News Ryzen 7 9850X3D: Selektion zeigt das Potenzial einzelner CPUs

Sehe ich das richtig, dass die Werte bei dir anders herum sind? Wofür steht GRP bei dir im Diagramm?
GRP steht für Gruppe (stand aber überall 0), ich hatte das aus dem Event viewer übernommen. Die Werte habe ich nach den angegebenen Prozessoren auch dort übernommen:

1770590373452.png


Ich dachte, das wären ggfs. CCDs, aber hier ist nur die CPU mit gemeint, HWInfo zeigt die auch als CPU Einheit an (Der Screenshot mit der Auslastung ist beim Laden vom 3DMark, ist aber nur eine Momentaufnahme):

1770590791148.png
1770591343444.png
 
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Die Werte habe ich nach den angegebenen Prozessoren auch dort übernommen:
Ja, aber im Bild steht doch z. B. "Prozessor 26". Da SMT wohl bei dir aktiv ist, dürfte das dann Kern Nr. 13 aus CCD1 sein. "Prozessor 6" wäre z. B. Kern Nr. 3 aus CCD0. So bin ich bei mir vorgegangen und Hwinfo hat es mir bestätigt.
Die Zahlen bei dir rechts im Diagramm sind denen zu meinen aus CCD0 ähnlich, insofern denke ich, dass du die CCDs vertauscht hast? :huh:
 
Es reicht, wenn man den Wert der physikalischen Kerne betrachtet, also einen Wert pro Kern, da der zweite immer gleich ist.

Ich hab das jetzt auch mal gemacht. Was bedeuten diese Zahlen jetzt? Gibts irgendwo im Netz eine Einordnung dafür? Bei mir wirds jedenfalls immer schäbiger, je weiter ich nach hinten komme :fresse:
Hinweis: Die SMT-Threads haben jeweils denselben Wert.

CCD0
CPU 0: 182
CPU 1: 170
CPU 2: 178
CPU 3: 174
CPU 4: 190
CPU 5: 190
CPU 6: 186
CPU 7: 166

CCD1
CPU 8: 162
CPU 9: 158
CPU 10: 145
CPU 11: 154
CPU 12: 150
CPU 13: 141
CPU 14: 137
CPU 15: 133
Deine Schrott Kerne sind meine Top Kerne, alles klar.:ugly:
Es scheint sehr wenig Infos dazu im Netz zu geben, meist nur in Verbindung mit Hydra.
 
Ja, während es bei QIX dann aber auch genau anders herum zu sein scheint, wie bei mir. Wie kann das sein? Das lässt etwas Zweifel an dieser Einordnung aufkommen. Ich versuche mal, etwas darüber herauszufinden.
Das verstehe ich auch nicht. Hier gibt es weitereHintergrund Infos zur Funktionsweise:

Kerne bekommen von AMD einen festen CPPC Wert zugeschrieben, der die bevorzugte Rangfolge der Kernnutzung beschreibt. Zusätzlich berücksichtigt das System Betriebsparameter eines Kerns, wie z.B. Temperatur, welche die Threadzuweisung darüberhinaus beeinflussen.
 
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Ja, aber im Bild steht doch z. B. "Prozessor 26". Da SMT wohl bei dir aktiv ist, dürfte das dann Kern Nr. 13 aus CCD1 sein. "Prozessor 6" wäre z. B. Kern Nr. 3 aus CCD0. So bin ich bei mir vorgegangen und Hwinfo hat es mir bestätigt.
Die Zahlen bei dir rechts im Diagramm sind denen zu meinen aus CCD0 ähnlich, insofern denke ich, dass du die CCDs vertauscht hast? :huh:

Meine SMT "Pärchen" sehen lt. Ereignisanzeige so aus und sind durchnummeriert:

CPU 00 145
CPU 01 145
CPU 02 158
CPU 03 158
CPU 04 162
CPU 05 162
CPU 06 150
CPU 07 150
CPU 08 154
CPU 09 154
CPU 10 141
CPU 11 141
CPU 12 137
CPU 13 137
CPU 14 133
CPU 15 133

CPU 16 182
CPU 17 182
CPU 18 190
CPU 19 190
CPU 20 190
CPU 21 190
CPU 22 186
CPU 23 186
CPU 24 178
CPU 25 178
CPU 26 174
CPU 27 174
CPU 28 170
CPU 29 170
CPU 30 166
CPU 31 166
 
Mit den Energieoptionen kann man unter "Planungsrichtlinie für Threads mit kurzer Laufzeit" z.B. die Belastung aushebeln.

Stellt man "Leistungsfähige Kerne" ein, dann nutzt er die Kerne mit der höchsten Zahl.
Stellt man "Leistungsfähige Kerne bevorzugen" ein, wird die Last auf die Kerne mit den höheren Zahlen verteilt.

Stellt man "Effiziente Kerne" ein, nutzt Windows für geringe Tätigkeiten nur die Kerne mit der schlechtesten Zahl.
Stellt man "Effiziente Kerne bevorzugen" ein, wird die Last auf die schlechteren Kerne verteilt.

So entstehen auch die "Energiesparpläne" seitens AMD.

Es ist eine Auflistung welche Kerne besonders effizient und welche besonders schnell arbeiten.
Im Windowsbetrieb habe ich meinen Powerplan damals die Kerne angepasst.

Soll heißen, wenn z.B. HW-Info mit einer pollingrate von 50ms arbeitet und man die Option "effiziente Kerne" bei den Planungsrichtlinien einstellt, sieht man gut, wie die gesamte Last der Abfragen fast nur auf dem "schlechtesten" Kern im System liegt.

Was die Zahlen aussagen sollen ist, wie Birdy schon sagte, eine Einordnung.
Über das "Potential" beim Tuning sagen die Zahlen der Kerne aber oftmals nichts aus.

Habe schon Kerne gesehen, die mit einem 120 eingestuft wurden und sich am Ende als besser herausgestellt haben als ein Kern der mit 147 eingestuft wurde (nur so als Beispiel).


Habe aus dem Grund bei mir es so eingestellt.

1770629916556.png

Mit dieser Einstellung wird die Last bei kurzen lasten auf die Effizienten Kerne verteilt.
Wichtig ist, das "bevorzugen" setzt man es nur auf "Effizente Prozessoren" wird oftmals nur der Kern mit dem "geringstem Wert" genutzt.

1770629951643.png



Wer mehr Erfahren will kann sich gerne hier einlesen.
 
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Das verstehe ich auch nicht.
Meine SMT "Pärchen" sehen lt. Ereignisanzeige so aus
Dank dem Artikel, den Birdy verlinkt hat, ist die Sache nun klar.

Die kurze Erklärung:
CPPC Dynamic Preferred Cores ist dafür verantwortlich, welche Kerne den höheren Wert haben. Steht das auf Frequency, oder wird, wie bei QIX über "Auto" fälscherlicherweise darauf konfiguriert, haben die Kerne in CCD1 einen höheren Wert, um vom OS zuerst angesprochen zu werden. Steht CPPC dagegen auf Cache (so habe ich es bei mir konfiguriert), ist die Rangfolge bei CCD0 entsprechend höher. Der Chipsatz-Treiber spielt hier auch mit rein.

Die lange Erklärung:
Hintergrund ist die Arbeitsweise des Windows-Schedulers. Das Betriebssystem ist von Haus aus darauf trainiert, Arbeit immer dem Kern zuzuweisen, der die höchste Taktfrequenz meldet. Bei einem klassischen Prozessor ist das auch sinnvoll. Beim 9950X3D hingegen wäre dieses Verhalten fatal für die Gaming-Leistung: Windows würde Spiele stur auf das frequenzstarke CCD ohne Cache schieben, weil dort vielleicht 100 MHz mehr anliegen, und damit den eigentlichen Vorteil der CPU komplett ignorieren. Um das zu verhindern, greift die BIOS-Einstellung "CPPC Dynamic Preferred Cores" (bzw. der Chipsatz-Treiber) im Cache-Modus in die Kommunikation ein. Das System meldet dem Betriebssystem nicht die physikalisch echten Limits, sondern manipulierte Prioritätswerte. Der Wert von 190 auf dem Cache-CCD ist dabei im Grunde eine Lüge für den guten Zweck.

Das zweite CCD wird dagegen künstlich klein gerechnet. Der Scheduler sieht also auf der einen Seite theoretische 5,7 GHz und auf der anderen vielleicht rechnerische 4,8 GHz (errechnet über die Zahlen). Die Entscheidung fällt damit zwangsläufig auf das Cache-CCD. Wenn Windows dann aber tatsächlich die Leistung für "Level 190" anfordert, regelt die Hardware-Steuerung (SMU) den Takt intern natürlich beim echten Limit ab, etwa bei 5,35 GHz (ab Werk). Die CPPC-Werte sind in dieser Konfiguration also keine Messwerte für die tatsächliche elektrische Leistung, sondern reine Steuersignale. Der Wert muss so übertrieben hoch angesetzt sein, damit er rechnerisch jeden noch so guten Boost-Takt des Cache-losen Nachbar-Chips übertrifft. Nur so lässt sich sicherstellen, dass Games immer auf dem 3D-Cache landen, ohne dass der Nutzer manuell Prozess-Zuweisungen vornehmen muss.

Ein einziger Fake, diese CPU :-D
Stellt man "Leistungsfähige Kerne" ein, dann nutzt er die Kerne mit der höchsten Zahl.
Stellt man "Leistungsfähige Kerne bevorzugen" ein, wird die Last auf die Kerne mit den höheren Zahlen verteilt.

Stellt man "Effiziente Kerne" ein, nutzt Windows für geringe Tätigkeiten nur die Kerne mit der schlechtesten Zahl.
Stellt man "Effiziente Kerne bevorzugen" ein, wird die Last auf die schlechteren Kerne verteilt.
Mit CPPC auf Cache sollte das also eigentlich automatisch genau so passieren, oder?
 
Mit CPPC auf Cache sollte das also eigentlich automatisch genau so passieren, oder?
Da fragst du den falschen, als NICHT INHABER einer dual CCD CPU mit und ohne Cache.. :D

Aber du kannst es ja selbst mal testen. Im Normalfall sollte das so sein, ja.
Aber ob die Zahlen sich dann ändern, weiß ich nicht.

Zusätzlich gibt es ja auch Spiele, welche mehr als nur die Cache Kerne nutzen, deswegen hat AMD ja mit der "Whitelist" im Treiber einige hinzugefügt um dem Windows Scheduler bei der Zuordnung unter die Arme zu greifen.
 
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Dank dem Artikel, den Birdy verlinkt hat, ist die Sache nun klar.

CPPC Dynamic Preferred Cores ist dafür verantwortlich, welche Kerne den höheren Wert haben. Steht das auf Frequency, oder wird, wie bei QIX über "Auto" fälscherlicherweise darauf konfiguriert, haben die Kerne in CCD1 einen höheren Wert, um vom OS zuerst angesprochen zu werden. Steht CPPC dagegen auf Cache (so habe ich es bei mir konfiguriert), ist die Rangfolge bei CCD0 entsprechend höher. Der Chipsatz-Treiber spielt hier auch mit rein.
Alles klar, Danke für die Erläuterung. Das passt dann so, ich habe den Vorzug auf die Frequenzkerne extra nicht geändert, da der PC von mir nicht nur für Games genutzt wird. Wenn ich ein Spiel starte, nimmt er sich aber die richtigen Cache Kerne, sollte das nicht der Fall sein, könnte ich umgehend mit Process Lasso nachhelfen und die zuweisen.

Z.B. nimmt Stalker 2 auch ohne Eingriff die Cache-Kerne zuerst, ohne das ich vorher die Gamebar o.ä. aktivieren muss:

1770633586664.png
 
Dank dem Artikel, den Birdy verlinkt hat, ist die Sache nun klar.[...]

Mit CPPC auf Cache sollte das also eigentlich automatisch genau so passieren, oder?
Ich hatte den Artikel am Abend zuvor nur angefangen zu lesen. Aber insgesamt ist es klar und so wie du annimmst. Windows richtet sich rein an die von ACPI gemeldeten Werte bei der Aufteilung der Last. Dabei gibt es CPC Werte, die wir gefunden haben, aber auch EPP Werte, die über Effizienz eine Auskunft geben.

Edit:@PCGH_Dave: Wie sehen die CPPC Werte bei euren Test-9850ern aus?
 
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Deine Punkte erscheinen mir niedrig. Meiner schafft 5981 Punkte mit einem CO/ CS, der etwa zwischen -20 und -10 liegt.
Hier ist der eigentlich sehr gut, im neuen Kackt der irgendwie ab. :ka: Du darfst aber auch nicht vergessen, dass meiner Stark undervoltet wurde – nämlich mit minus 40 und einer SoC‑Spannung von nur 1,125 volt.

LG
 

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Hier ist der eigentlich sehr gut, im neuen Kackt der irgendwie ab. :ka: Du darfst aber auch nicht vergessen, dass meiner Stark undervoltet wurde – nämlich mit minus 40 und einer SoC‑Spannung von nur 1,125 volt.
Dadurch müsste die CPU mit steigender Last noch besser performen, durch den gesenkten Verbauch und die gesenkte Temperatur. Schlechter würde es nur werden, wenn die CPU zu nah an der Grenze ihrer Stabilität arbeiten würde und z.B. Clock Stretching oder Retransmissions auftreten.
 
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