Das die Bahn lügt und betrügt um den Bahnhof bauen zu können, ist ja nichts neues. Jetzt gibt es aber ein bahninternes Gutachten, dass hochbrisant ist und der Stern veröffentlicht es jetzt

Zusammenfassend gesagt: Die Bahn lügt, betrügt, mauschelt um den Bahnhof bauen zu lassen. Das Papier ist sogar so brisant, dass es das Sprungbrett für die Regierung in NRW sein könnte, kostenlos aus dem "Bauvertrag" wieder raus zu kommen denn: Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso die Regierung in NRW der Bahn ihre Verträge nicht einfach um die Ohren haut und sie auf Schadensersatz verklagt!
Wie willst du einen Projekt
partner, zumal den kleineren, auf Schadensersatz verklagen? Das ganze ist ein gemeinsames Projekt der Bahn, der letzten 2-3 Landesregierungen von BW und der aktuellen Bundesregierung, wobei die Bahn selbst iirc <30% Anteil hat. D.h. alle drei sind für die Ausarbeitung des Projektes verantwortlich und haben diesem zugestimmt -> kann also niemand klagen. Die einzige Möglichkeit wäre, dass die neue BW-Regierung gegen die Entscheidungen der alten klagt. Aber sowas ist verdammt schwierig, da käme afaik nur Amtsmissbrauch mit anschließender Vertuschung in Frage.
Bezüglich des Papiers:
Die Bahn hat mehrere interne Untersuchungen zu einem Tiefbahnhof in Stuttgart gemacht und die Idee zweimal als unrentabel zu den Akten gelegt. Das ist nichts geheimes. Auch dass die Kosten des aktuellen BW/Bund/DB-Projektes die mit Abstand niedrigst gerechnesten aller bisherigen Untersuchungen sind, ist kein Geheimniss. Dass die Bahn ihr eigenes Wissen (keineswegs nur intern, sondern eben auch veröffentlicht und von mehreren Studien zwischenzeitlich aufgegriffen) verwendet, um auf den Fall vorbereitet zu sein, dass die überoptimistischen Hoffnungen nicht aufgehen, sollte nun wirklich niemanden überraschen. Falls doch, sollte sich derjenige gleich mal die Finanzierungsvereinbarungen angucken - es hat seine Gründe, dass Mehrkosten da nur zu einem geringen Teil der Bahn angehängt werden können. Die wissen genau, dass dieses Prestigeprojekt der Union (und zu kleineren Teilen FDP und ehemals SPD) ein Milliardengrab ist und der einzige Grund, warum sie nach 20 Jahren Ablehnung doch mitmachen, ist, dass es Staatsmilliarden sind.
Wenn man so einen schönen Bahnhof nebst dringend benötigtem Umbau des gesamten Anbindungssystems mit 80-90% Rabatt bekommen kann, dann riskiert man eben auch eine leichte Verringerung des Durchsatzes. Zumal die Bahn ja bis auf weiteres einen Kopfbahnhof in Reserve hat, für den Fall, dass es später jemand inakzeptabel findet, wenn z.B. die Zahl der Zugverbindungen, die Stuttgart tatsächlich anfahren, reduziert werden müsste...
Ach Gott. Der Stern ist mittlerweile leider ein so dermaßen tendenziöses Blatt geworden, daß man dem wirklich nicht mehr unbesehen glauben darf.
Man sollte keinem Magazin irgendetwas glauben, ohne das unabhängige Indizien es bestätigen. Und der Stern ist schon sehr lange das klatschlastigste unter den Magazinen. (wobei ich niedriges Niveau immer noch besser finde, als die quasi immer einseitige Stimmungsmache des Spiegels, der sich ja mitlerweile fast in die gleiche Ecke wie sein TV-Ableger setzen kann.)