Ich seh da null "Progressivität" im bislang Gezeigten. Wo ist die da? Dass es auf
Promobildern wie dem hier keinen käseweißen männlichen Menschen gibt? Also bitte. Wie absurd das mittlerweile ist, hat neulich Kingdom Come 2 gezeigt, nebenbei ein Brett von einem Spiel: Da reicht es schon, wenn irgendwo ein Schwuler auftaucht und der Mob tobt. Ansonsten: Das, was bislang von Avowed zu sehen war, ist so ziemlich das, wa
s schon in Deadfire in dieser Spielwelt ablief. Das ist ne fucking Fantasy-Welt, FFS!
Allerdings wird es das Spiel nicht einfach haben, wenn es nicht extrem herausragt. Anders als bei den Pillars-Games kann man hier die Nostalgie-Karte nicht mehr ziehen. Was bislang überbleibt, ist ein Action-RPG auf einem Markt voller Action-RPGs. Das in dieser Spielwelt dieses Piraten_RPGs spielt, das außer mir anscheinend kaum jemand gespielt hat (unverdient, nebenbei). Auf einen großen Namen als Zugpferd können sich Obsidian hier jedenfalls nicht mehr verlassen. Zum Beispiel: Fallout. Oder Dragon Age --
das bei Bioware letztens aber auch nicht gereicht hatte. Selbst Square Enix hatten sich mit Final Fantasy ja zuletzt in eine Verkaufszahlen-Sackgasse ge-actionadventuret. Wen wunderts? Seit spätestens dem dritten Hexer integrieren selbst die Massenfertigungs-Fabriken von Ubisoft und Co. RPG-Elements in ihre Games.
Ursprünglich war ja das hier mal der Plan (siehe Bildanhang). Aber der wurde offensichtlich zurückgefahren, statt gigantischer Sandbox gibt es jetzt Hubs wie in The Outer Worlds. Hätte was werden können. Denn wie lange ist der 11.11.11 jetzt her? Ansonsten gibt es irgendwann hoffentlich noch ein "echtes" Pillars III. Unter der Regie von Josh Sawyer wieder. Dessen Pentiment war neulich eines der interessanteren (und gewagtesten) Projekte, das ein Studio dieser Größenordnung so gemacht hat. Da wurde aufs Kommerzielle komplett g'schissn. Da durfte jemand mit kleinem team einfach sein Traumprojekt machen.