dann die Meinungsforschunginstitute so oft daneben liegen (oder sich auch bei gleichen Themen stark unterscheiden), wenn das ganze doch so dermaßen wasserdicht ist.

Mein Beispiel mit der Bundestagswahl 2005 hatte ich ja bereits genannt.

Umfragen zur Bundestagswahl 2005 (Sonntagsfrage) Archiv - Bundeslnder

Da sind Abweichungen von 10% eher die Regel als die Ausnahme. Und da willst du bei 58% Zustimmung zu S21 irgendwas von einer stichfesten Mehrheit für S21 herbeiglauben? Vielleicht solltest du bei soviel festen Glauben den du da hast eher in die Kirche gehen, da könntest du durchaus Anhänger finden :ugly:
 
Man kann da natürlich Quoten ausrechnen, aber verglichen mit anderen Zahlungen, die wir wirklich alle anteilig leisten und von denen nicht ein Cent in Deuschland bleibt, ist das insgesamt schon ziemlich viel Aufstand, wenn man sich überlegt, bei was für Sachen sich der Wutbürger nicht aufregt.

Das wäre ein weiteres Thema. Es ändert aber nichts daran, dass du deine Aussage, wen Stuttgart21 was angeht, die Realität verfehlt und dass dein Versuch, anhand der Meinung der Stuttgarter die Zukunft von Stuttgart21 vollkommen verkennt, wer über die Zukunft von Stuttgart21 entscheidet.

Über 1.000 Befragte kannst Du 10.000 Menschen so gut abbilden wie 10.000.000 oder 100.000.000 oder noch mehr. Es ändert sich mit jedem zusätzlichen Befragten so gut wie nichts mehr. Das kann man auch wunderbar berechnen. Wir sind nämlich alle nicht so verschieden, wie es uns das gesamte Individualitätsgefasel der letzten 10 oder 15 Jahre so glauben machen möchte. Ich weiß ja nicht, ob Du schonmal ansatzweise in der empirischen Sozialforschung gearbeitet hast, aber überspitzt gesagt gibt's nach etwa 15 Fragebögen in der Regel keine großen Überraschungen mehr.

Persönlich nur ~einmal, aber meine Kontakte sind sehr gut. Definitiv gut genug, um zwischen deiner 15-Bögen Behauptung und einer 500+ Bögen Realität zu unterscheiden. Und berechnen kann man sehr wenig - Stochastik ist keine Analysis. Man kann anhand von Erfahrungswerten ermitteln, welche Stichprobe für eine gewisse Frage sinnvoll ist und 1000 ist kein schlechter Ansatz. Aber eben auch keiner, der für eine Genauigkeit von ±2% ausreicht. Und es geht hier eben auch um eine Situation, für die keinerlei Erfahrungswerte vorliegen, die man zu Rate ziehen könnte.

Bei Wahlvorhersagen hast Du das Problem, daß sich Meinungen und Stimmungen so gut wie täglich ändern. Was nützt Dir eine Wahlprognose eine oder zwei Wochen vor dem Urnengang, wenn sich dazwischen noch ein Politiker total blamiert, irgendein Skandal ans Licht kommt oder auch einfach nur was unvorhersehbares im Ausland passiert (z.B. Fukushima)?

Thema ist nicht "was wäre wenn Fukushima". Es gibt kaum eine Wahl, bei der eine Woche vorher wesentlich mehr Blamagen geschehen, als in den vier Wochen davor und zufällige Meinungsschwankungen würden sich in einer großen Menge gegenseitig ausgleichen - das ist ja eben gerade die Grundlage, warum mit 1000 Leuten überhaupt irgend eine Aussage treffen kann.

Übrigens interessant, wir du begründest, warum man eine Woche vor einer Wahl Ungenauigkeiten von 10% hat, während du ein Quartal vor einem Volksentscheid mit Ungenauigkeiten <2% rechnest.
Aber warum seine Argumentation auf einen Maßstab beschränken, wenn doch so viele zur Auswahl stehen, nicht?

Ich weiß nicht, ob Du schonmal von einem Meinungsforschungsinstitut angerufen worden bist,

Mehrfach (ich hab nämlich Festnetz ;) ) - und das erste Mal garantiert ohne dass die mehr von mir wussten, als bestenfalls meine Telefonnummer (die sie zu dem Zeitpunkt aber auch höchstens von meinem Telefonanbieter gehabt haben können. War nämlich noch keinen Monat alt, der Anschluss)
 
Mehrfach (ich hab nämlich Festnetz ;) ) - und das erste Mal garantiert ohne dass die mehr von mir wussten, als bestenfalls meine Telefonnummer (die sie zu dem Zeitpunkt aber auch höchstens von meinem Telefonanbieter gehabt haben können. War nämlich noch keinen Monat alt, der Anschluss)

Die haben Computer, die sekundlich 100.000 Nummern generieren und die wählt er dann, wenn ein Anschluss funktioniert, übernimmt ein Callcenter. ;)
(gab mal dazu einen netten Bericht bei Panorama oder so)
 
So auch mein Stand der Dinge - aber dem eisigen Narren zu Folge beziehen sie ja vom Melderegister die Telefonnummern (die da gar nicht drinstehen sollten) und alle Daten, die sie für eine zielgerichtete Auswahl brauchen :ka:
 
also für alle die noch nie im bahnhof stuttgart waren,
du kommst aus den zug und riechst erstmal vogelkacke die überal herumliegt danach gehst zum becker und die brötchen schmecken ******** und kauf danach willste gehen schon sind die rolltreppen kapputt, tolll. ich will einen neuen bahnhof
 
So auch mein Stand der Dinge - aber dem eisigen Narren zu Folge beziehen sie ja vom Melderegister die Telefonnummern (die da gar nicht drinstehen sollten) und alle Daten, die sie für eine zielgerichtete Auswahl brauchen :ka:

Der Abgleich mit einem Telefonbuch ist dann ja wohl nicht mehr schwierig. Und man kann Probanden übrigens auch per Brief anschreiben. Das wird auch ganz gerne mal gemacht, weil das der kostengünstigste Weg ist.
Sicherlich gibt es mehrere Methoden, um irgendwen anzurufen, aber die Nummerngenerierung per Computer wird eher beim Telemarketing Anwendung finden. Da macht das auch Sinn. Ansonsten ist das eher uninteressant, denn Du willst die Leute ja nicht bspw. am Arbeitsplatz anrufen.

Das, was Du da beschreibst, nennt man 'kaputtsparen' - ein normaler Trick der Bahn.

Und wieso machen die das bei Bahnhöfen, bei denen ein Neu- oder Umbau leider überhaupt nicht in Sicht ist?
 
Der Abgleich mit einem Telefonbuch ist dann ja wohl nicht mehr schwierig. Und man kann Probanden übrigens auch per Brief anschreiben. Das wird auch ganz gerne mal gemacht, weil das der kostengünstigste Weg ist.

Ich weiß nicht, was du für einen Telefonanbieter hast, aber wenn du mehrere dutzend Cent pro Anruf zahlst, sollte ich dir vielleicht mal die ganzen Telemarketer weiterleiten, die mir neue, günstige Verträge andrehen wollen :ugly:
Das verschicken von Fragebögen an Personen, von denen man nicht weiß, ob sie mitmachen wollen, dürfte die zweitteuerste Variante (nach Interview vor Ort) überhaupt sein.

Und wieso machen die das bei Bahnhöfen, bei denen ein Neu- oder Umbau leider überhaupt nicht in Sicht ist?

Börsengang.
Seitdem Mehdorn weg ist, sollte es wieder aufwärts gehen - aber wenn man ein Jahrzehnt nach dem Schema "ihre Abteilung spart in den nächsten zwei Jahren 20% ein" gespaart hat, dann hat man einiges nachzuarbeiten. Und Rolltreppen, Vogelscheiße und Graffittis stehen vermutlich nicht überall ganz oben auf der Prioritätenliste.
 
Ich weiß nicht, was du für einen Telefonanbieter hast, aber wenn du mehrere dutzend Cent pro Anruf zahlst, sollte ich dir vielleicht mal die ganzen Telemarketer weiterleiten, die mir neue, günstige Verträge andrehen wollen :ugly:

Komisch. Solche Anrufe kriege ich nie. Mir will man immer nur hochwertiges Porzellan aus Limoges und italienische Feinkost verkaufen. Hab ich aber auch kein Interesse dran.

Das verschicken von Fragebögen an Personen, von denen man nicht weiß, ob sie mitmachen wollen, dürfte die zweitteuerste Variante (nach Interview vor Ort) überhaupt sein.
Ist die billigste. Wenn Du genug Briefe verschickst, kriegst Du Preise bei der Post, von denen Du als Privatmann bzw. Kleinverbraucher nur träumen kannst. Da werden dann nicht mehr 55 Cent pro Brief gezahlt, sondern vielleicht 25. Darauf können dann nochmal bis zu 5% Ermäßigung kommen. Insgesamt liegen die Kosten dann bei 2000 Briefen mit allem drum und dran inklusive Rückantwort bei vielleicht 1000 Euro. Das investiert man da schonmal gerne. Da keiner bezahlt werden muß, der mit den Personen am anderen Ende redet, sondern die Antwortbögen nur durch den Scanner laufen, fallen auch keine besonderen Personalkosten an.

Wie kommt denn ein Neu- oder Umbau am besten in Betracht? Genau, wenn man Angst hat das der bisherige quasi auseinander fällt.

Genau deswegen frage ich mich ja, wieso auch bei Bahnhöfen, die überhaupt nicht um- oder neugebaut werden sollen, permanent Sachen kaputt sind. Das macht doch dann keinen Sinn.
 
Ich kann mir nicht helfen, aber ich sehe da keinen notwendigen Zusammenhang. Vor allem ist mir unklar, was schlechte Wartung an S-Bahnen mit kaputten Rolltreppen oder schmutzigen Unterführungen an Bahnhöfen zu tun haben sollte.
 
Ich kann mir nicht helfen, aber ich sehe da keinen notwendigen Zusammenhang. Vor allem ist mir unklar, was schlechte Wartung an S-Bahnen mit kaputten Rolltreppen oder schmutzigen Unterführungen an Bahnhöfen zu tun haben sollte.
Ganz einfach: Geld sparen.

Und als netter Nebeneffekt kommt früher oder später die Stadt/Land/Bund vorbei und beteiligt sich an den Kosten eines Um-/Neubaus. Und das ist halt billiger als ständig die Rolltreppen zu warten oder die Unterführungen zu putzen.
 
Wenn das das Kalkül sein sollte, sollte die Bahn besser heute als morgen vollständig privatisiert werden. Allerdings, wer würde deren Aktien schon kaufen... :D
 
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