Solche Aussagen find ich immer süß... Es stehen tausende Tonnen radioaktiven Materials in der Gegend rum, die für zig Jahrtausende noch Schäden anrichten können und Du redest von einer guten Umweltbilanz bei Atomkraftwerken?
Wie lange halten denn Quecksilber und Arsen (beide kommen bei Kohlekraftwerken vor)?
Es ist (nach momentanem stand der Wissenschaft) eineZahl mit über 35 Nullen und du hast ein Problem wegen einiger hunderttausend Jahre?
Das Fehlen von Endlagern bzw. wirklicher Verwertung der Müllberge aus Atomkraftwerken wird irgendwie immer ignoriert... Der Staub beim Abbau des Urans ist auch nicht von schlechten Eltern... das Trifft dann aber immer nur Leute in anderen Ländern...
Ewigkeitskosten (welch ehrlicher Name) werden generell ignoriert, die Kernkraft ist da sogar die absolute Ausnahme, hier wird als einziges verlangt dass Konzept vorhanden ist, bei allen anderen hingegen nicht. Es ist nicht so das man kein sicheres Endlager bauen könnte, die Politik ist nur zu feige dazu, stattdessen haben wird den Müll in ein Bergwerk gekippt. Wer sehen will wie es richtig geht sollte sich an Finnland oder der Schweiz ein Beispiel nehmen oder auch an dem Endlager für Giftmüll in Deutschland, da haben wir schon ein Endlager, das sogar sehr sicher ist (Salzstock mit Tondeckgebirge).
Die Wiederaufarbeitungsanlage gibt es schon und der Flüssigsalzreaktor wird bekämpft wo es nur geht, beides Konzepte, wie man mit dem Müll umgehen kann.
Die Sache mit dem Abbau ist ein generelles Problem in der dortigen Länder, das kann man auch auf das Neodym für Windkraftanlagen, Palmöl für Biosprit oder Kohle und Öl anwenden. Das Sankt-Florians-Prinzip ist sehr weit verbreitet.
Wenn man sich intensiv damit beschäftigt, dann haben Kernkraftwerke eine recht gute Ökobilanz (besser als Photovoltaik) Einzig das Verursacherprinzip im Falle es Super GAU ist ärgerlich, da bekommt die Region in der es stand (bei uns die EU) die volle Ladung ab, bei Kohle ist dies besser, da muß die ganze Welt für den Klimawandel aufkommen.