Stuttgart21

War da nicht was, dass die Bahn da geschummelt hätte?
Meines Wissens haben die keine Details offen gelegt, welche Werte dem Streßtest zu Grunde gelegen haben.
 
Das ist recht interessant, dass ausgerechnet die DB meint, ihr Bahnhof funktioniere, solange alle Züge pünktlich fahren...
 
Du sagst es: "solange alle Züge pünktlich fahren"!
Wann ist dass den je der Fall?
Da frage mal wen, der tagtäglich mit der Bahn zur Arbeit fährt: da ist 'solange' eine recht kurze Zeitspanne!

Außerdem: was ist mit witterungsbedingten Problemen oder Großveranstaltungen; beides Bedingungen, die starke Unregelmäßigkeiten im Fahrplan verursachen!
 
Das die Bahn lügt und betrügt um den Bahnhof bauen zu können, ist ja nichts neues. Jetzt gibt es aber ein bahninternes Gutachten, dass hochbrisant ist und der Stern veröffentlicht es jetzt :) Zusammenfassend gesagt: Die Bahn lügt, betrügt, mauschelt um den Bahnhof bauen zu lassen. Das Papier ist sogar so brisant, dass es das Sprungbrett für die Regierung in NRW sein könnte, kostenlos aus dem "Bauvertrag" wieder raus zu kommen denn: Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso die Regierung in NRW der Bahn ihre Verträge nicht einfach um die Ohren haut und sie auf Schadensersatz verklagt! Bitte!!! BITTE!!!! Klagt sie in Grund und Boden, steckt die führenden Köpfe, sowohl auf Regierungs- als auch Bahnseite für Jahrzehnte in den Knast, lasst sie mit ihrem Privatvermögen haften damit endlich mal ein Zeichen gesetzt wird, dass es SO NICHT GEHT!!

Man, wie ich diesen Verein hasse!! Wie kann man nur so unendlich dreist sein und mit dem Geld vom Volk so verschwenderisch, betrügerisch und leichtfertig umgehen? Wir haben so viele wichtige "Baustellen" in Deutschland und hier wird öffentliches Geld einfach verbrannt und venrichtet...

Geheimpapier zu Stuttgart 21: Wie die Bahn die wahren Kosten verschleiert - Panorama | STERN.DE
 
Schön wäres, wird so aber nicht passieren. Politik und Wirtschaft sind viel zu eng verknüpft, besonders bei der Bahn. Da wird kein Politiker irgendwas machen.

Da hilft nur eins:D

Remember, remember, the fifth of november:devil:
 
Oh Mist! Verpeilt :) Ich meinte natürlich die Regierung von Baden Württemberg.

Ich wäre mir nicht so sicher, dass die Regierung das nicht nutzt. Es wäre immerhin eine Chance.
 
Ach Gott. Der Stern ist mittlerweile leider ein so dermaßen tendenziöses Blatt geworden, daß man dem wirklich nicht mehr unbesehen glauben darf. Bevor andere, seriösere Zeitungen das nicht aufnehmen, würde ich das nur für recht substanzlose Stimmungsmache halten.
 
Das die Bahn lügt und betrügt um den Bahnhof bauen zu können, ist ja nichts neues. Jetzt gibt es aber ein bahninternes Gutachten, dass hochbrisant ist und der Stern veröffentlicht es jetzt :) Zusammenfassend gesagt: Die Bahn lügt, betrügt, mauschelt um den Bahnhof bauen zu lassen. Das Papier ist sogar so brisant, dass es das Sprungbrett für die Regierung in NRW sein könnte, kostenlos aus dem "Bauvertrag" wieder raus zu kommen denn: Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso die Regierung in NRW der Bahn ihre Verträge nicht einfach um die Ohren haut und sie auf Schadensersatz verklagt!

Wie willst du einen Projektpartner, zumal den kleineren, auf Schadensersatz verklagen? Das ganze ist ein gemeinsames Projekt der Bahn, der letzten 2-3 Landesregierungen von BW und der aktuellen Bundesregierung, wobei die Bahn selbst iirc <30% Anteil hat. D.h. alle drei sind für die Ausarbeitung des Projektes verantwortlich und haben diesem zugestimmt -> kann also niemand klagen. Die einzige Möglichkeit wäre, dass die neue BW-Regierung gegen die Entscheidungen der alten klagt. Aber sowas ist verdammt schwierig, da käme afaik nur Amtsmissbrauch mit anschließender Vertuschung in Frage.

Bezüglich des Papiers:
Die Bahn hat mehrere interne Untersuchungen zu einem Tiefbahnhof in Stuttgart gemacht und die Idee zweimal als unrentabel zu den Akten gelegt. Das ist nichts geheimes. Auch dass die Kosten des aktuellen BW/Bund/DB-Projektes die mit Abstand niedrigst gerechnesten aller bisherigen Untersuchungen sind, ist kein Geheimniss. Dass die Bahn ihr eigenes Wissen (keineswegs nur intern, sondern eben auch veröffentlicht und von mehreren Studien zwischenzeitlich aufgegriffen) verwendet, um auf den Fall vorbereitet zu sein, dass die überoptimistischen Hoffnungen nicht aufgehen, sollte nun wirklich niemanden überraschen. Falls doch, sollte sich derjenige gleich mal die Finanzierungsvereinbarungen angucken - es hat seine Gründe, dass Mehrkosten da nur zu einem geringen Teil der Bahn angehängt werden können. Die wissen genau, dass dieses Prestigeprojekt der Union (und zu kleineren Teilen FDP und ehemals SPD) ein Milliardengrab ist und der einzige Grund, warum sie nach 20 Jahren Ablehnung doch mitmachen, ist, dass es Staatsmilliarden sind.
Wenn man so einen schönen Bahnhof nebst dringend benötigtem Umbau des gesamten Anbindungssystems mit 80-90% Rabatt bekommen kann, dann riskiert man eben auch eine leichte Verringerung des Durchsatzes. Zumal die Bahn ja bis auf weiteres einen Kopfbahnhof in Reserve hat, für den Fall, dass es später jemand inakzeptabel findet, wenn z.B. die Zahl der Zugverbindungen, die Stuttgart tatsächlich anfahren, reduziert werden müsste...


Ach Gott. Der Stern ist mittlerweile leider ein so dermaßen tendenziöses Blatt geworden, daß man dem wirklich nicht mehr unbesehen glauben darf.

Man sollte keinem Magazin irgendetwas glauben, ohne das unabhängige Indizien es bestätigen. Und der Stern ist schon sehr lange das klatschlastigste unter den Magazinen. (wobei ich niedriges Niveau immer noch besser finde, als die quasi immer einseitige Stimmungsmache des Spiegels, der sich ja mitlerweile fast in die gleiche Ecke wie sein TV-Ableger setzen kann.)
 
Ihr wißt schon, daß es hier nicht wirklich um Rentabilität geht? Es geht um Firmen, die neue Technologien ausprobieren müssen und dieser Bahnhof als die beste Möglichkeit dazu angesehen wird.
Das dabei Erfahrungen gesammelt werden, die man in der ganzen Welt als Know-How anbieten möchte, will niemand sehen. Warum auch? Demjenigen hinterher zu hächeln, der am publikumswirksamsten dagegen ist, ist doch wesentlich geiler, da bekommt man doch viel geilere Schnecken,.... oder?
Was macht man denn mit dem gemeinen Volk, wenn man was Großes vorhat? Man muß es belügen und zum Glück zwingen. Nachher, wenn die Kohle fließt, ist alles in Butter und gut.

Wenn ich erzähle, daß ich bei Euch in der Nachbarschaft eine Mülldeponie errichten muß, um dort Fäkalien von Hunden zu deponieren, werden viele (die allermeisten) sofort dagegen sein. In Facebook wird man direkt zu Protesten und ähnlichem aufrufen und sogar durchführen. Über derlei Berufsdemonstranten und diesen neuen Geschäftszweig möchte ich besser nichts loswerden.

Die Stuttgarter wollen sicher nicht angebunden werden. Nein!

Es ist ja auch nicht der Fall, daß an diesen Protesten Extrem viel Geld verdient wird (von Einzelnen natürlich). Und niemand möchte wahrhaben, daß woanders im Land dadurch Polizisten fehlen. Da sind dann Krawalle von marodierenden Hausbesetzern zu denen niemand ausrückt. Warum nicht? Falsche Frage! Wer denn? Richtige Frage
 
Imbißbuden, Getränkeverkauf, Transparentdruck vor Ort, ... jegliche Art von Merchandising. Ist ein Riesenmarkt. Alles andere steht im Netz!

MfG
 
Imbißbuden, Getränkeverkauf, Transparentdruck vor Ort, ... jegliche Art von Merchandising. Ist ein Riesenmarkt. Alles andere steht im Netz!
Wers glaubt....

Ich kenn die Kalkulationen von Getränkebuden auf großen Volksfesten und selbst bei Festen mit einer Millionanzahl von Besuchern in nen paar Tagen schaut das relativ mau aus - und dann soll die sich da ne goldene Nase verdienen?
 
Ihr wißt schon, daß es hier nicht wirklich um Rentabilität geht? Es geht um Firmen, die neue Technologien ausprobieren müssen und dieser Bahnhof als die beste Möglichkeit dazu angesehen wird.

Wenn dieser Bahnhof ein staatlich subventioniertes Forschungsprojekt der Wirtschaft sein soll, dann sollte man
a) ihn auch so nennen
b) akzeptieren, dass weder die Bevölkerung solche Milliardensubventionen befürworten noch die EU sie erlauben würde
c) der Wirtschaft nicht erlauben, dafür Volkseigentum zu zerstören
d) ausschließen, dass am Ende dieses Wirtschaftsexperimentes ein schlechterer Bahnhof dasteht, als heute


Imbißbuden, Getränkeverkauf, Transparentdruck vor Ort, ... jegliche Art von Merchandising. Ist ein Riesenmarkt. Alles andere steht im Netz!

Mag sein, dass Rheinländer anders demonstieren (Bilder unterstützen das aber nicht), aber ich hab noch einen Budenaufsteller auf einer Demo gesehen. Harmonisiert i.d.R. nicht gut mit vorrückenden Wasserwerfern...

"Im Netz" finde ich auch keine seriösen Informationen zu deiner Behauptung.
 
Kleiner subjektiver Rückblick von mir:

Ich erinner mich noch gut an die Gemeinderatssitzung im Spätsommer/Herbst 2007 ... mich hatte das Thema eigentlich weder groß interessiert, noch hatte ich eine Meinung dazu, aber eine Freundin hat mich mitgeschleppt. Auf jeden Fall gabs's eine Demo vor dem Rathaus und es sollte im Gemeinderat ein Bürgerbegehren für die Stuttgarter eingebracht werden. Ist dann daran gescheitert, dass - warum auch immer - das Bürgerbegehren nicht auf der Tagesordnung stand. Oberbürgermeister Schuster, der den Vorsitz hatte, hätte es noch einfach auf die Tagesordnung setzen können. Tat er aber nicht. Statt dessen hat er in die Runde gegrinst (sic!) und darauf gepocht dass das Thema nicht zur Diskussion steht. Dann hat er über 1 Mio Euro Werbeetat für Stuttgart 21 abstimmen lassen. Die Opposition konnte den Vorschlag mangels Stimmen freilich nicht einbringen, und damit war's dann das. Der Gemeindesaal war zu diesem Zeitpunkt überfüllt, die Leute standen bis auf den Gang raus. Plus noch ein etwa 1000-2000 Personen auf dem Rathausplatz.

Juristisch ist das freilich alles absolut in wasserdicht, aber politisch eben die "Diktatur der Mehrheit". Mir war das ganze Thema bis dato relativ egal, ich war dem Bahnhof sogar etwas positiv gegenüber eingestellt. Das lag freilich auch daran, dass man in der Stuttgarter Presse (Stuttgarter Zeitung & Stuttgarter Nachrichten; beides der selbe Verlag) nur positives über "S21" lesen konnte. Die beiden Zeitungen hatten schon Jahre vorher erklärt, eine positive Haltung zu dem Projekt zu haben und dies auch so zu kommunizieren.

Auf jeden Fall hat mir das damals schon übel aufgestoßen, was für eine Arroganz verbreitet wurde. Es war eben nicht nur so, dass man den Bürgerentscheid gescheut hat, sondern auch, dass man die Gegner von der eigenen Bühne herab regelrecht belächelt hat. Integrierende Politik sieht anders aus. Zu dem Zeitpunkt war ich wohlgemerkt noch tendenziell für das Projekt. Ich glaube, dass damals die Leute einfach regelrecht vor den Kopf gestoßen wurden. Zumindest habe ich das so wahrgenommen, dass nicht Wut oder Empörung vorgeherrscht hat, sondern einfach Ungläubigkeit, dass es dem Bürgermeister nur ein Grinsen entlockt, wenn ein paar tausend Bürger über eine Angelegenheit der Stadt mitreden wollen.

Diese Kommunikation, die bewusst nicht auf Augenhöhe gehalten wurde, konnte man nach Schuster noch bei Mappus feststellen. Ich denke, das war erst der Treibstoff für die Protestbewegung ... hätte man damals einfach den Bürgerentscheid auf Kommunalebene gewährt, wäre dieser vermutlich negativ ausgefallen und der Protest wäre erledigt gewesen.

Just my 2c. :schief:
 
...arroganz nennt man das jetzt...sorry, aber das ist unser politisches system (ok ich bin für ein anderes system mit mehr direkter demokratie und dem ZWANG zu volksabstimmungen bei dingen die das volk als ganzes betreffen, denn dann müssten die politiker auch während ihrer amtszeit die bürger von ihrer sache überzeugen (was ich gut fände, denn idioten können dann net regieren IMHO)) d.h. die nutzen nur aus, was sie selber ende des 2ten WKs aufgebaut haben, ohne das wer änderungen gefordert hätte etc.

Und ich wiederhole nochmal:

Der Bahn verbieten zu wollen IHREN (ja der GEHÖRT der Bahn) BAHNHOF um zu bauen, das ist FRECHHEIT SONDER GLEICHEN IMHO - mir verbietet auch keiner mein Haus um zu bauen, oder?

mfg LAX
ps: demonstrieren dürfte man IMHO nur dagegen, das es geld vom staat für diesen umbau gibt (und dabei dürfte man die bauarbeiten der bahn nicht stören, da dies dem unternehmen schadet (wenn ich die bahn währe, würde ich die demonstranten verklagen :)
 
Es wundert mich ehrlich gesagt dass so viele Leute eine riesen Welle schieben... Im Endeffekt ist es nur ein BAHNHOF!
Wenn ich mir andere Länder oder Städte anschaue.. Da freuen sich die Bürger dass sich ihre Stadt weiterentwickelt.

Noch sind viele dagegen, aber wenn der Bahnhof da ist will ihn niemand mehr missen und alle erfreuen sich an ihm.

Man könnte sich natürkich fragen warum der jetzige Bahnhof überhaupt umgebaut werden muss, es gibt schließlich sehr viel engere und kleinere in gleichgroßen Städten. Das seh ich auch als Argument dagegen, aber was ich NICHT verstehe ist dass manche Leute den momentanen Bau als schön empfinden?! :huh: Es ist ein langweiliger viereckiger 2. WKs Bau, mehr nicht. Keinen architektonischen Wert. :nene:
 
...arroganz nennt man das jetzt...sorry, aber das ist unser politisches system
Wenn hier in diesem Forum ein Mod her kommt, willkürlich deinen Beitrag löscht, und dir danach grinsend auf die Schulter klopft: "Isch hab hier die Hosen an, Jüngschen." :D .... dann ist er zwar völlig im Recht, vergiftet aber die Stimmung im Forum. Man könnte auch sagen, er macht schlechte Politik. ;-)

Die Rechtfertigungspflicht der Politiker gegenüber ihren Bürgern hört nicht nach der Wahl auf.

Der Bahn verbieten zu wollen IHREN (ja der GEHÖRT der Bahn) BAHNHOF um zu bauen, das ist FRECHHEIT SONDER GLEICHEN IMHO - mir verbietet auch keiner mein Haus um zu bauen, oder?
Naja, der Vergleich hinkt in meinen Augen vorne und hinten.
 
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