Sound ***Diskussionsthread***

Genelec hat - um bei dem Beispiel zu bleiben - ein paar LS die preislich in deiner Region liegen. Das diese keinen USB Eingang haben sehe ich persönlich als Vorteil. Ich bin kein Freund von solchen All-in-One Boxen, weil einfach auch die Gefahr besteht, dass in wenigen Jahren einfach kein passender Treiber mehr für dann aktuelle OS zu haben sind und man entweder ganz ohne Support dasteht oder einen Universaltreiber nehmen muss, der aber eben nicht unbedingt das allerletzte herauskitzelt. Boxen sind aber normalerweise unkaputtbar, diese dann in ein paar Jahren deswegen nicht mehr voll nutzen zu können wäre mir schade ums Geld!

Deswegen z.B. Genelec (oder Adam o.ä.) Boxen für vlt. 250€ das Stück (z.B. 6010) und ein ordentliches USB Soundmodul für nen Hunni und fertig ist die Laube! Damit ist man erheblich flexibler und klanglich vermutlich ein Stück besser. Die Lautstärkeregelung ist dann ja auch hardwaremäßig auf der Analogseite gelöst und nicht wie von Nubert empfohlen am Rechner auf der Digitalseite zu machen. Das ist ja klanglich bekanntlich ohnehin vorzuziehen.

Das Einstellungen auf der Rückseite sind sehe ich persönlich - das mag jeder sehen wie er will - nicht als Nachteil an, da man das ja üblicherweise nicht permanent verstellt sondern die Teile einmal einstellt und gut ist. Mich persönlich würden auch die Ganzen Regler an der Front stören. Ne Fernbedienung ist für Einstellungen auch eben nicht notwendig, das eine Mal gehts auch so. Genelec kommt eben aus der wirklichen Profiecke und ist daher Ausstattungsseitig auch so ausgerüstet. Pragmatisch, funktional und ohne Firlefanz - ich mag das!

Wie gesagt Genelec steht jetzt nur als Synonym für andere Hersteller, die solche Sachen machen und andere können das natürlihc auch. Mir gehts jetzt nicht darum die Nuberts schlecht zu machen - ich hatte ja selbst schon Nubert Boxen (Nubox 360, Nuform 90) und finde die ansich gar net so schlecht fürs Geld - sondern nur darum, dass wenn man nach 2 Jahren neue Boxen kauft, man gleich hätte was hochwertigeres nehmen können. Wenn man dann allerdings nach 2 Jahren gar nichts hochwertigeres kauft, sondern quasi nochmal das Gleiche, dann wirds in meinen Augen absurd. Aber hey, es ist dein Geld! ;)
 
Beim Thema USB mag man geteilter Meinung sein. Jedoch sehe ich nicht die Gefahr, dass weder das Aussterben der Schnittstelle, noch veraltete Treiber zu befürchten sind. Die Schnittstelle ist mittlerweile 17 Jahre auf dem Markt. Es spricht vieles dafür, dass diese Schnittstelle auch weitere 17 Jahre (abwärtskompatibel) verfügbar sein wird. Selbst die geballte Lobby-Arbeit für Thunderbolt hat daran nichts geändert. Der Treiber-Support wird ebenso auf absehbare Zeit sichergestellt sein. Nubert kann es sich gar nicht leisten sang und klanglos (ups Wortspiel :ugly:) den Treiber-Support nach wenigen Jahren auslaufen zu lassen. Jedenfalls scheint mir die Unternehmens-Philosophie näher am Kunden zu sein, als z.B. bei Logitech, die ja auch eine Reihe USB-Produkte anbieten. Wir können uns in 15 bis 20 Jahren ja noch einmal darüber unterhalten. ;)

Einer 6010 wiederum traue ich nicht zu im Bassbereich die gleiche Performance abzuliefern. Nubert und Genelic kann man jedenfalls bei den Angaben des Frequenzgangs vertrauen, weswegen ich jetzt die technischen Angaben ungehört vergleiche. Der ist zumindest mir wichtig und damit ein zu großer Abstrich im Klang (70 versus 50 Hz sind immer noch relevante Frequenzbereiche). 2011 haben mich meine A10 488 € inkl. Versand gekostet. Das kosten die kleinsten von Genelec alleine für sich. USB-Modul nicht mit einberechnet. Eine wesentlich teurere Laube, wenn diese fertig ist. Mit Budget-Überschreitungen ist es natürlich einfach sich immer bessere Möglichkeiten zu erkaufen.

Beim neuen Modell gibt es ja keine Regler mehr an der Front (OK Knöpfe, aber immerhin auf eine Ebene eingepasst). Da ich die A10 an zwei Rechnern verwende, muss ich fast täglich mindestens einmal an die Regler ran. Da es auch mal lauter zugeht, wird auch deswegen mal nachgeregelt und genau diesen Kritikpunkt haben sie scheinbar ausgemerzt, nämlich dass die Lautstärke nicht über einen LS geregelt werden kann (Adam hat das z.B. super gelöst, die kamen aber wenige Monate später auf den Markt).

Definiere mal "hochwertiger". Wenn ich richtig rechne, muss ich wohl rund 200 Euro (davon 50 € reine Preissteigerung) noch einmal drauflegen (bitte die Nutzung in 30 Monaten berücksichtigen und nicht unter den Teppich kehren), für die neuen A100. Dafür gibt es aber auch Fernbedienung, Parameter-Einstellung, drei Digital-Anschlüsse, bessere Lackierung, Frontbespannung (optisch mir egal, aber einer meiner LS steht gefährlich nahe an einem Durchgangsweg und meine Mitbewohner gehen nicht so behutsam mit ihren Sachen um, wie ich), Subwoofer-Ausgang (eine nette Option) mitsamt Phasen-, Trennfrequenz-Einstellung, Display, statt Drehknöpfe und eine ordentliche Lautstärke-Regelung im Stereo-Paar dazu. Mir ist das Mehr an Ausstattung 200 € (inflationsbereinigt 190 €) wert. Jemand der ohnehin Erstkäufer ist, kostet der Spaß 50 € mehr. "Das Gleiche" ist es sicherlich nicht.
 
Beim Thema USB mag man geteilter Meinung sein. Jedoch sehe ich nicht die Gefahr, dass weder das Aussterben der Schnittstelle, noch veraltete Treiber zu befürchten sind. Die Schnittstelle ist mittlerweile 17 Jahre auf dem Markt. Es spricht vieles dafür, dass diese Schnittstelle auch weitere 17 Jahre (abwärtskompatibel) verfügbar sein wird. Selbst die geballte Lobby-Arbeit für Thunderbolt hat daran nichts geändert. Der Treiber-Support wird ebenso auf absehbare Zeit sichergestellt sein. Nubert kann es sich gar nicht leisten sang und klanglos (ups Wortspiel :ugly:) den Treiber-Support nach wenigen Jahren auslaufen zu lassen.

Na wer weiß heute schon was in wenigen jahren geschieht. Da ist von einem Pleitegehen von Nubert bis zur Ablösung von USB eine Menge möglich. Ich mache mich jedenfalls nicht gerne abhängig.

Einer 6010 wiederum traue ich nicht zu im Bassbereich die gleiche Performance abzuliefern. Nubert und Genelic kann man jedenfalls bei den Angaben des Frequenzgangs vertrauen, weswegen ich jetzt die technischen Angaben ungehört vergleiche. Der ist zumindest mir wichtig und damit ein zu großer Abstrich im Klang (70 versus 50 Hz sind immer noch relevante Frequenzbereiche).

Den Angaben kann man vermutlich schon trauen, allerdings ist es fahrlässig untere Grenzfrequenzen einfach so miteinander zu vergleichen. Diese Werte sagen nämlich recht wenig über die tatsächliche Bassperformance aus. Da ist es wichtiger, wie z.B. der Frequenzverlauf ist. Wenn der bei der Genelec z.B. sanft abfällt, dann mag der -3dB Punkt bei 70Hz liegen, aber mit Hilfe der Schreibtischplatte und ggf. einer Rückwand wird der Frequenzgang dann so aufgepäppelt, dass er signifikant weiter runter kommt. Bei ner Schreibtischbox würde ich so eine Abstimmung jedenfalls erwarten - ob es so ist bleibt Spekulation, weil ich es in dem Fall auch nicht weiß.

Festzuhalten ist dabei lediglich, dass wer einfach solche Angaben vergleicht oftmals Äpfel mit Birnen vergleicht und mit alleine mit den Angaben des -3 dB Punktes Boxen nicht verglichen werden können!

2011 haben mich meine A10 488 € inkl. Versand gekostet. Das kosten die kleinsten von Genelec alleine für sich. USB-Modul nicht mit einberechnet. Eine wesentlich teurere Laube, wenn diese fertig ist. Mit Budget-Überschreitungen ist es natürlich einfach sich immer bessere Möglichkeiten zu erkaufen.

Wie ich schon sagte, wenn man mit einbezieht, dass du jetzt quasi neue Boxen evtl. aussortierst und den Verlust drauf rechnet - so war ja mein Ursprungsgedanke, dann kommst (wärst du gekommen) du locker auf ein zusätzliches USB Modul...

Definiere mal "hochwertiger".

Hochwertiger bezieht sich auf den Klang. Die Verarbeitung wird sich vermutlich nix schenken.

Wenn ich richtig rechne, muss ich wohl rund 200 Euro (davon 50 € reine Preissteigerung) noch einmal drauflegen (bitte die Nutzung in 30 Monaten berücksichtigen und nicht unter den Teppich kehren), für die neuen A100.

Ich komme auf keine Mehrkosten - s.o.

Dafür gibt es aber auch Fernbedienung, Parameter-Einstellung, drei Digital-Anschlüsse, bessere Lackierung, Frontbespannung (optisch mir egal, aber einer meiner LS steht gefährlich nahe an einem Durchgangsweg und meine Mitbewohner gehen nicht so behutsam mit ihren Sachen um, wie ich), Subwoofer-Ausgang (eine nette Option) mitsamt Phasen-, Trennfrequenz-Einstellung, Display, statt Drehknöpfe und eine ordentliche Lautstärke-Regelung im Stereo-Paar dazu. Mir ist das Mehr an Ausstattung 200 € (inflationsbereinigt 190 €) wert. Jemand der ohnehin Erstkäufer ist, kostet der Spaß 50 € mehr. "Das Gleiche" ist es sicherlich nicht.

Das mit der Ausstattung ist so ne Sache. Nutzt du 3 Digitaleingänge? Für was ein Display? Subwooferausgang ist witzlos, weil man einen Subwoofer generell immer an eine Anlage anschließen kann.

Das ist ein wenig wie bei AVRs. Deren Ausstattungsliste wird auch immer üppiger, nur nutzen tuts praktisch niemand, sieht man von wenigen Features wie z.B. Streamer o.ä. ab. Warum aber soll man für was bezahlen was man nicht benutzt?

Und nochmal, ich stelle nicht deine Entscheidung pro Nubert in Frage, sondern lediglich die geplante (und als must buy bezeichnete) Ablösung dieser durch praktisch identische LS! Das ist der Kritikpunkt.
 
Festzuhalten ist dabei lediglich, dass wer einfach solche Angaben vergleicht oftmals Äpfel mit Birnen vergleicht und mit alleine mit den Angaben des -3 dB Punktes Boxen nicht verglichen werden können!

Hattest du die Möglichkeit die 6010 Probe zu hören? Mangels Möglichkeit bei mir und besseren Alternativen habe ich jetzt mal kurzerhand auf das Datenblatt zurückgegriffen. Ich höre sie mir gerne mal live an.

Wie ich schon sagte, wenn man mit einbezieht, dass du jetzt quasi neue Boxen evtl. aussortierst und den Verlust drauf rechnet - so war ja mein Ursprungsgedanke, dann kommst (wärst du gekommen) du locker auf ein zusätzliches USB Modul...

Naja, deine Kombi endete jetzt bei 600 €. Meine bei 488 €. Ich sehe auch nach wie vor keine Vorteile bei dir in Sachen Ergonomie. Aber das ist ja Geschmackssache, ob man hinten, vorne oder gar nicht regeln will.

Hochwertiger bezieht sich auf den Klang. Die Verarbeitung wird sich vermutlich nix schenken.

Den Klang habe ich mal komplett außen vor gelassen. Es ging nur um Ausstattung.

Ich komme auf keine Mehrkosten - s.o.

Stimmt, du hättest schon 2011 mehr ausgegeben. Laut deiner Rechnung 600 € ;)

Das mit der Ausstattung ist so ne Sache. Nutzt du 3 Digitaleingänge? Für was ein Display? Subwooferausgang ist witzlos, weil man einen Subwoofer generell immer an eine Anlage anschließen kann.

Drei Eingänge zu belegen ist bei mir kein Problem: Spiele-Rechner, AVR (an dem alle anderen Audio-Geräte hängen), Dritte ist Reserve (bzw. plug'n'play, wenn mal was schnell angeschlossen werden soll), der in meinem Fall dringend notwendig ist, da der AVR bereits voll bestückt und nicht so leicht zu erreichen ist (zwei Spiele-Konsolen, Sat-Receiver, Blu-Ray-Player, CD-Player, Arbeitsrechner, Spiele-Rechner. Warum der Spiele-Rechner einmal am AVR hängt und einmal (derzeit noch über eine USB-Soundkarte analog) an die Nubert angeschlossen, hat seine Gründe im Stromsparen. Unnötig 200 weitere Watt für den AVR (Denon AVR 3806) zu verbrennen, wenn man den Spiele-Rechner auch direkt an die A10 hängen kann.

Also ich gehöre sicherlich nicht zu den Leuten, die ihre (Digital)-Anschlüsse am AVR nicht nutzen. ;) Der Subwoofer hat insbesondere an den A10/A100 seine Daseinsberechtigung, um noch einmal etwas mehr Pegel zu erreichen. Ich sehe jetzt auch nicht ein, das umständlich über mehrere Geräte in der Kette (Stromfresser) zu realisieren, wenn es auch direkt über den verfügbaren Anschluss geht. Das Display wird zum notwendigen Übel, wenn man auf die gute alte Mechanik verzichten will, nicht aber auf die umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten, die mit Schaltern und Reglern wohl dann eher zum Kostentreiber wird.
 
Hattest du die Möglichkeit die 6010 Probe zu hören? Mangels Möglichkeit bei mir und besseren Alternativen habe ich jetzt mal kurzerhand auf das Datenblatt zurückgegriffen. Ich höre sie mir gerne mal live an.

Nein, die Kleine kenne ich nicht persönlich, die Größeren, von denen ich ein paar hören konnte sind phantastisch! Ich habe die ja aber auch nur als Beispiel genannt, genauso gut hätte ich eine Adam oder sonst was nehmen können.


Stimmt, du hättest schon 2011 mehr ausgegeben. Laut deiner Rechnung 600 € ;)

Ja, aber du gibst ja jetzt mutmaßlich nochmal rd. 500€ aus. Unterm Strich - und das ist es was ich ja schon die Ganze Zeit dir begreiflich machen will hast du jetzt dann mehr Geld ausgegeben - ohne einen Klangvorteil!
 
Ja, aber du gibst ja jetzt mutmaßlich nochmal rd. 500€ aus. Unterm Strich - und das ist es was ich ja schon die Ganze Zeit dir begreiflich machen will hast du jetzt dann mehr Geld ausgegeben - ohne einen Klangvorteil!

Und ich will dir begreiflich machen, das ich nicht wegen dem Klang 200 € (Neupreis A100 abzüglich Erlös aus Gebrauchtverkauf der A10) ausgebe. ;)
 
Sowas solls geben, aber für die allermeisten ist die Klangqualität das entscheidende um damit eben bestmöglich Musik hören zu können.

VS

In etwa so wie Hifi-Puristen, die ihr Equipment um seiner selbst willen kaufen und nicht zum Musikhören...:schief:

Ich weiß ich mache mich hier unbeliebt (:() aber ich denke Klangqualität, die ja eher etwas subjektives darstellt, wird sich oftmals zu großen Teilen eingebildet um die eigene Investition zu rechtfertigen. Ich rede hier nicht vom Unterschied zwischen 20 Euro Logitech Boxen und den von Euch thematisierten Teilen für X-hundert Euro aber was ich hier manchmal lese ist teilweise Haarspalterei auf extrem hohen Niveau in meinen Augen. Aber ich bin kein Experte ich wollte nur mal meinen unqualifizierten Senf dazugeben. :D
 
Aber ich bin kein Experte ich wollte nur mal meinen unqualifizierten Senf dazugeben. :D

Das ist der Knackpunkt.

Je mehr man sich damit beschäftigt, desto mehr steigen die Ansprüche. Das ist ja kein Hifi Phänomen, sondern z.B. bei Weintrinkern, die eben auch mehr wie schmeckt oder schmeckt nicht (alternativ knallt und knallt nicht ;)) aus einem Wein rausdeuten, sondern Aromen von Beeren und was weiß ich alles entdecken, ähnlich. Dazu kann einem ein objektiv hochwertiger Wein subjektiv überhaupt nicht schmecken. Ähnliches gibts auch bei Whiskey (brr, damit kannst du mich z.B. jagen) oder auch Kaffee/Espresso (wir haben daheim 4 Maschinen für 2 Kaffeetrinker...) oder noch zig anderen Bespielen...

Die Klangqualität ist auch gar nicht so subjektiv wie man es gerne behauptet, natürlich soll es halt klingen... Aber ab einem gewissen Niveau geht es aber auch stark um Geschmacksfragen, weil jeder seinen Fokus auf andere Dinge legt (Dynamik, Timing, Klangfarben, Räumlichkeit, Homogenität, Bassqualität,...). So habe ich z.B. als ich meinen Streamer gekauft habe, u.a. die Produkte von Linn und Naim vergleichen - absolut gleichwertiges, sehr hohes Niveau, aber der Naim klingt in meinen Ohren einfach noch einen Tick besser, weil sich seine Stärken mit meinen Vorlieben decken. Vergleichbares gibts z.B. auch von T+A, die mir aber überhaupt net gefallen - obwohl das objektiv auch kein schlechtes Gerät sein mag.
 
Man hat aber auch schon bei Blindverkostung rausbekommen, dass 2/3 der "Weinkenner" einen guten Tropfen vom Aldi Tetrapack nicht unterscheiden konnten.
Ähnlich ist es auch bei der Musik oder Kaffee oder sonstigen.

Ab einem bestimmten Grad (trocken/lieblich geht noch, Espresso/LatteMachiatto/SchwarzerKaffee geht noch, logitech vs nubert geht noch) geht es halt nicht mehr und da ist glaube mehr als wissen. Ich höre momentan täglich das selbe geräusch zwecks hörversuchen im bereich der virtuellen Realität und kann sagen, dass 70% des Höreindruckes rein subjektiv/imaginär ist.
 
Genau deswegen habe ich mich eine Zeitlang intensiv mit DBTs auseinandergesetzt und dabei festgestellt, dass man eben doch mehr unterscheiden kann als man gemeinhin denkt, oder in Foren so verbreitet wird. Allerdings muss man auch auf das Thema sensibilisiert sein und sich damit beschäftigen.

Zuletzt habe ich im Übrigen mit dem Anpressdruck beim Tampern eines Siebträgers rumgespielt und auch da - für mich - klar und blind feststellbare Ergebnisse erzielt. Für alle Filterkaffetrinker und Kaffe-auf-Knopfdruck-Trinker, es geht dabei um die (optimale) Zubereitung von Espresso... :D

Für alle Weinlaien - so wie ich es auch einer bin - und selbsternannte Experten gibt es ein interessantes Experiment. Dabei muss Rot- von Weißwein mit verbundenen Augen unterschieden werden. Angeblich schaffen das die meisten nicht. Ich habs selbst noch nicht ausprobiert, weil ich gar keinen Weißwein daheim habe (schmeckt mir nicht - vielleicht sollte ich ihn einfach im Dunkeln trinken...), finde das aber sehr interessant.
 
Wie ich schrieb 70% sind subjektiv/imaginär.
Das ist das "für mich klingt/schmeckt" es besser.
Deswegen muss man ja meist auch beidseitige Experimente machen.
 
Man muss sich vor allem beschäftigen. Wenn ich sage, der Wein schmeckt mir, dann ist das ja erst mal OK. Wenn man tiefer gehen will, dann muss man definieren können warum er schmeckt. Dann kann ich auch begründen warum mir ein anderer nicht schmeckt. Das kann ich, weil ich es definieren kann u.U. auch blind wiederholen.

Bei Hifi ist es ähnlich, sobald ich einen Punkt nicht nur vage beschreiben kann, sondern definieren warum oder wie dieser ist, kann ich das auch blind wiederholen. Der Knackpunkt ist aber eben, dass man sich klar macht warum etwas gefällt oder eben nicht. Die Beschreibung muss ja jetzt nicht in blumigen Worten a la Revolverpresse erfolgen, es reicht, wenn man es für sich selbst klar macht.
 
Für alle Weinlaien - so wie ich es auch einer bin - und selbsternannte Experten gibt es ein interessantes Experiment. Dabei muss Rot- von Weißwein mit verbundenen Augen unterschieden werden. Angeblich schaffen das die meisten nicht.

:haha: Das ist dann aber wirklich wie Cola von Orangenlimo unterscheiden. Der Unterschied ist wirklich gravierend!

Bei mir ist das "Problem" dass ich zwar schon unterscheiden kann, was "gut" klingt und was mir gefällt. Aber bei Nuancen ist es mir dann egal. Sobald ich Unterschiede nur im direkten Vergleich höre, kann ich zum Beispiel auf eine Neuanschaffung verzichten. Zum Beispiel der Unterschied zwischen zwei hochwertigen Verstärker. Im direkten Vergleich höre ich Unterschiede. Wenn ich sie einzeln betreibe gefällt mir jeder für sich und ich kann nicht direkt sagen, welcher jetzt gerade an ist.
 
:haha: Das ist dann aber wirklich wie Cola von Orangenlimo unterscheiden. Der Unterschied ist wirklich gravierend!

Weil das Auge mittrinkt ;) Ich hab auch schon Blindtests gesehen wo Weinprofis den unterschied nicht geschmeckt haben, gabs auch schon oft im TV diese vergleiche. Ähnlich isses allerdings auch beim Musikhören, ne gute Optik suggeriert ja schon das es gut klingen muss.
Und beim Essen ist es genauso viele dinge kann man im Geschmack garnicht identifizieren wenn man Blind isst. Einer der gründe warum z.b beim verkosten stark auf die beleuchtung geachtet wird damit das essen möglichst neutral aussieht, ansonst wären die ergebnisse durch suggestion stark verfälscht.
 
Ich kann auch jeden mal empfehlen in eines dieser "dark room" restaurants zu gehen. Da merkt man erst, wie viel man mit den Augen isst und wie anders das gleiche schmecken kann.
Das gleiche ist es halt auch bei der Musik. Der Kopf macht die Musik zum größten Teil und die Lautsprecher helfen nur zum kleinen.
Hatte auch mal den Fall, wo ich ein Stück gehört hatte und ich drauf schwören könnte, dass dort eine E-Gitarre drin war. Als ich es 1-2 Wochen später wieder gehört hatte, gab es diese nie...

Wenn man fest glaubt, dass sein aktuelles System gut/besser ist, müssen schon gravierende Unterschiede zu einem anderen System vorhanden sein, damit man das auch dann hört.
 
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