Spiel des Jahres 2015: Fallout 4, The Witcher 3 oder GTA 5?

Der Vergleich mit einem Porno kommt übrigens nicht von mir, sondern von den Bioshock- und Uncharted-Machern.

Bioshock-Entwickler: Spiel ist wie ein Porno aufgebaut
Na dann wundert mich nichts mehr, nach dem was Levine mit Bioshock Infinite verbrochen hat... :ugly:

Damals hab ich mich noch geweigert, das zu glauben, aber in den letzten paar Jahren hab ich erkannt, dass es zwischen Pornos und Videospielen frappierende Parallelen gibt und der Vergleich eigentlich treffender nicht sein kann.
Es gibt aber nicht "das" Videospiel. Videospiele sind thematisch, inhaltlich und erzählerisch viel breiter aufgestellt als ein normaler Porno. Dass manche Videospielmacher diesen Vergleich ziehen, bezeugt imo höchstens deren Unfähigkeit, über den Tellerrand zu blicken.

Nein, aber wenn du schlau bist, nutzt du Spiele für das, was sie dir bieten können. Befriedigung des Jagd- und Sammeltriebs und die Möglichkeit nach einem harten Tag, an dem man schon genügend Probleme hatte, in eine unkomplizierte Welt abzutauchen. Und wenn du deinen Intellekt stimuliert haben willst, suchst du halt nach Filmperlen oder guten Romanen. ^^
Und wer sagt, dass Videospiele zwangsläufig auf diesem intellektuell niedrigen Niveau verharren müssen. Wenn jemand schlau ist, sollte er/sie dafür kämpfen, dass Spiele die nächste evolutionäre Stufe als vollwertiges Unterhaltungsmedium für Erwachsene nehmen. Ich finde es ehrlich gesagt komplett neben der Spur, wenn man sich mit Zuständen einfach so abfindet. Kulturelle und gesellschaftliche Veränderungen haben ihren Ursprung immer im Kleinen, beim Einzelnen. Wenn wir immer nur schlucken, was wir vorgesetzt bekommen, ohne Murren, ohne Beschwerden, ohne Änderungswünsche, dann wird sich auch nie etwas ändern. Dann bekommen wir folgerichtig genau das, was wir verdienen - und zwar nur das.
Es ist übrigens fragwürdig auf Filme und Romane für intellektuell hochwertige Inhalte zu verweisen, wo doch diese beiden Medien das komplette Spektrum möglicher Themen abdecken. Es gibt auch genug Filme und Romane, die rein zum "geistlosen Abschalten" taugen, dafür braucht man nicht zwangsläufig ein Videospiel. Einzig Videospiele sind scheinbar einzig nicht dazu in der Lage, "mehr" als das zu sein. Sie dienen fast ausschließlich zu diesem Zweck und zwar nur deswegen, weil wir ihnen gesellschaftlich und kulturell nach wie vor nicht mehr zutrauen und nicht etwa, weil sie theoretisch nicht mehr bieten könnten.
 
Ich weiß nicht, ob dir das entgangen ist, aber gerade intensive Gewalt, wie auch offener und simplifizierter Sex sind etwas, was vor allem heranwachsende Jugendliche besonders interessiert. Auf der Packung mag vielleicht "nur für Erwachsene" stehen, aber häufig sind gerade Teens und (sehr) Männer. Dasselbe gilt auch für Spiele wie z.B. CoD. Für anspruchsvolle, komplexe erwachsene Themen sind meiner Erfahrung nach viele Heranwachsende dafür eher weniger zu interessieren.

Was ich ein guter Punkt von Dir fand. Es ist ein wenig mit mit interessanten Studien zu Politik und Jugentliche. Interesse für Poltik? Ja. Interesse für politische Prozesse und Stukturen? Nein. Als ob sie nichts miteinander zu tun hätten. Wird völlig losgelöst voneinander betrachtet interessanterweise. Das Problem an Jugentlichen im Grunde bis 25 ist, dass sie geistig noch gehemmmt sind. Biologisch ihr Gehirn auch noch nicht voll ausgeprägt. Ausgebildet schon aber, es gibt z.B. die Sache, dass systemisches Denken erst zwischen 25 und 30 überhaupt erst entstehen kann. Vorher ist man noch recht stark "fokusiert kausalisiert" unterwegs. Die Fähigkeit Systeme innerhalb von Systemen zu bedenken, eine Vielzahl von Systemen in Systemen in weiteren Systemen und das alles gleichzeitig... an dieser Komplexität scheitert das jung strukturierte Gehirn.

Man könnte es Intellektuallität nennen. Die Fähigkeit zu komplexen Denkens. Daher erklärt es sich auch, dass wie Du sagst junge Menschen oftmals mit "erwachsenen Themen" wie hier ein Spiel oder wie mein Beispiel Politik, nichts anfangen können und (daher auch) nichts anfangen wollen. Es gerne etwas simpler, etwas vereinfachter hätten. ...ja, in Verkennung der komplexität von Dingen, Systemen, Themen und einfach allem. Villeicht ist das auch das schöne an der Jugend. Sich nicht wirklich um die Zukunft sorgen, weil man es gar nicht tatsächlich kann. (Bissel Öko-Handlung hier und da aus von Eltern, Schule und Medien eingeredeten Schuldkomplexen, machen nunmal keine ernsthaften Zukunfssorgen, genausowenig wie ernsthaft Jugentliche was tun könnten, was wirklich einen Impact hätte)

Zu der Sache mit der Sexualität bzw. inkonsitente selektive Themenbehandlung als "Show" wie im Zoo der erwachsenen Welt, für Kinder dargestellt... ;-) Ich denke das eine Gesellschaft wie die unsere hierzu noch gar nicht bereit wäre - rein von ihrer Entwiklung her - das halte ich für völlig zustimmungswürdig. Ebenso die absehbaren folgenden irrationalen Konsiquenzen wenn ein Aufschrei durch die Gesellschaft ging. "Freiheit"?! "Feiheit des Geistes...zumal noch im bösen Neuland der Virtuallität?!?" "...und das 2017... auch noch mit VR Brillen ;-) ..." usw. Im Jahr 2057 dann, lacht sich die Enkelin über Omas lustige spießbürgerlche Geschichten kaputt, die sie ihr erzählt, über ihre digitale Jugend. :D Jassie (17) trifft dann anschließend mit einem ihrer 2 Hollogrammfreunden (der eine ist echt, der andere eine süße(!) KI) und spielt weltweites Holoswingerclub. :daumen:



Erstens mal gibt es sowas wie Waffenpornos nicht, das ist einfach nur deine Erfindung. Desweiteren zeichnet eine Porno nicht der simple Trieb, sondern die unlimitierte Darstellung menschlicher Sexualpraktiken aus. Aber das nur am Rande. ;)

Ja, doch das Wort Waffenpornos kenne ich auch. Es ist halt ein geflügeltes Wort und kommt eigentlich aus Rüstungsvideos die Waffensysteme präsentieren sollen möglichst cool und einsatznah. Kannst Dir also vorstellen, dass es hier sehr "explizit" und "ohne Umschweife" und "bang bang bang!" zugeht. ;-) Da gibts schon "heiße" Streifen.^^
 
Na dann wundert mich nichts mehr, nach dem was Levine mit Bioshock Infinite verbrochen hat... :ugly:


Es gibt aber nicht "das" Videospiel. Videospiele sind thematisch, inhaltlich und erzählerisch viel breiter aufgestellt als ein normaler Porno. Dass manche Videospielmacher diesen Vergleich ziehen, bezeugt imo höchstens deren Unfähigkeit, über den Tellerrand zu blicken.


Und wer sagt, dass Videospiele zwangsläufig auf diesem intellektuell niedrigen Niveau verharren müssen. Wenn jemand schlau ist, sollte er/sie dafür kämpfen, dass Spiele die nächste evolutionäre Stufe als vollwertiges Unterhaltungsmedium für Erwachsene nehmen. Ich finde es ehrlich gesagt komplett neben der Spur, wenn man sich mit Zuständen einfach so abfindet. Kulturelle und gesellschaftliche Veränderungen haben ihren Ursprung immer im Kleinen, beim Einzelnen. Wenn wir immer nur schlucken, was wir vorgesetzt bekommen, ohne Murren, ohne Beschwerden, ohne Änderungswünsche, dann wird sich auch nie etwas ändern. Dann bekommen wir folgerichtig genau das, was wir verdienen - und zwar nur das.
Es ist übrigens fragwürdig auf Filme und Romane für intellektuell hochwertige Inhalte zu verweisen, wo doch diese beiden Medien das komplette Spektrum möglicher Themen abdecken. Es gibt auch genug Filme und Romane, die rein zum "geistlosen Abschalten" taugen, dafür braucht man nicht zwangsläufig ein Videospiel. Einzig Videospiele sind scheinbar einzig nicht dazu in der Lage, "mehr" als das zu sein. Sie dienen fast ausschließlich zu diesem Zweck und zwar nur deswegen, weil wir ihnen gesellschaftlich und kulturell nach wie vor nicht mehr zutrauen und nicht etwa, weil sie theoretisch nicht mehr bieten könnten.

Eine gutes Analyse ja. Ich denke das sich das mit einem bestimmten kommenden Gamechanger ändern wird. Nicht gleich aber zwangsläufig und der wäre: Virtual Reality (Brillen oder zukünftige "Inputsysteme")

Grund: Eine geistig hohle Welt wie z.B. bei The Witcher3 wo einem ständig jeder nur "Hallo, was zu trinken" oder "Mir ist schlecht vom Bier" sagt und 1. nicht nur einmal sondern ständig und 2. so flach und plump, dann wird dies ein ganz bestimmtes Gefühl auslösen: Überdruss. Das Gefühl das (zwischen Langeweile und Übelkeit) das man erlebt, wenn man ein Lied zu oft hören tut/muss. Kennt glaube ich jeder. ;)

D.h. das bisherige Modell von primitiver Umgebung, ist nicht mehr zu halten. Weil jetzt kann man sich noch auf einem flachen 2D Bildschirm durch wegschauen oder ignorieren dem entziehen. In "Gefangenschaft" mit Optik, Gehör und Geist also Bewusstsein und später auch Gefühl (Taktilität), ist "Flucht" nicht mehr möglich. Real ist faktisch was erlebt wird. Und es ist schon sehr die Frage ob man diese bisherige Welt, like The Witcher, wirklich vollkommen nüchtern :ugly: bei vollständigem Bewusstsein gefühlt erleben will oder kann. Es klingt, fühlt sich an und wäre eher wie ein Gefängnis! Jedenfalls für jemand mit einem 60+ IQ. Also einem normalen Menschen.

Ich spekuliere ab jetzt mal: Die Kombination vom jetzigen Zeitpunkt in späteren Jahren zunehmend auftretende KI Komplexität, villeicht sogar in richtung partiell und teilautonom, gerade auch in vituellen Spielen/Räumen wird die Kompexität abliefern können, die die Welt nicht nur glaubhaft macht, sondern vorallem auch erträglich. Vermutlich sogar viel mehr. Mit einem Hund kann man Freundschaft schließen. Warum sollte man das mit einer halbwegs ebenso komplexen KI wie ein Hund in z.B. einem virtuellen Spiel nicht auch können? Was man heute sieht sind nur Nadelspitzen eines Eisberges wenn man "Plötze" als Ferd mal liebevoll auf den Bildschirm zuruft: "Na komm schon Plötzi, altes Mädel!" oder bei Fallout oder sogar Call of Duty die "Beziehung" mit den virtuellen "Partner Hund". Und eine KI kann sehr bald schon (eigentlich schon jetzt) das selbe Leistungsspektrum einer kleinen Hunde-Fußabtreter-Prominadenmischung erreichen - auf kognitiver und Fähigkeitenbasis. ;-) D.h. genügend Beziehung führt fast schon automatisch zu "Partnerschaft"... und das nicht nur allein lediglich bei Tier und Mensch" Was passiert denn fast schon zwangsläufig wenn ein Mann und ein Frau gemeinsam auf einer einsamen Insel nur noch sich selbst haben? ;) --> "Beziehung". Genügend Zeit miteinander (und wir verbringen hunderte Stunden in virtuellen Welten schon jetzt mit Charaktären) führt zwangsläufig zu erst zu einer Beziehung zueinander, dann zu einer Partnerschaft, dann zu Gefühlen und dann zu Liebe. Es ist der natürliche Lauf menschlichen Verhaltens, seins, fühlen und denkens. Immer schon so gewesen. Und ihr merkt schon worauf ich hinaus will... Wer sagt das physikalisches Leben hierfür Vorrausetzung ist? Wenn man Zeit miteinander verbringt. Viel Zeit, viel Interaktion, viele Gespräche, viel Austausch, viel Freude und villeicht auch viel Leid? Man das dank virtuellen Schnittstellen (wie VR Brillen) real und ohne größeren Bezug mehr zur eigentlichen Wirklichkeit als "real" erlebt... und villeicht auch später taktil real fühlt... wo ist der Unterschied zur realen Welt... was ist die reale Welt wenn reale Gefühle in Virtualität (ebenso) entstehen?

Und wir haben doch schon den Beweis das diese Möglich ist: Unsere Träume. Ebenfalls eine virtuelle Welt --> eine virutelle Umgebung(!) (der Computer/ die Plattform ist halt nicht aus Silizium sondern organisch - macht aber keinen Unterschied - Computer ist Computer). Ebenfalls eine Virtuelle Welt in der wir Glück, Schmerz, Freude, sogar Liebe und sogar (Todes)ängste erleben können. Großartige Leistungen wie Fliegen, Hoch springen, sich Essen oder Waffen herbeiwünschen, Autofahren obwohl man noch keinen Führerschein hat oder Tauchen ohne Luft.... Liebe machen aber vorallem auch Liebe empfinden. Ich habe sogar mal von meiner Tochter geträumt obwohl ich noch gar keine habe... aber die Gefühle zu ihr...und ihre zu mir, haben sich echt angefühlt... und damit waren sie "echt". Weil sie so real waren, wie der darauf folgende Verlustschmerz beim Aufwachen es auch war. Und spielt es eine Rolle wo man "Liebt", was man liebt und wen man liebt? Wer wäre man wenn man den Ort davon abhängig machen würde? Oder als das was man selbst (momentan) Existent ist?

Ich empfehle den Film Tron Lagacy ganz dringend mal unter diesem Aspekt nochmal anzusehen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Tron:_Legacy
https://de.wikipedia.org/wiki/Her_(2013)

Wir redeten bisher über Kulturgüter. Das ist weit drüber hinaus.
 
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Scholdarr dein profilbild ist hammer. bioshock ist für mich kein gutes spiel gewesen und dann kam infinite, das war eines der besten games ever. diese story ist einfach zu perfekt um bei einem videogame ernstgenommen zu werden :-)
 
Eine gutes Analyse ja. Ich denke das sich das mit einem bestimmten kommenden Gamechanger ändern wird. Nicht gleich aber zwangsläufig und der wäre: Virtual Reality (Brillen oder zukünftige "Inputsysteme")

Also mich persönlich hat VR bei meinen Antestsessions noch gar nicht überzeugt. ^^

Aber ich denke nicht,dass Entwickler jemals unsere Welt nachbilden können.Je größer die Welt ist,und der Trend ist halt OpenWorld,desto komplizierter wird es eine Welt glaubhaft nachzubauen.Denn man muss ja jede Entscheidung,die der Spieler trifft und jeden Weg,den dieser möglicherweise gehen könnte,berücksichtigen.Und wie es nunmal im echten Leben so ist,hat jede Entscheidungen nochmal zahlreiche weitere Folgen,welche wiederum von den Entscheidungen andere Menschen beeinflusst werden.Und sowas lässt sich nicht mit einer fortgeschrittenen KI lösen.Abgesehen davon,halte ich eine solche Welt auch für "ungesund",das ist aber nur meine Meinung.
Mir würde es schon reichen,wenn Spiele versuchen sich auf ihre Stärken zu konzentrieren und diese auszubauen/vernünftig umsetzen,und die Entwickler weg von dem Gedanken zugehen "Wir müssen es jedem recht machen,weil das eben mehr Geld bringt".

Scholdarr dein profilbild ist hammer. bioshock ist für mich kein gutes spiel gewesen und dann kam infinite, das war eines der besten games ever. diese story ist einfach zu perfekt um bei einem videogame ernstgenommen zu werden :-)

Bioshock 1 war doch storytechnisch auch klasse,eigentlich sogar besser als Infinite imo. ^^ Und auch spielerisch bot es mehr Möglichkeiten mit den Plasmids.
 
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Scholdarr dein profilbild ist hammer. bioshock ist für mich kein gutes spiel gewesen und dann kam infinite, das war eines der besten games ever. diese story ist einfach zu perfekt um bei einem videogame ernstgenommen zu werden :-)

Ich muss dich leider enttäuschen, denn mein Profilbild ist Ironie in Reinkultur. Ich persönlich hasse Bioshock Infinite, weil es ein Spiel ist, das praktisch alles falsch macht, was man im Game Design so falsch machen kann - und es gleichzeitig ein Spiel ist, das von der Fachpresse in den Himmel gelobt wurde. Es ist quasi ein abschreckendes Beispiel dafür, wie man Spiele NICHT machen sollte - und wie wenig man auf die angeblich professionellen Kritiker geben kann. Aber bevor das hier ausartet (ist ja eh off-topic): falls du darüber reden willst, PN oder anderer Thread. ;)
 
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Mir scheint hier versteht jemand nicht was "Spiel des Jahres 2015" bedeutet. Alleine deshalb fallen doch alte/ältere Titel raus. :D Aber ich glaub der kennt eh nur das eine Spiel...
 
Bezüglich der Story-Qualität von Witcher 3 und der angeblichen "erwachsenen" Zielgruppe gibt es übrigens einen sehr guten Post im Witcher Forum, der einige der Hauptkritikpunkt zusammenfasst, warum Witcher 3 eben keine wirkliche Geschichte für Erwachsene mehr ist und warum die Story-Qualität insgesamt abgenommen hat im Vergleich zu den Vorgängern:

Analysis: With Witcher 3 CDPR no longer treat the players like adults [SPOILERS]

Als möglicher Grund fällt mir da leider nur die Angst der Entwickler vor möglicher Kritik aus den feministischen, links-autoritären oder erzkonservativen Lagern ein (eine seltsame Zusammenstellung in der Tat, aber jede einzelne dieser Gruppen hat sich in der älteren und jüngeren Vergangenheit schon gegen freie Erzählweisen in Videospielen hervorgetan, wenn auch aus jeweils unterschiedlichen Gründen) und den damit zusammen hängenden möglichen kommerziellen Auswirkungen ein. Oder aber CDPR wollte die Ausrichtung des Spiels ganz bewusst auf eine jüngere (bzw. auch weniger anspruchsvolle) Zielgruppe ändern, weil man sich davon mehr Verkäufe versprochen hat. So oder so lässt das wenig Gutes für Cyberpunk erhoffen, da ich es als äußerst zweifelhaft halte, dass CDPR sich hier noch mal in die andere Richtung dreht. Als Pionier und Vorreiter in Punkto freiheitlichem und erwachsenem Storytelling (im Sinne von komplexen, anspruchsvollen und tabulosen Inhalten) ist CDPR wohl in Zukunft nicht mehr zu erwarten. Und leider ist auch niemand in Sicht, der darauf aufbauten könnte oder auch nur wollte...
 
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Irgendwie fand ich, dass keines der genannten Spiele wirklich den Titel verdient. Auf der anderen Seite habe ich natürlich längst nicht alle gespielt - und es gibt durchaus einige, die ich gerne nachholen würde. Kann ich dann überhaupt vernünftig abstimmen? Ich habe mir letztens ein paar Reviews zu Undertale angesehen und die klingen verdammt gut. Gut, dass es nicht auf der Liste ist, damit kann ich "Sonstiges" ankreuzen! Wenn's Müll ist, steht "Sonstiges" eben für "gar nix".
Oder ich nehme einfach Fallout 4. Habs zwar noch nicht einmal gekauft aber hey, die Vorgänger waren ganz gut. Ist ungefähr so, wie ich jedes Jahr bei den Top-Kühlern Thermalright ankreuze, obwohl mein guter, alter Ultra-120 eXtreme seit sechs Jahren nicht mehr hergestellt wird :ugly:
Wer zwischen den Zeilen lesen kann, erkennt meine Meinung zu diesem "... des Jahres"-Mist ;)
 
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Bezüglich der Story-Qualität von Witcher 3 und der angeblichen "erwachsenen" Zielgruppe gibt es übrigens einen sehr guten Post im Witcher Forum, der einige der Hauptkritikpunkt zusammenfasst, warum Witcher 3 eben keine wirkliche Geschichte für Erwachsene mehr ist und warum die Story-Qualität insgesamt abgenommen hat im Vergleich zu den Vorgängern:

Analysis: With Witcher 3 CDPR no longer treat the players like adults [SPOILERS]

Als möglicher Grund fällt mir da leider nur die Angst der Entwickler vor möglicher Kritik aus den feministischen, links-autoritären oder erzkonservativen Lagern ein (eine seltsame Zusammenstellung in der Tat, aber jede einzelne dieser Gruppen hat sich in der älteren und jüngeren Vergangenheit schon gegen freie Erzählweisen in Videospielen hervorgetan, wenn auch aus jeweils unterschiedlichen Gründen) und den damit zusammen hängenden möglichen kommerziellen Auswirkungen ein. Oder aber CDPR wollte die Ausrichtung des Spiels ganz bewusst auf eine jüngere (bzw. auch weniger anspruchsvolle) Zielgruppe ändern, weil man sich davon mehr Verkäufe versprochen hat. So oder so lässt das wenig Gutes für Cyberpunk erhoffen, da ich es als äußerst zweifelhaft halte, dass CDPR sich hier noch mal in die andere Richtung dreht. Als Pionier und Vorreiter in Punkto freiheitlichem und erwachsenem Storytelling (im Sinne von komplexen, anspruchsvollen und tabulosen Inhalten) ist CDPR wohl in Zukunft nicht mehr zu erwarten. Und leider ist auch niemand in Sicht, der darauf aufbauten könnte oder auch nur wollte...

Krass ist die Analyse gut, spannend und interessant! :daumen: Danke!
 
Wo steht denn, dass ich meine Wahl extra für dich begründen muss? :ugly: Davon mal abgesehen gibt es hier so einige Posts, die keine Begründung enthalten. Stört mich persönlich auch überhaupt nicht. :ka:
 
The Witcher 3, eindeutig. Kein Spiel hat mich dieses Jahr mehr über so viele Stunden bei der Stange gehalten wie dieses. Die Qualität der Nebenquests ist durchweg auf einem höheren Niveau, als bei gefühlten 95% der Hauptstorys anderer AAA Titel, Fallout, i'm looking at you.
Dazu die unglaublich detaillierte Welt. Skellige sucht da Seinesgleichen, noch niemals habe ich so unglaublich atmosphärische Landschaften in einem Spiel bereist wie da. Und selbst nach 200+ Stunden kehre ich da gerne nochmal hin zurück und reite einfach mal eine halbe Stunde quer über die Inseln, ohne irgendwas zu machen. Mit der Musik dabei einfach göttlich: https://www.youtube.com/watch?v=NknjE2SBPxw

Als ich das erste Mal auf Skellige war und die Frau angefangen hat zu singen, während man mit dem Pferd durch die Wiesen streift und im Hintergrund die Eisberge sieht... das erste Mal seit Jahren war ich förmlich mal wieder von einem Spiel geflashed. Das hat vorher nur S.T.A.L.K.E.R. geschafft, als das damals neu war und ein Stalker bei Regen in einem Gebäude angefangen hat Gitarre zu spielen, während das Wasser auf's Dach prasselt und zwei andere Stalker im Hintergrund reden und lachen.

Das Spiel spielte dieses Jahr einfach in einer vollkommen eigenen Liga, ein AAAA Titel. :D Leider hat es mich im Punkt der Open World Games auch geschädigt, Fallout 4 habe ich nach ein paar Stunden bereits gelangweilt ausgemacht. Der Qualitätsbruch, wenn man vorher mit dem Hexer rumgereist ist, ist einfach zu extrem.
 
Das Spiel spielte dieses Jahr einfach in einer vollkommen eigenen Liga, ein AAAA Titel.
World Building/Design ist nur ein Element eines Spiels, wenn auch ein wichtiges (für die Art von Spiel). Wichter 3 war da in der Tat herausragend, aber zu einem wirklich herausragenden Gesamt-Spiel ("AAAA") gehört imo mehr dazu. Dafür muss jedes einzelne Spielelement auf einem herausragenden Niveau. Es gab durchaus andere Titel dieses Jahr, die in anderen Aspekten ebenso großartig oder besser waren als der Hexer (und nein, Fallout 4 gehört nicht dazu)... ;)
 
Zum Beispiel? Also aus diesem Jahr fällt mir da nichts ein. Bloodborne war noch sehr, sehr gut, aber sonst? Zumindest mich hat nichts anderes so reingezogen, wie der Hexer. MGS 5 wäre ein Kandidat gewesen, aber das ist ja leider auch die Böschung runtergeknallt.
 
Vielleicht zB Starcraft 2 LoV oder Pillars of Eternity ? Ist halt Geschmackssache,und kommt eben drauf an,was man alles selbst so gespielt hat.Ich fand auch Ori and the Blind Forest sehr schön,für manch andere war es eventuell Rocket League oder so.

MGSV mag zwar kein gutes MG gewesen sein,aber es war spielerisch durchaus ein starkes Spiel.TW3 war im Vergleich zu seinen Vorgängern aber auch storytechnisch schwächer,und darauf möchte Scholdarr wohl hinaus.Und TW3 hatte auch so seine anderen Schwächen.(zB auch das Inventarsystem oder auch die Balance, jetzt mal im Ernst du bist schnell zu übermächtig)
 
Zum Beispiel? Also aus diesem Jahr fällt mir da nichts ein. Bloodborne war noch sehr, sehr gut, aber sonst? Zumindest mich hat nichts anderes so reingezogen, wie der Hexer. MGS 5 wäre ein Kandidat gewesen, aber das ist ja leider auch die Böschung runtergeknallt.
Nur um mal ein paar zu nennen:

Bessere RPG-Mechaniken: Pillars of Eternity, Wasteland 2, ...
Besseres Storytelling: Pillars of Eternity, Tales from the Borderlands, ...
Besseres Gameplay: Divinity: Original Sin Enhanced Edition, Bloodborne, ...

Wie gesagt, Witcher 3 war insgesamt gesehen ein super Spiel. Aber es war nicht in allen Einzeldisziplinen ohne Konkurrenz bzw. der Klassenbeste dieses Jahr. Außerdem - wie Kinguin schon korrekt angemerkt hat - ist Witcher 3 auch nicht in allen Elementen besser als Witcher 2 und das ist imo für einen Seriennachfolger immer problematisch.

P.S.: Natürlich alles nur meine Meinung. ;)
 
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