Sich nicht von den hohen Wert erschrecken lassen, der wird idR eh durch den Leitungswiderstand begrenzt.
Die Sicherung hat übrigens eine Auslösekennlinie. Sprich, bei einem B16-Automat kann es bei 16,1A schon viele Sekunden, wenn nicht gar Minuten dauern, bis sie fliegt.
Oweia.....gefährliches Halbwissen.
Du hast schon Recht, das Sicherungsautomaten eine Auslösekennlinie haben. Aber deine genannten 16.1 A jucken einen 16 A Automaten mal rein gar nicht. Da wird im Regelfall, völlig unabhängig ob es jetzt ein H, L, B oder C16A Automat ist, rein gar nichts passieren. Du kannst selbst einen 16A Automat mit 18-19A belasten. Das dauert Ewigkeiten, bis da die thermische Auslösung zum tragen kommt. Bei 18, 19A wird es vermutlich gar bis zu 60 Minuten oder länger dauern, bis hier der Automat überhaupt auslöst. Ist zwar nicht schön, da die verlegten Leitungen, welche bei 16A meist einen Querschnitt von 1.5³ haben, stark belastet und somit mitunter sehr warm werden, aber trotzdem alles den Vorschriften entspricht. Problematisch bei solch hohen Lasten sind immer nur evtl. vorhandene Klemmstellen. Insbesondere solche, wo heutzutage nur noch Steckklemmen zum Einsatz kommen. Denn hier ist die Klemmverbindung lange nicht mehr so gut, wie bei es früher bei fest angezogenen Schraubverbindungen der Fall gewesen ist. Trotz Zulassung der Steckklemmen bis 16 A.
Das alles hat aber nicht im geringsten mit den Problem des TO zu tun. Hier kommt eher das Problem der elektronischen Schaltnetzteile zum Tragen. Solche elektronischen Schaltnetzteile haben im Moment des Einschaltens einen bis zu 10-fach höheren Einschaltstrom als der eigentliche Nennstrom. Das ist im Grunde nichts anderes als bei den elektronischen Vorschaltgeräten in Leuchtstofflampen. Auch hier ist der Einschaltstrom um ein Vielfaches höher als die eigentliche Stromaufnahme im Regelbetrieb. Und da sind die heute geläufigen B16A Sicherungen einfach mit überfordert. Denn durch den hohen Impulsstrom im Einschaltmoment reagiert die magnetische Schnellauslösung des Automaten. Für den Sicherungsautomaten stellt sich das dann so dar, als wenn im Stromkreis ein Kurzschluss besteht. Und da bei Kurzschlüssen (z.B. Körperschluss gegen Erde) ein sehr hoher Strom fließt (nur begrenzt durch den Schleifenwiderstand, muß der Sicherungsautomat in solchen Fällen gemäß Vorschrift innerhalb von 0.2s auslösen. Lt. Vorschrift liegt dieser Wert bei dem 5-fachen des Nennstromes des jeweils vorhandenen Leitungsschutzschalters. Also bei einem 16A Automat bei 80A.
Diese 80 A müssen in einem Stromkreis, welcher mit einem 16 A Automat abgesichert wird, im Kurzschlußfall auch wirklich erreicht werden. Das wird gewährleistet, wenn der Schleifenwiderstand nicht größer als 2.8 Ohm ist. Höhere Werte sind bei 16A nicht mehr zulässig, da dann die 80 A nicht mehr erreicht werden und somit die magnetische Schnellauslösung nicht mehr greift, sondern nur noch die thermische Abschaltung.
Diese 80 A werden aber durch elektronische Schaltnetzteile im Einschaltmoment locker erreicht. Insbesondere dann, wenn mehrere solcher Netzteile an eine schaltbaren Steckerleiste angeschlossen sind. Kein Wunder also, das hier dann die Sicherung rausfliegt. Abhilfe schaft hier nur wie schon erwähnt ein C16A Sicherungsautomat, da dieser träger im Anlauf ist. Ist so eine Steckerleiste dann gar noch schaltbar, dann garantiere ich, das der Schalter mittelfristig durch die hohen Einschaltströme das Zeitliche segnet. Denn dieser ist für solch hohe Ströme, auch wenn sie nur für Millisekunden auftreten, nicht ausgelegt.
Aber als Laie von solchen Arbeiten am Stromnetz die Finger weg lassen und solche Arbeiten bitte nur von ausgebildeten Fachkräften ausführen lassen. Ich hab da leider schon die haarsträubensten Konstruktionen gesehen, wo ich umgehend die E-Anlage aufgrund von Lebensgefahr außer Betrieb genommen habe. Mit Strom ist überhaupt nicht zu spaßen, da lebensgefährliche Fehler sich erst dann bemerkbar machen, wenn ist mitunter zu spät ist !