Es gibt auch Homebrew-Spiele, die oft frei herunterladbar sind.
Grundsätzlich ist so eine Konsole einfach ein kleiner Rechner mit Akku und Spielesteuerung, auf dem ein angepasstes Linux läuft.
Ich habe festgestellt, dass mir der Formfaktor (Kompaktheit) wichtig ist. Und ein weiteres Problem: überstehende Knöpfe, das Verkratzen des Displays... Das macht einen unsicher, wenn man das Gerät viel herumtransportiert. Man ist vorsichtiger und agiert weniger spontan. Oder fängt an, mit größeren Schutzhüllen zu hantieren.
So bin ich beim Powkiddy V90 gelandet. Das Clamshell-Gehäuse schützt Display und Steuerknöpfe und misst zusammengeklappt 7,8 x 7,8 cm (wenig mehr als eine Kippenschachtel). Es scheint mir auch relativ robust zu sein. Läuft mit Nokia BL-5C-kompatiblem Akku und emuliert etwa auf das Niveau von 16 Bit-Konsolen.
Das Gegenstück bei Anbernic bzgl. Formfaktor wäre der RG-35XXSP. Deutlich schneller, mit Wifi und Bluetooth, zwei µSD-Slots, aber auch größer und klobiger, Akku nicht so verbreitet wie beim V90. Anbernic hat die deutlich besseren Specs, aber was mich an der Firma immer etwas stört ist die Häufigkeit an nicht offiziell dokumentierten Änderungen (Gehäuse, Displaytyp, Boardrevisionen...). Da scheint mir Powkiddy solider/"LTS-mäßiger" unterwegs zu sein. In der "Szene" scheint der V90 inzwischen aber als etwas veraltet zu gelten.
Die grundsätzliche Empfehlung ist bei all diesen Geräten, nach Erhalt insbesondere die mitgelieferte Billig-µSD-Karte mit dem Betriebssystem umgehend in die Tonne zu kloppen und durch ein gutes Markenprodukt (darf ruhig richtig gut sein) zu ersetzen. Es läuft ein vollwertiges Linux darauf, sodass mit vielen Lese- und Schreibzugriffen, allein schon durch das OS zu rechnen ist. Diese Nutzung ist doch deutlich intensiver als in einem Handy oder in einem normalen MP3-Player - und Billigkarten machen hier schnell die Grätsche. Am besten dann gleich die meist verfügbare alternative Community-Firmware aufspielen...