VJoe2max
BIOS-Overclocker(in)
Wenn die die Y-Stücke sehr präzise gearbeitet sind (was so gut wie nie der Fall ist), beide parallelen Stränge wirklich exakt den gleichen Widerstand haben (Radiatoren haben teils große Toleranzen), die exakt gleiche Schlauchlänge zu den Einlässen führt und auf dem Weg zur Zusammenführung ebenso gleiche Schlauchlängen zum Einsatz kommen und beide Radiatoren in exakt der gleichen Lage verbaut sind, wird sich der Volumenstrom in der Tat gleichmäßig auf beide Stränge aufteilen.
Wie bereits an der detaillierten Auflistung der Parameter, die darauf Einfluss haben und bereits bei kleinen Fluktuationen große Effekt zeigen können, zu erkennen ist, wird es in der Praxis kaum gelingen beide Radiatoren mit exakt der gleichen Wassermenge zu versorgen. Das führt dann dazu, dass ein Radiator mehr Wärmemenge als der andere abführen müsste. Das wird jedoch nicht unbedingt passieren. Dazu kommt der oben bereits ausgeführte Effekt der geringeren Strömungsgeschwindigkeit der zu tendenziell schlechteren Wärmeübergängen im Radiator führt. Das ist zwar nicht dramatisch, da in der Regel sowieso der Wärmeübergang zur Luft limitiert, aber je nach dem wie stark die Geschwindigkeit herabgesetzt wird (z.B. bei widerstandsarmen Radiatoren) kann es doch negativen Einfluss auf die Kühlleistung haben. Hinzu kommen die Drucksprünge im Kühlmittel an den Y-Stücken die keineswegs förderlich sind.
Das sind wie gesagt alles keine großen Effekte und mit den herkömmlichen Methoden vermutlich nicht mal wirklich messbar. Dennoch ist der parallele Einsatz ähnlich wie bei der Parallelanströmung der Kühler von SLI/CF-Gespannen (Beispiel) ein Unsicherheitsfaktor und tendenziell einer Reihenschaltung eher unterlegen. Im besten Fall jedoch höchstens gleich gut - keinesfalls besser.
Da moderne Radiatoren nicht gerade sehr restriktiv sind spielt auch der Effekt der Widerstandsminimierung keine wesentliche Rolle auf den Rest des Kreislaufs. Der Gesamtdurchfluss ist in der Regel durch andere Komponenten limitiert - was keineswegs schädlich sein muss
. Der Durchfluss sagt nicht viel über die lokalen Strömungsverhältnisse dort aus wo sie relevant sind. Wie schnell das Wasser durch die Schläuche fließt ist aber im Wesentlichen irrelevant. Nur zusammen mit den jeweilig eingesetzten Kühlern kann der Volumenstrom in einem System eine Bewertungsgrundlage bilden.
Durchfluss bzw. Volumenstrom ist eben eine indirekte Messgröße. Er sagt nicht direkt etwas über die Leistungsfähigkeit eine Kühlung aus. Ein durch widerstandsarme großquerschnittige Highflow-Kühler auf extremen Durchfluss getrimmter Kreislauf kühlt bei gleicher Radiatoranordnung und Fläche oft schlechter als ein Kreislauf der mit Düsen- oder Speedchannel-Kühlern bei moderatem Durchfluss arbeitet. Ausschlaggebend für die Kühlleistung ist also nicht der Durchfluss sondern die lokale Strömungsgeschwindigkeit an den Stellen an denen der Wärmetausch geschieht.
Es ist eine Optimierungsaufgabe den besten Mittelweg zwischen restriktiven aber effizienten Kühlern und genügend Volumenstrom für weniger restriktive Kühler im Kreislauf sowie dem Verfügung stehenden Pumpendruck und Durchsatz zu finden. Schießt man sich auf HighFlow ein , so muss man eben die Nebenwirkungen (Pumpenlärm, erhöhte Pumpenabwärme) ertragen, um ähnlich gut zu kühlen wie bei normalen Setups.
Bei den Radiatoren gilt es dagegen mehr darauf zu achten, dass die zur Verfügung stehenden Fläche möglichst effizient genutzt wird und mit möglichst kühler Luft versorgt wird, damit der Temperaturgradient möglichst hoch ist. Die Strömungsverhältnisse im inneren sind dort, wie gesagt, nicht ganz so wie bei den Kühlern. Wenn es um Optimierung geht sollte man da aber auch nicht außer acht lassen.
Letztendlich ist dieses Dilemma der Grund, warum es einen perfekten Kühler oder eine perfekte Wakü schlicht und einfach nicht gibt - höchstens wenn man sie auf eine ganz explizites Setup bezieht und alle Register der Optimierung zieht. Ein Kühler oder Radiator der im eine System überragend performt muss dies nicht zwangsläufig auch in andern Systemen tun - Testergebnisse oder auch Verschlauchungsempfehlungen wie hier sind daher nur Tendenzen zu sehen und sollten auch so bewertet werden.
Die Frage ob die Radiatoren besser parallel oder in Reihe geschaltet werden sollten, entscheidet sich aber nichts desto trotz weniger daran, ob man mit Parallelschaltung im Grenzfall die gleiche Wirkung erzielen könnte als daran, dass sie einen unbestimmten Zustand darstellt und damit prinzipiell einen Faktor darstellt der u. U. unnötige Verschlechterungen der Kühlleitung bewirken könnte. Wären es extrem restriktive Radiatoren könnte eine Parallelschaltung eher Argumente finden - allerdings müsste man was zum ausregeln der Widerstandsunterschiede einbauen - das ist nicht einfach.
Fazit für den TE: Für die zwei widerstandsarmen 280er Radis ist Reihenschaltung mit Sicherheit im doppelten Wortsinn der bessere Weg
.
Edit:
@Cey: Ließ dir den Artikel bei Aquainfos mal genau durch und denke dabei über das oben bezüglich des Durchflusses gesagte (indirekte Messgröße etc.) nach
. Dabei wird/sollte dir etwas auffallen, was deinen Schluss unzulässig macht
. Wir reden hier über die Widerstandssenkung durch die Parallelschaltung zweier Radiatoren. Das führt nicht zu einer Durchflusserhöhung in dem von dir prophezeiten Ausmaß, wenn die Radiatoren nicht den restriktivsten Teil des Kreislaufs darstellen - und davon ist definitiv auszugehen
.
Wie bereits an der detaillierten Auflistung der Parameter, die darauf Einfluss haben und bereits bei kleinen Fluktuationen große Effekt zeigen können, zu erkennen ist, wird es in der Praxis kaum gelingen beide Radiatoren mit exakt der gleichen Wassermenge zu versorgen. Das führt dann dazu, dass ein Radiator mehr Wärmemenge als der andere abführen müsste. Das wird jedoch nicht unbedingt passieren. Dazu kommt der oben bereits ausgeführte Effekt der geringeren Strömungsgeschwindigkeit der zu tendenziell schlechteren Wärmeübergängen im Radiator führt. Das ist zwar nicht dramatisch, da in der Regel sowieso der Wärmeübergang zur Luft limitiert, aber je nach dem wie stark die Geschwindigkeit herabgesetzt wird (z.B. bei widerstandsarmen Radiatoren) kann es doch negativen Einfluss auf die Kühlleistung haben. Hinzu kommen die Drucksprünge im Kühlmittel an den Y-Stücken die keineswegs förderlich sind.
Das sind wie gesagt alles keine großen Effekte und mit den herkömmlichen Methoden vermutlich nicht mal wirklich messbar. Dennoch ist der parallele Einsatz ähnlich wie bei der Parallelanströmung der Kühler von SLI/CF-Gespannen (Beispiel) ein Unsicherheitsfaktor und tendenziell einer Reihenschaltung eher unterlegen. Im besten Fall jedoch höchstens gleich gut - keinesfalls besser.
Da moderne Radiatoren nicht gerade sehr restriktiv sind spielt auch der Effekt der Widerstandsminimierung keine wesentliche Rolle auf den Rest des Kreislaufs. Der Gesamtdurchfluss ist in der Regel durch andere Komponenten limitiert - was keineswegs schädlich sein muss
. Der Durchfluss sagt nicht viel über die lokalen Strömungsverhältnisse dort aus wo sie relevant sind. Wie schnell das Wasser durch die Schläuche fließt ist aber im Wesentlichen irrelevant. Nur zusammen mit den jeweilig eingesetzten Kühlern kann der Volumenstrom in einem System eine Bewertungsgrundlage bilden. Durchfluss bzw. Volumenstrom ist eben eine indirekte Messgröße. Er sagt nicht direkt etwas über die Leistungsfähigkeit eine Kühlung aus. Ein durch widerstandsarme großquerschnittige Highflow-Kühler auf extremen Durchfluss getrimmter Kreislauf kühlt bei gleicher Radiatoranordnung und Fläche oft schlechter als ein Kreislauf der mit Düsen- oder Speedchannel-Kühlern bei moderatem Durchfluss arbeitet. Ausschlaggebend für die Kühlleistung ist also nicht der Durchfluss sondern die lokale Strömungsgeschwindigkeit an den Stellen an denen der Wärmetausch geschieht.
Es ist eine Optimierungsaufgabe den besten Mittelweg zwischen restriktiven aber effizienten Kühlern und genügend Volumenstrom für weniger restriktive Kühler im Kreislauf sowie dem Verfügung stehenden Pumpendruck und Durchsatz zu finden. Schießt man sich auf HighFlow ein , so muss man eben die Nebenwirkungen (Pumpenlärm, erhöhte Pumpenabwärme) ertragen, um ähnlich gut zu kühlen wie bei normalen Setups.
Bei den Radiatoren gilt es dagegen mehr darauf zu achten, dass die zur Verfügung stehenden Fläche möglichst effizient genutzt wird und mit möglichst kühler Luft versorgt wird, damit der Temperaturgradient möglichst hoch ist. Die Strömungsverhältnisse im inneren sind dort, wie gesagt, nicht ganz so wie bei den Kühlern. Wenn es um Optimierung geht sollte man da aber auch nicht außer acht lassen.
Letztendlich ist dieses Dilemma der Grund, warum es einen perfekten Kühler oder eine perfekte Wakü schlicht und einfach nicht gibt - höchstens wenn man sie auf eine ganz explizites Setup bezieht und alle Register der Optimierung zieht. Ein Kühler oder Radiator der im eine System überragend performt muss dies nicht zwangsläufig auch in andern Systemen tun - Testergebnisse oder auch Verschlauchungsempfehlungen wie hier sind daher nur Tendenzen zu sehen und sollten auch so bewertet werden.
Die Frage ob die Radiatoren besser parallel oder in Reihe geschaltet werden sollten, entscheidet sich aber nichts desto trotz weniger daran, ob man mit Parallelschaltung im Grenzfall die gleiche Wirkung erzielen könnte als daran, dass sie einen unbestimmten Zustand darstellt und damit prinzipiell einen Faktor darstellt der u. U. unnötige Verschlechterungen der Kühlleitung bewirken könnte. Wären es extrem restriktive Radiatoren könnte eine Parallelschaltung eher Argumente finden - allerdings müsste man was zum ausregeln der Widerstandsunterschiede einbauen - das ist nicht einfach.
Fazit für den TE: Für die zwei widerstandsarmen 280er Radis ist Reihenschaltung mit Sicherheit im doppelten Wortsinn der bessere Weg
.Edit:
@Cey: Ließ dir den Artikel bei Aquainfos mal genau durch und denke dabei über das oben bezüglich des Durchflusses gesagte (indirekte Messgröße etc.) nach
. Dabei wird/sollte dir etwas auffallen, was deinen Schluss unzulässig macht
. Wir reden hier über die Widerstandssenkung durch die Parallelschaltung zweier Radiatoren. Das führt nicht zu einer Durchflusserhöhung in dem von dir prophezeiten Ausmaß, wenn die Radiatoren nicht den restriktivsten Teil des Kreislaufs darstellen - und davon ist definitiv auszugehen
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Zuletzt bearbeitet:
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aber eigentlich solltest du in der Lage sein auch wenn ich ein d mit nem t verwechsle zu verstehen was ich meine: "in newsgroups a chain of postings on a single subject"

).