Und, hat sich was in der Praxis durch das Urteil geändert?
Gibt es Demos, Klagewellen, Kündigungswellen?
Ich sehe das alles nicht, kommt mir wie ne Phantomdiskussion vor.
Ist es gerecht, dass eine Wohnung für den einen 1000€ und für den anderen 2000€ kostet, nur weil diese in zwei unterschiedlichen Städten liegen?
Mir persönlich ist da zu viel Gleichmacherei um der Gleichmacherei willen drin.
Es hat doch jeder jetzt schon die Möglichkeit, sich für gleiche Löhne für gleiche Arbeit einzusetzen. Macht jeweils euren Lohn transparent, hängt den an die Bürotür, stellt den ins Internet, geht nur zu Arbeitgebern, die absolute Lohntransparenz praktizieren oder gründet selbst einen Laden, der in diesem Sinne handelt.
Oder ist es doch nicht so relevant, dass es für einen selbst in Arbeit endet?
Mir persönlich ist es das Thema nicht, aber wenn es für euch so wichtig ist, kämpft doch dafür. Da wird dieser Thread aber weniger bewirken, dann doch eher das Vorleben der Lohnntransparenz im Unternehmen, das Gespräch mit dem Arbeitgeber, das Wirken im Betriebsrat oder in Gewerkschaften oder wie gesagt das konkrete Handeln als Unternehmer, der das Prinzip Lohnntransparenz in die Tat umsetzt und so als leuchtendes Beispiel höchst motivierte Mitarbeiter gewinnt, denen Lohntransparenz sehr wichtig ist.
Zum Glück haben wir diese Freiheiten alle in Deutschland. Und wenn das am Markt gefragt ist, wird es sich auch durchsetzen.
Ich meine das übrigens absolut ernst, jeder hat doch die beschriebenen Mittel, sich aktiv dafür einzusetzen. Bis hin, in die Politik zu gehen und die Gesetze entsprechend zu ändern. Nur ist das alles sehr anstrengend, ohne Erfolgsgarantie und dauert richtig lange.
Da es diese Bewegung kaum gibt, ist meine Einschätzung, das hat kaum gesellschaftlichen Stellenwert momentan. Aber den dürft ihr ja aktiv ändern, vielleicht hilft es ja und bewegt etwas positiv.