Ich warne auch davor DLSS wörtlich zu nehmen, vor allem den SuperSampling Teil. SuperSampling suggeriert, dass etwas in einer höheren Auflösung berechnet und dann ein Downsampling auf die Zielauflösung stattfindet.
Du hast den Kern der Sache erfasst, nur dass Du die falschen technischen Schlüsse ziehst bzw. die Funktionsweise von DLSS falsch einschätzt.
DLSS macht nichts anderes als temporal und motionkompensiert zu supersamplen.
Deshalb hast Du eben auch mehr ECHTE Pixel zur Verfügung, als es die Eingangsrenderauflösung vermuten lässt.
DLSS macht aber eher das Gegenteil, es berechnet intern eine niedrige Auflösung und betreibt dann Upscaling auf die Zeilauflösung.
Nein- DLSS nimmt statt einem quantisierten Snapshot von der Rasterszene temporal verteilt viele, viele gejitterte Proben (deswegen Supersampling) und setzt diese vielzahl an Proben temporal kumuliert und positionsbereinigt in einem Zielframe zusammen.
Nimm mal ein Gebüsch, das zwar ziemlich dicht ist, aber noch den einen oder anderen Blick dahinter erlaubt.
Jetzt fahr mit dem Fahrrad an dem Gebüsch vorbei und die Szene dahinter wird für Dich plötzlich sichtbar, ohne dass da nur ein Detail dazuerfunden wird.
Nvidia spricht dann davon, dass der Algorithmus auf 8k oder 16k trainiert wurde und das wäre dann das Äquivalent zu Supersampling.
Ja - Der Algorithmus, der im Anschluss die Charakteristika eines Bildes mit perfektem Antialias angleicht. Das hat aber nichts damit zu tun, dass man bis dahin schon mehr "echte" Pixel gesammelt hat, als es die native Auflösung bereitstellt.