Stuttgart21

Es wundert mich ehrlich gesagt dass so viele Leute eine riesen Welle schieben... Im Endeffekt ist es nur ein BAHNHOF!

Es ist nicht "nur ein Bahnhof". Es sind ""nur" ~6-7 Milliarden Euro". Da kann man schonmal darauf hinweisen, dass man die in sinnvolleres investieren könnte, als die Reduzierung von Zugkapazitäten.


Wenn hier in diesem Forum ein Mod her kommt, willkürlich deinen Beitrag löscht, und dir danach grinsend auf die Schulter klopft: "Isch hab hier die Hosen an, Jüngschen." :D .... dann ist er zwar völlig im Recht, vergiftet aber die Stimmung im Forum. Man könnte auch sagen, er macht schlechte Politik. ;-)

Ist das ne Anregung? :ugly:
 
Hi!

Es geht dabei aber nicht nur im 'ihren' Bahnhof - der im übrigen mit unserem Geld gebaut wurde und mit unserem Geld umgebaut werden soll.
Es geht dabei bsp. auch um zahlreiche alte Bäume im Schloßpark - und der Schloßpark gehört uns und nicht der DB AG.
Ab gesehen davon ist die DB AG nach wie vor im Staatsbesitz und damit in unserem Eigentum.
Es geht auch darum, dass hier völlig unsinnig Milliarden verbraten werden, während anderswo die Verkehrsverhältnisse (=Zahl der Züge) aus Geldmangel verringert werden müssen und Anlagen in einem Umfang verkommen, der schlichtweg unglaublich ist.

Außerdem geht es schlichtweg um die Verschwendung von dem Geld, für welches manche Menschen sehr hart arbeiten müssen.

Und auch um die Erhaltung eines alten Gebäudes, das ohne Sinn, Verstand und Notwendigkeit einfach abgerissen werden soll, weil sich wer profilieren und ein Denkmal setzen will.
War in Berlin genauso - der Lehrter Stadtbahnhof stand unter Denkmalschutz...sucht ihn doch mal!
Und es geht darum, dass hier sehr viel Geld - unser Geld - ausgegeben wird, ohne dass die Verkehrssituation wirklich besser wird.

Abgesehen davon brauchst Du auch für den Umbau Deines Hauses eine Baugenehmigung - spätestens, sobald Du den Baum im Park nebenan umsägst.

grüße

Jochen
 
Der Bahn verbieten zu wollen IHREN (ja der GEHÖRT der Bahn) BAHNHOF um zu bauen, das ist FRECHHEIT SONDER GLEICHEN IMHO - mir verbietet auch keiner mein Haus um zu bauen, oder?
Dann soll die Bahn den Preis für den Bahnhof auch auf den Tisch legen zu 100%, wenn es "IHR" Bahnhof ist. Dann hätte ich damit auch kein Problem.

Defakto ist es aber so, dass der Bahnhof für die Bahn kostenneutral ist, die Kohle legen Bund und das Land BW auf den Tisch. Und natürlich auch jeden cent (bzw jede Millarde :ugly: ), den der Bahnhof mehr kostet als geplant.

Es gibt auf jeden Fall deutlich elegantere Methoden die Zugverkehr rund um Stuttgart zu verbessern. Es wäre ja nicht so, dass Stuttgart die erste Stadt ist, die auf die schwachsinnige Idee kommt einen bestehenden innerstädtischen Kopfbahnhof untertunneln zu wollen - Kassel hatte diese Idee Mitte der 70er Jahre auch. Aber schnell verworfen und den Bahnhof außerhalb gebaut und die Strecke um die stadt herum geführt. Heute wird überlegt den ICE-Bahnhof zum Hauptbahnhof zu machen. So muss das funktionieren und nicht mit der Brechstange.
 
aber da leider unsere liebe wirtschaft unsere regierung im griff hat, wird das mit s21 wohl doch was.

unzufriedene bürger sind ja nichts neues, aber ein paar milliönchen taschengeld von der DB für die zuständigen behörden kommen immer gut an :ugly:
 
Der Bahn verbieten zu wollen IHREN (ja der GEHÖRT der Bahn) BAHNHOF um zu bauen, das ist FRECHHEIT SONDER GLEICHEN IMHO - mir verbietet auch keiner mein Haus um zu bauen, oder?

kommt drauf an, ab einen gewissen umfang brauchst du auch für einen umbau eine baugenehmigung. da kann es passieren, das nicht alle deine vorstellungen genehmigt werden und du entsprechend umplanen musst. warum sollte das bei der bahn anders sein?
 
Dann soll die Bahn den Preis für den Bahnhof auch auf den Tisch legen zu 100%, wenn es "IHR" Bahnhof ist. Dann hätte ich damit auch kein Problem.

Die Bahn hat schon 1999 offiziell von ~5,5 Milliarden gesprochen - und das Projekt daraufhin auf Eis gelegt bzw. sich in jedem einzelnen Vertrag Ausstiegsklauseln unterzeichnen lassen.
Es ist einzig und allein der Willen gewisser Parteien, dieses Prestigeprojekt auf Kosten der Allgemeinheit durchzuziehen, die die Bahn wieder ins Boot geholt hat. Guck dir die Finanzierung doch an (auf Wiki ganz gut dokumentiert): Die Bahn kommt so oder so mit knapp 1,5 Milliarden Euro davon - und afaik sind da die knapp 500 Millionen, die so von der Stadt für die freiwerdenden Grundstücke bekommen hat, noch gar nicht mit drin.

Für eine Milliarde Netto lohnt sich der Umbau halt für die Bahn - der Rest ist Politik und hat uns mittlerweile den ersten grünen MP gebracht.
 
c) der Wirtschaft nicht erlauben, dafür Volkseigentum zu zerstören

"Volks"eigentum?!? Was soll denn hier Volkseigentum sein? An und für sich schon ein höchst seltsames Wort, das unweigerlich sozialistisch anmutet. Und der Sozialismus hat in Deutschland nach zwei schlechten Erfahrungen doch wohl hoffentlich keinen Platz mehr.

(Sonst muß man echt mal diesen unsäglichen Satz bemühen, daß man doch aus der Geschichte lernen muß.)

Mag sein, dass Rheinländer anders demonstieren (Bilder unterstützen das aber nicht), aber ich hab noch einen Budenaufsteller auf einer Demo gesehen. Harmonisiert i.d.R. nicht gut mit vorrückenden Wasserwerfern...

"Im Netz" finde ich auch keine seriösen Informationen zu deiner Behauptung.

Demos im Rheinland nennt man Karneval. Das ist zwar nicht immer und überall friedlich, aber auf jeden Fall mit Würstchenbuden.
 
"Volks"eigentum?!? Was soll denn hier Volkseigentum sein? An und für sich schon ein höchst seltsames Wort, das unweigerlich sozialistisch anmutet.

Die Frage ist ja, gehört das alles der Bahn, wo eben gebaut werden soll?
Ein nah liegender Park (kenne jetzt die örtlichen Begebenheiten nicht so) ist sicher nicht Eigentum der Bahn, sonder gehört eher dem Staat und damit halt auch dem Volk.
 
Der gehört maximal der Stadt Stuttgart, wenn dem überhaupt so sein sollte. Dann kann aber der Rat der Stadt Stuttgart in seiner Eigenschaft als Sachwalter der Stuttgarter Bevölkerung entscheiden, was damit passiert. Der Park kann aber auch irgendeinem Denkmalverein oder sowas gehören. Ist bei Burgen und Schlössern sehr oft so.
 
Die Frage ist ja, gehört das alles der Bahn, wo eben gebaut werden soll?
Ein nah liegender Park (kenne jetzt die örtlichen Begebenheiten nicht so) ist sicher nicht Eigentum der Bahn, sonder gehört eher dem Staat und damit halt auch dem Volk.

In dem Fall ja sogar eher umgekehrt: Der Park wurde formell dem Volk geschenkt. Da kann man wohl getrost von "Volkseigentum" sprechen - und das wird von der Bahn mit Genehmigung der Stadt zerlegt. Nichts anderes habe ich geschrieben.
 
Dann soll die Bahn den Preis für den Bahnhof auch auf den Tisch legen zu 100%, wenn es "IHR" Bahnhof ist. Dann hätte ich damit auch kein Problem.

Defakto ist es aber so, dass der Bahnhof für die Bahn kostenneutral ist, die Kohle legen Bund und das Land BW auf den Tisch. Und natürlich auch jeden cent (bzw jede Millarde :ugly: ), den der Bahnhof mehr kostet als geplant.

Es gibt auf jeden Fall deutlich elegantere Methoden die Zugverkehr rund um Stuttgart zu verbessern. Es wäre ja nicht so, dass Stuttgart die erste Stadt ist, die auf die schwachsinnige Idee kommt einen bestehenden innerstädtischen Kopfbahnhof untertunneln zu wollen - Kassel hatte diese Idee Mitte der 70er Jahre auch. Aber schnell verworfen und den Bahnhof außerhalb gebaut und die Strecke um die stadt herum geführt. Heute wird überlegt den ICE-Bahnhof zum Hauptbahnhof zu machen. So muss das funktionieren und nicht mit der Brechstange.

"Volks"eigentum?!? Was soll denn hier Volkseigentum sein? An und für sich schon ein höchst seltsames Wort, das unweigerlich sozialistisch anmutet. Und der Sozialismus hat in Deutschland nach zwei schlechten Erfahrungen doch wohl hoffentlich keinen Platz mehr.

(Sonst muß man echt mal diesen unsäglichen Satz bemühen, daß man doch aus der Geschichte lernen muß.)

Demos im Rheinland nennt man Karneval. Das ist zwar nicht immer und überall friedlich, aber auf jeden Fall mit Würstchenbuden.

Afaik gehört die gesamte Bahninfrastuktur dem Volk, also uns, nicht der politischen Führung oder der Bahn.
Und Volkseigentum ist alles was dem Volk gehört, alsod er park, die deutschen Goldbestände in amerikanischen Depots usw.

In dem Fall ja sogar eher umgekehrt: Der Park wurde formell dem Volk geschenkt. Da kann man wohl getrost von "Volkseigentum" sprechen - und das wird von der Bahn mit Genehmigung der Stadt zerlegt. Nichts anderes habe ich geschrieben.

Signed.
 
Jetzt ist es Gott sei Dank wohl egal. 58% der Stuttgarter sind für den Bau. Damit ist das Thema dann endlich mal durch. Denn wer sollte jetzt noch ernsthaft dagegen sein, wenn die Mehrheit der unmittelbar betroffenen dafür ist?
Umfrage != Mehrheit

Ich errinnere mich noch an die Bundestagswahl 2005, wo vorher ALLE Institute eine CDU/FDP Koalition vorhergesagt haben. Nachher gabs ne große Koalition. Warum? Weil die Meinungsforscher sowas von weit daben lagen, da hätte ein Würfel besser gelegen.
 
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