Steuern und Finanzen

Und doch würdest du nicht darauf verzichten wollen.
Ganz ehrlich - würde man mir 90% meines Einkommens das ich jetzt habe auszahlen ohne dass ich arbeiten müsste, müsste ich auf gar nichts verzichten. Der Betrag würde reichen um genauso weiter zu leben wie vorher (mit einem Auto weniger in der Familie), ich könnte auch alle Versicherungen, rente usw. selbst weiter einzahlen (ja, auch den Arbeitgeberanteil davon der wegfiele). meine Rücklagen würden ausreichen um das zu machen bis ich im Rentenalter bin wenn nichts unvorhersehbares passiert.

Auf welcher Grundlage diskutiert man hier dann?
Auf diversen rechnungen und Fallbeispielen die hier gezeigt wurden aus denen klar wird, dass es Fälle von staatlicher Lebensunterhaltsversorgung gibt, die in einer Größenordnung sind dass Leute diese Lebensweise der Arbeitssuche vorziehen - und man ihnen das nicht vorwerfen kann.

Man muss es auch so sehen: Menschen die in solchen Situationen sind sind in der Mehrzahl, völlig ohne das wertend oder böse zu meinen, wahrscheinlich nicht die super ausgebildeten Fachkräfte. Daher ist die Aussicht wenn man arbeiten gehen wollte einen Job zu finden der gut bezahlt ist auch entsprechend sehr klein - was die Differenz von mehr Geld durch Arbeit gegenüber Geld durch nixtun nochmal kleiner macht.

Und die ganzen Dinge die du anführst mit Renten, Versicherungen, Ernährung, Rücklagen - das sind alles Sachen die "selbstbestimmtes, langfristig planendes Leben" sind. Es gibt viele leute die können sowas nicht und WOLLEN das auch nicht. Ohne jede Planung, Gedanken, verantwortung usw. jeden Monat Geld zum leben zu bekommen ist, auch wenns weniger ist als die Alternative, für viele Leute die angenehmere Lebensweise. Und das ist sie deswegen weil die Höhe der Zuwendungen in ihrer Gesamtheit (das ist meine persönliche Meinung) in unserem Sozialstatt einfach zu hoch ist. Das soll nicht heißen dass man diesen Leuten nicht helfen soll, nur ist das generelle Hilfelevel von allem was ich in meinem Umfeld dahingehend erlebe (ich habe auch eine verwandte Person die ewig im Bürgergeld/Hartz ist - und damit seit 10+ Jahren so gut lebt dass jemand der es nicht weiß es gar nicht so einfach bemerken würde) und welche Fälle sonst so geschildert werden einfach zu hoch.
 
Willst mich gerade veräppeln oder?
Eigentlich nicht, hatte andersrum den Eindruck.

Ich spreche doch gar nicht davon, dass das Beispiel repräsentativ für alle Bürgergeldempfänger sei. Hab ich schon zig mal so gesagt, jetzt schon wieder. Aber es ist ein reales Beispiel, das in die Betrachtung mit rein gehört.

Abgesehen davon ist meiner Meinung der Lohn - Sozialhilfeabstand mitunter viel zu gering. Wenn ich für 25% weniger Geld 100% mehr Freizeit (die 25% weniger lassen sich ggf. mit dem ein oder anderen Nebenverdienst ausgleichen) habe, ist der Anreiz, wieder rauszukommen, sobald man es sich da eingerichtet hat, nicht wirklich mehr vorhanden.

Ein wirklich wirksames Mittel wäre, dass jede/r arbeitsfähige Bezieher/in von Sozialleistungen auch 40h pro Woche von zuhause weg und irgendwas arbeiten muss. Im Kindergarten vorlesen, Senioren beim Einkaufen unterstützen, Müll aufsammeln, Straßenschilder säubern, Defekte am öffentlichen Eigentum aufnehmen, ...

Ich denke, alleine das würde einen viel größeren Anreiz setzen, sich selbst aus dieser auch für einen selber misslichen Lage herauszumanövrieren.

Die meisten Bezieher von Bürgergeld wären davon ja gar nicht betroffen, diese kümmern sich ja laut einhelliger Meinung im Thread sowieso darum, wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Und diejenigen, die das soziale Netz in Deutschland wirklich ausnutzen, die brauchen es aus meiner Sicht nicht so bequem zu haben. Denn die bringen ein an sich gutes und von der Zielrichtung wichtiges System in Verruf.

EDIT:
Argh, im unteren Lohnbereich ist sogar nur 15% Abstand drin.
Wer geht den für 15% Mehr 100% Arbeiten? Wenn er nicht sowieso die Einstellung hat, sich selbst versorgen zu wollen (zum Glück ein Großteil der Bürger im Land, sonst würde das alles schon nicht mehr funktionieren)?
 
Zuletzt bearbeitet:
Und diejenigen, die das soziale Netz in Deutschland wirklich ausnutzen, die brauchen es aus meiner Sicht nicht so bequem zu haben.
Kürzen wir das mal ab, ist mir auch zu anstrengend gleichzeitig eine Diskussion mit zwei Personen zu führen, da ihr beide ja Inhaltlich ungefähr auf derselben Wellenlänge seid.

Die Prozentangaben von den Menschen auf die ihr euch bezieht sind euch bekannt oder?
Darauf bezogen geht in sämtliche Kommentarbereiche von irgendwelchen Klatschwebseiten, bzw Springerseiten, wie dann so die Allgemeine Stimmung ist und da null differenziert wird, Stimmung gemacht wird und das ganze wird von der Politik natürlich noch befeuert.
So ist die Öffentliche Meinung, da heißt es nur: Ah ja, Bürgergeldempfänger, sollen lieber mal arbeiten gehen, alles faule Schweine.

Faktenbasiert ist da schon lange nichts mehr, sonst hätte man solche Diskussionen nicht.
Ich habe auch keine Ahnung was man da für Bürgergeldempfänger kennt, die davon super Leben können. Ich als kranker Mensch der in diesem System seit ~ 10 Jahren ist, kann es nicht.
 
Und was ändert das?
Das man ehrlich und faktenbasiert miteinander diskutieren kann.
Natürlich ist das Populismus.
Seufz. Ok, Fakten ansprechen ist Populismus, ich hab es nun verstanden und werde in der Argumentation nur noch gefühlte Wahrheiten vorbringen.
Den Bürgergeldempfängern das Geld streichen? Bekommt irgendein Mindestlohnempfänger einen Cent mehr Gehalt?
Ich würde alle Bürgergeldempfänger die (teil)arbeitsfähig, von zuhause raus und arbeiten (dazu zählt auch das Schreiben von Bewerbungen, Bewerbungsgespräche, Weiterbildungen, ...) schicken. Keiner dürfte es sich zuhause bequem machen, wenn er nicht krank ist. So wie alle arbeitenden Menschen auch.
 
Das man ehrlich und faktenbasiert miteinander diskutieren kann.
Wegen Ausnahmefälle0?
Seufz. Ok, Fakten ansprechen ist Populismus, ich hab es nun verstanden und werde in der Argumentation nur noch gefühlte Wahrheiten vorbringen.
Selbstverständlich ist es Populismus, wenn du Ausnahmen als Normalität darstellst und den Leuten erklärst, dass alle zu viel Geld bekommen und man das sofort alles streichen soll.
Ich würde alle Bürgergeldempfänger der (teil)arbeitsfähig, von zuhause raus und arbeiten (dazu zählt auch das Schreiben von Bewerbungen, Bewerbungsgespräche, Weiterbildungen, ...) schicken. Keiner dürfte es sich zuhause bequem machen, wenn er nicht krank ist. So wie alle arbeitenden Menschen auch.
Es gibt nur nur ein paar Tausend, die sich verweigern, aber mal wieder alle als faul und unfähig hinzustellen. Widerlich.
 
Ich habe auch keine Ahnung was man da für Bürgergeldempfänger kennt, die davon super Leben können.
Leider zwei meiner Tanten, die kommen gut klar. Machen mal hier mal da einen Job, in dem sie sich nicht lange halten. Und haben sich ansonsten sehr gut in der Sozialhilfewohnung eingerichtet. Als die Kinder noch zuhause waren, war es sogar von staatlicher Seite noch besser. Jetzt geben die Kinder hin und wieder noch einen Zuschuss, wenn das Geld für dies oder jenes doch nicht komplett reicht. Aber ansonsten vegitieren die Damen zuhause vor sich hin und wurden dadurch erst psychisch krank, und dann über Jahre dann völlig arbeitsunfähig.
Mein Onkel hat damals schon versucht, das der einen von Anfang an arbeitsunwilligen klar zu machen, das sie auf seine Kosten nix macht. War ihr aber wurscht.
Ich als kranker Mensch der in diesem System seit ~ 10 Jahren ist, kann es nicht.
Das erklärt auch, warum du dich persönlich angegriffen fühlst. Dabei geht es doch genau darum, Menschen die das System ausnutzen, dazu zu bewegen, es nicht mehr zu tun. Ob du das System ausnutzt, weißt nur du. Wenn du krank bist, aus meiner Sicht nicht.
Selbstverständlich ist es Populismus, wenn du Ausnahmen als Normalität darstellst und den Leuten erklärst, dass alle zu viel Geld bekommen und man das sofort alles streichen soll.
Wo mach ich das? Ein Zitat, wo ich das mache. Ausnahmen als Normalität hinstellen. Bitte, zitieren.
 
Die Prozentangaben von den Menschen auf die ihr euch bezieht sind euch bekannt oder?
Wenn es so wenige sind wäre es doch umso einfacher, das System so umzugestalten dass die wegfallen?
Dann gäbs doch für die faule-schweine-Meinung (die übrigens hier niemand erwähnt hat außer dir) gar keine Grundlage mehr? :ka:

Ich habe auch keine Ahnung was man da für Bürgergeldempfänger kennt, die davon super Leben können.
Persönlich: Beispielsweise meine Schwiegermutter. Deren Leben hat sich seit ehemals Hartz praktisch nicht verändert. Sie wohnt immer noch in der gleichen Wohnung, isst dasselbe Essen, macht die gleichen Dinge den Tag über, fährt den gleichen Kleinwagen und so weiter. Nur dass sie nicht mehr wie früher 3x die Woche das Bäckerauto fährt weil sich das für die paar Euro mehr nicht lohnt.

wenn du Ausnahmen als Normalität darstellst und den Leuten erklärst, dass alle zu viel Geld bekommen und man das sofort alles streichen soll.
Er hat nichts davon getan. Niemand redet von Normalität und keiner will "sofort alles streichen". Das sind nur eure Verteidigungskampfreflexe auf das Thema.
Habt ihr denn wirklich gar keine Ideen außer "Populismus" zu schreien und von "faulen schweinen", "alles streichen" usw. zu faseln was nie das Thema war?

Niemand will beispielsweise @Godslayer666 irgendwas streichen wenn er Unterstützung bekommt in Krankheit. Das ist ja nicht "ausnutzen". Ich unterstelle auch meiner genanten Schwiegermutter keine Ausnutzung des Systems, sie verhält sich nur nachvollziehbar logisch weil das System so ist wie es ist. Die Unterstützung ist so hoch, dass sie nicht arbeiten geht obwohl sie könnte und es getan hat einfach weil es sich nicht im Geringsten lohnt. Und das sollte man ändern. Nicht weil ich meine Schwiegermutter als "faul" ansehe sondern weil am System was faul ist dass sowas funktioniert.
 
Das erklärt auch, warum du dich persönlich angegriffen fühlst.
Ich fühle mich nicht angegriffen, nur würde ich mir tatsächlich eine Faktenbasierte Diskussion wünschen und die gibt es schon seit über 10 Jahren nicht mehr.

Abschließend noch bezugnehmend auf dein gepostetes Beispiel: https://www.infranken.de/ratgeber/k...r-staat-gehen-milliarden-verloren-art-6206108

Wo Bürgergeldmissbrauch einen Schaden von etwa 260 Millionen Euro darstellt, sollen durch "aggressive Steuergestaltung" Superreicher und Schwarzarbeit im Allgemeinen Steuerhinterziehungen zwischen 75 und 125 Milliarden Euro stattfinden, so ein Bericht des FOCUS.
Da liegt das größte Problem und bei Lohngestaltung im Allgemeinen und nicht bei den Sozialleistungen.

Was allerdings nur einen Bruchteil ausmacht. "Jeder der 34.600 Fälle hinterzog im Schnitt 72.000 Euro Steuern, wofür er 400 Euro Geldstrafe und 15 Tage Freiheitsstrafe bekam", erläutert der FOCUS in einem Bericht aus dem April 2025. Doch anstatt hier anzusetzen, will die Politik die Regelungen für den Erhalt von Sozialleistungen verschärfen. Teils ist sogar die Rede von der Abschaffung des Bürgergeldes.
Nach unten treten kann so einfach sein.

edit:
Dann gäbs doch für die faule-schweine-Meinung (die übrigens hier niemand erwähnt hat außer dir) gar keine Grundlage mehr?
Bitte genau lesen, ich schreibe von Öffentlicher Meinung.
 
Naja, so wie oben Populismus geschrien wurde könnte man halt jetzt Whataboutismus schreien.
Ja Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit ist doof und der Betrag ist höher - hat aber mit dem Bürgergeldthema halt gar nix zu tun.
 
Er hat nichts davon getan. Niemand redet von Normalität und keiner will "sofort alles streichen". Das sind nur eure Verteidigungskampfreflexe auf das Thema.
Habt ihr denn wirklich gar keine Ideen außer "Populismus" zu schreien und von "faulen schweinen", "alles streichen" usw. zu faseln was nie das Thema war?
So wird das aber oftmals in Medien und sozialen Netzwerken dargestellt. Auch im Fernsehen von manchen Politikern.
Und natürlich von Wirtschaftsvertretern.
Alles Anspielungen dass das Bürgergeld zu hoch ist und Bürgergeldempfänger per se faul.
Damit wird Neid erzeugt gegenüber anderen Bevölkerungsgruppen.
 
@Godslayer666
Es ist bei hunderten Abgeordneten und vielen Millionen Beamten durchaus möglich mehrere Problem gleichzeitig anzugehen, also (Reihenfolge willkürlich):

1) Steuerrecht so gestalten, dass wirklich Vermögende (Unternehmen, Erben, Einkommensbezieher, ..) auch tatsächlich Steuern zahlen - dazu hatte ich auch in diesem Thread vielfach Inhalte gepostet
2) Steuerhinterziehung gehört ganz klar bestraft - eine Vereinfachung des Steuerrechts und die Streichung von Ausnahmetatbeständen und legale Umgehungsmöglichkeiten würde den Nachweis wesentlich leichter und effizienter machen
3) Sozialmissbrauch - dort wo er passiert, auch der gehört sanktioniert und effizient (eben mit einer - du bist arbeitsfähig, raus von zuhause wenn du staatliche Leistung beziehst - Einstellung) bekämpft
4) Schwarzarbeit - auch das gehört entsprechend bekämpft und systematisch erschwert
5) Digitalisierung
6) Effizienz und Verschlankung der Verwaltung
7) Abschaffung unnötiger Regelungen
8) Investition in Wirtschaftswachstum
9) Herstellung der Verteidigungsfähigkeit
10) Investition in Infrastruktur
11) Rentenreform
12) ...
Gut, dann haben wir keine Diskussionsgrundlage mehr.
Steigst du das dritte Mal aus der Diskussion aus, um dann kurz danach wieder zurückzukehren? Eine Diskussion, die Fakten nicht zulässt, hat - wie erwähnt - tatsächlich keine Diskussionsgrundlage mehr.
 
Lese zwischen den Zeilen.
Es würde helfen, auch die tatsächlich geschriebenen Zeilen zu lesen und zu besprechen, und nicht nur den vermuteten Zwischenraum, der übrigens schon mehrfach erklärt wurde, dass exakt das was du interpretierst, nicht gemeint ist. Aber das passt nicht ins Weltbild. Wer sagt, es gibt auch am Bürgergeld was nachzujustieren, der MUSS alle Bürgergeldempfänger für faul und Sozialschmarotzer halten. Es KANN gar nicht anders sein. Ein differenzierter Blick ist unmöglich, es gibt nur diese zwei Seiten.

Auf dein anderes Stöckchen darf wer anderes anspringen, mit dem rechtsradikalen Verein hab ich nix am Hut. 🤣
 
Auf dein anderes Stöckchen darf wer anderes anspringen, mit dem rechtsradikalen Verein hab nix am Hut. 🤣
Du nimmst aber deren Narrative. Natürlich bekommt die Familie viel Geld. Mieten sind aber in der Region hoch und daher ist das angemessen. Soll die Familie extra umziehen? Es gibt eine Menge, die nicht die gesamte Miete bezahlt bekommen und den Rest selbst zahlen müssen.
 
Ich würde alle Bürgergeldempfänger die (teil)arbeitsfähig, von zuhause raus und arbeiten (dazu zählt auch das Schreiben von Bewerbungen, Bewerbungsgespräche, Weiterbildungen, ...) schicken. Keiner dürfte es sich zuhause bequem machen, wenn er nicht krank ist. So wie alle arbeitenden Menschen auch.
Teils Arbeitsfähig. Stell mir bitte einen Arbeitgeber vor der die Ü40 + noch einstellt. Ich sehe das häufiger, das Menschen in diesem Alter A.) keine Antwort bekommen oder B.) Aufgrund von Altersdiskriminierung abgelehnt werden!

Dann heißt es: Wir brauchen dringend (billige Arbeitskräfte) aus dem Ausland, während die Wirtschaft in Deutschland schrumpft. https://www.ey.com/de_de/newsroom/2024/11/ey-industriestandort-deutschland-november-24

Tendenz steigend!

Dann haben wir noch die behinderten Menschen, die ebenfalls im Leistungsbezug mit einbezogen werden.

Weiterbildungen? Wenn das Geld für so ein vorhaben beim Jobcenter oder der Agentur mehr und mehr gestrichen wird.
https://www.bagarbeit.de/themen/soz...ick-auf-die-bundesmittel-fuer-jobcenter-2025/

Und das ist noch nicht vorbei.
Es gibt nur nur ein paar Tausend, die sich verweigern, aber mal wieder alle als faul und unfähig hinzustellen. Widerlich.
Das Lese ich die ganze Zeit in dieser Diskusion Raus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du nimmst aber deren Narrative.
Nö, Du unterstellst mir diese Narrative. Ich habe und werde diese Story, die du behauptest, so niemals erzählen. Die findest du laufend "zwischen den Zeilen", ohne die Zeilen zu lesen, die ich tatsächlich schreibe.
Soll die Familie extra umziehen?
Klar, warum denn nicht. Musstest du schonmal wegen einem Arbeitsplatzwechsel umziehen? Ich schon zigmal, mit Familie. Fragmal Soldaten, wie die das machen. Entweder umziehen, oder Wochenendbeziehung.
Teils Arbeitsfähig. Stell mir bitte einen Arbeitgeber vor der die Ü40 + noch einstellt. Ich sehe das häufiger, das Menschen in diesem Alter A.) keine Antwort bekommen oder B.) Aufgrund von Altersdiskriminierung abgelehnt werden!
Und deswegen unterstellst du z.B. mir, dass ich behaupte Bürgergeldempfänger seien faul?
Das Lese ich die ganze Zeit in dieser Diskusion Raus.
Wahrscheinlich zwischen den Zeilen, oder?

So, nochmal ganz klar inhaltlich:
Findest du es richtig, dass Menschen, die von Sozialleistungen leben, zuallererst mal selbst dafür verantwortlich sind, sich schnellstmöglich wieder aus dieser Situation zu befreien (so sie denn nicht krank und damit vollständig arbeitsunfähig sind)?
Oder ist es vielmehr Staatsaufgabe, jedem Menschen einen für ihn angemessenen und akzeptablen Job zu verschaffen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich selbst bin doch ein gutes Beispiel für das Bürgergeld. Bin behindert, GdB 50, soll laut Jobcenter nicht mehr als 3 Std. täglich arbeiten, und arbeite heute von 15:00 - 22:30 Uhr, vermutlich Kasse 2 in meinem Rewe. D.h. körperlich schwere Arbeit, wenn ich Ware auspacke, und man muss an der Kasse sehr konzentriert sein. Ich bekomme 14€ die Stunde. Die ersten 100€ sind anrechnungsfrei, von den nächsten 500€ zieht dass Jobcenter 80% ab, und alles danach 90%. Von dem Geld was Rewe mir zahlt, darf ich durchschnittlich ~1,30€ behalten.

Als behinderte Teilzeitkraft bin ich nicht faul, erarbeite einen Großteil meines Einkommen selbst, und bin auch nicht eifersüchtig auf eine Familie mit 5 Kindern die 7000€ bekommt. Denn pro Kopf habe ich deutlich mehr Geld als die arme Familie.

Ich werde gleich an der Kasse wieder sehen, wie jeder 5. Kunde mit Pfandflaschenbons bezahlt, Kinder sich noch einmal Süßigkeiten leisten können, und alte Leute nur noch Geld für ein halbes Brot haben. Ich werde also ständig mit der Armut der Menschen konfrontiert.
 
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