Wobei das Ausmaß hier in Deutschland schon exorbitant hoch ausfällt. Ich persönlich sehe da viel Einsparpotenzial.
Ich ebenso. Bürokratie ist aber nicht allein staatlich, sondern fällt auch in Unternehmen an, wo es Richtlinien und all das gibt. Sicher gibt es da einige sinnvolle, aber auch viel Schwachsinn.
Schauen wir einmal wie sich Musk in den USA macht, was Einsparungen diesbezüglich angeht, vielleicht schaut sich dann die zukünftige Regierung das ein oder andere noch ab.
Das wichtigste meiner Meinung nach ist, vom Verwalten mehr zum Machen zu kommen. Klar, bspw. ein kaputter Fahrstuhl ist nicht so schnell geflickt wie das Schild drangeklebt, aber nur weil das Schild dran ist, funktioniert er nicht einfach. Stattdessen hat irgendjemand seine Zeit damit vergeudet, das Schild mit 'außer Betrieb' zu drucken, zu laminieren und dranzukleben.
Wenn man das weiter spinnt, geht eine ganze Menge Arbeitsleistung für so einen Kram drauf und ich denke, das ist u.A. der Ansatz, den Musk da verfolgt.
Ich werfe mal 100.000 € in den Raum. Zu hoch? Zu niedrig? Und warum?
Zu niedrig.
Gut, 100.000€ sind nicht so schnell erwirtschaftet. Ich müsste mit einem Einkommen recht nahe am Median ein, zwei Jahrzehnte sparen, um dahinzukommen. Aber es wird ja nicht ohne Grund gespart und wenn man das Geld mal hat, dann sehe ich auch wenig Grund, dass die spärlichen Zinsen dann schon besteuert werden.
Nun wird das Geld über die Jahre immer weniger wert, da würde ich dem Sparer nicht an die Zinsen gehen. Genau deshalb bekommt Habeck wieder eine Hasswelle. Gut, meiner sehr persönlichen Meinung nach hat er die auch verdient, aber bleiben wir neutral.
Stattdessen würde ich erst da an Kapitalerträge gehen, wo man sich schon außerhalb der üblichen Maße des Durchschnittsdeutschen bewegt. Spontan würden mir da die halbe oder die volle Million einfallen.
Wenn man sich als Moralapostel durch die Welt bewegt, was ja nicht nur Politiker sondern auch Touristen mal gerne tun, dann muss man sich daran auch messen lassen. Ist halt keine Einbahnstraße.
Gut, dass ich keiner bin.
Jegliches Einkommen sollte gleich behandelt werden.
Nö.
Also, los, bitte, mach es und ziehe jedem pauschal 20% Steuern und noch mal 20% Sozialbeiträge ab, auch dem Geringverdiener. Da gehen dann die Leute auf die Barrikaden, aber bitteschon, nur zu.
Zusatzversicherungen werden verboten.
Dann läuft das schwarz ab. Ist auch ein guter Grund, um ins Ausland abzuhauen, wo es nicht so ist. Gerade für hochqualifizierte Fachkräfte, von denen man jetzt schon nicht genug hat, wenn man so manchen Aussagen glauben will.
Die Finanzierung erfolgt über eine Sozialsteuer und diese wird auf jegliches Einkommen angewendet. Krankengeld usw. werden pauschaliert und entsprechend den Leistungen des Bürgergeldes.
Die Rente auch?
Nun, ich erwarte zwar, dass das das schlussendliche Ergebnis sein wird, wenn der Verhältnis zwischen Empfängern und Einzahlern weiter kippt (oder die Einzahler machen irgendwann Randale), aber so einfach ist das nicht.
Ich gehe mit mit dem Gedanken, dass im Krankheits-, Arbeitslosen-, und schließlich auch Rentenfall so viel gezahlt werden soll, dass man was zu essen und ein Dach über dem Kopf hat.
Mehr aber auch nicht und da sehe ich persönlich die Leute selbst in der Pflicht, was aus ihrem Leben zu machen. Dementsprechend würde ich private Zusatzversicherungen eher bevorzugen.
Lass den Leuten die Eigenverantwortung, und sie können was aus ihrem Leben machen und schließlich die Früchte ihrer Arbeit ernten. Natürlich gibt es dann Verlierer, aber die gibt es bei jedem System und bis zu einem gewissen Grad ist das auch kein Problem.
Was tust Du dafür, dass das Kapital verzinst wird?
Er vertraut der Bank, wo er es angelegt hat, dass sie mit seinem Geld haushalten und es vermehren können.
Ich hab noch keine Zahlen von Habeck gelesen. Du?
Und da geht es schon los. Ehe man als Politiker irgendwelche Ideen ausspricht, sollte man sich vorher vielleicht mal mit paar Experten zusammensetzen und ein grobes Konzept erarbeiten, wie das am Ende aussehen könnte. Dann hat man auch einen Plan und erzählt nicht einfach nur, was man machen will.
Wenn man dann einen Plan hat, dann zieht man vielleicht auch nicht so einen Shitstorm auf sich. Gut, am Ende hilft es nichts gegen Leute, die einfach pauschal loshaiden und grundsätzlich dagegen sind. Gleichzeitig hätte man aber ein Konzept vorzuweisen.