Also solch überzeugenden und definitiv langfristigen Standards wie Silverlight, UWP, Metro, WinForms, ... welche nach der Ansicht von Microsoft wie geschnitten Brot hätten gehen sollen?
Dass Microsoft im Laufe der Jahrzehnte verschiedene Frameworks und Technologien ausprobiert hat – Silverlight, UWP, Metro, WinForms – ist völlig richtig. Aber das ist kein Beweis gegen zentrale Standards, sondern zeigt vielmehr, dass Microsoft Innovationen testet, weiterentwickelt und bei Bedarf ablöst. Genau das ist der Unterschied: Es gibt eine zentrale Instanz, die entscheidet, welche Technologie weitergeführt wird und welche nicht.
WinForms ist übrigens ein gutes Beispiel: Auch wenn es offiziell als ‚Legacy‘ gilt, laufen zahllose Geschäftsanwendungen bis heute stabil darauf. Metro und UWP wurden in WinUI und .NET MAUI überführt – also nicht einfach weggeworfen, sondern konsolidiert. Silverlight war ein Versuch, Web und Rich-Client zu verbinden, der von der Branche nicht angenommen wurde. Aber auch hier: Microsoft hat den Stecker gezogen und den Markt nicht mit Fragmenten überflutet.
Bei Linux hingegen gibt es keine zentrale Steuerung. Jede Distribution, jedes Projekt kann sein eigenes Paketformat, seine eigene Desktop-Umgebung, seine eigene API durchdrücken. Das Ergebnis ist nicht Evolution, sondern Fragmentierung. Wer heute eine Anwendung für Linux schreibt, muss sich mit Snap, Flatpak, AppImage, DEB, RPM und zig Desktop-Toolkits auseinandersetzen. Das ist kein Standard, sondern Chaos.
Kurz gesagt: Ja, Microsoft hat Technologien ausprobiert, von denen nicht alle langfristig erfolgreich waren. Aber es gibt eine klare Linie, eine zentrale Weiterentwicklung und eine konsistente Plattform. Bei Linux dagegen bleibt es ein Flickenteppich, bei dem jeder sein eigenes Süppchen kocht.
Ist nichts anderes als das nachplappern von Werbetexten, während der Macher dieser Werbetexte selbst eine hochgradig erratische Produktpolitik fährt, welches Gift für jeden Dienstleister und Sysadmin ist.
Canonical versucht halt auch mal einen auf Microsoft zu machen.
Microsoft hat in seiner Geschichte durchaus Technologien eingeführt, die nicht dauerhaft Bestand hatten – Beispiele wie Silverlight, UWP oder Metro zeigen das. Entscheidend ist jedoch, dass es eine zentrale Instanz gibt, die solche Entwicklungen steuert, bewertet und bei Bedarf ablöst. Für Administratoren und Dienstleister bedeutet das zwar Anpassungen, gleichzeitig aber auch eine verlässliche Plattform, auf der sich langfristig planen lässt.
Bei Linux fehlt genau diese zentrale Steuerung. Statt einer klaren Linie existieren parallel Snap, Flatpak, AppImage, DEB, RPM und diverse Toolkits. Canonical versucht mit Snaps eine Vereinheitlichung zu erzwingen, stößt aber auf Widerstand, weil die Community keine verbindlichen Vorgaben akzeptiert. Das Ergebnis ist ein Flickenteppich, der die Entwicklung und den Einsatz von Software unnötig verkompliziert.
In Unternehmen spielt es praktisch keine Rolle, wenn Microsoft Technologien ersetzt oder weiterentwickelt. Arbeitsplätze laufen ohnehin auf Windows, und gerade im Mittelstand sind Windows-Server mit Diensten wie Active Directory, DNS, DHCP, MSSQL, IIS, Hyper-V oder Veeam weiterhin die Basis. Diese Infrastruktur ist seit Jahrzehnten bewährt und fest etabliert.
Die Zeit der klassischen Thinclients, etwa von Igel, war nur kurz. Heute stehen kompakte Mini-PCs zur Verfügung, die preislich mithalten können und gleichzeitig deutlich mehr Leistung und Flexibilität bieten. Firmen beschaffen ihre Hardware ohnehin meist über Leasing bei Dell, Lenovo oder HP – entscheidend ist die reibungslose Integration in die Gesamtumgebung, nicht die ideologische Frage nach dem Betriebssystem.
Zusammengefasst: Microsoft mag manchmal sprunghaft wirken, liefert aber zentrale Standards und eine konsistente Plattform. Canonical zeigt mit Snaps unfreiwillig, dass auch Linux ohne verbindliche Vorgaben nicht weiterkommt.
Snaps sind ein schlechtes Beispiel. Es gibt deutlich weiter akzeptierte Formate, wie z.B. FatSack. An sich sind solche vollständigen Pakete auch eine gute Möglichkeit, Software sicher ausführbar auszuliefern, weil alle Abhängigkeiten mitgeliefert werden. Es ist auch nicht so, dass bei Windows alles mit den gleichen Libraries läuft. Dass jedes Spiel auf Steam seine eigene Version von DX installiert, passiert z.B. nicht zum Spaß.
Snaps sind ein schlechtes Beispiel. Es gibt deutlich weiter akzeptierte Formate, wie z.B. FatSack. An sich sind solche vollständigen Pakete auch eine gute Möglichkeit, Software sicher ausführbar auszuliefern, weil alle Abhängigkeiten mitgeliefert werden. Es ist auch nicht so, dass bei Windows alles mit den gleichen Libraries läuft. Dass jedes Spiel auf Steam seine eigene Version von DX installiert, passiert z.B. nicht zum Spaß.
Das ist so pauschal völlig haltlos. Ein Thin-Client ist immer so stark wie der Rechner, mit dem er verbunden ist und natürlich spielen auch bei Leasing-Hardware die Hardware-Kosten eine Rolle. Und gerade bei Thin-Clients ist egal, was für ein Betriebssystem darauf läuft, solange sie sich sicher mit dem Central-Body verbinden können.
Die fehlende Modernisierung ist doch in der Regel schon das erste Symptom. Es wird ja nicht modernisiert, weil es viel zu aufwändig ist. Gleichzeitig kann man nicht einfach auf z.B. Windows 2001 upgraden, weil dann vielleicht die Software nicht mehr läuft und keiner weiß, warum.
Er hat doch fast genau das geschrieben?
Es sind aber auch immer deutlich mehr Nutzer, die dann schauen dürfen, wie sie mit den "zentral getroffenen" (um nicht zu sagen "von oben herab diktierten") Änderungen klarkommen.
MacOS und Android sollen Systeme für alle Zwecke sein, auf denen alles läuft? Ich glaube nicht mal, dass die sich das auf die Fahnen geschrieben haben. MacOS hat eine ganz klare Zielgruppe und auch Android mausert sich nach weit über einem Jahrzehnt als reines Mobil-OS gaaanz langsam in Richtung Desktop-OS.
Die Vielfalt kommt mit freier Software automatisch. Wer damit nicht klarkommen will, wird für immer an proprietäre Systeme gebunden bleiben und deren Linie mitgehen müssen. Bei zwei Herstellern (zumindest im Moment ist Android noch frei, sonst gäbe es auch keine entgoogleten Varianten und ich würde es auch nicht nutzen) gibt es da nicht wirklich genug Konkurrenz und dank zunehmendem Vendor-Lock-In ist auch ein Wechsel innerhalb der beiden Auswahlmöglichkeiten nicht ohne Bauchschmerzen möglich, so dass man als Kunde ziemlich ausgeliefert ist.
Im Endeffekt sind quelloffene Systeme der freie Markt, den die festgefahrene OS-Welt dringend braucht, nur dass im Gegensatz zu vor der Monopolisierung auf dem Markt der proprietären Systeme die einzelnen Systeme weitgehend interoperabel sind und alle auf der gleichen Hardware laufen.
Snaps, Flatpak, AppImage – egal welches Format, das Grundproblem bleibt: Linux hat keinen einheitlichen Standard, sondern konkurrierende Ansätze. Bei Windows ist es egal, ob ein Spiel seine eigene DX-Version mitbringt – das läuft alles innerhalb einer konsistenten API.
Thinclients waren eine Episode, heute sind Mini-PCs genauso günstig und deutlich flexibler und leistungsfähiger. Es zählt allein Integration, nicht ob ein abgespecktes Linux auf einem Igel läuft.
Und die Altlasten mit NT4 oder OS/2 sind kein Argument gegen Windows, sondern gegen Betreiber, die seit Jahrzehnten nicht modernisieren. Wer heute noch solche Systeme laufen lässt, hat den Anschluss verpasst.
Kurz gesagt: Linux bleibt fragmentiert, Windows liefert die Plattform, auf der Anwender, Firmen und Gamer tatsächlich arbeiten.