News Statt WhatsApp: Deutsche Messenger-Alternative ausprobieren

Dazu kommen weniger Technik-affine User wie z.B. meine Eltern ü70.
Meine, auch in dem Alter, kommen mit Signal klar.* Die Messenger sind sich alle sehr ähnlich, würde ich mal behaupten.
Evtl. kann mensch bei der Installation helfen. Aber schwierig ist die ja nun überhaupt nicht. Und die Nutzung ebenso wenig. Es liegt auch an den Familienmitgliedern. Insbesondere die Jüngeren sehe ich in der Verantwortung, da Anstoß zu setzen. Leider sind aber auch viele der Jüngeren bequeme Mainstream Anwender:innen und setzen bessere Datenschutz Alternativen selbst bei sich kaum um bzw. interessieren sich gar kaum für Datenschutz oder für Gefahren durch Big Tech, Monopole usw..
Auch hier im sogenannten Nerd-Forum kann mensch "billige" Ausreden dazu lesen, warum sie nicht auf Linux wechseln (wollen) teils nicht mal ausprobieren wollen.
An sich ginge viel mehr, wenn mensch denn wollte und bereit wäre, ein bisschen über den Tellerrand zu gucken.

*Edit: aber gut, es liegt eben nicht nur am Alter
 
Zuletzt bearbeitet:
Um mal zu der Technik zurück zu kommen:
Verstehe ich das richtig dass effektiv fremde Clients als Server der eigenen Chats dienen?
Also wenn ich eine riesige Datei hochlade müssen irgendwelche andere Nutzer nun den Platz dafür zur Verfügung stellen damit der eigentliche Empfänger auch an die Daten kommt wenn ich offline bin?
Ds hab ich mich auch gefragt. Und wie oft wird die Datei gespeichert? Man braucht ja Redundanz. Sonst löscht einer seinen Cache und die Datei ist weg? Oder hat grad keinen Empfang?
 
Interessant. Ich nutze schon seit Jahren kein WhatsApp mehr.
mein reden, seit fratzenbuch die gekauft hat benutze ich es nicht mehr. ist also schon länger so.
Open-Source und komplett P2P klingt eigentlich gut. Vermutlich wird es sich nie weit genug verbreiten, um zu schauen, wie gut das in der Praxis funktioniert.

Hast du Matrix auf dem Schirm? Das ist so die Richtung, in die ich im Moment überlege, wenn auch nur sehr entfernt.
gibt genug alternativen, ich habe telegram und vorallem threema. dummerweise nutzt das halt sonst irgendwie kaum jemand den man so trifft. matrix ist ja schon wieder endstufe, halt für leute die sich gleich ihren eigenen dienst bauen. die bundeswehr benutzt das im übrigen.
 
Ich nutze mit unterschiedlichen Leuten WhatsApp, Signal und Telegram. Drei Messenger reichen eigentlich und das ergibt sich dann dynamisch, mit wem ich wo rede. Ich sage den Leuten immer, sie können mich über diese drei Messenger erreichen und gebe meine Tel. Nr. und Telegram Namen.
Technikaffine und IT-Nerds nutzen eher Signal. Jemand, der seine Tel. Nr. nicht jedem geben will, nutzt Telegram. Alle anderen WhatsApp.
Telegram ist bei öffentlichen, themenbezogenen Gruppen am stärksten vertreten.
Hat alles sein für und wieder und ich sehe keinen Grund, neben diesen 3 Messengern noch andere zu nutzen. Damit deckt man 99,5 % aller Menschen ab. Und der Rest nutzt noch SMS. 😁
 
Telefon hat den Nachteil, dass es eine Echtzeit-Tonverbindung ist. Das heißt man braucht eine Umgebung, in der man über das Thema hörbar sprechen kann, die Gegenseite muss genau jetzt Zeit für das Anliegen haben, es wird implizit erwartet, dass man mögliche Antworten abwartet (und nicht direkt auflegt), was auch die Gefahr von festquatschen beinhaltet/erfordert, dass man seinerseits genau jetzt Zeit für alles hat, was die Gegenseite möglicherweise gerade besprechen möchte und selbst wenn man all diese zwischenmenschlichen Hindernisse auf gesellschaftlichem Wege aus dem Weg schaffen könnte, bliebe immer noch der Overhead: Anrufen, warten bis der andere rangeht. Eine Textnachricht schickt man dagegen einfach los und der Empfänger kann reagieren, wann es ihm passt. Diesbezüglich waren selbst SMS und PC-Messenger (ICQ,...) schon mal beliebter als anrufen.

Was ich nicht ganz verstehe: Wie eine Datenkrake für diese Art der Kommunikation so populär werden konnte, obwohl schlichte E-Mails nahezu den gleichen Funktionsumfang bieten, respektive anfangs sogar mehr konnten (mittlerweile sind sie bei Dateigrößen meist im Nachteil) und auf sämtlichen Whats-App-tauglichen Geräten (und noch wesentlich mehr!) nutzbar sind?



Ich bin ja in meiner Kommunikation eher Retro, aber ich glaube mich zu erinnern, dass Smartphones bei Nutzung der nativen Kommunikations-Apps, einen Großteil der offenen Kanäle in einem einheitlichen Feed pro Kontakt zusammenfassen können. Je kommerzieller der Backbone, desto schwerer wird das aber in der Regel, denn die Anbieter wollen ausdrücklich, dass man alles in ihrer App macht. Mit dem reinen Messanging lässt sich nicht direkt Geld verdienen, dass ist zu erheblichen Teilen Köder für das Drumherum – und die Anbieter wären schön blöd, dieses Druckmittel aus der Hand zu geben.
du hast sowas von recht. nachrichten verschicken ist halt asyncron und dadurch nutzerfreundlich. was ich jetzt aber nicht verstehe ich das mit den dateigrössen. sind die so klein? ioch nutze sowas ehr nicht und wenn ich es nutzen würde dann mit eigenem server, dateigrössen sind also da nicht das problem. meine beobachtung ist ehr das messenger die daten neu berechnen und videos zum beispiel erst mal verkleinern, email macht so ein mist nicht. wenn ich ein video in der grösse 2gb verschicken möchte wär das per mail doch kein thema?!?

aber warscheinlich kommt dann das verhalten der dau´s zum tragen, die nutzen irgendeinen free zeugs was nur 512kb kann :-P
das ist es wohl was du meinst.
Threema ist aus der Schweiz und kostet einmalig 6 Euro, geschenkt. Sieht auch noch aus wie Whats APP, was man aktuell nicht mal mehr mit der Beiszange anfassen sollte.
so teuer ist es geworden? ich habe das für ein oder zwei euro damals gekauft ^^
Volla (italienisch) heißt auf deutsch Fliegen. Aber wohin soll die Reise mit diesem Messenger gehen? Bin da nicht so überzeugt von. Sicherheit wird ja immer groß geschrieben...
am ende läuft es darauf hinaus das es kontrolliert wird. wir leben in einem echt üblen orwelschen system. im grunde ist 1984 vor vor gestern ^^

glaub mal nicht das es eine lösung aus deutschland geben wird.
 
Eine gute Entwicklung. Im Vergleich dazu würde mich mal interessieren, wie sich Threema unterscheidet. Der Messenger soll ja auch ziemlich sicher sein.
 
Wenn jetzt irgendeine Personengruppe in deinem Freundes- und Familienkreis nicht mitzieht beim Wechsel dann verlierst du und die den Anschluss aneinander.
Ist dass denn schlimm? Das passiert ja nur, wenn du der anderen Person nicht mal so viel wert bist, wie es Zeit kostet eine zusätzliche App zu installieren.
Ich würde gerne von heute auf morgen Whatsapp deinstallieren und zu z.B. Signal wechseln.
Dann tu das doch ganz einfach.
Bei meinen Eltern könnte ich das vielleicht noch hinbekommen aber wie erkläre ich meinem Vater das seinen Kegelclub nun nicht mehr erreicht ..?
Das passiert demnächst eh, davon ausgehend, dass die anderen Mitglieder im gleichen Alter sind.
Was ist mit Dienstleistungen die mittlerweile über Whatsapp geregelt werden wie z.B. Restaurantreservierungen oder Handwerkerkontakte ?
Die gehen auch übers Telefon, welches im gleichen Gerät verbaut ist, ebenso wie Email.
WhatsApp ist ja nur ein zusätzliches Angebot, mehr nicht.
Auf einiges kann man verzichten, auf anderes will man das vielleicht nicht.
Selbstbestimmung? Eine eigene Meinung? Rückrad? Nimm das bitte humorvoll auf, denn so ist es auch gemeint.
 
du hast sowas von recht. nachrichten verschicken ist halt asyncron und dadurch nutzerfreundlich. was ich jetzt aber nicht verstehe ich das mit den dateigrössen. sind die so klein? ioch nutze sowas ehr nicht und wenn ich es nutzen würde dann mit eigenem server, dateigrössen sind also da nicht das problem. meine beobachtung ist ehr das messenger die daten neu berechnen und videos zum beispiel erst mal verkleinern, email macht so ein mist nicht. wenn ich ein video in der grösse 2gb verschicken möchte wär das per mail doch kein thema?!?

Technisch wäre das meinem Wissen nach mit E-Mail möglich. Rein praktisch begrenzen aber viele Mail-Server die Annahme immer noch auf 16 MiB oder gar 12 MiB je Mail als hätten wie weiterhin 2005. Und man kann die Grenze nicht einmal beim Absenden sehen, sondern wird bestenfalls im Nachhinein über das Scheitern des Versands informiert – oder direkt als Spam aussortiert. Mich haben schon Hersteller um eine digitale Kopie eines Artikels gebeten und ich konnte den nicht in voller Qualität über E-Mail zusenden, weil das PDF zu groß war.

Ich fürchte auch, dass sich daran auch nichts mehr ändern wird. Einerseits geht E-Mail langsam den Weg von Fax und SMS, was Weiterentwicklung angeht, andererseits hat es als offener P2P-Standard halt ein Spam-Problem. Ein Server, der 2 GiB annimmt, kann extrem leicht von dritten gesättigt werden, da eine Überprüfung bei E-Mail erst nach Empfang möglich ist. Die Messenger dagegen nutzen ihre zentralisierten Überwachungsmöglichkeiten auch zur Missbrauchbekämpfung und können sich entsprechend laxere Grundregeln erlauben. Das Paradoxe ist aber eben, dass sie das erst heute machen. Als sie populär wurden, waren meiner Erinnerung nicht einmal Textinhalte in unbekannter Länge möglich und maximal ein Bild pro Nachricht. Damals waren sie, meinem Empfinden nach, in jeder Hinsicht das schlechtere Angebot gegenüber E-Mail, haben sich aber trotzdem durchgesetzt.
 
WhatsApp hab ich mir nur wegen dem Studium wieder geholt.
Wieso das?
gibt genug alternativen, ich habe telegram und vorallem threema. dummerweise nutzt das halt sonst irgendwie kaum jemand den man so trifft.
Weder Telegram noch Threema sind P2P, beide brauchen einen Server.
matrix ist ja schon wieder endstufe, halt für leute die sich gleich ihren eigenen dienst bauen. die bundeswehr benutzt das im übrigen.
Naja, man muss keinen eigenen Dienst bauen, man kann auch einfach nur einen Server hosten, der dann optimalerweise eine Menge Leute versorgen kann und mit den üblichen Clients verwendet werden kann. Aber ja, ich weiß vom BwMessenger. Eine Entwicklung die ich sehr begrüße und die auch längst überfällig war.
 
Und man kann die Grenze nicht einmal beim Absenden sehen, sondern wird bestenfalls im Nachhinein über das Scheitern des Versands informiert – oder direkt als Spam aussortiert.
Bei meinen Provider sehe ich das gleich.
Als sie populär wurden, waren meiner Erinnerung nicht einmal Textinhalte in unbekannter Länge möglich und maximal ein Bild pro Nachricht. Damals waren sie, meinem Empfinden nach, in jeder Hinsicht das schlechtere Angebot gegenüber E-Mail, haben sich aber trotzdem durchgesetzt.
Der Vorteil war eben das man in Echtzeit kommunizieren konnte. Was per Email ja so nicht der Fall ist.
 
Als sie populär wurden, waren meiner Erinnerung nicht einmal Textinhalte in unbekannter Länge möglich und maximal ein Bild pro Nachricht. Damals waren sie, meinem Empfinden nach, in jeder Hinsicht das schlechtere Angebot gegenüber E-Mail
Als sie populär wurden, also um 2000?
Ich kann mich bei ICQ an kein relevantes Zeichenlimit erinnern und Bilder zu versenden wär (wenn es denn gegangen wäre) mit 56K oder ISDN eh uncool gewesen.

Man Prüfe mal jede Minute ein GMX-Konto auf neue Mails. Zumindest früher war da ganz schnell Ende.
Ich wär damals nie auf die Idee gekommen, statt ICQ zu nutzen Mails zu schreiben.
Bei meinen Provider sehe ich das gleich.
Und im Mailprogramm?
 
Facebook hab ich nicht mehr.
WhatsApp hab ich mir nur wegen dem Studium wieder geholt. Handy ist n Koreaner. Und ich wohne nicht in den USA
Android reicht schon.
Aber ja, umso weniger Social Media du verwendest desto besser. Ich habe auch vieles Boykottiert.
Ich denke in Sachen Datenschutsch ist man mit einem Apple Gerät wesentlich besser aufgestellt, da geschlossen.
 
Du besuchst echt regelmäßig zwei Webseiten nur um mails zu prüfen?

Kennste Thunderbird?
Ich kann die Mails auch mit meinem Handy und über Apps einsehen.

Aber darum ging es doch gar nicht. Es ging darum ob, wenn der Email-Anhang zu groß ist, dass einen gleich mitgeteilt wird oder nicht.
 
@PCGH_Torsten natürlich hast du recht, ich bin halt so :-P
wenn ich emails wirklich nutzen würde hätte ich auf meinem server einen email-server am start, da ich es aber nicht brauche habe ich halt freemailzeugs und durch meine domain noch einen richtigen emailserver. bei ständigem transfer würde ich warscheinlich für denjenigen einfach nen ftp account auf machen, der ftp ist ja eh am start.

@empy ich benutze real messenger sehr wenig. aber wenn du sagst man baut nicht sein eigenen dienst, was ist dann das aufsetzen eines servers? es ist doch genau das. hatte ich ehrlich gesagt auch schon drüber nachgedacht, aber am ende will ja niemand aus bequemlichkeit mit machen. ausserdem würde ich das dann ja nicht jeden auf machen nur weil er jemanden kennt den ich kenne. sonst bin ich ganz schnell mal gesetzlich verpflichtet dem staat zugriff zu geben und wenn ich eines garantiert nicht mache dann genau das!
 
@empy ich benutze real messenger sehr wenig. aber wenn du sagst man baut nicht sein eigenen dienst, was ist dann das aufsetzen eines servers? es ist doch genau das. hatte ich ehrlich gesagt auch schon drüber nachgedacht, aber am ende will ja niemand aus bequemlichkeit mit machen. ausserdem würde ich das dann ja nicht jeden auf machen nur weil er jemanden kennt den ich kenne. sonst bin ich ganz schnell mal gesetzlich verpflichtet dem staat zugriff zu geben und wenn ich eines garantiert nicht mache dann genau das!
Ich tatsächlich auch nicht.

Unter einem Dienst bauen verstehe ich eher, einen zu entwerfen, nicht einen von existierenden auf einem Server aufzusetzen und anzubieten, aber gut, dann war das ein Missverständnis. Ich weiß halt nicht, wie komfortabel das Einrichten und Nutzen eines Matrix-Clients ist, wenn jemand anderes einen Server betreibt, daran würde schon mal viel hängen. Die Unsicherheit bei der Verantwortungsfrage kann ich auch verstehen, insbesondere bei der aktuellen politischen Lage, aber ich würde auf einem Matrix-Server, den ich selbst betreibe sowieso nur Leute einbinden, die ich kenne und denen ich vertraue. Wäre ja auch kein Problem, weil Matrix wohl ungefähr wie Mail funktioniert, also die Server untereinander kommunizieren und es ja auch öffentliche Matrix-Server gibt.
Ich denke in Sachen Datenschutsch ist man mit einem Apple Gerät wesentlich besser aufgestellt, da geschlossen.
Da iOS aber closed-source ist, kann man nicht genau wissen, was da wirklich passiert und auch nichts dran ändern. Android ist dagegen einseh- und änderbar und es gibt entgooglete Varianten.
 
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