Sehsinn: Sind 8K-Fernseher überflüssig?

Ich sag mal, kommt auf den Inhalt an.
Beim TV-Programm z.B. sehe ich zwischen 1080i und UHD auf Astra wenig Unterschied auf meinem 4k TV.
Dabei gibts es dann noch Unterschiede zwischen "normalem" TV und z.B. dem UHD-Demoprogramm von Astra.
Das sieht dann schon extrem schick aus aber wurde natürlich auch genau dafür produziert.
Bei Spielen , die z.B. von der XBOX kommen sehe ich ob FHD oder UHD anliegt.
Da möchte ich 4k nicht missen, auch wenn teilweise nur hochskaliert wird.
Auf 8k kann ich dagegen glaube ich verzichten, wird ja auch kaum Inhalt dafür produziert, weil technisch sehr aufwändig.
 
Hängt wie immer von der Größe des Bildschirmes ab, dem Abstand und sonstigen Details.
Generell ist 8K gut, gerade auf Glotzen die weit über 100" sind - da wäre das logisch. Content gibt noch nicht genug und Spiele in 8K antreiben... naja fragt mal in 10 Jahren, aktuelle Hardware kackt da gnadenlos ab. Aber ja das wäre der nächste logische Schritt für die 16:9 Auflösung.
 
Ich habe das Gefühl hier prallen mal wieder Theorie und Praxis aufeinander. Alleine schon wenn ich die angenommenen Verhältnisse zwischen Sitzabstand und Bilddiagonale wieder sehe...

Für ein Heimkino sollte man einen horizontalen Betrachtungswinkel von 45 Grad anpeilen. Das sind bei 2m dann schon gut 65" in 16/9. Dementsprechend steigen dann auch die Anforderungen an die Auflösung.
 
Je mehr Pixel, desto mehr Details beim Zoomen. Wenn es nach dem Menschen ginge, würde auch 720p reichen und man hätte beim Zoomen wieder UFO- und Bigfoot-Aufnahmen :D.
 
Der im Artikel verlinkte Rechner ist interessant.

Ich sitze je nach Haltung ca. 55-80 cm vom Bildschirm entfernt, beim Zocken eher 70 cm. Um nun die wünschenswerten 90-94 ppd bei 70 cm zu erreichen, müsste der Monitor ca. 200 ppi darstellen. Auf 32" mit 16:9 wären das 6K. Es dauert noch Jaaaahre, bis ich mir die entsprechende Hardware dafür leisten kann. Ich bin mit dieser Studie tendenziell unzufrieden.
 
Die Frage ist doch auch, was erwartet man von 8k?! Welches Medium nutze ich?! Wie groß muss die Kiste sein?! Unter 85 Zoll für mich unnötig. Keine UHD Bluray? Dann quatsch. 8k oder UHD- II ist ja im low oder mid Budget auch unnötig. Wer über diese Auflösung nachdenkt, ist ja schon am Maximum interessiert. Zumal Auflösung auch nicht alles ist. Lieber ein Top Panel. Das ist meine persönliche Meinung. Ich hatte auch schon berufsbedingt Erfahrungen mit 8k sammeln können. Ich benötige es nicht!
 
Die Frage ist doch auch, was erwartet man von 8k?! Welches Medium nutze ich?! Wie groß muss die Kiste sein?! Unter 85 Zoll für mich unnötig. Keine UHD Bluray? Dann quatsch. 8k oder UHD- II ist ja im low oder mid Budget auch unnötig. Wer über diese Auflösung nachdenkt, ist ja schon am Maximum interessiert. Zumal Auflösung auch nicht alles ist. Lieber ein Top Panel. Das ist meine persönliche Meinung. Ich hatte auch schon berufsbedingt Erfahrungen mit 8k sammeln können. Ich benötige es nicht!

Was aktuell noch highend ist, wird in 10 Jahren einem hinterhergeworfen wie 4k-Glotzen aktuell.
 
Ein mir bekannter Professor rechnet seinen Studis, seit es UHD-2 („8K“) gibt, in der Vorlesung vor, warum diese Auflösung in der Praxis völlig überflüssig ist, eben weil die Winkelauflösung des menschlichen Auges, aus welcher sich der Sitzabstand ergibt, der erforderlich ist, um die Vorteile höherer Rasterauflösung mitnehmen zu können, der limitierende Faktor ist. Demgegenüber stehen die explodierenden Datenmengen, die transportiert und verarbeitet werden müssen. Das bringt nicht nur die klassische Broadcast-Infrastruktur mit SDI an die Grenzen der Physik (bei Olympia 2021 in Tokio waren 16 (!) SDI-Kabel pro Kamera erforderlich, um auf eine Kabellänge kommen zu können, die bis zum Ü-Wagen reichte), auch wenn da die Umstellung auf IP-basierte Netzwerke nach SMPTE 2110 in Zukunft Abhilfe schaffen wird; sondern vor allem steigt an allen Stellen, einschließlich bei den Endverbrauchern, der Strombedarf für die Geräte exponentiell, und das alles für eine Auflösung, aus der wir visuell keinen Nutzen ziehen können, denn bei der Distanz, auf die man an das Display rangehen muss, damit man einen Vorteil gegenüber UHD („4K“) hat, passt das komplette Bild nicht mehr ins Blickfeld. Selbst im Kino ist der Nutzen nicht gegeben, weil mit der Größe der Leinwand auch die nötigen Sitzabstände wachsen.

Und nein, entgegen dessen, was im Artikel behauptet wird, bringt diese Auflösung auch bei Mobilgeräten nichts. Bei den Bilddiagonalen von Laptops, Tablets oder gar Smartphones müsste man sich das Gerät für einen Gewinn gegenüber UHD so nah vors Gesicht halten, dass die Augen darauf gar nicht mehr fokussieren können. Haltet euer Smartphone einfach mal 10 cm vor eure Augen und achtet darauf, wie viel Anstrengung euch der Versuch abverlangt, in dem Bereich noch scharf zu sehen. Schon UHD ist zumindest bei Smartphones in der Praxis kompletter Humbug.

Es gibt Überlegungen beim Fernsehen, dass man z. B. aus einer einzigen Totalen mit 4320p-Auflösung dann flexibel und verlustfrei ein 2160p-Bild digital croppen und dieses übertragen könnte. Das ist aber ein Problem, das der Endverbraucher nicht hat, weil das Ursprungsmaterial bei ihm nie ankommt.

Warum ist „8K“ dann trotzdem immer noch in aller Munde? Aus demselben Grund, warum es im Endverbrauchermarkt Hi-Res-Audio gibt, obwohl bereits die CD die physikalischen Grenzen des menschlichen Gehörs genau trifft: Marketing schlägt Physik. Die Industrie will was verkaufen, und der Konsument will seinem Nachbarn oder dem World Wide Web zeigen, dass er den größeren (Fernseher) und die dickeren (Kopfhörer) hat. Und bei Rasterauflösung wirken die Anstiege bei den Zahlen beeindruckender als bei Farbauflösung, obwohl es bei Letzterer im Endverbraucherbereich Stand jetzt visuell noch viel mehr rauszuholen gäbe. Siehe auch folgende Anekdote: Schon bei der Einführung von HDTV und der Frage, ob man in 720p50 oder 1080i50 senden soll, kamen in einer groß angelegten Studie alle Probanden einstimmig zu dem Ergebnis, dass 720p50 visuell besser aussehe. Durchgesetzt hat sich... 1080i50, weil die Industrie der Auffassung war, dass sich die höhere Auflösung besser vermarkte. Nur die Öffentlich-Rechtlichen sind der Evidenz gefolgt und haben auf 720p50 gesetzt. Einzige Ausnahme war die ARD, die fand nämlich, dass es am Besten sei, die Nachteile beider Formate zu verheiraten und die Vorteile zu eliminieren: Produziert wird seit jeher in 1080i50 und gesendet in 720p50 – man hat also am Ende die niedrigere Rasterauflösung, die zudem noch vom nativen Format runterskaliert ist, aber statt echter Vollbilder noch schön Interlacing-Artefakte. :ugly:

Kurz gesagt: Wer euch ein „8K“-Gerät (Zuspieler oder Display) zu verkaufen versucht, hofft, dass ihr weder nachgedacht, noch Ahnung habt. Und dass eure Freunde zu feige sind, zuzugeben, dass sie ebenfalls weder nachgedacht, noch Ahnung haben.
 
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Ein mir bekannter Professor rechnet seinen Studis, seit es UHD-2 („8K“) gibt, in der Vorlesung vor, warum diese Auflösung in der Praxis völlig überflüssig ist, eben weil die Winkelauflösung des menschlichen Auges, aus welcher sich der Sitzabstand ergibt, der erforderlich ist, um die Vorteile höherer Rasterauflösung mitnehmen zu können, der limitierende Faktor ist.
Die hier genannte Studie bestätigt das ja nun auch. Gemäß Rechner liegt die Grenze für ein 52" Fernseher mit 4K (entsprechend ca. 85 ppi) bei ca. 160 cm. Ein Abstand von 300 cm reicht, um 4K auf ca. 96" (das sind beachtliche 212x120 cm) zu schauen, wobei man nahe der 95 ppd-Grenze ist. Ein Wohnzimmerfernseher müsste also schon außerordentlich groß sein, um 8K zu rechtfertigen.

Eigentlich aber auch ziemlich stark, dass wir hinsichtlich ppi und fps bereits Geräte haben bzw. produzieren können, die unsere natürliche Limitierung erreichen oder übertreffen.
 
je nach Empfangsweg aber wieder anders -> https://www.ard-digital.de/technik/hdtv#:~:text=paar Lösungen parat!-,Formate und Bildauflösung,720 Pixeln im Vollbildverfahren übertragen.

und was übers Internet kommt ist ja eh wieder was anderes, mal gucken was mit DVB-I kommt
Ja, über DVB-T2 kommt 1080p50, das Kapitel hatte ich jetzt bewusst weggelassen. Das geht aber auch nur darauf zurück, dass die fieseste Patentmafia der Welt, die MPEG, bei der Standardisierung des H.265-Codecs, den DVB-T2 verwendet, – zum Entsetzen aller Fernsehanstalten weltweit – still und heimlich das Interlacing rausgeschmissen hat. Am Ende ist das Material trotzdem in 1080i50 produziert und die Interlacing-Artefakte sind nach wie vor drin, nur bei der ARD ist es insoweit ein Upgrade, als dass man sich zumindest das Runterskalieren auf 720p jetzt spart.

Mir ging es bei der ganzen Geschichte auch nur darum, nochmal zu verdeutlichen, wie in der Industrie regelmäßig Marketing-Überlegungen vor Evidenz gehen.

Hinzu kommt im Falle von „8K“: Das Ganze geht, wie so viele technische Innovationen in diesem Bereich, von Japan aus, die hatten ja auch HDTV schon lange, bevor es zu uns kam. In Japan ist die Unterhaltungselektronikindustrie das, was bei uns die Autoindustrie ist. So wie wir sinnlose Autos bauen, bauen die Japaner sinnlose Fernseher. Ein BMW, der 320 km/h schafft, hat aus Endverbrauchersicht – vor allem in Ländern, in denen es keine dank CSU bis heute tempolimitfreien Autobahnen gibt – ähnlich viel Nutzen wie ein „8K“-Display.
 
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Vom 18. November an werden ZDF, ZDFinfo, ZDFneo, 3sat und KiKA nur noch in hochauflösender Qualität (HD) übertragen. Diesen Schritt hatten Anfang Januar 2025 bereits Das Erste und alle dritten Fernsehprogramme vollzogen.
Wenn die jetzt erst von "SD" zu "Full HD" wechseln wie lange brauchen die noch bis 4K ?
über 8k brauch man wohl nicht nachzudenken in den nächsten 10 Jahren. :ugly:

Quelle:
 
Im Prinzip werden bei 8K immer zwei Fragen miteinander vermengt: "kann man aus 8K einen Nutze ziehen?" und "Ist dieser Nutzen die hohen Investitionen wert?". Gleichzeitig stellt sich meiner Meinung noch die dritte Frage "sind es die indirekten Vorteile wert?".

1: diese Frage kann man im eigenen Bad beantworten., zumindest wen man eine weiße Badewanne oder ein Waschbecken hat und dieses putzt Man nimmt ein Haar, am besten ei schwarzes und platziert es dort. Das Haar ist deutlich sichtbar auch wenn es weniger als den Durchmesser eines 8K Pixels bei einem 32" Monitor hat. Nun geht man zurück und schaut wie weit entfernt man das Haar noch sehen kann. Das wird sehr weit sein, meist muß man sogar aus dem Zimmer und die Badewanne durch die Tür beobachten. Der menschliche Sehsinn ist bei solchen Grenzfällen beeindruckend. Obwohl viele behaupten man könnte es nicht sehen, gib es da noch genug Reserven für 16 oder sogar 32K.

2: Hier kommt die Frage, nach der Sinnhaftigkeit Bei Fernsehern stellt sich die Frage, wie oft man das Haar in der Suppe bzw. der Badewanne denn so sehen möchte und ob man bereit ist, für den Grenzfall zu zahlen Der Mensch entspannt sich beim sehen von Videos und nach wenigen Minuten fälle selbst der Unterschied zwischen Full HD und 4K nicht mehr auf. Bei Monitoren ist das etwas anderes, a man näher dran sitzt und oft Standbilder sieht etwa beim Schreiben im Forum.

3: 8K Fernsehen hat einen gewaltigen Vorteil: es bei den Videos mit höherer Bitrate und besseren Codecs Ursprünglich war eine 8K Blu Ray geplant, die 1TB fassen solle und Bitraten von mehreren hundert MBit ermöglicht hätte. Leider wurde die Entwicklung eingestellt Aber es gibt noch Streaming und da wird 8K mit 45 MBit ausgeliefert, dem 2-3 fachen was normal so üblich ist. Da die UHD Blu Rays einen langsamen Tod sterben, sind 8K Streams wohl langfristig die einzige Möglichkeit, an hochwertige Videos heranzukommen Außerdem ist es eine weitere Barriere, die dafür sorgen kann, dass 4K bei Youtube (hoffentlich) weiterhin kostenfrei bleibt. Esist deutlich besser, sie verlangen nur für 8K Geld, als für 4K. Dafür muß sich 8K allerdings erst durchsetzen.

Ist es 8K Fernsehen wert? Meiner Meinung nach sind es die indirekten Vorteile wert. Von daher sollte man darauf hoffen, dass sich das ganze endlich durchsetzt.

Ein mir bekannter Professor rechnet seinen Studis, seit es UHD-2 („8K“) gibt, in der Vorlesung vor, warum diese Auflösung in der Praxis völlig überflüssig ist, eben weil die Winkelauflösung des menschlichen Auges, aus welcher sich der Sitzabstand ergibt, der erforderlich ist, um die Vorteile höherer Rasterauflösung mitnehmen zu können, der limitierende Faktor ist.


Tja,. da hat der Prof wenig Ahnung, wenn er das wirklich macht und an müßte auch noch wissen, was Auflösung eigentlich ist. Dann geistern natürlich immer noch irgendwelche Faustregeln herum, die war zu Röhrenzeiten Sinn ergeben haben aber heute überholt sind.

Aber da sind wir dann schon wieder bei der Vermengung von Frage 1 und 2.

Bei den Bilddiagonalen von Laptops, Tablets oder gar Smartphones müsste man sich das Gerät für einen Gewinn gegenüber UHD so nah vors Gesicht halten, dass die Augen darauf gar nicht mehr fokussieren können.

Zumindest bei Laptops stimmt das nicht, beim Tablet kommt es auf die Größe an.

Durchgesetzt hat sich... 1080i50, weil die Industrie der Auffassung war, dass sich die höhere Auflösung besser vermarkte.

Das sind noch die Nachwirkungen des Röhrenfernsehers. Ursprünglich sollte HDTV für Röhrenfernseher eingeführt werden, die Ursprünge reichen bis in die 80er zurück. Das erste mal eingeführt wurde HDTV Anfang der 90er in den USA und Japan, mit 1250i60.

Aber es gibt verdammt viele Nachwirkungen der analogen Zit. Etwa das begrenzte Farbspektrum, RGB Limited. Bei der Analogen Videoübertragung war es notwendig, heute sorgt es dafür, dass auf dem Fernseher 8 Bit pro Farbkanal je 235 Zustände bedeuten, statt den eigentlichen 256.

Kurz gesagt: Wer euch ein „8K“-Gerät (Zuspieler oder Display) zu verkaufen versucht, hofft, dass ihr weder nachgedacht, noch Ahnung habt. Und dass eure Freunde zu feige sind, zuzugeben, dass sie ebenfalls weder nachgedacht, noch Ahnung haben.

Die richtig coolen Leute haben noch einen Röhrenfernseher :D
 
Nun ich weiß bei zu kleiner Auflösung macht man sich die Augen auch kaputt. Dachte echt das bei 32 " Sitzabstand von 1-2 Meter ausreichen würden bei HD aber scheint wohl nicht der Fall zu sein. Nun weiß ich auch warum zu full hd empfohlen wird. Allerdings 576er Inhalt sieht halt bescheiden auf einen full HD Bildschirm aus. Wie löst man also das Problem am besten und nein kein streaming ,ich schaue lineares Fernsehen ab und zu damit an.
 
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