Spiel des Jahres 2015: Fallout 4, The Witcher 3 oder GTA 5?

Batman oder Metal Gear, alles andere ist Quark. Kein anderes Spiel dieses Jahr hat soviel Umfang, grafische Qualität, gute inszenierte Story und sehr guten Sound. Bei beidem Games stimmt der Mix halt besser als bei den anderen genannten. Natürlich gibt es für MGS-Fans kleine Abstriche zu machen, aber Neueinsteiger dürften mit MGS viel Spaß gehabt haben. Auch Batman, wenn man die technischen Probleme mal einmal zur Seite schiebt, ist grandios geworden. Da kommt weder ein fades GTA 5 ran, welches den alten Brei jedes mal neu aufkocht und bloß aus anderen Perspektiven erzählt (Wobei die Dialoge manchmal echt witzig sind.) oder eben ein Fallout, welches gut ist, aber es irgendwie nicht so super rund geworden ist von der Story her.

Aber das ist nur meine Meinung.

Life is strange and Pillars of Eternity habe ich leider nicht gezockt. Muss ich mir vllt. mal zulegen. Ori and the blind forest hab ich noch nicht angezockt.
 
Auch wenn ich erst 20 Stunden Playtime habe und wie ein irrer Fragezeichen hinterher renne: The Witcher 3 für mich. Mich hat noch kein RPG so sehr gefesselt. Obwohl ich die Kämpfe nicht mag, macht es unglaublichen Spass. Könnte mein neues Lieblings-RPG werden :D
 
Pillars of Eternity
Würde ich es endlich mal gespielt haben, dann könnte es hier auftauchen.

Aber da GTA 5 ein Uralt-Spiel aus 2013, Witcher 3 eine Enttäuschung, wie auch Life is Strange und Fallout 4 nicht interessant kommt kein AAA Game in die Liste,

Also wird mein Game of the Year: Renowned Explorers: International Society.
Kennt keiner, aber es macht Spaß.:D
 
Freut mich jemanden auf das Spiel aufmerksam gemacht zuhaben.
(Auch wenn es wohl etwas übertrieben ist es als GotY von allen Spielen zu nennen)

Ich bin immer auf der Suche nach guten Spielen, gerne auch kleine. Gerade bei der Flut an Indies, die auf Steam so veröffentlicht werden, ist es nicht ganz so einfach, die Perlen zu finden. Richtige Werbung gibts ja meist wenn überhaupt nur für die etwas größeren Indies... ;)
 
Ich bin immer auf der Suche nach guten Spielen, gerne auch kleine. Gerade bei der Flut an Indies, die auf Steam so veröffentlicht werden, ist es nicht ganz so einfach, die Perlen zu finden.
Geht mir genauso und da ich ehrlich gesagt ist mir das Spiel auch durch die Lappen gerutscht. (Dabei hat totalbiscuit ein Video dazu gemacht.)
Wurde auch erst drauf aufmerksam als es mir empfohlen wurde.

Gerade bei der Flut an Indies, die auf Steam so veröffentlicht werden, ist es nicht ganz so einfach, die Perlen zu finden.
War auch meine Intention dahinter das Spiel zunehmen, da es zugut ist um unbekannt zubleiben.

Wobei es ohne große Erwartungshaltung immer einfacher ist, was man sieht wenn man sich die Spiele anschaut mit denen ich nicht zufrieden war.
Broken Age (Okay, das war nur in einem Bundle, aber halt trotzdem schlechter als die Deutschen Point and Clicks) Life is Strange (da man über das ganze Jahr eine Erwartungshaltung aufbaut) und Witcher 3 (Das konnte nur Enttäuschen, bei den Erwartungen die ich hatte).
Richtige Werbung gibts ja meist wenn überhaupt nur für die etwas größeren Indies... ;)
Leider, so sieht man nur immer das gleiche.
 
Nein, es liegt vor allem an der Machart der Spiele von vor 15 Jahren. Damals hat man Spieler auch mal mehr zugetraut und sie nicht für jeden Pups an die Hand genommen oder alle paar Sekunden einen Hinweis eingeblendet. Das ist z.B. ein No-Go, wenn man eine immersive organische Welt erschaffen will. Damals schreckte man nicht davor zurück, Spieler auch mal zu vergrätzen. Man war oft darauf angewiesen, selbst alles herauszufinden - ohne Minimap und Questpfeile. Dadurch wirkten Spiele eben viel solider und ernstzunehmender. Nicht wie nur ein "Videospiel" das sich von außen steuern lässt. Schaut euch Need For Speed von Früher an, vergleicht es mit dem Mist von Heute, und so ist das bei eigentlich jedem Spiel. Früher war nicht grundsätzlich alles besser. Es gab genauso viel Stumpfsinn. Aber aus dieser Ära stammen im Allgemeinen die besten Spiele, die wir bis jetzt haben.

Es geht hier aber nicht um das beste Spiel, sondern um das Jahr 2015. Und da ist SOMA ganz klar das wichtigste. Ja, ein wichtiges Spiel mit der Qualität alter Tugenden, das kulturellen und wissenschaftlichen Nutzen sät.


Ja so dachte ich auch mal, aber durch die HD Remakes habe ich viele Spiele wieder gezockt und war erschaudert vor Infantilität der Storys damaliger Jahre!
Mitterweile schaue ich mir auf youtube ganz gerne die Enden von Spieleklassikern an. Teils auch die Zusammenschnitte von Videos. Z.b die Halo 1-5 oder die Wing Commander Reihe.
Wirklich zum Teil sehr sehr gut und sehenswert... aber ehrlich? Dafür 100 Stunden je Spiel investieren? Die meisten aktuellen Spiele sind bestenfalls von der Story aufgewärmte frühere A Movies die heute eher B Movies wären... a la "Snake die Klapperschlange" oder "Top Gun" etc.

The Witcher 3 ist hier eine echte Offenbahrung. Ein Spiel für Erwachsene. Eine Geschichte für Erwachsene. ...und nicht für geistige Amöben, die puppertär ihren noch zu kleinen Pippimax kompensieren müssen und das auch ständig vom Spiel gesagt brauchen sie wären die Größten und Saucool! :ugly:

Es hat Niveau. Es hat Stil. Und es hat Kultur!

Witcher 3+ Life is Strange

Witcher 3 ja.

Life is Strange... :rollen::heul:...ich hab es komplett als Letz Play mit Gronk gesehen... hab mich auf jede Folge gefreut... das hat mir echt das Jahr 2015 versüßt... aber was die am Ende mit dieser billigen drittklassigen EndStory verbrochen haben... ich war so enttäuscht... das hätte auch echt vom Niveau her die Lindenstraße, GZSZ oder Sharknado sein können. :heul: Einfach nur billig, einfach und filmisch kreativ primitiv! So viele Emotionen haben sich zu einem Höhepunkt beim Zuschauer aufgebaut... man hat mitgelebt...mitgefiebert... und am Ende war der Storywriter intellektuell und kreativ nicht mehr zu Hause. Katastrophe!

Nein... Life is Strange... nein... niemals! :daumen2:
 
The Witcher 3 ist hier eine echte Offenbahrung. Ein Spiel für Erwachsene. Eine Geschichte für Erwachsene. ...und nicht für geistige Amöben, die puppertär ihren noch zu kleinen Pippimax kompensieren müssen und das auch ständig vom Spiel gesagt brauchen sie wären die Größten und Saucool! :ugly:

Es hat Niveau. Es hat Stil. Und es hat Kultur!
Sorry, aber Witcher 3 ist mitnichten ein Spiel für Erwachsene, zumindest nicht in dem Maße, wie es ihm immer zugeschustert wird. Die Bücher waren für Erwachsene. Witcher 3 ist dazu gemacht, um in den USA eine Teen-Wertung zu bekommen. Und ein eindeutiger Rückschritt zu Witcher 2 ist es in diesem Punkt darüber hinaus auch noch. Aber zu seiner Ehrenrettung: die Videospielbranche ist nach wie vor gesellschaftlich noch gar nicht bereit für wirklich erwachsene Inhalte (und zwar Inhalte ohne jedwede Limitierung). Witcher 3 mag durchaus mehr erzählerisches Niveau haben als große Teil der Konkurrenz, aber eben auch auf einem sehr geringen Durchschnittslevel, verglichen mit anderen, eher klassischen Medien, die von dem Umfang und der Komplexität von Inhalten und anspruchsvollen Erzähltechniken noch mindestens eine Klasse voran sind. Vergleicht man z.B. die erzählerischen Inhalte in Witcher 3 mit den Inhalten der Romane ist Witcher 3 reiner Kinderkrams, Pippifax für geistige Amöben in der Tat, tut mir leid. Over-the-top Gewalt und ein paar angedeutete Sexszenen machen noch lange keine erwachsene Story, ganz im Gegenteil.

Das heißt übrigens nicht, dass früher die meisten Spiele darin besser waren, mitnichten. Es heißt nur, dass die allermeisten Videospiele eben nach wie vor vor allem Spielzeug sind und keine Inhalte bereitstellen, die zuallererst mal den menschlichen Intellekt beanspruchen sollen. Es gibt ein paar Ausnahmen, aber die sind auch fast ausnahmslos kleine Independent- oder zumindest Nischenprodukte, und bestimmt nichts für den Massenmarkt. Witcher 3 gehört mit Sicherheit (leider) nicht zu diesen Ausnahmen. Aber scheinbar reicht es eben schon, wenn man es ein bisschen besser macht als die (reihenweise kläglich scheiternde) Konkurrenz, um wahre Lobeshymnen einzufahren...
 
Sorry, aber Witcher 3 ist mitnichten ein Spiel für Erwachsene, zumindest nicht in dem Maße, wie es ihm immer zugeschustert wird. Die Bücher waren für Erwachsene. Witcher 3 ist dazu gemacht, um in den USA eine Teen-Wertung zu bekommen. Und ein eindeutiger Rückschritt zu Witcher 2 ist es in diesem Punkt darüber hinaus auch noch. Aber zu seiner Ehrenrettung: die Videospielbranche ist nach wie vor gesellschaftlich noch gar nicht bereit für wirklich erwachsene Inhalte (und zwar Inhalte ohne jedwede Limitierung). Witcher 3 mag durchaus mehr erzählerisches Niveau haben als große Teil der Konkurrenz, aber eben auch auf einem sehr geringen Durchschnittslevel, verglichen mit anderen, eher klassischen Medien, die von dem Umfang und der Komplexität von Inhalten und anspruchsvollen Erzähltechniken noch mindestens eine Klasse voran sind. Vergleicht man z.B. die erzählerischen Inhalte in Witcher 3 mit den Inhalten der Romane ist Witcher 3 reiner Kinderkrams, Pippifax für geistige Amöben in der Tat, tut mir leid. Over-the-top Gewalt und ein paar angedeutete Sexszenen machen noch lange keine erwachsene Story, ganz im Gegenteil.

Das heißt übrigens nicht, dass früher die meisten Spiele darin besser waren, mitnichten. Es heißt nur, dass die allermeisten Videospiele eben nach wie vor vor allem Spielzeug sind und keine Inhalte bereitstellen, die zuallererst mal den menschlichen Intellekt beanspruchen sollen. Es gibt ein paar Ausnahmen, aber die sind auch fast ausnahmslos kleine Independent- oder zumindest Nischenprodukte, und bestimmt nichts für den Massenmarkt. Witcher 3 gehört mit Sicherheit (leider) nicht zu diesen Ausnahmen. Aber scheinbar reicht es eben schon, wenn man es ein bisschen besser macht als die (reihenweise kläglich scheiternde) Konkurrenz, um wahre Lobeshymnen einzufahren...

Ich muss Dir wirklich vollumfänglich zustimmen. Eine wahrlich umfassend treffende Beschreibung. Auch für The Witcher3...

Natürlich. Unter den Blinden ist halt der Einäugige König. Daher sticht The Witcher auch so sehr heraus und wird u.a. von mir als Offenbahrung gehalten. Aber ein Auge ist halt auch besser als kein Auge und im Ergebis eine Offenbahrung. Zumindest zum zu sehen, in welchle Richtung es irgendwann einmal mal hingehen könnte... Es ist wie Du sagst, eine Problematik es Mediums. Eigentlich sogar eine fehlende Emanzipation auf kultureller Ebene. GTA4 es damals eingeläutet, als es sogar in die Tagesschau kam... Warum? Weil "erwachsene Themen" überhaupt in einem Spiel zu behandeln, schon geradezu Revolutionär wirkt wenn es daherkommt. Klar ist das bezeichend!

Glücklicherweise sehen wir aber eine Entwicklung nach vorne. Auch muss man sagen, wer soll denn sonst jungen Menschen noch Kulturen und Werte und Archetypen vergangener Tage nahe bringen, wenn nicht Spiele wie Gothic und The Witcher? Es sind ja viele Aspekte unseres kulturellen Erbes behandelt oder zumindest angeschnitten. Ich halte das für sehr sehr wichtig. Sonst wirkt die Welt für junge Menschen gerade mal 10 Jahre alt + die Opa war Nazi Zeit. Mehr gibt es dann nicht. Insofern leistet The Witcher3 in der Tat einen kulturellen Beitrag, weit überhalb von Life is Strange s kreativer Banalstory und US-fokusierter Kriminalitätsverehrung GTA5.

Aber Du siehst... nicht mal wir reden über "Kulturgut"...und auch sonst keiner... was es aber ist.
 
Videospiele brauchen nicht viel Substanz, um zu funktionieren. Ganz im Gegensatz zu einem Roman, der ohne Seelenkunde und/oder Philosophie nicht funktioniert. (Ausgenommen Groschenromane)

Man kann die Einteilung von erwachsen und kindlich aber nicht an der Substanz festmachen. Call of Duty z.B. ist ein Spiel für Erwachsene. Und jeder weiß, dass das nicht an der Substanz liegen kann, da die ja kaum vorhanden ist. Aber es ist ein knallharter Waffenporno und Pornos sind ganz klar aus der Erwachsenenabteilung. Pornos haben nicht viel Substanz, aber sie sind Unterhaltung für Erwachsene. Und Rollenspiele sind auch Pornos, denn sie richten sich ebenfalls an primitive Triebe: sammeln und jagen. Den Sammel- und Jagdtrieb kann natürlich kein Roman befriedigen, deswegen braucht er viel, viel mehr Substanz. Er muss den Intellekt erreichen und nicht den Höhlenmenschen in uns.
 
GTA4 es damals eingeläutet, als es sogar in die Tagesschau kam... Warum? Weil "erwachsene Themen" überhaupt in einem Spiel zu behandeln, schon geradezu Revolutionär wirkt wenn es daherkommt.

Ja GTA IV hat in der tat eine sehr erwachsene Geschichte erzählt, eine die wirklich fast dem wahren Leben hätte entstammen können und die auch auf einer ganz anderen emotionalen Ebene berührt und gefesselt hat als das bei einem The Witcher 3, oder einem Dragon Age 3, oder Mass Effect 1 - 3 jemals der Fall sein könnte. ABER!!! GTA IV hat damit auch gezeigt das die Konsumenten im Grunde nicht bereit für diese Art von Inhalten sind, den geht es nach den Spielern ist GTA IV angeblich der schlechteste Ableger der Reihe, eben auch von der Geschichte her.
Ich finde allerdings nach wie vor das GTA IV bis jetzt der beste Ableger der Reihe ist, die Geschichte war wirklich erwachsen, trotz der einen oder anderen Überzeichnung und würde mir eigentlich wünschen das mehr Spiele es endlich schaffen diesen Sprung zu bringen, weg von seichter Seifenopern Inzinierung hin zu einer wirklich erwachsen wirkenden Präsentation und Geschichte.

Aber Du siehst... nicht mal wir reden über "Kulturgut"...und auch sonst keiner... was es aber ist.

Bei Computerspielen von Kulturgut zu reden halte ich nach wie vor für zimlich gewagt, einfach weil große Entwickler und Publisher die letzten 10 - 15 Jahre alles dafür getan haben um dieses "Kulturgut" durch mögliche Unnutzbarkeit zu sabotieren.
In den 90er Jahren hätten man bei Videospielen in der Tat von Kulturgut sprechen können, den passende Hardware, Software und Emulatoren vorrausgesetzt lässt sich ein Star Trek 25th Anniversary von 1993 heute noch genauso problemlos auf einem aktuellen PC spielen wie damals zum Release, von einem Diablo 3, oder Silent Hunter V, Siedler VII, Anno 1404, Total War: Attila, oder Civilization V kann man das nicht zwingend behaupten. Bei diesen Spielen ist es äußerst fraglich ob man sie in 22 Jahren überhaupt noch spielen können wird wen Spielserver, Registrierungsserver und Downloadserver abgeschaltet sind, oder sein könnten, man die Spiele also weder aktivieren kann, noch runterladen, da ja nicht mehr alle Daten auf einem Datenträger vorhanden sind, oder man gar das komplette Spiel downloaden muss.
Das wäre etwa so als würde man die Mona Lisa nur 10 Jahre anschauen können und danach ist sie für immer weg und man würde da von einem Kulturgut sprchen. ;)

Um PC-Spiele wirklich als Kulturgut gelten lassen zu können müssten erst einmal gewisse Vorraussetzungen und Bestimmungen geschaffen werden die es überhaupt ermöglichen Spiele als solches zu betachten, eben Dinge wie das ein Spiel zum Beispiel nach spätestens 5 - 10 Jahren kommerziellen nutzens automatisch in einen solchen Zustand gebracht werden muss das es jederzeit frei nutzbar und installierbar ist (Entfernung des Kopierschutzes, Bereitstellung der kompletten Spieldaten neben Installer).
Das soll nicht heißen das danach nach 5 - 10 Jahren ein Spiel nicht weiter kommerziell vertrieben werden darf und kostenlos zu sein hat, aber es zumindest dann in einem solchen Zustand sein das mir der Verkäufer nicht mehr eines Tages die Nutzung einfach verwehren kann.

Videospiele brauchen nicht viel Substanz, um zu funktionieren. Ganz im Gegensatz zu einem Roman, der ohne Seelenkunde und/oder Philosophie nicht funktioniert. (Ausgenommen Groschenromane)

Man kann die Einteilung von erwachsen und kindlich aber nicht an der Substanz festmachen. Call of Duty z.B. ist ein Spiel für Erwachsene. Und jeder weiß, dass das nicht an der Substanz liegen kann, da die ja kaum vorhanden ist. Aber es ist ein knallharter Waffenporno und Pornos sind ganz klar aus der Erwachsenenabteilung. Pornos haben nicht viel Substanz, aber sie sind Unterhaltung für Erwachsene. Und Rollenspiele sind auch Pornos, denn sie richten sich ebenfalls an primitive Triebe: sammeln und jagen. Den Sammel- und Jagdtrieb kann natürlich kein Roman befriedigen, deswegen braucht er viel, viel mehr Substanz. Er muss den Intellekt erreichen und nicht den Höhlenmenschen in uns.

Nein Rollenspiele richten sich nicht primär an Sammler und Jäger, dafür wurde mal irgendwann das Genre des Hack & Slay erfunden, Monster schnetzeln für besser Ausrüstung um Monster zu schnetzeln, um bessere Ausrüstung zu bekommen, um Monster zu schnetzeln, um bessere Ausrüstung zu bekommen, usw...

Rollenspiele hatten ursprünglich mal zum Ziel den Spieler in eine Rolle zu versetzen in der er intensiver als in anderen Spielen eine Geschichte durchlebt in der er die Rolle spielt, wo er die Geschichte beeinflussen kann und Entscheidungen trifft die Einfluss auf die Spielwelt nehmen, oder zumindest auf die Art und Weise wie er das Spiel erlebt.
 
Aber es ist ein knallharter Waffenporno und Pornos sind ganz klar aus der Erwachsenenabteilung. Pornos haben nicht viel Substanz, aber sie sind Unterhaltung für Erwachsene.
Erstens mal gibt es sowas wie Waffenpornos nicht, das ist einfach nur deine Erfindung. Desweiteren zeichnet eine Porno nicht der simple Trieb, sondern die unlimitierte Darstellung menschlicher Sexualpraktiken aus. Aber das nur am Rande. ;)

Ich weiß nicht, ob dir das entgangen ist, aber gerade intensive Gewalt, wie auch offener und simplifizierter Sex sind etwas, was vor allem heranwachsende Jugendliche besonders interessiert. Auf der Packung mag vielleicht "nur für Erwachsene" stehen, aber häufig sind gerade Teens und (sehr) Männer. Dasselbe gilt auch für Spiele wie z.B. CoD. Für anspruchsvolle, komplexe erwachsene Themen sind meiner Erfahrung nach viele Heranwachsende dafür eher weniger zu interessieren.

Aber du hast natürlich Recht: Videospiele müssen nicht zwangsläufig den Intellekt ansprechen. Sie können auch einfach plumpe und simple Unterhaltung sein. Dann sollte man das aber auch so benennen und ein Spiel wie Witcher 3 nicht für seine "intelligente, erwachsene Story" loben, wo einfach keine vorhanden ist. Denn auch Witcher 3 ist zuallerest mal nichts weiter als ein Spielzeug (und das ist keine Abwertung).

Dass es aber so gut wie gar keine (großen) Videospiele gibt, die bisher dazu in der Lage waren, eine Geschichte schonungslos und ohne Tabus zu erzählen (die die Teen-Freigabe gefährden könnte...) ist einfach nur schade, sowohl aus kultureller Sicht wie auch aus Sicht eines Spielers, der Vielfalt und eine möglichst breite Bandbreite an Themen für eine gute Sache hält.

Und Rollenspiele sind auch Pornos, denn sie richten sich ebenfalls an primitive Triebe: sammeln und jagen.
Ähm, nein. DAS ist sicher nicht die Essenz von Rollenspielen, nicht im Geringsten. DAS ist die Perversion dessen, was ein Rollenspiel eigentlich sein sollte. In einem Rollenspiel geht es zuallerst um Entscheidungen verschiedener Art, die man als ein Charakter trifft, in dessen Rolle man vorher geschlüpft ist. Jeder, der schon mal P&P gespielt hat, sollte das eigentlich ziemlich gut wissen. Videospiele, die mit Sammeln und Jagen punkten wollen sind vieles, aber keine klassischen Rollenspiele. Das ist imo eher in der Richtung moderner Beschäftigungstherapie zu verorten...

Ja GTA IV hat in der tat eine sehr erwachsene Geschichte erzählt, eine die wirklich fast dem wahren Leben hätte entstammen können und die auch auf einer ganz anderen emotionalen Ebene berührt und gefesselt hat als das bei einem The Witcher 3, oder einem Dragon Age 3, oder Mass Effect 1 - 3 jemals der Fall sein könnte. ABER!!! GTA IV hat damit auch gezeigt das die Konsumenten im Grunde nicht bereit für diese Art von Inhalten sind, den geht es nach den Spielern ist GTA IV angeblich der schlechteste Ableger der Reihe, eben auch von der Geschichte her.
Ich finde allerdings nach wie vor das GTA IV bis jetzt der beste Ableger der Reihe ist, die Geschichte war wirklich erwachsen, trotz der einen oder anderen Überzeichnung und würde mir eigentlich wünschen das mehr Spiele es endlich schaffen diesen Sprung zu bringen, weg von seichter Seifenopern Inzinierung hin zu einer wirklich erwachsen wirkenden Präsentation und Geschichte.

Man kann an GTA V aber auch gerade in der Hinsicht deutlich Kritik üben. So steht die Story und deren satirischer Unterton z.B. im krassen Gegensatz zu der unkommentierten Gewaltorgie, die man sonst so im Spiel finden kann, völlig ohne kontextuale Unterfütterung. Die Story von GTA V funktioniert als erwachsener Inhalt vor allem deshalb, weil sie satirisch überzeichnet ist.

Was Videospielen allerdings komplett fehlt, ist die erwachsene Behandlung von Sexualität (nicht zu verwechseln mit simplem Sex, obwohl der natürlich dazu gehört). Und solange diese nicht konsistent in Videospiele eingebunden wird, die den entsprechenden Kontext dafür bieten, solange sind Videospiele auch nicht in der Lage, die Bandbreite erwachsener Themen vollständig abzudecken. Gerade bei Witcher 3 ist das ganz offensichtlich. Es stellt eine Mittelalterwelt dar, in der Gewalt zum Alltag gehört, aber - wohlgemerkt - nur körperliche Gewalt. Sexuelle Gewalt hingegen wird nicht einmal erwähnt (,was angesichts der immensen Bedeutung des Themas für zentrale Figuren des Universums (Ciri...)sicherlich nicht hilfreich für eine gelungene und konsistente Charakterisierung ist...) Aber auch die "normale" Behandlung von Sexualität findet überhaupt nicht statt, abgesehen von ein paar Kopulationszwischensequenzen mit Geralt, der übrigens scheinbar der einzige in der ganzen Spielwelt ist, der sexuelle Beziehungen hat. Die ganze Welt lobpreist Witcher 3 gerade für die Sexfilmchen, obgleich die ohne eine konsequente Einbindung menschlicher Sexualität wie ein Fremdkörper wirkt, ohne Beziehung zum Rest der Spielwelt und ohne konsistente Eingliederung in den Kontext der Story.

Aber solange Videospiele von der Gesellschaft vorderrangig als Spielzeug angesehen wird, das zu großen Teilen von Heranwachsenden konsumiert wird, wird sich daran auch nichts ändern. Ein wirklich erwachsenes Spiel, das inhaltlich keine Tabus kennt, würde sehr wahrscheinlich von Steam, MS und Sony nicht zugelassen werden und von staatlichen Stellen entweder verboten oder nur sehr eingeschränkt zugänglich gemacht werden. Und das ist schade, weil es zeigt, wie wenig Spiele kulturell zugetraut wird, obgleich sie kommerziell inzwischen so erfolgreich sind. So sind bisher nur "zensierte" Behandlungen erwachsener Themen möglich oder eben satirische oder komödiantische Inhalte, die sowieso nicht auf ernstere Themen setzen.
 
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Videospiele brauchen nicht viel Substanz, um zu funktionieren. Ganz im Gegensatz zu einem Roman, der ohne Seelenkunde und/oder Philosophie nicht funktioniert. (Ausgenommen Groschenromane)

Man kann die Einteilung von erwachsen und kindlich aber nicht an der Substanz festmachen. Call of Duty z.B. ist ein Spiel für Erwachsene. Und jeder weiß, dass das nicht an der Substanz liegen kann, da die ja kaum vorhanden ist. Aber es ist ein knallharter Waffenporno und Pornos sind ganz klar aus der Erwachsenenabteilung. Pornos haben nicht viel Substanz, aber sie sind Unterhaltung für Erwachsene. Und Rollenspiele sind auch Pornos, denn sie richten sich ebenfalls an primitive Triebe: sammeln und jagen. Den Sammel- und Jagdtrieb kann natürlich kein Roman befriedigen, deswegen braucht er viel, viel mehr Substanz. Er muss den Intellekt erreichen und nicht den Höhlenmenschen in uns.

Okai... dann halten wir fest: Aktuelle Computerspiele befinden sich auf dem kulturellen und intellektuellen Niveau von Pornofilmen! :hmm:

Und dieser Aussage kann ich nicht mal widersprechen! Es gibt wenige Ausnahmen etwas nach oben z.B. The Witcher und sogar noch eine ganze reihe nach unten, die man auch gut und billig für Sonderschulpädagogik oder Debile im Altenheimen einsetzten könnte. Hierunter fällt alles von Ponyhof3 bis zu Call of Duty 15.

Wenn ich das aber vergleiche mit Filmen wie Interstellar, Lost in Translation, Tron Legacy, Herr der Ringe... dann fehl es an allem. Klasse, Niveau, Grafikqualität, Effektqualität, Kreativität, Innovation, Handlung, Emotionen, Mitfiebern, Mitleiden, Spannungsbogen... der nicht ständig von irgendwelchen behinderten Knobeleinlagen oder Geschicklichkeitsspielen unterbrochen wird. So als ob man seine Kunden ja noch daran erinnern möchte, das er eigentlich spielen soll. Total lächerlich :daumen2: Half Life 2 z.B.... bestes Beispiel hierfür.

Ich meine muss man sich entschuldigen das man einen IQ über 60 Punkten hat? Viele Erwachsene sagen sie hätten keine Zeit mehr zum zocken. Ich glaube in Wahrheit haben sie sich einfach weiterentwickelt und wirklich keine Zeit mehr für solchen Schrott! Da schaut man sich lieber nen guten Film an und hat in 1,5 Stunden für 10 Euro mehr erhalten, als für 60 Euro in 100 Stunden.

Die Spielebranche wäre ohne Multiplayer auch niemals so groß geworden. Die Masse an Menschen ist mit banaler primitiver low-level Story auf dem Niveau eines Groschenromans zwischen 50 Cent und 2 Euro einfach nicht zu bekommen. Viele Menschen sind halt nicht so dumm und damit schreit deren Gehirn halt ganz schnell Hilfe. Ergo wird nix in großen Stückzahlen verkauft wenns nur SP geben würde.
 
Die Idee hinter The Witcher 3 mag ja durchaus für Erwachsene sein. Aber woran das Spiel eben kläglich scheitert ist das typisch moderne Casual-Gameplay und die Umsetzung, die für 12-Jährige Action-Kids gemacht wurden.

Für mich wirkt es deshalb nur wie ein "Videospiel" und nicht wie eine organische Welt, die ernsthaft und glaubwürdig ist.
 
Der Vergleich mit einem Porno kommt übrigens nicht von mir, sondern von den Bioshock- und Uncharted-Machern.

Bioshock-Entwickler: Spiel ist wie ein Porno aufgebaut

Damals hab ich mich noch geweigert, das zu glauben, aber in den letzten paar Jahren hab ich erkannt, dass es zwischen Pornos und Videospielen frappierende Parallelen gibt und der Vergleich eigentlich treffender nicht sein kann.

Ich meine muss man sich entschuldigen das man einen IQ über 60 Punkten hat?

Nein, aber wenn du schlau bist, nutzt du Spiele für das, was sie dir bieten können. Befriedigung des Jagd- und Sammeltriebs und die Möglichkeit nach einem harten Tag, an dem man schon genügend Probleme hatte, in eine unkomplizierte Welt abzutauchen. Und wenn du deinen Intellekt stimuliert haben willst, suchst du halt nach Filmperlen oder guten Romanen. ^^
 
Und wieso sollte ich mich nur irgendwelchen Urtrieben wie ein Tier hingeben? (Ja ich weiß der Mensch ist auch ein Tier)

Ich verstehe diese Argumentation nicht wirklich ,was spricht denn dagegen wenn Spiele von einem mehr verlangen,ob nun spielerisch oder in diesem Falle handlungstechnisch?Videospiele können recht vielfältig sein,das ist doch das Schöne daran.Ich habe keine Lust ständig nur irgendwelche Items zu looten oder stumpf Gebiet A abzugrasen,was ist denn daran auf Dauer spaßig oder motivierend?Ich will (grade in einem RPG) in eine Welt abtauchen,die mich fesselt und eine Geschichte erleben,die in sich stimmig ist,Gefühle in mir auslöst und mich zum Nachdenken anregt.Ich will etwas spielen,was von mir mehr verlangt,denn der Triump danach ist umso größer.

Natürlich ist der Alltag stressig,es ist auch absolut in Ordnung sich berieseln zu lassen,tue ich auch gerne mal.Aber deshalb muss man doch nicht jedes Videospiel in diese Schiene bringen.
 
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