News Statt WhatsApp: Deutsche Messenger-Alternative ausprobieren

Als sie populär wurden, also um 2000?
Ich kann mich bei ICQ an kein relevantes Zeichenlimit erinnern und Bilder zu versenden wär (wenn es denn gegangen wäre) mit 56K oder ISDN eh uncool gewesen.

Man Prüfe mal jede Minute ein GMX-Konto auf neue Mails. Zumindest früher war da ganz schnell Ende.
Ich wär damals nie auf die Idee gekommen, statt ICQ zu nutzen Mails zu schreiben.

Und im Mailprogramm?

Ich bezog mich auf die aktuell dominierenden Dienste. Whats App erlaubte meinem Wissen nach Anfangs keine 16-MB-Anhänge, trotzdem ist "damit kann ich Bilder verschicken" regelmäßig eines der ersten Argumente, dass ich als Vorteil gegenüber anderen Kommunikationsformaten höre. Und Mailkonten lassen sich mit Imap fortlaufend prüfen, die Latenz zumindest bei mir nicht nennenswert größer als z.B. Teams. Zu ICQ- versus Pop3-Zeiten sah das freilich noch anders aus – und damals haben Messenger auch noch nicht verlangt, dass ich meine Telefonnummer und die aller meiner bekannten herausrücke.

Bezüglich Anhängen: Ich habe noch nie Vorabinfo zur maximal angenommenen Größe beim Empfänger erhalten und wüsste auch nicht, dass es dafür eine standardisierte Schnittstelle gibt. Mag sein, dass GMX für einige populäre Provider deren Standardgrößen hinterlegt hat, wobei ich mir auch das abseits der hauseigenen Angebote (inkl. web.de) schwierig vorstelle, schließlich kann man die Limits teils kostenpflichtig weiten. Aber woher sollten die wissen, was z.B. post@pcgh.de akzeptiert? Es würde einiges an Traffic erzeugen, dass bei jeder Adresseingabe abzufragen und es würde zahlreiche Anti-Spam-Mechanismen aushebeln, wenn solche Anfragen immer beantwortet werden würden. An dieser Stelle haben geschlossene Systeme einfach einen Vorteil.

Android reicht schon.
Aber ja, umso weniger Social Media du verwendest desto besser. Ich habe auch vieles Boykottiert.
Ich denke in Sachen Datenschutsch ist man mit einem Apple Gerät wesentlich besser aufgestellt, da geschlossen.

Hängt davon ab: Datenschutz vor allen außer dem Hardware-Anbieter gilt als deutlich besser. Apple achtet sehr darauf, dass sie das Monopol auf die Vermarktung der Apple-User haben. Datenschutz gegenüber dem Hardware-Anbieter ist dagegen um so schlechter, denn man kann iOS nicht zuverlässig von Apple trennen, Android aber relativ gut von Google.
 
Hängt davon ab: Datenschutz vor allen außer dem Hardware-Anbieter gilt als deutlich besser. Apple achtet sehr darauf, dass sie das Monopol auf die Vermarktung der Apple-User haben. Datenschutz gegenüber dem Hardware-Anbieter ist dagegen um so schlechter, denn man kann iOS nicht zuverlässig von Apple trennen, Android aber relativ gut von Google.
Najaaa ... gut ... vielleicht eher relativ okay.
Man kann alternative Android OS nutzen und dann entsprechend Alternativen zu Google-Apps wählen. Das mag verglichen mit Apple ein qualitativer Unterschied sein, insofern man das überhaupt erstmal kann. Man muss aber auch sehen, dass Google ziemlich gute Software betreibt: das Zeug läuft gut und lässt sich von Jedermann leicht bedienen. Da muss man sich schon fragen, ob man sich von diesen Apps trennen will.
Die zweite Relativität sehe ich in der Frage, ob bzw. wie konsequent und strikt man sich von Google trennen kann. Ich habe über Jahre LineageOS und LineageOS microG genutzt (also ein Android "ohne" bzw. mit "faked" google), eben weil Datenkrake. Ich habe mein Smartphone trotzdem bei Verbindungen mit Google-Servern erwischt, obwohl benutzerseitig keine Befehle erfolgten. Google betreibt leider auch ziemlich gute Software, um Datenkrake sein zu können, und diese Software klebt an etlichen "Himbeeren" im Netz.
Ich habe inzwischen eine unangenehme Resignation entwickelt. Integrität kann viele grobe Probleme vermeiden, genügt aber nicht, wenn jeglicher Kontakt die Pestilenz ins Haus schleppt. Ob nun Google meine Mails liest oder die Mails meiner Empfänger, ist eigentlich egal. :ka:
 
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