AW: sind die H4 sätze zu niedrig ?
Allerdings hat Ruyven auch Recht...Öffentliche Verkehrsmittel sind schon sehr teuer geworden und noch dazu in den letzten Jahren extrem unzuverlässig. Zumindest hier in der Berliner Gegend.
Und das wäre noch das beste Beispiel.
Mir ging es eher um Meck-Pomm, Sachsen-Anhalt,...
Da ist der ÖPNV nicht unzuverlässig oder teuer geworden.
Da ist er schlichtweg inexistent oder fährt 2-4 mal am Tag.
Wie soll man um 9:00 zum Vorstellunggespräch erscheinen, wenn der erste Bus des Tages um 7:45 fährt und eine Stunde später in der nächst größeren Stadt ist, in der man in einen anderen Bus umsteigen muss, der in Richtung des Kaffs mit der potentiellen Stelle fährt?
Da bleibt nur Auto oder ggf. Fahrrad. Aber mit letzterem ist es in 90% der Wetterlagen eben auch unmöglich, trocken, sauber und unverschwitzt wohin zu gelangen.
Wie mans nimmt aber über ein Prepayd handy hat er kein Internet Flat um Arbeit zu suchen und sämtliche Stellendatenbanken im netz zu durchforschen. Dafür braucht er ein Festnetz und wen festnetz schon mal fürs netz notwendig ist, ist auch da "all in one" mit tel anschluss inklusive so das handy Überflüssig.
Äh:
Internet&flat ist in den HartzIV-Kosten sowieso nicht vorgesehen und die 25-30€ die dafür fällig werden, entsprächen fast 10% dessen, was ein HartzIVer überhaupt zur Verfügung hat. Zugehöriger PC,... (der bei älteren ggf. auch nicht vorhanden ist) oder auch nur die Kenntnisse, wie man diesen einrichtet (bzw. die Kosten, dass machen zu lassen), noch gar nicht mitgerechnet. Stellenangebote soll man sich nach Vorstellung des Staates in der Arge angucken, was in der Praxis entsprechend schlecht funktioniert und darauf hinauslaufen dürfte, dass viele Stellen, die nicht in kostenlosen Regionalzeitungen ausgeschrieben oder der Arge gemeldet werden, für viele HartzIVer gar nicht zugänglich weil nicht bekannt sind.
Fährt man mit Buss / Bahn / Strab / Taxi zum Bewerbungsgespräch, Behält man die Tikets, stellt den BEWERBUNGSKOSTENERSTATTUNG ANTRAG und bekommt das geld von der Arge Zurück so das, wie gesagt, ein auto ist mehr als Überflüssig.
Taxi

Kriegt man das neuerdings erstattet? Habe ich bislang nur gegenteiliges gehört. Und Bus/Bahn: s.o.
Wenn das möglich ist, ist das schön. Aber in weiten Teilen ist es das nicht.
Du siehst das Problem, das man hier richtig im Eimer ist, wenn man weder Job noch Auto hat, denn man kommt da nicht mehr raus...
Zumal man auch nicht 'mal eben' einen Kredit bekommt, wenn man gerad eingestellt wurd...
Vor allem müsste man den Kredit ja bekommen, bevor man eingestellt wird, damit man das für die Stelle verlangte Auto bereits vorweisen kann...
Du solltest mal 'nen Monat oder 2 mit Hartz 4 leben, dann änderst du deine Meinung garantiert!
2 Monate machen wenig Sinn, 1-2 Jahre sind der Punkt, an dem es kritisch wird. Die meisten Leute, die keinen Luxus gewöhnt sind, wären vermutlich in der Lage, ihr Tagesauskommen von HartzIV zu bestreiten - wenn es sein muss. Nach 3-4 Monaten würde der ständige Verzicht langsam auf die Nerven gehen. Nach einem Jahr, wenn auf einmal eine ganze Menge Versicherungen fällig werden, kommt die erste Erkenntniss. Und wenn irgendwann Geräte kaputt gehen, Kleidungsteile verschlissen sind,... - dann, erst dann kommt der Punkt, an dem klar wird, was HartzIV eigentlich bedeutet.
Billig Friseur? Kahle Bombe oder was kriegst du dafür?
Ein Herren-Trockenschnitt kostet bei mir 13,90€ und da muss ich alle 3 Wochen hin. Das wären dann wieder 27€ monatlich!
Also bei uns sprießen die ex-10, jetzt 11€ aus dem Boden wie Pilze und die Ergebnisse sind (zumindest bei mir) brauchbar. Aber auch das kann keine Lösung sein:
Zum einen sind deren Löhne ja ihrerseits ein Fall für HartzIV-Zuschüsse, zum anderen sind auch 11€/Monat eine spürbare Zusatzausgabe und die Frisuren, bei denen man mit 11€/6Monate auskommt, steigern die Chance auf einen Arbeitsplatz -gerade am unteren Ende der Skala- sicherlich nicht.
Die meisten sind RAUCHER wen nicht sogar KETTENRAUCHER wo gut 100 kippen pro tag verbrannt werden.
Statistik!
Was meine Arbeitslosigkeit betrifft, Da ging es nicht um wille oder aussehen sondern einfach nur um der Tatsache das mein Berugf als STRAB FAHRER in deutschland nicht Existiert. Es ist nur eine Innenbetriebliche Fahrerlaubniss der Verkehrsbetriebe, kekoppelt mit FS K3 so das bin Ich in BRD quasi OHNE BERUF wie ein Schulabgänger. Die Anderen 2 Erlernte Berufe (KFZ Mechatronik u. Elektroinstalateur) hab ich gut 15 Jahre nicht Praktiziert und die Kentnisse sind Überholt.
Und was glaubst du, wieviele Leute es in Deutschland geht, die genau das gleiche Problem haben?
Ich hab in der Bekanntschaft gelernte Elektriker (vor 25 Jahren das letzte mal in dem Job gewesen), Leute die sich mit Wartungsarbeiten im Kupfertagebau auskennen (ups - stillgelegt), etc. . Es gibt haufenweise klassische Berufsbilder, für die in Deutschland keine Jobs mehr zu finden sind und deren Ex-Ausüber heute auf HartzIV sind. Du hast den Vorwurf, "dich nicht genug um Arbeit zu bemühen" genauso verdient, wie die.
Das ist nun mal ein Teufelskreiss wo die ARGE Gefragt ist , das aus zu Bügeln. Letztendlich hate ich ja denen "Affen" auch genug Eingezahlt bei Brutto Gehälter von 11.000 DM (ELF TAUSEND) Monatlich.
Was machten die?
NICHTS !
Mich aufs Abstellgleis Geschoben, Angeblich Ich bin zu Alt.
Damals war ich noch Unter 40. Na wen man in BRD mit 37 Jahre ZU ALT ist für eine Umschulung, dan Frage ich mich ob die hier eine an der Klatsche haben oder nicht mehr Sauber Ticken.
Imho eine Mischung aus Bürokratie und Lobbyismus. Umschulungs-/Weiterbildungsmaßnahmen laufen nach merkwürdigen bis sinnlosen Schemata ab (schicken wir studierten Biologen zu einem Selbstständigkeitslehrgang, einen >55 jährigen zu einem Computerkurs, allgemeine Reintergrationsmaßnahmen die z.T. aus Puzzle-legen bestehen!...) und die Industrie, die sie anbietet, macht iirc mitlerweile Umsätze in (deutschlandweit) dreitstelliger Millionenhöhe.
ja, aber es nicht so wenig dass die leute verrecken. ICh war schon bei einigen arbeitslosen, und die haben zum teil sachen in ihrer wohnung stehen, für die ich es als Arbeiter nicht einsehe, dafür bezahlen zu müssen!
Hast du Kenntnisse darüber, wann und von wessen Geld die gekauft wurden?
Einige, ggf. sogar viele Leute haben das Glück, von ihrem sozialen Umfeld gestützt zu werden. Da hat Oma eine gute Rente und zu Weihnachten gibts einen ordentlichen Fernseher. Oder aber Dinge wurden kurz vor HartzIV-Beginn angeschafft. Ich selbst z.B. rechne auch damit, dass ich unmittelbar nach dem Studium eine zeitlang ohne Job dastehe. In meinem Alter ist das Limit für Ersparnisse aber so niedrig, dass selbst Reserven, die für ein paar Monate reichen würden, bereits mit HartzIV verrechnet werden.
Ergebniss: Bevor ich was beantrage werde ich erstmal alten-würde-aber-noch-gehen Geräte im Haushalt gegen neu-und-geht-besser ersetzen. Normalerweise würde ich damit noch 2-3 Jahre warten, aber bis dahin müsste ich das Geld, dass ich so für mich verwenden kann, dem Staat geben.
Wer nicht arbeitet der muss sich keine teuren materiellen sachen leisten können. wie gesagt, ein billiges dach überm kopf
Da fängts schon an:
Natürlich reicht eine vergleichsweise günstige Wohnung aus. Aber wer sich zu Zeiten, als einer einen guten und vermeintlich sicheren Job hatte eine etwas bessere ausgesucht hat, der steht vor einem Dilemma. Denn bei einem Umzug verliert man eben nicht nur 10-20m² Wohnfläche und eine ggf. gute (arbeitsplatzfreundliche!!) Lage. Man hat auf einmal auch einen anderen Grundriss und d.h., dass die alten Möbel schlecht bis gar nicht passen. Insbesodnere z.B. Einbauküchen lassen sich nunmal schlecht mitnehmen.
Ergebniss: Entweder nimmt man drastische Einschnitte in die Lebensqualität in Kauf, es werden enorme Summen für eine neue, entsprechende Einrichtung fällig (liegen deutlich über dem, was die günstigere Miete spart und übernommen werden sie erst recht nicht), oder man behält die alte, eingerichtete Wohnung und muss was vom knappen HartzIV abzweigen...
Zumindest Fernsehberichten zu Folge sind es gar nicht mal so wenige, die letztere Option wählen, ehe sich von der Arge dazu zwingen lassen, auf Sperrmüllniveau zu leben.
wenn heute ein arbeiter mit nem knochenjob gleich viel/nur minimal mehr verdient wie ein arbeitsloser der nur vor der glotze hockt, dann frag ich mich auch: ist das noch sozial? Leben wir nicht in einem Sozialstaat?
Nö, im Kapitalismus. Und wenn da billige Arbeitskrafte für miserable Bedingungen in großer Zahl zur Verfügung stehen (was sie dank Globalisierung eben tun), dann kriegt man für Knochenjobs bestenfalls noch genug, um sich in Deutschland knapp über Sozialhilfeniveau zu halten.
Mit dem Staat hat das aber nichts zu tun, denn wir sind doch alle liberal und da soll sich der Staat aus der Wirtschaft raushalten...
Ich hab jetzt nicht alles durchgelesen,vielleicht wurde das ja auch schon gesagt.
Wurde alles schon gesagt und ein Großteil davon auf den letzten paar Seiten.
Ein bißchen lesen wäre wohl nicht zuviel verlangt, wenn du schon keine Lust hast, die der gerade aktuellen Diskussion anzuschließen.
Nein,ist es nicht solange kein Gewerbe angemeldet ist.
Und wenn es das wäre, wäre es auch keine Schwarzarbeit, solange niemand vom Eigentümer beschäftigt wird

Aber der Betrieb eines nicht angemeldeten Gewerbes (und Umsäte @ebay, die eine deutliche Steigerung gegenüber HartzIV darstellen, müssten gemeldet werden) ist auch nicht besser, als Schwarzarbeit.
Und hör bitte auf von "den H4 Empfängern" zu reden.
*anschließ*
Das gleiche gilt übrigens für "dem Detuschen", "dem Ami", etc.
Ich behalte mir vor, Posts mit derart unangemessenen Verallgemeinerungen (und in Folge dessen durchgängig falschen Aussagen) als das zu behandeln, was sie im Rahmen einer niveauvollen Diskussion sind: Spam.
Jeder Politiker entscheidet nur für seine Legistraturperiode (die meisten erwarten von Anfang an keine 2. Amtszeit) und so gibt es dann Entscheidungen die ganz kurz die Bilanz derjenigen in Ihrer Periode verschönern, aber im Endeffekt Deutschland zu Grunde richten.
Mit dem Erwarten einer zweiten Amtszeit hat das gar nichts zu tun. Man bekommt schlichtweg keine, wenn man nicht wärend der ersten was tolles vorzuweisen hat. Daraus resultieren dann auch z.B. deine Subventionsbeispiele:
Es braucht gar keine Vetternwirtschaft, um halbgare/unzureichend abgesicherte Angebote gegenüber Firmen zu machen. Es reicht vollkommen aus, dass diese in <4 Jahren meherere hundert bis tausend Arbeitsplätze im eigenen Wahlbereich schaffen. Und es ist dabei erstmal Nebensache, ob diese auch in 6 Jahre noch da sein werden.
Das gleiche Phänomen gibts aber auch in der Wirtschaft. Was zählt, sind Bilanzergebnisse im Moment - nicht die in Zukunft. Ob man diese Bilanzen über riskante Geschäfte bei Banken, unhaltbare Sparmaßnahmen bei der Bahn, fehlende Entwicklung bei GM, oder ... schafft, ist egal.
Das Problem ist aber auch nicht unbedingt neu, insbesondere nicht in der Politik. Staatsverschuldung, Umweltzerstörung, nicht zukunftstaugliche Energieversorgung, problematische Bildungssystem, fehlende oder nur eingeschränkt nutzbare Verkehrsinfrastruktur, privatisierte Wasser-/Strom-/Gasnetze, Atomendlagerstandorte... - viele der Probleme, die wir heute haben, waren vor 10-20-30-z.T. 40 Jahren bereits absehbar. Und sie wurden auch vorhergesagt.
Aber das hatte für die Entscheidungsträger nicht, die mussten kurzfristig positive Ergebnisse vorlegen. Und das haben sie in der Form gemacht, die für sie die kleinsten (nämlich keine) Konsequenzen hatte: Zulasten der Umwelt oder künftiger Generationen. Denn die Wählen nicht. (ggf. kanns auch zulasten von Gruppierungen gehen, die definitiv eine andere Partei oder fast gar nicht wählen)
Das gleiche System läuft heute weiter, man denke z.B. an die extrem kurzfristige Aktion mit der Abwrackprämie:
Auf Kredit (-> künftige Generationen) wurde Umsatz generiert, der sofort Arbeitsplätze rettet (-> kurzfristiger Nutzen), die aber in Zukunft nicht sicher sind -dank der Abwrackprämie sogar noch unsicherer- (-> egal, da nächste Wahlperiode). Das ganze führte zum kompletten Einbruch des Billigst-Gebrauchtwagenhandels (-> wählen eh nicht Union, oft nicht mal deutsche Staatsbürger), mittelfristig zu massiven Auftragsrückgängen bei den freien Werkstätten (-> egal, da nächste Wahlperiode) und hat eine klar negative Umweltbilanz (-> künftige Generationen).
Bilanz unterm Strich für die Politiker, die es beschlossen haben
+ viele Arbeitsplätze jetzt gerettet
(- eine Branche fast vernichtet, du uns eh nicht wählen darf)
±vieles, was für die nächste Wahl egal ist
Bilanz für alle:
± Kündigungen verschoben
- Staatsverschuldung gesteigert
- Umwelt geschadet
- eine Branche sofort in die Knie gezwungen
- zweite Branche in absehbarer Zeit in die Knie gezwungen
Und wenn man sich das darauf folgende Wahlergebniss angeguckt hat, dann wurde klar, welche Bilanzierungsweise der sogenannte Souverän honoriert...
(sorry, das ich ausschweife, obwohl ein einfaches *Zusimmung* reichen könnte, aber ich hasse dieses Paradebeispiel für den Unterschied Staatsmann<>Politiker einfach)