Der Pausierer braucht neue Lehrmittel, muss sein Wissen erneuern, das kostet Zeit, die er länger an der Uni verbringt und deshalb mehr Energie kostet als einer, der sein Studium in einem Rutsch durchzieht.
Wie bereits oben geschrieben:
(Nach)Lernen ist Privatsache, Lehrmittel sind Privatsache.
Der Student muss nach einem Semester Pause sicherlich ein paar Monate ein bißchen mehr Aufwand bringen, aber das kostet die Uni nicht.
Nach 6 Monaten sollte der Rückstand, verglichen mit den Anforderungen nach 5 Jahren Studium, aber klein sein und angeblich bekommt man da ja Sachen für die nächsten 50 Jahre beigebracht.
Dann sind die Quantenphysiker richtig arm dran, bei ihnen sinds nur einige Milliardenstel Sekunden.
Rat mal, warum die über Jahre an ihren Apperaturen schrauben, reine ABM
Du sprichst ein Missstand an, aber wenn das geändert werden soll, kann man da durchaus Studiengebühren für verwenden.
Man kann dazu jede Form von Geld verwenden, man muss nur jemanden finden, der es aufbringen kann und sollte.
Studenten können es nicht, sie haben es schlichtweg nicht.
Und in einer Gesellschaft, die sich über zu niedrige Abschlusszahlen und Bildungsungerechtigkeit aufregt, sollten sie es auch nicht.
Das Problem ist ja, dass nicht die Unis entscheiden, wer wieviel Gebühren bekommt, sondern irgendwelche Ämter, die keinen direkten Bezug dazu haben und nur in Akten baden.
Äh - falsch. Die Studiengebühren müssen sogar von den Unis selbst eingetrieben werden (wo man gleich einen Teil davon ausgeben kann), die Verteilung liegt erst recht in ihrer Hand (nur geringfügig durch gesetzliche Rahmen eingeschränkt)
Das nützt aber auch nichts, denn es ist ziemlich egal, wer verschwindend kleine Beträge verteilt - sie werden nicht viel ausrichten.
Und groß sind Studiengebühren nunmal nur im Vergleich zum Budget der Studenten.
Öhm, das erzähl mal der bald privatisierten Bahn, dass sie unwirtschaftliche Strecken nicht dicht macht.
Ich erzähl es lieber den Idioten, die Grundversorger privatisieren.
Außerdem darfst du nicht vergessen, dass örtliche Verbindungen nur subventioniert klappen. Selbst tragen kann sich das System nicht.
Genauso wie die Studienfinanzierung, der Umweltschutz,...
Praktischerweise wird die Finanzierung aller von den gleichen Personen geregelt, die somit flexibel zwischen den Lösungsansätzen abwägen können.
Wie aber willst du einem Studenten oder Azubi denn vermitteln, dass er kein Auto nutzen soll, aber zu Exkursionen kommen muss, sich nahe der Uni/Arbeit eine Wohnung suchen soll (möglichst unter 400€ das Zimmer

) und alle anderen Dinge mit dem Bus/Bahn erledigen soll?
Mein oben vorgeführtes Rechnungsbeispiel mit 250€ Miete für ne halbe Wohnung ist in 5-10 Minuten Fahrrad-Entfernung zur Uni. Im Wohnheim hat mich das Zimmer 213€ gekostet, da war ich in 3 Minuten da.
Abgesehen davon will ich aber gar keinem klarmachen, wie er unter den derzeitigen Bedingungen sowas machen soll. Mir ist vollkommen klar, dass sich jeder seine Bequemlichkeit nach Möglichkeiten und ohne Rücksicht sichert.
Ich will, dass sich die Politik darüber klar wird, für was sie die Rahmenbedingungen schaffen muss.
Ha, hast du mal in der Nähe der TUHH geguckt, was da so eine Wohnung kostet?
Ich habe damals ein Zimmer gehabt (Betonung liegt auf Zimmer, keine Wohnung). Das hat 250€ gekostet.
Eine Wohnung in der Nähe kostet (Ein Zimmer) schlappe 400€.
Dann die unverschämten Energiepreise in Hamburg.
Da kommen locker 500-600€ Fixkosten im Monat zusammen.
Und gegessen hat man noch nichts.
HH ist -nach München- afaik die zweitteuerste Universitäts-Großstadt. Hat aber auch schon ein recht gut ausgebautes Nah- und gar-nicht-mal-so-nah-Verkehrssystem, in so fern stell ich mir die Frage, was du mit "nah" meinst.
30 Minuten U-/S-Bahn sollten imho tollerierbar sein, wenn es am Campus die nötigen Vorraussetzungen herschen, um Freistunden produktiv nutzen zu können. (s.o.: Falls dem nicht so ist, eine Aufgabe für diejenigen, die u.a. auch für die finanzielle Situation von Studenten verantwortlich sind)
Im übrigen ging es hier aber mal darum, wie arm doch die Azubis mit ihrem Gehalt dran sind
Was bekommst du denn als Student so an Bafög?
Ich bekomm gar nichts (sondern wenig mehr, als Bafög, von meinen Eltern).
Der Höchstsatz liegt zur Zeit bei 625€.
Deswegen finde ich es ja sehr unpassend, die Situation im Handwerk (Weiterbildung kostet Geld) auf Studenten übertragen zu wollen, da deren Einkommen bereits deutlich unter den von dir vorgerrechneten ~800€ Grundausgaben für einen Azubi liegt.
Wieviel bekommst du für deinen Job, den du neben dem Studium noch machst?
Effektiv <4€/h, aber das tut nichts zur Sache.
Wenn man auf Bafög angewiesen ist, kann man quasi nicht neben dem Studium arbeiten bzw. man muss dieses Geld sparen, da die zwangsläufig folgenden Verzögerungen bedeuten, dass man am Ende mehrere Monate komplett und ohne jegliche Unterstützung von Gespaartem leben muss.
(bzw.: die reale Situation sieht umgekehrt aus: Kommt man wegen Uni-bedingter Verzögerungen nicht weiter, muss man die entstehenden Freiräume mit Arbeit füllen, damit wenigstens die Chance hat, "in Verlängerung zu gehen")
Man kann es über die Mehrwertsteuer bekommen.
Aber nicht selektiv
Studenten haben aber eine größere Wahrscheinlichkeit mehr Geld zu verdienen als ein Azubi es als Geselle können wird.
Daher könnte man den Studenten einen Kredit für die Studiengebühren geben, den er dann mit seinem guten Gehalt zurück zahlen kann.
"Wahrscheinlichkeit".
Dir ist schon klar, was das für die Studenten heißt, die zu den unteren Prozent gehören, denen ihr Studium keinen "Reichtum" bringt und die den Kredit trotzdem zurückzahlen müssen?
Du bist dir im klaren darüber, was es für die geforderten Existenzgründer heißt, die sich nach dem Studium erfolgreich selbstständig machen sollen (nach den Vorstellungen der Politik), wenn sie einen ~40000€+Zinsen+Zineszins am Hals haben? (also vermutliche effektiv 60000-80000€, denn hohe Tilgungsraten sind unter den Bedingungen nicht möglich)
De facto das Ende. Leben=futsch.
Bildungsgerechtigkeit wirst du so garantiert nicht erreichen. 1:20 ist zwar besser als 1:6, aber der Vergleich mit russisch Roulette ist naheliegend.