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[Review] Corsair AX760i - Alles digital, alles gut?

alex2210

PC-Selbstbauer(in)
[Review] Corsair AX760i - Alles digital, alles gut?


Inhaltsverzeichnis

Hier könnt ihr schnell und ohne viel scrollen anschauen, was ich in diesem Review behandeln werde.
Auch könnt ihr zu jedem Zeitpunkt schnell wieder zurück, indem ihr einfach auf Zurück zum Inhaltsverzeichnis klickt.




Danksagung


Erstmal möchte ich mich hier bei Corsair für das unkomplizierte Bereitstellen des Reviewexemplars bedanken.
Das Testsample kam wirklich sehr schnell an und ist sehr gut verpackt gewesen. Echt super. Auch vielen dank nochmal an PCGH_Stephan sowie an Be Quiet, Intel, ASRock, MSI, EK und vielen weiteren, die dieses Review überhaupt möglich machen.


Einleitung

Corsair hat schon seit langem qualitativ hochwertige Netzteile in petto. Jetzt geht einer der Tophersteller von RAM, Kompaktwasserkühlungen, Gehäusen und weiteren Elektronikprodukten einen Schritt weiter: Ein Netzteil das nicht nur wie üblich als Spannungswandler dient, sondern es dem User erlauben soll Temperatur, Lautstärke, Spannungen und vieles mehr per Software zu überwachen. Geschehen soll das alles rein digital, ohne analoge Steuerungskomponenten. Kann das überhaupt gut gehen ? Wie gut ist Corsair Link wirklich ? Wie möchte sich Corsair damit von der Masse im heiß umkämpften Markt durchsetzen ? Das sind nur einige Fragen, die ich im folgenden Review etwas genauer beantworten möchte.


Unboxing

Die Schachtel wurde per UPS Saver verschickt und kam zusammen mit Luftpolstern in einem großen Karton an, um die Originalschachtel weitestgehend zu schützen. Nach ca. 2 Tagen war das Paket schon bei mir, bereit ausgepackt zu werden ;)
Zu erstmal ein kleiner Rundumblick. Bitte zögert nicht reinzuzoomen, dann lässt sich auch die Schrift lesen.


Die im schlichten schwarz-rot gehaltene Schachtel macht einen sehr edelen Eindruck. Ein kleines Bild des Netzteils inklusive der Beschreibung in 6 Sprachen in der Linken, ein Corsair Link Bild mit einem 80 Plus Platinum Logo in der Rechten, inklusive einem zierenden Banner, der uns einfach "Digital ATX Power Supply" entgegen wirft. Was es mit dem Digital auf sich hat, was Corsair Link eigentlich für den User konkret bedeutet und was einem eigentlich 80 Plus Platinum bringt, das wird alles in den späteren Teilen vorgestellt.

Dürfte wohl selbsterklärend sein.

Auf der Unterseite ist rechts ein Vergleich der gesamten Netzteilreihe in Sachen Modularität, Effizienz und einem weiteren Parameter von Corsair zusehen. Dieses Review soll nicht nur erfahrene User ansprechen, sondern auch die, die sich vielleicht nicht so gut auskennen, aber sich auch gerne High-End Komponenten kaufen wollen. Deshalb wird man schnell die Frage stellen, was Modularität eigentlich bedeutet. Kurzum: Alle Kabel, die man separat an das Netzteil anstecken kann nennt man Modular. Wenn alle Kabel komplett absteck bzw. aufsteckbar sind, dann spricht man von einem Vollmodularen Netzteil. Wenn nur ein Teil von dem Kabeln modular ist, dann spricht man von einem Teilmodularen Netzteil. Corsair will mit diesem Vergleich eigentlich nur Zeigen, was dieses Modell von den Anderen hervorhebt. Daneben sind noch weitere Spezifikationen angegeben, die das Netzteil auszeichnen.

Weiter mit der Oberseite. Oberhalb wird kurz angegeben, welche Kabel mitgeliefert werden. Unterhalb lobt sich Corsair nochmals für ihr "geniales Design".

Auf der Rückseite werden wir mit einem Haufen an Informationen bombardiert, links 2 Diagramme. Das Erste soll zeigen, wie effizient das Netzteil unter einer Bestimmten Lastsituartion arbeitet. Nicht so gut ist dabei, dass die Effizienz bei Überlastung (110%) bzw. bei Unterlastung (<20%) hier verschwiegen wird. Darunter zeigt Corsair die Standartlüftergeschwindigkeitskurve für das Netzteil. Soll heißen wie schnell Lüfter dreht wenn man das Netzteil belastet. Auch hier fehlt die Information, was passiert wenn das Netzteil unter bzw. überlastet wird. Darüber und rechts davon stellt Corsair nochmal kurz ihren beiden Schlüsseltechnologien a la "Corsair Link" und "Digital Controlled Power" der Serie vor. Ganz rechts unten sieht man noch, wie viel Strom das AX760i auf jeder Stromschiene liefern kann. Gut ist hier, dass das Netzteil fast die gesamte Leistung über die 12V Leitung, die heute eigentlich in jedem PC nicht mehr wegzudenken ist, ausgeben kann :daumen:. Dazu noch die üblichen Sicherheitszeichen inklusive der Information, dass Corsair ganze 7 Jahre Garantie auf das Netzteil gibt. Erlebt man doch eher selten in der heutigen Netzteilwelt.


Jetzt geht es der Schachtel an den Kragen. Hier wurde genauso detailverliebt wie schon bei der Gestaltung der Außenseite vorgegangen.
Die Schachtel ist im inneren komplett Rot gehalten, was den ganzen Eindruck wirklich nochmals aufwertet.


Raus kommt dann ein weiteres Paket in dem Netzteil+Zubehör enthalten sind.

Zu sehen ist dann erstmal der übliche Papierkram.

Der besteht zum einem aus einem Sechssprachigem Usermanual, den Garantiehinweisen und ganz rechts aus einem Zettel mit Downloadinstruktionen für die "Corsair Link" Software.

Weiter geht es dann mit der schwarzen Kabeltasche. Wirklich schön, dass sich Corsair auch noch dann um die Kabel kümmert, wenn man sie mal nicht braucht. So können die nicht verwendeten Kabel nicht schmutzig oder staubig werden.

Corsair liefert wirklich ein Haufen Kabel mit. Dabei sind:

1x 24Pin ATX Kabel (610 mm)
2x 8Pin EPS Kabel (650 mm)
2x PCIe Kabel 8Pin (600 mm)
2x PCIe Kabel 8Pin+8Pin (750 mm)
2x SATA Kabel (700 mm)
1x SATA Kabel (850 mm)
2x 4Pin Molex Kabel (750 mm)
2x 4Pin Molex auf 4Pin Floppy Adapter (100 mm)
1x Kabel Netzteil <-> Corsair Link (800 mm)



Eingeschweißt in einer silbernen Tüte findet sich noch der Adapter, mit dem man das Kabel für den digitalen Output aus dem Netzteil an einen üblichen internen USB Anschluss am Mainboard verbinden kann.


Unter der Kabeltasche findet sich noch eine kleine Tüte.


Darin liefert Corsair ein paar Kabelbinder, 4 schwarze Rändelschrauben und ein Corsair Sticker mit. Das weiße kleine Pad ist bei dieser Größe leider gar nicht fürs Entkoppeln geeignet, hier sollte man mal Angeben für das überhaupt gedacht sein soll.


Jetzt kommen wir zu dem wichtigstem Part. In einer schwarzen Seidentasche ist das AX760i im Falle des Nichtgebrauches effektiv vor Staub geschützt. Sehr edel.


Rausbenommen ist das Netzteil in einer Plastiktüte eingeschweißt.


Hier ein Rundrumblick, ich lasse die Bilder einfach mal für sich selbst sprechen.




Wirklich praktisch ist der "Selftest" Button. Man schließt das Netzteil einfach an die Steckdose an und startet dann durch einen kurzen Knopfdruck den Selbsttest. Bei jeglichen Problemen leuchtet die LED dann rot, bzw. bei bestandener Prüfung grün. Sehr praktisch, damit kann man schneller Fehlerquellen bei PC's ausschließen.



Hier sind die Schutzzeichen und auch nochmal die Leistungsangaben des AX760i verzeichnet.


Und damit kommen wir gleich zum nächsten Teil dieses Lesertests.


Spezifikationen

Mit einer Breite von 120mm, einer Höhe von 86mm und einer Länge von 160mm ist es für alle ATX-Netzteil kompatiblen Gehäuse geeignet. Das gut 1,9 Kg schwere Gerät verfügt außerdem über die ATX12V v2.31, EPS 2.92 und 80 Plus Platinum Zertifizierung.
Die 80 Plus Platinum Auszeichnung drückt eigentlich erstmal nur einen sehr hohen Effizientgrad der Netzteil aus. Im Endeffekt heißt eine höhe Effizienz (mindestens 91% bei 230V und voller Last) auch eine geringere Abwärme, damit muss der Netzteillüfter nicht mehr so schnell drehen. Wer genaueres über die Effizienzgrade wissen möchte, dem möchte ich diesen Wikipediaartikel empfehlen.
Der verbaute Lüfter ist ein Yate Loon D12BH-12, der von dem Netzteil von 0 RPM bis ca. 2000 RPM angesteuert werden kann.
Weiter gehts zu den Spannungen.

Volle 760W, die über die 12V Schiene geliefert werden können, sehr gut. :daumen:
Essenzieller Schutz durch OVP, OCP, OPP, OTP und SCP ist auch gegeben, in diesem Teil steht das AX760i dem Restlichen Netzteil in nichts nach.
Auch wichtig für alle Haswelluser: Das AX760i wurde extra von Corsair mit den neuen Standbymodi getestet und wurde für den Gebrauch mit Intels neuester Prozessorgeneration freigegeben.
Interessant ist auch folgender Fakt: Corsair stellt das Netzteil nicht selber her. Für die erfahrenen Nutzer dürfte das nichts neues sein, sehr oft werden Firmen im Namen großer Hersteller beauftragt Technikprodukte herzustellen. In diesem Falle heißt das Unternehmen, das die AXi Serie produziert Flextronics. Das mich erstmal stutzig gemacht. Normalerweise erwartet man bei einem Preis von 229,99 $ (OVP des Herstellers) eigentlich einen etablierten Produzienten wie Seasonic oder Enermax anzutreffen. Corsair wirklich sehr viel vertrauen in das Unternehmen gesteckt, diese Topserie fertigen zu lassen. Durch eine Kombination von mehreren Mikroprozessoren, die gemeinsam die gesamte Spannung regulieren, werden aber fast durchweg Topwerte in Spannungsstabilität, Effizienz und Hold-Up Time erzielt. Auch in vielen weiteren Diziplinen, die mit den Stromparametern zu tun haben, schlägt sich das AX760i exzellent. Hier verweise ich mal zu "techPowerUp" und zu "Hardware Secrets". Beide Seiten hatten die Möglichkeit, das Netzteil auf Herz und Nieren in Sachen Stromeigenschaften zu testen. Aus diesem Grund ist in diesem Falle die Herkunft am Ende nicht mal hinderlich oder gar schlecht, sondern sogar eine Chance für Flextronics sich als neuer Produzent am Markt zu etablieren.


Features

Heutzutage ist die 12V Leitung das a und o bei Computern. Bei dem AX760i ist es so, dass die kompletten 63,3A auf einer
"Schiene" bereitgestellt werden. Genau an diesem Punkt werden erfahrene Nutzer gewisse Einwände haben, denn hier liegt ein großer Bruch bei verschiedensten Netzteilen. Es existieren grundsätzlich 2 Arten, wie mit der Stromversorgung der 12V Leitungen umgegangen wird. Zum einen wäre die "Single-Rail" und zum anderen die "Multi-Rail". Bei Single-Rail Netzteilen wird die 12V Leitung nur von einer Schiene bereit gestellt. Dadurch ergibt sich sowohl ein Vor- als auch ein Nachteil.
Gut ist, dass man nicht darauf achten muss, ob man eine von z.B 4 Leitungen überlastet. Hier muss man nur darauf achten, nicht mehr als die gesamt verfügbare Leistung zu verbraten. Schlecht ist allerdings, wenn man etwas schusselig ist und einen Kurzschluss im PC verursacht. Was passiert, wenn man etwas "Spaß" mit Single-Rail Netzteilen haben will, zeigt eine Ausgabe der "PCGH in Gefahr".
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Rauchende/Schmorende Kabel sind hier nur das geringste Problem. Bei durchbrennenden Spannungswandlern, sind teils massive Rauchentwicklung und weitere Schäden am PC gar nicht abzusehen. Um diese Gefahr zu bändigen kam dann die Idee des "Multi-Rail" Netzteils auf. Durch mehrere kleinere Leitungen, die jeweils eine eigene Kurzschlusssicherung haben, sollen Kurzschlüsse effektiver verhindert werden. Nachteil davon ist, dass man darauf achten muss, mit seiner z.B Grafikkarte nicht zu viel Strom zu verbrauchen, da ansonsten das Netzteil sich dann fälschlicherweise abschaltet. Letzendlich haben beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile. Genau hier will Corsair Abhilfe schaffen. Anstatt dem Benutzer eine feste Konfiguration der 12V Schienen ala Single- oder Multi-Rail aufzudrücken, kann man per "Corsair Link" einstellen, wie viel eine Leitung maximal verbrauchen darf, bevor die Schutzschaltungen greifen.
Doch bevor man solche Dinge überhaupt einstellen kann, muss erstmal alles Eingerichtet werden.
Im Unterpunkt "Downloads" der AX760i-Website befindet sich der Link zu der Software.

Die Installation geht sehr schnell und unkompliziert von statten.


Nach einer Installation und einem Reboot meldet sich das Netzteil bereits bei der Software ohne weitere Konfiguration an. Nicht nur die Netzteil Temperatur wird angezeigt. Alle weiteren Parameter wie der Festplattentemperatur, GPU-Temperatur und CPU-Auslastung+CPU-Temperatur sind dabei. Damit bekommt auch ohne Software wie HWMontior oder CoreTemp schnell heraus, wie es thermisch um seinen PC steht. Der Tachometer neben der Netzteiltemp. steht für die Drehzahl des AX760i Lüfters. Der selbst anpassbare Bereich liegt nur zwischen 40% und 100%, eigene Lüfterkurven sind leider auch nicht einstellbar. Einzig die Wahl zwischen dem von Corsair vorgegebenen Profil und der eigenen festen Einstellung bleiben übrig.
An dieser Stelle könnte wirklich etwas nachgebessert werden, z.B eigens erstellbare Lüfterprofile könnte man implementieren.

Kommen wir nun zu den Power Monitor. Dort sollten einem alle Informationen zu Effizienz, Stromverbrauch, Spannungen angezeigt werden. Leider ist ganze "etwas" inakkurat :ugly:
Unter Idle:

Unter Spielelast (Battlefield 3) schon etwas realistischer :)

Unten sieht man es schon. Per Klick kann man bei den jeweils 6 PCIe Stromschienen (Sind entgegen der Benennung Corsair's aber auch für die CPU Stromversorgung verantwortlich) die maximal abrufbare Last einstellen, bevor die Schutzschaltungen greifen.
20 bis 40 Ampere sind hier einstellbar.

Jetzt zu den Temperaturgraphen. Diese werden immer mit dem Start der Software kontinuierlich aufgezeichnet.


Eigentlich ist das doch etwas mager, nur die Stromschienen und die Lüfterdrehzahl sind nur teils begrenzt veränderbar. Erst die Erweiterung durch eine H80i/H100i und/oder einem Corsair Link Commander sorgt für mehr Features. Ziel von Corsair eigentlich ein eigenes Ökosystem von Lüftern, Kühlern und Steuerung zu erschaffen, mit dem der User dann die vollständige Kontrolle über die Temperaturen in seinem System hat.


Lautstärke

Kommen wir nun zum Test der Lautstärke. Gegen das AX760i treten das Be Quiet Pure Power L8 CM 430W und das Be Quiet Straight Power E9 580W an.

Jetzt zum Testsystem. Der PC wird privat für's Spielen genutzt und ist mit einer Wasserkühlung ausgestattet.
Die Komponenten sind:
Prozessor: Intel Core i5 2500 , Stock @EK Supremacy
RAM: Corsair Dominator Platinum 2x4GB 1866
Grafikkarte : MSI GTX 670,Stock @EK GTX 670 Nickel-Plexi
Mainboard: Asrock Z77 Extreme4
SSD: Samsung 830 128Gb
HDD: 2x Western Digital Caviar Green (1TB,2TB)
Reservoir: EK X3 Reservoir 150
Pumpe: Laing DDC 1T+
Radiator: Alphacool Nexxxos UT60 Full Copper Weiß
Lüfter: 3x Enermax Cluster 120 mm und 3x Zalman ZM-F3 120 mm
Lüftersteuerung: Scythe Kaze Q


Schick, wa ? :lol:

Es werden primär 3 Situationen getestet in dem gemessen wird. Einmal in der Startphase, dann im Idle und unter Spielelast.
Gewertet wird rein subjektiv von mir nach der folgenden Skala:
0 = nicht hörbar
1 = sehr leise
2 = leise
3 = normal
4 = laut
5 = sehr laut
6 = extrem laut

Auch Zwischenwerte sind möglich, d.h 0,5 entspricht leise bis sehr leise.
Natürlich hat jeder ein anderes Hörempfinden, doch wichtig ist immer noch der subjektive Höreindruck, da der nämlich auch weitere Parameter wie Zirpen oder andere nervende Töne mit einbezieht.

Hier die Ergebnisse:

Das Pure Power und das AX760i aber drehen zum Start erstmal volle Pulle auf, was ziemlich störend daherkommt. Dann aber drehen die Lüfter stufenweise wieder herunter, bis sie ihre Idledrehzahl gefunden haben.

Von der Startphase der Corsairnetzteils habe ich auch ein kleines Audiosample gemacht, da hört man das am besten. :ugly:

Beim Idlen geben alle 3 nicht sehr viel.
Am leisesten ist aber das AX760i, der Lüfter dreht hier nicht mal. Man hört allerdings ein sehr sehr sehr sehr sehr leises Zirpen.


Bei Spielelast schaut das schon wieder anders aus. Während beide Be Quiet Netzteile den Lüfter einfach etwas schneller drehen lassen, versucht das AX760i den Lüfter immer ausgeschaltet zulassen …bis es wärmer wird. Dann dümpelt der Lüfter bei ca. 300-400 RPM rum um die Temperatur zu senken.


Alles in allem schlägt sich das Corsair Netzteil auch hier ziemlich gut. Besonders für Wakübegeisterte ist es einfach super, dass der Lüfter nicht so oft/gar nicht läuft. Damit bleibt das gesamte System schön leise.


Fazit
Das Corsair AX760i überrascht auf vielen Ebenen. Zum einen sind viele Sachen absolut genial gelungen, wie die Top Stromversorung, die Monitoringfeatures, die Lautstärke (wenn auch mit Vorbehalt) und auch das Design sind einfach nur spitze. Zum anderen sind da Kinderkrankheiten. Ein Lüfter, der beim Start volle Pulle aufdreht, eine Monitoringsoftware, die viel zu mehr zu bieten hätte als nur das Einstellen des Lüfters und der Multi-Rail Konfiguration und das wirklich sehr sehr leichte Zirpen. Die Nachteile sind letztendlich aber nur Detailmakel, wenn man sich vor Augen führt wie sehr Corsair mit der AXi Serie
eigentlich dem Rest der etablierten Netzteilhersteller davonläuft. Monitoringfeatures sind etwas ganz neues auf dem PSU Markt. Rein digital gesteuerte Stromlieferung ebenso. Für diese wirklich massiven Vorteile muss der Verbraucher aber auch extrem Tief in die Tasche greifen, denn mit 229,99 $ OVP ist das AX760i nicht gerade ein Schnäppchen für Jedermann.
Dennoch ist hier ein riesen Schritt gewagt worden, der wirklich sehr gut geglückt ist. Deshalb: Für jeden, der es sich leisten kann, für jeden der wirklich absolute Topqualität möchte, vielleicht auch für die, die einfach nur auf Ruhe im PC stehen, für den ist das Corsair AX760i die richtige Wahl.
Deshalb gebe ich dem Netzteil:
9/10 Punkte
Hat sich das Ding wirklich verdient :daumen:


Nachwort
Vielen dank für's Lesen meines Reviews, ich hoffe ihr hattet genauso viel Spaß daran wie ich beim Schreiben. :)
Wenn ihr Verbesserungen, Anmerkungen oder sonstige Dinge mir gerne zu dem Review sagen wollt, dann schreibt einfach einen Post unter diesen Testbericht :)

 
Zuletzt bearbeitet:
TE
A

alex2210

PC-Selbstbauer(in)
So, ich push das ganze mal, darf man normalerweise ja nicht :devil:
Ich habe den Thread schon vor etwas längerer Zeit erstellt, sonst würde ihn keiner mehr so wirklich sehen hier.
Ansonsten nochmals viel Spaß beim Lesen :)
 

quantenslipstream

Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
Sehr schönes Review.
Allerdings sind die Fotos sehr groß. Dauert ja ewig das zu laden und andere User, die eine langsamere Leitung haben, schauen in die Röhre.
Wäre daher gut, wenn du kleinere Fotos in den Text einbaust, auf die man dann klicken kann, um sie sich vergrößert anzuschauen.
 
R

REALSHOCKOPS

Guest
Gutes Review, wird mir gut helfen bei der Wahl eines neuen Netzteils.
 

R4Z0R1911

BIOS-Overclocker(in)
Finde es schade das hier wenig auf die Technik eingegangen wird... (PSU Intern)
Ansonsten sagt es nur was über Lautstärke, Software aus...
 

xHaru

Software-Overclocker(in)
Kritik an deiner Review bleibt, vor allem, da du das Netzteil nicht mal geöffnet hast, in nicht allzu unbeachtlicher Anzahl übrig.

1. Aufmachen und reinsehen, Was ist verbaut? Wie ist die Lötqualität?
2. Kein gutes Netzeil darf "zirpen"
3. Digital darf nicht automatisch gut sein. ---> Then again, we can also remember situations when a single AMD Radeon R9 295X2 managed to shut down a PSU (PCGH, 1200W Enermax Platimax), or even destroy it outright (Tom's Hardware, Corsair AX860i). Anscheinend hat die Modellserie den Geist bei einer aktuellen Grafikkarte aufgegeben. Es kann also sein, dass der Digitalkram zu langsam ist, aktuelle Karten zu befeuern.
4. Wenn man in Corsair Link, wenn es dann mal nicht abstürzt, nur das kleine Bisschen an Einstellmöglichkeiten hat, dann kann man das auch nicht als positiv sehen. Zumal das Netzteil semipassiv und dies nicht wirklich besonders toll ist.

Ich kann also nicht nachvollziehen, warum das massive Vorteile sein sollten. Vergleiche gibt es genug, ich hab zudem keine wirkliche Lust, jetzt noch welche anzuführen.
Extrem tief in die Tasche greifen? Jap, auf jeden Fall. Die knapp 230 USD UVP für das "laue" Stück ist deutlich übertrieben.

Topqualität? Was ist da denn drinnen verbaut? Wie gut wurde gelötet? Singlerail bei 760W?
Ich verstehe unter anderem nicht, wie du hier von Topqualität sprechen kannst, wenn du nicht mal ein Schätzeisen zur Hand hast, um die Spannung auszulesen. :ka:

Beim nächsten Mal vielleicht, allerdings bist du für wirklich zufriedenstellende Netzteilreviews noch nicht gut genug ausgerüstet. (Eventuell hätte man durch gute Kontakte nen Termin für ne Chroma oder sonstiges machen können.) Diese Reviews solltest du allerdings lieber in Begleitung von erfahreneren Usern, wie Stefan Payne und Threshold, machen.

Mich stellt die Review, wie ich erwähnt habe, in keinster Weise zufrieden, da du viel zu wenig auf die wichtigen Gesichtspunkte, wie das Testen der Schutzschaltungen, der Spannungen und der verbauten Komponenten eingehst.
Allerdings ein netter Versuch, mach weiter. Dein Schreibstil ist ziemlich gut und lässt sich leicht und angenehm lesen. :daumen:
 

FormatC

Software-Overclocker(in)
Weniger ist mehr trifft es hier leider überhaupt nicht. Mal abgesehen davon, was xHaru bereits völlig richtig bemängelt hat, wäre ein Blick IN das Netzteil wirklich das Mindeste gewesen. Und dann die Bilder... da macht selbst mein Smartphone bessere und vor allem rauschärmere Bilder. Was lernen wir daraus? Mach bitte weiter, wenn Dich die Materie interessiert und Du bereit bist, auch viel dazu zu lernen. Aber verinnerliche zunächst bitte die generellen Grundlagen der Netzteiltechnik, damit auch der Mehrwert für die Leser stimmt und passe auch Equipment, sowie die Messmethoden an. Man kann auch ohne Chroma eine Menge Dinge testen und beschreiben, die für andere interessant sind. Das fängt beim OEM an, der solche Teile für Firmen wie Corsair eigentlich herstellt, führt über die verbauten Komponenten und technischen Besonderheiten bis hin zur eigentlichen Verarbeitungsqualität im Inneren, Platinen- und Lötqualität, sauberes Kürzen von Drähten, Abbinden von Kabeln usw. und endet auch mal mit dem Blick in die Datenblätter diverser Caps oder aktiver Bauelemente.

Das mit der Geräuschentwicklung kann man so allerdings nicht stehen lassen. Subjektive Empfindungen darf man nie in Balken und Diagramme stecken, wenn es sich nicht gerade um statistische Erhebungen handelt. Das sieht nach mehr aus, als es in Wahrheit ist. Für so etwas reicht wirklich die verbale Beschreibung.
 
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