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Ryzen 5000 Artikel ohne Praxisbezug

timmib

Komplett-PC-Käufer(in)
Guten Tag,

mir ist bewusst, dass CPU Benchmarks die Unterschiede der CPUs herausstellen sollen und somit die Grafikkarte so weit es geht aus der Messung herausgenommen wird.

Das erreicht man mit geringer Auflösung, schneller Karte usw. Alles gut.

Die Frage ist am Ende des Tages:
Was bringt mir der Artikel, wenn man nicht ein einziges Spiel mal in normalen Bedingungen testet?

Zum Beipiel mal einen Titel in einer Auflösung, z.B. WQHD, mit zwei oder drei anderen CPUs vergleichen.

Dann würde man sehen, was die Power wirklich im echten Leben für einen Unterschied macht.

So ist das für mich, wie ein Kurventest mit 1000kg Beladung im Auto. Klar schneiden bessere Autos dann besser ab. Aber weiß ich dann mit wieviel kmh welches Auto mit normaler Beladung durch die Kurve kommt?

Es gibt halt leider weder für die PCs noch für die Autos eine einfache Formel, wie man das dann umrechnen kann. Wie ich die Mechanik von CPU, GPU Frametimes usw. verstehe (googlet mal "Frametime Studio") ist das weit davon entfernt.

Viel Aufwand wäre das nicht. Man müsste nur mal einen Titel auf WQHD stellen, das Testsetup steht ja eh.

Oder steckt da die Industrie dahinter, die ihre Verkaufsargumente schwinden sieht?

Viele Grüße

Tim
 
Zuletzt bearbeitet:
Gab da schon zig Diskussionen drüber.

Problem ist aber einfach, dass über 1080p die CPU Unterschiede immer mehr verschwinden, in 4K ist man im GPU Limit und der Benchmark zeigt dann im Prinzip fast nur CPU Balken die gleich auf liegen.

Hardware Unboxed und viele andere testen CPUs in 1080p bei Ultra Details, ist imo praxisnäher und man hat trotzdem gut sichtbare Skalierung der Prozessoren. 720p ist heute halt komplett praxisfremd.
 
Problem ist aber einfach, dass über 1080p die CPU Unterschiede immer mehr verschwinden, in 4K ist man im GPU Limit und der Benchmark zeigt dann im Prinzip fast nur CPU Balken die gleich auf liegen.
Genau darauf wollte ich hinaus.

Ich persönlich lese die PCGH um mir Kaufempfehlungen daraus abzuleiten. Im Moment habe ich das Gefühl jede CPU oberhalb von 350 € macht für Spieler aber keinen echten Sinn.

Zumindest einen solchen Satz hätte ich mir am Ende des Artikels gewünscht. So wird suggeriert man hätte zig Prozent Leitungssteigerung.

Was in echt passiert bleibt aber weistgehend im Dunkeln.

Ist der Ansatz der PCGH wissenschaftliche Artikel zu schreiben oder Menschen bei Kaufentscheidungen zu helfen?
 
Ich persönlich lese die PCGH um mir Kaufempfehlungen daraus abzuleiten. Im Moment habe ich das Gefühl jede CPU oberhalb von 350 € macht für Spieler aber keinen echten Sinn.
Und das hast du problemlos beim Lesen der 720p Tests verstanden... Traust du da dem "Durchschnittsleser" nicht auch zu?
 
games wie anno total war usw... laufen auch so ins cpu limit. aber wenn man cpu performance testen will dann passt 720p und die setting maxed ausser AA
 
CPU Tests in sehr niedrigen Auflösungen zeigen halt gut die tatsächliche Performance und die Performanceunterschiede der einzelnen CPUs.
Aber ich bin halt auch der Meinung, dass der CPU einfach viel zu viel "Aufmerksamkeit" geschenkt wird, ich sehs ja auch hier im Forum wie viele Leute der neuesten CPU hinterher rennen, auch jetzt mit der neuen Ryzen 5000 Serie.
Was ja auch nicht verwerflich ist, immerhin sind viele hier auch Enthusiasten,
Aber einen Sinn hat ein Upgrade der CPU für die wenigsten, denn gleichzeitig spielen diese Leute meist auch in Verbindung mit einer starken GPU in hohen Auflösungen mit nahe oder gar maximalen Settings und dementsprechend niedrigen FPS, die auch noch die alte CPU und wohl noch das Modell davor erreicht hätten.

Andersrum gibts natürlich auch die Leute die jedes FPS jagen und am besten noch einen 360 Hz Monitor vor den Augen stehen haben, da lohnt sich selbstverständlich jedes CPU und GPU Upgrade.
Aber ich schätze die wenigsten werden das tun.


Alles in allem finde ich, dass die 720p und Sub-720p Tests definitiv eine Daseinsberechtigung haben, aber ein Vergleich mit Realitätsnahen Settings (sprich 1440p und hohen bzw. maximalen Settings) würde meiner Meinung nach nicht schaden.
Wer sein Gehirn benutzen kann, der kann sich das zwar schon selbst erschließen, aber nun ja.
 
Der Artikel ist wirklich super. Der war sich auch nicht zu schade mal ein paar echte Auflösungen zu nehmen.

Schade ist wie gesagt im PCGH Artikel der Absatz zur Kaufberatung.

Das "irreführend" zu nennen ist in meinen Augen schon sehr nett gemeint.

Mal sehen wie lange ich das Abo noch laufen lasse, wenn man da solche Sachen abdruckt.
 
Genau darauf wollte ich hinaus.

Ich persönlich lese die PCGH um mir Kaufempfehlungen daraus abzuleiten. Im Moment habe ich das Gefühl jede CPU oberhalb von 350 € macht für Spieler aber keinen echten Sinn.

"Im Moment" stimmt das auch. Aber kaufst du dir eine neue CPU für "den Moment"? Unsere Kaufberatung soll aufklären, welcher Prozessor eine sinnvolle Investition ist, wenn man sich einen neuen kauft. Ob man überhaupt einen neuen braucht, muss man natürlich vorher klären. Das ist aber ein Thema, dass ausschließlich vom vorhandenen Prozessor und den zu spielenden Titeln abhängt und nicht davon, was AMD oder Intel gerade neu rausgebracht haben. Dementsprechend klären wir dieses Thema in Artikeln zu einzelnen Spielen. Derzeit meist mit dem Fazit, dass man mit einem 4C/8T fast immer noch gut dabei ist und mehr als 6C/12T zwar meist messbare, aber nur selten spürbare Vorteile bringen können – im Moment. Wer sich heute eine PCGH durchließt und noch einen i7-6700K, i7-4790K oder Ryzen 3 1000 nutzt, der wird seine nächste CPU aber nicht für den Zeitraum von 2020 bis Mitte 2021 kaufen, sondern wieder 4-7 Jahre damit zocken wollen. Und genau diese Fragen stehen im Zentrum unserer CPU-Tests: "Wieviel Spaß hat man mit heute erhältlichen Prozessoren im Jahre 2024?", "Wieviel Euro mehr kostet es, wenn dieses Niveau bis 2025 oder 2026 gehalten werden soll?" sowie "Lohnt sich das?".

Das gleiche gilt übrigens umgekehrt auch für die maxed-out-GPU-Tests, die in vielen Titeln kein durchschnittles Spielverhalten wiederspiegeln, sondern ebenfalls aus einer breiten Palette heutiger Engines einen repräsentativen, für heutige GPUs fordernden Durchschnitt bilden, um damit eine brauchbare Projektion in die Zukunft zu ermöglichen. Nur das Grafikkarten halt gefühlt noch während des Versands veralten und somit die zeitlichen wie systematischen Abstände zwischen Test und abzubildender Realität kleiner ausfallen.
 
Zum Beipiel mal einen Titel in einer Auflösung, z.B. WQHD, mit zwei oder drei anderen CPUs vergleichen.
Diese Art Praxisbezug fehlt mir in allen Tests. Nehmen wir z.B. Autos. Wen interessiert die Maximalgeschwindigkeit auf Autobahnen oder die Rundenzeit auf der Rennstrecke? Es wäre doch viel wichtiger die Autos im realen Stau zu testen. Genau dann bemerkt man die relevanten Unterschiede.

Was mich aber, um vom Sarkasmus zurück zur Realität zu kommen, in der Tat interessiert, ist, wie sich CPUs in nicht streng optimierten Testumgebungen verhalten. Ein Test mit aktiviertem Virenscanner, mit einem geöffnetem Browser, mit TeamSpeak und anderem Kleinkram wäre hilfreich.

Wenn ich sehe, dass Spiele im Prinzip nur bis zu sechs Kernen sinnvoll nutzen, haben für mich derer acht trotzdem Sinn, um neben der getesteten Anwendung auch den anderen Klumpatsch berechnen zu können. Alleine, die Reproduzierbarkeit wird dann schwer.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ob man überhaupt einen neuen braucht, muss man natürlich vorher klären
Das gehört mit ins Heft!

Ganz ehrlich, sonst macht ihr die Kür vor der Pflicht. Erstmal will man doch wissen, was man jetzt für einen Vorteil hat und erst im zweiten Schritt in Zukunft.

Nebenbei, ich rüste selber in kleinen Schritten öfter die CPU auf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese Art Praxisbezug fehlt mir in allen Tests. Nehmen wir z.B. Autos. Wen interessiert die Maximalgeschwindigkeit auf Autobahnen oder die Rundenzeit auf der Rennstrecke? Es wäre doch viel wichtiger die Autos im realen Stau zu testen. Genau dann bemerkt man die relevanten Unterschiede.

Was mich aber, um vom Sarkasmus zurück zur Realität zu kommen, in der Tat interessiert, ist, wie sich CPUs in nicht streng optimierten Testumgebungen verhalten. Ein Test mit aktiviertem Virenscanner, mit einem geöffnetem Browser, mit TeamSpeak und anderem Kleinkram wäre hilfreich.

Wenn ich sehe, dass Spiele im Prinzip nur bis zu sechs Kernen sinnvoll nutzen, haben für mich derer acht trotzdem Sinn, um neben der getesteten Anwendung auch den anderen Klumpatsch berechnen zu können. Alleine, die Reproduzierbarkeit wird dann schwer.

Leider sind soche Szenarien extrem schlecht reproduzierbar, da sich die Aktivität von Virenscannern, etc. unzureichend kontrollieren lässt und vor allem weil jedes einzelne Tool zu einem anderen Zeitpunkt Updates erhält. Wir wären also bei einer Zusammenstellung mit 4-5 Hintergrundprogrammen plus Windows plus Spiel ständig am Nachtesten, könnten möglicherweise gar nicht zwischen einem Update bei A und einem Update bei B überhaupt den kompletten Parcours abschließen. Als Beispiel für Berechnungen mit Hintergrundlast haben wir daher im Moment nur die Capturing-Messung mit Witcher 3 und gleichzeitiger Aufzeichnung im Standardrepertoire.
 
Torsten,

das ist ja alles richtig. Und von der wissenschaftlichen Position aus gesehen korrekt.

Nur ist jeder Benchmark, Text, Grafik mit Praxisbezug besser als garkeiner.

Es gibt immer einen großen Disclaimer. So wie der Artikel jetzt ist, müsst da auch dran stehen
"Versucht CPU Brauchbarkeit 2025 zu testen / spiegelt nicht die tatsächlichen Effekte in heute üblichen Auflösungen und Bedingungen wieder."
 
Leider sind soche Szenarien extrem schlecht reproduzierbar
Ich weiß, ich weiß, aber es würde schon reichen, nach einem üblichen gutem Test von Euch eine kurze subjektive Einschätzung zu geben, wie es mit den Reserven für weitere Prozesse aussieht. Ich halte Euch für ziemlich kompetent, und wenn ihr mit dem Daumen schätzt ist das vermutlich genauer, als wenn andere etwas messen.

Z.B. wäre es hilfreich, exemplarisch an einem bekannt forderndem Spiel mit guter Multithread Unterstützung die Auslastung im Windows Taskmanager zu zeigen. Dann sieht man, ob da noch Platz für andere Prozesse ist. Die erreichte Leitung in Spielen zu sehen ist das eine, die dafür gebrauchte Auslastung einer CPU ist etwas anderes.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Das gehört mit ins Heft!

Ganz ehrlich, sonst macht ihr die Kür vor der Pflicht. Erstmal will man doch wissen, was man jetzt für einen Vorteil hat und erst im zweiten Schritt in Zukunft.

Nebenbei, ich rüste selber in kleinen Schritten öfter die CPU auf.

Ganz einfach du suchst dir dein CPU und GPU Ergebnis raus, das sieht dann schlicht so aus:
CPU X schafft in Spiel Y FPS Z.
GPU A schafft in Spiel Y FPS B in deiner Auflösung.
Ist Z < B = CPU zu langsam.

Es gibt schlicht viel zu viele Kombinationen um sie alle zu testen.
Man testet außerdem, was du offensichtlich nicht verstanden hast, eine CPU im CPU Limit um zu sehen wie viel FPS sie packt, denn eine CPU überlebt meist mehr als nur 1 Grafikkarte, sprich man sollte sie immer so dimensionieren, dass sie deutlich mehr FPS (falls möglich) packt als die Grafikkarte.
Gerade mit steigender Auflösung hält die CPU dann immer mehr Grafikkarten durch, da die Grafikkarten extrem limitieren.

Ich finde, das fehlende Verständnis von sehr vielen hier im Forum äußerst traurig, das sind einfachste Zusammehänge die für jeden verständlich sind.
@PCGH_Torsten am Besten ihr lasst die Auflösungsangabe bei den CPU Tests in Zukunft weg und schreibt schlicht hin, dass im CPU Limit getestet wird, inklusive einem kurzen Satz weshalb die Auflösung Angabe fehlt.
 
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