Rollora
Kokü-Junkie (m/w)
das stimmt natürlich.Ähm, das ist aber auch nur wieder eine ziemlich einseitige Sicht der Medalie, ohne das ich hier Chatstar irgendwie in Schutz nehmen möchte, AMD verkauft dort gut, wo die Margen im Moment am höchsten sind, ihnen werden praktisch alle Produkte vom Band aus der Hand gegeriffen, insoweit können sie den preiswerteren Markt im Moment überhaupt nicht beliefern. Das hat sich halt im Gegensatz zu früher geändert, als AMD eher die preiswerteren aber weniger Marge bringenden CPUs im Portfolio hatte und über den Preis kommen musste.
Ich meinte damit eher: AMD ist nicht rundherum besser: AMD hat die schnellsten Prozessoren derzeit, ganz klar. Aber in dem Segment unter 300€ ist man gar nicht so überlegen.
Immerhin hat man das, was Intel lange hatte: die Prestigegewinne.
Das blöde ist: das große Geld ist natürlich im restlichen Markt und dort kommt man aufgrund der geringen Produktionsmengen noch nicht hin
AMD ist enorm gewachsen - eben weil - wie du richtig sagst - man endlich nicht mehr CPUs um 70€ (übertrieben gesagt) verkaufen muss, sondern im Preisbereich über 300 dominiert.Ich teile Chatstars Meinung bzgl. Intel wenig bis überhaupt nicht, aber die letzten Quartalszahlen haben selbst an der Börse für "Aufsehen" gesorgt, während Intel zwischen Q2 2020 und Q2 2021 mehr oder weniger stagniert hat, ist AMD im gleichen Zeitraum um 99% gewachsen. Das ist schon sehr erheblich und darf für Intel auf gar keinen Fall so weiter gehen, da mittlerweile auch die Semicustom Sparte mit den Server CPUs bei AMD stetig weiter gewachsen ist (1,6 Milliarden Umsatz) und sie somit weiter MArktzanteile bei den Servern gewonnen haben. Immerhin machen sie dort im Vergleich zum Q3 2020 500000 Millionen Dollar mehr Umsatz (Q2 2021), seit dem Produktions und Verkaufsbegin (Q3 2020) der neuen Konsolen Chips, die etwas runtergefahren wurden.
Dass Intels Ergebnisse stagnieren ist bei den Gewinnen immer noch kaum beunruhigend, denn das musste irgendwann mal passieren: davor ist man ja von Rekord zu Rekord gehechtet, trotz der immer stärker werdenden Konkurrenz in Form von AMD.
Die Intel-Geschäftsergebnisse im zweiten Quartal 2021 | 3DCenter.org
Intel hat seine Geschäftsergebnisse für das abgelaufene zweite Quartal 2021 vorgelegt, welche mit 19,6 Mrd. Dollar Quartalsumsatz sowie 5,1 Mrd. Dollar Quartalsgewinn ziemlich vernünftig (und wiederum leicht besser als von Intel vorher prognostiziert)
Natürlich ist es Intels Ziel wieder im Hochpreissegment zu gewinnen. Gar nicht nur wegen dem Umsatz (man muss sich sowieso um neue Geschäftsfelder umsehen, weil x86 vielleicht langfrisitg ein Problem haben könnte). Es geht halt aber auch ums Prestige. Das war schon immer so, weshalb ja auch Nvidia so hart kämpft um die 5% noch oben drauf zu legen, denn dann sind sie "die schnellsten" oder "besten".Natürlich sind die Finanzreserven von Intel gigantisch und die Größe schier erdrückend, aber auf Dauer ist es für Intel bestimmt kein Vorteil, ausschließlich auf der preiswerten Schiene zu fahren, wie man an den Wachstumszahlen sehen kann.
Übrigens konkuriert immer noch ZEN 2 im Bereich um 200-300€ mit Intel und wird noch wie vor gut verkauft, abgesehen vom 5600X mit 269€.
Das ist derzeit ganz klar AMD. Und da will Intel wieder hin.
Weshalb ich explizit drauf hingewiesen habe, dass man das durchaus anzweifeln darf und warten könnte, bis da tatsächlich was kommt.Ja wenn!
Ankündigungs- und Powerpoint-Weltmeister war Intel schon immer, nur konnten sie das in den letzten 4-5 Jahren nie halten, also warten wir doch ersteinmal ab, wann z.B. Alder Lake wirklich kommt, wieviel er in unabhängigen Tests leistet und wieviel er dabei verbraucht, dann kan man weitersehen, wie es sich mit den überigen Intel Ankündigungen so verhält.
Einfach die seit 4 Jahren ziemlich wertlosen Intel Versprechungen in Form von ihren Powerpoint Folien als gegeben hinzunehmen, halte ich nach den jahrelangen Negativerfahrungen der letzten 4-5 Jahre für reichlich "naiv".
Man ist ja außerdem 2025 von ASML abhängig.
Übrigens war es davor immer Jahrelang umgekehrt: Intels Prozesse und Architekturen kamen fast wie ein Schweizer Uhrwerk bis man sich diesen Ruf 2014 (Broadwell) und 2016 (Ice Lake?) anfing zu zerstören.
Intel muss jetzt erst mal ein paar Jahre hintereinander zeigen, dass sie tatsächlich wieder liefern können.
Das schaut jetzt laut vielen verschiedenen Infofetzen an und für sich ganz gut aus. Exklusivrechte bei ASML, Jim Keller war für die Prozessentwicklung mitverantwortlich, Gelsinger - der Typ der damals noch mitverantwortlich war für dieses Schweizer Uhrwerk (aber auch für diverse Flops wie etwa Larrabee, nicht vergessen) und eher kein Quassler ist, sondern ein Techniker, könnte hier das ganze wieder auf die richtigen Bahnen lenken

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