RTX 2060 Kauf geplant - PCIe 2.0 Mainboard, 2x6Pin auf 8Pin-Anschluss, Preissturz durch RTX 30X0 Release?

Bicki89

Komplett-PC-Käufer(in)
Liebe Community, ich benötige zum Zocken eine neue Grafikkarte und stoße nun auf unerwartete "Probleme".

Aktuelles System:
i7-2600 @3400MHz
P8Z68-V - Mainboard
24GB DDR3 RAM

Die GPU soll eine RTX 2060 oder GTX 1660 Ti werden. Erstere würde ich bevorzugen.

Das Grundsystem soll eigentlich identisch bleiben, dabei stoße ich jedoch nun auf Folgendes:

1. Macht es Sinn noch ein paar Wochen zu warten, da durch den Release der RTX 30X0-Serie die Preise fallen könnten? Ab wann ist mit spürbaren Preisstürzen eurer Meinung nach zu rechnen?
2. Das Mainboard hat nur PCIe-2.0-Lanes. Die GPU will eigentlich 3.0 oder 4.0. Die Leistungseinbußen scheinen nach einer ersten Recherche aber gering bis gar nicht vorhanden zu sein. Wie seht ihr das?
3. Mein 460W-CoolerMaster-Netzteil hat für die jetzige GPU 2x6Pin-Anschlüsse. Die RTX 2060 will aber 1x8Pin. Gibt es hierfür sinnvolle Adapter? Habe auf die Schnelle nichts Seriöses gefunden. Nur eBay-/China-Müll.

Es ist definitiv nicht in meinen Interesse ALLES auszutauschen, nur weil die GPU ersetzt werden soll. Da das Grundsystem m.E. ausreichend potent zum Zocken ist.

Vielen Dank vorab für eure Meinungen.
 
1. Meine Glaskugel ist gerade zum reinigen und polieren weg...:rollen:

Da die alten Karten meist gar nicht mehr produziert werden, steigen die Preise eher als dass sie fallen. Das heißt aber nicht, dass man im Abverkauf nicht ein Schnäppchen machen kann. Aber alles reine Spekulationen ^^

2. Der Unterschied von PCIe 2.0 zu 3.0 ist - wie du schon erkannt hast - zu vernachlässigen.

3. Je nach Alter und Modell des Netzteils empfiehlt es sich, dieses mit auszutauschen. Ein Netzteil wird mit dem Alter nicht besser. Wenn man einen Adapter verwenden muss, sollte man wirklich über ein "Update" nachdenken.
 
Solitär läuft auch mit leichten Einschränkungen auch auf der igpu ;).

Ne, Spass beiseite, ich gehe davon aus daß du in fullHD unterwegs bist, dort sind die Unterschiede bereits sehr deutlich, deine CPU ist fast ein Jahrzehnt alt, ein hundert Jahre altes Auto fährt mit guter Pflege noch heute...

Die 1060er würde besser zum System passen, wie bereits erwähnt, plane den Neukauf eines Netzteils ein ~60€.

 
zu
1. nö, denn die letzten 2 monate des jahres gehen die preise mit ausnahme einiger schnäppchen, die man aber vorab nicht nennen kann, nicht mehr nach unten, weil -> weihnachten.
2. genau so, ist vernachlässigbar
3. gibt es, liegen/lagen grafikkarten bei, weshalb ich auf ebay suchen würde. der strom aus neuen netzteilen schmeckt übrigens nicht frischer
 
der strom aus neuen netzteilen schmeckt übrigens nicht frischer
Wenn du Ahnung von der Materie hättest, würdest du solche Aussagen nicht tätigen, ein Netzteil ist ein Verschleißprodukt, auch ohne offensichtlich bewegliche Teile. Es gibt genügend Lektüre darüber im Netz, ich gebe dir Mal ein paar Stichworte: Kondensatoren, Leistungsspitzen, Restwelligkeit, Verteilung der Spannungsebnen...

Aber wir kümmern uns natürlich gerne um beratungsresistente Mitmenschen in unserer Freizeit und führen sie auf den Pfad der Tugend zurück ;)
 
der strom aus neuen netzteilen schmeckt übrigens nicht frischer
Nana. Sag das mal meinem damals abgerauchtem Seasonic X-560. Ein tolles Marken-Netzteil, das aber aufgrund eines geplatzten Kondensators hinüber war.

Netzteile altern und sollten nicht ohne Grund ab einer gewissen Zeit mit ausgetauscht werden...

Gruß
 
Das Netzteil zu tauschen wären kein Weltuntergang.

Aber ich bin verwirrt, warum ihr mir eine andere Grafikkarte vorschlagt. Was spricht gegen die RTX 2060 bzw. 1660 Ti?

Ich will ja dann auch wieder 3 oder 4 Jahre Ruhe haben und dann nicht wieder aufrüsten müssen.
 
Die Preise werden nicht wesentlich sinken , daher wäre es mMn besser auf die 3060TI zu warten , die in ähnlichen Preisregionen liegen wird und dann auch ein neues Netzteil zu besorgen .
 
Die CPU wurde sonst im Netz als "ausreichend leistungsstark" für ne neue Grafikkarte bezeichnet. Hmm...

Kann ich das in irgendeiner Form "testen"? Bzw. wieviel Leistung könnte mir flöten gehen?

Weiterhin vielen Dank für eure Beteiligung!!!
 
Die CPU wurde sonst im Netz als "ausreichend leistungsstark" für ne neue Grafikkarte bezeichnet. Hmm...

Kann ich das in irgendeiner Form "testen"? Bzw. wieviel Leistung könnte mir flöten gehen?

Weiterhin vielen Dank für eure Beteiligung!!!



Der Kommentar von @HisN ist eig die perfekte Anleitung. Für dich interessant die letzten drei Absätze:

Stell die Games so ein, wie sie mit der neuen Graka laufen sollen (Ultra, kenne doch meine Pappenheimer). Und dann stell NUR Auflösung, Anti-Alilasing, Ambient-Occlusion und Textur-Auflösung auf Minimum. Und nein, ich sagen nicht alles auf low, ich hab keine Ahnung warum das immer wieder gelesen wird^^

Damit entlastest Du Deine aktuelle Graka so weit, dass sie sich langweilt und auf die CPU warten muss. DAS ist das böse CPU-Limit.
Jetzt schaust Du ob die FPS reichen, oder nicht.

Genug: Wen interessiert der Flaschenhals. Irgendwas muss doch das langsamste Teil im Rechner sein, und solange die CPU genug FPS stemmt, interessiert es nicht. Und wie Du an meinem Screenshot oben eventuell erkannt hast: Eine Graka bekommt man immer klein. Genau deshalb meine Formulierung: Du hast es selbst in der Hand.
Wenn die Graka sich langweilt, sorry wenn es böse klingt, aber dann hat der User die richtigen Regler nicht gefunden^^
Nicht genug: CPU muss ersetzt werden.

Gibt´s auch in ausführlich: https://www.computerbase.de/forum/t...en-ein-framedrops-lags.1367247/#post-15947165


Bzgl des Netzteils hat @Threshold mal einen sehr guten Kommentar geschrieben, warum es zwischendurch empfehlenswert ist, ein neues zu kaufen:

Das liegt daran, dass das L8 Gruppenreguliert ist.

Gruppe bedeutet, dass die drei Spannungen im Netzteil, also 3,3 und 5 und 12 Volt gemeinsam erzeugt werden.
Das bedeutet aber auch, dass die drei Spannungen voneinander abhängig sind.
Belastest du nun eine Spannung sehr stark -- und heute wird praktisch nur noch die 12 Volt Leitung benötigt. 5 Volt brauchst du für USB und Festplatten, 3,3 Volt eigentlich gar nicht mehr -- sinkt diese ab, so dass du statt 12 Volt nur noch 11,6 Volt hast. Die 11,6 Volt sind noch innerhalb der ATX Spezifikation, aber bei 11,4 Volt wird es schon kritisch. Gleichzeitig steigen die anderen Spannungen an, sodass die 5 Volt Leitung schnell mal bei 5,5 oder gar 6 Volt landet.
Ausgleichen kannst du das nur, indem du die entsprechende Spannung belastest. Du müsstest also die 5 Volt Leitung stärker belasten, damit sie wieder sinkt. Was aber eben in der heutigen Zeit nicht einfach ist, weil ja nichts mehr da ist, was die 5 Volt braucht. Eine SSD oder eine HDD reichen da nicht.
Wenn du dann noch Netzteile hast, die eine billige Filterung und Glättung haben -- man kann das anhand der verbauten Caps erkennen -- ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass neben der steigenden Spannung auch die Restwelligkeit ansteigt. Die Restwelligkeit beschreibt die noch vorhandene Wechselspannung in der Gleichspannung. Du kannst die Wechselspannung nie komplett herausfiltern, das ist technisch nicht möglich. Man kann sie aber so weit reduzieren, dass sie keinen Einfluss mehr auf die Hardware hat.
Steigt sie aber an, hat sie ab einem gewissen Punkt durchaus wieder Einfluss auf die Hardware. die Steigende Restwelligkeit ist einer der Gründe, wieso Festplatten ausfallen.
Wenn du also jemanden kennst, der in letzter Zeit eine defekte Festplatte hatte, frag ihn mal, wie alt sein Netzteil ist, das er verwendet. :D

Hast du nun brauchbare Netzteile, die entsprechende Schutzschaltungen haben, schalten die ab, wenn die Spannung unterhalb eines Wertes sinkt.
Hier im forum gibt es einen User, dessen Netzteil -- ein S7 mit 450 Watt -- abschaltet, wenn er die Grafikkarte übertaktet.
Nominell sollte die Leistung des Netzteils reichen, aber weil die 5 Volt Leitung nicht mehr belastet wird, sinkt die 12 Volt Spannung unterhalb des Auslösewertes und das Netzteil schaltet ab.
Andere Netzteile schalten z.B. gar nicht ab, wie das Corsair RM. Das powert auch noch, wenn nur noch 10 Volt anliegen [was eben an der fehlenden Schutzschaltung liegt und deswegen wird es hier um Forum auch verrissen -- zu Recht]. Die thermaltake Germany Serie hatte ich ja schon erwähnt.
Schlimm wird es aber dann, wenn du hochgelabelte Gruppen Netzteile hast, wie das S7 mit 700 Watt oder das L8 mit der gleichen Leistung oder vergleichbar.
Bei denen ist die Spannungsstabilität extrem schlecht, sodass man sie nicht nutzen sollte. Schon gar nicht für Multi GPU, auch wenn die 700 Watt suggerieren, dass es eigentlich reichen müsste.


Bei Indy Netzteilen wird, wie der Name schon erahnen lässt, die Spannungen unabhängig voneinander erzeugt.
Das passiert mit DC-DC Converter. Daher nennt man diese Netzteile auch DC-DC Netzteile.
Der Vorteil ist die Spannungsstabilität. Auch wenn die 12 Volt Leitung bis zum Bersten belastet wird, hat das keine Auswirkungen auf die kleineren Spannungen.
Aber auch hier gibt es Grenzen. Wichtig sind Schutzschaltungen. Wenn die nicht vorhanden sind -- wie beim Corsair RM als Beispiel -- nützt die Spannungsstabilität nichts. Das Netzteil kann bei einem Fehler nicht abschalten und wird im Grenzfall die Hardware beschädigen.
Dann gibt es da noch Netzteile, wie die P10 Serie, die so stark gebaut ist -- was eben die Caps angeht -- dass sie auch problemlos deutlich mehr Leistung stemmen kann.
Ich hatte zwei P10 mit 550 Watt an der SunMoon getestet und beide waren in der Lage, über 700 Watt zu leisten, ohne dass sich die Spannungsstabilität geändert hatte, ohne dass die Restwelligkeit angestiegen ist. Die sind nicht mal lauter geworden.
Das ist schon sehr beeindruckend und einer der Gründe, wieso ich bei Multi GPU Systemen gerne das P10 empfehle. Ich weiß da aus erster Hand, dass es das leistet, was es verspricht.


Zusammengefasst:
Gruppe Netzteile haben bei einseitiger Belastung der Spannung -- was heute eben Fakt ist angesichts der dominierenden 12 Volt Leitung -- ein Problem mit der Spannungsstabilität, was im geringsten Fall zum Abschalten des Netzteils führt, wenn die Schutzschaltungen vorhanden sind, und im schlimmsten Fall zur Beschädigung der Hardware führt, wenn die Filterung und Gättung schlecht ist.
Indy Netzteile oder DC-DC Netzteile haben das Problem der Spannungsstabilität nicht. Nachteil hier ist einfach der, dass im Max Last Bereich die Restwelligkeit zum Teil stark ansteigt, was auf schlechte Komponenten im Form von minderwertigen Caps zurück zu führen ist.
Und natürlich sollten grundlegende Schurtschaltungen verbaut sein, die auch greifen.
Es nützt nichts, wenn der Hersteller OCP verbaut, das aber erst jenseits von 80 Ampere greift. Schon bei weiniger als 50 Ampere schmelzen Leitungen.


Und dann will ich das mit den Peak werten noch mal aufgreifen.
Aktuelle Grafikkarten wie die 900er Serie von Nvidia, haben zum Teil stark schwankende Peak werte. Das liegt daran, dass die Karten ständig zwischen Max Last und Idle hin und her schalten.
Das liegt wiederum am Boost Modus, den aktuelle Karten besitzen.
die Karte versucht immer den maximalen Boost Takt zu erreichen und taktet ständig darauf zu, wird aber gleichzeitig vom Power Limit und Temperatur Limit eingegrenzt.
So kann es passieren, dass eine Karte zwar eine durchschnittliche Leistungsaufnahme von 180 Watt hat, aber einen Peak Wert von über 300 Watt.
Gerade bei übertakteten Karten wird der Unterschied größer -- Toms Hardware hatte da mal einen Test zu gemacht, als die 900er Karten auf den Markt kamen -- da liegt die durchschnittliche Leistungsaufnahme bei 190-200 Watt und der Peak Wert kratzt an der 400 Watt Marke oder ist darüber.
Moderne Netzteile, wie das E10 oder auch das Antec Edge -- gibt natürlich noch viele weitere Netzteile -- haben keine Probleme mit den Peak Werten. Die kann die Filterung problemlos abfangen.
Hast du aber ein älteres Netzteil drin oder eben ein Gruppe Netzteil, kann es passieren, dass das Netzteil abschaltet, weil der Peak Wert zu hoch war und die Schutzschaltung gegriffen hat, eben wegen der abfallenden 12 Volt Spannung.
Gerade ältere Netzteil, die schon belastete Caps haben, die auch schon einen Alterungsprozess unterliegen, können da einen Schaden kriegen, weil einer der Caps platzt.

Ich will damit nicht sagen, dass wir alle Netzteile, die älter als 4 Jahre sind, entsorgen sollen. Das ist Unsinn.
Solange du die Hardware nicht veränderst, wird das Netzteil keine Probleme haben und auch 10 Jahre laufen. Ich kenne da mehr als genug Beispiele, wo Rechner seit 10 oder 15 Jahren problemlos laufen, eben auch weil die Hardware nie verändert wurde.
Nur sind wir hier in einem Hardware Forum und da ändert man seine Konfiguration von Zeit zu Zeit und wer noch ein Sockel 775 System mit einer GTx 280 hat und nun auf ein aktuelles System mit GTX 980 wechsel will, sollte sich im Klaren sein, dass sein Straight Power E6, das er seit 8 Jahren nutzt, und das immer noch läuft, für die aktuelle Hardware einfach nicht geeignet ist. Hier ist dringend anzuraten, das Netzteil zu tauschen.
 
Habe mich jetzt viel mit der "Flaschenhals-Problematik" befasst und das Ganze auch verstanden! Aber...

Habe bei gpucheck.com verglichen und stets die gleichen Parameter angewandt und bin zu folgendem KURZ-Fazit gekommen (unter Betrachtung der "Average 1080p Performance" - bei Ultra-Settings):

GTX 1650 - 45 FPS - Preis = 135€
GTX 1650 S - 60 FPS - Preis = 155€
GTX 1660 - 68 FPS - Preis = 200€
GTX 1060 - 58 FPS - Preis = 200€

Alle Karten gibt es mit EINEM 6-PIN-Stromanschluss. Demzufolge wäre hier kein "Gefrickel" notwendig und einfach "nur so" ein neues Netzteil kaufen, empfinde ich als Schwachsinn. Auch wenn ich verstanden habe, dass Kondensatoren etc. irgendwann den Geist aufgeben.

Daher wird es dann wohl eine 1650 S. ;)

Wobei die 1660 immerhin 6GB hätte... Hmm... ^^
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du Ahnung von der Materie hättest, würdest du solche Aussagen nicht tätigen, ein Netzteil ist ein Verschleißprodukt, auch ohne offensichtlich bewegliche Teile. Es gibt genügend Lektüre darüber im Netz, ich gebe dir Mal ein paar Stichworte: Kondensatoren, Leistungsspitzen, Restwelligkeit, Verteilung der Spannungsebnen...

Aber wir kümmern uns natürlich gerne um beratungsresistente Mitmenschen in unserer Freizeit und führen sie auf den Pfad der Tugend zurück ;)
du hast das "amen" vergessen
 
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