1) Kann mir jemand sagen ob ich von eine IGPU profitieren kann, wenn ich ne Graka nutze?
2) Ist Precision Boost und XFR2 obsolet wenn ich Übertakte?
1)
Ich weiß nicht, ob sich iGPU und Grafikkarte ähnlich manchen Intel-Systemen parallel nutzen lassen. Man könnte Folding@home oder Seti@home auf der iGPU laufen lassen, während man mit der dedizierten Grafikkarte zockt.
In Zukunft soll DirectX 12 es angeblich möglich machen eine komplett verschiedene, zweite GPU mit Compute-Workload eines Games zu füllen (da gab es mal
hier einen Bericht zu), aber das ist wohl noch immer Zukunftsmusik und beschränkt sich wohl auch auf DX12.
2)
Solche Boost-Mechniken werden immer ausgereifter und nützlicher - für Leute, die bei Standard-Einstellungen maximale Leistung wohlen. Im Übertaktungsalltag ist das meistens störend, vor allem wenn man beispielsweise 3,9 GHz effizient mit so wenig Spannung wie möglich stabil bekommen hat und dann der freundliche Boost 100 MHz draufsetzt und das System instabil wird.

So sehe ich das.
PCIe 3.0 konnte die schon, nur gab es dafür keine Zertifizierung.
Also die gleiche Sache, die damals Intel mit Sockel 2011 auch hatte.
Da bezog sich das meines Wissens rein auf die PCIe-16x Steckplätze und nicht auf sonstige interne Verbindungen zu beispielsweise SATA-Ports oder?
Ich erinnere mich, dass ein Kollege (Asrock Fatality X79 Champion) damals schon die PCIe-16x Slots auf PCIe-Gen 3 stellen konnte, allerdings existierten auch 2 verschiedene Serien der großen Sandy Bridges und es war wohl auch von der BIOS-Version bzw. Mainboard abhängig.
Nvidia unterstützte diesen inoffiziellen Betrieb aufgrund einiger Probleme nicht, die Radeons hingegen schon. Wie das heutzutage mit modernerer GPU aussieht, weis ich leider nicht.
Es gab beim i7 3930k als Beispiel die Serien / Steppings SR0GW / C-1, SR0H9 / C-1, SR0KF / C-2, SR0KY / C-2, wobei hier hauptsächlich die Virtualisierungsfähigkeiten verbessert / gefixed wurden.
Inoffiziell funktioniert PCIe 3.0 auf einem Sandy-Bridge E, wenn es eine CPU vom Stepping C2 ist, man es im BIOS für den Slot forcieren kann und den Treiber dazu zwingt (nicht nötig bei Radeons).
Ich habe in meinem Umfeld nur einen User eines 3930k, welcher Stepping C2 ist und PCIe 3 nutzen kann.
Also bleiben nur 200 MHz (5% Steigerung zu 1600) und 'n beserer Ram Support, bei einem sicherem Mehrpreis bei der CPU und ner Unsicherheit seitens des Bretts.
Der größte Vorteil eines X470 plus Ryzen 2600 wäre wohl Precision-Boost mit XFR2, was obsolet ist, wenn du vor hast zu übertakten.
Es könnte natürlich sein, dass sich der Ryzen 2600 besser übertakten lässt, aufgrund einer optimierten Fertigung beispielsweise. Bei einem 1600 kann es passieren, dass man 4 GHz schon garnicht mehr oder nur mit viel Spannung erreicht, da das Optimum meist zwischen 3,7 und 3,9 GHz liegt. Ob das zusammen mit evtl. höheren RAM-Taktraten den Aufpreis bei Erscheinen rechtfertigt, ist deine Entscheidung. Meiner Meinung nach halten sich in diesem Vergleich die Vorteile / Nachteile 1600 gegen 2600 im wahrscheinlichen Preisszenario fast die Waage.
