Wie Casurin bereits in #10 erklärte, hatte Intel's i-Kategorisierung nie wirklich was mit Kernen/Threads zu tun, sondern diente nur einer groben Segmentierungen in LowEnd, MidRange, HighEnd und Enthusiast, wobei die Grenzen/Übergänge hier abhängig von der konkreten Zeit und den jeweilig aktuellen Produkten waren/sind.
Intel führte damals zur Unterscheidung Midrange/HighEnd den i5 und i7 ein. Der i3 zur Kennzeichnung eines noch niedrigeren Segments für preisbewusstere Käufer wurde erst etwa ein Jahr später "nachgereicht".
Wie viele Kerne jedoch bspw. ein konkreter i7 hat, hing schlicht vom Produktsergment (bspw. Desktop/Mobile) und von der jeweiligen Prozessorgeneration ab. i7 gab es im Laufe der Zeit mit typischerweise zwei bis aktuell zu acht CPU-Kernen (mit dem i7-6950X gab es sogar im 1HJ16 den (voraussichtlich) einzigen 10-Kerner als i7).
Die Extreme/Core X-CPUs wurden anfänglich auch als i7 vermarktet (es gab diese Serie aber auch schon vor der der i-Nomenklatur), aber dann kam man zu dem Schluss hier ein weiteres Segment als i9 hinzuzufügen, was auch leicht nachvollziehbar war, denn schließlich übertraf ein i9-7900X mit seinen 10 CPU-Kernen im 1HJ17 alles, was im Consumer-Segment verfügbar war. In 2Q18 zog das i9 dann auch in Form des mobilen i9-8950HK erstmals in der regulären Consumer-Produktlinie ein.
Entsprechend wäre es durchaus nachvollziehbar, wenn das Rocket Lake Topmodell mit "nur" acht Kernen als i9 angeboten werden wird, da es voraussichtlich nichts größeres in dieser Generation geben wird. Dagegen dass Intel seiner Core X Serie in 2021 ein Update auf Basis des LCC/HCC von Ice Lake SP spendieren wird, erscheint mir eher unwahrscheinlich, weil der Prozess hier voraussichtlich noch nicht hoch genug taktet, d. h. man würde sich die potentielle Käufergruppe dieser eh schon kleinen Nische weiter verkleinern, da fürs Gaming Rocket Lake in 14nm absehbar die bessere Wahl sein wird, d. h. für einen derartigen Core X blieben nur Productivity Apps als Kaufgrund. Ein Update würde ich hier erst auf Basis von Sapphire Rapids SP erwarten (wenn überhaupt).
Schlussendlich wäre aber auch ein i7 für diesen Rocket Lake denkbar, denn leistungstechnisch dürfte der sich in MT-Apps vermutlich leicht unterhalb einen i9-10900K oder auch i9-10850K einordnen. Stehen sich am Ende in einer Abwägung die "(leistungs)technische" vs. "vermarktungstechnische" Einordnung gegenüber, würde ich jedoch vermuten, dass das Marketing den längeren Atem haben wird, d. h. es wird vermutlich ein i9 werden.
*) Apples Firestorm verfügt über eine weitaus breiter ausgelegte Pipeline, bietet dadurch deutlich mehr IPC und zudem hat Apple dem Design mit 12 MiB L2 deutlich mehr Cache spendiert, während der SQ1 mit gerade mal 2 MiB L3 auskommen muss.
Intel führte damals zur Unterscheidung Midrange/HighEnd den i5 und i7 ein. Der i3 zur Kennzeichnung eines noch niedrigeren Segments für preisbewusstere Käufer wurde erst etwa ein Jahr später "nachgereicht".
Wie viele Kerne jedoch bspw. ein konkreter i7 hat, hing schlicht vom Produktsergment (bspw. Desktop/Mobile) und von der jeweiligen Prozessorgeneration ab. i7 gab es im Laufe der Zeit mit typischerweise zwei bis aktuell zu acht CPU-Kernen (mit dem i7-6950X gab es sogar im 1HJ16 den (voraussichtlich) einzigen 10-Kerner als i7).
Die Extreme/Core X-CPUs wurden anfänglich auch als i7 vermarktet (es gab diese Serie aber auch schon vor der der i-Nomenklatur), aber dann kam man zu dem Schluss hier ein weiteres Segment als i9 hinzuzufügen, was auch leicht nachvollziehbar war, denn schließlich übertraf ein i9-7900X mit seinen 10 CPU-Kernen im 1HJ17 alles, was im Consumer-Segment verfügbar war. In 2Q18 zog das i9 dann auch in Form des mobilen i9-8950HK erstmals in der regulären Consumer-Produktlinie ein.
Entsprechend wäre es durchaus nachvollziehbar, wenn das Rocket Lake Topmodell mit "nur" acht Kernen als i9 angeboten werden wird, da es voraussichtlich nichts größeres in dieser Generation geben wird. Dagegen dass Intel seiner Core X Serie in 2021 ein Update auf Basis des LCC/HCC von Ice Lake SP spendieren wird, erscheint mir eher unwahrscheinlich, weil der Prozess hier voraussichtlich noch nicht hoch genug taktet, d. h. man würde sich die potentielle Käufergruppe dieser eh schon kleinen Nische weiter verkleinern, da fürs Gaming Rocket Lake in 14nm absehbar die bessere Wahl sein wird, d. h. für einen derartigen Core X blieben nur Productivity Apps als Kaufgrund. Ein Update würde ich hier erst auf Basis von Sapphire Rapids SP erwarten (wenn überhaupt).
Schlussendlich wäre aber auch ein i7 für diesen Rocket Lake denkbar, denn leistungstechnisch dürfte der sich in MT-Apps vermutlich leicht unterhalb einen i9-10900K oder auch i9-10850K einordnen. Stehen sich am Ende in einer Abwägung die "(leistungs)technische" vs. "vermarktungstechnische" Einordnung gegenüber, würde ich jedoch vermuten, dass das Marketing den längeren Atem haben wird, d. h. es wird vermutlich ein i9 werden.

Was soll denn daran "schön" bzw. möglicherweise gar überraschend sein? Apple hätte einen schlechten Job gemacht, wenn dem nicht so wäre. Der im Surface Pro X verwendete SQ1 von Micrsoft ist ein leicht modifizierter Snapdragon 8cx, der ursprünglich von Qualcomm Ende 2018 vorgestellt wurde und für die großen Kerne auf Cortex-A76 aufsetzt. Es wäre schon verwunderlich, wenn Apples nagelneues Design mit den extrem "breiten" Firestorm-Kernen, noch dazu in 5nm, hier schlechter oder auch nur gleichgut abschneiden würde.[...] schöner ist diese:
Windows 10 läuft schneller auf M1-Macs als auf Microsofts Surface Pro X
*) Apples Firestorm verfügt über eine weitaus breiter ausgelegte Pipeline, bietet dadurch deutlich mehr IPC und zudem hat Apple dem Design mit 12 MiB L2 deutlich mehr Cache spendiert, während der SQ1 mit gerade mal 2 MiB L3 auskommen muss.
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