Prozessor mit "K" sinnvoll?

derHungrige

Komplett-PC-Käufer(in)
Hey Leute,
ich hab ma ne Frage die mir eigentlich schon lange durch den Kopf geht, auf die ich aber keine richtige Antwort bei Google gefunden hab.
Und zwar: Ist es sinnvoll einen Intel Core Prozessor mit "K" zu kaufen, auch wenn man nur automatisch, also mit vorgegebenen Mainboardeinstellungen, übertakten möchte?
Ich hab nämlich mal gehört, dass beim "K" Modell ein größerer Spielraum was Taktzahl usw. zwecks Garantie, vorhanden ist. Stimmt das?
Danke schon mal für die Antworten^^
 
1.) Wenn du nur mit automatischen Bordmitteln übertakten willst: Lass es lieber bleiben. Diese Auto-OC Funktionen machen mehr Durcheinander als nötig ist (legen beispielsweise viel zu hohe Spannungen an die CPU für ein paar MHz mehr was von Hand viel besser einstellbar ist).
Deswegen: Wenn du übertakten willst machs manuell. Das ist heutzutage fast kinderleicht und das Ergebnis Welten besser als die Auto-Funktionen. Anleitungen findest du hier zuhauf.

2.) Eine K-CPU unterscheidet sich nur dadurch, dass sie (ein Z-Mainboard vorausgesetzt) einen freien Multiplikator hat und so das Übertakten für Anfänger leichter ist und man bedeutend höhere taktraten erreichen kann (weil der Basistakt den man bei allen CPUs anheben kann ab 104, 105 MHz instabil wird). Wenn man Spaß am OC hat oder es einem auf jedes Prozent Leistung ankommt kann man das machen, für alle anderen ist die weit günstigere Kombination aus non-K CPU und H-Board die bessere Wahl - denn auch hier kann man den maximalen Boost-Takt auf allen kernen fixieren und problemlos ein leichtes Alltags-OC anwenden was auch keinen viel stärkeren Kühler erfordert und mit jeder CPU funktioniert.

3.) Die Garantie ist bei allen CPUs sofort weg wenn du den Takt anhebst, egal ob K oder nicht. Intel ist nur sehr kulant was den Umtausch von CPUs angeht weil es auch wenn man weiß was man tut (sprich Spannungen und Temperatur im grünen Bereich hält) fast unmöglich ist eine CPU durchs OC zu töten.
 
Also die Automatiken würde ich eher nicht nutzen da dort gerne die Spannungen zu hoch gewählt werden und generell bietet der offene Multi einen höheren Spielraum. Es gibt massig Tutorials mit denen man auch das manuelle Einstellen hinbekommt und es ist kein Hexenwerk
 
Es lohnt sich keinesfalls, sofern man da nicht selbst Hand anlegt und alles so weit wie möglich optimiert.
Beispiel: einen Xeon, der 20€ mehr kostet, bringst Du auf 3,8 GHz. Dieses Geld sparst Du beim Mainboard direkt wieder ein. Dazu darf der Kühler um die 15€ weniger kosten. Der Stromverbrauch eines stark übertakteten i5 tut sein Übriges dazu.
Und dann muss man erstmal das Glück haben, einen i5 zu bekommen, der sich über, sagen wir, 4,3 GHz takten lässt; bis dahin kann der Xeon dank mehr Threads mehr oder weniger mithalten. Nimm daher entweder einen i5 mit ohne K oder einen Xeon, wäre mein Rat.
 
Bis ca. 4,5 GHz fällt der Stromverbrauch nur marginal auf jetzt mal etwas übertrieben gesagt. Auf der anderen Seite kann das was man einspart sich bei einem späteren Verkauf eher negativ bemerkbar machen falls man so etwas mit auf der Rechnung hat.
 
Ok also bringt das k modell keine andere garanti mit sich. Aber sidn auto oc funktionen wirklich so schlecht? In einer der letzten pcgh-ausgaben wurden diese ja mal getestet und dabei hatte ich eigentlich nicht den Eindruck, das die funktion jetzt so schlecht wäre.
 
Das Dilemma ist halt dass die Auto Funktion immer recht hohe Spannung ansetzt damit sicher gestellt ist dass es zu keinem Blue Screen kommen kann.
Sicherer ist es im Bios selbst die einstellungen vorzunehmen.
Der Vorteil der K CPU ist halt durch das übertakten noch mal extra Leistung herauszuholen. So 20% mehr Leistung sind eigentlich immer drin.
Und das ist in etwa die Leistungssteigerung von Sandy Bridge zu Haswell.
Wenn man daran denkt dass die Sandy Bridge CPUs schon seit 2011 auf dem Markt sind und man durch eine Steigerung von 20% des Taktes -- was ja problemlos möglich ist -- die Leistung einer aktuellen Haswell CPU zu erreichen ist es nicht verkehrt sich das Übertakten für später mal in der Hinterhand zu halten.
Denn die Leistungssteigerungen werden nicht mehr so gigantisch ausfallen.
Eine aktuelle Haswell CPU kannst du auch um 20% übertakten und erreichst damit locker die Leistungsfähjigkeit kommender CPU Generationen wie Skylake oder Skymont.
 
Ok also bringt das k modell keine andere garanti mit sich. Aber sidn auto oc funktionen wirklich so schlecht? In einer der letzten pcgh-ausgaben wurden diese ja mal getestet und dabei hatte ich eigentlich nicht den Eindruck, das die funktion jetzt so schlecht wäre.

Die sind auch nicht prinzipiell "schlecht", sie funktionieren (allergrößtenteils) ja schon.
Nur kann eine solche Automatik nur sehr begrenzt auf die individuelle Hardware eingehen (denn jede einzelne CPU hat andere OC-Eigenschaften) und muss daher prinzipbedingt Einstellungen wählen die "mit Gewalt stabil sind" - denn kein Hersteller will sich jammernde Kundschaft mit Bluescreens anhören.

Das wird dadurch erreicht, dass im Allgemeinen viel zu hohe Spannungen genutzt werden um Stabilität zu erzwingen, sprich eine Auto-OC Funktion übertaktet eine CPU beispielsweise mit 1,3v auf 4 GHz was auch mit 1,15v schon (von Hand) gehen würde.
Der Unwissende freut sich über "super-OC-schnell-4GHz!!!11eins" und der Wissende schlägt sich die Hände über dem Kopf zusammen weil man mit zwei Handgriffen das gleiche (oder ein weit schnelleres) Ergebnis mit weniger Verbrauch, Lautstärke und Verschleiß erreichen könnte. ;)
 
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