Was ich gerade interessant finde: Gewisse Personen/-gruppen werfen dem ÖR vor, die regierenden Parteien hätten zu viel Einfluss auf diesen.
Stellen Redaktionen des ÖR Recherchen an, die Regierungsparteien schlecht dastehen lassen, ist das nach Ansicht derselben Personen/-gruppen allerdings auch schlecht.
Fasst der ÖR keine Themen an, die irgend jemanden stören (oder bei denen Fehler geschehen können) und rudert auf unverfängliches Programm zurück, hat er nach Ansicht besagter Personen/-gruppen keine Daseinsberechtigung.
Das Gutachten würde ich aber auch mit Vorsicht genießen, da es unter Mitwirkung mittelbar oder sogar unmittelbar Betroffener entstanden ist und - wie sogar der Focus (der sich bekanntlich im Dauerclinch mit dem ÖR befindet) selbst explizit erwähnt - eine Abrechnung mit dem ÖR darstellt. Das liest sich für mich bestenfalls nach einem Machtspiel und schlimmstenfalls danach, dass auf Vorwürfe mit Gegenvorwürfen reagiert wird, aber nicht nach sachbezogener Aufklärungsarbeit.
Auf beiden Seiten, was das angeht.