sind die H4 sätze zu niedrig ?

euremeinung zu den H4 sätzen?

  • Ja sie sind zu niedrig und müssen erhöht werden.

    Stimmen: 105 42,3%
  • Nein, es ist sogar zu viel H4, es sollte viel weniger H4 geben.

    Stimmen: 143 57,7%

  • Umfrageteilnehmer
    248
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Blöde Frage: Meine Medien verkaufen das ganze als "wird noch verhandelt" (offensichtlich nach politischen Gesichtspunkten, nicht anhand der Bedürfnisse - somit gegen die Auflagen des Verfassungsgerichtes) - anhand welcher Nachrichten darf man sich bereits jetzt aufregen?

Geht es nach RTL und RTL II, steht die Sache schon fest. Zumindest war dies (am mitlerweile gestrigen Tage) im VT von RTL auf S 113 nachzulesen. Zumindest auf RTL II war dies auch Bestandteil der 18 Uhr Nachrichten.

Glücklicherweise sieht es so aus, als würde ich in meinem ca. 30 km umfassenden Landstrich sowieso keine Arbeit über 400€ finden. Dementsprechend betreffen mich die durch die Hartz 4 auftretenden Steuererhöhungen (entweder das, oder die Regierung dreht an anderen Leistungen zurück) eigentlich garnicht mehr, da ich als Pendler dann sowieso nur noch einen minimalen Steuersatz an die deutsche Regierung zahle und den Rest an die Schweiz.

Einzig für meinen Vater ärgert es mich sehr. Mitlerweile gehen gut 50% seines Einkommens an den deutschen Fiskus. In jedem Raubrittertum würde er wahrscheinlich weniger ausgeblutet werden, als in unserer " westlichen Demokratie".
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Hab heute nur Tagesschau gesehen (bzw. mit einem Ohr gehört, vielleicht liegts daran), da war die Rede von laufenden Verhandlungen.

In einem Raubritterum würde dein Vater sicherlich weniger zahlen, aber würde ihm vorgeschrieben werden, was er den Tag über zu tun hat und wenn er mal krank oder alt werden würde, dann dürfte er sich ein Grab aussuchen oder auf dich hoffen und wenn ihm einer sein Haus anzündet, dann kann er sich hübsches Plätzchen unterm Baum suchen.
Ganz abgesehen davon, dass der Raubritter garantiert nicht die Straße gebaut hätte, auf der du pendelst - oder verhindert, dass dir jemand dein Auto klaut.
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

man sollte nicht über unausgegorene Themen diskutieren, die offiziel noch nicht verkündet wurden.
 
man sollte nicht über unausgegorene Themen diskutieren, die offiziel noch nicht verkündet wurden.

Wurden sie ja anscheinend schon, sonst würden wohl kaum einige Medien bereits darüber berichten.

Selbst RTL (der parteiischste Sender diesseits der Alpen) denkt sich sowas nicht einfach aus.

Hab heute nur Tagesschau gesehen (bzw. mit einem Ohr gehört, vielleicht liegts daran), da war die Rede von laufenden Verhandlungen.

In einem Raubritterum würde dein Vater sicherlich weniger zahlen, aber würde ihm vorgeschrieben werden, was er den Tag über zu tun hat und wenn er mal krank oder alt werden würde, dann dürfte er sich ein Grab aussuchen oder auf dich hoffen und wenn ihm einer sein Haus anzündet, dann kann er sich hübsches Plätzchen unterm Baum suchen.
Ganz abgesehen davon, dass der Raubritter garantiert nicht die Straße gebaut hätte, auf der du pendelst - oder verhindert, dass dir jemand dein Auto klaut.

Mal abgesehen davon, dass mir bereits einmal mein Fahrzeug gestohlen wurde, was davon zeugt, dass die Polizei deutlich unterbezahlt wird, nimmt der Straßenbau ganz sicher keinen so großen Stellenwert in den Steuern ein (selbst bei all dem Pfuschbau durch billige Kräfte). Die absolute Mehrheit der Kosten sollte außerdem (zumindest wäre es nur so wirklich logisch) durch die KFZ Steuer, die Maut und die Erlöse von Strafzetteln getilgt werden, nicht durch die Einkommenssteuer.
 
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AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Politik ist aber nicht logisch ;)

Ohne mir die Mühe zu machen, ganz genaue Zahlen rauszusuchen: Quellen dieses Jahres sprechen von über 4 Milliarden € Unterhaltskosten alleine für Bundesstraßen und Autobahnen und über 17 Mrd. Investitionen in den Neubau von Straßen aller Art. Dem gegenüber stehen z.B. 8,8 milliarden (2007) Einnahmen aus der KFZ-Steuer bundesweit und hochgerechnet 3,3 Milliarden € aus der LKW-Maut (davon gehen noch die Betriebskosten ab, anno05 waren das 0,6 von 2,9 Milliarden)
Für Knöllchen dürfte es keine Statistik geben, schließlich werden die von den Gemeinden verteilt und einkassiert - und nach gutdünken ausgegeben. (Wobei ich ehrlich gesagt nicht glaube, dass dabei soviel rauskommt, wie manche Leute mutmaßen. Staatliche Bedienstete einschließlich Knöllchenschreiber sind i.d.R. alles andere als billig, amtlich abgesegnete Messeinrichtungen erst recht nicht)

Die absolute Mehrheit des Straßenbau und -unterhalts wird also nicht aus den genannten Steuern getilgt, sondern am ehesten noch aus der (vielfach höheren) Mineral- und Ökosteuer. (deren Höhe aber auch sicherlich nicht ganz kleine Einnahmen über Heizöl, Schiffs- und Eisenbahntreibstoffe wiederspiegeln und zudem erzeugt der Straßenverkehr ja gerade im ökologischen und gesundheitlichen auch einiges an Folgekosten, so dass die Bilanz beim Blick "aufs Ganze" weiterhin darauf hinauslaufen dürfte, dass der Individualverkehr aus dem allgemeinen Haushalt bezuschusst wird)

aber das wird irgendwie n bissl arg offtopic, hier gehts um HartzIV - und für HartzIVer ist die regelmäßige KFZ Nutzung doch eine arg teure Angelegenheit.


P.S.: Ich musste in letzter Zeit recht häufig Doppelposts von dir zusammenführen. Könntest du in Zukunft den "ändern"-Button nutzen?
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Einzig für meinen Vater ärgert es mich sehr. Mitlerweile gehen gut 50% seines Einkommens an den deutschen Fiskus. In jedem Raubrittertum würde er wahrscheinlich weniger ausgeblutet werden, als in unserer " westlichen Demokratie".

Im internationalen Durschnitt sind die Steuersätze in Deutschland wahrlich nicht so hoch. Was hingegen recht hoch ausfallen, sind die Einkommenssteuersätze zuzüglich der Lohnnebenkosten. Doch auch dort gibt es ein paar Länder mit höheren Abgaben.

Taxing Wages 2007/2008: 2008 Edition

http://www.oecd.org/document/39/0,3343,en_2649_34533_45095399_1_1_1_1,00.html
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

@uyven_macaran - Das ist nicht unlogisch - das ist das Nonaffektationsprinzip. Koennte der Bund / die Laender / die Kommunen nur das Geld an einen Personenkreis X direkt oder indirekt (z. B. fuer Infrastruktur) ausschuetten, dass zuvor bei diesem abgeschoepft wurde, haetten Transferleistungsempfaenger naemlich ganz, ganz schlechte Karten?
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Komisch.

Laut heutigen Informationen sind es jetzt doch "nur" noch 5€ mehr. Was aber auch auf 300 Millionen Euro im Jahr kommt.
Außerdem fordern SPD und Grüne schon wieder die nächste Erhöhung, wie es eben in der Natur jedes Grünen und Roten liegt. Immer schön fordern, ohne je daran zu denken woher eigentlich das Geld kommt.
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Außerdem fordern SPD und Grüne schon wieder die nächste Erhöhung, wie es eben in der Natur jedes Grünen und Roten liegt. Immer schön fordern, ohne je daran zu denken woher eigentlich das Geld kommt.

Im gegenzug möchte die SPD den Spitzensteuersatz von 42% auf 49% anheben und eine extra Reichensteuer für ledige ab einem bruttoverdienst von 100 000€ einführen...
Stand zumindest so heut in der Zeitung...
Da kann man nur hoffen, dass sie es das nächste auch wieder nicht schaffen :daumen:

mfg

Bärenmarke
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Im gegenzug möchte die SPD den Spitzensteuersatz von 42% auf 49% anheben und eine extra Reichensteuer für ledige ab einem bruttoverdienst von 100 000€ einführen...
Stand zumindest so heut in der Zeitung...
Da kann man nur hoffen, dass sie es das nächste auch wieder nicht schaffen :daumen:

mfg

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Lol. Was in Deutschland alles schon als reich gilt. Langsam wird es echt lächerlich. Das sind ja weniger als 10.000€ im Monat.

Immer wieder erstaunlich, dass Politiker dies fordern, aber selbst nicht bereit sind so viel zu zahlen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Diäten eines Bundestagsabgeordneten weit über 100.000€ im Jahr liegen, da fragt sich nur wo das Geld bleibt?

EDIT: Was besonders traurig ist: Zumindest im Ländle werden es die Grünen und Roten voraussichtlich schaffen, die Regierungsgeschäfte zu übernehmen.
Zumindest wenn es nach diesen anti-Stuttgart 21 Böcken geht.
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Vorallem, wenn man dann zu den 49% noch die sozialabgaben hinzurechnet ist man ja bei über 60% Abgaben...
Da sind die angeblich Reichen, schnell bei den Armen zu finden und müssen auch Hartz IV beantragen :D

Und da wundert sich die Regierung dann, warum die ganzen Fachkräfte abwandern :schief:

mfg

Bärenmarke
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Komisch.

Laut heutigen Informationen sind es jetzt doch "nur" noch 5€ mehr. Was aber auch auf 300 Millionen Euro im Jahr kommt.
Außerdem fordern SPD und Grüne schon wieder die nächste Erhöhung, wie es eben in der Natur jedes Grünen und Roten liegt. Immer schön fordern, ohne je daran zu denken woher eigentlich das Geld kommt.

Bedeutend komischer:
Für die Bankster der mit unser aller Steuermitteln geretteten Pleitebanken ist jedenfalls Kohle genug da .... das dürften bedeutend mehr als nur 300 Mio allein für Boni sein (gibt ja nicht nur 150 Manager der mittleren Ebene in D), aber das scheint ja "normal":

Viele Manager der mit Steuerzahlergeld geretteten Banken verdienen nach Medienberichten schon wieder prächtig. Einige strichen den Angaben zufolge mehr als die jährlich 500 000 Euro ein, die vom staatlichen Rettungsfonds Soffin als Obergrenze für Vorstandsmitglieder festgelegt wurden. Denn diese Obergrenze gilt nicht für Manager der zweiten Reihe unterhalb des Vorstandes.
Hier gilt nach Aussage von Offer aber der Grundsatz, wonach die Vergütung in einem «angemessenen Verhältnis zu den erbrachten Leistungen und der branchen-, größen- und landesüblichen» Bezahlung stehen müsse. Es gebe damit zwar klare Vorgaben. Sie hätten aber keinen Gesetzescharakter. Offer: «Man kann nur dort handeln, wo man im Moment auch eine Rechtsmöglichkeit hat.» Die gebe es bei den Vorständen, aber nicht bei Mitarbeitern der Ebene darunter.
Der staatliche Rettungsfonds Soffin orientiert sich bei der Kontrolle dieser Vorgabe nach den seit diesem Jahr auch gesetzlich verankerten internationalen Vergütungsstandards des Finanzstabilitätsforums (Financial Stability Board/FSB).

Ministerium: Üppige Banker-Boni bleiben vorerst | STERN.DE

Natürlich wird das BMF da nicht versuchen, die Rechtslage anzupassen, immerhin ist die Lücke ja "erst heute" bekannt geworden und immerhin ist´s ja die genetische Elite, die gefördert werden muss, die kassieren ja das Geld für ihre erfolgreiche Geschäftspolitik aus den Vorjahren und nicht wegen der Pleiten ....... :ugly:
Verrechnen? Nöööö ... man stelle sich mal vor wie man mit nur 100.000 EUR im Jahr über die Runden kommen soll.
Das geht man gar nicht...

Aber bei den Hartzern um jeden Cent feilschen, wie auf´m türkischen Basar... :stupid::klatsch:
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Für die Bankster der mit unser aller Steuermitteln geretteten Pleitebanken ist jedenfalls Kohle genug da .... das dürften bedeutend mehr als nur 300 Mio allein für Boni sein(...)

Ist das wieder so ein selbstloser Versuch von Dir, "Wissen zu vermitteln" und neue "Denkansaetze zugaenglich" zu machen?

Die Bundesregierung hat Garantien ausgesprochen - die nie eingeloest wurden, aber eine Wiederholung von Lehman in Deutschland verhindert haben. Das ist das so ziemlich exakte Gegenteil dessen, was Du mit der Phrase "mit unser aller Steuermitteln gerettet" suggerierst. Und solltest Du wider Erwarten tatsaechlich Belege ueber Boni haben, die insgesamt die Marke von €300.000.000,- ueberschreiten und aus Steuermitteln finanziert wurden - dann bitte, vermittle uns dieses Wissen, anstatt hier nur zum x-ten Mal zum Hallali auf Banker (die im Gegensatz zu einem Transferleistungsempfaenger uebrigens arbeiten - und in den allermeisten Faellen ordentlich) zu blasen. Wieviele Banken in Deutschland zugelassen sind, kannst Du bei der BAFIN nachlesen; wieviele Beschaeftigte diese haben, bei den Banken selbst. Es duerften erklecklich weniger sein als es Empfaenger von ALG2 gibt.

(...)und immerhin ist´s ja die genetische Elite, die gefördert werden muss(...)

Bravissimo. Hat zwar nix mit dem Topic zu tun, kommt aber bei Deinem Publikum gewiss gut an.

Aber bei den Hartzern um jeden Cent feilschen(...)

Diesen Acker bestellt die porschefahrende LINKE-Spitze bereits so hingebungsvoll, dass schwarz-gelb es gar nicht mehr muss.

Davon abgesehen hat schwarz-gelb lediglich das Urteil des von Dir gerne referenzierten Bundesverfassungsgerichtes umgesetzt; schwarz-gelb hat nicht einmal selbst den Regelsatz berechnet - das hat das (von Dir auch immer mal wieder als Quelle herangezogene) Statistische Bundesamt. Was hat das mit "feilschen" zu tun?

(...)wie auf´m türkischen Basar...

Waere ich so gestrickt wie Du, wuerde ich Dir jetzt Rassismus unterstellen.
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Bedeutend komischer:
Für die Bankster der mit unser aller Steuermitteln geretteten Pleitebanken ist jedenfalls Kohle genug da .... das dürften bedeutend mehr als nur 300 Mio allein für Boni sein (gibt ja nicht nur 150 Manager der mittleren Ebene in D), aber das scheint ja "normal":



Ministerium: Üppige Banker-Boni bleiben vorerst | STERN.DE

Natürlich wird das BMF da nicht versuchen, die Rechtslage anzupassen, immerhin ist die Lücke ja "erst heute" bekannt geworden und immerhin ist´s ja die genetische Elite, die gefördert werden muss, die kassieren ja das Geld für ihre erfolgreiche Geschäftspolitik aus den Vorjahren und nicht wegen der Pleiten ....... :ugly:
Verrechnen? Nöööö ... man stelle sich mal vor wie man mit nur 100.000 EUR im Jahr über die Runden kommen soll.
Das geht man gar nicht...

Aber bei den Hartzern um jeden Cent feilschen, wie auf´m türkischen Basar... :stupid::klatsch:

Und? Niemand hat die Regierung darum gebeten die Banken zu retten (die übrigens erst durch Mitwirken der Regierung -- vorallem der US Regierung -- in der Pleite angekommen sind). Letztlich war das die Gier der Regierung selbst. Hierbei ging es nicht um das Retten von Banken (wobei die Wirtschaftlichkeit durch so eine Rettungsaktion ruhig in Frage gestellt werden darf), sondern darum, dass die Regierung die Banken nationalisieren darf und dadurch im Umkehrschluss mehr Schulden anhäufen und eigenwillig Kredite an sich selbst verteilen darf.

Übrigens sehe ich da mehr als einen Fehler in deinen Kommentaren.

1. 300 Millionen sind es bereits (nach meiner eigenen Rechnung, die Regierung kommt sicherlich noch auf mehr) alleine durch die 5 € Erhöhung. Dazu kommen dann noch 640 Millionen für die Bildung von Kindern aus "armen" (der Zyniker/Realist mag jetzt auch "faulen" sagen) Verhältnissen.

2. Je erfolgreicher man ist, desto mehr Geld benötigt man. 100.000€ mögen für einen Hartz4ler ein Vermögen sein, für Menschen die sich dieses Geld hart erarbeiten müssen, Steuern und Abgaben dafür blechen und sich nebenbei noch einen ordentlichen Lebensstil finanzieren wollen, ist es fast schon zu wenig.

3. Sind es 100.000€ Brutto. Da gehen also noch die Steuern ab. Da landet man ganz schnell bei etwa 40.000€ effektiv nutzbares Jahresvermögen.

4. Bei Hartzern kann man am ehesten "feilschen", eben weil sie nicht arbeiten und keine Steuern zahlen. In den letzten Jahrzehnten wurden immer nur die Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausgenommen, während man als Arbeitsloser wenig Grund zur Beschwerde hatte (eine große Mehrheit hat noch nicht einmal etwas in den Topf eingezahlt, aus dem jetzt gefischt wird).
Mit 364€ im Monat lässt sich jedenfalls gut leben. Als Student hatte ich ziemlich genausoviel und habe dabei weitaus schlechter gelebt als ein Hartz4er, eben weil meine Eltern nicht wie der Staat sind, der eben mal eine 40m² für eine Person finanzieren kann. Vorallem bei den Mietpreisen, die damals in meiner Studienumgebung galten.
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Vorallem, wenn man dann zu den 49% noch die sozialabgaben hinzurechnet ist man ja bei über 60% Abgaben...
Da sind die angeblich Reichen, schnell bei den Armen zu finden und müssen auch Hartz IV beantragen :D

Und da wundert sich die Regierung dann, warum die ganzen Fachkräfte abwandern :schief:

mfg

Bärenmarke

Tja.

Wie sagte doch Milton Friedman einst?

"Wenn du Menschen dafür bezahlst nicht zu arbeiten und besteuerst wenn sie es tun, so brauchst du dich über Arbeitslosigkeit nicht zu wundern".

Die Anreize in Deutschland zu arbeiten gehen langsam wirklich gegen 0. Vorallem für jene, die keinen akademischen Grad haben. Und umso mehr die arbeitende Bevölkerung dezimiert wird, umso weniger bleibt im großen Sozialkassen Topf. Wo wir dann zu Pinochet kommen würden, der einst sagte "Die Reichen sind diejenigen, die das Geld machen, daher muss man die Reichen gut behandeln, damit sie mehr Geld machen können".

Genau diese einfachen Weisheiten verletzt die deutsche Regierung nach und nach und braucht sich dann auch garnicht zu wundern, wenn die BRD genauso endet wie Island, Griechenland oder damals die DDR.
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

@AMDFan2005

Das seh ich auch so, vorallem wenn man schaut die 42% Einkommensteuer gelten ja schon ab 52000 und ein paar zerquetschte. Wenn man dann den Steuersatz auf 49% anhebt und die sozialabgaben dazurechnet (sagen wir mal 60%) dann bleiben dir noch sage und schreibe 20800€ übrig :ugly:
Das ist doch ein schlechter Witz:daumen2:
Ich finde die Regelung, ab wann man als reich geltet total lächerlich und überholt. Da sollte man schleunigst mal was dran ändern.

mfg

Bärenmarke
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

@AMDFan2005

Das seh ich auch so, vorallem wenn man schaut die 42% Einkommensteuer gelten ja schon ab 52000 und ein paar zerquetschte. Wenn man dann den Steuersatz auf 49% anhebt und die sozialabgaben dazurechnet (sagen wir mal 60%) dann bleiben dir noch sage und schreibe 20800€ übrig :ugly:
Das ist doch ein schlechter Witz:daumen2:
Ich finde die Regelung, ab wann man als reich geltet total lächerlich und überholt. Da sollte man schleunigst mal was dran ändern.

mfg

Bärenmarke

Ehm, das ist so nicht richtig. Schaue dir mal die Berechnung der tariflichen Einkommensteuer an gemäß §32a I S.1 Nr. 4 EStG

1Die tarifliche Einkommensteuer bemisst sich nach dem zu versteuernden Einkommen. 2Sie beträgt vorbehaltlich der §§ 32b, 32d, 34, 34a, 34b und 34c jeweils in Euro für zu versteuernde Einkommen 1.bis 7 834 Euro (Grundfreibetrag):
0;
2.von 7 835 Euro bis 13 139 Euro:
(939,68 • y + 1 400) • y;
3.von 13 140 Euro bis 52 551 Euro:
(228,74 • z + 2 397) • z + 1 007;
4.von 52 552 Euro bis 250 400 Euro:
0,42 • x – 8 064;
5.von 250 401 Euro an:
0,45 • x – 15 576.
3„y“ ist ein Zehntausendstel des 7 834 Euro übersteigenden Teils des auf einen vollen Euro-Betrag abgerundeten zu versteuernden Einkommens. 4„z“ ist ein Zehntausendstel des 13 139 Euro übersteigenden Teils des auf einen vollen Euro-Betrag abgerundeten zu versteuernden Einkommens. 5„x“ ist das auf einen vollen Euro-Betrag abgerundete zu versteuernde Einkommen. 6Der sich ergebende Steuerbetrag ist auf den nächsten vollen Euro-Betrag abzurunden.
Wie du sehen kannst werden von den 42% noch ein Pauschalbetrag von 8.064 € direkt von der Steuer abgezogen. Man kommt am Ende also bei einem zu versteuerndem Einkommen von 52.552 € auf eine tatsächliche Steuerbelastung von 26,65 %.

42% Steuerbelastung hat man erst, wenn man weit über 400.000 € zu versteuerndem Einkommen hat.

Beim Splitting-Tarif sieht das ganze dann nochmal anders/besser aus. Diverse Freibeträge nochmal Außen vor gelassen. Ich möchte aber auch nicht vorenthalten, dass es im Falle von Hartz4 Empfängern einen Progessionsvorbehalt (32b EStG) gibt. Das macht die Kuh aber ohnehin nicht fett, bei den niedrigen Sätzen. Oben die Zahlen beziehen sich auf 2009. 2010 gelten andere Zahlen, was aber am Ergebnis nichts ändert.

Bitte das nächste Mal besser recherchieren und dann kritisieren!
 
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AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Wie du sehen kannst werden von den 42% noch ein Pauschalbetrag von 8.064 € direkt von der Steuer abgezogen. Man kommt am Ende also bei einem zu versteuerndem Einkommen von 52.552 € auf eine tatsächliche Steuerbelastung von 26,65 %.

Sorry, ich hab mir aus zeitgründen nicht den ganzen Artikel zu den Steuersätzen durchgelesen gehabt und den satz hier wohl falsch interpretiert:
Tarifzone 4 (Proportionalzone 1)
Ab einem zvE von 52.882 € bleibt der Grenzsteuersatz konstant bei 42 %; d. h. von jedem Euro, um das sich das zvE in dieser Zone erhöht, wird – ohne Berücksichtigung der Rundungsregelung – eine Steuer von 0,42 € fällig. Dies gilt jedoch nur bis zum Betrag 250.730 Euro für Ledige bzw. 501.460 Euro für Verheiratete.


Nichtsdestotrotz muss dieser Wert doch bei einer Erhöhung auf 49% auch ansteigen, man hat dann zwar einwenig mehr Geld wie ich ausgerechnet habe, aber der Abzug ist doch recht ordentlich.
(26,65%+RV 9,95%+AV 1,4%+Pv 1,225+KV 7,9%= 47,125%) Ist etwas niedriger wie meine 60%, aber wie gesagt, wenn es von 42% auf 49% steigt dürfte doch der reale steuersatz auch nicht mehr 26,65% sein sondern sich eher an den 30 orientieren, womit mir dann bei ca. 50% abgaben wären.
Oder täusche ich mich da?

mfg

Bärenmarke
 
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AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

@AMDFan2005

Das seh ich auch so, vorallem wenn man schaut die 42% Einkommensteuer gelten ja schon ab 52000 und ein paar zerquetschte. Wenn man dann den Steuersatz auf 49% anhebt und die sozialabgaben dazurechnet (sagen wir mal 60%) dann bleiben dir noch sage und schreibe 20800€ übrig :ugly:
Das ist doch ein schlechter Witz:daumen2:
Ich finde die Regelung, ab wann man als reich geltet total lächerlich und überholt. Da sollte man schleunigst mal was dran ändern.

mfg

Bärenmarke

Nicht nur diese Regelung ist lächerlich. In Deutschland ist so einiges im Argen. So weisst man auch immer wieder gerne auf die "Armen" hin, meint dabei aber noch nicht einmal diejenigen, die auf der Straße leben und um jeden Euro kämpfen, sondern tatsächlich die in gemütlichen, warmen Häusern wohnenden Menschen, die zu wenig verdienen oder von Hartz 4 leben.

Die Geringverdiener will ich damit noch nicht einmal angreifen, aber es ist doch recht fraglich, wie hier in Deutschland mit Begriffen um sich geworfen wird.

Da wird den -- mangels eines besseren Begriffs nenne ich sie jetzt einfach einmal so -- "pseudo Armen" geholfen, während die wirklich Armen weder in Statistiken gelistet werden, noch auf irgendeiner Hilfsliste auftauchen.

Stattdessen wird sich damit beschäftigt, dass die pseudo armen Hartz 4 Empfänger in ihren warmen, vom Steuerzahler bezahlten Hütten ja genug Nahrung und Freizeit haben.

Deutschland benötigt ganz sicher eine soziale Revolution. Aber keine die von links kommt und nur finanzielle Anreize bietet, sondern eine von rechts. Eine die rationale Standards setzt und nicht dafür sorgt, dass die Hälfte der Bevölkerung und Konzerne durch horrende Steuern vergrault wird.

Diese soziale (und gleichzeitig auch wirtschaftliche) "Revolution" sollte sich in folgende Teilprojekte eingliedern.

- Vollprivatisierung der gesamten Industrie
- Steuersenkungen um 30%
- Großangelegte Kampagnen mit dem Motto "Menschlichkeit", bei denen Schlüsselmitglieder der Industrie und der privaten Hilfsorganisationen, sowie religiöse Vereine eingeladen werden, mit dem Ziel ein privates Hilfssystem aufzubauen. Privat gestellte Unterkünfte, Gemeinschaftsküchen und die Bereitstellung von erwerblichen Chancen sollten dabei im Mittelpunkt stehen. Teilnehmende Unternehmen dürften natürlich die volle Unterstützung seitens des Staates erwarten und etwaige Steuerentlastungen wären als Anreiz auch möglich.

So ein Programm wäre sicherlich ein größerer Aufwand, verspricht aber weitaus wirtschaftlicher und menschlicher zu sein, als das "linke" Zahlemann-System.



Ziel eines Sozialsystems sollte es nicht sein, die Menschen unter diesem ewig zu versorgen, sondern nur zwischenzeitlich, bis diese wieder eine neue Anstellung finden.

Der Rest des Sozialsystems würde dementsprechend natürlich unangetastet bleiben. Jene die in die Kasse einzahlen, würden also auch weiterhin ihre Notversorgung bei kurzzeitiger Arbeitslosigkeit zurückerhalten. So wie es einst auch gedacht war.
 
AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?

Nichtsdestotrotz muss dieser Wert doch bei einer Erhöhung auf 49% auch ansteigen, man hat dann zwar einwenig mehr Geld wie ich ausgerechnet habe, aber der Abzug ist doch recht ordentlich.
(26,65%+RV 9,95%+AV 1,4%+Pv 1,225+KV 7,9%= 47,125%) Ist etwas niedriger wie meine 60%, aber wie gesagt, wenn es von 42% auf 49% steigt dürfte doch der reale steuersatz auch nicht mehr 26,65% sein sondern sich eher an den 30 orientieren, womit mir dann bei ca. 50% abgaben wären.
Oder täusche ich mich da?

Der Anteil der Est. läge bei ca. 33%. Aber die Erhöhungen der %-Zahlen sind spekulativ. Von daher ist es eher müßig sich darüber Gedanken zu machen.

Was die Grundsatzkritik am Steuersystem anbelangt, kann ich euch als jemand, der seit Jahren sich mit Steuern beschäftigt hat und wohl auch bis zum Rentenalter beschäftigen wird, sagen, dass das System an sich in Ordnung ist. Es ist zwar kompliziert auf Grund vieler (notwendigen!) Ausnahmeregelungen und mehrdeutigen Formulierungen, die sich leider auf Grund der Internationalisierung häufen, aber im Grunde fair.

Vereinfachungspläne (ehemals FDP bevor sie an die Macht kamen) sind schlichtweg nicht durchführbar.

Es ist leider in der Politik noch nicht angekommen, dass es wesentlich effizienter ist, Kosten zu senken, als Umsätze (sprich Steuern) zu generieren. Die Folge sind Abgabenerhöhungen, die eine Korrumpierung des Steuersystems zur Folge haben. Das ist aber kein Problem des Systems, sondern der Leute hinter dem System. Darunter leiden natürlich dann die kleinsten in der Gesellschaft.

Ein Problemlösung liegt aber nicht in einem (Steuer-)Systemwechsel, sondern ganz weit außerhalb, tief im materiellen Denken unserer Gesellschaft. Dort muss ein Umdenken stattfinden. Dass das aber auch zunächst Opfer fordert, scheint vielen nicht klar zu sein.
 
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