Studienbedingungen & -finanzierung

Warum sollte das Studiengebühren-lose Studium nicht funktioniert haben?

Also in Bonn sah die Uni schon arg abgewirtschaftet aus und bot gleich null Service. Mittlerweile hat sich da vieles gebessert. Es wird unter anderem an allen Ecken und Enden renoviert (Hurra! Es regnet in manche Hörsäle tatsächlich nicht mehr rein!) und die Bibliotheksöffnungszeiten sind dramatisch verlängert worden. Ohne Studiengebühren wäre das wahrscheinlich in dem Umfang nicht möglich gewesen.

Das lag kaum am ASta :ugly: Was ist an den Sozialbeiträgen nun unverschämt? Du bekommst inzwischen ein komplettes NRW-Ticket (kostet normal >100€ / Monat, wenn du keines bekommst: Schlag deinen Asta), dazu noch einen ganzen Haufen sonstiger Verfüngunstigen und Vorteile, ich sag alleine mal Sportangebote.

Sie werden zum großen Teil für nicht-studentische Zwecke eingesetzt oder für Zwecke, die nur einer verschwindenen Minderheit der Studenten nützen. Beispiel: Kostenlose Ausgabe von Analkondomen für homosexuelle Studenten im Schwulen- und Lesbenreferat. Und dafür zahlt dann jeder. Geht's noch?

Ein NRW-Ticket wollte ich auch nie. Es wollte übrigens die Mehrheit der Bonner Studenten nicht, wie die Abstimmung seinerzeit ergeben hat. Der AStA hat sich aber einfach mal dafür entschieden, weil es den Typen da wahrscheinlich ganz gut in den Kram paßt. Vielleicht kommen die ja von weit außerhalb. :ka: Abgesehen davon zählen Ausgaben dafür natürlich nicht zum Sozialbeitrag, sondern gehen an die verschiedenen Verkehrsbetriebe.

Und selbst wenn: Der Asta (als Studentenvertretung) bestimmt diese Beiträge, die Studenten können somit die Beiträge selsbst bestimmen, das ist bei Studiengebühren defintiv anders.

Es geht so. Da wird ohne Ende Schindluder betrieben. Wenn man schon sieht, was die sich selbst so in die Tasche stecken für zwei bis drei Stunden Arbeit in der Woche. Ein unglaublicher rot-grüner Selbstbedienungsfilz war das.

Bullshit hoch 3. Aber wenn du sonst nichts zu bieten hast, ok!
Hat sich noch fast immer bewahrheitet.
Kann ich deine Nicht-Antwort also als Zustimmung zum Thema Steuersenkung, Abzahlung der Finanzkrisen-Schulden und UNternehmenssteuren nehmen?

Ich weiß nicht mehr, was Du geschrieben hast, aber ich denke eher nicht. Ich habe wahrscheinlich nicht geantwortet, weil es zu abstrus war und Argumente gegen Gefühle oft machtlos sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Schwarz/Gelb, geht es jetzt mit Deutschland abwärts?

Also in Bonn sah die Uni schon arg abgewirtschaftet aus und bot gleich null Service. Mittlerweile hat sich da vieles gebessert. Es wird unter anderem an allen Ecken und Enden renoviert (Hurra! Es regnet in manche Hörsäle tatsächlich nicht mehr rein!) und die Bibliotheksöffnungszeiten sind dramatisch verlängert worden. Ohne Studiengebühren wäre das wahrscheinlich in dem Umfang nicht möglich gewesen.
Anders gesagt: Der Staat hat massiv Gelder gespart und jetzt werden diese Fehlbeträge durch die Studienbeiträge gedeckt. Kann einfach nicht sein. Studiengebühren für Renovierung sind auch sehr grauzonen-lastig (nicht ohne Grund).

Aber Gott sei Dank will die FDP ja Millarden in die Bildung investieren, dann können die die Studiengebühren ja abschaffen, wenn die Unis im Geld schwimmen :ugly:

Es ändert nichts dran, um die Misere im Ausbildungs- und auch Arbeitsmarkt zu beenden ist es ein MUSS, dass möglichst viele Leute studieren und dazu muss ein Studium möglichst attraktiv sein. Das dafür natürlich die Studiengebühren abgeschafft werden müssen, ist logisch.

Es geht so. Da wird ohne Ende Schindluder betrieben. Wenn man schon sieht, was die sich selbst so in die Tasche stecken für zwei bis drei Stunden Arbeit in der Woche. Ein unglaublicher rot-grüner Selbstbedienungsfilz war das.
Als Asta-Mitglied bekommt man die Studiengebühren geschenkt und das wars.

Hat sich noch fast immer bewahrheitet.
Ein Studium kostet enorm Geld und zwar das des Steuerzahlers. Der davon auch was zurückerhält,nämlich eine gut verdienende und damit viele Steuern zahlende Akademikerschicht. Eine Investition in die Zukunft, deutlich besser als eine Abwrackprämie.

Ich weiß nicht mehr, was Du geschrieben hast, aber ich denke eher nicht. Ich habe wahrscheinlich nicht geantwortet, weil es zu abstrus war und Argumente gegen Gefühle oft machtlos sind.
Ok, du hast keine Gegenargumente, alles klar. Die Antwort hat ja schon ne Woche gedauert :P
 
Es ändert nichts dran, um die Misere im Ausbildungs- und auch Arbeitsmarkt zu beenden ist es ein MUSS, dass möglichst viele Leute studieren und dazu muss ein Studium möglichst attraktiv sein. Das dafür natürlich die Studiengebühren abgeschafft werden müssen, ist logisch.

Tja, ich sehe das doch etwas anders.
Ich finde eine kostenlose Kindertagesstätte für sinnvoller als kostenfreie Unis.
Denn Bildung und Integration fängt bei den ganz kleinen an, gerade Migrantenkinder hätten so eine bessere Chance auf Eingliederung.
Das erste Studium sollte immer gratis sein, keine Frage, aber gegen die dauerhaften Studenten, muss dennoch etwas getan werden. Das Studium muss schneller zu einem Abschluss kommen.
In keinem anderen westlichen Land sind die Menschen mit ihrem Studium später fertig als in Deutschland.

So gesehen ist das Abitur mit nach 12 Jahren schon OK. Nur muss dann auch der Lehrplan entsprechend angepasst werden. Außerdem müssen endlich mal die Bundesländer über ihren Schatten springen und sich auf einen eintheitlichen Standard für Bildung festlegen. Gerade wenn Erwachsene wegen einer neuen Arbeitsstelle das Bundenland wechseln müssen, sind die Hürden für die schulpflichtigen Kinder sehr hoch.
Das muss endlich abgeschafft werden.

Leider hat die Föderalismuskonferenz genau das Gegenteil bewirkt. :(
 
Dann möge man doch bitte die Bedingungen schaffen, damit man mit dem Studium schnell fertig werden kann.
1 Jahr länger Schule (was aufgrund der riesigen Klassen aber bereits unzureichend ist, um die nötige Menge Wissen zu vermitteln)
1 Jahr zusätzlich Dienst leisten
und jetzt hab ich noch ein Jahr warten dürfen, bis eine Veranstaltung überhaupt mal angeboten wird.
Natürlich bin ich so etwas später fertig...

Die Maßnahmen, die die Politik in letzter Zeit zur Verkürzung der Studienzeiten unternommen hat, bestehen in einer massiven Steigerung des Drucks und einer Verringerung der Bildungsqualität (im Falle des Lehramtstudiums z.T. bis zu vollständigen Entwertung). Das wird sicherlich nicht zu einer größeren Zahl gut qualifizierter Abgänger führen.

Echte Langzeitstudenten, die freiwillig ewig für ihr Studium brauchen, kenne ich nur wenige (obwohl ich gute Kontakte in die Kreise habe, die eine hohe Quote haben sollen) - und gegen die muss man imho auch nichts unternehmen. Denn wer lieber im Cafe sitzt, anstand in Veranstaltungen, der kostet die Uni keinen Cent länger und tut sogar noch was für das gebeutelte Gastronomiegewerbe und für die Umverteilung von oben (d.h. von Vati) nach unten (d.h. an den Studenten, der sich sein Studium mittels Kellnern verdienen muss)

Für die Finanzierung der Universitäten sind Studiengebühren sowieso ein Tropfen auf den heißen Stein.

Also wo liegt der Sinn? Ich kann bis auf weiteres nur sehr, sehr kurzzsichtige Minimal-Einsparungen einiger Politiker, Befriedigung einer Neiddebatte von Ahnungslosen und vor allem eine massive Steigerung der Bildungsungerechtigkeit als Auswirkung von Studiengebühren erkennen.

In einem muss ich dir aber rechtgeben:
Kostenlose Kinderbetreuuung wäre auch ein sehr großer Fortschritt - nicht nur was die Integration von Migranten angeht, sondern z.B. bezüglich der Lebensumstände von Kindern aus einkommenslosen Familien und ggf. der Sozialisation höherer Schichten.

Im Gegenzug kann man sich mal überlegen, ob z.B. eine Steuerbefreung für Kerosin auch eine nützliche Funktion erfüllt... (würde mich mal interessieren, bei was es um größere Summen geht)
 
Tja, ich sehe das doch etwas anders.
Ich finde eine kostenlose Kindertagesstätte für sinnvoller als kostenfreie Unis.
Das ich gegen Studiengebühren bin heißt nicht, dass ich für Kostenpflichtige KiTas bin ;)

Ich bin grundsätzlich dafür, dass Bildung (auch gute Bildung!) kostenlos sein MUSS. Sonst endet es wie in den USA, wo sogar ein George W. Bush einen Abschluß an Havard UND Yale bekommt - sicher nicht, weil er schlau ist oder gute Leistungen geliefert hat, sondern eher, weil er eben Bush jun. war und die Uni sicher nicht wenig Geld bekommen hat.

Ein faires Bildungssystem kann nur staatlich finanziert werden, ansonten werden Korruption Tür und Tor geöffnet. Wer exmatrikuliert denn den Studenten, dessen Vater jedes Jahr 100.000€ oder mehr überweist?

Das erste Studium sollte immer gratis sein, keine Frage, aber gegen die dauerhaften Studenten, muss dennoch etwas getan werden. Das Studium muss schneller zu einem Abschluss kommen.
Langzeitstudenten gibt es sehr, sehr wenige. Die meisten sind früher weg und die paar, die sponsored by X sind, fallen eh nicht auf. Dafür engagieren sich viele dieser Leute in Asta & Co.

In keinem anderen westlichen Land sind die Menschen mit ihrem Studium später fertig als in Deutschland.
Was ich grundsätzlich nicht schlimm finde, wo unser Studium weltweit als sehr gut angesehen wird. Defakto kriegst du mit einem deutschen Hochschulabschluß überall eine Stelle.
 
Dann möge man doch bitte die Bedingungen schaffen, damit man mit dem Studium schnell fertig werden kann.
1 Jahr länger Schule (was aufgrund der riesigen Klassen aber bereits unzureichend ist, um die nötige Menge Wissen zu vermitteln)
1 Jahr zusätzlich Dienst leisten
und jetzt hab ich noch ein Jahr warten dürfen, bis eine Veranstaltung überhaupt mal angeboten wird.
Natürlich bin ich so etwas später fertig...

Ich habe mich auch mit meinem Studium beeilt.
Was heißt beeilt, ich habe das gemacht, was man so machen muss, damit ich fertig werde und mein Dimplom machen kann.
Natürlich ist nicht jeder Student so, aber ich kenne aus meiner Studienzeit einige, die mal ein Jahr Pause gemacht haben oder hier noch eine Sache eingeschoben hatten.
Dann ein paar, die sogar mehrmals das Studienfach gewechselt haben, weil ihre erste Wahl nicht die beste war.
Klar, gab es auch einige, die zur Pause gezwungen waren, ist aber die Minderheit gewesen.

Schlimm finde ich aber, wenn man nach dem Studium immer wieder ein Praktikum angeboten bekommt, oder einen Zeitvertrag (meine Frau gehört zu den letzteren). Da bekommt ein Doktor nur ein halbes Doktorengehalt gezahlt, weil die Uni nicht mehr Geld hat. Es wird aber verlangt, dass man die Stelle von einem Doktor und einem Dozenten belegt.

Echte Langzeitstudenten, die freiwillig ewig für ihr Studium brauchen, kenne ich nur wenige (obwohl ich gute Kontakte in die Kreise habe, die eine hohe Quote haben sollen) - und gegen die muss man imho auch nichts unternehmen. Denn wer lieber im Cafe sitzt, anstand in Veranstaltungen, der kostet die Uni keinen Cent länger und tut sogar noch was für das gebeutelte Gastronomiegewerbe und für die Umverteilung von oben (d.h. von Vati) nach unten (d.h. an den Studenten, der sich sein Studium mittels Kellnern verdienen muss)

Ich weiß jetzt nicht genau, wo du studierst, aber ich kenne das von meiner Frau, die ja an der Uni arbeitet, da sind schon einige bei.

Für die Finanzierung der Universitäten sind Studiengebühren sowieso ein Tropfen auf den heißen Stein.

Natürlich, keine Frage.
Aber die Studiengebühren müssen auch zu 100% den Unis zu Gute kommen.
Wir brauchen keine Elite Unis oder supergute Privatunis, aber wir sollten einen einheitlichen Standard haben, was Ausstattung und Möglichkeiten betrifft.

In einem muss ich dir aber rechtgeben:
Kostenlose Kinderbetreuuung wäre auch ein sehr großer Fortschritt - nicht nur was die Integration von Migranten angeht, sondern z.B. bezüglich der Lebensumstände von Kindern aus einkommenslosen Familien und ggf. der Sozialisation höherer Schichten.

Bildung fängt meiner Meinung nach gerade da an, in den ersten Jahren entwickelt sich Mtrgefühl, Verantwortung, miteinander auskommen, den anderen verstehen lernen (nicht nur sprachlich ;)).
Wenn wir diese Grundpfeiler legen können, dann ist schon einigen in der Gesellschaft geholfen.
Dass dabei das zuständige Personal entsprechend bezahlt werden muss, ist keine Frage. Kindererziehung ist eine sehr wichtige Sache, nur gut ausgebildete Personen sollten das machen.
Und wie gut einige Eltern in dem Bereich "ausgebildetet" oder "geeignet" sind, kann man ja sehen , das haben die vielen Kinder gezeigt, die unter diesen Eltern gelitten hatten, leiden und noch leiden werden. :(

Im Gegenzug kann man sich mal überlegen, ob z.B. eine Steuerbefreung für Kerosin auch eine nützliche Funktion erfüllt... (würde mich mal interessieren, bei was es um größere Summen geht)

He he he, sehr guter Einwand. :D
Dass einige Subventionen und Steuervorteile völlig unangebracht sind, darüber müssen wir uns nicht streiten.
Die Tabaksteuer wird erhöht, aber der Tabakanbau subventioniert. :ugly:

Das ich gegen Studiengebühren bin heißt nicht, dass ich für Kostenpflichtige KiTas bin ;)

Aber wie willst du denn kostenlose Kitas und Universitäten finanzieren?
Reichensteuer? ;)
Die Einführung von Kerosinsteuer? :P
Die Hartz 4 Sätze kürzen?
Zu der Ostländerabgabe noch eine Studienabgabe und Kitaabgabe einführen?

Ich bin grundsätzlich dafür, dass Bildung (auch gute Bildung!) kostenlos sein MUSS. Sonst endet es wie in den USA, wo sogar ein George W. Bush einen Abschluß an Havard UND Yale bekommt - sicher nicht, weil er schlau ist oder gute Leistungen geliefert hat, sondern eher, weil er eben Bush jun. war und die Uni sicher nicht wenig Geld bekommen hat.

Die Schulen sind kostenlos.
Schau dir England an (in die USA muss man nicht immer gehen, das Übel ist nicht weit weg :schief:). Dort kosten gute Schulen Geld, Eltern verkaufen ihre Autos oder nehmen Kredite auf, damit ihre Kinder auf gute Schulen gehen können.
Dass Unis dort auch noch Geld kosten und ein staatliches System komplett unterentwicklet ist, spreche ich noch nicht mal an.
Solche Verhältnisse darf es nicht geben, da stimme ich dir zu.
Trotzdem wird das kostenlose Studium teilweise ausgenutzt.
Schau mal ins Handwerk rein. Da kostet jede Weiterbildung Geld. Geld, das der Geselle (oder wer auch immer was machen wil) privat aufbringen muss.
Ein Student, der 6 Jahre studiert, hat für seine Ausbildung, die insgesamt dann 18 Jahre gedauert hat, keinen Cent bezahlt.
Ist das gerecht?

Ein faires Bildungssystem kann nur staatlich finanziert werden, ansonten werden Korruption Tür und Tor geöffnet. Wer exmatrikuliert denn den Studenten, dessen Vater jedes Jahr 100.000€ oder mehr überweist?

Es muss nicht staatliche finanziert sein, es muss nur unabhängig kontrolliert werden.
Aber nicht so wie bei den Banken. :lol:

Was ich grundsätzlich nicht schlimm finde, wo unser Studium weltweit als sehr gut angesehen wird. Defakto kriegst du mit einem deutschen Hochschulabschluß überall eine Stelle.

Ja, mag sein, aber wenn Studenten erst mit 28 oder so fertig werden (ich weiß jetzt das Durchschnittsalter nicht, mit dem man einen Abschluss erreicht, also kein Bachelor oder so'n Krempel, Diplom natürlich) dann haben sie ihr halbes Arbeitsleben (OK nicht ganz) für ihre Audbildung gebraucht. Sie haben im besten Fall noch 32-35 Jahre im Beruf, oder wo auch immer.
Das finde ich im Vergleich zu anderen Ländern wenig.
Ich ich rede jetzt nicht von den paar freien Journalisten, die nach 60 als Schriftsteller anfangen. ;)
 
Wir brauchen keine Elite Unis oder supergute Privatunis, aber wir sollten einen einheitlichen Standard haben, was Ausstattung und Möglichkeiten betrifft.
Einer der wichtigsten Punkte! :daumen:

Aber wie willst du denn kostenlose Kitas und Universitäten finanzieren?
Reichensteuer? ;)
Die Einführung von Kerosinsteuer? :P
Die Hartz 4 Sätze kürzen?
Zu der Ostländerabgabe noch eine Studienabgabe und Kitaabgabe einführen?
Wie will die FDP die 30 Millarden € Steuersenkungen finanzieren? Wo das Geld herkommt ist natürlich eine interessante Frage, aber es geht erstmal darum, dass man das überhaupt als wichtigen Grundsatz verinnerlicht. Finanzierbar ist es auf jeden Fall und das Geld kommt später durch Steuern wieder rein, geht natürlich nicht von gleich auf jetzt ;)

Aber ne bessere Investitionen als die Millarden bei den Banken ;)

Dass Unis dort auch noch Geld kosten und ein staatliches System komplett unterentwicklet ist, spreche ich noch nicht mal an.
Solche Verhältnisse darf es nicht geben, da stimme ich dir zu.
Trotzdem wird das kostenlose Studium teilweise ausgenutzt.
Von wem denn und in welchem Ausmaße? Die Ausnutzungen ist eine totale Ausnahme, der Regelfall ist, dass ein Student das Studium schafft oder aber es zeitnah aufhört und was anderes macht (anderes Studienfach und/oder Ausbildung oder was auch immer).

Schau mal ins Handwerk rein. Da kostet jede Weiterbildung Geld. Geld, das der Geselle (oder wer auch immer was machen wil) privat aufbringen muss.
Ein Student, der 6 Jahre studiert, hat für seine Ausbildung, die insgesamt dann 18 Jahre gedauert hat, keinen Cent bezahlt.
Ist das gerecht?
Falscher Vergleich. Die entsprechenden Weiterbildungen kostet auch mit einem abgeschlossenen Studium Geld. Der richtige Vergleich ist wohl eher die Lehre und sag mir mal: Was zahlt man denn für die Berufsschule? ;)

Es muss nicht staatliche finanziert sein, es muss nur unabhängig kontrolliert werden.
Aber nicht so wie bei den Banken. :lol:
Wie willst du das anstellen, wenn die Unis mehr und mehr privat finanziert werden? Das ist defakto unmöglich. Denn auch die amerikanischen Unis werden angeblich unabhängig kontrolliert und es funktioniert nicht wirklich, wie man sieht.

Ja, mag sein, aber wenn Studenten erst mit 28 oder so fertig werden (ich weiß jetzt das Durchschnittsalter nicht, mit dem man einen Abschluss erreicht, also kein Bachelor oder so'n Krempel, Diplom natürlich) dann haben sie ihr halbes Arbeitsleben (OK nicht ganz) für ihre Audbildung gebraucht. Sie haben im besten Fall noch 32-35 Jahre im Beruf, oder wo auch immer.
Das finde ich im Vergleich zu anderen Ländern wenig.
Ich ich rede jetzt nicht von den paar freien Journalisten, die nach 60 als Schriftsteller anfangen. ;)
Ich halte es für relativ schwierig, das ganze zu machen, ohne, dass darunter die Schul- und Studienqualität sinkt. Das Gleiche in weniger Zeit bedeutet nunmal mehr Arbeit und ich finde, man sollte als Kind auch Zeit für sich haben und nicht nur 100% der Zeit für die Schule aufwenden müssen - das tun man im Beruf schon schnell genug. Und ich kenn ehrlich gesagt niemanden Studiertes, der direkt im Rentenalter sofort aufhört - solange es möglich ist und es da keiner Altersgrenzen gibt. Viele machen dann noch ne Firma oder so oder arbeiten Teilzeit weiter, was auch immer.
 
Langzeitstudenten gibt es sehr, sehr wenige. Die meisten sind früher weg und die paar, die sponsored by X sind, fallen eh nicht auf. Dafür engagieren sich viele dieser Leute in Asta & Co.

Was bei vielen ASTen dann rauskommt, kennt man ja.... :daumen2:

Was ich grundsätzlich nicht schlimm finde, wo unser Studium weltweit als sehr gut angesehen wird. Defakto kriegst du mit einem deutschen Hochschulabschluß überall eine Stelle.

Da werd ich dich in nem Jahr nochmal drauf ansprechen :ugly:

Ich habe mich auch mit meinem Studium beeilt.
Was heißt beeilt, ich habe das gemacht, was man so machen muss, damit ich fertig werde und mein Dimplom machen kann.

Hab ich auch gemacht. Ich hatte sogar n halbes Semester rausgeholt. Aber dann war da dieses Nebenfach...
Ich hab in den letzten 14 Monaten genau (diese) eine Veranstaltung besucht, die ich für mein Curriculum gebrauchen konnte. Alles andere war freiwillig&Interesse. Und das halbe Semster nützte dann auch nichts mehr, wenn zwischen zwei möglichen Prüfungsterminen 5 Monate liegen.
Im Zuge der Bachelor/Master-Umstellung ist das aber mitlerweile eher die Regel denn die Ausnahme.

Natürlich ist nicht jeder Student so, aber ich kenne aus meiner Studienzeit einige, die mal ein Jahr Pause gemacht haben oder hier noch eine Sache eingeschoben hatten.

Eine sinnvolle Sache? Was haben sie in dem Jahr Pause gemacht?
Bei mir in der Biologie ist es noch eher selten, aber aus anderen Fächern kenne ich auch Leute, die ein halbes Jahr oder länger ins Ausland gegangen sind.
Weil sie es sich leisten können und weil Arbeitgeber das heute verlangen (sollen)
-> Teil der Ausbildung wenn man so will.
Anderes Beispiel, gleiches Prinzip nur mit (unbezahlten) Praktika.

Dann ein paar, die sogar mehrmals das Studienfach gewechselt haben, weil ihre erste Wahl nicht die beste war.

Da kenn ich auch 2,5 Fälle - und die kann man zu 90% darauf zurückführen, dass Studienbedingungen und Studienausrichtung in der Praxis nicht das gehalten haben, was der Studiengang versprach.
Ich selbst hab da auch nicht das bekommen, was ich wollte (gab aber auch nichts besseres, wo ich hinwechseln hätte können)
Ich vermute mal, dass diese Entwicklung sich noch weiter verschärfen wird, wenn die Unis sich um die Studenten streiten und gleichzeitig ihren Etat reduzieren sollen. Das ist bester Nährboden für leere Versprechungen.

Klar, gab es auch einige, die zur Pause gezwungen waren, ist aber die Minderheit gewesen.

Pause wär z.T. fast noch schön. Die könnte man ja vielleicht nutzen. Aber wenn man immer nur wenige Kurse kriegt, ist man immer noch Student - mit am Ende sehr vielen Semestern.

Schlimm finde ich aber, wenn man nach dem Studium immer wieder ein Praktikum angeboten bekommt, oder einen Zeitvertrag (meine Frau gehört zu den letzteren). Da bekommt ein Doktor nur ein halbes Doktorengehalt gezahlt, weil die Uni nicht mehr Geld hat. Es wird aber verlangt, dass man die Stelle von einem Doktor und einem Dozenten belegt.

Ich freu mich drauf, wenn mir überhaupt Zeitverträge angeboten werden...
In einer DFG-abhängigen Forschungslandschaft gibt es schließlich keine Dauerstellen. :daumen2:

Ich weiß jetzt nicht genau, wo du studierst, aber ich kenne das von meiner Frau, die ja an der Uni arbeitet, da sind schon einige bei.

Kiel.


Natürlich, keine Frage.
Aber die Studiengebühren müssen auch zu 100% den Unis zu Gute kommen.

Das tun sie doch. Ist sogar gesetzlich so festgelegt.
Ist aber auch vollkommen egal, wenn die Studiengebühren kleiner sind, als die Inflationsangleichung des Haushaltes über 2-3 Jahre oder die Mittel, die über andere Zweige an die Hochschulen flossen.
(z.B. Gebäude, die früher direkt vom Land gebaut wurden. Jetzt Sache der Uni, unterm Strich ist dann weniger Geld da, obwohl jeder Politiker von sich behaupten kann, er hätte nichts gekürzt)

Wir brauchen keine Elite Unis oder supergute Privatunis, aber wir sollten einen einheitlichen Standard haben, was Ausstattung und Möglichkeiten betrifft.

Nuja. "Eliteunis" im Sinne von Elite-Forschung wären eine schöne Alternative zu Helmholtz-, Max-Planck- und Leibnizinstituten (deren Zentralen z.T. eine Annäherung an die Lehre auch begrüßen). Aber auf Kosten anderer Unis... :daumen2:

Die Tabaksteuer wird erhöht, aber der Tabakanbau subventioniert. :ugly:

Immerhin ein Netto-Importzoll auf gesundheitsschädliche Genussmittel ;)


Aber wie willst du denn kostenlose Kitas und Universitäten finanzieren?
Reichensteuer? ;)
Die Einführung von Kerosinsteuer? :P
Die Hartz 4 Sätze kürzen?
Zu der Ostländerabgabe noch eine Studienabgabe und Kitaabgabe einführen?

Ich persönlich favorisiere Konsum- (=Mehrwerts-), Energie-, Umwelt- und Luxussteuern als alleinige Finanzgrundlage des Staates.
Das wäre dann nämlich mal "steuern", anstelle von besteuern.

Die Schulen sind kostenlos.

Wie man nimmts. Die Schulmaterialien, Ausflüge,... sind für HartzIV-Familien bereits eine erhebliche Belastung.
Die Nachhilfe, die mitlerweile einen erheblichen Anteil der Ausbildung übernehmen, die in überfüllten Klassenzimmern nicht mehr geleistet werden kann, ist direkt an die Einkommenshöhe gebunden.

Schau mal ins Handwerk rein. Da kostet jede Weiterbildung Geld. Geld, das der Geselle (oder wer auch immer was machen wil) privat aufbringen muss.

Da kriegt aber der Azubi auch schon einen Lohn, von dem er leben kann.

Ein Student, der 6 Jahre studiert, hat für seine Ausbildung, die insgesamt dann 18 Jahre gedauert hat, keinen Cent bezahlt.
Ist das gerecht?

Ja. Denn schließlich hat er selbst 18 Jahre seiner Zeit investiert und rein gar nichts dafür erhalten.
Die Frage, ob es sinnvoll ist, wäre eine andere. In Zeiten, in denen Wirtschaft, Gesellschaft und so ziemlich jeder andere auch eine höher qualifizierte Bevölkerung fordert: Vermutlich schon.
Eine weitere berechtige Frage wäre, ob er in Zukunft weiter belohnt werden sollte, z.B. in Form hoher Gehälter.
Aber egal, wie die Antwort auf diese Frage ausfällt: Sie betrifft nicht den Studierenden. Denn der verdient nicht mehr. Der verdient nichts. Und dass sich das jemals ändern wird, garantiert ihm auch niemand.


Es muss nicht staatliche finanziert sein, es muss nur unabhängig kontrolliert werden.
Aber nicht so wie bei den Banken. :lol:

finanziell unabhängig -> nicht von der Wirtschaft -> vom Staat (es sei denn, es findet sich ein zweites nicht-kommerzielles, demokratische Grämium)
Also in jedem Fall 100% staatlich kontrolliert.
Ob sich das mit nicht-staatlich finanziert kombinieren lässt, wage ich zu bezweifeln.
Alles andere ist eine Abweichung vom Ideal, da unweigerlich Interessen einfließen.

Ja, mag sein, aber wenn Studenten erst mit 28 oder so fertig werden (ich weiß jetzt das Durchschnittsalter nicht, mit dem man einen Abschluss erreicht, also kein Bachelor oder so'n Krempel, Diplom natürlich) dann haben sie ihr halbes Arbeitsleben (OK nicht ganz) für ihre Audbildung gebraucht.

Ich kenn den Durchschnitt auch nicht, aber sagen wir mal so: 6 Jahre Kindheit, 13 Jahre Schule, 1 Jahr Dienst und 5 Jahre Studium machen 25 Jahre. Dazu kommen nach wünschen der Wirtschaft ein Jahr Auslandserfharung, 1 Jahr Praktika und aufgrund der Studienbedingungen 1 Jahr Verzögerung.
Also können deine 28 Jahre ganz gut hinkommen - aber ganz ohne Fehler seitens des Studenten.

Sie haben im besten Fall noch 32-35 Jahre im Beruf, oder wo auch immer.

"Rente mit 67" mein lieber, d.h. 39 Jahre. Und Akademiker gehen afaik selten in Frührente. (Im Gegenteil. Zumindest in den Naturwissenschaften hat man eher ein Problem, die alten Profs zum Auszug aus dem Institut zu bewegen :ugly: )

Ich ich rede jetzt nicht von den paar freien Journalisten, die nach 60 als Schriftsteller anfangen. ;)

Dafür muss man auch nicht studieren, dafür muss man nur im richtigen Forum richtig Spammen, schon ist man freier Schreiberling.
 
Wie will die FDP die 30 Millarden € Steuersenkungen finanzieren? Wo das Geld herkommt ist natürlich eine interessante Frage, aber es geht erstmal darum, dass man das überhaupt als wichtigen Grundsatz verinnerlicht. Finanzierbar ist es auf jeden Fall und das Geld kommt später durch Steuern wieder rein, geht natürlich nicht von gleich auf jetzt ;)

Aber ne bessere Investitionen als die Millarden bei den Banken ;)

Banken scheinen aber wichtiger zu sein als Bildung. :(

Tja, wo, wenn nicht von den Sozialsystem, wird sich die FDP wohl das Geld besorgen, um die Steuern zu senken?
Außerdem bin ich ja immer noch der Meinung, dass die Steuern nicht für den Privathaushalt gesenkten werden, sondern letztendlich nur für Unternehmen, darauf wird es rauslaufen.

Von wem denn und in welchem Ausmaße? Die Ausnutzungen ist eine totale Ausnahme, der Regelfall ist, dass ein Student das Studium schafft oder aber es zeitnah aufhört und was anderes macht (anderes Studienfach und/oder Ausbildung oder was auch immer).

Jep, eben, anderes Studienfach, das meine ich ja, dann sollte es Geld kosten.
Oder das Studium künstlich verlängern, indem man mal eine Pause einlegt und ein Jahr mit dem Rucksack durch das Watt geht, oder so. :ugly:

Falscher Vergleich. Die entsprechenden Weiterbildungen kostet auch mit einem abgeschlossenen Studium Geld. Der richtige Vergleich ist wohl eher die Lehre und sag mir mal: Was zahlt man denn für die Berufsschule? ;)

Öhm, die Firmen bezahlen die Berufsschule. :D

Wie willst du das anstellen, wenn die Unis mehr und mehr privat finanziert werden? Das ist defakto unmöglich. Denn auch die amerikanischen Unis werden angeblich unabhängig kontrolliert und es funktioniert nicht wirklich, wie man sieht.

Amerikanische Unis sind meiner Meinung nach immer ein schlechtes Beispiel. Die Privaten leben von Spenden und die staatlichen haben nichts.
Bei uns sollte das Geld in Bereiche fließen, die tatsächlich sinnvoll sind.
Also in Angebote, in geförderte Maßnahmen für das Studium.
Wenn Studiengebühren für derartige Dinge genutzt werden und es letztendlich allen Studenten nützt, dann halte ich das für sinnvoll.
Leider gibts dann wieder einen "Expertenrat", der entscheidet, wohin das Geld fließt und es gibt wieder Politiker und Lobbyisten, die den Geldstrom noch etwas ableiten wollen.
Die Unabhängigkeit ist der entscheidende Knackpunkt.

Ich halte es für relativ schwierig, das ganze zu machen, ohne, dass darunter die Schul- und Studienqualität sinkt. Das Gleiche in weniger Zeit bedeutet nunmal mehr Arbeit und ich finde, man sollte als Kind auch Zeit für sich haben und nicht nur 100% der Zeit für die Schule aufwenden müssen - das tun man im Beruf schon schnell genug. Und ich kenn ehrlich gesagt niemanden Studiertes, der direkt im Rentenalter sofort aufhört - solange es möglich ist und es da keiner Altersgrenzen gibt. Viele machen dann noch ne Firma oder so oder arbeiten Teilzeit weiter, was auch immer.

Was heißt das gleiche.
Wenn man das Abitur um ein Jahr verkürzt, aber den gleichen Lehrplan reindrückt, dann darf man sich auch nicht wundern, wenn der Schuldruck und Stress zunimmt.
Schon in der Grundschule gibts den Druck für die Kinder. Alle versuchen in der vierten Klasse sich so hinzustellen, dass sie aufs Gymnasium kommen.
Da wird dann auch von den Eltern Druck ausgeübt.
Dieser Druck muss von den Kindern genommen werden, indem das Schulsystem grundlegen verändert werden muss, aber das ist einen neuen Thread wert. :D

Hab ich auch gemacht. Ich hatte sogar n halbes Semester rausgeholt. Aber dann war da dieses Nebenfach...
Ich hab in den letzten 14 Monaten genau (diese) eine Veranstaltung besucht, die ich für mein Curriculum gebrauchen konnte. Alles andere war freiwillig&Interesse. Und das halbe Semster nützte dann auch nichts mehr, wenn zwischen zwei möglichen Prüfungsterminen 5 Monate liegen.
Im Zuge der Bachelor/Master-Umstellung ist das aber mitlerweile eher die Regel denn die Ausnahme.

Tja, dann kennst du ja auch meine Meinung zu Bachelor und Master, dazu muss ich dann nichts mehr sagen. ;)

Eine sinnvolle Sache? Was haben sie in dem Jahr Pause gemacht?
Bei mir in der Biologie ist es noch eher selten, aber aus anderen Fächern kenne ich auch Leute, die ein halbes Jahr oder länger ins Ausland gegangen sind.
Weil sie es sich leisten können und weil Arbeitgeber das heute verlangen (sollen)
-> Teil der Ausbildung wenn man so will.
Anderes Beispiel, gleiches Prinzip nur mit (unbezahlten) Praktika.

Du machst auch ein naturwissenschaftliches Studium, war bei mir nicht anders. Aber die anderen, die entweder was auf Lehramt machen oder sich mit anderen Studienfächern rumschlagen, in denen das nicht üblich ist, könnten schon anders studieren.

Ich kenne einige, die während ihres Studiums eine "Schaffenspause" eingelegt haben.
Aus welchem Grund auch immer, meist ging es darum, die Sinn verloren zu haben, oder den Ehrgeiz.

Da kenn ich auch 2,5 Fälle - und die kann man zu 90% darauf zurückführen, dass Studienbedingungen und Studienausrichtung in der Praxis nicht das gehalten haben, was der Studiengang versprach.
Ich selbst hab da auch nicht das bekommen, was ich wollte (gab aber auch nichts besseres, wo ich hinwechseln hätte können)
Ich vermute mal, dass diese Entwicklung sich noch weiter verschärfen wird, wenn die Unis sich um die Studenten streiten und gleichzeitig ihren Etat reduzieren sollen. Das ist bester Nährboden für leere Versprechungen.

Eben, Unis werden trotz eingeführter Studiengebühren weiterhin an der kurzen Leine gehalten.
Wo ist denn das Geld hin?
Wieso fließt es nicht in einen Unifond oder sowas, von dem die Unis versorgt werden?
Dieses ganze Heckmeck wegen Eliteuni hat doch schon zu einem ungleichen Kampf für die besten Studenten geführt.

Pause wär z.T. fast noch schön. Die könnte man ja vielleicht nutzen. Aber wenn man immer nur wenige Kurse kriegt, ist man immer noch Student - mit am Ende sehr vielen Semestern.

Nicht nur das Schulsystem muss grundlegend geändert werden, auch was Studiengänge, Kurse und Semester angeht, muss deutlich mehr getan werden.
Die Ansprüche ändern sich, man muss sich anpassen, das gilt besonders auch für Universitäten und andere Bildungseinrichtugen.

Ich freu mich drauf, wenn mir überhaupt Zeitverträge angeboten werden...
In einer DFG-abhängigen Forschungslandschaft gibt es schließlich keine Dauerstellen. :daumen2:

Ist bei meiner Frau normal, sie bekommt derzeit einen Zeitvertrag für 1 Jahr, was schon viel ist, andere bekommen nicht mal 3 Monate.


Aha, Christian Albrechts Universität, kenne ich. :daumen:

Ich persönlich favorisiere Konsum- (=Mehrwerts-), Energie-, Umwelt- und Luxussteuern als alleinige Finanzgrundlage des Staates.
Das wäre dann nämlich mal "steuern", anstelle von besteuern.

Grundnahrungsmittel sollten deutlich anders besteuert werden als erweiterte Güter oder merkwürdige Dienstleistungen.
Andere Bereiche sollten stärker kontrolliert werden und es muss mehr Möglichkeiten der Klage geben, ich denke da an Bankberatung.

Wie man nimmts. Die Schulmaterialien, Ausflüge,... sind für HartzIV-Familien bereits eine erhebliche Belastung.
Die Nachhilfe, die mitlerweile einen erheblichen Anteil der Ausbildung übernehmen, die in überfüllten Klassenzimmern nicht mehr geleistet werden kann, ist direkt an die Einkommenshöhe gebunden.

Jo, das gilt aber auch für Universitäten, da muss auch ordentlich eingekauft werden.
Geh mal in einen Hörsaal (OK, machst du ständig :ugly:), ohne Laptop gehts doch schon gar nicht mehr.
Bei mir hatten einige sogar Kameras aufgebaut und ließen Diktiergeräte mitlaufen.

Da kriegt aber der Azubi auch schon einen Lohn, von dem er leben kann.

Ein Azubi kann von seinem Azubigehalt eine Wohnung finanzieren, ein Auto bezahlen, Energiekosten tragen und sich ernähren?

Ja. Denn schließlich hat er selbst 18 Jahre seiner Zeit investiert und rein gar nichts dafür erhalten.
Die Frage, ob es sinnvoll ist, wäre eine andere. In Zeiten, in denen Wirtschaft, Gesellschaft und so ziemlich jeder andere auch eine höher qualifizierte Bevölkerung fordert: Vermutlich schon.
Eine weitere berechtige Frage wäre, ob er in Zukunft weiter belohnt werden sollte, z.B. in Form hoher Gehälter.
Aber egal, wie die Antwort auf diese Frage ausfällt: Sie betrifft nicht den Studierenden. Denn der verdient nicht mehr. Der verdient nichts. Und dass sich das jemals ändern wird, garantiert ihm auch niemand.

Wie hat sich denn das Lohnniveau entwickelt?
Im Bereich eines HAndverkers/Facharbeiters und eines mit Studienabschlusses?
Was verdient ein Anwalt heute im Durchschnitt?
Wie war denn das früher, auch im Verhältnis zum Arbeiter?

Schau dir die Vergütungen im Vorstand einer Industriefirma an und verlgeiche sie mit dem, was die Belegschaft bekommt.

Ich kenn den Durchschnitt auch nicht, aber sagen wir mal so: 6 Jahre Kindheit, 13 Jahre Schule, 1 Jahr Dienst und 5 Jahre Studium machen 25 Jahre. Dazu kommen nach wünschen der Wirtschaft ein Jahr Auslandserfharung, 1 Jahr Praktika und aufgrund der Studienbedingungen 1 Jahr Verzögerung.
Also können deine 28 Jahre ganz gut hinkommen - aber ganz ohne Fehler seitens des Studenten.

Eben, und das ist einfach zu lange.
Ein Student sollte mit 25 sein Dimplom in der Tasche haben, das sollte der Regelfall sein.
Alles andere ist nicht mehr hinnehmbar, die Studenten sollten mehr für sich einfordern.

"Rente mit 67" mein lieber, d.h. 39 Jahre. Und Akademiker gehen afaik selten in Frührente. (Im Gegenteil. Zumindest in den Naturwissenschaften hat man eher ein Problem, die alten Profs zum Auszug aus dem Institut zu bewegen :ugly: )

Nicht wenn du in Staatsdiensten stehst. :P
Bundeswehroffiziere gehen mit 55 in Pension. Weiß ich von meinem Onkel. Als Brigadegeneral ist er abgetreten. Lag daran, dass eine weitere Beförderung nicht mehr möglich war, da es keine Stelle mehr für einen Generalmajor gab, also Ruhestand. :D

Dafür muss man auch nicht studieren, dafür muss man nur im richtigen Forum richtig Spammen, schon ist man freier Schreiberling.

Hmm, ich spame fleißig.... :schief:
Schreibe viel und sage dadruch wenig... ;)
Ich glaube, ich bin Schriftsteller. :D

Mit den billigen Witzen, versteht sich... :P
Woran erkennst du, dass du bei einer grün wählenden Familie bist?
Wenn die Kinder übern Bett nicht das Poster von Tokio Hotel und Co. haben sonders eins von Al Gore. :haha:
 
Banken scheinen aber wichtiger zu sein als Bildung. :(
Das ist eines unserer Probleme. Man sollte sich das Geld für die Rettung des Bankenwesens von eben diesem wiederholen. Jeden Cent.

Tja, wo, wenn nicht von den Sozialsystem, wird sich die FDP wohl das Geld besorgen, um die Steuern zu senken?
Außerdem bin ich ja immer noch der Meinung, dass die Steuern nicht für den Privathaushalt gesenkten werden, sondern letztendlich nur für Unternehmen, darauf wird es rauslaufen.
Ich denke die Steuern werden nicht gesenkt (zumindest für Privatpersonen), da hast du Recht. Ich glaube auch nicht, dass die FDP viel Geld in Bildung investiert, das ist reine Wahlkampfpropaganda. Die werden die Zuschüsse eher kürzen und dafür höhere Studiengebühren nehmen. Deshalb ist "bessere Bildung" im FDP-Wahlprogramm ja auch so eine Lächerlichkeit.

Jep, eben, anderes Studienfach, das meine ich ja, dann sollte es Geld kosten.
Oder das Studium künstlich verlängern, indem man mal eine Pause einlegt und ein Jahr mit dem Rucksack durch das Watt geht, oder so. :ugly:
Ich denke ein Wechsel innerhalb der ersten ein oder zwei Jahre sollte auch drin sein, besser jemand ändert das ganze mit Verstand, als das er etwas durchzieht, was ihm im Endeffekt nicht gefällt. Wenn jemand ein Jahr Pause macht, ist das gar kein Problem, er kostet dem Staat ja kein Geld für dieses Jahr.

Öhm, die Firmen bezahlen die Berufsschule. :D
Wodurch? Steuern? Ja, die zahlen die Studenten auch und erst Recht hinterher.

Wenn Studiengebühren für derartige Dinge genutzt werden und es letztendlich allen Studenten nützt, dann halte ich das für sinnvoll.
Studiengebühren können auch durch den Staat gedeckt werden, daher halte ich sie einfach nur für sinnvoll.

Leider gibts dann wieder einen "Expertenrat", der entscheidet, wohin das Geld fließt und es gibt wieder Politiker und Lobbyisten, die den Geldstrom noch etwas ableiten wollen.
Die Unabhängigkeit ist der entscheidende Knackpunkt.
Unabhängigkeit gibt es ab dem Zeitpunkt nicht mehr, an dem Unis privat bezahlt werden, je größer dieser Anteil ist umso mehr.

Was heißt das gleiche.
Wenn man das Abitur um ein Jahr verkürzt, aber den gleichen Lehrplan reindrückt, dann darf man sich auch nicht wundern, wenn der Schuldruck und Stress zunimmt.
Schon in der Grundschule gibts den Druck für die Kinder. Alle versuchen in der vierten Klasse sich so hinzustellen, dass sie aufs Gymnasium kommen.
Da wird dann auch von den Eltern Druck ausgeübt.
Dieser Druck muss von den Kindern genommen werden, indem das Schulsystem grundlegen verändert werden muss, aber das ist einen neuen Thread wert. :D
Anders gesagt: Kürzer Schul-/Unizeiten = weniger Stoff. Das halte ich für falsch. Es bringt auch nichts 25jährige Vollidioten zu "produzieren". Da sind 28jährige Experten besser. Kann ich nur an meinen Onkel (Professor mit Lehrstuhl) denken, der mit einigen Studenten in die USA gefahren ist an eine Uni dort und da gefragt wurde, warum in Deutschland die Professoren so jung seien.
 
Ein Azubi kann von seinem Azubigehalt eine Wohnung finanzieren, ein Auto bezahlen, Energiekosten tragen und sich ernähren?
Ja, das ist zumindest zum Teil möglich. Entweder besitzen die Auszubildenden die ich kenne ein eigens Auto oder eine eigene Wohnung. Meine Freundin finanziert sich z.B. eine Wohnung samt Energie- und Nahrungsmittelkosten über ihr Ausbildungsgehalt und das Kindergeld. Bei meiner Schwester ist es genau umgekehrt, sie wohnt noch zu Hause, hat dafür aber ein eigenes Auto, dass sie komplett unterhält. Der Student ist dagegen im Regelfall auf Hilfe von zu Hause oder aber einen Nebenjob - der bekanntlicherweise schnell das Studium ausbremsen kann - angewiesen.

Ein Student sollte mit 25 sein Dimplom in der Tasche haben, das sollte der Regelfall sein. Alles andere ist nicht mehr hinnehmbar, die Studenten sollten mehr für sich einfordern.
Da bin ich mal gespannt wie das funktionieren soll. Nehmen wir mal an, der Student macht mit 19 Abitur, geht danach zum Bund und macht in der Zeit dazwischen idealerweise schon ein Industriepraktikum, was er sonst neben dem Studium ableisten müsste.

Damit beginnt er mit gut 20 Jahren zu studieren. In meinem Studium beträgt die Regelstudienzeit (ohne Diplomarbeit und vorgeschriebene Industriepraktika) 9 Semester. Damit kommt man schon ohne Umwege auf ein alter von 25 und muss danach noch 6 Monate Praktikum + Diplomarbeit machen. Also ist man 26, wenn alles ohne Komplikationen läuft.

Nun legt einem die Uni aber mit Klausuren und Pflichtpraktika, die nur einmal alle 2 Semester angeboten werden auch noch ein paar Steine in den Weg und schwupps ist man bei 27 bis 28 Jahren. Ich kenne viele Leute, die klausurfrei sind und keinen Praktikumsplatz bekommen oder eben noch eines der Pflichtpraktika erledigen müssen, bei dem sie durchgefallen sind und deswegen ein ganzes Jahr warten müssen.

Natürlich gibt es auch Leute, die einfach nur faul sind und den Antrieb verloren haben, aber ich denke die sollten aus der Betrachtung herausgelassen werden, da sie nicht repräsentativ sind - zumindest meiner Erfahrung nach.

MfG
GoZoU
 
Natürlich gibt es auch Leute, die einfach nur faul sind und den Antrieb verloren haben, aber ich denke die sollten aus der Betrachtung herausgelassen werden, da sie nicht repräsentativ sind - zumindest meiner Erfahrung nach.
So etwas ist durchaus auch eine Auswirkung des Studiums - auch etwas, was die Unis angehen müssen. Das man es nicht 100%ig hinkriegen wird ist klar, aber auch die Uni muss ihren Teil dazu beitragen, dass das Studium erfolgreich abgeschlossen wird.
 
Anders gesagt: Kürzer Schul-/Unizeiten = weniger Stoff. Das halte ich für falsch.
Man kann aber auch nicht 13 Jahre Schulstoff einfach in 12 Jahren durchziehen. Da muss man "eher unwichtige/veraltete" Sachen rausnehmen, Unterricht neu strukturieren oder man hört auf die Sachen zu erklären. Das funktioniert aber nicht. Zudem hält jeder Fachlehrer sein Fach für so wichtig, dass die Stundenpläne nicht wirklich überarbeitet wurden vom Stoff her. Das gilt für den Theaterlehrer genauso wie für den Chemie-, Deutsch- oder Sportlehrer.
Ich hab neben IT-Unterstützung und AG-Betreuung auch Hausaufgabenbetreuung an einem Gymnasium gemacht für 5. und 6. Klässler. Die 5er wurden nach G8 unterrichtet, die 6er nach altem G9-Schema. Die 5er waren stoffmässig so weit wie die 6er. In meinen Gruppen waren aber auch mehr 5er als 6er vertreten, trotz gleicher Klassenstärken, weil die schneller aus dem Tritt gekommen sind wegen der größeren Stoffmenge und weil weniger erklärt/Zeit auf dem Thema verwendet wurde im Unterricht. Gleicher Stoff in kürzerer Zeit ist nunmal ein Problem.
Du kannst auch nicht die Kinder von 8 bis 16/17/18 Uhr in der Schule behalten (zumindest nicht die Klassen unter dem 10er Jahrgang). Da fehlt es dann auch an Mensalösungen an den Schulen, an Unterstützungsangeboten für die Kids und ihnen geht auch Freizeit verloren (ja, sogar die ist für die Charakterbildung wichtig). Gerade die 5er/6er sollten noch Freizeit haben zum Spielen. Und für Zusatzangebote fehlt das Personal.

Ein Student sollte mit 25 sein Dimplom in der Tasche haben, das sollte der Regelfall sein. Alles andere ist nicht mehr hinnehmbar, die Studenten sollten mehr für sich einfordern.
Ich hab mit 19 Abi gemacht, mit 22 hatte ich ne 3jährige Ausbildung fertig (hatte mich für Berufserfahrung vor Studium entschieden), danach eine 4 jährige Fortbildung in 3 Jahren neben der Arbeit gemacht (also bis 25) und dann angefangen zu studieren mangels Job. Jetzt bin ich 27 und studiere. Ich kenne genug Leute, die erst ne Ausbildung/Zivi/Bund und ein Auslandsjahr gemacht haben, bevor sie studieren.
Die Regelstudienzeit die bei uns steht kann schon gar nicht funktionieren, weil Sommersemestler die wichtigen Kurse (Fremdsprachen die nicht an Gymnasien unterrichtet werden bzw. nichtmal ansatzweise ausreichend, um ins 2. Semester der Sprache einzusteigen) nicht belegen können und diese nur 1x im Jahr angeboten werden. Die studieren automatisch ein Semester mehr, nur weil die Uni die Studenten auch im Sommer mitnehmen will. Und wer den Sprachkurs im 1. Semester (aus welchem Grund auch immer) nicht sofort packt, muss ein Jahr warten. Bei Sprachen die nicht nur aus Vokabeln und Grammatik, sondern auch aus eigenem Schriftsystem bestehen ein großes Problem. Allgemein besteht das Problem der Praktika und Auslandssemester, die das Studium meist auch verlängern. Halleluja BA/MA-System: Eine Freundin von mir schreibt ihre BA-Arbeit im 9. Semester jetzt. Warum? Weil sie Kurse nicht belegen konnte, weil der Studienplan der Uni Müll war. Sie hat 1 Jahr verloren, weil sie einem "Übergangsstudienplan" von der Uni folgen musste. Zudem habe ich auch einige (überraschend viele wie ich finde) Mitstudenten, die das Studium erst mit 30+ beginnen.

Ferner ist meiner Meinung nach das Land bei staatlichen Hochschulen in der Pflicht, die Gebäude zu sanieren. Sowas hat nicht aus Studiengebühren finanziert zu werden. Ich krieg für meine Studiengebühren auch keine adäquate Gegenleistung. Ich muss Skripte und Formelsammlungen extra käuflich erwerben oder auf eigene Kosten ausdrucken, während andere Fakultäten ihren Studenten zum Teil fette Bücherpakete "spendieren" (aus Studiengebühren) und die Skripte kostenlos an diese verteilen. Ich kriege dann Pseudotutorien vorgesetzt, finanziert aus Studiengebühren wie man uns jedesmal sagt. 95% der Tutorien sind so aufgebaut, dass der Lösungsweg der Übungsaufgaben der Vorlesung auf Folie runtergeschrieben wird und das wars. Yay! Mit Glück hat man mal einen gescheiten Tutor, der auch Fragen beantworten kann oder sich die Zeit nimmt, auch mal vertiefende Sachen zu machen.
Für die "Musterlösung" brauche ich kein Tutorium, das können die Dozenten gefälligst ins e-learning-System einspeisen. Spart Geld und den Studenten Zeit. Damit die Studenten die sinnlosen Musterlösungstutorien auch besuchen, gibts "Bonuspunkte" für die Klausur...juhu, Module, wo die Klausurnote noch mit Bonuspunkten aufpoliert wird sind ja auch gleichwertig zu Modulen, wo es keine Bonuspunkte gibt.
Dann gibt es da so ein Raumproblem: 30 Leute in einen Raum zwängen, der offiziel für 18 gemacht ist. 2. Reihe sitzen ohne Tisch, stickige Luft im Sommer wie im Winter.

Es gibt so viele Probleme, gerade in dem straffer organisierten BA/MA-System, aber es kümmert offensichtlich weder Uni noch Regierung noch Öffentlichkeit. Da redet man nur von "faulen, verwöhnten Studenten". Alle Ex-Diplomstudenten, die zum BA/MA gewechselt haben sagten mir unterm Strich das gleiche: BA/MA ist anstrengender, weil irgendwie weniger Zeit übrig bleibt. Irgendwas muss da wohl dran sein.
 
Da bin ich mal gespannt wie das funktionieren soll. Nehmen wir mal an, der Student macht mit 19 Abitur, geht danach zum Bund und macht in der Zeit dazwischen idealerweise schon ein Industriepraktikum, was er sonst neben dem Studium ableisten müsste.

Das ist ja das, was mir vorschwebt, dass man dazu einiges ändern muss, habe ich ja schon angesprochen.
Letztendlich kann niemand so viel Glück haben wie ich, bei dem das sehr gut geklappt hat. Dennoch hatte ich natürlich auch den entsprechenden Ehrgeiz das zu meistern.
Wenn man aber Knüppel zwischen die Beine geworfen bekommt, die dann verhindern, das so zu schaffen, wie man sich das vorgestellt hat, dann ist das natürlich mehr als ägerlich, zeigt aber gleichzeitig, dass nicht nur das Schulsystem reformiert werden müsste.
Die Einführung von Bachelor und Master hat doch unterm Strich nichts gebracht.

Ach ja, beim Bund war ich nie. :P
 
Kann mich über unseren überhaupt nciht beschweren, wer das anders sieht: Man kann dagegen was tun ;)

Kann man?
Nicht als Einzelperson. Und die Masse an meiner Uni nimmt sich keine Zeit, um über sowas auch nur nachzudenken. Bei Wahlbeteiligungen von unter 20% ist klar, dass die Parteiorganisationen den Ton angeben.
Zwar haben dann in der Mehrheit diejenigen drunter zu leiden, die was hätten machen können - aber ich seh nicht so ganz ein, warum ich mir in der Fachschaft den Arsch aufreiße und dann noch als Kollateralschaden ende :(

Warum? Studierst du etwas BWL? :P

Noch son Ding und du kannst dir jede beliebige Koalition aus deinen Gesichtsfarben zusammenstellen
full

"B" war schon mal gut, danach gings aber ganz steil bergab.

Jep, eben, anderes Studienfach, das meine ich ja, dann sollte es Geld kosten.
Oder das Studium künstlich verlängern, indem man mal eine Pause einlegt und ein Jahr mit dem Rucksack durch das Watt geht, oder so. :ugly:

Wieso soll eine (Nicht-)Student für Dinge zahlen, die die Uni z.T. selbst verursacht oder die ihr keinen Schaden zufügen?

Amerikanische Unis sind meiner Meinung nach immer ein schlechtes Beispiel. Die Privaten leben von Spenden und die staatlichen haben nichts.

Nuja. 1-2mal kann man da schon hingucken.
Z.B. wenn Studiengebühren abgeschafft werden, weil die Verluste durch eine geringere Zahl exellenter Abgänger mehr Schaden mit sich bringen, als die Gebühren an Vorteile :ugly:

Du machst auch ein naturwissenschaftliches Studium, war bei mir nicht anders. Aber die anderen, die entweder was auf Lehramt machen oder sich mit anderen Studienfächern rumschlagen, in denen das nicht üblich ist, könnten schon anders studieren.

Ich kenne einige, die während ihres Studiums eine "Schaffenspause" eingelegt haben.
Aus welchem Grund auch immer, meist ging es darum, die Sinn verloren zu haben, oder den Ehrgeiz.

Meine Freundin gehört zu "den anderen" und abgesehen davon, dass es in z.B. Politologie natürlich leichter ist, den Sinn zu verlieren (gibts da einen? :devil:), insbesondere wenn man mehr mit der Instituts- bzw. Studentenverwaltung beschäftigt ist, als mit Inhalten, kann ich deine Aussage nicht bestätigen. Insbesondere Lehrämtler sind nach meiner Erfahrung sogar noch mit die aktivsten. (was aufgrund mangelnder Studierbarkeit von Lehramtsstudiengängen nicht unbedingt für ein schnelles Studium bürgt - aber zumindest für ein stressiges, arbeitsaufwendiges)

Nicht nur das Schulsystem muss grundlegend geändert werden, auch was Studiengänge, Kurse und Semester angeht, muss deutlich mehr getan werden.
Die Ansprüche ändern sich, man muss sich anpassen, das gilt besonders auch für Universitäten und andere Bildungseinrichtugen.

Also die Meinung unisoner ALLER, mit denen ich gesprochen habe (und das sind viele Vertreter -inklusive Personal und Professoren- einer Uni aus diversen Fächern und viele Vertreter vieler Unis aus einem Fach), kommen zu dem Schluss, dass "so lassen" im Falle der jünstigen tiefgreifenden Änderungen die mit Abstand beste Maßnahme gewesen wäre, gerade auch in bezug auf wandelnde Ansprüche.
Eine Uni soll nunmal intellektuelles Potential und individuelle Kreativität unterstützen, da sind die zeitgleichen Anforderungen ein vielfaches differenzierter, als der zeitliche Wandel. Die einzige Lösung ist Flexibilität.
Aber die mögen unsere Herrn Politiker ja nicht. Studenten, die so flexibel sind, mal nicht ihr gesamtes Studium auf den Zeitraum Mo-Fr 8-17 zu konzetrieren, müssen ja zudem dringend gemaßregelt werden.


Ist bei meiner Frau normal, sie bekommt derzeit einen Zeitvertrag für 1 Jahr, was schon viel ist, andere bekommen nicht mal 3 Monate.

Bei uns sind, mit etwas Glück immerhin 2+1 Jahr möglich - halt Projektlängen.
Ist aber trotzdem sehr problematisch, wenn sich diese Stellen über ganz Norddeutschland verteilen und man somit immer damit rechnen muss, in 2 Jahren umziehen zu müssen.

Aha, Christian Albrechts Universität, kenne ich. :daumen:

":daumen:"? Okay, es tropft nicht von der Decke (d.h.: meistens) und die Heizung geht. Aber es gibt mehr als genug ":daumen2:"

Andere Bereiche sollten stärker kontrolliert werden und es muss mehr Möglichkeiten der Klage geben, ich denke da an Bankberatung.

Es kann nicht immer nur alles über klagen laufen. Gerade im Bereich der Bankberatung muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich sehr wenig Mitleid empfinde.
Wer der Meinung ist, genug Geld zuviel zu haben, um es sich auf bekanntermaßen riskante Art vermehren zu lassen, der muss auch damit leben können, wenn das schief läuft.
Problematischer sind da von den Banken beliebig modifizierbare Kreditverträge - wobei ich auch da sagen muss: Wer nicht mitdenkt, kriegt halt Probleme.
Im Sozialismus kümmert sich Staat um einen, da kauft man sich dann aber auch nicht auf Pump ein Haus, um den Nachbarn zu beeindrucken.

Jo, das gilt aber auch für Universitäten, da muss auch ordentlich eingekauft werden.
Geh mal in einen Hörsaal (OK, machst du ständig :ugly:), ohne Laptop gehts doch schon gar nicht mehr.
Bei mir hatten einige sogar Kameras aufgebaut und ließen Diktiergeräte mitlaufen.

Bei uns wurde einer rausgeschmissen, der der Meinung war, die Präsentation abfotographieren zu müssen :ugly:
Laptops sind man auch eher selten (wobei ich sagen muss: Chemievorlesungen werden ungleich erträglicher, wenn man zwei einigermaßen passablen Spielern bei Worms Armageddon zugucken kann), aber spätestens die Ausgaben für Lernmaterialien holen jeden ein.
Allerdings seh ich das nicht ganz kritisch, wie bei Schulen bzw. man könnte es an anderer Stelle verrechnen. Ein Student hat so oder so das Problem des Lebensunterhaltes - ob der Staat nun direkt die Scripte zahlt und genug Bücher in die Bibliothek stellt, oder ob es 50€ mehr Bafög gibt, kommt aufs gleiche raus. (im Moment ist natürlich keins von beiden der Fall...)
Aber Kosten für Schüler fallen zu 100% auf die Eltern zurück, ohne spezifische Unterstützung. Da gibt es keine alternative zur kostenfreien Schule.

Ein Azubi kann von seinem Azubigehalt eine Wohnung finanzieren, ein Auto bezahlen, Energiekosten tragen und sich ernähren?

Sämtliche Azubis, die ich kenne, können (oder könnten, wenn sie auf anderen Luxus verzichten würden und ihre Ausgaben auf das Niveau eines Studenten drosseln), mindestens 3 davon. Und ein eigenes Auto sollte imho nicht von Nöten sein.
(womit wir wieder bei Studiengängen wären, die Exkursionen in gut 20km Entfernung mit der Beschreibung "Bus: Keine Verbindung" als Pflichtveranstaltung durchführen, natürlich bei bestem norddeutschem "Sommer"wetter.)

Wie hat sich denn das Lohnniveau entwickelt?
Im Bereich eines HAndverkers/Facharbeiters und eines mit Studienabschlusses?
Was verdient ein Anwalt heute im Durchschnitt?
Wie war denn das früher, auch im Verhältnis zum Arbeiter?

Schau dir die Vergütungen im Vorstand einer Industriefirma an und verlgeiche sie mit dem, was die Belegschaft bekommt.

Äh: Was willst du mir damit in Bezug auf die finanzielle Situation eines Studenten sagen?

Eben, und das ist einfach zu lange.
Ein Student sollte mit 25 sein Dimplom in der Tasche haben, das sollte der Regelfall sein.
Alles andere ist nicht mehr hinnehmbar, die Studenten sollten mehr für sich einfordern.
Geschmacksfrage. Ich persönlich tendiere sowieso richtig Wissenschaft, die gewünschte Ausbildung ist da mit dem Diplom noch lange nicht abgeschlossen. Eine Verkürzung der Ausbildungszeit zu lasten der Inhalte brächte also keine Vorteile.
In berufsorientierten Bereichen mag das anders sein, aber dafür gibt es imho Fachhochschulen, die z.T. deutlich kürzere Studiengänge angeboten haben und das auch auf Basis von Fachabitura. Da war auch ohne Bachelor ein hochwertiger Abschluss mit 24 möglich.

Nicht wenn du in Staatsdiensten stehst. :P
Bundeswehroffiziere gehen mit 55 in Pension.

Du sprachst von der Dauer eines Arbeitslebens.
Das ist in meinen Augen irgendwie mit Nutzen verbunden, also fallen viele Staatsbedienstete und insbesondere Bundeswehrangehörige ja wohl komplett raus :P
(ausgenommen die am SchiffsMed :ugly:)

Hmm, ich spame fleißig.... :schief:
Schreibe viel und sage dadruch wenig... ;)
Ich glaube, ich bin Schriftsteller. :D

Das ganz sicher. Hier ging es aber um freie Journalisten. Dafür musst du deinen Spam noch so gestalten, dass Chefredakteure drauf aufmerksam werden ;)

So etwas ist durchaus auch eine Auswirkung des Studiums - auch etwas, was die Unis angehen müssen. Das man es nicht 100%ig hinkriegen wird ist klar, aber auch die Uni muss ihren Teil dazu beitragen, dass das Studium erfolgreich abgeschlossen wird.

Dafür brauchen die Unis aber die passenden Rahmenbedingungen.
Zum Teil sind Probleme hausgemacht - aber man fragt sich auch, wieso ein Ozeanograph sich mit Verwaltungsbürokratie auskennen sollte? Oder warum er seine (teuer bezahlte) Zeit damit verbringen muss, wenn es auch eine (wesentlich günstigere) Sekretärin erledigen könnte?
Das gleiche gilt für Selbstvermarktung aka Anträge schreiben. Den Unis wird schlichtweg das Geld für das Personal gestrichen, dass das nötig wäre, um einen koordinierten Ablauf zu garantieren.
Umgekehrt macht es die Politik aber auch unmöglich, einen flexiblen, lockeren Ablauf aufrechtzuerhalten, in dem unvermeidbare Probleme kompensiert werden können.
 
Noch son Ding und du kannst dir jede beliebige Koalition aus deinen Gesichtsfarben zusammenstellen
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"B" war schon mal gut, danach gings aber ganz steil bergab.

Biologie. :D

Wieso soll eine (Nicht-)Student für Dinge zahlen, die die Uni z.T. selbst verursacht oder die ihr keinen Schaden zufügen?

Nicht solange Pause gemacht wird, aber wenn das Studium wieder ansteht.

Meine Freundin gehört zu "den anderen" und abgesehen davon, dass es in z.B. Politologie natürlich leichter ist, den Sinn zu verlieren (gibts da einen? :devil:), insbesondere wenn man mehr mit der Instituts- bzw. Studentenverwaltung beschäftigt ist, als mit Inhalten, kann ich deine Aussage nicht bestätigen. Insbesondere Lehrämtler sind nach meiner Erfahrung sogar noch mit die aktivsten. (was aufgrund mangelnder Studierbarkeit von Lehramtsstudiengängen nicht unbedingt für ein schnelles Studium bürgt - aber zumindest für ein stressiges, arbeitsaufwendiges)

Dann stellt sich wie immer die Frage, wie man derartige Studiengänge beschleunigen kann, damit eine Lehrkraft nicht erst mit Mitte 30 in den Job einsteigt und dann erkennen muss, dass sie schlecht bezahlt oder als "Springer" ausgenutzt wird.

Bei uns sind, mit etwas Glück immerhin 2+1 Jahr möglich - halt Projektlängen.
Ist aber trotzdem sehr problematisch, wenn sich diese Stellen über ganz Norddeutschland verteilen und man somit immer damit rechnen muss, in 2 Jahren umziehen zu müssen.

Was schon sehr gut ist, ich kenne Projektlängen von einigen Monaten. Ein Bekannter von mir ist so ein Fall. Aber was studiert er auch Teilchenphysik. :D
Ist doch nichts Halbes und nichts Ganzes, eben nur ein Teilchen. :lol:

":daumen:"? Okay, es tropft nicht von der Decke (d.h.: meistens) und die Heizung geht. Aber es gibt mehr als genug ":daumen2:"

Mit kennen meine ich, dass ich auch schon mal da war. :D
Verdammt, am Ende sind wir uns noch über den Weg gelaufen. :klatsch:
Ich habe dann sicher gesagt... "Verdammte Biologen, wollen immer als richtig machen und am Ende kommen die Genetiker". :ugly:

Bei uns wurde einer rausgeschmissen, der der Meinung war, die Präsentation abfotographieren zu müssen :ugly:

Bei uns war das mit den Fotos schon recht normal. Diktiergeräte sind auch Standard gewesen.

Aber Kosten für Schüler fallen zu 100% auf die Eltern zurück, ohne spezifische Unterstützung. Da gibt es keine alternative zur kostenfreien Schule.

Hmm, willst du das Lehrmaterial auch zur Verfügung stellen?
Dann müssten die Bücher aber regelmäßig erneuert und aktuallisiert werden.
Ich habe schon Bücher in Schulen entdeckt, die 20 Jahre alt waren. Aber Bücher in Physik, Chemie und so, also ist das Wissen darin schon völlig überholt.
Kein Wunder, dass die Schüler nicht den Wissensstand haben, den man annimmt oder vermutet oder erhofft. :schief:

Sämtliche Azubis, die ich kenne, können (oder könnten, wenn sie auf anderen Luxus verzichten würden und ihre Ausgaben auf das Niveau eines Studenten drosseln), mindestens 3 davon. Und ein eigenes Auto sollte imho nicht von Nöten sein.
(womit wir wieder bei Studiengängen wären, die Exkursionen in gut 20km Entfernung mit der Beschreibung "Bus: Keine Verbindung" als Pflichtveranstaltung durchführen, natürlich bei bestem norddeutschem "Sommer"wetter.)

Tja, aber der Ausbildungsplatz ist ja auch nicht immer gerade da, wo eine Bus- oder Bahnverbindung ist.
Viele Schulabgänger, bzw. Auszubildende sind schon 18, haben also wahrscheinlich einen Führerschein. Am Auto fehlt es sicher meist, aber hier würde es die Möglichkeiten des Sonsorings geben. :ugly:
Doch wie soll der Azubi das alles bezahlen?
Lass den mal in eine andere Stadt ziehen, wegen der Stelle. OK, er wird dort hinziehen, wo er ohne Auto auskommen kann, aber bei 400€ Kaltmiete, Energiekosten von... 200€, dazu Lebensmittel, Busfahrkarte oder so.... das wird mit einem Azubigehalt schon eng.
Sofern er nicht direkt bei Ackermann anfängt. :fresse:

Ein Azubi ist da auf die Eltern angewiesen, ebenso wie der Student. Ein Student kann nebenbei jobben (habe ich auch gemacht), aber dann ist das schon sehr stressig.

Äh: Was willst du mir damit in Bezug auf die finanzielle Situation eines Studenten sagen?

Dass der Studienabgänger mit Diplom in der Tasche mehr Knete abgreifen wird als der Auszubildende, der seinen Gesellenbrief in der Tasche hat.
Dafür hat er auch studiert, keine Frage, da kann er auch mehr verdienen, aber wie ist das Verhältnis vom Anwalt zum Arbeitet?
Wie war es früher?
(ich habe leider keine Ahnung oder Zahlen :ka:)

Geschmacksfrage. Ich persönlich tendiere sowieso richtig Wissenschaft, die gewünschte Ausbildung ist da mit dem Diplom noch lange nicht abgeschlossen. Eine Verkürzung der Ausbildungszeit zu lasten der Inhalte brächte also keine Vorteile.
In berufsorientierten Bereichen mag das anders sein, aber dafür gibt es imho Fachhochschulen, die z.T. deutlich kürzere Studiengänge angeboten haben und das auch auf Basis von Fachabitura. Da war auch ohne Bachelor ein hochwertiger Abschluss mit 24 möglich.

Klar, ich bilde mich auch immer weiter, kann nicht schaden, aber das mache ich jetzt eher privat und mit meinem Job kann ich das sehr gut finanzieren.

Das ganz sicher. Hier ging es aber um freie Journalisten. Dafür musst du deinen Spam noch so gestalten, dass Chefredakteure drauf aufmerksam werden ;)

Och... daran kann ich noch ein wenig feilen, aber wenn ich so einige journalistische Arbeiten sehe, dann habe ich schon ein besseres Niveau erreicht.
Zumindest manchmal. :P
 
Kann man?
Nicht als Einzelperson. Und die Masse an meiner Uni nimmt sich keine Zeit, um über sowas auch nur nachzudenken. Bei Wahlbeteiligungen von unter 20% ist klar, dass die Parteiorganisationen den Ton angeben.
Zwar haben dann in der Mehrheit diejenigen drunter zu leiden, die was hätten machen können - aber ich seh nicht so ganz ein, warum ich mir in der Fachschaft den Arsch aufreiße und dann noch als Kollateralschaden ende :(
Kann man - so man will. Und die Zeit dafür hat. Ist genau dasselbe wie in der Politik. Zum Glück kann ich mich an meiner Uni nicht beschweren, auch haben wir keine Parteiableger im Asta ;)

Noch son Ding und du kannst dir jede beliebige Koalition aus deinen Gesichtsfarben zusammenstellen
full

"B" war schon mal gut, danach gings aber ganz steil bergab.
Welches schönes Fach beehrst du denn dann mit deiner Anwesenheit?

Dafür brauchen die Unis aber die passenden Rahmenbedingungen.
Zum Teil sind Probleme hausgemacht - aber man fragt sich auch, wieso ein Ozeanograph sich mit Verwaltungsbürokratie auskennen sollte? Oder warum er seine (teuer bezahlte) Zeit damit verbringen muss, wenn es auch eine (wesentlich günstigere) Sekretärin erledigen könnte?
Das gleiche gilt für Selbstvermarktung aka Anträge schreiben. Den Unis wird schlichtweg das Geld für das Personal gestrichen, dass das nötig wäre, um einen koordinierten Ablauf zu garantieren.
Umgekehrt macht es die Politik aber auch unmöglich, einen flexiblen, lockeren Ablauf aufrechtzuerhalten, in dem unvermeidbare Probleme kompensiert werden können.
Natürlich sind die Probleme hausgemacht. Die Politik spart sich die Millarden an Hochschulgeldern, weil diese sowieso unnütz sind (heißt: Die Ergebnisse einer besseren Hochschule zeigen sich frühestens 5 Jahre später, bis dahin ist derjenige eh abgewählt). Stattdessen wird das Geld lieber in "aktuelle" Baustellen wie Banken oder Opel gesteckt, mit denen man sich selbst schmücken kann und zeigen kann, wie toll man ist. Solange die Bildung quasi ein politischer Selbstbedienungsladen ist, den man umsonst plündern kann und jedes Mal aufs neue versprechen kann, das alles besser wird, wird sich nichts ändern.

Ich bin wirklich gespannt, was sich CDU/FDP hier in NRW überlegen, wo bald hier die Wahlen sind.
 
Welches schönes Fach beehrst du denn dann mit deiner Anwesenheit?

Ich habs erwähnt. :D
Ich bin sowas von gut...

Jeder mag mich sehr, ich bin überall beliebt....

Jeder möchte mir etwas sagen...

Natürlich sind die Probleme hausgemacht. Die Politik spart sich die Millarden an Hochschulgeldern, weil diese sowieso unnütz sind (heißt: Die Ergebnisse einer besseren Hochschule zeigen sich frühestens 5 Jahre später, bis dahin ist derjenige eh abgewählt). Stattdessen wird das Geld lieber in "aktuelle" Baustellen wie Banken oder Opel gesteckt, mit denen man sich selbst schmücken kann und zeigen kann, wie toll man ist. Solange die Bildung quasi ein politischer Selbstbedienungsladen ist, den man umsonst plündern kann und jedes Mal aufs neue versprechen kann, das alles besser wird, wird sich nichts ändern.

Gerade Bildung und dessen Ergebnisse sind sehr langwierig. Aber dass Politiker leider immer nur bis zur nächsten Wahl denken, ist auch kein Geheimnis.
Hat man schön im Sommer gesehen, als die Renter ihren Kuchen abbekommen haben, so von wegen keine Rentenkürzung mehr.
Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass es in den nächsten 10 Jahren sicher keine Rentenerhöhung mehr geben darf (Betonung ist "darf". Aber wenn 2013 Wahlen sind.... :ugly:)
 
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